Warum mir immer noch jeder Euro wichtig ist

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Als Finanzblogger fühle ich mich manchmal in einer Zwickmühle: Schreibe ich weiterhin transparent über meine Geldanlagen oder fokussiere ich mich auf ausgewählte, massentaugliche Themen?

Ich habe mich beim Start des Divantis-Blogs für die volle Transparenz bei meinen Aktienanlagen entschieden und war damit ein Trendsetter. Ein Großteil des Erfolgs des Blogs führe ich darauf zurück, dass ich über jede einzelne Dividendenzahlung berichte und alle Aktienkäufe und -verkäufe mit Originalbelegen zeige.

Aufgrund stetiger Nachfragen habe ich dann mit der Zeit auch über meine anderen Geldanlagen berichtet. Und mein Vermögen ist in den letzten Jahren auch ordentlich gewachsen.

So bin ich nun an einen Punkt gekommen, wo neben meinem Aktiendepot die anderen Geldanlagen verblassen. Warum das für mich jedoch kein Thema ist und ich mich auch von manchem Feedback nicht beeindrucken lasse, nehme ich zum Anlass für den heutigen Beitrag.

Warum ich heute schreibe

Dieser Artikel ist mein 600. Beitrag auf dem Divantis-Blog. Und anlässlich des Jubiläums habe ich mir ein paar Gedanken zur Frequenz und den Inhalten gemacht. Denn diese 600 Beiträge sind in 1.396 Tagen veröffentlicht worden. Also alle 2,3 Tage ein neuer Beitrag. Das ist viel Stoff. Viel zu lesen und auch viel zu schreiben. Da ist es legitim zu fragen, ob das so sein muss.

Was zählt ist mein Gefühl!

Inzwischen habe ich ein Aktiendepot mit einem Volumen von rund 400.000 €. Das ist mehr als ich je hatte und damit bin ich absolut privilegiert. Das ist mir total bewusst. Und trotzdem habe ich nicht das Gefühl, über 400.000 € zu verfügen. Ich habe dieses Depot aufgebaut, um die Aktien dauerhaft zu halten. Das Depot steht also nicht zur Disposition und ich käme auch nicht auf die Idee, mir morgen einen Sportwagen für ein Viertel des Depotwerts zu kaufen.

Gefühlt ist das Aktiendepot ein gesperrtes Konto für mich. Ich weiß zwar, dass es mir gehört, ich komme aber nicht heran. Einzig die Dividendenerträge von – in diesem Jahr – etwa 10.000 € sind für mich verfügbare Masse.

So gedacht ist es schon eine andere Nummer

Und wenn ich auf diese 10.000 € schaue, dann ist es natürlich auch eine beachtliche Investition, wenn ich 3.000 € in P2P-Krediten oder 1.500 € in Crowdinvestments stecken habe. Und dann kaufe ich neue Aktien auch gerne erstmal für einen Betrag von 500 €. Und freue mich dann über eine neue Quartalsdividende von 6 €.

Für mich ist das ein Erfolgsfaktor langfristigen Vermögensaufbaus

Ich bin überzeugt davon, dass ich nicht an den heutigen Punkt gekommen wäre, wenn ich mich nicht über jeden verdienten Euro gefreut hätte. Es ist vielleicht kleingeistig, aber für mich zählen weiterhin auch die Nachkommastellen.

Ich kann auch nicht erklären, warum das so ist. Mein Aktiendepot schwankt jeden Tag um mehrere Hundert oder Tausend Euro. Darauf achte ich aber nicht. Und ich gebe nicht jeden Tag einfach Hunderte Euros aus. Dann würde ich nämlich sehr schnell den Realitätssinn verlieren und wahrscheinlich bald mein Geld unter die Leute gebracht haben.

Warum ich auch über kleine Geldanlagen schreibe

Mein Finanzblog soll für alle Leser interessant sein. Ich könnte es so machen, wie viele Kollegen und einfach über meine Geldanlagen schreiben, ohne jemals einen Betrag zu nennen, mit dem ich investiert bin. Mein Weg ist ein anderer: Ich zeige transparent, wie viel Geld ich in die jeweilige Aktie oder das jeweilige Produkt investiert habe. Damit einerseits klar ist, dass ich „skin in the game“ habe und Du Dir als Leser selbst ein Bild über die Gewichtung meiner Anlageklassen machen kannst.

Und ich bin überzeugt, dass diese Transparenz auch interessant ist. Und ist es nicht am Ende des Tages völlig egal, wieviel Geld ich in meinem Produkt habe? Ich zeige, dass ich Geld dort drin habe. Und mich ärgern 350 € verlorene Euros bei Grupeer genauso wie ein Kursrückgang bei Atlantia um 3.000 €. Vielleicht sogar noch mehr, da ich bei den Aktien noch auf eine Kurserholung hoffen kann.

Ich werde deshalb weiter darüber schreiben, wenn ich durch einen Depotübertrag etwas Quellensteuer sparen kann. Auch wenn das bei mir nur 4 € im Jahr ausmacht. Für manchen Leser können das ja ganz andere Beträge sein.

