Atlantia: mutiges Investment oder Zockerei?

Die schrecklichen Bilder vom Einsturz der Autobahnbrücke in Genua bestimmen die Zeitungen in Italien und Deutschland. Es ist der Horror für jeden Autofahrer: auf einmal bricht die Straße weg und man fällt in die Tiefe. Die Zahl der Todesopfer klettert leider immer noch weiter, es werden wohl über 40 sein. Der Einsturz der Brücke hat auch zum Einsturz des Aktienkurses von Atlantia geführt.

Atlantia ist der Eigentümer der „Autostrade per l’Italia“, die 3.000 Kilometer Autobahnen in Italien betreibt. So auch den Streckenabschnitt der A 10 mit der eingestürzten Brücke in Genua.

Ich habe Atlantia seit einigen Jahren in meinem Dividendendepot und von attraktiven Dividenden und Kurssteigerungen profitiert. Mit 500 Aktien erreichte die Position vor dem Einsturz einen Depotanteil von 4,0% und wies rund 12.850 € Volumen auf (Kurs vor dem Unglück: 25,70 €).

Mit dem Kurssturz um rund 8 € pro Aktie habe ich ziemlich genau 4.000 € Buchverluste erlitten. Da stellt sich logischerweise die Frage: Reißlinie ziehen, nachkaufen oder weiter zuschauen? „Atlantia: mutiges Investment oder Zockerei?“ weiterlesen

Dividendenerhöhung um 52,6% lässt mich schwach werden

Diese Aktie zu kaufen, war bisher der absolute Glücksfall. Vor einem Jahr habe ich sie zunächst mit einer Einstiegsposition ins Depot genommen und auf eine jährliche Dividendenerhöhung gehofft. Und ab dann der Kursentwicklung zugeschaut. Es ging bergauf und bergauf.

Zum Jahreswechsel hatte ich mir dann in meiner Strategie für 2018 vorgenommen, diese Aktie nachzukaufen. Der Kurs ging natürlich (na was wohl?) bergauf. Mittlerweile steht ein Kursplus von rund 50% innerhalb nur eines Jahres in meinen Büchern.

Und es fiel mir extrem schwer, den Nachkauf zu tätigen. Irgendwann würde die Aktie bestimmt mal fallen, dachte ich. Und wartete.

Bis letzten Freitag. Da überraschte die Aktie mich mit der Meldung einer Dividendenerhöhung. Und es war keine übliche Dividendenerhöhung, sondern eine Erhöhung der Dividende um sage und schreibe 52,6%!

Als aufmerksamer Leser des Divantis-Blogs wirst du bestimmt schon eine Idee haben, welche Aktie ich meine. Jedenfalls habe ich mich am Freitag entschlossen, nun endlich nachzukaufen. „Dividendenerhöhung um 52,6% lässt mich schwach werden“ weiterlesen

Erhöhung des Investments in einen langweiligen Infrastrukturwert

Ich stehe ja bekanntlich auf Infrastrukturwerte. Dahinter stehen Geschäftsmodelle, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktioniert. Sie sind lebensnotwendig und im Normalfall stehen auch noch Monopole dahinter.

Unabdingbar für eine funktionierende Infrastruktur sind Transportwege und ihre Steuerung. Dieser Sektor stellt in meinem Dividendendepot die zweitgrößte Branche dar und umfasst Atlantia, MTR, Sydney Airport, ENAV und die Transurban Group. Damit decke ich über die Welt verteilt Mautstraßen, U-Bahnen, Flughäfen und Flugüberwachung ab. Meine Branchenverteilung und weitere Kennzahlen zum Depot findet Ihr in der Risikoübersicht.

Einen dieser Werte habe ich nun aufgestockt. Weil ich von der Aufstellung vollkommen überzeugt bin und der Aktienkurs sich gerade im Sommerloch befindet. Langfristig wird mir dieser Titel weiter sehr viel Freude machen.

Aufgestockt habe ich „Erhöhung des Investments in einen langweiligen Infrastrukturwert“ weiterlesen

Hilfe, ich bin zum Daytrader mutiert!

Es muss am schwülen Sommerwetter liegen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Mit mir sind die Gäule durchgegangen…

Mir hat es in den Fingern gekribbelt und ich konnte nicht widerstehen.

