Diese Aktie könnte zum Gewinner 2024 werden

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Es wäre ein bißchen zu einfach, wenn alle Verlierer des letzten Börsenjahres nun zu den Gewinnern des neuen Jahres würden. So simpel ist dann Börse doch nicht, auch wenn es am ersten Handelstag 2024 genau danach aussah.

Da verloren auf einmal die Magnificient 7, die großen Tech-Werte, allesamt einige Prozentpunkte. Nun, in der zweiten Handelswoche hat sich die Entwicklung aber schon wieder normalisiert.

Was allerdings geblieben ist, ist der positive Jahresstart des größten Konsumtitels in meinem Depot. Seine Kursschwäche hatte ich im letzten Jahr für den ersten Nachkauf nach mehr als 7 Jahren genutzt.

Nun erhalte ich erstmals Dividende für die gesamte neue Position und freue mich – zumindest für den Augenblick – über die positive Entwicklung.

Vor allem bin ich aber zuversichtlich, dass 2024 ein insgesamt deutlich positives Jahr für die Aktie werden könnte. Denn es ist nicht nur ein gewisser Nachholbedarf erkennbar – es stehen auch große Ereignisse an.

Welche das sind, was mich positiv stimmt und wie ich mich jetzt selbst aufstelle, erfährst Du in diesem Beitrag.

Seit August 2016 hatte ich die Aktie von PepsiCo unverändert mit 120 Stück in meinem Dividendendepot, erstmals gekauft habe ich sie im Mai 2014. Im Oktober 2023 habe ich dann nachgekauft. Vor allem durch die positive Kursentwicklung, aber auch durch den Nachkauf, ist PepsiCo zu meinem sechstgrößten Depotwert geworden. Und gleichzeitig mein größter Konsumwert. Hier habe ich die Aktie ausführlich vorgestellt.

Der Kurschart verlief bis Mai 2023 nahezu lehrbuchmäßig von links Unten nach rechts Oben. Dann folgte eine Konsolidierung und nun lässt sich ein erneuter – noch zaghafter – Anstieg erkennen:

PepsiCo im 10-Jahres-Chart (in US$)
PepsiCo im 10-Jahres-Chart (in US$)

Dividendenzahlung

PepsiCo zahlt erneut eine Quartalsdividende von 1,265 US$ je Aktie. Ich habe nun erstmals 125 Aktien dividendenberechtigt in meinem Depot. Für sie ergibt das eine Brutto-Dividende von 158,125 US$. Sie wurde von flatex zum Kurs von 1,0921 in Euro umgerechnet – das entspricht dem offiziellen EZB-Referenzkurs am Zahltag. Damit verbleibt nach Abzug der Steuern eine Netto-Dividende von 107,80 €. Die Dividende wurde mit Wertstellung 05.01.2024 überwiesen.

Dividendengutschrift PepsiCo im Januar 2024

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann zahlt PepsiCo eine Jahresdividende von 5,06 US$. Bei einem Aktienkurs von 169 US$ ergibt das eine Dividendenrendite von 3,0%. Da PepsiCo als Dividendenaristokrat seine Dividende jährlich erhöht, dürfte bei einem heutigen Kauf die tatsächliche Jahresdividende höher liegen. Bleibt es beim bisherigen Turnus, dann wird die Quartalsdividende mit der Juni-Zahlung wieder höher sein.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist durch meinen kürzlichen Nachkauf etwas zurückgegangen. Denn diese 5 Aktien konnten noch an keiner Dividendenerhöhung teilhaben. Mein Einstand für meine Gesamtposition liegt bei 9.938,84 €. Nehme ich die Quartalsdividende und rechne sie mit dem gleichen Wechselkurs modellhaft auf eine Jahresdividende hoch, dann erhalte ich einen Brutto-Betrag von 579,16 €. Das ergibt ein YoC von 5,8%.

Divantis als Podcast

In der ersten Folge meines neuen Podcast habe ich über die Goldenen Regeln für Dividendenerträge gesprochen. Die PepsiCo-Aktie ist genau ein solches Beispiel, das ich dort meinte. Durch die hohen Wachstumswerte – sowohl im Cash Flow als auch in der Dividende – habe ich nach nun fast 10 Jahren Investment eine wirklich attraktive Rendite auf meinen Einstand erreicht. Ich freue mich, wenn Du den Podcast abonnierst und Dir auch gerne diese oder die anderen Folgen anhörst. Du kannst den Podcast auf allen bekannten Plattformen abonnieren:

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Perspektiven

Das US-Börsenmagazin Barron’s stellt jährlich im Dezember die 10 Aktien vor, die es für die aussichtsreichsten Titel des kommenden Jahres hält. Und liegt damit oftmals gar nicht so schlecht. Der Korb von 10 Aktien hat z.B. im letzten Jahr eine Performance von 31% gegenüber 24,5% des S&P 500 erreicht.

