Auf zu neuen Rekorden im Juni 2021 – geht es so weiter?

Kalenderblatt 2021-07
4.9
(37)

Und schon wieder ist ein Halbjahr zu Ende. Die großen Börsenindizes haben allesamt neue Rekordstände erzielt und in meinem Depot sieht es genauso aus.

Ich habe im Juni die Marke einer halben Million Euro mit meinen verschiedenen Wertpapierdepots überschritten. Das steht zwar nur auf dem Papier und wird mit Sicherheit auch mal wieder unterschritten, aber erfreulich ist es schon. Schließlich zeigt es, dass die langfristige Geldanlage hält, was sie verspricht.

Und alle Divantis-Leser der ersten Stunde erinnern sich bestimmt daran, dass ich den Blog mit “gerade einmal” (was ich immer noch viel viel finde!) gut 200.000 € im Dividendendepot gestartet habe.

Im Juni habe ich in alle meine Depots neue Aktien hinzugekauft. Welche das waren und wie sich meine Geldanlagen im Detail entwickelt haben, erfährst Du in diesem Beitrag.

In meiner Anlagestrategie für das Jahr 2021 hatte ich mit einem Plus an den Aktienmärkten von 15-20% in diesem Jahr gerechnet. Nun ist das erste Halbjahr geschafft und der DAX liegt z.B. schon an der unteren Grenze des erwarteten Zuwachses für das Gesamtjahr. Bedeutet das nun Stagnation für die nächsten Monate? Nun ja, bis zum oberen Ende ist ja noch etwas Luft!

Aber der Reihe nach, schauen wir uns erst mal den Juni an:

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Für den schnellen Überblick hilft die folgende Tabelle:

Depotwert 30.6.21Monatsperformance
Dividendendepot445.071 €+2,1%
(davon) Kursdepot8.130 €-2,3%
Optionsdepot53.805 €+3,7%
Anti-Depot6.840 €+6,8%
Summe:505.716 €+2,0% (+9.820 €)

Damit habe ich nun erstmals die Marke von einer halben Million Euro in Wertpapieren geknackt. Meine addierten Depotwerte sind im ersten Halbjahr um insgesamt 47.019 € gestiegen. Auf dem Papier ein schöner Vermögenszuwachs.

Aktienkäufe

Im Juni habe ich für mein Dividendendepot einen Aktienkauf getätigt und insgesamt 759,50 € investiert:

10 Aktien BB Biotech AG für 759,50 €

Den Kaufankündigung und die tragenden Gründe dafür hatte ich im letzten Monatsbericht aufgeführt. BB Biotech werde ich aber selbstverständlich noch ausführlich in einem separaten Beitrag vorstellen.

Aktienverkäufe

Im Juni habe ich keine Verkäufe im Dividendendepot getätigt.

Dividendenerträge

Im Juni erhielt ich insgesamt 680,66 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Vorjahres-Juni ist das ein Minus von 35,2%. Der Vergleich ist aber verzerrt, da letztes Jahr durch Corona viele Hauptversammlungen später stattfanden und die Dividendenzahlungen ebenfalls auf sich warten ließen. Auf Jahressicht (das ist aussagekräftiger) liegen meine Dividendenerträge im ersten Halbjahr 8,5% höher als im ersten Halbjahr 2020.

Ich erhielt im Juni die folgenden Dividenden:

Johnson & Johnson: 97,32 €

Unilever: 31,56 €

IBM: 25,12 €

Microsoft: 34,11 €

3M: 69,46 €

Civitas Social Housing: 21,80 €

McDonald’s: 12,07 €

Kellogg: 18,11 €

TERNA: 226,65 €

BlackRock: 64,39 €

PepsiCo: 80,07 €

P2P-Kredite

Im Juni erzielte ich Erträge aus P2P-Krediten in Höhe von 15,47 €. Meine Erfahrungen der ersten zwei Jahre P2P-Kredite habe ich hier dargestellt. Meine größte Plattform ist weiterhin Estateguru. Dahinter folgen Mintos und viainvest. Mein Bestand in P2P-Krediten beträgt derzeit 2.084 €. Verteilt auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:

PlattformZins durchschnittlichInvestitionaktueller Standinvestierte P2P-Krediteeröffnet
Mintos9,88%45 €465 €1008/2018
Estateguru11,53%700 €971 €1609/2018
viainvest11,75%220 €404 €4111/2018
PeerBerry11,02%0 €159 €1411/2018

Eine Übersicht zu den einzelnen Plattformen und meine Intentionen zum P2P-Investment findest Du hier. Im Juni habe ich 130 € aus P2P-Krediten abgezogen und in Crowdinvesting investiert.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich im letzten Jahr ausführlich berichtet. Im Juni habe ich weitere 400 € in mein Portfolio investiert, das nun insgesamt 4.200 € groß ist.

