Der Krieg, der Europa verändert – jetzt investieren?

Kalenderblatt März 2022
4.4
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Die 2020er Jahre haben leider nichts von Goldenen Zwanzigern. Als wäre eine Pandemie mit Hunderttausenden Toten nicht genug, führt nun auch noch Putins Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Und auf einmal ist nichts mehr, wie es noch vor ein paar Tagen war. Deutschland erhöht seine Militärausgaben massiv und liefert Waffen an die Ukraine. Das russische Bankensystem wird vom Zahlungsverkehr abgeschnitten, ebenso der russische Flugverkehr in die Europäische Union untersagt.

Zuerst crashte der russische Aktienmarkt, dann der Rubel und die westlichen Aktienmärkte sind noch nervöser und schwankungsfälliger als sie ohnehin schon waren.

Im Moment schlafe ich nicht gut, zu sehr gehen mir Gedanken an den Krieg und mögliche Eskalationen durch den Kopf. Da ist die Börse tatsächlich Nebensache.

Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, welchen Einfluss die veränderte geopolitische Lage auf meine Geldanlagen und Investmententscheidungen nimmt.

Auch wenn mich diese Themen aktuell mehr beschäftigen, will ich Dir meine Monatsperformance für den Februar natürlich nicht vorenthalten. Wie sich die Kursrückgänge bei mir ausgewirkt haben und worüber ich nun für den März nachdenke, erfährst Du in diesem Beitrag.

Es fällt mir einigermaßen schwer, diese Zusammenfassung zu schreiben. Angesichts des Kriegs und der Ängste, die die Ukrainer und die Eltern der jungen russischen Soldaten derzeit haben, kommt mir das ziemlich seltsam vor.

Und – um ganz ehrlich zu sein – einen solchen Angriffskrieg habe ich nicht erwartet. Um so größer ist nun das Entsetzen und ich finde es richtig, dass wir nun Defensivwaffen an die Ukraine liefern und Russland hart sanktionieren.

Mein Depot ist natürlich nicht optimal auf eine solche Situation ausgerichtet. Aufgrund meiner Anlagekriterien investiere ich nicht in Rüstung oder in Ölaktien. Solche Werte hätten natürlich für Stabilität gesorgt. Gleichzeitig würde ich mich damit aber unwohl fühlen. Kriegsgewinnler möchte ich nicht sein.

Und so akzeptiere ich die heftigen Schwankungen und fühle mich zumindest bestätigt, dass ich keine russischen Aktien im Depot habe. Und auf Erneuerbare Energien setze. Denn sie sind der Schlüssel für die Zukunft, um unabhängig von Gaslieferungen aus dem Ausland zu werden.

Ansonsten habe ich seit Jahresbeginn zur Vorsicht gemahnt und mich selbst auch entsprechend zurückgehalten. Ich bin deshalb aktuell nicht überinvestiert und nicht zu Notverkäufen gezwungen.

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Für den schnellen Überblick hilft die folgende Tabelle:

Depotwert 28.02.22Monatsperformance
Dividendendepot439.020 €-5,3%
Optionsdepot50.563 €-2,6%
Anti-Depot7.614 €-0,2%
Zitronen-Depot6.600 €+-0,0%
Summe:503.797 €-4,8%
Veränderung 2022:-36.582 €
abzgl. Einlagen:-3.823 €
Nettoveränderung 2022:-40.405 €

Von den gut 96.000 € Nettozuwachs aus 2021 sind damit innerhalb von zwei Monaten bereits wieder 40.000 € weg. Spannend, dass sich in diesem Monat das Dividendendepot am schlechtesten entwickelte.

Aktienkäufe

Im Februar habe ich für mein Dividendendepot 3 Aktienkäufe getätigt und dabei 4.201,32 € investiert:

100 Aktien Protector Forsikring für 1.251,29 €

5 Aktien L’Oréal für 1.860,03 €

100 Aktien Protector Forsikring für 1.090,00 €

Im Optionsdepot habe ich 1 Aktienkauf getätigt und 696,84 € investiert:

100 Aktien Nu Holdings für 696,84 €

Für zukünftige Käufe habe ich meine Watchlist veröffentlicht.

Aktienverkäufe

Im Februar habe ich 2 Verkäufe getätigt und damit 10.028,10 € erlöst:

50 Aktien Clorox für 6.200 €

70 Aktien Danone für 3.828,10 €

Dividendenerträge

Im Februar erhielt ich insgesamt 1.087,12 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Vorjahres-Februar ist das eine Veränderung von +28,6%.

Ich erhielt im Februar die folgenden Dividenden:

Verizon: 85,26 €

General Mills: 56,06 €

Texas Instruments: 15,10 €

Clorox: 37,67 €

Siemens: 353,40 €

Procter & Gamble: 56,59 €

Omega Healthcare Investors: 96,18 €

Protector Forsikring: 14,39 €

Siemens Healthineers: 93,87 €

Deutsche Beteiligungs AG: 220,29 €

Transurban Group: 44,70 €

Greencoat UK Wind: 13,61 €

MSCI Inc.: steht noch aus

Mein Dividendenziel für 2022 habe ich in diesem Beitrag erläutert.

P2P-Kredite

Im Februar erzielte ich Erträge aus P2P-Krediten in Höhe von 3,00 €. Meine größte Plattform ist weiterhin Estateguru. Dahinter folgen Mintos und viainvest.

Ich habe im Februar einige Kredite bei Estateguru auf dem Zweitmarkt verkauft und konnte dann meine ursprüngliche Einzahlung vollständig abziehen. Dadurch habe ich jetzt auf allen Plattformen nur noch die seit der Erstinvestition erhaltenen Zinsen investiert und keine Eigenmittel mehr im Feuer. So kann ich das nun alles noch entspannter laufen lassen.

Mein Gesamt-Bestand in P2P-Krediten beträgt jetzt 1.091 €. Bezogen auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:

Plattformaktueller Standinvestierte P2P-Krediteeröffnet
Mintos397 €108/2018
viainvest117 €1211/2018

Eine Übersicht zu den einzelnen Plattformen und meine Intentionen zum P2P-Investment findest Du hier.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Februar erhielt ich keine Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio.

Ich habe im Februar zudem eine Investitionspause eingelegt und mein Portfolio unverändert gelassen – es ist weiterhin 5.635,86 € groß: Ich habe nun 500 € bei Bergfürst, 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.200 € bei ecoligo investiert, von denen Ende Januar 64,14 € seitens ecoligo getilgt wurden.

Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im Februar natürlich nicht dem Abwärtstrend der Börsen entziehen können. Per Ende Februar beträgt der Depotwert nun 439.020 €. Im Monatsverlauf steht für mein Dividendendepot ein Minus von 5,3%.

Top-Werte im Dividendendepot waren Transurban (+6,1%), Kellogg (+3,7%) und TERNA (+3,3%).

Schwächste Werte waren BASF (-15,1%), Swiss Re (-13,2%) und Munich Re (-11,9%),.

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Februar bei 4,8%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot teste ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Ich habe es zu Beginn des letzten Jahres aufgesetzt und im Jahresverlauf eine Performance von 40,8% erzielt.