Und deshalb schauten viele Anleger gespannt auf die neue Aktienauswahl für 2024. Aus meinem Dividendendepot hat es genau ein Titel in die Auswahl geschafft: PepsiCo!

Die Begründung dafür ist vor allem mit der schwachen Performance des letzten Jahres erklärt. 2023 verlor PepsiCo (gerechnet in US-Dollar) 7% an Kurswert – in einem sehr starken allgemeinen Börsenumfeld. Und das trotz 13% eigenen Gewinnwachstums. Das führte dazu, dass die Aktie mit einem erwarteten Gewinnmultiple von 20,6 nun unterhalb ihres 5-Jahres-Durchschnitts notiert. Barron’s sieht zudem kurzfristig keinen wirklichen Einfluss der Abnehmspritze auf das Konsumverhalten der Amerikaner und traut PepsiCo deshalb eine überdurchschnittliche Entwicklung in 2024 zu.

Dieser Erwartung schließe ich mich gerne an, habe dafür aber noch einen ganz anderen Grund: 2024 ist das Jahr der Großereignisse des Sports. Die olympischen Spiele finden in Paris statt und die Fußball-Europameisterschaft ist zu Gast in Deutschland.

Und diese beiden Events werden den Konsum von Softdrinks und Snacks ankurbeln. Zwar ist besonders Coca-Cola dort stark im Sponsoring vertreten. Aber die Bekanntheit einer Marke heißt ja noch nicht, dass sie auch ausschließlich getrunken wird. Und deshalb bin ich mir sicher, dass Werbung für Coca-Cola auch Pepsi-Trinker animiert, zur Pepsi zu greifen. Ganz abgesehen von den Snacks, bei denen Coca-Cola kein Angebot hat.

Lay’s, die PepsiCo-Chipsmarke, ist weltweiter Sponsor der UEFA Champions League und des UEFA-Frauenfußballs.

Aber natürlich kauft sich kein Fan vor einem TV-Abend nur die Marken der offiziellen Sponsoren. Der Konsum steigt deshalb auch für PepsiCo. Und vor allem steigen die Erwartungen der Börse an ein Wachstum. Und das wiederum ist die Basis für einen Anstieg des Aktienkurses.

PepsiCo wird am 9. Februar seine Jahresergebnisse für 2023 berichten. Und dann auch seine Prognose für 2024 konkretisieren.

Bei den zuletzt berichteten Zahlen zum 3. Quartal 2023 gab es eine erste Prognose für 2024. Sie sieht ein Wachstum am oberen Ende der Langfristziele vor. Diese Langfristziele sehen ein organisches Umsatzwachstum von 4-6% vor und ein Wachstum im Gewinn je Aktie im hohen einstelligen Bereich.

Übersetzt erwartet PepsiCo bisher also rund 6% Umsatzwachstum und 8-9% Gewinnwachstum in 2024. „Bisher“ ist dabei das wichtigste Wort. Denn traditionell hebt PepsiCo die erste Prognose im Verlauf der weiteren Quartalsberichte auch noch an – teilweise mehrfach.

Aus meiner Sicht ist das tatsächlich eine gute Basis für einen positiven Aktienkursverlauf 2024.

Dass PepsiCo zurückhaltend prognostiziert zeigte sich zuletzt eben auch bei den Zahlen zum 3. Quartal. Erwartet wurde ein Gewinn je Aktie von 2,18 US$ gegenüber 1,97 US$ im Vorjahresquartal. „Geliefert“ wurde sogar ein Gewinn von 2,25 US$.

Für das Gesamtjahr 2023 wurde die Prognose schon angehoben. Statt der vorher erwarteten 7,00 US$ sollen es nun 7,54 US$ je Aktie werden. Lassen wir uns überraschen, wie viel es tatsächlich geworden sind. Weniger sollten es jedoch nicht sein!