Damit bin ich nun mit 500 € bei Bergfürst * und 700 € bei Engel & Völkers Digital Invest * investiert. Meine größte Position bleibt ecoligo.investments, die auf 3.000 € Investment (verteilt auf 10 Beteiligungen) angewachsen ist.

Bei Engel & Völkers Digital Invest * habe ich im Juni je 100 € in die Projekte “Logistikpark Villaverde II” und “Wohnen am Glasmacher-Viertel” investiert. Sie waren jeweils schon nach einigen Minuten ausverkauft. Neue Projekte werden immer erst am Vortag für den Projektstart um 12.00 Uhr angekündigt.

Bei ecoligo.investments habe ich 200 € in das neue Projekt “Nam Dinh Forest III” investiert. Bei einer Laufzeit von 2,5 Jahren wird eine Solaranlage in Vietnam mit einem Zins von 5,5% p.a. finanziert.

ecoligo.investments Beteiligungsportfolio Stand Ende Juni 2021
Anzeige
Das Erstinvestment bei ecoligo.investments ist finanziell besonders attraktiv. Wenn Du Dich über diesen Link * registrierst, erhältst Du einen einmaligen Willkommensbonus in Höhe von 1,00 % bezogen auf den Betrag Deines Erstinvestments. Wenn Du bei der Registrierung dann noch den Bonuscode NEU25 eingibst, erhältst Du zusätzlich einen Neukunden-Bonus in Höhe von 25 €. Und neben einer attraktiven Rendite verbesserst Du auch Deinen CO2-Fußabdruck. Denn mit den Solarprojekten unterstützt Du automatisch eine klimafreundlichere Energieerzeugung! Und die Rendite ist durch die beiden Boni besonders attraktiv!

Im Juni erhielt ich insgesamt 5,74 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio.

Depotperformance

Mit dem erreichten Stand meines Dividendendepots bin ich sehr zufrieden. Per Ende Juni liegt er nun bei 445.071 €. Darin enthalten ist ein Cash-Bestand von 682 €. Im Monatsverlauf steht für mein Dividendendepot ein Plus von 2,1%.

Das Kursdepot war schwächer und lag bei -2,3%.

Top-Werte waren MSCI Inc. (+18,9%), Welltower (+14,5%) und Siemens Healthineers (+12,5%).

Schwächste Werte waren BayWa (-9,0%), Taylor Wimpey (-7,8%) und Paul Hartmann (-4,8%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Juni bei 2,4%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot teste ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach einem Raketenstart mit einem zweistelligen Plus in der ersten Januar-Woche hat sich das Anti-Depot im ersten Quartal sehr gut entwickelt (+51,1%). Das zweite Quartal ist hingegen von Rückgängen geprägt, vor allem durch den Bitcoin-Crash. Der Juni war hingegen mit +6,8% wieder besser. Die Performance seit Jahresanfang beträgt weiterhin beachtliche +26,5%.

Im Juni habe ich den ETP auf Kupfer (WisdomTree Copper) verkauft, nachdem China angekündigt hat, preisregulierend in den Markt einzugreifen. Außerdem habe ich bei Dropbox 20 meiner ursprünglich 30 Aktien verkauft. Die Gewinne aus diesen beiden Verkäufen betragen nach Steuern 181,05 €. Und der Einstandspreis der verbliebenen 10 Dropbox-Aktien liegt bei 179,98 €. Ich habe sie damit “gratis” im Anti-Depot und kann sie nun ohne jegliche Emotion dort liegen lassen. Mal sehen was sich noch daraus entwickelt.

