Die Divantis-Anlagestrategie für 2021

Divantis Anlagestrategie 2021
4.8
(80)

Vor einem Jahr hatte ich mich ziemlich verschätzt: Ich war überzeugt davon, dass das Jahr 2020 nicht so spektakulär wie das Jahr 2019 werden würde. An das Corona-Virus konnte ich noch nicht denken und so wurde es ein überaus turbulentes Jahr.

Ich wage deshalb erneut die Prognose: Das Jahr 2021 wird nicht so spektakulär wie das Jahr 2020. Natürlich wird es trotzdem nicht langweilig. Denn spannend wird es, wie die Impfstoffe verteilt und akzeptiert werden und ob und wann wir zur Normalität zurückkehren können und wie schnell sich die Wirtschaft weltweit erholen wird.

Und dann wird sich zeigen, welchen Einfluss das Ergebnis der US-Präsidentenwahl auf die Börse hat. Und wer in Deutschland Angela Merkel in welcher Koalition nachfolgen wird.

Wie ich mein Depot in dieser Lage ausrichte und welche Investitionen ich plane, erfährst Du in diesem Beitrag.

Politische Großwetterlage

Zunächst kriegen wir im Januar noch einen Nachtrag zum Polit-Ereignis des Jahres 2020: Am 5. Januar findet die Stichwahl in Georgia statt und die Vergabe der beiden Senatorenposten ist ausschlaggebend für die Durchsetzungskraft von Joe Biden. Gewinnen die Demokraten beide Sitze, dann verfügen sie in Senat und Repräsentantenhaus über die Mehrheit (gemeinsam mit der Stimme der Vizepräsidentin) und Joe Biden kann “durchregieren”. Ansonsten wird er auf Kompromisse setzen und mit Dekreten versuchen müssen, seine Agenda deutlich zu machen. Am 20. Januar wird er als 46. US-Präsident vereidigt.

Am 21. September findet in Deutschland die Bundestagswahl statt und die Ära Merkel findet ihr Ende. Realistische Chancen auf ihre Nachfolge haben die noch nicht bekannten Kanzlerkandidaten von CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen. Olaf Scholz (SPD) hat für mich nicht einmal Außenseiterchancen, da seine Partei ihr bisher schlechtestes Wahlergebnis noch einmal unterbieten wird. Da sie in Regierungsverantwortung keine aktionärsfreundliche Politik betrieben hat und vor allem für die Altersvorsorge privater Sparer nicht getan hat, hat sie sich ein solche Szenario auch redlich verdient.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Der Kampf gegen Corona wird weltweit noch die Konjunktur beeinflussen. In Deutschland zeigen die Impfpläne, dass Menschenschutz Priorität vor dem Ende der Pandemie eingeräumt wird. Ethisch ist das nachvollziehbar, für die Konjunktur allerdings erst mal ein Non-Event. Denn eigentlich müsste man zuerst die mobilen, jüngeren Menschen impfen. Damit sie nicht weiter zur Verbreitung des Virus beitragen und wieder zur vollen Produktivität und Konsumfreudigkeit zurückfinden.

Ich erwarte deshalb im ersten Quartal noch keinerlei Abflachen der Corona-Infektionen. Kommen dann der Frühling und die ersten Sonnenstrahlen, wird es langsam besser werden. Gleichzeitig wird die erste Impfwelle “abgearbeitet” sein und ungefähr ab Mitte des Jahres geht es dann aufwärts. Die Konjunkturpakete werden greifen, breitere Bevölkerungsgruppen erhalten ihre Impfungen und der Sommer lässt die Ansteckungen auch zurückgehen.

In diesem Szenario erleben wird dann in der zweiten Jahreshälfte einen großen Aufschwung mit einem sehr positiven Konsumklima.

Zinsniveau

Das Zinsniveau ist historisch gesehen immer noch auf einem sehr niedrigen Stand. Ich erwarte allerdings einen leichten Anstieg, da Investoren einen vertieften Blick auf die Verschuldung werfen werden. Hier sind weltweit durch die Konjunkturprogramme Billionen ausgegeben worden. Und mit dem Ende zurückhaltender Haushaltspolitik werden auch die längerfristigen Zinsen wieder steigen. Wenn auch erstmal nur leicht, denn die Notenbanken werden am kurzen Ende notfalls mit weiteren Zinssenkungen dagegen steuern.