In diesem Jahr liegt das Depot allerdings bisher bei -10,5%. Aufgrund seiner Technologielastigkeit wundert mich das nicht. Der Februar war für ein Minus von 0,2% verantwortlich.

Außer dem Bitcoin (+11,9%) verloren alle Titel im Februar an Kurswert.

Zu meiner weiteren Strategie mit dem Bitcoin habe ich einen eigenen Beitrag veröffentlicht.

Das Anti-Depot führe ich bei justTRADE. Die Volatilität des Anti-Depots lag im Februar mit 10,3% erneut deutlich über meinem Dividendendepot.

Optionsdepot

Mit dem Optionsdepot verfolge ich eine risikoarme Optionsstrategie, die ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben habe. Damit habe ich ein kleines Nebenportfolio aufgebaut, das durch Optionsverkäufe (Puts und Calls) laufende Erträge erzielen soll.

Im Februar erzielte ich durch verkaufte Optionen und Dividenden Einnahmen im Optionsdepot von 603,84 € brutto. Die Performance war im Februar mit -2,6% erneut negativ. Stabilisierend gegenüber dem Gesamtmarkt wirkten sich aber die Goldminenaktien und die Bitcoinminer aus.

Dividenden erhielt ich im Februar von AT&T (46,18 €) und PetMed Express (52,84 €).

Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.

Zitronen-Depot

Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

Im Februar kam es bei Akasol und Sport1 Medien zum Squeeze-Out. Die Aktien verließen entsprechend mein Depot. Konkretisiert wurde das Squeeze-Out-Verlangen bei der SinnerSchrader AG. Es soll eine Abfindung von 16,43 € bei der Hauptversammlung am 8. April 2022 beschlossen werden. Ich habe insgesamt 400 Aktien von SinnerSchrader ins Zitronen-Depot gekauft und dafür (nach Gebühren) durchschnittlich 16,28 € gezahlt. Ich warte nun entspannt auf den Squeeze-Out. Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte hat sich im Februar auf 12.109,40 € erhöht. Das Depot erzielte eine Monatsperformance von 0%.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Im Februar erhielt ich wieder eine Mietzahlung von 863,91 € (nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung). Das Hausgeld beträgt 246,00 €. Meine Nettomieteinnahme lag damit bei 617,91 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 270,24 €. Ich hatte somit in diesem Monat einen Nettoerlös von 347,67 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Februar bei 261.755,23 €.

Dividendenveränderungen

Im Februar wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:

SAP: Jahresdividende von 1,85 € auf 2,45 € erhöht (+32,4%)

L’Oréal: Jahresdividende von 4,00 € auf 4,80 € erhöht (+20%)

Novo-Nordisk: Schlussdividende von 5,85 DKK auf 6,90 DKK erhöht (+17,9%)

Allianz: Jahresdividende von 9,60 € auf 10,80 € erhöht (+12,5%)

Munich Re: Jahresdividende von 9,80 € auf 11,00 € erhöht (+12,2%)

VINCI: Schlussdividende von 2,04 € auf 2,25 € erhöht (+10,3%)

PepsiCo: Quartalsdividende von 1,075 US$ auf 1,15 US$ erhöht (+7,0%)

Defama: Jahresdividende von 0,48 € auf 0,51 € erhöht (+6,3%)

BCE: Quartalsdividende von 0,875 CA$ auf 0,92 CA$ erhöht (+5,1%)

Coca-Cola: Quartalsdividende von 0,42 US$ auf 0,44 US$ erhöht (+4,8%)

Novartis: Jahresdividende von 3,00 CHF auf 3,10 CHF erhöht (+3,3%)

BASF: Jahresdividende von 3,30 € auf 3,40 € erhöht (+3,0%)

Cisco: Quartalsdividende von 0,37 US$ auf 0,38 US$ erhöht (+2,7%)

3M: Quartalsdividende von 1,48 US$ auf 1,49 US$ erhöht (+0,7%)

KONE: Jahresdividende von 2,25 € auf 2,10 € gesenkt (-6,7%)

Ausblick auf März 2022

Um es vorweg zu nehmen: Ich bleibe selbstverständlich meinen Anlagekriterien treu und werde weder jetzt noch in Zukunft in Rüstungsaktien investieren. Das ist für mich einfach keine Option. Ich will solche Titel nicht in meinem Depot haben und mich dann womöglich über Großaufträge an Lockheed Martin, Raytheon oder Rheinmetall freuen müssen.

Ich glaube viel mehr, dass es nun wichtig ist, sein Depot und Anlageverhalten erneut auf den Prüfstand zu stellen. Gibt es Titel, die ein besonders hohes Exposure im Russlandgeschäft haben? Und wie schätze ich bei denen das übrige Geschäft ein? Verändert sich durch die Sanktionen etwas an meiner Einschätzung.

Das habe ich bei BASF und Danone getan und bin zu unterschiedlichen Einschätzungen gekommen. BASF ist mit seiner Tochter DEA Wintershall finanziell an NordStream 2 beteiligt. Das wird zu einem Abschreibungsbedarf führen, denn die Pipeline wird aus meiner Sicht niemals in Betrieb gehen. Der Umsatzanteil von BASF mit Russland liegt ansonsten bei rund 1%. Das ist deshalb aus meiner Sicht verkraftbar. Ein Einmalaufwand bei einem ansonsten gesunden Unternehmen, das soeben Rekordgewinne meldete und die Dividende wieder erhöht hat. BASF bleibt deshalb in meinem Depot.

Bei Danone sieht die Situation anders aus. Russland ist ein großer Markt für den Konzern, man ist dort Marktführer bei Milchprodukten (Prostokvashino) und erzielt 6% des gesamten Umsatzes in Russland. Hier werden die Rubelschwäche und die Sanktionen den Konzern hart treffen. Und das wird auch nicht so leicht aufzufangen sein, da es auch in anderen Geschäftsfelder nicht gerade glänzend läuft. Wichtiges Zeichen dafür ist die nur stabile Dividendenankündigung nach einer Kürzung im Vorjahr. Ich habe mich deshalb am Monatsende von Danone getrennt.

Der Erlös aus dem Verkauf verschafft mir den Freiraum, auch weitere turbulente Börsenzeiten gut auszuhalten. Denn ansonsten fühle ich mich mit meinem Depot sehr wohl. Ich habe viele qualitativ hochwertige Titel an Bord, mit denen ich gut durch die Börsenphase kommen werde.

Und es gibt ja auch positiv zu vermerken, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien der beste Weg ist, sich von der Abhängigkeit von Gaslieferungen aus dem Ausland zu befreien. Und womöglich gibt es auch weniger starke Zinserhöhungen in den USA und Europa.