Und ich werde weiter darüber schreiben, wenn ich 500 € irgendwo investiert habe. Weil ich immer versuche, meine Überlegungen hinter der Geldanlage zu vermitteln und hoffe, dass Du Dir dann ein eigenes Bild dazu machst. Und dabei ist es mir egal, ob Du in einem Sparplan 25 € im Quartal in eine Aktie investierst oder bei einem Aktienkauf in Tausend-Stück-Kategorien denkst. Denn die Analyse, warum Du in eine Aktie oder was auch immer investierst, sollte in allen Fällen sorgfältig geschehen. Schließlich geht es um Anlage und nicht um Zockerei.

Das musste jetzt mal raus!

Mir ist es wichtig, Dir meine Philosophie darzulegen: Warum schreibe ich darüber, dass und wie ich mein Geld anlege? Und warum freue ich mich auch über kleine Erträge? Ich verspreche Dir, dass der Divantis-Blog kein Blog für Großanleger wird und ich nur noch über Investitionen ab 10.000 € aufwärts berichte. Abgesehen davon, dass ich in viel kleineren Kategorien denke, wäre das auch viel zu langweilig. Denn bekanntlich macht Kleinvieh ja auch Mist. Und ich bin wirklich froh, so viele unterschiedliche Einnahmen zu haben. Und da sind 30 € Zinsen aus P2P-Krediten zwar nicht viel im Vergleich zu 800 € Dividenden. Aber alle Einnahmen zusammen ergeben dann schon ein ansehnliches monatliches Einkommen, für das ich nicht jeden Tag in ein Büro oder eine Fabrik laufen muss.

In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß und Inspiration auf meinem Blog! Und hoffe, dass Du auch Berichte über kleinere Geldanlagen interessant findest.

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40 Gedanken zu „Warum mir immer noch jeder Euro wichtig ist“

  1. Lieber Ben,
    ich gratuliere Dir zu deinem heutigen Jubiläums-Blog und möchte mich ganz herzlich bei Dir bedanken, dass Du so viel Zeit und Arbeit in deinen Blog investierst, um uns regelmäßig mit wertvollen Tipps und Informationen zur Geldanlage in Aktien und anderen Wertpapieren zu versorgen.
    Es ist ungemein wertvoll, dass Du so offen und transparent über deine eigenen Vermögensanlagen und Erfolge, Chancen und Risiken berichtest – und dazu völlig kostenlos. Dadurch hebt sich dein Blog von vielen anderen Formaten ab, bei denen es doch wiederum meist um ein Geschäftsmodell geht. Und das schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit und hat mich persönlich vor einiger Zeit dazu bewegt, selbst in Dividendentitel zu investieren, die deinen Grundsätzen folgen.
    Gerade für den Kleinanleger ist es doch spannend zu sehen, dass man mit überschaubarem Invest nachhaltig Dividendenerträge erzielen kann. Und in Summe kommen auch bei regelmäßig kleineren Dividendenzahlungen am Ende nennenswerte Beträge zusammen. Insofern würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Du deinen Blog in der bisherigen Art und Weise fortführst.
    Viele Grüße aus Vaihingen/Enz
    Philipp B.

  2. Hallo Ben,
    auch ich lese deinen blog sehr gerne und greife die ein oder andere Idee auf. Dein blog ist genau wie er ist super! Beide Daumen nach oben und Respekt für die viele Arbeit die dahinter steckt. Ich hoffe die behältst das Format noch sehr lange.
    Grüße aus Reutlingen

    1. Hallo Ben,

      auch von mir ein großes Dankeschön für Deine Transparenz, Ehrlichkeit und Anregungen.
      Mag auch Deinen Schreibstil, mach weiter so!

      ps auch wenn ich selten kommentiere, bin ich ein stiller Mitleser von jedem Beitrag!

  3. Hallo Ben,

    seit dem ich damals durch Zufall auf deinen Blog gestoßen bin, schaue ich jeden Tag hier vorbei um nach neuen Beiträgen zu schauen oder mir alte nochmal durchzulesen. Durch deine Transparenz hast du – bei mir auf jeden Fall – ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Und bei manchen Unternehmen, bei denen ich mir noch unklar bin, ob ich diese in mein Depot aufnehmen soll, hilft es oft, hier nochmal einen Artikel dazu zu lesen und deine Meinung dazu zu hören.

    Des Weiteren wollte ich dich mal fragen wie du zu Kryptowährungen stehst? In vielen Portfolios sind Kryptowährungen ja auch ein teil einer breiten Diversifikation. Wie siehst du das?

    Viele Grüße aus dem Westerwald

  4. Hallo Ben,
    Ich wollte einfach mal „Danke“ sagen. Ich lese sehr gerne deine Beiträge, auch wenn ich mich bislang in der Kommentarspalte zurückgehalten haben. Mach bitte weiter so.

  5. Applaus !!! Bitte mach genau so weiter. Ich finde dein Blog ist einsame Spitze !
    Vielen Dank dafür. Ich freue mich riesig über jeden Beitrag.

  6. Lieber Ben, mit deiner offenen Art bist du ein wirkliches Vorbild für viele von uns.
    Was ich neben deinen Artikeln auch sehr hoch bewerte: Hier in den Foren finde ich Impulse von offensichtlich sehr versierten Anlegern (Michael, Manfred, etc.), die immer wieder spannende Informationen weitergeben, von denen ich sehr profitiere.
    Insofern: DANKE an dich lieber Ben und DANKE an alle Mitforisten, die substanzielle Beiträge leisten.

