Die Bewertung ist günstig – trotzdem für mich aktuell kein Kauf

Empfehlungen gebe ich ja traditionell keine auf meinem Blog. Jeder muss sich seine eigene Meinung bilden und meine Beiträge sind definitiv subjektiv gefärbt.

Die meisten Beiträge handeln ja auch über Aktien, die sich bereits in meinem Depot befinden. Eigentlich müsste ich sie deshalb alle auch als kaufwürdig halten. Denn sonst hätte ich ja etwas falsch gemacht, wenn sie nicht verkaufe.

Bei der heute besprochenen Aktie, einem Medizintechnikunternehmen und Dividendenaristokraten, bin ich bereits seit 2017 investiert. Und habe in dieser Zeit viele Aufs und Abs mitgemacht.

Aktuell notiert die Aktie vergleichsweise günstig. Der Gewinn steigt wieder und die Bewertung ist sowohl absolut als historisch nicht hoch. Und trotzdem würde ich die Aktie aktuell nicht kaufen.

Was sich merkwürdig anhört, hat verschiedene Gründe. Jüngst hat mich die Dividendenerhöhung enttäuscht und es gibt eine schwierige Quellensteuerkonstellation. Aber nicht nur das: die Märkte blicken aktuell einfach auf attraktivere Unternehmen. Denn mit KI kann diese Aktie wahrlich nicht punkten.

Vielleicht ist aber genau das ein Aspekt, der Dich in Deiner eigenen Einschätzung weiterbringt. Meine Gedanken zu den Perspektiven erfährst Du in diesem Beitrag.

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Die Gewinnmaschine läuft, obwohl der Umsatz nicht mehr in den Himmel steigt

Für sich genommen sehen die Halbjahresergebnisse des US-Konzerns eigentlich ganz ordentlich aus. Der Gewinn legt zweistellig zu und die Dividende wurde auch deutlich erhöht.

Aber im Vergleich zum letzten Jahr gibt es dann eben einen Wermutstropfen: das Umsatzwachstum war im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt fast zehnmal größer.

Und damit die stetigen Preiserhöhungen nun an ihre Grenze zu stoßen. Die Verpackungsgrößen können nicht noch kleiner werden und weiter an der Preisschraube zu drehen, honorieren die Verbraucher auch nicht mehr.

Und so ist in gewisser Weise Ernüchterung angesagt. Die Boomphase nimmt ihr Ende, aber wenigstens steigt der Gewinn noch deutlich.

Trotzdem stellt sich die Frage, wie lang das noch so laufen wird und welche Konzepte das Management für die nächsten Jahre aufzeigt.

Wie die Prognose für das Gesamtjahr aussieht und welche Perspektiven ich dem Unternehmen einräume, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Auf einmal ist die Aktie in aller Munde – warum nicht schon früher?

Manchmal wundere ich über die Börse. Vor allem dann, wenn eine Aktie erst dann quasi überall analysiert, besprochen und empfohlen wird, wenn sie eine Rallye hingelegt hat. Warum erst dann? Und wem soll das nützen?

Wenn ich einen Mehrwert aus Börsenzeitschriften, anderen Finanzblogs oder Research von Analysten ziehen will, dann doch wohl dann, wenn eine Aktie eben noch nicht „entdeckt“ und deutlich angestiegen ist.

Gerade bei Aktien „unterm Radar“ ist das ein Mehrwert. Die großen Titel werden ja eigentlich immer besprochen. Aber wer kümmert sich um die „Hidden Champions“?

Mir gelingt das natürlich auch nur sehr selten. Am Beispiel Nvidia lässt sich das – finde ich – gut festmachen: Niemand braucht heute noch euphorisch darüber zu sprechen. Dafür ist die Aktie einfach viel zu bekannt. Aber was war vor 3 oder 5 Jahren? Diejenigen, die damals schon auf den Zug aufgesprungen sind, haben meinen größten Respekt. Ich habe damals leider keine Fahrkarte gelöst.

Dafür bin ich aber glücklicherweise bei einer anderen Aktie, die stetig neue Höchststände erzielt, schon vergleichsweise lang dabei. Und in Kürze steht nun auch dort ein Aktiensplit an, weil der Aktienkurs optisch schon sehr teuer ist.

Dabei ist es erst 4 Jahre her, dass ich die Aktie erstmals in mein Dividendendepot kaufte. Seitdem hat sie sich mehr als verdreifacht.