Und man sieht auch, welchen Stellenwert in Krisenzeiten Cryptowährungen haben. Nicht als Hedge gegen Kursrückgänge. Aber wenn der Zahlungsverkehr zusammenbricht oder man flüchten muss – ein Teil des Vermögens in Bitcoins scheint nicht zu schaden. Denn darauf lässt sich auch dann zugreifen, wenn Banken nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aktienkäufe im März plane ich nicht. Aktuell habe ich im Optionsdepot jedoch noch 2 Short Puts auf BASF und BayWa offen, die am 18. März fällig werden. Ich bin dort verpflichtet, jeweils 100 Aktien zu Kursen von 66 € (BASF) bzw. 38 € (BayWa) zu kaufen. Während ich bei der BayWa wegen des starken Fokus auf Erneuerbare Energien damit gut leben kann, möchte ich bei BASF unter den neuen Gegebenheiten mein Engagement eigentlich nicht erhöhen. Vermutlich werde ich die Option rollen und auf bessere Zeiten hoffen.

Und wenn es noch weitere Kursrückgänge gibt, dann schaue ich mir auch diesen Titel noch mal an und stocke dann doch auf eine runde Zahl auf. Die Dividendenrendite kratzt jetzt schon an der 5%-Marke und langfristig sehe ich weiterhin Potenzial.

Möglicherweise werde ich im März aber noch einige Positionen reduzieren oder mich ganz von ihnen trennen. Ich bin aktuell nämlich in weit fortgeschrittenen Gesprächen zur Investition in ein Start-up und würde dann ein wenig umschichten. Ich hatte ja in meiner Anlagestrategie 2022 berichtet, dass ich mich als Business Angel betätige und in diesem Jahr womöglich die erste Investition zu Stande kommt. Je mehr sich das konkretisiert, um so mehr werde ich mir Gedanken machen, auf welche Aktienpositionen aus meinem Dividendendepot ich am ehesten verzichten kann. Mögliche Verkaufskandidaten sind aktuell KONE, Red Eléctrica, ENAV, Welltower und Kellogg. Reduzierungen kann ich mir bei Civitas Social Housing und Talanx vorstellen.

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30 Gedanken zu „Der Krieg, der Europa verändert – jetzt investieren?“

  1. Lieber Ben, ich kann deine Erläuterungen sehr gut verstehen.
    Das was da derzeit läuft ist scheusslich, erbärmlich, unendlich traurig.
    Gleichzeitig ist das Börsengeschehen derzeit hochinteressant.
    Ich mag mich nur nicht in die Ecke gieriger Spekulanten gestellt wissen,
    man kann es auch mal so sehen: Ist doch toll, dass wir noch ein Arbeits- und ein Anlegerleben haben,
    das lenkt auch mal ab von all den traurigen Dingen in der Welt.

    Qualitätstitel sind derzeit mit einem gewissen Rabatt zu haben,
    vorausgesetzt, man glaubt an eine Erholung an der Börse.
    Die historische Entwicklung gibt uns da ganz klar recht.
    Übrigens, aus BASF herauszugehen, wäre aus meiner Sicht ein Fehler. Mit einem Kurs unter 60 EUR überlege ich sogar, ein wenig aufzustocken. Dieses Unternehmen ist global aufgestellt, das Russlandgeschäft wird eine Delle erzeugen, die – hoffentlich – temporär ist.

    Worauf es nun ankommt aus meiner Sicht:
    a) Ein breit diversifiziertes Depot anzulegen (vor allem breit über alle Branchen, hier hat mir die Markets-Darstellung von morningstar geholfen, auch die GICS-Branchenkategorisierung in der PortfolioPerformance-Software ist dafür nützlich).
    b) Qualitätsaktien mit Value halten oder aufstocken. Unternehmen, die bleiben und Kriege durchhalten.
    c) Wo möglich, Techniktitel mit großem Rabatt nachkaufen. Diese werden sich auf lange Sicht erholen, wenn das Geschäftsmodell gut ist (ich denke an Firmen wie Danaher oder Adobe).

  2. Puh das wird ja ein immer bunteres Sammelsorium an Anlagevehikeln und Anlagestrategien.

    Den Blognamen kann man jetzt auch als untergehende Dividendenstrategie interpretieren. 😁 Gut das war jetzt vielleicht ein wenig überspitzt.

    Ich wünsch Dir dennoch alles Gute. Neben all der Kritik, sind deine Unternehmensanalysen immer noch herausragend.

    1. Lieber Fred, du sprichst da einen spannenden Punkt an!
      Tatsächlich habe ich viel Verständnis für Anleger, die auch mal Neues ausprobieren wollen (Optionen, Krypto, P2P-Kredite o.a.).
      Ich habe an mir selber festgestellt: Es ist meinem Anlegeverhalten und der Rendite abträglich, wenn ich meinen Fokus verliere.
      Derzeit fahre ich mit einer recht simplen Strategie gut: Ich investiere in zwei verschiedene Dinge:
      a) Dividendenaktien (eher slow grower, die Dividende zahlen) (ca. 80% meines Depots, z.B. Pepsico, BASF) und
      b) Wachstumsaktien, die keine oder sehr wenig Dividende zahlen, mit Potenzial auf hohe Kurssteigerung (z.B. Danaher, Teladoc).
      P2P, Optionen, Krypto etc. lasse ich – derzeit noch – alles weg, da a) und b) auch schon genug Aufwand erzeugen (Pflegen, recherchieren, auswählen, etc.).
      Und natürlich gilt weiterhin: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ ;-)

    2. Lieber Fred,

      Du weißt ja sicher, dass ich Deine Kritik sehr schätze. Und jetzt ist es wieder so, dass mich Dein Kommentar zum Nachdenken bringt. Ich berichte einmal im Monat über alle meine Anlagevehikel. Das finde ich nicht viel, es ist transparent und jeder kann sich ein eigenes Bild machen. Die Beiträge, die dann während des Monats erscheinen, beziehen sich eigentlich immer auf Dividendenzahlungen und Transaktionen im Dividendendepot. Von „untergehender Dividendenstrategie“ würde ich deshalb nicht sprechen. Klar, ich diversifiziere ein wenig. Aber mein Dividendendepot ist – verglichen mit dem Start des Divantis-Blogs – mittlerweile auch mehr als doppelt so schwer. Und die Diversifikation nehme ich sorgsam vor, um mein Dividendenziel nicht zu gefährden.

      Ich freue mich, dass Du mir gewogen bleibst und weiter so ehrliches Feedback gibst!

      Viele Grüße Ben

      1. Ben klar bleibe ich dir gewogen und das dein Dividenden Depot natürlich immer noch sehr üppig ist und auch gewachsen ist stimmt natürlich.

        Ich habe ja direkt zugegeben, dass die Formulierung sehr überspitzt war. Mich befremdet es aber, dass du Geld aus einer funktionierenden Anlage Strategie entnimmst und in riskantere Assets (Start Ups) gehst. Ich hoffe dass da auf Dauer nicht die Qualität leidet.

        Hast Du eigentlich Deine Youtube Pläne beerdigt?

  3. Vielen Dank, Ben, es ist wirklich eine Freude, wieder so einen hochwertigen Artikel zu lesen!

    Trotz der schrecklichen Lage, trotz Krieg in Europa, können wir uns hier natürlich über die Lage an den Börsen austauschen.