  7. Hallo Ben,

    Glückwunsch auch von mir zu Deinem Jubiläum! – Ich verfolge Divantis seit einigen Jahren und habe schon mehrfach super Anregungen erhalten, die ich dann auch selbst umsetzen konnte. Das gilt für Unternehmen, die bei mir unter dem Radar geflogen sind wie z.B. Red Electrica oder auch für allgemeine Artikel zu Strategie und Mindset.
    Dafür vielen Dank von meiner Seite!

    Dass für Dich auch Kleinvieh zählt finde ich sehr wichtig. In den aller meisten Fällen muss man „unten“ anfangen und sich den Erfolg hart erarbeiten. Und dazu gehört auch, den „Pfennig“ zu ehren…Weiter so!
    Was deinen Blog zudem sehr glaubwürdig macht ist „Skin in the game“ !! Musterportfolios aufstellen ist immer leicht, wenn man seine Strategie und Entscheidungen offen legt und dann auch mit eigener Cash danach handelt, ist es etwas anderes.

    Wünsche Dir weiter viel Erfolg und freue mich auf die nächsten 600 Artikel :-)

    Viele Grüße,
    Susanne

  8. Ich kann mich den anderen hier nur anschließen. Ich lese deinen Blog gerade wegen der Offenheit sehr gerne. Auch weil nicht ständig nur Advertorials kommen. Gibt leider nur wenige Blogs die so offen und ehrlich über die eigene Geldanlage berichten.

  9. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Ich finde diese Einstellung und wie sie sich in dem Blog wiederfindet hervorragend. Es wird transparent und offen dargelegt, was passiert und wie die Überlegungen dazu sind. Auch gerade die „kleingeistigen“ Dinge finde ich stets interessant, auch wenn sie mich oft nicht betreffen (ausländische Quellensteuer, Brokerdetails etc.) oder ich zu diesen eine andere Einstellung habe. Aber gerade dadurch hilft es mir, mein (Investment-)Universum zu gestalten und Informationen auch außerhalb meiner Blase zu finden.
    Vielen Dank für die vielen Mühen und hoffentlich kannst und möchtest du diese weiterhin in dieser Form aufbringen!
    LG, Clemens

  10. Ja, Ben,
    Jetzt wäre eigentlich ein kleines Jubiläums Lock down fiesta angebracht, mit Gesichtsmaske und social distancing !
    Wovon ich hier besonders profitiert habe, ist deine Broker Beschreibung. Wer-wie-wo-was-wieviel !
    Ich wünsch dir einen gesunden Handgriff bei SAP. Ich hab mal wieder zu früh zugegriffen. Wie so meistens. Aber ich hab meine Stücke immer noch billiger bekommen als der Hasso Plattner.

  11. Lieber Ben,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zum Blogjubiläum und dann gleich hinterher ein riesen riesen DANKESCHÖN für diesen Blog, deine Transparenz und die riesen Arbeit die dahinter steckt. Dank dir und deiner Seite, die ich auch eher zufällig gefunden habe bin ich mittlerweile selbst in einigen Dividendentiteln investiert und habe ein super gutes Gefühl dabei. Ich lese nun schon eine ganze Zeit mit und schaue wirklich täglich auf deinem Blog vorbei um zu sehen ob es was neues gibt :-)
    Ich hoffe das bleibt noch lange lange Zeit so! Also nochmal, DANKE für deinen wunderbaren Blog!

    Viele Grüße vom Chiemsee

  12. Hallo Ben, ich möchte mich meinen Vorredner(inne)n anschließen. Sehr inspirierender Blog mit viel Substanz. Ob sich der Kapitalismus hält und wir in 20 Jahren nicht alle enteignet sind – wir wissen es nicht. Aber die Hoffnung auf ein mehr oder weniger hohes passives Einkommen stirbt zuletzt ;-) und der Weg ist das Ziel. Also versuchen wir es weiter.
    Beste Grüße,
    Matthias66

  13. Vielen Dank vorab für deine Arbeit. Ich lese den Blog schon lange und finde, ganz egal ob großes oder „kleines“ Invest, alle Einsichten wertvoll. Die Prinzipien dahinter sind ja losgelöst vom Betrag. Bleib wie du bist und Gruß

  14. Hallo Ben,
    seit Juni 2019 lese ich begeistert mit und ohne deine Beiträge hätte ich mich niemals mit Einzelaktien aus den USA beschäftigt, vom Zweitdepot gar nicht zu reden. Mach weiter so und viele Grüße Sebastian I

  15. Oh, den vielen Glückwünschen schließe ich mich gerne an 😊

    Momentan sieht es ja so aus, als ob der Tag der Aktie zum richtigen Zeitpunkt kommt. (In Zeiten von Smartbroker etc. zwar nicht mehr so entscheidend, aber ich mache aus Gewohnheit wohl wieder mit.)

    Wünsche uns allen ein glückliches Händchen in den nächsten Wochen.

    @star: Bechtle erscheint mir interessant.