Meine Erwartungen für den Aktienmarkt

Ich erwarte unter dem Strich ein gutes Börsenjahr 2021. Es wird aber nicht kontinuierlich gut, sondern – aus meiner Sicht – eher im zweiten Halbjahr zur Rallye kommen. Zunächst werden die durchwachsenen Jahresergebnisse des Corona-Jahres noch einmal deutlich in den Vordergrund treten. Und sobald dann der Impfstoff flächendeckender zur Verfügung steht, wird sich das Konsumklima deutlich aufhellen und damit die positiven Aussichten für die Unternehmen überwiegen. Insgesamt kann ich mir in 2021 eine Performance der großen Aktienmärkte von 15-20% Plus vorstellen.

Beim US-Dollar, der für europäische Anleger in US-Aktien wichtig ist, kalkuliere ich mit einem Niveau von 1,25. Das würde noch einmal eine Fortsetzung der Schwäche von 2020 implizieren.

Keine Alternative zu einem Investment in Aktien

Aufgrund der Rahmenbedingungen sind Aktien weiterhin ein Muss. Zinsen bleiben abgeschafft und werden auch 2021 nicht wirklich zurückkehren. Renditen lassen sich nur noch mit Risikowerten erzielen: Immobilien, Aktien und Private Equity. Ich werde deshalb weiter im Aktienmarkt investiert sein!

Mein Dividendenziel 2021

Für 2020 hatte ich ein Dividendenziel von 11.000 € netto. Die Corona-Krise hat mir das Ziel allerdings ziemlich verhagelt. Und leider muss ich für 2021 noch von weiteren Dividendenkürzungen ausgehen. Jedenfalls ist die Situation unsicher und zusätzlich kann sich der US-Dollar weiter abschwächen.

Da es frustrierend ist, ein Ziel nicht zu erreichen und ich auch nicht mit zu viel Dividendenerträgen planen möchte, die dann womöglich ausbleiben, setze ich mir ein ambitioniertes Ziel für die Netto-Dividendenerträge in 2021 von 10.000 €. Darin ist unterstellt, dass die noch nicht bekannten Dividendenkürzungen in etwa mit den Dividendenerhöhungen anderer Aktien ausgeglichen werden. Das Ziel entspricht ungefähr dem Ist-Ergebnis von 2020 (hier habe ich alle Dividenden analysiert), obwohl ich durch Zukäufe die Dividendenzahlungen punktuell erhöhen möchte. Ich rechne aber einerseits mit einem weiter schwächeren US-Dollar und einige Unternehmen (wie etwa Sydney Airport) zahlten im Frühjahr 2020 vor Corona noch eine Dividende, die nun nicht mehr kommt.

So oder so, wird es ein durchwachsenes Jahr 2021 für Dividendeninvestoren wie mich. Langfristig bleibe ich aber positiv gestimmt und werde weiter in Dividendenaktien investieren.

Meine Investitionsstrategie 2021

Nachdem ich mich zur Jahresmitte 2020 selbstständig gemacht habe, werde ich in 2021 kein frisches Geld auf monatlicher Basis in den Aktienmarkt geben. Ohne festes planbares Einkommen habe ich auch keine feste Sparrate mehr. Deshalb verändert sich mein Anlageverhalten etwas.

Auf der einen Seite werde ich weiterhin monatliche Aktienkäufe durchführen. Die Mittel dafür sollen aber vollständig aus den Dividendenerträgen selbst kommen. Ich werde also meine Dividendenerträge komplett reinvestieren.

Weil ich mit dem Divantis-Blog ja auch zeigen will, welche Power dem Zinseszins-Effekt aus Dividendeneinkünften zukommt, werde ich ab 2021 auch jeweils meine Liquidität aus dem Dividendendepot aufzeigen. Konkret plane ich, erst Dividenden zu kassieren und dann zu investieren. Alle erhaltenen Dividenden fließen als Liquidität in die Depotperformance mit ein.

Glücklicherweise erfolgen die meisten Ausschüttungen im Frühjahr. Sie werden dann als Polster für die Käufe im ausschüttungsärmeren zweiten Halbjahr dienen. Mit geplanten Netto-Dividendenerträgen von 10.000 € komme ich so auf durchschnittliche monatliche Aktienkäufe in Höhe von über 800 €. Ein schöner Betrag!