    Mein Depot hat sich dieses Jahr, unter Berücksichtigung der allgemeinen Umstände, wie erwartet entwickelt. Eine gute Diversifikation ist sicher hilfreich. Zuletzt habe ich BLK nachgekauft. Der Einstieg bei AVGO ist mir gelungen. Bisher habe ich auch keine Rüstungsaktien im Depot, höchstwahrscheinlich bliebe ich auch weiterhin dabei, wenngleich uns diese Tage deutlich vor Augen geführt wird, dass eine Demokratie auch verteidigt werden muss. Generell scheinen mir die Kursrückgänge an den Börsen in Anbetracht des Krieges noch eher gering zu sein. Auch ist mir in vielen Einzelfällen noch nicht klar, welchen Auswirkungen die bereits bekannten Sanktionen haben werden.

    VG
    1Steven1

    1. ja 1Steven1, Rüstungsaktien:
      Als ehemaliger Kriegsdienstverweigerer ticke ich mittlerweile doch anders.
      Es braucht auch Waffen, um Despoten in Schach zu halten.
      Eine Recherche unter Northrop, General Dynamics, Raytheon und Lockheed Martin hat mich veranlasst, in letztere zu recherchieren (nur meine Meinung).
      Übrigens war ich als externer Berater auch mal in Unterlüß bei Celle tätig, bei „Rheinmetall Landsysteme“, der Militärsparte von Rheinmetall. Schon beeindruckend, was die da so bauen. Da fährt auch mal ein Panzer über den Hof und der Schießstand für große Munition ist mehrere Kilometer lang…

  4. Hallo Ben,

    ja wir haben wirklich bewegende Zeiten, über die wohl viele im Vorfeld auch spekuliert haben, aber die tatsächliche Eskalation ist dann schon noch mal eine andere Hausnummer.

    Auch wenn in den Medien quasi schon Schadenfreude vorherrscht: „Putin habe sich verkalkuliert“, bin ich in diesem Fall nicht ganz so optimistisch. Es wäre verwunderlich, wenn die russische Führung sich nicht auf solche Szenarien vorbereitet hätte. Mir tut es für die Ukrainer sehr leid, da ich vermute, dass dieser Konflikt nicht so schnell aufhört.

    Außerdem sehe ich die Rolle Chinas noch nicht wirklich genügend beachtet. Das Regime wird schon seit einiger Zeit offensiver (siehe Besuch der chinesischen Delegation letztes Jahr in den USA, Hong-Kong, …). Es könnte gut sein, dass hier mehrere Stufen der Eskalation vorbereitet sind, die durchaus auch chinesischen Aktivitäten enthalten könnten (von Unterstützung Russlands finanziell, medial, mit Ausrüstung bis hin zu eigenen Aktivitäten z.B. in Taiwan usw.). Russland und China haben mMn beide das Ziel die Vorherrschaft der USA zu beenden.

    Insgesamt finde ich es auch traurig, dass sich gerade Europa in den letzten Jahren immer mehr in inneren Streitereien verloren und so viele nebensächliche Dinge zu hoch bewertet hat. Außerdem der ständig erhobene Zeigefinger trotz genügend eigenem Dreck am Stecken. Das trägt nicht gerade zur Zurückhaltung der Gegner der westlichen Kultur bei.

    Wollen wir hoffen, dass dieses Szenario nicht so kommt, aber wenn, würden die Investmentthemen auf absehbare Zeit tatsächlich sehr nebensächlich werden.

    Ich bleibe ebenfalls aktuell bei der Strategie einer erhöhten Cashquote und Wachsamkeit. Es ist bestimmt auch nicht verkehrt für ein negatives Szenario schon mal vorzudenken. Wenn es dann nicht so kommt umso besser.

    Viele Grüße und trotz allem immer etwas Optimismus!

    1. Hallo Christian,

      da sprichst Du wichtige Punkte an.
      Ich hoffe natürlich auch, angesichts der noch einschneidender werdenden globalen Herausforderungen, dass politisch klug gehandelt wird.

      Und die große Heterogenität in Europa ist sicher auch weiterhin eine Herausforderung, wie man ja auch ganz aktuell wieder sieht…

      Richtig, den Kopf nicht in den Sand stecken!

      VG
      1Steven1

    2. Bin eher Kleinanleger, der supergerne hier mitliest. Stelle fest, das ich mit der alten israelitischen Drei Speichenregel ( ein Drittel Cash, ein Drittel Gold und ein Drittel Aktien) ganz gut fahre, da der steigende Goldpreis siehe auch EUR/UsDollar alle Defizite im Aktiendepot kompensiert.
      Ein Gedanke noch. Professionelle Vermögensverwalter sichern doch ihre Depots mit Puts gerade gegen solche Situationen wie die derzeitige ab. Es ist doch genug Vorlaufzeit gewesen, die dunklen Wolken am Horizont zu sehen. Es war hier noch Gazprom im Gespräch . Ab morgen alle russischen Wertpapiere für den Handel gesperrt. Also Asche vorläufig. So schnell kann’s gehen.
      Nun ja. Mal sehen. Hoffen wir das beste.

  5. Hallo Ben,
    ein guter Artikel von dir, da ich deine Haltung zur Rüstungsindustrie teile.
    Ich habe mir damals lange überlegt, ob ich in Tabak investiere und mich aufgrund der damals guten Bewertung und schrittweisen Umstellung hin zu „gesunderen“ Produkten für ein Investment entschieden. Eine Kriegskasse möchte ich aus meinem Depot jedoch auch nicht machen.
    Ich finde es übrigens interessant, dass dein Dividendendepot mit ca. 5 % doch recht viel verloren hat im Vergleich zu meinem mit ca. 2%, obwohl ich einige risikoreichere Positionen halte.
    Vermutlich wird sich das in den kommenden Monaten etwas zu deinen Gunsten verschieben, aber wir werden sehen ;)

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren und vor allem,
    dass du wieder besser schlafen kannst.

    Viele Grüße,
    MrTott

  6. Ist im Moment ja auch schwierig abzuschätzen, wie die FED reagieren wird. Eigentlich müsste sie die Zinsen anheben um die Inflation zu bremsen. Öl allein heute plus 8%. Was die Inflation anbetrifft, können wir uns bestimmt warm anziehen. Wenn sie (FED) unterstützend in die Märkte eingreift, befeuert sie aber die Inflation weiter…

  7. Hallo Ben,

    als ich das hier gelesen habe, blieb mir erstmal die Spucke weg: „ich finde es richtig, dass wir nun Defensivwaffen an die Ukraine liefern und Russland hart sanktionieren.“

    Sanktionen bedeuten Wirtschaftskrieg, quasi aushungern ohne explizit Waffensysteme und Truppen einzusetzen. Für mich genauso verwerflich, wie „traditioneller“ Krieg. Und es hat sich mittlerweile etabliert, diese Sanktionswaffe ständig und überall zu verwenden und sich dabei moralisch überlegen zu fühlen, weil man führt ja keinen Krieg. Doch, den führt man! Und man riskiert dabei auch viele Tote in der Zivilbevölkerung, mit dem Ziel, die Bevölkerung zu einem Putsch zu bewegen.

    Und Defensivwaffen zu liefern soll wie genau deeskalierend wirken?