    VG

  16. Hi Ben!
    Hab noch nie in einem Forum gepostet; du hast mich zur Premiere verleitet. Viel zu viel wird von viel zu vielen ins Internet geblasen. Bei dir findet jeder Substanz, niemand wird von oben herab behandelt, du lieferst plausible Gründe für dein Handeln – und auch mal fürs Nicht-Handeln.
    Deine Strategie ist exakt auch meine und hat meine Art, über Altersvorsorge nachzudenken, komplett verändert. Bin Arzt und habe die Ärzteversorgungsbeiträge reduziert, um mehr in Einzelaktien zu stecken, in weiten Teilen nach deinem Vorbild, vor allem was die ethischen Prinzipien anbetrifft.
    Bleib wie du bist – bodenständig, authentisch und vor allem gesund. Die guten Wünsche gelten ebenfalls für deine Tochter und deine sonstigen Lieben, von denen ich auf dieser Seite erfuhr, dass es sie gibt. Ich schaue auf zu dir, was bislang kein Blogger (manche bezeichnen diese Tätigkeit absurderweise als Beruf!) geschafft hat. Sollte ich dich irgendwann, wenn wir dieses Virus im Griff haben, mal zufällig oder geplant treffen, wirst du dich einem gemeinsamen Bier nicht erwehren dürfen – selbstredend auf meinen Deckel. Im Osnabrücker Land hast du mit mir einen (dir noch unbekannten) Freund.

    Herzlichst
    Florian

  17. Hallo Ben,

    Deinen Artikel verstehe ich – und Du deutest es ja auch an – als Antwort auf kritische Kommentare. Ich lese Deinen Blog regelmäßig, kommentiere aber nur selten. Dein Ansatz ist aus meiner Sicht richtig, haben wir doch beigebracht bekommen: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. Wichtig ist aber nicht die Höhe der Beträge sondern das Wissen, welches dahinter steht.

    Also: Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

    Andreas

  18. Gratulation zum 600 Beitrag!
    Ich finde deinen Blog eben genau deswegen so gut, weil du transparent daß beschreibst was du tust.
    Es ist eine Binsenweisheit, Euro zählt.
    Schon von denen Großeltern ist überliefert, wer den Pfennig nicht ehrt ist den Taler nicht wert.
    Daher bitte genauso weiter, mir haben deine Tipps, vor allen Dingen zum günstigen Einkauf von Aktien, sehr gut geholfen. Das sind auch “ nur “ kleine Summen, aber es hat Spaß gemacht dieses Geld zu sparen.
    Also danke und weiter so!

  19. Herzlichen Glückwunsch und Dank für 600 Beiträge, Ben.

    auch wenn mein Dividendenaufkommen nur 2% von deinem Depot ist, finde auch ich immer interessante Information und freuen mich genauso wie du wenn ich meine Ausschüttung erhalte.

    Leider muß man das Buy and hold auch lernen, da ich einige Aktien habe die nun 50% im Minus sind, Sie mir aber trotzdem – bis auf eine Bank – auch in 2019 Ihre Dividende gezahlt haben. Was die Zukunft an der Börse uns noch bringen wird, werden wir sehen, als Optimist hoffe ich mal das wir Anfang 2022 wieder im Plus seinen werden und wir dann hoffentlich mehr Gewinner als Verlierer im Depot haben werden.

    in diesem Sinne auf die nächsten 600

    Handbreit
    MwSt.-Rad

  20. Hallo Ben,

    herzlichen Glückwunsch zum 600. Blog-Post und vielen Dank für die Inspirationen, die Du durch unermütliches Schreiben mit allen anderen teilst.

    Ich freue mich auch über Kleinbeträge, gerade bei Aktiensparplänen erhält man ja als Erstauszahlung Summen wie 0,13 Euro. Mein erster Investmentansatz war genau auf Kleinstbeträge ausgelegt: der Produzent meiner Zahnpasta und meiner Zahnbürsten sollte den Erwerb über Dividendenausschüttungen für mich finanzieren. Und das tut er noch bis heute, mit Kleinbeträgen, und ich bin seit Jahren nicht unglücklich damit.

    Bitte immer weiter so, ich wünsche viel Glück für Dich und Divantis

    Matthias

  21. Mein erstes Kommentar.
    Dieser Blog ist neben Mission-Cashflow der einzige den ich noch lese weil ich hier für mich tatsächlich Mehrwert bekomme, Transparent die echten Zahlen ersichtlich sind und vorallem weil der Autor hochgradig sympathisch ist. Bei allen anderen Blogs fehlt mir immer mindestens eins dieser Kriterien.
    Danke für die gute Arbeit und ich freue mich über jeden neuen Artikel

  22. Hallo Ben,
    Glückwunsch zum Jubiläumspost!
    Und danke für Deine Transpararenz. Deshalb hast Du auch meine Stimme beim diesjährigen Award bekommen.
    Verdient.

    LG Alf

  23. Lieber Ben,

    dein Stil ist wunderbar so und besonders für Einsteiger, aber auch für Fortgeschrittene immer wieder eine Inspiration! Du hast es in den 600 Beiträgen geschafft, eine kleine Instanz im Finanzblogging zu werden – Glückwunsch dazu und auf die nächsten 600 Beiträge!