Und bei diesem Gewinn je Aktie und einem Aktienkurs von 169 US$ liegen wir aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,4. Steigt der Gewinn – wie die erste Prognose ausweist – 2024 auf 8,18 US$ je Aktie, dann sinkt das KGV auf 20,6. Und das ist dann der im historischen Durchschnitt niedrige Wert, von dem Barron’s spricht.

Trotzdem sollte man aus meiner Sicht vorsichtig sein und die Bewertung jetzt nicht als Schnäppchen sehen. Denn wie war denn die Welt in den vergangenen fünf Jahren? Es war eine Phase ohne wirkliche Zinsen. Und da wurden für einen Dividendenaristokraten wie PepsiCo eben auch höhere Multiples bezahlt. Weil die „sichere“ Dividende ins Verhältnis zu den sicheren Zinsen einer US-Staatsanleihe gesetzt wurde und attraktiv erschien.

In der heutigen Zeit, in der es wieder reichlich Zinsen gibt und die US-Staatsanleihen immer noch bei rund 4% rentieren, ist ein 20er KGV eben nicht günstig. Bei PepsiCo bin ich allerdings auch der Meinung, dass es nicht teuer ist.

Nicht günstig und nicht teuer, bedeutet dann für mich „aktuell fair bewertet“. Das kann sich allerdings schon am 9. Februar ändern, wenn PepsiCo dann schon seine Prognose erhöhen sollte. Denn damit sinkt dann die Bewertung automatisch.

YouTube-Kanal Divantis

Ich bin hochmotiviert in das Jahr 2024 gestartet und will mein Engagement für Divantis weiter ausbauen. Neben dem Podcast sollen dazu auch Videos gehören. Das erste Video ist gerade in der Produktion und wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Natürlich werde ich darüber auch hier berichten, Du verpasst nichts. Wenn Du es aber auf keinen Fall verpassen möchtest und den Aufbau des YouTube-Kanals auch etwas supporten willst, dann abonniere gerne jetzt schon den Kanal – durch einen Klick gelangst Du direkt dort hin.

Ich selbst bin angesichts des Konsumklimas und der anstehenden Großereignisse zuversichtlich, dass PepsiCo auch in 2024 wieder zweistellig im Gewinn wachsen wird. Die bisherige Prognose ist da zu konservativ. Und aus dieser Überzeugung heraus glaube ich auch, dass es ein gutes Aktienjahr 2024 für PepsiCo werden wird.

Denn Zinssenkungen stehen ja auch auf der Tagesordnung. Vielleicht nicht ganz so viele wie von Analysten prophezeit. Aber die Schere zwischen der Dividendenrendite und dem Staatsanleihen-Zins wird kleiner werden.

Ich selbst werde PepsiCo in diesem Jahr nur dann nachkaufen, wenn es noch einmal zu – aus meiner Sicht – ungerechtfertigten Kursrückschlägen kommen sollte. Läuft alles wie erwartet, dann sollte die Aktie aber eher aufwärts tendieren. Und dann werde ich mit den 125 Aktien im Depot ins Jahr gestartet sein und es auch so beenden.

Insgesamt gehört PepsiCo zu den Investments, über die ich mir keine negativen Gedanken mache, die ihre Performance langfristig abliefern und die ich dauerhaft in meinem Dividendendepot halten werde. Mit einem Depotanteil von 4,1% bin ich ausreichend investiert. Und bei einem überdurchschnittlichen Kursanstieg in diesem Jahr sollte der Anteil auch von selbst noch etwas wachsen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:PepsiCo
ISIN:US7134481081
Im Divantis-Depot seit:02.05.2014
Letzter Nachkauf am:03.10.2023
Stückzahl im Divantis-Depot:125
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:79,51 €
Gesamtkaufpreis:9.938,84 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:2.844,23 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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19 Gedanken zu „Diese Aktie könnte zum Gewinner 2024 werden“

