Optionsdepot

In meiner Serie zum Optionshandel zeige ich eine konservative Strategie zur Optimierung eines Dividendendepots. Durch den Verkauf von Put-Optionen lassen sich attraktive Optionsprämien generieren. Wird die Aktie eingebucht, werden Call-Optionen auf sie verkauft. Und wenn diese nicht ausgeübt werden, dann werden die Dividendenerträge vereinnahmt.

Dass diese Strategie für mich als Dividendeninvestor eine gute Ergänzung zu meinen Dividendeneinnahmen darstellt, zeige ich seit 2021 auch im Echtgeld-Versuch. Dazu habe ich ein Depot beim BANX Broker eröffnet, zunächst 5.000 € darauf eingezahlt und mir zum Ziel gesetzt, bis zum Jahresende eine Rendite von 14% (vor Steuern) zu erreichen. Nach den ersten drei Monaten habe ich dann in vier Schritten im April weitere 15.000 € eingezahlt und im Mai noch mal 30.000 €. Meine Einlage beträgt damit nun insgesamt 50.000 €. Das ambitionierte Jahresziel liegt dementsprechend bei einem Konto-/Depotstand am 31.12.2021 von mindestens 55.150 €.

Die Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung in kompakter Form:

Einzahlungen:50.000,00 €
Optionsprämien (brutto):2.602,23 €
Dividenden (brutto):416,36 €
realisierte Kurserfolge:0,00 €
schwebende Kurserfolge:-300,54 €
Fremdwährungsgewinne:85,35 €
Steuerabzüge Dividenden:-87,30 €
aktueller Wert ohne Berücksichtigung offener Optionen (14.06.)52.743,22 €

Aktuell befinden sich die folgenden Aktienpositionen im Optionsdepot:

AktieStückEinstiegspreis
Apple10013.000 $
Atlantia5007.875 €
DWS Group1003.800 €
Siemens Energy1002.700 €
Talanx1003.650 €
Unilever1004.950 €
Viatris2003.150 $

In dieser fortgeschriebenen Übersicht dokumentiere ich alle Optionstrades:

Optionen in EUR:

BasiswertOptionsartStrikeHandelstagVerfallstagPrämieStatus
UnileverShort Put49,5004.01.2108.01.2136,00ausgeübt
UnileverShort Call49,5011.01.2115.01.2134,00verfallen
UnileverShort Call50,0021.01.2119.02.2162,00verfallen
UnileverShort Call47,0001.03.2119.03.21-23,00ursprüngliche Prämie: 8,00; am 15.03.21 für 31,00 € zurückgekauft
UnileverShort Call49,0015.03.2116.04.2121,00verfallen
TalanxShort Put35,5024.03.2116.04.2148,20verfallen
TalanxShort Put36,5024.03.2116.04.21108,20ausgeübt
BayWaShort Put36,5026.03.2116.04.2168,20verfallen
VartaShort Put105,0013.04.2121.05.2151,40ursprüngliche Prämie: 213,20; am 16.04.2021 für 161,80 € zurückgekauft
AtlantiaShort Put15,7517.05.2120.05.21105,50ausgeübt
DWSShort Put38,0013.04.2121.05.2183,20ausgeübt
DWSShort Put36,5028.04.2121.05.2163,20verfallen
Red EléctricaShort Put15,0019.04.2121.05.2132,00verfallen
Vantage TowersShort Put25,5003.05.2121.05.2138,20verfallen
Siemens EnergyShort Put27,0003.05.2121.05.2153,20ausgeübt
UnileverShort Call50,0016.04.2118.06.2140,00offen
Red EléctricaShort Put14,5019.04.2118.06.2128,00offen
Vantage TowersShort Put25,0003.05.2118.06.2140,20offen
AtlantiaShort Call16,5024.05.2115.07.21108,00offen
TalanxShort Put35,0011.05.2116.07.21113,20offen
Vantage TowersShort Put26,0018.05.2116.07.2163,20offen
Siemens HealthineersShort Put48,0014.06.2116.07.2163,20offen
DWSShort Call40,0025.05.2120.08.2130,20offen
Siemens EnergyShort Call29,0025.05.2120.08.2143,20offen
TalanxShort Call38,0016.04.2117.09.2148,20offen
BaywaShort Put36,0012.05.2117.09.2183,20offen
SUMME1.459,90

Optionen in USD:

BasiswertOptionsartStrikeHandelstagVerfallstagPrämieStatus
ViatrisShort Put13,0014.04.2130.04.2112,00verfallen
ViatrisShort Put13,0016.04.2130.04.2112,00verfallen
ViatrisShort Put13,0016.04.2130.04.2116,00verfallen
ViatrisShort Put13,0026.04.2107.05.217,00verfallen
ViatrisShort Put13,0026.04.2107.05.217,00verfallen
ViatrisShort Put13,0026.04.2107.05.217,00verfallen
PfizerShort Put38,0003.05.2107.05.2128,00verfallen
ViatrisShort Put13,0030.04.2114.05.2118,00verfallen
ViatrisShort Put13,0030.04.2121.05.2127,00verfallen
ViatrisShort Put16,0017.05.2121.05.2112,00ausgeübt
AppleShort Put130,0003.05.2121.05.21155,00ausgeübt
ViatrisShort Put13,5007.05.2128.05.2126,00verfallen
PfizerShort Put38,0007.05.2128.05.2120,00verfallen
ViatrisShort Put15,5010.05.2104.06.2162,00ausgeübt
ViatrisShort Put15,0010.05.2111.06.2137,00verfallen
AppleShort Call133,0024.05.2111.06.2154,00verfallen
Coca-ColaShort Put50,0005.05.2118.06.2122,00offen
AT&TShort Put29,0026.05.2118.06.2133,00offen
ViatrisShort Call16,5024.05.2125.06.2113,00offen
VerizonShort Put56,0002.06.2102.07.2158,00offen
General MillsShort Put62,5026.05.2116.07.21189,00offen
PfizerShort Put38,0002.06.2116.07.2158,00offen
ViatrisShort Call17,5007.06.2116.07.213,00offen
AppleShort Call135,0011.06.2116.07.2166,00offen
Coca-ColaShort Put52,5014.06.2120.08.2159,00offen
PetMed ExpressShort Put30,0003.05.2117.09.21404,00offen
SUMME1.405,00

Außerdem erziele ich auch Dividendenerträge mit dem Optionsdepot:

TitelStückexDividendeZahltagSumme
Unilever10025.02.2117.03.2142,68 €
Talanx10007.05.2111.05.21150,00 €
Unilever10020.05.2110.06.2142,68 €
DWS10010.06.2114.06.21181,00 €
SUMME416,36 €

Unilever habe ich als Basiswert für die ersten Optionstrades ausgewählt, weil ich die Aktie schon sehr lange in meinem Dividendendepot habe und deshalb sehr gut einschätzen kann. Sie bewegt sich seit längerer Zeit seitwärts in einer Range zwischen der 45 €- und 55 €-Marke. Fundamental halte ich die Aktie auf diesem Niveau auch nicht für überteuert. Mit einer Dividendenrendite von mehr als 3% würde ich sie auch länger im Optionsdepot halten. Im Dividendendepot habe ich ja bereits 100 Stück, die dort auch langfristig liegen bleiben.

Sicherlich hätte ich eine Aktie mit höherer Volatilität auswählen können und dann eine höhere Optionsprämie erhalten. Mir ist es im Optionsdepot aber genauso wichtig wie im Dividendendepot, dass ich ruhig schlafen kann und mich mit den Basiswerten wohl fühle. Und deshalb ist es mir viel wichtiger, dass Unilever nicht heiß gelaufen ist und ich – sollte der Markt korrigieren – entspannt bleiben kann. Im Corona-Tief (16.03.2020) notierte Unilever bei 40,29 €. Das Rückschlagspotenzial ist also vergleichsweise niedrig.

Talanx habe ich als Basiswert für die nächsten Optionstrades genommen, da ich auch diese Aktie schon viele Jahre im Dividendendepot habe. Und sie aktuell deutlich unter ihren Höchstständen notiert und im Mai eine attraktive Dividende von 1,50 € je Aktie winkt. Ich habe die beiden Put-Optionen bei einem Aktienkurs von 35,80 € verkauft. Die eine Put-Option (Strike 35,50) liegt damit etwas unterhalb des aktuellen Kursniveaus, die andere Put-Option (Strike 36,50) jedoch oberhalb. Ich gehe bis zur Hauptversammlung im Mai von steigenden Kursen aus. Die Dividendenrendite liegt bei meinen Optionen bei 4,1 bzw. 4,2%. Ich würde die Aktie zu diesen Kursen auch einbuchen lassen und dann die Dividenden kassieren. Werden die Optionen nicht ausgeübt, dann nehme ich gerne die Optionsprämien mit. Der Ausübungstag der Mai-Optionen liegt dann schon nach der Hauptversammlung, so dass ich dann keine Put-Optionen auf Talanx verkaufen werde.