FANG ist das Zauberwort. Facebook, Amazon, Netflix und Google. Alle vier Produkte nutze ich eifrig, keine dieser Aktien befindet sich in meinem Dividendendepot. Das Zauberwort könnte auch FAANG sein, dann wäre Apple noch dabei. Nutze ich genauso, habe ich aber auch nicht im Depot.

Und – da muss man nicht drumrumreden – in diesen Aktien spielte in den letzten Jahre die Musik. Sie sind für einen Großteil der Performance des S&P500 verantwortlich. Und natürlich stelle ich mir immer wieder die Frage, warum ich eigentlich nicht in sie investiert habe. Wobei ich zumindest Facebook, Netflix und Apple schon mal hatte. Ist aber leider viel zu lange her. Und ich habe sie viel zu früh verkauft.

Nach Börsenschluss in den USA hat nun Netflix enttäuschende Zuwachsraten berichtet. Der Kurs ging nachbörslich 12% runter. Und was habe ich am Morgen gemacht? „Hilfe, ich bin zum Daytrader mutiert!“ weiterlesen

Der erste Kauf seit zwei Monaten fürs Dividendendepot

Zwei Monate nichts gekauft, das gab es auch noch nicht seit ich im Divantis-Blog schreibe. Der letzte Kauf war der Kauf der BayWa-Aktien am 3. Mai 2018. Aber irgendwie war mir die Börse seitdem zu unsicher. Meine positive Grundstimmung der vorherigen Zeit ist in eine Stimmung des Beobachtens und sich-Gedanken-machens umgeschwenkt.

Warum dann jetzt doch ein Kauf? Seit Monaten warte ich ja schon auf die große Sonderdividende von Dr Pepper Snapple und diese Woche kommt sie nun endlich. Laut Ankündigung soll sie am 10.07.2018 gezahlt werden. Und das bedeutet, dass ich bereits jetzt einen Kauf mit den sicheren neuen Mitteln tätigen kann.

Gesagt, getan. Aufgrund der üblichen Abrechnungsmethode „Handelstag+2 Bankarbeitstage=Wertstellung“ konnte ich schon am vergangenen Freitag, 06.07.2018, einen Kauf tätigen, der mit gleicher Wertstellung wie die Dr Pepper Dividende abgerechnet wird.

Ich habe mich entschieden, die Ausschüttung mit zwei Teilkäufen zu reinvestieren. Für den ersten Kauf habe ich ein Unternehmen gewählt, das bereits in meinem Dividendendepot vertreten ist. „Der erste Kauf seit zwei Monaten fürs Dividendendepot“ weiterlesen

Neu im Dividendendepot: die Agrarbranche

Aufmerksame Leser der Zusammenfassung des Aprils werden damit gerechnet haben. Denn dort hatte ich bereits beschrieben, welche Aktie ich für einen Kauf im Mai in den Blick genommen habe.

Und jetzt ist es auch schon passiert! Ich habe einen neuen Titel und damit auch eine neue Branche im Dividendendepot. Es ist die BayWa Aktie, die ich schon seit bestimmt 5-6 Jahren in meiner Watchlist führe, die es aber nie ganz nach Oben geschafft hat!

Jetzt bin ich froh, die Aktie endlich in mein Depot gelegt zu haben. Die Agrarbranche ist eine Branche, die bisher noch nicht bei mir vertreten war.

Warum die BayWa gerade jetzt in meinen Fokus gerät: „Neu im Dividendendepot: die Agrarbranche“ weiterlesen

Schon wieder ein Kursrutsch – der 4. Kauf in diesem Monat…

Es gibt Situationen, da muss man mutig sein und kaufen. „Buy on bad news“ ist dann das Motto!

Dass dies aber bei meinen langfristig ausgewählten Werten gleich 4 Mal in einem Monat vorkommt, ist ungewöhnlich. Nach der Deutsche Beteiligungs AG (hier nachlesen!), IBM (hier nachlesen!) und Clorox (hier nachlesen!) und erwischte es nun ein weiteres Schwergewicht.

Und wieder konnte ich nicht widerstehen. Meine Planung für den April ist damit völlig über den Haufen geworfen worden. Ich habe viel zu viel investiert. Wie gut, dass es einen Wertpapierkredit für kurzfristige Liquiditätsengpässe gibt…

Wer die Börse täglich mitverfolgt, weiß ohnehin schon, von welchem Schwergewicht ich spreche: Es ist 3M. Hier habe ich das Unternehmen ausführlich vorgestellt.