    (HINWEIS DES BLOGBETREIBERS:
    Wir schätzen die Meinungsfreiheit sehr. Für eine Rechtfertigung von Kriegsverbrechen und völkerrechtswidrigem Verhalten ist hier jedoch kein Platz. Deshalb wurde der weitere Inhalt dieses Kommentars entfernt.)

    VG
    Micha

    1. Selten solch einen unerträglichen Schwachsinn gelesen, der nicht unwidersprochen bleiben darf.

      Micha plädiert also wortreich für das bloße Zusehen bei einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg eines menschenverachtenden, mittlerweile mit Argumenten nicht mehr erreichbaren Despoten, der schwerst narzisstisch gestört ist.
      Putin wollte keine Verhandlungen mehr und dieser Akt ist durch nichts zu rechtfertigen.

      Die USA darf man kritisch sehen, sie sind aber unverändert und besonders nach Trump Garant für Frieden, Stabilität und westliche Werte.

      Unsere Demokratie und unser Frieden müssen nötigenfalls mit allen Mitteln verteidigt werden.

      Kommt Michas IP-Adresse aus dem Ural?

      1. Hallo Florian,

        Deine teilweise merkwürdigen Äußerungen möchte ich so natürlich nicht unbeantwortet lassen:

        >>Kommt Michas IP-Adresse aus dem Ural?
        nein, meine IP Adresse sollte auf NRW zeigen. Wieso kommt man auf Ural?
        Woher kommt Deine IP denn?

        >>Micha plädiert also wortreich für das bloße Zusehen bei einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg
        Nein, das würde er nicht tun. Er weiß aber, dass zusätzliche Waffen und ggf. unausgebildete Kämpfer das Leid nur vergrößern werden.

        >>eines menschenverachtenden, mittlerweile mit Argumenten nicht mehr erreichbaren Despoten, der schwerst narzisstisch gestört ist.
        Soll das jetzt eine Ferndiagnose eines Menschen sein, der prinzipiell so in den Hauptmedien dargestellt wird? Du solltest versuchen, an Deiner Medienkompetenz zu arbeiten. Das meine ich ernst und auch nicht böse. Ich gehe davon aus, dass Du Putin nicht persönlich kennst und auch nicht sein Arzt bist. Dir bleibt also nur, entweder seine Reden zu analysieren oder von anderen vorgegebene Meinungen zu wiederholen. Wofür hattest Du Dich entschieden?

        >>Putin wollte keine Verhandlungen mehr
        Das ist faktisch falsch. D und FR wollten die Minsker Abkommnen nicht mehr umsetzen (haben sie ja auch 8 Jahre lang nicht gemacht) und haben letztlich behauptet, dass Russland nicht verhandeln wollte. Russland wollte immer verhandeln, das kann man nachlesen und die Kriterien der Abkommen auch.

        >>und dieser Akt ist durch nichts zu rechtfertigen.
        Du meinst den Großangriff? Ja, das ist per Definition ein völkerrechtswidriger Akt. Das habe ich nicht bestritten. Nur sollte man die 8 Jahre dauernden militärischen Angriffe seitens Ukraine auf den Donbass ebenso bezeichnen, sonst wäre das Doppelmoral. Und ich hatte noch darauf hingewiesen, dass in den letzten ca. 25 Jahren seitens USA auch viele völkerrechtswidriger Akte unternommen wurden, bspw. hat ein mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneter Obama später noch 7 Länder bombardieren lassen. Vermutlich hattest Du das nur vergessen.

        >>Die USA darf man kritisch sehen,
        Oh, das ist sehr gütig von Dir, dass man den größten Aggressor der letzten ca. 75 Jahre kritisch sehen darf.
        Kommt Deine IP Adresse aus den Rocky Mountains?

        >>sie sind aber unverändert und besonders nach Trump Garant für Frieden, Stabilität und westliche Werte.
        Interessant, da ausgerechnet in der Trump-Ära kein seit langem mal wieder ein Präsident keinen neuen (!) Krieg begonnen hat, zumindest keinen offen ausgetragenen.
        Leider hat er die laufenden Kriege, bspw. Afghanistan, Ukraine weiterlaufen lassen (letzteren durch politische Unterstützung und massive Waffenlieferungen => Stellvertreterkrieg). Im Mittleren Osten hat er aber einige Friedensabkommen vermittelt (die suche ich jetzt aber nicht für Dich raus).

        >>Unsere Demokratie und unser Frieden müssen nötigenfalls mit allen Mitteln verteidigt werden.
        Das war zwar nicht Thema meiner ursprünglichen Aussagen, aber da sage ich: „Warum denn auch nicht?“. Allerdings würde ich den Begriff Freiheit nicht vergessen wollen.

        >>Selten solch einen unerträglichen Schwachsinn gelesen, der nicht unwidersprochen bleiben darf.
        Du darfst gerne widersprechen, warum auch nicht.
        Aber wenn Du meinen ausführlichen Beitrag, in dem ich einige Sachverhalte zu verdeutlichen versuchte, die Du und andere entweder nicht kennen oder einfach nur verdrängen, weil es nicht ins ideologische Weltbild passt, als „unerträglichen Schwachsinn“ bezeichnest, dann könnte man doch erwarten, dass Du einen oder mehrere zu kritisierende Punkte gezielt ansprichst. Ich finde aber keinen, also ging es Dir nur um ein pauschales Draufhauen, richtig? Ich kann Dir aber sagen, dass ich grundsätzlich versuche, eine rationale Haltung zu dem Thema zu haben und habe daher auch versucht (es ist mir hoffentlich auch einigermaßen gelungen), bestehende Fakten zu beschreiben.

        VG
        Micha

      1. Hallo Manfred,

        wenn Du schon einen anderen Beitrag unterdrücken möchtest, dann wäre es doch mehr als fair, dies auch zu begründen. Ansonsten hat das den Anschein, dass Du es mit der Meinungsfreiheit nicht so genau nimmst, bzw. diese nur je nach Gesinnung zulassen möchtest.

        Schade, Du hast leider keinen konstruktiven Eindruck hinterlassen.

        VG
        Micha

    2. Eine um 02:04 Uhr verfasste Ode an den Despoten Putin, gespickt mit Scheinargumenten, Geschichtsverklärung und Missachtung jeglichem Respekts und Mitgefühls gegenüber der unzähligen Opfer, die dieser Krieg auf Seiten der Ukrainer, aber auch auf Seiten der Russen mit sich bringt. Die Schuld hier trägt die Person und deren Dunstkreis, die erst mit dem Messer an der Kehle der Ukrainer verlangen, dass diese ihre über Jahre und mit Kraft und Mut aufgebaute Demokratie ablegen und sich >40 Millionen Menschen und putinsche Marionettenverwaltungen stellen. Als das nicht passierst ist, wurde nach wochenlangen Lügen vor der ganzen Welt der Einmarsch befohlen.
      Was in einem Menschen vorgehen muss, der aus einer wahrscheinlichen Position der Sicherheit und des Friedens in Deutschland 2:00 Uhr nachts am PC sitzt und einen Krieg eines Despoten mit einer demokratischen Nation zu rechtfertigen und verteidigen versucht kann ich mir nur schwer ausmalen.
      Wie zerbrechlich diese über Jahre gewachsene Gewissheit des Friedens für die meisten im Alter der noch lebenden Europäer ist, haben die letzten Tage mehr als deutlich gemacht.