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass sich der Kurs von heute aus in den nächsten vier Jahren erneut verdreifachen wird. Aber eine „lediglich“ überdurchschnittliche Entwicklung wäre ja auch nicht verkehrt. Wie ich die Perspektiven nun einschätze, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Performance ausbaufähig – Dividende steigt immerhin

Vor einem Jahr habe ich die Aktie ausführlich vorgestellt und konnte die erste Dividendenzahlung nach Wiederaufnahme der Ausschüttungen vereinnahmen.

Im Oktober letzten Jahres habe ich die Aktie dann nach einer Kurshalbierung nachgekauft.

Und heute gebe ich ein Update zur Entwicklung und den Perspektiven. Es ist ein sogenannter Micro-Cap, da die Marktkapitalisierung nur bei rund 30 Mio. € liegt.

Damit ist der Titel eine Besonderheit in meinem Dividendendepot und läuft auch nur unter „Sonstiges“ mit. Denn bisher hat sich der Abstand des Aktienkurses zum Buchwert je Aktie nicht verringert und mein Investmentcase ist noch nicht aufgegangen.

Immerhin gibt es nun das zweite Mal Dividende und das ist Anlass genug, die Entwicklung des letzten Jahres nachzuvollziehen und die aktuellen Perspektiven neu zu bewerten.

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Die Dividendenerhöhungen der nächsten 5 Jahre stehen quasi schon fest

Gefühlt ist es die sozialistischste Aktie in meinem Depot. Das Management arbeitet mit 5-Jahres-Plänen, die es dann punktgenau erfüllt. Was sich nach Planwirtschaft anhört, ist es im Ergebnis wohl auch. Aber in seiner kapitalistischsten Form. Denn alle Kennzahlen stehen auf Wachstum und die Aktionäre sind elementarer Bestandteil des Plans.

Für mich ist es jetzt schon der dritte 5-Jahres-Plan und ich bin sehr zufrieden damit. Die Dividende ist seit meinem ersten Kauf 2015 jedes Jahr gestiegen und der Aktienkurs kennt nur eine Richtung: aufwärts. Kein Wunder, dass das Unternehmen auch den Vergleichsindex über verschiedene Zeiträume deutlich outperformt.

Was genau an Dividendenerhöhungen in den nächsten Jahren geplant ist und was das für meine persönliche Dividendenrendite bedeutet, erfährst Du in diesem Beitrag. Und natürlich diskutiere ich auch die Frage, ob die Aktie aktuell ein gutes Kaufniveau hat.

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Erinnert das schon an den Neue-Markt-Hype?

Nach Johnson & Johnson berichte ich heute über das zweite AAA-geratete Unternehmen in meinem Portfolio. Die Unterschiede in der Kursperformance könnten kaum größer sein…

Dieses Unternehmen habe ich nun knapp 7 Jahre im Depot und es erreicht einen Total Return von aktuell 550%. Und selbst die nachgekaufte Position steht nach 2,5 Jahren schon bei +50%.

Erst war es die Cloud, die die Aktie nach Oben gezogen hat. Und nun in den letzten Monaten ist es das Thema AI. Und so langsam kommt es mir vor, als würde hier dann doch stark übertrieben.

Nicht zwingend bei „meiner“ Aktie, aber insgesamt im Markt. Springt ein Unternehmen, wie jüngst Apple, auf den AI-Zug auf, sorgt das direkt für Kurssprünge. Als ob allein die Integration von Chat-GPT auf dem iPhone eine zusätzliche Marktkapitalisierung von 200 Mrd. US$ rechtfertigt.

Bei mir weckt das Erinnerungen an den Neuen Markt: Ein Unternehmen macht irgendwas mit dem Internet – okay, dann ist es direkt Hunderte Millionen oder gar einige Milliarden wert. Ob dahinter auch Umsätze stehen, hinterfragte kaum jemand.

Natürlich sehe auch ich den großen Entwicklungssprung durch AI. Aber ich befürchte, dass aktuell einfach zu viel Luft in die Kurse gepumpt wurde und wir dann doch noch einmal eine Korrektur dieser Titel sehen werden.

Und so stelle ich mir die Frage, ob es nicht Zeit wird, etwas Geld vom Tisch zu nehmen.

Welche Antwort ich darauf als Langfristanleger für mich gefunden habe, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Nur 2 Unternehmen im S&P 500 haben das bestmögliche Rating – und beide sind in meinem Depot!