Die dritte Optionsposition ist BayWa: ebenfalls ein langjähriger Depotwert, den ich gut einzuschätzen vermag. Die Aktie würde ich tatsächlich gerne vor der Hauptversammlung noch ins Depot nehmen, um die 1 € Dividende mitzunehmen. Langfristig sehe ich beim Kurs von 36,50 € noch weiteres Potenzial, da Agrar ein großes Thema bei wachsender Weltbevölkerung bleibt. Und der zweite Sektor (Erneuerbare Energien) ebenfalls wächst und immer wichtiger wird.

DWS und Varta habe ich im Hinblick auf die anstehenden Hauptversammlungen nebst Dividendenzahlungen für die Mai-Optionen ausgewählt. Beide Titel habe ich bisher nicht im Dividendendepot. Die DWS zahlt eine Dividende von 1,81 € und kommt damit beim Strike 38 € auf eine Dividendenrendite von 4,76%. Ich erwarte eigentlich nicht, dass ich sie für diesen Kurs ins Depot gebucht bekomme. Wenn doch, dann wäre das aber auch kein Fehler. Die Perspektiven sind gut und die hohe Dividende würde gemeinsam mit dann zu vereinnahmenden Optionsprämien auf Call-Verkäufe für eine gute Rendite sorgen. Mit Varta habe ich eine Option mit hoher implizierter Volatilität genommen. Die Aktie hatte sich auf Jahressicht schon mehr als verdoppelt, ist nun aber wieder zurückgekommen. Mit einem Strike von 105 € habe ich zum aktuellen Aktienkurs von 121 € einigen Abstand gesetzt. Reicht der Puffer nicht aus, dann nehme ich die Aktie für diesen Kurs ins Depot. Als Batteriehersteller profitiert Varta vom großen Bedarf nach Akkukapazitäten und liefert u.a. die Akkus für Apples AirPods.

Viatris ist meine erste Option in US-Dollar. Es handelt sich dabei um ein Pharmaunternehmen, das als Spin-Off von Pfizer an die Börse kam und eine Fusion von Upjohn und Mylan darstellt. Kerngeschäft sind Generika und Biosimilars. Der Aktienkurs hat sich seit der Börsennotierung katastrophal entwickelt, ich sehe aber bei einem Kursniveau von 13 US$ einen Boden. Viatris befindet sich noch einige Jahre im Umbruch, baut derzeit Mitarbeiter ab und verursacht hohe Restrukturierungskosten. Ab Juni soll eine Quartalsdividende von 0,11 US$ gezahlt werden, die dann zukünftig jedes Jahr steigen soll. Die Aktie will ich gerne ins Depot aufnehmen, um dann auch Call-Optionen darauf verkaufen zu können.

Red Eléctrica bietet sich ebenfalls für den Verkauf einer Put-Option an. Die Dividendenrendite ist mit 6,6% so hoch, dass ich zum Dividendentermin Anfang Juli nicht mit einem Aktienkurs unter 15 € rechne. Mit der Mai-Option und Strike 15,00 € würde ich mir die Aktie durch die Prämie mit einem kleinen Discount sichern (dann sogar 6,8% Dividendenrendite) und hätte die Möglichkeit, den ersten Call mit der Juni-Option noch vor dem Dividendentermin zu platzieren. Die Juni-Put-Option habe ich mit Strike 14,50 € verkauft und würde die Aktie zu diesem Kurs auch dauerhaft ins Depot legen. Die Dividendenrendite läge dann schon bei 7% und zusätzlich könnte ich durch den Verkauf von Calls weitere Erträge generieren.

Die Optionen auf Vantage Towers, Siemens Energy und Siemens Healthineers habe ich ausgewählt, um mit diesen beiden Titeln laufende Erträge zu generieren. Bei einer Ausübung würde ich jeweils meine Aktien-Positionen im Dividendendepot bzw. Kursdepot verkaufen. Siemens Energy zahlt bisher keine Dividende, die Aussichten halte ich aber für gut. Themen wie die Energiewende oder der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft werden von dem Unternehmen abgedeckt.

Die beiden USD-Optionen auf Apple und PetMed Express haben unterschiedliche Anlässe. Beide Aktien habe ich schon lange auf meiner Watchlist. Apple ist das Unternehmen mit der weltweit höchsten Marktkapitalisierung und hat zuletzt herausragende Quartalszahlen geliefert. Es ist eine Cash-Maschine und mit der Vorstellung der AirTags sollte das Wachstum weitergehen. Da die Dividendenrendite gering ist, würde ich nach einer Einbuchung durch den Verkauf von Call-Optionen laufende Erträge generieren. PetMed Express ist hingegen ein kleines Unternehmen, das in den USA auf den Versand von Tiermedikamenten spezialisiert ist. Es verfügt über eine Dividendenrendite von 4% und hat am Tag des Verkaufs der Option Quartalszahlen gemeldet, die zunächst vom Markt negativ aufgenommen wurden. Der Aktienkurs sank auf 28 US$ als ich die Put-Option mit einem Strike von 30 US$ verkaufte. Daher vor allem die hohe Optionsprämie. Zeitgleich mit den Quartalszahlen wurde auch eine Dividendenerhöhung um 7% bekannt gegeben. Ich halte das Unternehmen langfristig für aussichtsreich. Tagesschlusskurs waren dann schon wieder 29,48 US$. Die Laufzeit meiner Option ist mit September relativ lang. Möglicherweise kaufe ich die Option vorher zurück, wenn ich einen ordentlichen Gewinn erzielen kann (mind. 50%).

Schließlich habe ich eine kurzlaufende USD-Option auf Pfizer verkauft. Das Pharmaunternehmen überzeugt mit einem soliden Geschäftsmodell und 4% Dividendenrendite. Während der Optionslaufzeit von 5 Tagen kommen Quartalszahlen, die vermutlich wegen der weltweiten Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen gut ausfallen werden. Ich erwarte keine Ausübung der Put-Option, würde die Aktie aber andernfalls auch gerne in den Bestand nehmen.

Mit der Wahl von Coca-Cola habe ich einen klassischen Dividendentitel, den ich auch schon in meinem Dividendendepot habe ausgewählt. Ich habe dort 100 Aktien, die noch unter den Bestandsschutz vor der Abgeltungssteuer fallen (gekauft vor 2009), und 30 Aktien, die ich seit 2019 in mein Depot bei Trade Republic gekauft habe. Mein Plan ist, die Position auf 200 Aktien aufzustocken. Perspektivisch will ich davon 100 Aktien im Optionsdepot führen, um dann auch Covered Calls zu verkaufen. Bei einer Ausübung der Put-Option würde ich die 30 Aktien bei Trade Republic wieder verkaufen.

Die Option auf Atlantia dient dazu, die 500 Aktien vom Kursdepot ins Optionsdepot zu bekommen. Ich habe meine Aktienposition zeitgleich aus meinem Kursdepot veräußert. Italienische Optionen beziehen sich auf 500 Aktien, so dass das gut passt. Den Strike habe ich “im Geld” gewählt und die Laufzeit der Option ist nur 3 Tage. Da die Aktie derzeit keine Dividende ausschüttet, will ich durch den Verkauf von Calls laufende Erträge generieren.

Die Optionen auf AT&T, Verizon und General Mills sollen ebenfalls einer Umschichtung aus dem Dividendendepot dienen. Von AT&T und Verizon würde ich bei einer Optionsausübung im gleichen Zuge 100 Aktien verkaufen, von General Mills 50 Stück. Die Positionen im Optionsdepot sollen dazu dienen, durch den Call-Verkauf laufende Erträge zu generieren.

Um kein größeres Risiko als beim direkten Kauf der Aktie einzugehen, verkaufe ich die Put-Optionen ausschließlich im Rahmen des Kontoguthabens. Um kein aufwändigeres Research betreiben zu müssen, wähle ich vorwiegend Optionen auf Aktien, die sich bereits in meinem Dividendendepot befinden. Diese Werte halte ich ohnehin langfristig im Bestand.

Ausführliche Informationen zum Optionshandel und zur von mir verfolgten Strategie findest Du in der Serie zum Optionshandel, von der bisher die folgenden Teile erschienen sind:

Teil 1: Optionshandel als Ergänzung des Dividendendepots

Teil 2: Die faire Optionsprämie

Teil 3: Die Ausübung von Optionen

Teil 4: Gelungene Optionsstrategien

Das größte Risiko am Optionshandel ist aus meiner Sicht die Gier. Erste Erfolge verleiten oftmals dazu, mehr Optionen zu verkaufen als man sich eigentlich leisten kann. Und bei einem Markteinbruch wird es dann unter Umständen sehr schmerzhaft, wenn es zu Zwangsverkäufen kommt. Deshalb will ich hier die risikoarme Variante zeigen und werde meine Strategie durch regelmäßige Screenshots meines Optionsdepots unterlegen.