    Tobias

  24. mal wieder etwas zurücktretend und bewusst reflektierend…

    GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN EINES kleinINVESTORS

    Die für mich wichtigste Erkenntnis meiner bisherigen circa 5-jährigen Investorenreise entspringt dem Autor des Buches „Rich Dad – Poor Dad“ und heißt einfach:
    Unterscheide zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten. Ersteres entzieht deinem Portemonnaie Geld, zweiteres führt deinem Portemonnaie Geld zu.
    Als ich dann noch begriff, dass die Steuerabzüge auf Kapitalvermögen (circa 25%) niedriger sind als die Steuern für meine Angestelltentätigkeit (circa 35 bis 40%), fiel bei mir der Groschen: Ab sofort wollte ich (bis heute) regelmäßig an der Börse investieren.

    Als recht begeisterter Investor habe ich mich mittlerweile mit vielen Menschen zu diesem Thema ausgetauscht. Ich habe den Eindruck, dass alle Menschen durch einen Trichter laufen, der verschiedene Stufen umfasst. Mit jeder durchlaufenen Stufe sind Menschen ihrer finanziellen Freiheit näher. Grob würde ich folgende Trichterstufen aufzählen:

    Stufe 0: Überlebende (60%)
    Nahezu keine finanzielle Bildung vorhanden. Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten nicht verstanden. Kein Verständnis, was mit Sparen und Investieren möglich wäre. Üblicherweise: Autobesitzer 😉.

    Stufe 1: Finanzoptimierer*innen (20%)
    Es liegt ein grundsätzliches Verständnis für Finanzen vor. Einnahmen werden erhöht, Ausgaben werden möglichst reduziert, um am Ende des Monats im Plus zu bleiben.

    Stufe 2: Sparer*innen (15%)
    Einnahmen und Ausgaben sind weitestgehend optimiert, regelmäßig bleibt was auf dem Konto. Davon wird Geld auf Tages- oder Festgeldkonto geparkt. Hinzu kommt: Schulden werden gezielt reduziert oder getilgt.

    Stufe 3: Investor*innen (5%)
    Stufe 1 und 2 sind weitestgehend durchlaufen. Die Erkenntnis verinnerlicht, dass jeder an der Börse angelegte Euro mit Glück vielfach zurück kommt, führt dazu, in ETFs, Aktien, Optionen, Kryptowährung, Anleihen etc. anzulegen.

    Ganz ehrlich? Ich habe aktuell wenig Hoffnung wenn ich mich umschaue. Sicherlich, es wird besser, tendenziell gibt es mehr Anleger. Jedoch fehlt es vor allem an a) finanzieller Bildung und b) wichtiger Erkenntnis (Verbindlichkeit ungleich Vermögenswerte), um ein Handeln auszulösen.
    Selbst als Akademiker im „Bildungsbürgertum“ lebend treffe ich selten Investorinnen, höchstens mal Sparerinnen. In meinem Bekanntenkreis bleiben leider sehr viele Menschen auf Stufe 2 stehen und schaffen nicht den Sprung auf die nächsthöhere Stufe der gezielten Investition. Es ist höchst selten eine Begeisterung für das Thema Investieren / Aktien vorhanden.

    Schon öfter habe ich mich gefragt, woran es liegt, dass in D Aktien so einen schlechten Stand haben. Oft wird die Börse oder Aktienanlage als etwas Spekulatives betrachtet, die damit erzielten Gewinne als „schmutzig“ und unmoralisch. Da lobe ich mir die USA, wo es eine explizite Aktienkultur gibt und Unternehmensmitarbeiter*innen oft via Aktien beteiligt werden.
    Vergessen wird in D auch sehr oft das Argument: Über Aktien beteilige ich mich an florierenden Unternehmen und sichere dadurch Fortschritt und Wohlstand. Sprich: Ein durchaus moralisch edles Motiv.
    Ich bin sehr froh, wenigstens in diesem Forum Menschen zu wissen, die ähnlich ticken und wohl ähnlich verständnislos um sich blicken. 😉 Vielen Dank Euch.

    1. Lieber Matthias,

      starkes Statement! Das kann ich voll unterschreiben und diese Erkenntnis mit den Vermögenswerten vs. Verbindlichkeiten hat mein Denken auch schwer beeinflusst (dies ließe sich übrigens auch auf die geistige Ebene übertragen: Bildung/Erfahrung vs. Schneller Spaß).

      Ich möchte da noch eine weitere Erkenntnis teilen, die mit dem von dir schon angesprochenem Verhalten der Menschen in Deutschland zu tun hat.

      Eine staatliche Organisation kann im Prinzip nichts ohne seine Unternehmen tun. Mal unabhängig ob wir hier über Privatunternehmen oder verstaatlichte Unternehmen sprechen. Letztere sind meist weniger effektiv. Nahezu alles was der Staat ausgibt musste vorher durch diese Unternehmen erwirtschaftet werden. Mit ihren Einnahmen stellen die Unternehmen Menschen an und diese führen Steuern und Sozialabgaben ab. Auch die Unternehmen selbst führen diese Posten an den Staat ab. Und da spreche ich nicht nur von den großen börsengehandelten Unternehmen. Jeder Handwerker, Bäcker, Dienstleister, aber auch die ganz vielen mittelständigen Unternehmen tragen enorm viel zu diesem Kapitalstock bei.