Das begehrteste Ratingurteil der Kreditagenturen lautet auf Dreifach-A: AAA bei S&P und Fitch, Aaa bei Moody’s. Es signalisiert die niedrigste Wahrscheinlichkeit, dass die Kredite innerhalb des nächsten Jahres nicht bedient werden.

Spannenderweise haben z.B. eine Berkshire Hathaway, die auf einem Haufen Cash sitzt, oder Tech-Riesen wie Apple, Alphabet oder Amazon nur das zweitbeste Rating.

Lediglich 2 Unternehmen im S&P 500 werden mit AAA geratet und beide sind Dividendenzahler und unter den Top 6 meines Dividendendepots. Und bei beiden hatte ich beim Kauf ehrlicherweise nicht auf das Kreditrating geachtet. Aber die Einschätzung passt natürlich zu meiner Analyse der soliden Bilanzsituation.

Und während das eine Unternehmen sehr hoch bewertet ist, notiert die heute besprochene Gesellschaft auf historisch niedrigem Niveau. Warum das so ist und welche Chancen sich daraus ableiten, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Norwegischen Versicherungstitel nach Verdoppelung in 2 Jahren nachgekauft

Zu Jahresbeginn war ich mir noch sicher, dass ich meinen Versicherungsanteil im Dividendendepot nicht weiter ausbauen würde. Doch dann kam die fulminanten Dividendenerhöhungen von Allianz und Münchener Rück und auf einmal sah die Sache anders aus. Warum nicht die unerwartet hohen Ausschüttungen zumindest zum Teil wieder in den Sektor investieren und damit den Dividendenschneeball immer weiter vergrößern. Damit dann irgendwann wirklich eine Lawine daraus wird.

Und so kam es, dass ich bei meinem norwegischen Versicherer noch im Februar klar geäußert hatte, dass ich nicht mehr nachkaufen werde. Und nun habe ich es doch getan. Und bin sehr zufrieden damit, denn das Timing scheint glücklich gewesen zu sein.

Denn auch der Nachweis ist schon wieder zweistellig im Plus. Die Aktie haussiert als gäbe es kein Morgen. Sorgen bereitet mir das zwar nicht, aber ein bißchen unheimlich ist es schon.

Wie ich die weiteren Perspektiven nun einschätze und wie die jüngste Dividende ausgefallen ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

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War das wirklich eine Kaufgelegenheit? Wer hat sich getraut?

Die Börse ist gnadenlos, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Und bei besonders hoch bewerteten Aktien müssen die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern auch noch übertroffen werden. Und manchmal reicht nicht nur das, sondern es gibt auch noch die Erwartung an ein deutliches Übertreffen der Erwartungen.

Und wenn solche „ungeschriebenen“ Erwartungen dann nicht erfüllt werden, dann wird verkauft. Und teilweise setzt dann eine Dynamik ein, die mich staunend auf die Aktienkurse blicken lässt. Passiert ist das kürzlich bei einer meiner best performenden Depotwerte der Vergangenheit.

Das ist dann aber auch der Moment, in dem ich mir meine eigenen Berichte zu der Aktie noch mal anschaue und mich besinne: Hat sich irgendwas an meiner Einschätzung verändert? Und ist jetzt mein Kursziel für einen Nachkauf schon erreicht?

Meine Einschätzung zu der Aktie und dem aktuellen Kursniveau erfährst Du in diesem Beitrag.

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Nehmt Euch ein Beispiel: Als Dividendenaristokrat sind auch höhere Steigerungen möglich!

In letzter Zeit ärgere ich mich immer häufiger über nur marginale Dividendenerhöhungen von Dividendenaristokraten. Na klar, sie erhöhen seit Jahrzehnten jährlich ihre Dividenden. Aber was nützt mir das, wenn es sich dabei in den letzten Jahren nur noch um symbolische Erhöhungen handelt? Was will ich mit 1 Cent mehr Dividende bei einem dreistelligen Aktienkurs?

Es geht ja auch anders! Das heute besprochene Unternehmen zahlt seit 134 Jahren ununterbrochen Dividende. Und erhöht sie nun das 68. Jahr in Folge. Allein das sind schon beeindruckende Daten. Und die Erhöhung ist auch spürbar. Sie übertrifft selbst die aktuell immer noch hohe Inflationsrate in den USA und führt damit auch zu einer realen Erhöhung für die Aktionäre.

Warum sich das Unternehmen das leisten kann und wie die Perspektiven für die nächste Zeit aussehen, erfährst Du in diesem Beitrag. Und auch, ob ich immer noch auf sinkende Aktienkurse für einen Nachkauf warte.

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