  1. Wow Ben, what a timing!
    Gestern stieg ich tatsächlich bei PEP ein, das erste Mal seit langer Zeit.
    Mich hat schon des längeren gewurmt, dass PepsiCo (PEP) das bessere Dividendenwachstum als Coca-Cola (KO) hat und wesentlich diversifizierter in Produkten aufgestellt ist. Andererseits ist KO halt ein Getränke-Pure-Player und verfügt über eine der stärksten Marken der Welt.
    Ich habe dann nochmal die Zahlen miteinander verglichen (inkl. ROI, Eigenkapital, FCF, Current Ratio etc.). Fazit: Es spricht nichts gegen aber auch nichts wesentlich für einen der beiden im Vergleich. Nach Marktkapital sind beide quasi ein Duopol, schon der dritte ist weit abgeschlagen (Monster Beverage mit 61 Mrd), auch wenn Firmen wie Monster Beverage stark im Kommen sind, zugegeben.
    Da mich PEP also schon seit längerem kitzelt und ich 2023 einen schönen Rücksetzer gesehen habe, bin ich gestern mit 15 Stück eingestiegen. Mit einer Position von vielleicht 30 bin ich dann erstmal zufrieden, ergänzt zu einer Position von 80 bei KO.
    Ein Einstandskurs von unter 80 EUR wie bei Ben ist natürlich etwas, wo Anleger wie ich, die seit 2021 ernsthaft börsianern, nicht mithalten kann. Da kann ich dann nur voller Ehrfurcht aufschauen…;-) (aber auch ich habe meine stillen Erfolgserlebnisse, Einstand Broadcom unter 500 EUR, MunichRe unter 230 EUR, da schaut man immer gerne wieder auf die tiefgrünen Zahlen…;-)
    Herzliche Grüße von Matthias

    1. Matthias von Mitzlaff: „schon der Dritte (Monster) ist weit abgeschlagen“
      Hier sollte man erwähnen, dass Coke an Monster mit 19% beteiligt ist.
      Monster hat nun in den USA auch alkoholhaltige Drinks an den Start gebracht.

      Im Gegenzug hat sich Pepsi mit 550 Mio. $ eine 8% Beteiligung an Celsius gesichert und stellt sein Vertriebsnetz dem Partner zur Verfügung. In den USA ist Celsius (Markenschwerpunkt sind „gesunde“ Energydrinks) mit starkem Wachstum bereits Nr 3 hinter Red Bull und Monster. Dass PEP sich nun daran beteiligt finde ich großartig. Profitieren tun daran beide. PEP bekommt für jede verkaufte DOSE Celsius ein Provision und übernimmt dafür die Belieferung der Verkaufsstellen. Celsius bekommt voraussichtlich im nächsten Jahr ein Wachstum der Verkaufsstellen von 40% und kann auf der Kostenseite profitieren. Für mich als PEP und CELH Aktionär ein perfect Match.

  2. Lieber Ben

    Danke für den Artikel. Und Hut ab für deine Ausdauer hier.

    Wie man in vergangenen Kommentaren gemerkt hat, fremdel ich mit Pepsi immer etwas. Zum einen steht auf der Haben-Seite die sehr starke Marke und auch ein kontinuierliches Umsatzwachstum. Anderseits entwickelt sich der FCF nur bedingt gut, zumindest in den letzten Jahren. Und dazu eine Frage: Weißt du warum der bilanzierte Gewinn pro Aktie zwar wächst, aber der FCF pro Aktie eher stagniert (oder die letzten Jahre sogar unter dem Niveau von 2014-2016 lag)? Und das trotz fortgesetzten Aktienrückkäufen? Beim FCF liegt das Verhältnis zum Preis nämlich unangenehm hoch (>30).

    Und eine andere Frage: Welche IZF gibt dir denn Portfolio Perfomance für Pepsi an?

    BTW: Zuletzt der Artikel über das Wahljahr war mal interessant. Ein übergeordnetes Thema. :-) Da würde ich mich freuen, wenn es da immer mal was gäbe. Hätte auch Vorschläge:

    Bewertung von Unternehmen (KGV, DCF, …). Wie machst du das?
    Kinderdepot bzw. Wertpapiersparen für Kinder.
    Evtl. mal Überblick über ganze Sektoren.