      Die Deutschen suchen unwahrscheinlich gern Sicherheiten und verkennen dabei leider den obigen Zusammenhang. Sie finden die Sicherheit lieber in VerSICHERungen, Fördergeldern aller Art, Versprechen sozialer Absicherungen wie Bürgergeld oder Kindergled oder auch den Rentenversprechungen von Herrn Heil (oder vor ganz langer Zeit Herrn Blüm). Aber alle diese vermeintlichen Sicherheit haben eines gemeinsam: Sie wurden indirekt aus den Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen gespeist. Und es wird sie nicht mehr geben, wenn die Einahmen der Unternehmen versiegen.

      Es erscheint mir schon fast grotesk, dass viele politische Verantwortungsträger so kommunizieren wie sie es tun. Anstatt die Menschen zu motivieren Leistung zu erbringen, dass Umfeld für Unternehmen zu optimieren und diejenigen die ins Risiko gehen zu würdigen (immerhin schaffen sie auch viele Arbeitsplätze!!), scheint bei vielen das genaue Gegenteil ein vogue zu sein. Immer mehr staatliche Transferleistungen, immer mehr Bürokratie und Unternehmer werden eher negativ dargestellt. Aktien sowieso. Man möge sich nur die Reaktionen auf die Aktienrente (die ich in dieser Form nicht gut finde) mal durchlesen. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass diese Verantwortungsträger die obigen Zusammenhänge nicht sehen. Was das heißt kann sich jeder selbst denken.

      Mir hat dieser Zusammenhang nochmals mehr Ruhe gegeben, mein Geld an der Basis anzulegen, nämlich den Unternehmen! Und damit produktive Vermögenswerte zu steigern.

    2. Hallo Matthias v.M.,
      ein Schritt zurück und reflektieren kann immer wieder helfend sein.

      Was mir an deiner Aufstellung sofort auffällt: in der Stufe 0 sind Autobesitzer. Hm, du magst keine Autos entnehme ich daraus?! Gut in Berlin kann man viel mit dem Fahrrad erledigen, aber in anderen Gegenden nicht. Unabhängig davon, haben auch die Menschen in Stufe 1-3 Autos, oft steigt sogar die Anzahl mit der Stufe. Der Investor hat dann auch noch einen Oldtimer, oder zwei ;)

      In meinem Umfeld habe ich vermehrt Menschen der Stufe 2-3, allerdings kenne ich auch Menschen der Stufen 0-1 und ja diese haben ein bis zwei Autos um zur Arbeit zu kommen.

      Es ist wie immer zuerst eine Frage des Elternhauses und damit der Vorbilder und erst viel später kommt eigene finanzielle Bildung dazu (wenn die Eltern nur Sparbuch+Festgeld kannten).

      Grundsätzlich kann es jeder schaffen die Stufen zu erklimmen. Doch in Foren wie hier, bewegen sich überwiegend „privilegierte“ Menschen die Geld zum sparen zur Verfügung haben. Dabei wird oft vergessen, dass es wirklich viele Menschen gibt die im Monat nichts zum sparen übrig haben.

      Zum reflektieren gehört auch dazu, sich vor Augen zu führen wie gut man es eigentlich hat und dass das nicht selbstverständlich ist.

      Um zurück zu den Autos zu kommen, selbst wenn man kein Auto hat, sollte man sich einige Aktien der Hersteller ins Depot legen. Mein Vorschlag:
      1. Ferrari – läuft einfach, das Geschäft und die Autos, bleibt die Nr.1 wenn man auf Ertrag+Aktie guckt
      2. Stellantis – läuft nicht immer perfekt, aktuell interessant, Div gibt es auch, eine Wette auf die Zukunft und auf den Massenmarkt
      3. Tesla – tja, der ewige Kampf der Fans und der Gegner, abseits von Tweets sollte man einige Stücke ins Depot legen, gerade zum jetzigen Kurs
      4. VW – Kursniveau günstig, Dividende hoch, Zahlen & Aussichten mäßig, aus Anlegersicht eher ein Turnaround, aber auf Sicht von 2-3 Jahren interessant
      5. Porsche – der Newcomer an der Börse, muss sich beweisen, die Aktionärsstruktur ist na ja, aber auf dem Niveau der Emission sicher interessant für die Zukunft, Div gibt es auch, wobei wer nur auf Div guckt, sollte eher die Holding kaufen, wer an Porsche glaubt, sollte die AG kaufen, oder beide ;)

      Wer gern Auto fährt oder in diese Branchen investiert, sollte auf jeden Fall auch an den Brennstoff denken, also muss eine Shell, BP, Chevron rein und auch einige Dienstleister und Ausrüster.

      Jetzt noch etwas Rohstoffe (Kupfer) für die stockende Energiewende die sicher verspätet noch kommt, BHP trotzt der teuren Übernahmeziele, Freeport McMoran, Southern Cooper.

      Habe ich etwas vergessen? Bestimmt!

      Viele Grüße von der Ostseeküste
      Der Autofreak

      1. Lieber Autofreak,
        ich entschuldige mich hiermit bei dir und allen anderen Autoliebhabern im Forum!
        Mein Kommentar war provokant und entsprang meiner grundsätzlichen Abneigung ggü. diesem Fortbewegungsmittel. Im Vordergrund soll auch das Argument „Auto als Verbindlichkeit“ stehen, dabei. Klar, es gibt Oldtimer o.ä. als Wertanlage, jedoch verfolgen dies nur wenige Investoren, glaube ich.