      In der Ukraine kämpfen die Menschen für ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit und die Demokratie und sie kämpfen dabei zu großen Teilen gegen Junge Männer, die von Missinformation und Propaganda getrieben in ein Land einmarschieren, um dies „vor der westlichen Nazi-Diktatur“ zu befreien.
      Dabei tun mir diese vergeudeten und wahllos geopferten Leben auf russischer Seiten ebenso entsetzlich Leid. Die wenigsten stehen dort mit der Überzeugung auf der richtigen Seite zu stehen und die kurzfristig und langfristig Folgen der Wahnvorstellungen eines Mannes und deren, die dessen Argumente mittragen, verbreiten, relativieren und verteidigen sind wahrscheinlich für keine im Moment wirklich absehbar.

      Meine Hoffnung ist ein schnellstmöglicher Waffenstillstand, aber zu welchem Preis dieser realistisch ist liegt kann ich aus meinen sicheren, warmen und geschützten Wohnzimmer unmöglich einschätzen.
      So oder so bin ich der Überzeugung, dass Putin mit dem Einmarschbefehl in die Ukraine gleichzeitig seinen eigenen Abstieg endgültig besiegelt hat. Es gibt in Russland keine allumfassende, landesweite Informationskontrolle. Überall dort wo Menschen über freie Informationen verfügen, sich ein eigenes Bild von der Welt machen können und menschliche Werte über staatlicher Propaganda stehen setzten sich am Ende demokratische Tendenzen durch und daran wird letztlich auch Putins System scheitern. Nicht durch eingebildete und erfundene Drohungen anderer Staaten. Einzig die Angst des Machtverlustes aufgrund demokratischer Entwicklungen und Freiheit in seinem eigenen Land treiben ihn an und werden sein System letztlich zu Fall bringen.

      Ich weis nicht, ob Ben hier die Option hat Beträge zu löschen und Nutzer zu bannen. Bei einem solchen erschreckenden Beitrag, der putintreue Argumente im Streufeuer in den Raum wirft kann man auch nur wenig mit der Realität entgegensetzen. Ich denke die Meinungsfreiheit ist an dieser Stelle weit überschritten und nicht alles muss im Internet zu lesen sein.

      Just my two cents.

      1. Leider hat sich das grundsätzliche Verständnis von Demokratie in den letzten Jahren sehr negativ entwickelt so mein Eindruck. Anders denkende werden diffarmiert und mundtot gemacht. Wer entscheidet wann die Meinungsfreiheit überschritten ist? Etwa du, Christian? Ob es die Pandemie oder die jetztige durchtbare Situation in der Ukrainie ist. Wer entscheidet was richtig und falsch ist?
        Im NLP spricht man im Zusammenhang von Beziehungsmanagement von unterschiedlichen Landkarten auf die jeder aus seiner Brille schaut. Die Kunst ist es doch die Perspektive des anderen zu verstehen auch wenn man es selbst anders sieht. Geht natürlich nur wenn es auch ernsthaft gewollt ist. Anders kann es nicht zu einer WinWin-Situation kommen. In der Geschichte ist der Westen schon immer eine Bedrohung für Russland gewesen. Andersrum übrigens auch. Seit meiner Kindheit sind in allen Kriegsfilmen die Russen die Bösen. Selbst Rcoky hat gegen den bösen Russen geboxt. :D Aber aus meiner Sicht hat die NATO sehr wohl auch ihren Beitrag dazu geleistet. Würde sich Russland oder China so „penetrant“ in Amerikas direkter Nachbarschaft breit machen würde es auch eskalieren. Natürlich können wir dies aus unserer westlichen Perspektive schwer nachvollziehen. Mir tun die Menschen einfach leid die am Ende von den Machtspielchen betroffen sind. Wir haben jetzt auch die erste Ukrainische Familie hier die mit Kindern auf der Flucht waren. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin kein Putin-Freund! Aber es ist halt auch nicht schwarz & weiß und andere Meinungen müssen erlaubt sein. Wo kommen wir sonst hin?

        Ben vielen Dank für deine Arbeit hier. Bin schon seit Jahren immer wieder am stöbern und finde es klasse hier! :)
        Mein Depot hat auch Federn gelassen aber ich halte erstmal die Füße still.

        1. @rudidyckRudi
          Ich zitiere aus Deinem Beitrag: „Leider hat sich das grundsätzliche Verständnis von Demokratie in den letzten Jahren sehr negativ entwickelt so mein Eindruck. Anders denkende werden diffarmiert und mundtot gemacht. Wer entscheidet wann die Meinungsfreiheit überschritten ist?“ Meine Empfehlung: Frag‘ doch einfach mal bei Nawalny nach.
          Für den Einmarsch von Putin’s Armee in Ukraine kann es keine zwei Meinungen geben. Sorry.

          1. Hallo Matthias66,

            >>Für den Einmarsch von Putin’s Armee in Ukraine kann es keine zwei Meinungen geben.
            es geht doch nicht nur um Meinungen. Mir ging es darum, bspw. zu erklären (hey, ich bin da überhaupt kein Profi, sondern wehre mich nur gegen die schreiende, mediale Einheitspropaganda), warum ich eine Eskalation der Situation als nachteilig erachte, wie es zu der gesamten Situation seit 2014 kommen konnte, warum Russland eine Bedrohung nachvollziehbar empfindet, über die im Westen kalkuliert hinweggesehen wird usw..

            Man muss Dinge auch in ein anderes Licht, sprich eine andere Perspektive einnehmen. Sonst wird man oftmals nicht verstehen, warum es einen bestimmten Konflikt gibt oder in dieser Form gibt. Die Radikalisierung im gesamten „Westen“, was Gegenmeinungen zum vorgegebenen Narrativ angeht, ist erschreckend, aber leider scheinen die meisten Menschen mittlerweile gehirngewaschen zu sein und in jeder Gegendarstellung, selbst wenn sie faktisch korrekt ist, eine böse Verschwörung zu sehen.

            Vor ein paar Tagen habe ich etwas sehr passendes zum Ukraine-Konflikt gelesen:
            „Die Friedensbewegung hat sich in 2 Lager gespalten:
            Die einen wollen Frieden seit 8 Jahren. Die anderen seit 8 Tagen.“

            Wenn man das nicht versteht, dann versteht man auch den ganzen Konflikt nicht.

            VG
            Micha

      2. Hallo Christian,

        ich hoffe, Du erlaubst mir, zu antworten:

        >>Eine um 02:04 Uhr verfasste
        Was für eine Rolle spielt die Uhrzeit? Ist das der erste Versuch, ohne Gegenargumente eine andere Meinung zu diskreditieren? OK, die Wahrheit ist, ist hatte vorher andere Dinge gemacht, mich u. a. in das besprochene Thema eingearbeitet, um fundiert argumentieren zu können. Du hast um 7:32 Uhr geantwortet. Wie kommt man denn darauf? ;-)

        >>Ode an den Despoten Putin
        Nein, Putin interessiert mich jetzt nicht wirklich, aber es gibt in politischen Auseinandersetzungen bestimmte Logiken und Abläufe. Also nein, ich schreibe keine Oden. :-)

        >>gespickt mit Scheinargumenten, Geschichtsverklärung
        Das verbitte ich mir einfach, es wäre auch nicht mein Stil. Ich bin auf die einzelnen Punkte gespannt, die da noch angeprangert werden.