Anzeige
Wenn Du auch ein kostenfreies Depot zum Optionshandel eröffnen möchtest, dann habe ich ein besonderes Angebot für Dich: Wenn Du beim BANK Broker über diesen Link ein Depot eröffnest und mindestens 5.000 € einzahlst, dann solltest Du im Feld “Gutscheincode” Divantis eingeben. Du erhältst dann dauerhaft Sonderkonditionen und kannst US-Optionen für 3,00 US$ statt 3,50 US$ und deutsche Optionen für 1,80 € statt 2,00 € handeln. Das Depot selbst wird von Interactive Brokers geführt und ist optimal, um Optionen zu handeln.

Depoteröffnung bei BANX mit DIVANTIS-Gutscheincode

Die Historie der Optionstrades in Screenshots

Unilever Option am 04.01.2021
04.01.2021: Die Short-Put-Option auf Unilever am 04.01.2021
Einbuchung Unilever Aktien am 09.01.2021
10.01.2021: Depotübersicht nach Ausübung der Short-Put-Option und Einbuchung von 100 Unilever-Aktien am 09.01.2021
Unilever Option am 11.01.2021
11.01.2021: Die Short-Call-Option auf Unilever am 11.01.2021
Ausbuchung Unilever Option 16.01.2021
17.01.2021: Depotübersicht nach Verfall der Short-Call-Option am 16.01.2021, im Bestand weiterhin: 100 Unilever-Aktien, dazu 120 € Cash.
Unilever Option am 21.01.2021
21.01.2021: Die Short-Call-Option auf Unilever am 21.01.2021, Cash jetzt 182 €.
Ausbuchung Unilever Option 19.02.2021
20.02.2021: Depotübersicht nach Verfall der Short-Call-Option am 19.02.2021, im Bestand weiterhin: 100 Unilever-Aktien, dazu 182 € Cash. Aufgrund des Kursrückgangs von Unilever ist die Gesamtrendite allerdings derzeit negativ. Dafür ist am 25.02.2021 exDividende-Tag für die Quartalsdividende (insgesamt 42,68 €).
Optionsdepot Stand 01.03.2021
01.03.2021: Die Short-Call-Option auf Unilever am 01.03.2021, Cash jetzt 190 €. Sollte die Option ausgeübt werden, würde ich eine negative Gesamtrendite auf die Unilever-Position haben. Ich setze also darauf, dass der Aktienkurs in den nächsten 3 Wochen nicht um mehr als 7% steigt.
Rückkauf und neuer Verkauf von Call-Option
15.03.2021: Das ging dann doch schneller als erwartet. Der Aktienkurs von Unilever steigt “bedrohlich” in Richtung meines Strikes von 47 €. Ich habe die “Notbremse” gezogen und den Call mit einem Verlust von 23 € zurückgekauft. Direkt im Anschluss habe ich einen neuen Call verkauft, diesmal mit einem Strike von 49 €. Dafür erhielt ich eine Prämie von 21 €, so dass mein Cash jetzt 180 € beträgt.
Optionsdepot Stand 18.03.2021
18.03.2021: Die erste Dividende ist da! Für die 100 Unilever-Aktien erhielt ich insgesamt 42,68 € Dividende. Cash-Bestand nun 222,68 €.
Optionsdepot Stand 24.03.2021
24.03.2021: Ich habe weitere 7.500 € Cash eingezahlt und zwei Put-Optionen auf Talanx verkauft. Der Cash-Bestand liegt nach dem Verkauf nun bei 7.879,08 €. Sollten beide Talanx-Optionen ausgeübt werden, sind dafür 7.200 € fällig. Ich bleibe also innerhalb meines verfügbaren Cashs.
Optionsdepot Stand 26.03.2021
26.03.2021: Ich habe eine Put-Option auf BayWa mit Strike 36,50 € verkauft. Cash-Bestand nun: 7.947,28 €. Sollten meine drei Put-Optionen (insgesamt 10.850 €) ausgeübt werden, dann würde ich die Unilever-Aktien verkaufen.
Optionsdepot Stand 13.04.2021
13.04.2021: Aktuell sieht es so aus, dass alle Put-Optionen in 3 Tagen verfallen. Ebenso die Call-Option auf Unilever. Im Hinblick darauf habe ich 2 neu Put-Optionen zum Mai-Termin verkauft: DWS mit Strike 38,00 € und Varta mit Strike 105,00 €. Eine neue Call-Option auf Unilever verkaufe ich allerdings erst nächste Woche nach der Ausbuchung der alten Option. Ich habe heute außerdem weitere 5.000 € Cash überwiesen, die noch nicht angekommen sind. Meine Devise bleibt, nur im Rahmen der Cash-Deckung Optionen zu verkaufen. Der Abstand der Basiswerte zu den April-Strikes ist so groß, dass ich sicher mit einem Verfall rechne. Ansonsten könnte ich aber noch mal eine oder mehrere Optionen zurückkaufen.
Optionsdepot Stand 14.04.2021
14.04.2021: Die Überweisung ist gutgeschrieben und ich habe die erste Put-Option auf eine US-Aktie verkauft. Dadurch habe ich nun 2 Cash-Positionen: das Euro-Konto und ein Dollar-Konto. Da ich bei Talanx nun eventuell doch in 2 Tagen ausgeübt werde, werde ich dann die Varta-Option wieder zurückkaufen. Ich will weiterhin nur im Rahmen meiner Barposition Put-Optionen verkaufen, um bei einer Börsenkorrektur nicht böse erwischt zu werden.
Optionsdepot Stand 16.04.2021
16.04.2021: Am Verfallstag ist eine Option auf Talanx (Strike: 36,50 €) ausgeübt worden, die anderen Optionen sind verfallen. Die Varta-Option habe ich deshalb wieder zurückgekauft und stattdessen noch 2 weitere Put-Optionen auf Viatris verkauft. Auf die Talanx-Aktien habe ich einen Call verkauft, mit Fälligkeit im September. Dadurch werde ich die Dividende sicher vereinnahmen können. Auf die Unilever-Aktien habe ich einen Call mit Fälligkeit im Juni verkauft, auch hier möchte ich die Dividende mitnehmen (ex-Tag im Mai).
Optionsdepot Stand 19.04.2021
19.04.2021: Die Übersicht hat sich etwas sortiert. Die ausgebuchten Optionen sind nun ausgeblendet. Neu hinzugekommen sind die beiden Put-Optionen auf Red Eléctrica (REE), die beide ihren Verfallstag vor dem Dividendentermin haben. Gespannt bin ich nun auf den 30. April, wenn die Viatris-Optionen verfallen. Entweder erhalte ich dann die ersten Aktien in USD ins Depot und würde dann auch noch einen Währungswechsel vornehmen. Oder ich habe die ersten 40 US$ fest verdient.
Optionsdepot Stand 26.04.2021
26.04.2021: Ich habe noch einmal weitere 2.500 € auf das Depotkonto überwiesen und die erhöhte Bardeckung dafür genutzt, weitere 3 Put-Optionen auf Viatris zu verkaufen. Der Aktienkurs ist kontinuierlich oberhalb von 13 US$, so dass ich nicht von einer Ausübung am 30.04. ausgehe (bisherige Optionen). Die neuen Optionen haben den Verfallstag 1 Woche später.
Optionsdepot Stand 28.04.2021
28.04.2021: Die Quartalszahlen der DWS kamen heute an der Börse nicht so gut an. Der Kurs gab deutlich nach, so dass ich mich entschloss, einen weiteren Short-Put (diesmal mit Strike bei 36,50 €) zu verkaufen. Die Dividendenrendite läge bei diesem Kurs bei 4,96%.
Optionsdepot Stand 01.05.2021
01.05.2021: Die 3 Viatris-Optionen sind gestern verfallen. Am Abend habe ich deshalb 2 neue Out-Optionen verkauft, jeweils wieder mit Strike 13,00 US$. Da am 10. Mai Quartalszahlen anstehen, habe ich die Fälligkeiten auf den 14. Mai und 21. Mai etwas verteilt. Das USD-Konto hat jetzt einen Kontostand von 106 US$.
Optionsdepot Stand 03.05.2021
03.05.2021: Ich habe den Monatsbeginn genutzt und einige Optionen verkauft. Neu hinzugekommen sind Put-Optionen auf Pfizer, Apple, Siemens Energy, Vantage Towers und PetMed Express. In den nächsten Tagen überweise ich noch mal etwas Cash auf das Konto, um weiterhin ausreichende Deckung im Fall von Optionsausübungen zu haben.
Optionsdepot Stand 05.05.2021
05.05.2021: Jetzt habe ich noch eine Put-Option auf Coca-Cola mit Strike 50 US$ (aktueller Kurs: 53,88 US$) und Laufzeit bis 18. Juni verkauft. Die erste Überweisung zur Cash-Erhöhung habe ich heute getätigt (noch nicht gutgeschrieben). Es folgt noch eine weitere, um den Cash-Kontostand erst mal auf rund 20.000 € zu erhöhen. Die am Freitag fälligen Optionen auf Viatris und Pfizer werden wohl verfallen. Bei Pfizer ging die Spekulation auf sehr gute Quartalszahlen voll auf. Die Apple-Option ist aktuell unter Wasser, die Aktie selbst ist gestern überdurchschnittlich gefallen. Heute notiert sie aber wieder auf Höhe des Strikes. Ich würde sie für 130 US$ auch weiterhin ins Depot nehmen.