Von den Verkaufserlösen habe ich 6 Aktien von BioNTech ins Anti-Depot gekauft. Das deutsche Biotech-Unternehmen überzeugt mich mit seiner mRNA-Technologie, die bereits um Corona-Impfstoff führte. Und für die Zukunft ist noch einiges im Bereich der Krebs-Bekämpfung zu erwarten. Mein Kaufzeitpunkt war – das war pures Glück im Timing – wenige Stunden vor dem Desaster bei CureVac, deren Kurs sich nach der Meldung zum wenig wirksamen Corona-Impfstoff halbierte. Und seitdem hat die BioNTech-Aktie wieder kontinuierlich zugelegt.

Alle Verkäufe und Käufe waren komplett gebührenfrei.

Hier der Screenshot meines Anti-Depots bei justTRADE, auf der rechten Seite siehst Du die Kontobewegungen mit den genauen Transaktionsdaten:

Anti-Depot Stand 30.06.2021

Die Volatilität des Anti-Depots lag mit 10,7% erneut deutlich über meinem Dividendendepot.

Anzeige
justTRADE ist der erste deutsche Online-Broker, bei dem Wertpapiere und Kryptowerte aus einem Depot heraus gehandelt werden können. Bei justTRADE handeln Kunden über 500.000 Wertpapiere (Aktien, ETFs, ETCs und strukturierte Produkte) für 0,-€ Orderprovision, sowie Kryptowerte (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash, EOS, Stellar und Chainlink) günstig für einen Minimumspread von 0,30% anteilig für Kauf/Verkauf. Es gibt keine versteckten Kosten, keine Fremdkosten oder Handelsplatzentgelte und auch keine Depotgebühren. Die Depoteröffnung (inkl. Legitimation) kann in nur wenigen Minuten voll digital und bequem von zuhause durchgeführt werden. Damit bietet justTRADE mit die schnellste Depoteröffnung in Deutschland. Alle Infos zur Depoteröffnung findest Du hier.

Optionsdepot

Mit dem Optionsdepot verfolge ich eine risikoarme Optionsstrategie, die ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben habe. Insgesamt habe ich im ersten Halbjahr 50.000 € Cash auf das Depotkonto eingezahlt.

Damit habe ich ein kleines Nebenportfolio aufgebaut, das nun durch Optionsverkäufe (Puts und Calls) durchaus mehr Bewegung als das Dividendendepot hat.

Im Juni verließen 100 Aktien von Unilever das Optionsdepot und je 100 Aktien von AT&T und von Viatris kamen neu hinzu. Mit Unilever erzielte ich Erträge im ersten Halbjahr von 305,36 € brutto (50 € Kursgewinn, 170 € Optionsprämien, 85,36 € Dividenden) bei einem Einsatz von 4.950 €.

Im Juni erzielte ich durch verkaufte Optionen, Dividenden und realisierte Kursgewinne Einnahmen im Optionsdepot von 410,08 € und 510,00 US$ brutto. Die Performance seit Jahresanfang liegt nun bei ordentlichen 12,7%.

Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erhielt ich auch im Juni eine Mieteinnahme von 863,91 € (inkl. Nebenkosten). Das Hausgeld beträgt 246,00 €. Meine Nettomieteinnahme liegt also bei 617,91 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 277,12 €. Ich erzielte somit einen Überschuss von 340,76 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Juni bei 268.356,99 €.

Dividendenveränderungen

Im Juni wurden bei meinen Depottiteln die folgenden Dividendenkürzungen und -erhöhungen verkündet:

Clorox: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,11 US$ auf 1,16 US$ (+4,5%)

Pennon Group: Ankündigung einer Sonderdividende von 3,55 GBP und eines Reverse Stock-Splits (3:2)

Jahresziele 2021

Für das Jahr 2021 habe ich mir verschiedene Ziele gesetzt, über deren Erreichung ich jeweils monatlich berichte:

StatusTendenz
Netto-Dividendenerträge von 10.000 €7.565 €positiv
Depot wächst auf mindestens 62 Titel61positiv
Optionsstrategie mit 14% p.a. Performance+12,7%positiv
Transaktionsgebühren unter 100 € p.a.92,52 €negativ

Durch die angekündigte Sonderdividende der Pennon Group werde ich das Jahresziel der Dividendenerträge nun definitiv erreichen. Auch die anderen Ziele sehen gut aus, wobei ich eventuell die Transaktionsgebühren reißen werde.