In den ersten vier Jahren des Divantis-Blogs hatte ich übrigens 100.000 € neu angelegt und so die Grundlage für die kontinuierlichen Dividendenerträge gelegt.

Es wird etwas Neues geben!

Jetzt könntest Du natürlich denken, dass ich mich zurücklehne und nur noch mein Dividendendepot verwalte. Wenn Du genau gelesen hast, dann wirst Du gemerkt haben, dass ich nur “auf monatlicher Basis” kein frisches Geld mehr in den Aktienmarkt geben will.

Ich plane aber, einmalig einen Betrag von 10.000 € zur Verfügung zu stellen und damit einen neuen Investmentstil auszuprobieren. Da 2021 nicht das Jahr für Dividendenerträge wird, muss ich meine Strategie hinterfragen. Dazu werde ich ein separates Depot eröffnen und dann dort nicht nach meinen bisherigen Anlagekriterien investieren. Aber keine Sorge: ich werde natürlich nicht in Tabak, Rüstung usw. investieren. Aber schon konträr zum bisherigen Stil. Wenn die Depoteröffnung zügig verläuft, startet bereits im Januar der Investitionsprozess. Und ich werde dann ausführlich über alles berichten und die neuen Depotwerte (es werden nicht nur Aktien sein!) natürlich auch vorstellen.

Vermögensbildung durch Immobilientilgung

Wie ich in meinem Beitrag zur finanziellen Unabhängigkeit offen gelegt habe, habe ich neben dem Aktiendepot von rund 400.000 € u.a. noch mehrere Eigentumswohnungen. Ihre Verschuldung liegt zum Jahresanfang 2021 noch bei 580.861 €. Nach den feststehenden Tilgungsplänen werde ich innerhalb des Jahres 19.689 € davon tilgen. Mehr als die Hälfte der Tilgung wird in meine Immobilie in Leipzig fließen. Wenn alles gut läuft, dann werde ich für die Wohnung auch die erste Steuererstattung vom Finanzamt erhalten.

Geplante Aktieninvestments

Den Schwerpunkt meiner Käufe setze ich zunächst außerhalb des US$-Raums, da ich von einer Dollarschwäche im Jahresverlauf ausgehe. Da 35% meiner Dividendeneinkünfte in US$ erfolgen, will ich hier weiter diversifizieren.

Konkret möchte ich weiterhin mein Engagement in Japan ausbauen (neben Sekisui House soll mindestens ein weiterer Wert hinzukommen) und weiter in Großbritannien zukaufen (hier steht mein Sozial-REIT Civitas Social Housing auf meiner Nachkaufliste).

Anders als in den letzten vier Jahren werde ich die Dividende der Munich Re nicht mehr dazu nutzen, um davon Aktien der Swiss Re zu kaufen. In 2020 hatte ich insgesamt dreimal Swiss Re nachgekauft, da ich die Kurse so niedrig fand. In 2021 und 2022 setze ich deshalb erst mal aus. Meine Top-Dividendenzahlung steht also für andere Investments zur Verfügung.

Ich habe in 2020 einige kleinere Erstpositionen eröffnet. Sie möchte ich in 2021 unbedingt nachkaufen, um auf größere Abschnitte zu kommen. Es handelt sich dabei um Cisco Systems, Symrise, Texas Instruments und BCE.

Ansonsten stehen auf meiner Nachkaufliste als Kandidaten für 2021 Novo Nordisk, Novartis und Lam Research.

Sicherlich werden auch neue Werte hinzukommen. Ein Titel aus Japan steht ja noch aus und insgesamt möchte ich mindestens drei komplett neue Werte in mein Dividendendepot aufnehmen. Dabei werde ich auch einen Blick auf Vantage Towers, die geplante Neuemission der Mobilfunkmasten von Vodafone, werfen. Aus den 59 Depottiteln sollen zum Jahresende 2021 mindestens 62 Titel werden.