Optionsdepot Stand 07.05.2021
07.05.2021: Die Überweisung ist eingetroffen, neuer Cash-Stand: 22.275 €. Die 3 Optionen auf Viatris und die Option auf Pfizer werden heute verfallen, beide Aktien notieren deutlich über dem Strike. Ich habe auf beide Aktien neue Put-Optionen mit Fälligkeit 28. Mai verkauft. Bei Viatris musste ich den Bezugspreis um 0,50 höher nehmen, um noch eine sichtbare Prämie zu bekommen. Mal schauen, wie die Quartalszahlen am Montag ausfallen und sich die Aktie dann entwickelt. Für die nächsten drei Freitage habe ich nun jeweils eine Put-Option auf Viatris offen. Aktuell liegt der Aktienkurs bei 13,90 US$. Nächste Woche erhalte ich 150 € Dividende für die Talanx-Aktien und werde voraussichtlich noch einmal Geld überweisen.
Optionsdepot Stand 10.05.2021
10.05.2021: Die Quartalszahlen von Viatris sind sehr gut ausgefallen, die Aktie ist heute mehr als 8% im Plus und hat die 15 US$-Marke überschritten. Ich habe zwei neue Put-Optionen auf Viatris verkauft (Strike 15 und 15,50 USS) mit Fälligkeiten im Juni. Kontostand des US$-Kontos nun 860 US$.
Optionsdepot Stand 11.05.2021
11.05.2021: Ich habe noch eine Put-Option auf Talanx mit Strike 35 € und Fälligkeit 16. Juli verkauft. Außerdem habe ich weitere 12.000 € überwiesen, so dass der Kontostand jetzt 34.388 € beträgt. Die Talani-Dividende von 150 € ist noch nicht gutgeschrieben, sie kommt noch dazu. Die Apple-Option ist übrigens stark im Minus, aber ich kann damit leben. Die Aktien lasse ich mir gerne einbuchen und habe keine Sorge, dass ich auf mittlere Sicht damit eine ordentliche Rendite erzielen werde.
Optionsdepot Stand 12.05.2021
12.05.2021: Die Dividende von Talanx ist mit dem Netto-Betrag von 110,44 € gutgeschrieben worden. Eine überzeugende Erklärung dafür habe ich noch nicht. Ich habe heute noch eine Put-Option auf Baywa mit Fälligkeit im September verkauft. Als Strike habe ich 36 € gewählt, der Aktienkurs notiert heute bei 39,80 €. Mein Kontostand beträgt nun exakt: 34.581,72 € und 860,00 US$.
Optionsdepot Stand 17.05.2021
17.05.2021: Die Option auf Viatris ist am Freitag – wie erwartet – verfallen. Heute habe ich meine 500 Aktien von Atlantia aus meinem Kursdepot verkauft und eine Put-Option mit Strike 15,75 € verkauft. Ich will so den Verkaufserlös direkt wieder in die Aktie investieren (die italienische Option bezieht sich auf 500 Aktien). Ich werde deshalb noch mal 8.000 € auf das Konto bei BANX überweisen.
Optionsdepot Stand 18.05.2021
18.05.2021: Der Kurs von Viatris steigt immer weiter, inzwischen notiert die Aktie bei 16,15 US$. Ich habe deshalb gestern Abend noch eine kurzlaufende Put-Option (bis Freitag) mit Strike 16 US$ verkauft. Ich möchte die Aktie wirklich gern in meinem Depot haben. Heute habe ich außerdem noch eine weitere Put-Option auf Vantage Towers (Laufzeit bis Juli, Strike 26 €) verkauft. Die Aktie notiert derzeit bei 26,37 €, die am Freitag auslaufende Put-Option (Strike 25,50 €) wird wohl verfallen. Sobald eine Put-Option auf Vantage Towers ausgeübt wird, verkaufe ich in meinem Dividendendepot die entsprechenden Aktien.
Optionsdepot Stand 23.05.2021
23.05.2021: Die Optionen von letztem Freitag sind ausgebucht, die Aktienbestände haben sich deutlich erhöht. Das USD-Konto ist durch die Ausübung bei Apple und Viatris im Minus, den Saldo werde ich kurzfristig durch einen Währungstausch umbuchen. Am Montag will ich dann einen Call auf Atlantia verkaufen, da in Italien kein Börsenfeiertag ist. Außerdem werde ich Calls auf Apple und Viatris verkaufen. In den USA wird ja auch gehandelt. Auf DWS und Siemens Energy folgen die Call-Verkäufe dann am Dienstag.
Optionsdepot Stand 25.05.2021
25.05.2021: Die Calls auf die neu eingebuchten Aktien sind nun alle verkauft. Bei der Laufzeit musste ich etwas “spielen”, um die einigermaßen akzeptable Optionsprämien bei meinen gewünschten Strikes zu erhalten. Bei Apple bin ich 3 $ über meinem Kaufkurs, bei Viatris 0,50 $. Bei Atlantia sind es 0,75 €, bei DWS und Siemens Energy jeweils 2 €. Bei der DWS kommt aber im Juni noch eine Dividendenzahlung von 1,81 € je Aktie hinzu. Deshalb musste ich bei der Laufzeit bis in den August gehen. Einen Währungstausch habe ich auch vorgenommen, 24.021,55 € habe ich in 29.305,90 US$ getauscht. In der TWS (siehe Screenshot) wird das als Short-Position angezeigt, in der Kontoverwaltung und in der App ist es aber ganz normal als Währungsgeschäft verbucht. Ich habe durch den größeren Umtausch nun erst mal wieder genug Luft, um $-Optionen zu verkaufen und auch eingebucht zu bekommen.
Optionsdepot Stand 26.05.2021
26.05.2021: Mit dem Verkauf von Put-Optionen auf AT&T und General Mills habe ich nun erst mal meine Investitionen getätigt. Jetzt lasse ich die offenen Optionen laufen und schaue, wie sich alles entwickelt. Pfizer und Viatris werden am Freitag vermutlich verfallen. Die Optionen auf Viatris, fällig am 4. und 11. Juni, könnten hingegen ausgeübt werden. Mit dann 300 Aktien wäre mein Zielinvest erreicht.
Optionsdepot Stand 02.06.2021
02.06.2021: Ich habe Put-Optionen auf Verizon und Pfizer verkauft. Verizon würde ich bei Ausübung in gleicher Höhe aus meinem Dividendendepot verkaufen. Bei Pfizer ist es nun schon die dritte Put-Option, nachdem die ersten beiden verfallen sind. Damit habe ich schon 106 US$ Optionsprämien auf Pfizer eingenommen, der Strike von 38 US$ liegt vergleichsweise nah am aktuellen Kurs von 38,85 US$.
Optionsdepot Stand 07.06.2021
07.06.2021: Mir sind 100 Viatris-Aktien zum Kurs von je 15,50 US$ eingebucht worden. Damit habe ich jetzt 200 Aktien von Viatris im Depot. Zukünftig möchte ich gerne identische Calls auf den Bestand verkaufen. Deshalb habe ich jetzt einen Call mit Fälligkeit 16.07. und Strike 17,50 US$ verkauft. Dafür gab es (nach Gebühren) allerdings nur 3 US$. Der andere Call läuft noch bis 25.06. mit Strike 16,50 US$. Diesen Freitag verfällt voraussichtlich mein Call auf Apple. Und vielleicht gibt es die nächsten 100 Viatris-Aktien. Aktuell notieren sie bei 15,42 US$, der Strike ist 15,00 US$. Ich würde sie mir wieder einbuchen lassen, rechne aber eher mit einem Verfall der Option.
Optionsdepot Stand 11.06.2021
11.06.2021: Die beiden Optionen auf Viatris (15 US$ Put) und Apple (133 US$ Call) verfallen heute. Ich habe deshalb, 2 Stunden vor Börsenschluss und bei einem Apple-Kurs von 127 US$, schon einen neuen Call auf Apple verkauft. Diesmal mit Strike 135 US$ und Laufzeit bis 16.07.2021. Als Prämie habe ich nach Gebühren 66 US$ erhalten. Einen neuen Put auf Viatris verkaufe ich nicht, da mir die 200 Aktien im Bestand erst mal ausreichen. Die Dividende von Unilever ist noch nicht gutgeschrieben, nächste Woche kommt zudem die DWS-Dividende.
Optionsdepot STand 14.06.2021
14.06.2021: Ich habe eine neue Put-Option auf Siemens Healthineers (SLH) und Coca-Cola (KO) verkauft. Die Unilever-Dividende wurde mir in britischen Pfund gutgeschrieben, mal sehen ob das noch konvertiert wird. Die DWS-Dividende steht noch aus.