Ausblick auf Juli 2021 und das zweite Halbjahr

Wie schon geschrieben, bin ich für den Rest des Jahres weiterhin optimistisch eingestellt. Denn meine grundsätzlichen Annahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Pandemie haben sich nicht verändert.

Das heißt nicht, dass es nicht auch Rückschläge geben kann. Denn die Börsenentwicklung ist ja keine gerade Linie. Üblicherweise werden wir das schon im Juli deutlich zu spüren bekommen:

Die ersten beiden Juli-Wochen sind statistisch gesehen die beiden stärksten Wochen des Börsenjahres. Es folgen dann aber die beiden schwächsten Wochen des Jahres. Jedenfalls dann, wenn man 2020 ausklammert (Sondersituation nach dem Corona-Crash) und an Saisonalität glaubt.

Mir persönlich ist das relativ egal. Mir ist nicht die Entwicklung einzelner Wochen oder Monate wichtig, sondern der langfristige Trend. Aber solche Saisonalitäten helfen, die Börse besser zu verstehen. Und dann nicht Mitte Juli in Euphorie zu verfallen, weil gerade zwei Super-Wochen waren. Und genauso auch nicht in Panik zu verfallen, wenn es dann wieder runter geht.

Wir werden in den nächsten Monaten noch viele Nachrichten haben, die die Börsen bewegen. Seien es Inflationsängste, Zinsängste, neue Corona-Varianten und die 4. Welle oder die Bundestagswahl im September.

Immer wieder können sich dadurch Kaufgelegenheiten ergeben. Auf meiner Nachkaufliste stehen weiterhin Texas Instruments, Cisco Systems, Spark Infrastructure, Greencoat UK Wind und neu auch BB Biotech.

Den Biotechnologiebereich finde ich aktuell sehr spannend. Im Anti-Depot habe ich jetzt mit BioNTech einen Titel, der sogar in den nächsten Jahren Dividenden ausschütten will. Voraussichtlich werde ich auch da noch einmal nachkaufen. Mein Einstieg war zwar vergleichsweise spät, schließlich ist der Corona-Impfstoff schon ein halbes Jahr auf dem Markt. Aber die Aussichten und Chancen weiterer mRNA-Impfstoffe überzeugen mich. Und aufgrund der hohen aktuellen Umsätze ist die Bewertung trotz der überragenden Kursentwicklung (Verdreifachung innerhalb eines Jahres) noch moderat.

Ich wünsche Dir einen erfolgreichen Start ins 2. Halbjahr an der Börse und habe zum Abschluss noch eine Ankündigung: Ich werde bald auch das ein oder andere YouTube-Video veröffentlichen. Willst Du von Anfang an dabei sein? Dann abonniere hier den YouTube-Kanal.

Und sobald der Kanal 1.000 Abonnenten hat, starte ich einen Livestream und zeige mich unverschlüsselt. Dann gibt es endlich auch ein Bild zu Ben Warje. Ich bin sehr gespannt, wann das sein wird!

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: 4.9 / 5. Anzahl der Stimmen: 37

Gib die erste Bewertung für diesen Beitrag ab!

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

Möchtest Du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen kann?

13 Gedanken zu „Auf zu neuen Rekorden im Juni 2021 – geht es so weiter?“

  1. Dann abbonieren ich mal. Und glückwunsch zur halben Millionen.

    Bei Biontech stört es mich das man scheinbar nur ADRs handeln kann. Auch wenn ich glaube, dass von dem Unternehmen noch viel zu erwarten ist.

    Der Reverse Split von Pennon würde mich auch nerven , wenn am ende Krumme Zahlen rauskämen. GE hat auch einen Reversesplit angekündigt. Ich habe aber eine Abneigung gegen Verkäufe, da wirkst du ja schon wie ein Trader. :)

    1. Hallo Fred,

      ja, die Sache mit den ADRs stört mich bei BioNTech auch. Das liegt offenbar daran, dass die Börsennotiz in den USA erfolgt ist und in Deutschland eben nur ADRs handelbar sind. Irgendwie doof bei einer Firma aus Mainz. Aber deshalb auf ein Investment verzichten? Ich bin einfach über meinen Schatten gesprungen.