        >>Missachtung jeglichem Respekts und Mitgefühls gegenüber der unzähligen Opfer, die dieser Krieg auf Seiten der Ukrainer, aber auch auf Seiten der Russen mit sich bringt.
        Woher weißt Du, wie ich über Krieg und die Opfer denke? Ich hatte mich dazu nicht geäußert. Ich hatte mich lediglich etwas ausführlicher gegen Ben’s Aussage bzgl. Waffenlieferungen und Sanktionen geäußert und dargelegt, dass dies zusätzliches Leid bedeuten würde. Vermutlich hast Du darüber hinweggelesen oder konntest es nicht interpretieren. Aber wenn es für Dich OK ist, einen Konflikt zu eskalieren und gleichzeitig die Opfer zu bedauern, dann mach‘ das gerne! Meine Position wäre das jedenfalls nicht.

        >>Was in einem Menschen vorgehen muss, der aus einer wahrscheinlichen Position der Sicherheit und des Friedens in Deutschland 2:00 Uhr nachts am PC sitzt und einen Krieg eines Despoten mit einer demokratischen Nation zu rechtfertigen und verteidigen versucht kann ich mir nur schwer ausmalen.
        >>dass diese ihre über Jahre und mit Kraft und Mut aufgebaute Demokratie
        Rational zu bleiben ist gerade in wilden Zeiten sehr wichtig. Hass und Hetze gegen andere zu verbreiten macht zwar Stimmung, hat aber keinen positiven Effekt. Ich habe auch nicht versucht etwas zu rechtfertigen, sondern zu erklären. Es ist halt falsch, den aktuellen Krieg nur mit den Ereignissen der letzten Wochen zu verbinden. (Passage vom Blogbetreiber gelöscht)

        >>In der Ukraine kämpfen die Menschen für ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit und die Demokratie
        Das sagt Dir jede Staatsführung, kein Thema. Aber, dass die Ukraine hier von USA für eine Art Stellvertreterkrieg missbraucht wird, ist Dir hoffentlich klar.

        >>sie kämpfen dabei zu großen Teilen gegen Junge Männer, die von Missinformation und Propaganda getrieben in ein Land einmarschieren
        Na ja, man könnte auch einfach sagen, sie haben die Befehle bekommen und müssen sie halt umsetzen, da es sonst sehr empfindliche bis tödliche Strafen geben könnte. Desertieren wird wohl in jeder Armee sehr hart bestraft, das wird nicht nur in Russland so sein. Die meisten Soldaten wollen keinen Krieg und sind neben den Zivilisten auch nur Opfer im Spiel der Großen.

        >>um dies „vor der westlichen Nazi-Diktatur“ zu befreien
        Etwas hart umschrieben und zu pauschal, aber die Richtung stimmt. Es gibt im Netz ARD („Tagesspiegel“)-Berichte, die diese faschistisch orientierten Einheiten von ideologisch völlig verblendet Vollidioten darstellen.
        Du könntest im Netz auch nach Begriffen wie bspw. „Asow-Regiment“ und „Swoboda Partei“ suchen. Alles kenne ich auch nicht, aber für einen ersten Eindruck reicht das schon mal. Vielleicht findest Du auch etwas zu den antirussischen Gesetzen, Diskriminierungen usw..

        >>Meine Hoffnung ist ein schnellstmöglicher Waffenstillstand
        Meiner auch und deshalb verurteile ich Waffenlieferungen und Sanktionen auch so scharf. Für Waffenstillstand und Frieden braucht es Deeskalation, auch wenn es der Forenbetreiber anders sieht.
        Und ich denke halt noch etwas weiter und behaupte, dauerhaften Frieden gibt es dort nur, wenn die Ukraine ein neutraler Staat wird, wo die NATO nicht wieder anfangen kann, gegen Russland aufzurüsten. Ich weiß, es ist eine brisante Meinung hier. Aber warum? Sind hier alle in Rüstungsaktien investiert?

        >>Es gibt in Russland keine allumfassende, landesweite Informationskontrolle.
        Die ist dort ähnlich wie hier: Offizielle Medien laufen auf Staatslinie, alternative Medien haben jeweils einen schweren Stand, sind aber teilweise noch nutzbar. Schau‘ sie Dir doch auch mal an!

        >>Überall dort wo Menschen über freie Informationen verfügen, sich ein eigenes Bild von der Welt machen können und menschliche Werte über staatlicher Propaganda stehen setzten sich am Ende demokratische Tendenzen durch
        Du meinst die demokratischen Tendenzen, die bspw. hier dazu führen, dass ein rein sachlich und mit belegbaren Infos geschriebener Text einfach gelöscht/zensiert wird? Weißt Du, Demokratie und Meinungsfreiheit heißt, dass jede Meinung zugelassen ist (abgesehen von gesetzlich verbotenen Äußerungen), selbst wenn sie nicht den Tatsachen entsprechen sollte. Dass hier Texte ohne genaue Angabe von Gründen/Gegenargumenten zensiert werden oder Leute darum bitten, zeigt halt, dass nicht überall ein demokratisches Denken vorliegt (oder man Angst vor der staatlich gesteuerten Zensurkeule hat).

        >>Nicht durch eingebildete und erfundene Drohungen anderer Staaten.
        Bitte recherchiere doch, falls Du da noch Wissenslücken hast! Aber behaupte doch nicht, nur weil Du von etwas keine Kenntnis hast, es wäre erfunden. Es gibt US-Militär und viele US-Waffen in der Ukraine.

        >>Ich weis nicht, ob Ben hier die Option hat Beträge zu löschen und Nutzer zu bannen.
        Natürlich hat er die, ist doch sein Forum.

        >>Bei einem solchen erschreckenden Beitrag, der putintreue Argumente im Streufeuer in den Raum wirft kann man auch nur wenig mit der Realität entgegensetzen.
        Wie gesagt, Putin interessiert mich persönlich nicht. Wichtig ist die Wahrheit, egal für wen sie bequem oder unbequem ist. Nenne mir etwas, was nicht der Realität entsprochen hat bzw. in Deinen Augen totales „Geschwurbel“ war (das denkst Du doch, oder? ;-) ) und ich schaue in der nächsten Zeit mal, welche überzeugenden Quellen ich dafür finden kann. Ich habe hier kein Verzeichnis, habe aber zu allen Punkten schon mich überzeugende Quellen gesehen und verfolge auch seit Jahren die Entwicklung zwischen USA und RU und auch bzgl. Ukraine gibt es ja gelegentlich Infos. Und ja, ich bin kein Geheimdienst und kann daher auch nur versuchen, mit rationalem Verstand und jahrzehntelanger Lebenserfahrung an die Sache ranzugehen.