    Danke und viele Grüße,
    Chrischaan

  3. Hallo zusammen,

    und etwas off-topic aber ich weiß nicht mehr genau wo wir die damalige Diskussion hatten. Ich habe jetzt beim Smartbroker+ auch die Pepsi Dividende verbucht bekommen. Aber ohne Berücksichtung meines Freistellungsantrag. Den habe ich direkt am 02.01. gestellt und scheint bisher nicht verarbeitet zu sein. Ich war bisher relativ verständisvoll ggü. der Umstellung dort, aber so langsam nervt es. Depotüberträge funktionieren auch nicht und ich warte noch auf die Buchung einer japanischen Dividende. Anrufen ja auch zwecklos…
    Ich hatte ja dankenswerterweise mit dem Link von Ben ein neues Depot bei der Consorsbank eröffnet. Ich weiß nicht ob das Standard dort ist, aber die Legitimation musste bei einer Postfiliale erfolgen. Kann aber auch daran liegen, dass es bei mir ein Gemeinschaftsdepot mit meiner Frau ist. Wir sind jetzt erst zum 02.01. zur Legitimation gegangen, da wir vor Weihnachten dafür nicht zur Post wollten. Ich habe heute Post von der Consorsbank bekommen, aber nicht mit meinen Aufnahmedaten, sondern einem allgemeinen Schreiben. Ich habe dort angerufen und gefragt wie lange die Eröffnung wohl noch dauert. Der Bearbeitungsstand von Neuanträgen ist im Moment wohl bei Anfang Dezember. Wahnsinn….
    Ich bin auch bei den Depots auf Risikostreuung bedacht, aber der Smartbroker wird sicherlich bald rausgehen zugunsten eines anderen.
    Das nur mal so am Rande für alle Mitlesenden, die vielleicht vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

    1. Hi Ludovico,

      ich bin ebenfalls Leidensgenosse beim Smartbroker+. Hatte Ende Novemeber (30.11.) Depotüberträge beauftragt. Einmal von S+ zur ING über den von der ING angebotenen digitalen Depotübertragsassistenten und einmal von S+ zu Trade Republic mittels ausgefülltem Papierantrag. Bisher habe ich weder eine Antwort bekommen, noch hat sich eine Aktie von einem ins andere Depot bewegt. Ich habe bereits mehrere Emails geschrieben und die Anträge dort auch noch mal hinterlegt aber bisher blieb S+ eine Antwort schuldig..
      Sehr schade das der gute Service vom Smartbroker durch die neu Formierung in S+ komplett zu vergessen ist.

    2. Mitte Oktober Übertrag eingereicht (aber nicht auf Baader, sondern „weg“); unzählige Mails an SB blieben unbeantwortet, dann DAB angemailt, anfänglich lediglich eine nicht qualifzierte Standard-Antwort, dann nichts wieder. Nach härterer Gangart gegen DAB (Details erspare ich mir – ich möchte derlei delikates Vorgehen Bens Blog ersparen) habe ich nun eine Email mit Bezugnahme auf meinen Vorgang erhalten – das ist gerade das höchste der Gefühle – der Antrag auf Übertrag ist bald drei Monate her! Jetzt könnte man sich auf die Seite von SB stellen und sich so positionieren, dass das ohne ihr Zutun von DAB als depotführende Stelle zu verantworten ist. Aber das kann es ja nicht sein, dass Du bei einem Broker ohne eigenen Bankbetrieb durch das Arbitrage-Rost durchrasselst. Ich weiß wirklich nicht, was mich geritten hatte, zu einem „günstigen Broker“ zu gehen, da ich das Engineering von ein paar Ordergebühren eigentlich eher als Hobby denn als sinnvollen Beitrag für das Vermögensmanagement sehe (im Fall eines B+H Privatanlegers). Wenn ich es denn noch erlebe, kehre ich reudig in den Schoß meiner Hausbank zurück und bin danach auskuriert. Ich empfehle jedem, seine Vermögensgegenstände als strategisches Asset zu sehen, bei denen man weitergehende Überlegungen anstellt als die Höhe einmaliger Ordergebühren. Dir weiterhin auch Good luck!

      1. ja Tobs, du hast mein Mitgefühl!
        Deshalb habe ich einen Großteil meines Depots von onvista und scalable nach DKB gezogen. Alles Aktien, die ich lange halten möchte.
        Über scalable kaufe ich neu oder nach und ziehe dann immer wieder mal um, z.B. ETF-Anteile des Fidelity Quality Dividend.
        Das Zusammenziehen an einem Ort hat bei vielen Dividendenausschüttungen auch den Vorteil, dass alles an einem Platz bleibt und man von dort fokussiert ausgeben oder reinvestieren kann.
        Ein klarer Malus bei der DKB sind die Kosten von 10 EUR für Einmalkäufe und immerhin noch 1,5 EUR für ETF-Sparpläne. Deshalb dort auch nur Aktien und ETFs, die ich plane sehr lange zu halten.
        Aber wie heißt es so schön?
        „Ich machte einen Plan… und Gott lachte….“ ;-)

        1. Danke, Matthias. Ich versuche cool zu bleiben. Meine Wertpapiere sind nicht weg, ich könnte sie jederzeit handeln. Das muss man jetzt aussitzen und ich mich in Resilienz üben (zugegebenermaßen: Schwierige Übung :-) ).