      Die Pennon Group macht den Reverse Split, damit der Aktienkurs nach der Zahlung der Sonderdividende wieder in der aktuellen Höhe ist. Den Sinn darin kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Immerhin gibt es bei mir keine krummen Aktien. Aus meinen 300 Aktien werden 200 Stück.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben,

    meine Gratulation zur halben Million! :-)
    Ich sehe, dass du nun ca. 50k Exposure in deinem Optionsdepot führst. Wie stehst du denn zum Thema Einlagensicherung bei Banx? Meines Erachtens sind deine Wertpapiere als Sondervermögen geführt und demnach im Fall einer Insolvenz geschützt. Deine Geldbestände dürften jedoch über die irische Einlagensicherung mit lediglich maximal 90% von 20k gesichert sein. Schaust du dann, dass dein Geldvermögen die knapp 20k nicht wesentlich übersteigen?

    Beste Grüße,

    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      ja, genauso sind meine Gedanken dazu: Die Aktien sind Sondervermögen und deshalb “save”. Das Guthaben versuche ich nicht wesentlich über dem Bereich von 20.000 € zu halten. Aktuell sind es exakt 19.883,71 €. :) Insgesamt mache ich mir aber keine Sorgen um den Broker. Schließlich ist Interactive Brokers (BANX ist ja “nur” der Reseller) einer der großen Wertpapierbroker in den USA. Die Marktkapitalisierung liegt bei 27 Mrd. US$. Das sagt zwar nichts über die Solvenz aus, aber die Börse reagiert in der Regel sehr schnell, wenn sich Probleme abzeichnen. Die Aktie (IBKR) ist aber auf Sicht der letzten 12 Monate 56% im Plus.

      Viele Grüße Ben

  3. Hallo Ben,

    ich freue mich auf deine Youtube-Videos. Habe dir ein Abo da gelassen.
    Ich habe mal eine Frage zu deinem maxblue Depot: Auch ich habe mir ein dort ein Depot eröffnet und möchte an der Wertpapierübertragungsaktion mit den 0,5% teilnehmen. Hat bei dir der Depotübertrag zu maxblue problemlos funktioniert? Ich erhalte teilweise auf meine Fragen per Email sehr,sehr spät Rückmeldung. Das kenne ich z.B bei der Consors anders. Dort kann man sogar mit den Kundenberatern chatten.

    Wie sind deine Erfahrungen mit Maxblue?

      1. Hallo Sonny,

        ja, sorry. Ich habe keine Probleme mit meinen Depotüberträgen zu maxblue gehabt. Ich habe die aber auch nicht mit E-Mails “belästigt”, sondern einfach das Formular ausgefüllt, hingeschickt und dann hat alles geklappt. Zum Kundenservice und zur Schnelligkeit der Beantwortung kann ich deshalb nichts beitragen.

        Viele Grüße Ben

        1. Wie kommst du denn jetzt darauf das ich den Kundenservice mit Fragen „belästige“? Ich habe doch nur geschrieben, dass ich auf meine allgemeinen Fragen unabhängig vom Depotübertrag sehr spät Rückmeldung erhalte. Sorry wenn du dich von meiner erneuten Frage „belästigt“ gefühlt hast.

          1. Hallo Sonny,

            nein, das meinte ich nicht auf Dich bezogen. Ich hatte es in Anführungszeichen geschrieben, um damit zu signalisieren, dass Rückfragen per Mail einen Depotübertrag verzögern. Meine Erfahrungen sind – wie geschrieben – positiv. Aber ich hatte auch keinen Sonderfall, bei dem ich etwas zusätzlich klären musste.

            Viele Grüße Ben

    1. Hallo,

      ich habe auch seit sehr langer Zeit ein Depot bei Maxblue. Habe Werte dorthin übertragen und von dort zu einer anderen Bank transferiert. Das klappte alles reibungslos innerhalb von etwa 3 Wochen.

      Bei den Wertpapierübertragungsaktionen muss man sich genau an die Voraussetzungen halten – auch das hat bei mir funktioniert.

      Der E-Mailverkehr mit Maxblue ist aus dem vorherigen Jahrtausend. Sehr langsam. Trotz nachfragen. Manchmal kommt die Antwort dann per Brief!

      Was besser ist, ist ein direktes Telefonat mit der Wertpapierabteilung. Dort sitzen Profis, die einem weiterhelfen.