        Autoaktien hielt auch ich bereits früher mal: Volkswagen, kurz mal Daimler.
        Als Berater bei VW und Daimler in der Vergangenheit tätig gewesen kann ich bestätigen, dass dies eine ziemlich unruhige Branche ist. Schwer vorhersagbar.
        Auch in Zuffenhausen war ich mal kurz und ich muss sagen: Porsche kann Qualität.
        Insfoern finde ich deine Picks Ferrari und Porsche recht gut.
        Auch eine Harley-Davidson habe ich mir mal angeschaut. Mir gefällt das Legendäre der Marke.

        Zum Thema „viele Menschen haben nichts zu Sparen übrig“: Wenn ich im Online-Zinseszins-Rechner eine Sparrate von 50 EUR monatlich eingebe (dann wird mal auf Zigaretten und To-go-Cappucino verzichtet!), mit einer Laufzeit von 30 Jahren (nicht-dynamisch, Zinsansammlung) erhalte ich bei einem Zins von 7%:
        – 18.000 EUR eingezahlt
        – brutto Gesamtsumme (inklusive der 18.000) von 58.000 EUR.
        Das nenne ich eine nette Zusatzrente, quasi für Jede/n umsetzbar!
        Die Macht des Zinseszins, die fast alle von uns unterschätzen.

        Wobei wir wieder bei zwei meiner Lieblingsmantren wären:
        a) „Machen ist wie wollen, nur krasser.“
        b) „Alle sagten, das geht nicht. Bis eine/r kam, die es gemacht hat.“
        Sparen und Investieren muss man halt machen. Das ist ein zähes Bemühen, das Visionskraft und Ausdauer benötigt.

        1. Hallo Matthias v.M.,

          Danke für deine Entschuldigung im Namen aller Autoliebhaber und mein voller Respekt für diese Geste!

          „Sparen und Investieren muss man halt machen. Das ist ein zähes Bemühen, das Visionskraft und Ausdauer benötigt“, hier stimme ich dir zu100% und es muss auch nichts hinzugefügt werden.

          Bei den Menschen die wenig haben (ich helfe 1x im Monat bei Bedürftigen, das erdet mich ganz gewaltig), es geht nicht um die Vorurteile wie Zigaretten+To-go Getränke. Selbst diese „Laster“ können sich viele nicht leisten, selbst wenn sie wollten. Mir ging es eher um die die wenig haben und die diese Sparzeit von 30 Jahren nicht durchhalten könnten, denn nach 1-3 Jahren geht die Waschmaschine kaputt, oder das Auto braucht eine Werkstatt, oder das Kind möchte zur Klassenfahrt.
          Deine Zeilen zielen in die Richtung Harz4 und nicht zu den Menschen die hart schuften um zu überleben. Bei diesen Menschen ist es auch ein Rechenexempel ab wann sich sparen überhaupt lohnt. Denn diese 50€ Rate lohnt sich nicht für die es sich wirklich absparen müssen. Im Notfall (lange Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, Sterbefall, etc.) nimmt der Staat diesen Menschen das Geld weg (weil nicht in einer unnützen Rentenversicherung gebunden, sondern als ETF angelegt) es sollte erst verbraucht werden bevor man Unterstützung bekommt. Das ist ein schweres Thema, ich denke wir sollten es in diesem Börsenboard nicht ausweiten, trotzdem ist es wichtig zu reflektieren.

          „Harley-Davidson habe ich mir mal angeschaut. Mir gefällt das Legendäre der Marke“ da stimme ich dir auch. Harley schaue ich schon jahrelang drauf und aus Investorensicht ist die Aktie uninteressant, aus Liebhabersicht kann man sie in das Depot holen, so als Sammelstück ;)

          Viele Grüße von der Ostseeküste
          Der Autofreak

          1. Lieber Autofreak,

            das Problem sind die Steuern und Abgaben, Wenn ein „Mindestlohn“ schon 600 € Abgaben bedeuten ,,,
            (Kann jeder selbst nachrechnen)
            Wir reden von „Mindestlohn“!!!

            Politik ende!

        2. Kleine Lehrstunde in Compounding ( nicht überheblich gemeint, sondern auch für mich) – 50 EUR pro Monat investiert mit 7%/a:

          Nach 30 Jahren 18.000 EUR eingezahlt und 58.000 EUR Ergebnis. Bei 2% Div.-Rendite ca. 100 EUR pro Monat.

          Nach 60 Jahren 36.000 EUR eingezahlt und 506.000 EUR Ergebnis. Bei 2% Div.-Rendite ca. 845 EUR pro Monat.

          Was für ein Unterschied. Wer es ermeckern kann unbedingt jeden Monat mind. 1/5 des Kindergeldes investieren. Steuernummer kommt im ersten Monat.