49 Gedanken zu „Optionsdepot“

  1. Hallo Ben,

    Ich habe gesehen, die Unilever Option wurde ausgeführt.

    Die Übersicht als Screenshot finde ich gut, nur bin ich noch zu unerfahren sie vollständig zu verstehen!

    Kannst du mir sagen, welcher Kurs für die Ausführung der Option maßgeblich war? Waren es die 49,24 EUR?

    Am Freitag waren die Kurse ja recht volatil und am Ende ist die Unilever aktie über dem Strike geendet, daher die Frage nach dem maßgeblichen Kurs.

    Leider konnte ich auf der Übersichtsseite keinen Kommentar verfassen, daher hier.

    Viele Grüße Pary

    1. Hallo Pary,

      die Kommentarfunktion dieser Seite war noch nicht eingeschaltet, das habe ich jetzt nachgeholt und Deinen Kommentar hier hin verschoben.

      Für die Ausübung der Option sollte der Schlusskurs an der Euronext Amsterdam von 49,35 € maßgeblich gewesen sein. Für die Aktie wird im Depot allerdings ein letzter Kurs von 49,24 € angegeben, da es offenbar noch irgendwo diesen Umsatz gab. Im Ergebnis ist das jedoch egal, da beide Kurse unter dem Strike von 49,50 € lagen und die Option deshalb ausgeübt wurde.

      Für die 100 eingebuchten Unilever-Aktien musste ich 4.950 € bezahlen, habe aber noch die Optionsprämie von 36 € kassiert. Mein Einstandskurs sind damit 4.914 € bzw. 49,14 € je Aktie. Am Montag werde ich einen Call auf Unilever verkaufen, entweder wieder mit dem Strike 49,50 € oder mit 50,00 €. Das mache ich vom dann aktuellen Aktienkurs abhängig. Bei der Laufzeit schaue ich mir zuerst wieder eine kurzlaufende Option (bis 15.01.) an. Wenn die Optionsprämie in Ordnung ist, dann nehme ich die, ansonsten schaue ich bei den Februar-Optionen.

      Auf dem aktuellen Kursniveau ist Unilever nicht überbewertet und ich mache mir keine Sorgen, wenn ich die Aktie entweder länger halten muss (habe ja auch schon 100 Stück in meinem Dividendendepot) oder sie aber demnächst wieder gegen eine attraktive Optionsprämie ausgebucht wird.

      Viele Grüße Ben

      1. Vielen Dank für ausführliche Erklärung!

        Bei der Euronext Amsterdam habe ich den Schlusskurs auch gefunden. Wählst du aus wo gehandelt wird oder macht das Banx oder wer entscheidet das?

        Viele Grüße Pary

        1. Hallo Pary,

          die Option wird automatisch an der Börse Amsterdam gehandelt. Ansonsten kannst Du beim Aktienkauf oder -verkauf die Börse auswählen. In der Kursübersicht im Depot (davon ist der Screenshot) wird – soweit ich weiß – jeweils der Bid-Ask-Kurs und der letzte Umsatz des handelsstärksten Börsenplatzes angezeigt. Aber das hat eh nur informativen Charakter.

          Viele Grüße Ben

  2. guten abend ben und die alle anderen,

    ich habe mal eine frage. ich bin anfänger im bereich der optionen und habe ein aktiendepot mit 200 k. ich überlege nun, bei den doch recht hohen aktienkursen aktuell, alle aktien aus dem depot zu verkaufen und die gewinne zu realisieren. gleichzeitig möchte ich mit optionsscheinen auf die lauer legen und die aktien dann zu tieferen kursen wieder ins depot buchen lassen.

    beispiel: ich habe eine Münchner Rück für 200 Euro kaufkurs im Depot und könnte die Aktie aktuell für ca. 235 euro verkaufen. ich mache also 35 euro pro aktie gewinn. gleichzeitig suche ich mir einen short put raus mit beispielsweise strike zwischen 180 und 195 euro. Es ist jetzt sonntagabend, daher kann ich die optionsprämien nicht checken. angenommen ich nehm einen Strike von 195 euro, dann wäre das bei der aktuellen dividende ca. 5% bruttodividende.

    nun meine frage: ist das so machbar oder gibt es einen haken, den ich übersehen habe? klar weiss ich, dass ich dann 100 münchnerrück kaufen muss und das dann 19500 euro wären aber das kapital ist vorhanden und ich will die aktie ja auch ins depot haben um die dividenden zu kassieren. und falls ich die aktie nicht ins depot gebucht bekomme und somit keine dividende bekomme dann bekomm ich immerhin die optionsprämie.

    hab ich was übersehen? worauf ist zu achten?

    1. Hallo torsten,

      vom Ansatz her ist das interessant gedacht und nachvollziehbar. Ich gebe allerdings zu bedenken: Bei Deinem Beispiel (Verkauf der Münchener Rück-Aktien) fallen noch Steuern auf die 35 € Gewinn je Aktie an. Dein Nettogewinn ist ungefähr 9 € niedriger. Um einen Käufer für den Short-Put mit einem Strike deutlich unterhalb des aktuellen Kurses zu finden, musst Du eine längere Laufzeit wählen. Und viel Optionsprämie gibt’s da erst mal nicht. Für eine März-Option mit Strike 194 gibt es 1,94 €. Gehst Du in den Juni mit Strike 190 erhältst Du 5,05 € (jeweils je Aktie). Die Prämien musst Du aber auch noch versteuern. Und wenn Du über den Dividendentermin hinaus gehst (Juni-Option), dann erhältst Du keine Dividende der Münchener Rück.
      Außerdem kann es passieren, dass die Münchener Rück dauerhaft über 195 € notiert. Dann kriegst Du die Aktien nicht eingebucht und verpasst womöglich eine weitere Kurssteigerung.
      Aber am Ende des Tages ist es ein Rechenmodell und ein anderes Risikoprofil. Wenn Du Dich damit wohler fühlst, dann ist es für Dich sinnvoll. Sonst besser eine andere Strategie überlegen! Du könntest z.B. auch Calls auf Deinen Aktienbestand verkaufen. Damit sicherst Du Dir das Kursniveau in gewisser Weise ab und erhältst für die Haltezeit eine Prämie.

      Viele Grüße Ben

    2. “…gleichzeitig möchte ich mit optionsscheinen auf die lauer legen…”
      Ich gehe davon aus du meinst Optionen, welche nicht das selbe wie Optionsscheine sind. Auf der Theorie heraus würde ich auch von Optionsscheinen abraten (intrasparent, Emittentenrisiko). Also bitte nicht verwechseln 😉

  3. einerseits finde ich diesen Handel sehr interessant, anderseits hab ich auch große bedenken vor dieser Komplexität.
    Fängt bei dieser unübersichtlichen Software an, verwirrt mich immer noch was man denn da nu eigentlich genau anklicken muss, damit man das bekommt was man auch haben will. (Hier wäre vllt mal eine Schritt für Schrittanleitung/video hilfreich).

    Dann das große und komplizierte Thema Steuern, da muss man sich ja um alles selbst kümmern. Wie werden deine bisherigen Aktionen z.b. steuerlich behandelt ? Es wurde ja bisher nix einbehalten. Wo und was gibt man später in der Steuererklärung an? Denn dieses neue Finanzgesetz das seit diesem Jahr für den Optionshandel gilt, da blickt auch noch keiner durch.

    Wahrscheinlich das kleinste Problem, aber bei solchen Anbietern im Ausland ohne Einlagensicherung hab ich immer Bauchgrummeln, auch wenns ein alter großer Name in der Branche ist.