      Grüße
      Andreas

  4. Hallo Sonny,

    wenn du Aktien von Bank A nach Bank B übertragen möchtest, dann Fülle das Depotübertragungsformular der Bank B aus, drucke es aus, unterschreibe es von Hand, sende es dann zu der Bank A. Dies geht am schnellsten.

    Dies sind meine Erfahrungen, sonst können auch 4 bis 6 Wochen dazwischen liegen.

    Viele Grüße

    Peter

  5. —–> Peter P.

    Hi Peter, ich hab da so ne Frage auf der Zunge, betreffend NetEra .

    Die lief mir im letzten Jahr mindestens 50 mal ueber den Weg. Und jedesmal hab ich mal wieder aufs neue recherchiert und Bilanzen studiert. Und jedes mal kam ich zum selben Schluss : Nix fuer mich !!! Die lieferte mir jedesmal mindestens 2 oder 3 serious Red Flags in my mind !
    – kein umsatzwachstum
    – miserabelstes (!!!) Working Capial, das auch
    erlaehrte , warum die Firma selbst fuer
    einen Versorger
    – immens hohe Schulden hat. (Zum Ausgleich
    des extrem negativen working capitals
    muess immer wieder neue Schulden
    aufgenommen werden, die dann
    unproduktiv verpuffen, anstatt das
    business geleveraged anzukurbeln.)
    Man braucht 13 jahre, um die Schulden aus
    dem Gross Profit topf abzuzahlen. Das
    erzeugt bei mir Bauchweh !
    – ausserdem reicht deren Free Cash Flow
    nicht aus, um die Dividenden zu begleichen.
    Wieder mal muss die Bank herhalten und
    ihren Beitrag zu den Dividenden leisten.

    Fazit : mein eindruck ist, das NextEra ein relativ unproduktive Firma zu sein scheint, bei der sehr viel Geld in unproduktive Kanaele fliesst. Ausserdem wird mir zu viel reklame fuer Nextera gemacht, was mich verdaechtig stimmt . Bei diesem chart und hohen kgv hab ich den eindruck, dass sie gehyped wird.

    Jetzt gilt aber : nobody is perfect, auch ich nicht. Bilanzen blicken immer nur in die Vergangenheit. Ueberseh ich da was ? Frohe Aussichten in der Zukunft, die all diese Red Flags aus der Vergangenheit übertrumpfen ?

    Ich schreibe hier besonders dich diesbezueglich an, da du hier mal schriebest, das du /deine frau vor ein paar in nextera investiert habt.

  6. Hallo Manfred,

    hast Du dich nur mit dem Zahlenwerk oder auch mit dem Unternehmen beschäftigt. NextEra ist der weltweit größte Produzent von Strom aus erneuerbaren Energien. NextEra produziert den Strom aus Wind- und Solarenergie (mit Batterien) unter den Strom-Gestehungskosten von Kohle, Erdöl, Gas und Kernkraft. Dies vornehmlich in den Südstaaten. Die Kapazitäten werden laufend erweitert und müssen vorfinanziert werden, der Bauzeitraum beträgt ca. 2 Jahre. Wenn die Anlagen im Betrieb sind, produzieren diese bei sehr geringen Betriebskosten Strom, die Kredite können dann locker zurückgezahlt werden.

    Es ist genau so, als wenn Du dir eine Solaranlage aufs Haus setzt, erst bezahlen (oder finanzieren) und dann Geld kassieren.

    NextEra Energy ist eine Holding mit mehreren Tochterunternehmen. Genauere Angaben kannst Du der Firmenpräsentation auf der Homepage entnehmen.

    Außerdem sind wir bei Orsted (größter Off-Shore-Windentwickler), Scatec (norwegischer Solar-Entwickler und Betreiber in Ländern um den Äquator) und bei Encavis (Wind- und Solar-Entwickler und Betreiber in Europa) investiert. Hier sind auch hohe Vorfinanzierungen erforderlich.

    Auf unserer Watchlist sind Iberdrola und EDP aus Portugal. Hier ist die Stromausbeute aus Solaranlagen fast doppelt so hoch als in Deutschland, Wind gibt es an der Nord- und Westküste reichlich. Beide Unternehmen beschäftigen sich mit der Produktion von grünen Wasserstoff und Ammoniak

    Manfred, wenn Du Bauchweh hast, lass die Finger davon. Mach nur das, dass Du für dich verantworten kannst.

    Viele Grüße

    Peter

Kommentar verfassen