        >>Ich denke die Meinungsfreiheit ist an dieser Stelle weit überschritten und nicht alles muss im Internet zu lesen sein.
        Das ist Deine subjektive Meinung und das Thema „Demokratie“ und „Meinnungsfreiheit“ hatte ich ja vorher schon angesprochen.
        Zeige mir zwei Dinge:
        1) Wo habe ich etwas eklatant Falsches beschrieben?
        2) Woher hast Du die Berechtigung zu entscheiden, wann die Meinungsfreiheit überschritten ist? Gegen welchen Paragraphen habe ich Deiner Meinung nach verstoßen?
        Wie schon gesagt, ich habe versucht, rational einige Punkte zu erklären. Beileidsbekundungen habe ich nicht gemacht und werde ich auch nicht machen. Es ist nicht mein Krieg und, dass ich in einem Land lebe, welches nun auch Kriegshetze und -propaganda betreibt und die Situation massiv zu eskalieren versucht, dafür kann ich auch nichts.
        Ich stelle aber leider fest, dass mittlerweile überall massiv gehetzt wird. Ob das mehr dafür bezahlte Leute sind, ideologisch Verblendete oder einfach nur Leute, denen es an Wissen mangelt, weiß ich nicht. Aber es ist bedenklich, wenn gleichzeitig nach „Demokratie“ gerufen wird und sich extrem undemokratisch verhalten wird. Doppelmoral halt.

        VG
        Micha

        1. Hallo Micha,

          Dein ursprünglicher Kommentar ist in weiten Teilen gelöscht worden. Ja, dazu stehe ich ohne Wenn und Aber. Denn das, was Du am Wesentlichen geschrieben hast, war eine Rechtfertigung für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unter Verwendung russischer Propaganda. Ja, das gehört auch zur Meinungsfreiheit, so etwas verbreiten zu dürfen. Und es gibt hier auch keine staatliche Zensur. Da wir hier aber in einem privat betriebenen Forum sind, nehme ich mir die Freiheit, einen solchen Kommentar zu kürzen.

          Ich habe zuvor erst einmal einen Kommentar gelöscht. Deiner war nun – noch nicht einmal komplett – der Zweite. Wenn Du eine abweichende Meinung vertrittst, dann finde ich das gut, denn davon lebt die Meinungsbildung. Ich lasse aber nicht zu, dass mein Blog zur Agitation eines Diktators verwendet wird. Und natürlich musst Du das nicht so sehen. Am Ende des Tages haben es zahlreiche Leser so gesehen und ich habe mir Deinen Kommentar mehrfach durchgelesen. Dann stand für mich fest, dass hier kein Platz dafür ist.

          Viele Grüße
          Ben

    3. Hallo Ben,

      >>Wir schätzen die Meinungsfreiheit sehr. Für eine Rechtfertigung von Kriegsverbrechen und völkerrechtswidrigem Verhalten ist hier jedoch kein Platz. Deshalb wurde der weitere Inhalt dieses Kommentars entfernt.

      das kannst Du ja handhaben, wie Du möchtest, es ist ja Dein Blog.

      Ich stimme aber nicht mit der Aussage überein, ich würde Kriegsverbrechen und völkerrechtswidriges Verhalten rechtfertigen. Gerne kannst Du mir eine Passage nennen, wo ich das getan haben sollte. (Du wirst den Text ja gesichert haben, ansonsten habe ich den aber auch noch.)

      Also auch nochmal an dieser Stelle:
      Eine Erklärung, warum bspw. in diesem Konflikt Russland so handelt, wie es handelt, ist und bleibt eine Erklärung und keine Rechtfertigung. Oder darf man nicht darüber reden? Wie sollte man dann etwas erklären? Wenn man einen Konflikt lösen möchte, sollte man ihn doch erstmal verstehen.

      Ich werde jetzt nicht noch den ganzen Text erneut durchlesen, bin aber eigentlich recht sicher, dass ich nirgends geschrieben hatte, ich fände es bspw. gut, dass jetzt ein großer Krieg geführt wird. Der Krieg läuft seit ca. 8 Jahren und im Moment erleben wir vermutlich den Höhepunkt des Konfliktes. Aber es ist falsch, nur auf diesen einen Moment zu schauen und einfach mal so in Gut und Böse einzuteilen. Wie jeder Streit/Krieg ist auch dieser sehr vielschichtig und hat eine längere Vorgeschichte. Ich hatte versucht, Teile davon darzustellen, damit die vielen „vernichtet Russland“- oder „tötet Putin“-Schreier vielleicht mal nachdenken, wie antidemokratisch sie sich verhalten.

      Aber hey, unsere Regierung und auch die Hauptmedien haben sich dazu entschieden, USA bedingungslos zu folgen.
      Da darf natürlich die Wahrheit nicht ans Licht.
      Und Demokratie und Meinungsfreiheit sind ja mittlerweile eh Auslegungssache. ;-)

      VG
      Micha

      1. Ich werde Deinen ursprünglichen Kommentar selbstverständlich nicht zitieren, um damit die „Argumente“ doch wieder hier hervorzuholen.

        Ich schließe jetzt die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag.

  8. Ich überlege gerade ob ich Linde shorte. Linde hat einen Milliardenauftrag in Russland laufen und machen keine Anstalten diesen zu kündigen. Wenn Linde aber dazu gezwungen wird sollte es mit dem Aktienkurs nach unten gehen.

  9. Ben, dies war einer Deiner bisher stärksten Beiträge, danke dafür!

    Man muss moralisch schon sehr abgestumpft sein, um im ersten Moment eines beginnenden Krieges, der die Geopolitik nachhaltig verändern wird, an’s Investieren zu denken.

    Danke Dir Ben, dass Du Deiner Linie treu bleibst und stets eine ethische und nachhaltige Perspektive in Deine Überlegungen und Analysen miteinfließen lässt! Dies ist die absolute Stärke und ein Alleinstellungsmerkmal Deines Blogs.

    PS: Ich meine mich zu erinnern, dass Du irgendwann einmal erwähnt hast, bezüglich der Wahrnehmung der eigenen Stimmrechte bei Hauptversammlungen einen Beitrag veröffentlichen zu wollen. Das wäre eine große Hilfe, denn bei mir landen die Briefe augrund mangelnder Zeit, mich in diese Thematik einzuarbeiten, leider umgehend im Müll.

  10. Lieber Ben,

    aus aktuellem Anlass bitte ich dich, „Micha“ und seine Beiträge entweder zu entfernen oder zu kommentieren, mindestens aber zu zensieren. Dass die Russen selbst kleine friedliche Themenforen wie deines infiltrieren, ist traurig – aber erfordert dein entschlossenes Handeln.

    Mit Dank vorab und herzlichem Gruß

    1. Hallo Florian,

      vielen Dank für Deinen Einsatz! Ich habe die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag nun geschlossen. Die Kommentare von Micha sprechen für sich. Abweichende Meinungen müssen wir ertragen, so lang sie nicht in zu krasser Propaganda enden. Ich bin jedenfalls stolz darauf, dass die überwältigende Mehrheit des Forums nicht auf die vermeintliche Argumentation hereinfällt.

      Viele Grüße Ben

Kommentare sind geschlossen.