    1. Hallo Axel,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Zur Software gibt es schon viele gute Erklär-Videos, ich find die gar nicht so schwer zu bedienen. Im nächsten Teil der Optionsserie werde ich ja was zum Broker schreiben. Und dann auch zur Steuerbehandlung.
      Bei der von mir verfolgten Optionsstrategie bist Du von dem neuen Finanzgesetz überhaupt nicht betroffen. Die Summe der vereinnahmten Optionsprämien gebe ich in meiner Steuererklärung in einer Summe ein. Das ist wirklich nicht schwer. Und einen Steuerreport liefert der Broker inzwischen auch.
      Einlagensicherung besteht übrigens auch in Höhe von 20.000 €. Sonst hätte ich da ganz sicher kein Depot eröffnet.

      Viele Grüße Ben

  4. Hallo Ben,

    ich habe das “Prinzip” des Optinshandels verstanden, hardere aber mit der Umsetzung, d.h. der Auswahl des richtigen “Produkts”: Ich würde z.B. gerne BASF Aktien in einem Zeitkorridor von 8 Wochen kaufen zu einem Zielpreis von bsp. 60€ (Long Call). Welche Optionsprodukte sind den nun die richtige Auswahl?

    Ich würde mich freuen, wenn Du in Deinem Blog auch die Wertpapierkennnummern und ggf. auch Deine Auswahlkriterien benennen könntest.

    Vielen Dank, Phillip

  5. Hallo Ben,

    vielen Dank für die tollen Beiträge über den Optionshandel und den ‘Praxistest’; ich bin gespannt, wie es mit dem Depot weitergeht.
    Ich bin aktuell an dem Ansatz interessiert und werde mich daran probieren; wahrscheinlich werde ich mit Papiergeld beginnen (virtuelles Paperdepot von BANKX, danke für dein Angebot).

    Warum hat du dich für Unilever entschieden? Gab es gewisse Kriterien (Volatilität, steigende Dividende, Bewertungsniveau)?

    Wie gehst du mit steigenden Kursen um? Würden steigende Kurse nicht (a) deine Prämien aufzehren (Short-Put; wenn Aktie noch nicht im Depot) oder (b) die Aktien verteuern (Short-Call; wenn Option durch Käufer ausgeübt, und dann mit dem nächsten Short-Put teurer eingekauft)? Wie wählst du anhand der erwarteten Marktentwicklung den Strike-Preis? Ich denke, die Entscheidung würde anders ausfallen, wenn ich nun UNILEVER oder TERNA handel.

    Besten Dank nochmal!

    Viele Grüße

    Marc

    1. Hallo Marc,

      Danke für Deinen Kommentar! Ich nehme die Anregung gerne auf und werte noch etwas zur Motivation, warum ich Unilever als Basiswert genommen habe, einfügen. Steigende Kurse stören mich erst mal nicht, da ich mit der hier vorgestellten Strategie schon dann zufrieden bin, wenn ich eine attraktive positive Gesamtrendite erwirtschafte. Beim Short Put habe ich dann die Prämie vereinnahmt und suche mir – falls mir das Kursniveau dann zu hoch geworden ist – eben einen anderen Basiswert. Und beim Short-Call habe ich ja auch die Prämie vereinnahmt und nach der Ausübung im besten Fall noch einen Kursgewinn erzielt. Auch dann kann ich mir im Zweifel einen anderen Basiswert suchen. Reines Buy-and-hold ist bei der Optionsstrategie halt nicht möglich, da es durch den Call-Verkauf auch zu Ausbuchungen aus dem Depot kommen kann. Wichtig ist mir dabei, dass ich beim Verkauf des Calls mit der erzielten Prämie zufrieden bin. Sonst macht das alles natürlich keinen Sinn!

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,
        danke für die Antwort. Ich habe mich diese Woche sehr mit Optionen beschäftigt. Es gibt da eine sehr gute Quelle mit vielen Informationen zur Verwendung von Optionen für langfristige Investitionen. Mir gefällt der “Leverage Investing” Ansatz, mit den Prämien von Optionen die Kostenbasis der eigenen Dividendenaktien zu senken (Put-Optionen auf Qualitätsunternehmen; je nach Verlauf des Basiswerts die Option frühzeitig schließen oder am Ende “rollen”). Dies ist die Quelle mit viel Lesestoff https://www.great-option-trading-strategies.com von Brad Castro. Ich lobe sehr die leichte und amüsante Schreibweise mit detaillierten Ausführungen vielen Beispielen.

        Die Wahl von Unilever finde ich sehr gut. Ich warte noch ein wenig ab (Kriterium nach Brad Castro: RSI und MACD Indikatoren in den richtigen Werten) und werde dann auch einen Short-put setzen. Alles erst mal testen mit dem “Paper-Depot” von BANKX (Neulinge müssen nicht gleich das Depot eröffnen; bei der Anmeldung legt man Nutzerdaten fest und schließt die Depotöffnung nicht ab; man erhält so den Zugriff auf die Funktionalitäten per APP und PC). So kann ich die Strategie erst mal testen.

        Viele Grüße

        Marc

  6. Hallo Ben,

    eine kurze Frage: warum stehen für einige Aktien keine Optionen zur Verfügung? Dachte immer, dass man für jede Aktie Optionen handeln kann :D

    VG
    Frederic

    1. Hallo Frederic,

      ja, leider gibt es nicht für alle Aktien Optionen. Das hat vor allem mit der Marktkapitalisierung, dem Börsenumsatz und dem Free Float zu tun. Denn wenn die Aktie zu klein ist oder zu wenig Stücke verfügbar, dann ist ein Hedging der Optionen nicht möglich. Und ohne diese Möglichkeit begibt kein Emittent eine Option. Deshalb gibt es Optionen nur auf große, bekannte Aktien.

      Viele Grüße Ben

  7. servus, warum hast du bei dem baywa put nicht eine längere laufzeit genommen? die HV ist erst am 27.7. leider ist es jetzt 18.00 uhr und ich kann mir die optionsprämien nicht genau anschauen.
    meine idee: lange laufzeit bis kurz vor der HV damit ich möglichst viel prämie bekomme. evtl gibts dann die aktie und ich bekomm die dividende obendrauf. aber bei strike von 36,5 (wie in deinem fall) hast du auch nur 2,6 prozent div rendite.

    1. Hallo Torsten,

      die Hauptversammlung der BayWa ist in diesem Jahr schon am 11. Mai. Deshalb musste ich die April-Option wählen, um noch vor dem HV-Termin zu sein. Bin gespannt, ob es zur Ausübung kommt – seit heute ist der Aktienkurs über dem von mir gewählten Strike.

      Viele Grüße Ben

  8. wäre toll wenn du die ganz linke spalte (hell) etwas breiter ziehst, dann sieht man direkt in der übersicht, welche strikes und welche laufzeiten und ob call oder put du gewählt hast. danke im voraus

    1. Ja klar, da hatte ich zuletzt nicht beim Screenshot drauf geachtet. Habe den heutigen Depotstand noch mal neu hochgeladen – jetzt ist die Spalte breit genug. Und bei den nächsten Dokumentationen achte ich hoffentlich wieder direkt darauf!

      Viele Grüße Ben

  9. hi ben, ich muss leider feststellen, dass du deine underlyings zum teil sehr illiquide sind, was sich negativ auf die kosten/performance auswirkt. dws und tlx als beispiele. dennoch schau ich hier teilweise auf deine seite. weiter so und viele grüße

    1. Hallo,

      ja, das ist so. Da es mir aber fundamental auf “gute” Werte ankommt, nehme ich das in Kauf. Ich will nicht auf Teufel komm raus die höchsten Optionserträge erzielen. Dann müsste ich spekulativere Titel mit einer höheren implizierten Volatilität auswählen. Ich nehme aber lieber Werte, bei denen ich ruhig schlafen kann und die ich auch bereit bin, dauerhaft zu halten.

      Viele Grüße Ben

  10. sorry wenn ich hier schon wieder schreibe aber deine seite gefällt mir immer besser und ich finds auch super klasse dass du hier im optionsdepot stets aktualisierst. die verkaufte option auf pets ist natürlich schmankerl. du bekommst die aktie ja dann statt für 30 dollar für 26 dollar weil du 400 dollar prämie bekommen hast. ich bin optionsanfänger und freu mich immer wenn ich was lernen darf bzw einen besseren einblick in die welt der optionen bekomme

    1. In dem Screenshot, der ja aus der TWS ist, kannst Du es nicht direkt sehen. Der Kontostand erhöht sich halt, wenn die Dividende gezahlt ist. Es gibt aber noch die Kontoverwaltung, eine browserbasierte Anwendung. Dort kann ich mir alle Kontobewegungen anzeigen lassen und sehe dann auch die Details zu den gezahlten Dividenden. Ähnlich wie bei einem Kontoauszug.