          DKB: Das ist ja mal zumindest eine Tochter einer großen Bank. Verstaubt und solide finde ich bei Geschäftspartnern sowieso eher besser im Bereich Finance. Wegen 10 Euro/Trade: Verstehe ich natürlich Deinen Ärger, und genau wegen dieser Ärgerei darüber ging ich seinerzeit zu einem günstigen Broker. Natürlich läuft da bei regelmäßigen Orders einiges in die P&L rein, was man eigentlich gar nicht so richtig einsehen mag. Aber, mit kühlen Kopf gedacht: Wenn ich mit meiner Bank, die Broker und depotführende Stelle zugleich ist, zu der ich vielleicht auch anderweitig Geschäftsbeziehungen pflege, mit deren Services (Auswahl Handelsplätze, unverzügliche Valutierung Dividenden) usw. zufrieden bin, werde ich mich nicht mehr wegen ein paar hundert Euro Ordergebühren ärgern (das habe ich jedenfalls so nun für mich beschlossen :-) ). Manchmal versteift man sich auf nicht die richtigen Themen. Ich spare nicht mehr an Sicherheitsausstattung um günstig Auto zu fahren. :-)

          1. Ich weiß das ist zwar eine Weile her und hoffe das kommt nicht so schnell wieder … aber wahrend des schnellen crashes in 2020 um den März rum war die DKB Broker App ne Weile – sogar Tage – nicht verfügbar und es ging orders per Telefon.
            Wer weiß ob sich das irgendwann wiederholt oder nochmal n Thema ist.
            Für mich war es damals gut weitere Broker die funktionierten am Start zu haben um schnell handeln/kaufen zu können….
            Seitdem hab ich bei der DKB nur noch ausgewählte Titel die ich so gut wie nie wieder verkaufen will.
            Trades und co – egal ob sinnvoll oder nicht – laufen nichtmehr darüber.

        2. Matthias,

          irgendwie stößt Du bei mir einen „Antworte“-Button an. ;)

          Ja es gibt Broker, die für 1 € handeln, teilweise gar nchts verlangen. Ist genial, wenn mann Ordergrößen von 500 € hat.
          Die 10€ (bisher bis 25.000 € – rein nach Erinnerungsvermögen), sind billiger als 4,95 € plus 0,25% des Ordervolumens, was viele anderen Banken anbieten. Allerdings nur dann billiger, wenn das Volumen ca. 2000€ übersteigt, mal davon abgesehen, dass viele Banken ein Mindestprovision von 9,95€ veranschlagen.
          Seit 1.1. sind die 10€ für 5000€ Ordervolumen. Das Volumen habe ich nur einmal überschritten. Sehe ich jedenfalls als fair an. Gut es ist kein neoBroker.
          Die 1,5% auf einen ETF-Sparplan, tun eher weh. Aber ich habe keinen Sparplan. ;)

          „Mache einen Plan, er besteht bis Du vor dem Feinde stehst“ sinngemäß nach Sun-Tzu.

          By the way: Die 36 Strategeme sind im Leben sehr hilfreich.

    3. Guten Morgen Lodovico,

      das sind ja wahnsinnige Bearbeitungszeiten bei der Consorsbank. Im September war ich am Freitag mittag bei der Post wegen der Identifikation und am Dienstag war die Post im Briefkasten und das Depot freigeschaltet.
      Die Bedienung ist aber sehr einfach und du kannst ganz einfach Geld zwischen Verrechnungs- und Tagesgeldkonto hin und her schieben.
      Bei Smartbroker ist jetzt bei mir endlich Schluss, am Montag war plötzlich die Gutschrift der November-Dividenden auf dem Girokonto der ING. Gestern kam dann noch per Post ein Brief vom Smartbroker, in dem die Schließung von Konto und Depot bestätigt wurde. Eine Abrechnung der Dividenden habe ich jetzt zwar nicht. Nach dem „Marathon“ des Depotübertrags von Mitte September bis gestern ist mir das auch egal.
      Gruß und ein schönes Wochenende
      Sebastian I