Grund für den Kursrückgang waren „Schon wieder ein Kursrutsch – der 4. Kauf in diesem Monat…“ weiterlesen

„Unbeabsichtigter“ Nachkauf von Clorox

Ich habe lange überlegt, ob ich in der Überschrift von einem „Anfängerfehler“ oder einem „unbeabsichtigten Nachkauf“ sprechen soll…

Denn beides trifft es ein bißchen und doch nicht so ganz. Was ist passiert?

Clorox (hier ausführlich vorgestellt!) stand auf meiner Nachkaufliste und ich hatte letzte Woche mehrfach mit „Abstauberlimits“ versucht, einen günstigen Kaufkurs zu erwischen. Die Limits hatte ich immer mit Tagesgültigkeit eingegeben und etwas unterhalb des jeweils aktuellen Bid-Kurses. Bin aber nicht zum Zuge gekommen.

Letzten Freitag (der 13.!) hatte ich mich bei der Ordereingabe dann verzwickt und die Ordergültigkeit auf „Ultimo“ gesetzt. Ich habe es gemerkt, aber gedacht: „Die Order kannst Du ja dann am Wochenende in Ruhe stornieren, wenn sie heute nicht ausgeführt wird.“

Am Wochenende hatte ich dann Besseres zu tun und die Order natürlich vergessen. Mittwoch Abend dann der Nachkauf von IBM, womit Clorox vorerst von meiner Nachkaufliste mangels Liquidität verschwunden war.

Was dann passierte, ist einfach ärgerlich… „„Unbeabsichtigter“ Nachkauf von Clorox“ weiterlesen

Kurssturz bei IBM konsequent zum Nachkauf genutzt

Ein Tagesminus von mehr als 7% kommt bei einem Riesen wie IBM nicht alle Tage vor.

Auslöser des Kurssturzes waren die jüngsten Quartalszahlen, die von der Börse gar nicht gut angenommen wurden. Dabei wurden zum zweiten Mal in Folge steigende Umsätze ausgewiesen. Die operative Gewinnmarge war jedoch rückläufig.

Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde „nur“ bestätigt und damit die Erwartungen nicht übertroffen.

Ich fand die Zahlen nicht so schlecht, wenn auch nicht berauschend. Immerhin wuchs das für die Zukunft wichtige Cloudgeschäft um 22%.

IBM hatte ich seit meinem Erstkauf im letzten Jahr auf meine Watchlist gesetzt, um nach der Einstiegsposition nachzulegen. Eines der klaren Ziele meiner Anlagestrategie für 2018 lautete: IBM nachkaufen! „Kurssturz bei IBM konsequent zum Nachkauf genutzt“ weiterlesen

Nach Kursrückgang: Deutsche Beteiligungs AG nachgekauft

Mit einer katastrophal klingenden Ad-Hoc-Meldung sorgte die Deutsche Beteiligungs AG (hier ausführlich vorgestellt!) vor wenigen Tagen nachbörslich für einen wahren Kursrutsch.

Ich habe die Meldung leider erst nach Handelsschluss gelesen, so dass ich nicht mehr von den Schnäppchenkursen profitieren konnte. Mit etwas Abstand habe ich mich nun entschieden, auf dem aktuellen Kursniveau nachzukaufen – auch wenn es nicht mehr der niedrigste Kurs ist.

In der Ad-Hoc-Meldung hieß es, dass zum Quartalsende ein Bewertungs- und Abgangsergebnis aus dem Portfolio ausgewiesen werde, das „erheblich unter dem des entsprechenden Vorjahresquartals liegen wird.“ Bei genauerer Betrachtung ist das aber keine Überraschung und war so auch schon längst kommuniziert. Das Beteiligungsgeschäft ist eben nicht exakt planbar. Gibt es keine Verkäufe von Beteiligungen oder sinken die Marktwerte für die gehaltenen Beteiligungen aufgrund eines allgemeinen Marktrückgangs, dann fällt das Ergebnis der Deutsche Beteiligungs AG niedriger aus. Davon nicht betroffen, sind die Managementgebühren für die Fonds, die die Deutsche Beteiligungs AG vereinnahmt.

Bisher hatte ich 100 Aktien der Deutsche Beteiligungs AG im Depot. Nachgekauft habe ich heute „Nach Kursrückgang: Deutsche Beteiligungs AG nachgekauft“ weiterlesen