  11. moin ben, darf ich fragen, wieviel dividende von TLX du bekommen hast? bei mir waren es 110, bei dir sind es 150 euro oder auch 110 euro?

  12. Korrigiere: Dividenden TLX 150,01 Euro Brutto – 39,57 Steuer = 110,44 euro überwiesen bekommen. Welche Steuer ist das denn und wie sieht es bei dir aus ben?

    1. Jetzt muss ich mal fragen, wo Du das schon sehen kannst? Ich finde nur den Kontoauszug mit allen Transaktionen bis gestern und da ist die Dividende noch nicht gutgeschrieben. Allerdings sehe ich jetzt einen neuen Kontostand. Und der ist komischerweise nur 110,44 € höher als gestern. Das passt exakt zu Deinen Zahlen. Und wenn ich 150 € Brutto-Dividende nehme und davon 25% Kapitalertragsteuer abziehe (37,50 €) und 5,5% Solidaritätszuschlag darauf (2,06 €), dann kommt exakt 110,44 € raus.
      Aber wieso zieht Interactive Brokers auf einmal die deutsche Steuer ab? Vielleicht kommt ja noch eine Korrektur? Ich warte erst mal ab.

      1. bin auch bei banx. daher ja meine frage an dich hier. ich habe es im statement gesehen, da wurde die div gestern gutgeschrieben. bin nur deinem tipp von gestern gefolgt und habe in der kontoverwaltung nachgesehen

      2. banx hat mir gerade geschrieben, dass das so seine richtigkeit hat: “Interactive Brokers behält je nach Wertpapier die jeweilige zu Grunde gelegte Quellensteuer ein. Sie meinen vielleicht die steuerliche Behandlung, wenn Sie z.B. Dividenden aus der USA erhalten. Dafür gibt es ja dann das hinterlegte 8 W-BEN Formular bzgl dem Doppelbesteuerungsabkommen. Dadurch wird zwar auch schon eine erste direkte Quellensteuer einbehalten, aber zu einem niedrigeren Steuersatz. Die Differenz muss der Kunde dann im jeweiligen Land (hier Deutschland) dann im Nachgang eigenständig mit der Steuererklärung verrechnen=versteuern.

  13. Hi Ben,

    erstmal vielen Dank für die ausführliche Dokumentation deiner Options-Trades. Habe vor wenigen Tagen auch ein Depot bei Banx eröffnet (danke für den Aktions-Code!) und da hilft die Transparenz deiner Seite für die ersten Aktionen wirklich sehr weiter.

    Eine Frage habe ich zum Zeitpunkt der möglichen Ausübung. Soweit ich auf der Seite von Banx lesen konnte, sind die gehandelten Optionen in der Regel amerikanisch, sie können also jederzeit während der Laufzeit ausgeübt werden.
    Demnach wäre beim Unterschreiten des gewählten Strikes eine Ausübung auch vor Laufzeitende möglich und die Gegenseite einer verkauften Put-Option könnte uns die Aktien sofort verkaufen, wir müssten annehmen, richtig?

    Ich frage, weil du aktuell sehr viele Put Optionen laufen hast, die grob überschlagen wohl nicht durch den Cashbetrag gedeckt wären und du z.B. bei einem starken Kursverlust bei Viatris sehr viele 100 Aktien eingebucht bekommst.

    Stimmt meine Annahme hier? Vielen Dank für eine kurze Info dazu, das hilft sicher sehr für die Risikoabschätzung im Depot weiter.

    Beste Grüße
    Christopher

    1. Hallo Christopher,

      das freut mich, dass Dir meine Seite etwas bringt. Vom Prinzip hast Du recht, es gibt aber ein Aber: Die vorzeitige Ausübung von Optionen ist sehr selten! Solange nämlich der Optionspreis auch noch eine Prämie für den Zeitwert und die Volatilität enthält, würde ein Halter der Option diese eher verkaufen als sie auszuüben. Durch die Ausübung würde er sonst viel Geld verlieren.
      Ich habe die Fälligkeiten meiner Optionen deshalb so gewählt, dass sie einigermaßen verteilt sind. Die 5 Put-Optionen auf Viatris werden jeweils in den nächsten 5 Wochen fällig. So würde mir genug Zeit bleiben, bei einem Crash der Aktie noch zu reagieren. Und die Bardeckung in EUR wird ja auch für USD-Optionen herangezogen. Und ich kann jederzeit einen Währungsumtausch vornehmen. Und zur Not wäre ich auch noch in der Lage, kurzfristig Geld von meinem Tagesgeldkonto zu überweisen und damit die Bardeckung zu erhöhen.

      Viele Grüße
      Ben

      1. Hallo Ben,

        super, vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. Dass Optionen während der Laufzeit aufgrund der Prämie eher verkauft als ausgeübt werden, ist absolut einleuchtend. Das wusste ich nicht und kann man nirgendwo nachlesen, daher super wertvoll diese Info aus der Praxis. Vielen Dank!

        Dann macht dein System auch absolut Sinn. Ich war mir in dem Punkt unsicher, inwiefern ein Verkauf von mehreren Put Optionen mit unterschiedlicher Laufzeit parallel im schlimmsten Fall bei einem größeren Crash gleichzeitig zu einem Einbuchen der Aktien führen könnte.
        Die Cashdeckung muss dann ja nicht zwingend von Anfang an und durchgehend vorhanden sein, eine Einbuchung vom Tagesgeld aufs Depot geht taggleich durch wie ich heute gesehen habe :-)

        Viele Grüße
        Christopher

        1. Hallo Ben,

          Gefühlt wird es allmählich unübersichtlich.

          Hast du eventuell ine Zusammenfassung mit Summe Prämien, Dividenden, Kursveränderungen und was sonst dazu gehört?

          Viele Grüße Pary

          1. Hallo Pary,

            Du hast recht. Beim Aufsetzen der Seite hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich so viel handeln würde. ;) Ich überdenke gerade, wie ich das übersichtlicher gestalten kann. Als erste Maßnahme habe ich jetzt zu Beginn eine Übersichtstabelle eingefügt.

            Viele Grüße Ben

  14. Hallo Ben,

    danke für die Übersicht am Start der Seite, zeigt den aktuellen Stand auf dem Weg zu 14% Rendite erstmal sehr gut!

    Zum Thema Laufzeiten habe ich noch eine Frage.

    Für deine Puts wählst du Laufzeiten zwischen ca. 2 – 6 Wochen, bei den Calls auch mal etwas länger (3 Monate). Gibt es dafür einen speziellen Grund oder sind das einfach Überlegungen zwischen Prämie und Risiko (kurze vs. lange Laufzeit)?

    Ganz konkret folgende Situation: ich habe z.B. auch Unilever Aktien im Depot, würde aber auch 100 weitere über eine Put Option – falls ausgeübt – in den Bestand nehmen. Den Strike hätte ich dann gerne etwas unter meinem aktuellen Einstandskurs bei 46/47 Euro gewählt. Psychologisch fühlt sich das besser an, auch wenn man das wohl gedanklich besser trennt…

    Wenn ich nun eine Put Option mit Strike bei 44 Euro oder auch 42 Euro suche, muss ich für eine gute Prämie mindestens in den September oder Dezember 2021 gehen.
    Spricht etwas gegen diese langen Laufzeiten beim Verkauf eines Puts? Abgesehen davon, dass der Kurs deutlich unter den Strike fallen könnte und man die ein oder andere Dividendenzahlung verpasst?
    Als Vorteil sehe ich, da Optionen wie du geschrieben hast ja selten vorzeitig ausgeübt werden, dass der Kapitalbedarf durch die längere Laufzeit weiter in der Zukunft liegt und eine gewisse Planbarkeit/Verteilung über das Jahr entsteht.

    Ich freue mich auf deine Einschätzung und wie du die Laufzeit deiner Optionen wählst.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Christopher

    1. Hallo Christopher,

      ich habe verschiedene Gedanken hinter den gewählten Laufzeiten. Wenn ich eine Aktie unbedingt haben möchte, dann wähle ich eine kurze Laufzeit. So jetzt z.B. gerade bei Atlantia oder Viatris. Da habe ich jeweils die nächste verfügbare Fälligkeit und einen Strike ganz nah am aktuellen Aktienkurs gewählt. Die erzielte Prämie war mir dann gar nicht so wichtig, ich wollte einfach nur “etwas” haben und die Aktie dann hoffentlich eingebucht bekommen.
      Bei anderen Konstellationen (Aktie würde ich gerne nehmen, muss sie aber nicht zwingend haben) wähle ich dann etwas längere Laufzeiten, um eine höhere Optionsprämie zu erhalten. Und manchmal sind meine Strikes auch bewusst niedriger gesetzt, so dass ich dann eine längere Laufzeit brauche, um eine “spürbare” Prämie zu erhalten.