Erstmals ein Ziel für den Optionshandel

In der Serie zum Optionshandel habe ich die Möglichkeiten einer risikoarmen Strategie zur Optimierung eines Dividendendepots vorgestellt. Ich möchte das in 2021 nachvollziehbar für Dich mit eigenem Geld umsetzen. Dazu habe ich beim BANX-Broker ein gesondertes Depot eröffnet und werde 5.000 € als Startkapital einzahlen. Für dieses Depot setze ich mir ein Performance-Ziel von 14%. Am Jahresende soll der Kontostand und Depotwert bei mindestens 5.700 € liegen. Da von den Erträgen nicht automatisiert Steuern einbehalten werden, entspricht das einer Nachsteuer-Performance von 10%.

Erreichen will ich das durch den Verkauf von Put-Optionen auf Aktien. Dabei verfolge ich keine Optionshandelsstrategie, sondern lasse die Aktien auch in mein Depot buchen, wenn die Optionen ins Geld kommen. Und werde dann im Anschluss Call-Optionen darauf verkaufen. Insgesamt werde ich nur in Höhe meines jeweiligen Barbestands Put-Optionen verkaufen.

Ich möchte über das Jahr zeigen, dass diese Strategie risikoarm und gleichzeitig ertragstark ist. Und wenig Zeitaufwand benötigt, wenn man sich auf die Aktien konzentriert, die man eh schon im Depot hat oder die auf der Watchlist auf ein Investment warten. Wie das genau funktioniert, habe ich in meiner Serie zum Optionshandel beschrieben:

Teil 1: Optionshandel als Ergänzung des Dividendendepots

Teil 2: Die faire Optionsprämie

Teil 3: Die Ausübung von Optionen

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Wenn Du auch ein kostenfreies Depot zum Optionshandel eröffnen möchtest, dann habe ich ein besonderes Angebot für Dich: Wenn Du beim BANK Broker über diesen Link ein Depot eröffnest und mindestens 5.000 € einzahlst, dann solltest Du im Feld “Gutscheincode” Divantis eingeben. Du erhältst dann dauerhaft Sonderkonditionen und kannst US-Optionen für 3,00 US$ statt 3,50 US$ und deutsche Optionen für 1,80 € statt 2,00 € handeln. Das Depot selbst wird von Interactive Brokers geführt und ist optimal, um Optionen zu handeln.

Depoteröffnung bei BANX Broker mit dem Gutscheincode Divantis

Kein Ziel für meine P2P-Kredite 2021

Seit 2018 hatte ich mir ein Portfolio aus P2P-Krediten aufgebaut und mir damit einen weiteren Einkommensstrom erschlossen. Das Portfolio möchte ich aber vorerst nicht weiter ausbauen, da mir die Plattform-Risiken zu groß sind. Über meine Erfahrungen der ersten zwei Jahre hatte ich ausführlich berichtet. Da ich flexibel bleiben möchte, setze ich mir kein neues Jahresziel. Hier habe ich meine P2P-Investments ausführlich beschrieben.

Meine Investitionen bei Mintos, viainvest und PeerBerry habe ich auf Auto-Invest gesetzt, so dass sie ohne Aufwand für mich weiter laufen. Bei Estateguru werde ich die Fälligkeiten manuell reinvestieren.

Crowdinvestments weiter ausbauen

Statt mehr Geld in P2P-Kredite zu stecken, möchte ich in 2021 meine Investitionen in Crowdinvestments weiter ausbauen. Hier hatte ich darüber ausführlich berichtet. Um mich nicht selbst unter Druck zu setzen, sondern um bei jedem neuen Projekt auch “Nein” sagen zu können, setze ich mir aber auch hier kein festes Jahresziel. Da ich keine Fälligkeiten in 2021 habe, wird der Gesamtbetrag der Investitionen aber mit Sicherheit auf Jahressicht weiter ansteigen.

Meine Favoriten bleiben Engel & Völkers Digital Invest *, Bergfürst * und ecoligo.investments.

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Erneutes Ziel: Gebühren niedrig halten

Mit dem Auftreten der sogenannten Neobroker ist es für Anleger möglich geworden, bereits für kleines Geld an der Börse zu handeln. Meine Aktien liegen in verschiedenen Depots mit unterschiedlichen Gebührenstrukturen. In den letzten Jahren habe ich kontinuierlich weniger Transaktionskosten verursacht und möchte das erreichte Niveau gerne halten.

