Auch Deutschland kann Wachstum mit Software in der Cloud

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33% Total Return in einem Jahr können sich sehen lassen. Vor allem, wenn es sich um ein Schwergewicht im Depot handelt und einen der größten deutschen Konzerne.

Kein Wunder, dass ich mit der Aktie sehr zufrieden bin. Doch in diesem Jahr sieht es bisher nicht gut aus, es hat sich schon ein zweistelliges Minus gebildet. Verschwinden also die schönen Buchgewinne wieder? Sollte ich vielleicht sogar über einen Verkauf nachdenken?

Warum ich daran keinen Gedanken verschwende, sondern mich erst mal über die Rekorddividende freue, erfährst Du in diesem Beitrag.

Die sehr gute Performance im letzten Jahr legte das DAX-Schwergewicht Siemens hin. Den Konzern habe ich hier vorgestellt. Die Kursentwicklung der letzten 10 Jahre zeigt eine steile Aufwärtsbewegung nach langjähriger Stagnation:

Siemens 10-Jahres-Chart
10-Jahres-Chart der Siemens-Aktie

Dividendenzahlung

Siemens zahlt in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 4,00 €. Gegenüber dem letzten Jahr (3,50 €) ist das eine Erhöhung um 14,3%. Für die 120 Siemens-Aktien in meinem Dividendendepot ergibt sich eine Brutto-Dividende von 480 €. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 353,40 €. Sie wurde vom S-Broker mit Wertstellung 15.02.2022 überwiesen.

Dividendengutschrift Siemens im Februar 2022
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Mit dem S-Broker habe ich ein weiteres Depot in meinem Portfolio, diesmal aus der Sparkassen-Finanzgruppe. Dort schätze ich besonders die verlässlichen Dividendenabrechnungen, die bisher immer extrem pünktlich kamen.

Derzeit bietet der S-Broker wieder eine Neukundenaktion an. Wenn Du hier Dein Depot eröffnest, dann nimmst Du automatisch daran teil.

Perspektiven

Vor einem Jahr hatte Siemens noch die Dividende von 3,90 € auf 3,50 € gekürzt dies den Aktionären aufgrund des Spin-Offs von Siemens Energy als konstante Dividende verkauft. Nun hatte das Rumgeeiere ein Ende und die Dividende von 4,00 € ist tatsächlich die bisher höchste gezahlte Dividende pro Aktie der Unternehmensgeschichte.

Und das passt dann auch zum Rekordjahr, das Siemens nach dem Wechsel des Vorstandsvorsitzenden hingelegt hat. Ein Umsatzplus von 11,5% und ein neuer Rekord beim Free Cashflow sprechen für sich.

Siemens bezeichnet sich selbst mittlerweile als „fokussiertes Technologieunternehmen“ und hat durch die diversen Spin-Offs in den vergangenen Jahren einen Status erreicht, der mit dem früheren Industriekonzern nicht mehr vergleichbar ist.

Mittlerweile ist mit Siemens selbst sowie Siemens Healthineers und Siemens Energy dreimal der Name Siemens im DAX vertreten. Und mit Infineon gehört sogar ein weiterer früherer Unternehmensteil dazu.

Siemens selbst bleibt trotz der Abspaltungen ein Schwergewicht. Im letzten Geschäftsjahr erreichte der Umsatz 62,3 Mrd. €. Der Gewinn nach Steuern stieg um 59% auf 6,7 Mrd. € und der Free Cashflow wuchs auf 8,2 Mrd. € an.

Wachstumstreiber sind inzwischen die Bereiche Digitale Industrie und Smarte Infrastruktur mit hohen Margen und starken Auftragseingängen. Das Kerngeschäft von Siemens ist nun auf digitale Produkte für Industriekunden und öffentliche Auftraggeber ausgerichtet.

Siemens setzt dabei einen Schwerpunkt auf Software für Industriekunden. Und stellt dort auch – wie in der gesamten Branche – auf Software-as-a-Service (SaaS) um. Statt eine Lizenz zu kaufen, nutzen viele Kunden die Programme über die Cloud und zahlen eine Abonnement-Gebühr. Mittlerweile erzielt Siemens so 2,9 Mrd. € als jährlich wiederkehrenden Umsatz (+10%). Dieser Faktor ist z.B. bei SAP die entscheidende Kennzahl, auf die die Börse schaut. Siemens entwickelt sich offenbar in eine ähnliche Richtung. 

Die Neuausrichtung von Siemens hat im letzten Jahr zu einem deutlichen Schub im Aktienkurs geführt. Aber genauso leidet die Aktie aktuell auch unter der Neubewertung der Technologietitel.

Und genau da sehe ich eine Chance, noch einmal zu günstigen Kursen in einen Qualitätstitel einzusteigen. Das Kursniveau ist wieder auf einem Niveau wie im März 2021 und vielleicht ergibt sich ja auch noch mal die Chance, sogar noch tiefer zuzugreifen.

Ich beobachte die Aktie jedenfalls intensiv und sehe sehr gute Perspektiven für die Zukunft. Bei Aktienkursen um 120 € legt man sich einen hochprofitablen Technologiewert ins Depot und wird damit mittelfristig viel Freude haben.

Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass ich bei der Dividendenzahlung im nächsten Jahr schon mehr als die bisher 120 Siemens-Aktien im Depot haben werde. Es müssen ja nicht immer Microsoft, Cisco oder Texas Instruments sein, wenn ich an Technologie denke. Auch hierzulande gibt es mit Siemens einen spannenden Titel!

Auf einen Blick:

Unternehmen:Siemens AG
ISIN:DE0007236101
Im Divantis-Depot seit:21.01.2014
Letzter Nachkauf am:16.03.2017
Stückzahl im Divantis-Depot:120
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:95,65 €
Gesamtkaufpreis:11.477,90 €
steuerlicher Anschaffungswert:7.542,88 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:3.160,68 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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Ein Gedanke zu „Auch Deutschland kann Wachstum mit Software in der Cloud“

  1. Insbesondere die Ausgliederung von Siemens Energy war der richtige Schritt.
    Die Prognose bei Siemens für 2022 sieht auch ganz gut aus.
    Viele Grüße
    Klaus

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