      1. Sebastian !

        Das hin u herschieben von geld zwischen tagesgeld u verrechnungskonto geht bei consors zwar sehr schnell u bequem, hat aber den nachteil, dass dir dieses geld auf dem tagesgeldkonto fast keine zinsen bringt. Die 3% zinsen auf dem TG konto bekommst du nur, wenn das geld VON EINER ANDEREN BANK direkt auf dein TG Konto ueberwiesen wird. Auch dividendeneingaenge auf dem TG Konto
        bringen da (fast) keine Zinsen

        Gruss

  4. Drohung BaFin und auxh erste Schritte hab ich schon gehört sollten helfen bei solchen Luschen die ihren Service Gedanken nicht nahe kommen.

    Mit meinen 10 Pepsi hab ich ne recht kleine Position und bin auch schon immer mal wieder am überlegen aufzustocken. Bisher gab es leider zu viele attraktive Alternativen und zu wenig Geld für alle Investments.

    Irgendwie kann ich mich nicht durch ringen überall n sparplan laufen zu lassen wie Star das immer beschreibt. Ich kaufe lieber einmal n paar und dann is gut. Fühlt sich irgendwie stimmiger an.
    Vor allem kann die DKB soweit ich das noch im Kopf hab nur aud DAX Aktien n sparplan kaufen lassen. Auch toller Service hierbei.
    Coke hab ich keine. Meine Partnerin will die nicht und dann iss das auch die einzige Aktie bei der ich das für sie eingehe da es ja auch die Alternative Pepsi gibt. Monster hab ich seit n paar Monaten auch im Bestand und ich denke damit sollte für die Zukunft auch gut was dabei sein.

    1. Danke für den Hinweis, lieber Thomas!
      LINDE: Das ist übrigens genau die Positionsgröße in meinem Depot (20 Stück ;-).
      So eine Aktie der Rubrik „Dividendenhöhe eher bescheiden / Dividendenwachstum gut bis sehr gut / Geschäftsentwicklung klasse / Kursentwicklung super“. Ich stehe schon mit knapp 100 EUR über Einstand. Auch Air Products soll ein gutes Unternehmen sein.
      Ich kann grundsätzlich empfehlen, in diesem Sektor einen Player am Start zu haben (Gase / Flüssigkeiten / Energie), das wird IMMER benötigt werden (natürlich nicht so sexy wie NVIDIA ;-).
      Ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende!
      Aus Berlin, Matthias

      1. @ Matthias, ja, das reizvolle bei den technischen oder Industrie-Gasen ist aus Investorensicht, das hier ein unersetzbar notwendiger Markt mit dem dazugehörigen Angebot durch wenige überschaubare Globalplayer dominiert wird wie in ein kaum einer anderen Branche. Man kennt sich gut…
        Man braucht sich nur die Kurse von Linde, Air Products, Air Liquide und Nippon Sanso
        anzusehen, um das zu verstehen. Bin selbst neben Linde noch bei Air Products dabei, aber den meisten „Fahrtwind“ macht zur Zeit Nippon Sanso. Japan sowieso allgemein und falls irgendwann der Yen mal aufwertet, dann steigt sowieso alles japanische ggü dem € extra noch.
        Die spannende Frage ist nur, ob das passiert. Wenn man sich den ganz langen Chart ansieht, dann sind wir an einer interessanten Stelle mit Tendenz zur Aufwertung Yen.
        Bin in Japan absolut unterinvestiert und der nächste Einstieg müßte wahrscheinlich Nippon Sanso sein.

        1. tatsächlich, lieber Thomas, habe ich noch in 2023 stark an Japan gezweifelt.
          Um nach einiger Reflexion doch in Nintendo und Fanuc investiert zu bleiben, letztere habe ich ausgebaut.
          Daikin Industries war ich schon mal drin, auch Shimano oder Itochu sind interessant.
          In den Neunzigern und Nullern haben wir noch voller Ehrfurcht nach Japan geblickt: Andon – Kaizen – Kanban – TQM – etc. Dann wurde es still um dieses Land. Ich hoffe, der Aufwärtstrend hält sich.

  5. Hab mal gerade wieder anlässlich der Q-Zahlen diesen Artikel wieder gelesen. Ich habe Pepsi erst seit Mitte 2023 im Portfolio. Bis jetzt sieht es so aus, als ob es eine gute Entscheidung war.

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