BörsenjahrGebühren
2017432,64 €
2018237,60 €
2019197,44 €
202098,45 €

Ich möchte in 2021 meine Käufe möglichst gratis über den Smartbroker * (ab 500 € über gettex) und über Trade Republic * zum Pauschalpreis von 1 € pro Order abwickeln. Als Ziel setze ich mir, die Transaktionsgebühren in 2021 unter 100 € zu halten.

Warum ich mir kein ambitionierteres Ziel setze? Weil ich eben auch noch viele Aktien bei klassischeren Brokern mit anderer Gebührenstruktur habe. Und wenn ich dort einen Aktienverkauf vornehme, dann fallen dafür zweistellige Gebühren an. Außerdem plane ich ja einen Nachkauf von Civitas Social Housing. Und dafür muss ich wieder über die comdirect * an der Londoner Börse handeln.

Ziel für die Depotperformance

Wie auch schon in den letzten Jahren setze ich mir kein Ziel für die Gesamtperformance meines Depots.

Ich will stattdessen weiter nachhaltiges Vermögen aufbauen, indem ich in langfristig aussichtsreiche Aktien investiere und dadurch meine Dividendenerträge steigere. Egal was 2021 passiert, ich werde weiter investieren. Denn das ist der Sinn des langfristigen Investierens:

Unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen dabei bleiben!

Trotzdem wünsche ich mir, dass sich mein Depot am Jahresende weiterhin über der Marke von 400.000 € bewegt. Tritt meine Prognose zum positiven Aktienmarkt ein, dann sollte das auch kein Problem sein. Mittelfristig möchte ich durch das kontinuierliche Reinvest der Dividenden und aller potentiellen Verkäufe den Depotwert auf eine halbe Million Euro bringen. Und ich habe ganz sicher nichts dagegen, wenn ich das schon in 2-3 Jahren erreiche.

Zusammenfassung und Reporting

Über die Erreichung meiner Ziele werde ich monatlich im Rahmen meiner Monatszusammenfassung berichten. Insgesamt habe ich mir die folgenden vier Ziele für 2021 gesetzt:

  1. Netto-Dividendenerträge von 10.000 €
  2. Depot wächst auf mindestens 62 Titel
  3. Optionsstrategie mit 14% p.a. Performance
  4. Transaktionsgebühren unter 100 € p.a.

Ich freue mich darauf, wenn Du mich weiterhin auf meinem Weg begleitest. Über die Zielerreichung werde ich auch in 2021 wieder monatlich auf dem Blog berichten.

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60 Gedanken zu „Die Divantis-Anlagestrategie für 2021“

  1. Hallo, Ben. Wünsch dir alles Gute und dass du deine Ziele für 2021 alle erreichst beziehungsweise übertrifft. Ich lese immer gerne mit. Mich würde interessieren wie du das mit den Steuern mit deinem Depot bei Banks machst. Hast du da einen Steuerberater der sich damit auskennt und das für dich übernimmt?
    Freundliche Grüße, Mr. B

    1. Hallo Mr. B,

      mittlerweile stellt BANK (Interactive Brokers) eine brauchbare Steueraufstellung nach deutschem Recht zur Verfügung. Damit lässt sich die Steuererklärung leicht machen. Ich werde in einem weiteren Teil der Optionsserie noch einmal ausführlich darauf eingehen.

      Viele Grüße Ben

  2. Moin Ben,

    vielen Dank für den spannenden Einblick in deinen Ausblick auf sowie deine Ziele für 2021.

    Ich stimme mit deiner Erwartungshaltung für das kommende Jahr weitgehend überein.

    Allerdings habe ich meine persönliche Zielsetzung noch nicht vollends abgeschlossen – aber zum Glück ist hierfür zwischen den Tagen noch etwas Zeit :-)

    Lieben Gruß
    David

  3. Hallo Ben !

    Ich seh die sache so : wenn luftballons in den himmel aufsteigen, waechst der athmosphaerische unterdruck, und der ballon platzt ! Die boerse kann nicht immer so weitersteigen. Und wenn sich die corona lage irgendwann wieder stabilisiert, wird die notenbank anfangen, vorsichtig das helikoptergeld wieder einzusammeln. Und der biden macht jetzt schon den eindruck , dass er am grosskapital sparen will, umschichtung der unterstuetzung in richtung der ottonormalverbraucher. Das wird die boerse aber nicht mehr weiter steigen lassen . Bestenfalls bekommen wir eine consolidierung auf hohem niveau, aber sowas gibt es nicht !! Also ist rueckwaertsgang angesagt. Wie der ausfaellt , nobody knows.