        3. Hallo Matthias,
          schön mal von jemandem zu lesen, der auch eine Abneigung ggü. Autos hat. Kenne ich persönlich in Deutschland noch weniger als Investoren, wobei ich deine 5% auch schon hochgegriffen finde, aber sei’s drum.
          Auto als Verbindlichkeit verstehen meinem Verständnis nach die wenigsten, die Kosten pro Monat, die diese Gefährt verschlingt, werden gar nicht erst ausgerechnet oder wenn dann schön gerechnet.
          Ich kann dem Nicht-sparen-können-Gedanken nicht verstehen. Mindestlohn sind ca. 12,40€ die Stunde, bei annähernd Vollzeit (160h pro Monat) sind das in etwa 2000€ brutto, was mit Steuerklasse 1 mindestens 1400€ netto macht. Damit käme ich gut über die Runden und könnte besagte 50€ problemlos beiseite legen (und ich wohne zur Miete im Stadt-Bereich einer norddeutschen Großstadt).
          Dazu kommt ja noch, dass man sich über einen 450€ Nebenjob (zumindest damals 450, jetzt 520€?) dieses Geld noch steuer- und sozialabgabenfrei also Brutto=Netto hinzuverdienen könnte. Ist das anstrengend? Definitiv! Aber auch neben dem Fulltime-Job möglich. Sei es abends als Kellner etc. oder am Wochenende an der Supermarktkasse/ Tankstelle.
          Wer möchte, der kann auch. Stattdessen werden diese 450€ lieber monatlich in ein Auto versenkt (30.000€ Kaufpreis, Nutzung 10Jahre ohne Reparaturen; Vollkasko+TÜV+Verschleißteilwechsel 100€ mtl., Tanken 100€ mtl. (15.000 km p.a. bei Verbrauch von 5l pro 100km a 1,5€ pro l

          Aber ich höre schon das Gegenargument des alleinerziehenden Vaters mit 5 Kindern aus Brandenburg, der als Krankenpfleger täglich noch München muss. Ich bin diese Diskussion schon fast leid. Jeder gesunde Mensch kann, wenn er möchte. Nur meist ist das Verharren im eigenen Wohlfühlbereich dann doch viel einfacher, als sich zu verändern, da nehm ich mich selbst nicht von aus.

          1. Hallo Stefan, zum Auto,
            Ich habe ein Einfamilienhaus auf dem Dorf und denke nicht im Traum dran, dort wegzuziehen. Es ist bezahlt und die Wohnkostensituation ist genial bis auf gelegentliche Handwerkerkosten und die üblichen Nebenkosten.
            Ja, es fährt ab und zu ein Bus zur nächsten Kleinstadt, da muß man dann zur nächsten Großstadt umsteigen. Meistens fährt der Bus gerade dann nicht, wenn man ihn braucht.
            Ich bin über 20 Jahre zum Job gependelt etwa 50 Km früh hin und 50 km abends zurück.
            Ich habe weiß Gott meinen gesellschaftlichen Beitrag zur Volkswirtschaft geleistet. Ich hätte dann 3 mal umsteigen müssen und wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln früh zusätzlich zu 8h Arbeit (flexible Arbeitszeiten) etwa 2
            Stunden und abends noch 2 Stunden unterwegs gewesen. Mit Auto eine 3/4 Stunde eine Strecke. Mein Job ist etwas spezieller und den Konzern gabs nur in der Großstadt. Klar habe ich etliche Autos und viel Geld damit verbrannt, aber es war mein Lebensweg und der hat mich bei eisernem Sparwillen dahin gebracht, wo ich jetzt stehe.
            Ohne Auto geht es auf dem Land nicht. Einkaufen und den ganzen Einkauf im Bus nach Hause schleppen? Kinder irgendwo hinbringen oder abholen? (jetzt die Enkel)
            Einkäufe aus Baumarkt mit dem Bus transportieren?
            Ich finde es super, das auf Bens Blog nicht polemisiert wird. Ich werbe für gegenseitiges Verständnis.
            Meine Lieblingsautoaktie ist btw John Deere ;-)

            1. Und ich möchte ergänzen: Es gibt auch echt geile Karren, die zu knallen es richtig Spass macht! Denke, diesen Aspekt muss man nicht genant zur Seite schieben. Menschen haben ja auch nicht nur Sexualität der reinen Fortpflanzung wegen und entsprechend kann auch Mobilität ein Spass-Faktor sein. Sry für diese vielleicht etwas merkwürdige Ergänzung, aber das fiel mir unweigerlich an, als Du völlig richtigerweise für gegenseitiges Verständnis geworben hast. Also, man muss ja nicht verschämt eine Rechtfertigung dafür finden, dass man überhaupt ein Auto benutzt!! :-) So, jetzt höre ich aber lieber auf, weil Du ebenfalls richtigerweise darauf hinweist, dass dieser Block sich nicht durch Polemisierungen auszeichnet.

      2. Hallo Autofreak,

        Du sagst Ferrari, Stellantis, VW etc.
        Du vergisst, dass weltweit ganz andere Marken führend sind. Home-Bias?
        Ferarri ist wie die LVMH in einer anderen Liga, Porsche müsste erst dort hin.
        Einen VW, Stellantis, Tesla in Afrika oder Indien oder Südamerika? Habe ich wenige gesehen, das sind aber 60% der Weltbevölkerung.

        Öffnet Eure Augen für den Globus. Das Geschäft wird nicht mit dem Verkauf des Autos gemacht, sondern für den Service und den Ersatzteilen!

        Ich investierte, aber habe alle aufgelöst. KGV von 4 überzeugen mich nicht!

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