      Bei den Calls habe ich die Laufzeiten bewusst an den Dividendenterminen orientiert. Die Talanx-Aktien will ich eigentlich im Bestand halten und der Call soll verfallen. Und deshalb musste ich mit einem Strike von 38 bis in den September gehen. Bei einer kürzeren Laufzeit (Mai oder Juni) hätte ich wegen des Dividendenabschlags so gut wie keine Prämie für den 38er-Strike erhalten.

      Gegen lange Laufzeiten bei einem Put spricht an sich nichts. Ich habe ja auch eine BayWa-Option zum September verkauft. Das ist ein Beispiel, bei dem ich gute 10% unter den aktuellen Aktienkurs gegangen bin und dann die Laufzeit länger wählen musste. Ähnlich wie Du das bei Unilever vorhast. Der Nachteil ist vor allem, dass Du in der Zeit keine anderen Optionen verkaufen kannst, da Deine Margin gebunden ist. Und halt auch keinen Call auf die eingebuchten Aktien.

      Aus steuerlichen Gründen kann es sinnvoll sein (so ist mein Plan), keine offenen Optionen über den Jahreswechsel zu haben. Einfach weil Du die vereinnahmten Optionsprämien schon mit dem Zeitpunkt des Verkaufs versteuern musst (also in diesem Jahr). Und wenn Du die Option zurückkaufen solltest, dann kannst Du den Aufwand dafür erst im nächsten Jahr geltend machen. Um das sauber voneinander trennen zu können, werde ich zum Jahresende keine offenen Optionen halten. Und deshalb würde ich bei einer Dezember-Put-Option auch gut überlegen, ob nicht eine kürzere Laufzeit besser ist. Es könnte ja sein, dass Du die Option bei Fälligkeit rollen willst. Und dann hättest Du wieder über den Jahreswechsel eine Option offen.
      Meine Put-Optionen werden deshalb voraussichtlich bei der November-Fälligkeit enden. Dann könnte ich im Notfall noch in die Dezember-Option rollen. Und ansonsten werde ich für den Dezember-Termin ausschließlich Calls verkaufen.

      Ich hoffe, diese Gedanken helfen Dir etwas. Ansonsten einfach ausprobieren! Mit Unilever kannst Du m.E. nicht viel falsch machen.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        vielen Dank für deine ausführliche Schilderung zur Laufzeit und welche Gedanken du dazu hast. Das hilft in jedem Fall sehr weiter.
        Dein letzter Satz trifft es beim Optionshandel richtig gut, einfach mal ausprobieren. Mit stabilen Aktien macht man da wohl nicht viel falsch und lernt dazu.

        Viele Grüße
        Christopher

  15. Hallo Ben, habe ich bei BANX richtig gelesen dass die Einzahlungen per SEPA-Überweisung auf ein deutsches Konto erfolgen? Bei Captrader müssen die Einzahlungen per SWIFT erfolgen, da entstehen ja immer sehr hohe Bankgebühren
    Grüße Thomas

    1. Hallo Thomas,

      ja, die Überweisungen erfolgen als SEPA-Überweisungen. Bei Einzahlungen geht die Überweisung an ein deutsches Konto bei JPMorgan in Frankfurt. Das funktioniert völlig problemlos. Meine Einzahlungen werden schon am gleichen Tag meinem Konto bei BANX gutgeschrieben. Auszahlungen kannst Du ebenfalls als SEPA-Überweisung tätigen. Das ist übrigens bei CapTrader genauso. Für einen kurzen Übergangszeitraum zum Jahreswechsel gab es wegen der Umstellung von Interactive Brokers von Großbritannien nach Irland wohl Probleme, so dass nur SWIFT-Überweisungen möglich waren. Die sind aber Geschichte. Was das angeht, gibt es zwischen BANX und CapTrader keinen Unterschied.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo, vielen Dank für deine Antwort. So kenne ich das auch von früher bei Hornblower-Fischer, daher hatte mich das bei Captrader irritiert, Ein Pluspunkt ist bei Banx noch die kostenlose Depotführung im Falle der Inaktivität, das kostet sonst ja eine Gebühr
        Grüße Thomas

  16. Hallo Ben,
    das ist ja ein wahnsinnig interessantes Thema, der Optionshandel, den du hier quasi live vorstellst.
    Wie läuft das denn eigentlich währungsseitig? Du hast dein Deposit ja in EUR, während einige deiner Basiswerte ja in Sterling oder etwa Dollar notieren, d.h. du hast deine Währungen nicht ex ante gedreht. Lässt sich der Broker das Exposure in Fremdwährung vergüten oder wird einfach zum Spotkurs abgerechnet, sollte die Option zur Ausübung kommen?

    Beste Grüße,
    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      freut mich, dass diese Dokumentation auf Dein Interesse trifft!

      Beim Verkauf der Optionen nehme ich ja erst mal die Fremdwährung ein. Da dient mein Euro-Guthaben lediglich als Sicherheit, ohne dass ich ein Exposure in Fremdwährung hätte. Wird dann eine Option ausgeübt, wird mir der entsprechende Fremdwährungsbetrag belastet. Ich habe dann die Wahl, ob ich das USD-Konto im Minus lasse und Zinsen darauf zahle. Oder ob ich EUR in USD tausche und damit den Negativsaldo ausgleiche.
      Konkret habe ich aktuell 872 USD Guthaben. Werden heute Nacht (so meine Erwartung) die Put-Optionen auf Apple und Viatris ausgeübt, benötige ich dafür 14.600 USD. Also sollte mein Kontostand am Montag bei -13.728 USD liegen. Ich beabsichtige, dann Call-Optionen auf die beiden eingebuchten Aktienpositionen zu verkaufen und dafür wieder einige USD Prämie einzunehmen. Den dann vorhandenen Saldo (vermutlich rund 13.500 USD) werde ich dann durch den Währungsumtausch von EUR ausgleichen. Zinsen will ich nämlich nicht über einen längeren Zeitraum zahlen.

      Viele Grüße
      Ben

      1. Besten Dank, das leuchtet ein. Habe heute ein Depot bei BANX eröffnet, inkl. Divantis-Code, versteht sich, fair enough :-)

  17. Kann man eigentlich US-Aktien, die man an einer deutschen Börse gekauft hat, per Depotübertrag zu BANX transferieren und dann Covered Short Calls schreiben? Oder mussten die US-Aktien vorher an US-Börsen erworben sein?

    1. Hallo Thomas,

      in der Theorie geht das wohl. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Aktien dann automatisch ausgebucht werden, wenn der Covered Short Call ausgeführt wird. Vermutlich müsstest Du noch gegen Gebühr die Verwahrstätte ändern lassen. Außerdem werden keine Einstandskurse mit übertragen.
      Am Besten fragst Du mal beim Support von BANX nach, was die dazu meinen. Ich mache es jedenfalls nicht, da ich lieber eine saubere Abrechnung in meinem deutschen Depot habe und dann neu im BANX-Depot anfange.
      Theoretisch kannst Du aber natürlich auf virtuell Covered Shot Calls verkaufen. Im BANX Depot brauchst Du dann eine entsprechende Margin und es wirkt dort wie ein naked Short Call. Tatsächlich verkaufst Du dann bei Ausübung die Aktien aus Deinem deutschen Depot, überträgst das Guthaben zu BANX und kaufst dann die Aktien im BANX-Depot zurück. Zeitlich gesehen hast Du da aber ein gewisses Leck und damit Risiko. Aber machbar ist es.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe es geklärt, die Aktien müssen in USD vorliegen.. also ist ein Depotübertrag nicht möglich. Dafür hat die Kontoeröffnung super geklappt. Die Freischaltung ging auch ratzfatz. Der Support ist sehr gut. Ich habe vor 20 Jahren schon mal über Interactive brokers gehandelt, mit der gewaltigen TWS Software. Das ist immer so aufgeblasen. Der Web Trader dagegen gefällt mir sehr gut, das ist für mich völlig ausreichend. Bis jetzt macht alles einen super Eindruck.
        Viele Grüße Thomas

  18. Hallo Ben, habe gesehen das du EUR in USD in der TWS getauscht hast. Hatte ich auch so gemacht, nur hatte ich das Routingziel von “IDEALPRO” auf “FXCONV” umgestellt um keinen FX-Trade gebucht zu bekommen. Habe bei mir keine EUR.USD short Position drin, sondern nur ganz normal das USD Guthaben.

    Gruß und mach weeiter so!
    Simon

Kommentar verfassen