    Ausserdem rechne ich damit, dasschina ,oder allgemein asien, wirtschaftlich weiter aufholt. Wieder einen schnelleren Gang einschaltet. Dieser hochintelligente A+ praesident hat mit seinem rueckzug aus den asiatischen multilateral vertraegen ei vakuum geschaffen, das china dankend ausgefuellt hat. Das resultat ist ein handelspakt, der 3.2 mrd menschen umfasst. Ohne die usa !

    Deswegen finde ich es auch ganz toll, dass du in japan aufstocken willst. Ich bin mall gespannt, welche aktien es bis in dein depot schaffen.
    Ich hab in japan bis jetzt die sekisui house, durch dich inspiriert, dann die kddi und die itochu aktie.

    Ein erfolgreiches neues jahr, …..

  4. Hallo Ben,

    interessante Ziel, die du dir da gesetzt bzw. vorgenommen hast. Viel Erfolg, ich drücke die Daumen :)
    Spannend für mich der Punkt “Es wird etwas Neues geben”. Da schaue ich auf jeden Fall weiter rein und bin gespannt.
    Wünsche dir einen guten Start in 2021 und gerade jetzt beste Gesundheit!

    Viele Grüße
    Chris

  5. Hallo Ben und Hallo andere Blogleser,

    ich habe mir ebenfalls vor paar Wochen das Ziel gesetzt mehr in Richtung Asien zu investieren, im Oktober habe ich schonmal mit 200 Itochu Shoji Aktien angefangen, insgesamt muss ich allerdings sagen ( meine Meinung ) das die Informationsbeschaffung über die Aktien in Asien aufwendiger ist als im Europäischen und Amerikanischen Markt, daher tue ich mich etwas schwer mit der Auswahl geeigneter Kandidaten. Im Chinesischen Markt ist mir die eventuelle Einmischung des Staates zu Risikoreich, bzw. darf man diesen Punkt nicht unterschätzen.

    Hat jemand bis auf die bereits aufgeführten Aktien noch ein paar Anregungen? Wie schätzt ihr hier das Währungsrisiko ein? Ich hatte in der Vergangenheit etwas größer in Australien investiert, die Aktien sind im Durchschnitt auch nicht schlecht gelaufen, aber leider hatte sich das Währungsverhältnis in der Zwischenzeit ziemlich verändert, so das ich die Gewinne in Euro in Grenzen gehalten haben.

    Ich wünsche ebenfalls Allen ein erfolgreiches neues Jahr.

    1. Marco,

      Was die abhaengigkeit der chinesischen firmen vom staat betrifft, sehe ich das inzwischen genau vom gegenteil her : ist eine chinesische firma unter Staatskontrolle oder zu einem teil im staatsbesitz, das ist das doch eher ein schutz fuer die firma. Denn erstens will der staat kein geld verlieren und wird im bedarfsfall die firma finanziell unterstuetzen, und ausserdem hat man, was allerdings sehr undemokratisch ist, eine gewisse sicherheit vor revolte. Was ich damit meine : siehe yukos in russland, oder jetzt die alibaba in china. Wird eine private firma dem staat zu maechtig, und faengt sie dann an, die regierung zu kritisieren, gibts dann meist einen auf die muetze. Und die aktionaere der firma sind die verlierer bei der sache. Bei staatsbeteiligungsfirmen passiert so was kaum. Da wird dann einfach mal das management ausgetauscht. Bei der alibaba, einer staatsunabhaengigen firma, seh ich jetzt ganz dunkle wolken am horizont. Groesster Boersengang aller zeiten vereitelt, Kartellverfahren am hals, und dem gruender Ma wurde befohlen, das land nicht mehr zu verlassen. Aktie geht jetzt gen sueden. Und viele aktienbesitzer, incl Ray Dalio, verlieren jetzt eine menge geld. Bei einer Firma mit staatsbeteiligung waere das sonicht passiert. Klar, der moralische standpunkt ist natuerlich ein anderer. Aber ich bin mir ziehmlich sicher, dass irgendwann, in wahrscheinlich leider ferner zukunft, sich diese chinesische ueberwachungsdiktatur einmal aendern wird.

      weitere sehr interessante anlagen aus der asiatischen gegend scheinen mir zu sein : ping an insurance, taiwan semikonductor, und natuerlich mein allzeit favorit china waters affairs

      1. Hallo Manfred,

        deine Sichtweise auf die besondere Bestandssicherheit der Firmen durch die Chinesische Staatsbeteiligung finde ich sehr interessant und nachvollziehbar.

        Danke für die Aktienempfehlungen, ich denke China Walter affairs werde ich die Woche noch in mein Depot aufnehmen, sieht wirklich vielversprechend aus. Die Aktie ping an insurance werde ich mir Mal ne Weile anschauen. Taiwan Semikonductor finde ich derzeit zu Teuer.

        Ich wünsche dir nen Guten Rutsch und nen frohes neues Jahr.

        1. Noch was fuer alle asien liebbaber :
          Kingboard Laminates.
          Hongkong, nennt sich selbst weltmarktfuehrer in der herstellung von laminat -boards ( das sind die laminat platten, auf denen JEDES electronische divice ihre chips und electronik bausteine unterbringt.) Also quasi ein hightech zulieferer, immer nach dem motto : in einem goldrausch kauft man keine minenaktien, sondern schaufel hersteller !
          Die liegen jetzt seit 2 jahren in meinem depot. (Zitat von charles munger : an der boerse wird der geduldige belohnt !) Es hat lange gedauert, bis die hightech fangemeinde auf diese aktie aufmersam wurde. Super bilanzen, und ein KGV momentan so um die 15. Im letzten halben jahr hat sie sich verdoppelt, dividende exclusive : Kuerzlich hat sie eine fast 20%ige sonderdividende ausgeschuettet. ( Find ich allerdings nicht so gut : das geld haetten sie besser ins eigene business reinvestieren sollen.)

          Marco,
          Ich kann mir nicht erklaehren, warum die china waters nicht vom fleck kommt. Die gibt es zu ausverkaufspreisen. Div etwa 5%, ohne quellensteuer . Klar, die schulden werden wegen all der investitionen groesser, sie sind aber lange noch nicht im roten bereich. das kann sich ein versorger aber auch leisten. Ausserdem wird viel ueber den einstieg bei einer recht maroden klaeranlagenfirma geredet. Mehrheitsanteilserwerbung ist aber optional. Und seit CW dort auch einen management posten besetzt hat, scheint die firma zu drehen. Ausserdem wird CW kaum geshorted.

          Peter,
          Danke fuer den tip der informationsbeschaffung asiatischer firmen bei CNBC und Bloomberg. Reuters hat sowas dann bestimmt auch.
          Man kann auch bei bloomberg ein online info abonnement fuer ein paar pfennige erwerben. Dann brauchst du nicht die ganze nacht vor der glotze zu sitzen

          Ben,
          Ich versteh nicht ganz, warum du fuer naechstes jahr keine dividenden steigerung ansetzt.ich glaube die corona delle ist jetzt gegessen. Vielleicht zahlen einige firmen jetzt weniger (moeglicherweise BASF), aber andere fangen jetzt mit der dividendenzahlung wieder an. Ich denke da zb an taylor wimpey . Die kannst du bald wieder ins dividenden portfolio zurueckschieben.
          A po pro taylor wimpey : ich hab in den letzten tagen mal ein bischen ueber das ding nachgedacht : die koennte in den naechsten 10 jahren ein 15 bagger werden. Ich lass dieses statement jetzt einfach mal so im raum stehen, ganz ohne beweis, auch wenn sich der Star jetzt die Haende vor den kopf haelt und sich fraegt, was fuer ein vollidiot ist das denn !!! Hehe.

          Stay happy

          1. Hallo Manfred,

            ich hatte früher asiatische Titel im Depot, auch aus Australien und China. Das ich beruflich häufig in Asien unterwegs war, habe ich öfters morgens im Livestream bei Bloomberg die Korrespondenten in Sydney, Tokio, Seoul und Hongkong gehört. Die Firmeninformationen waren umfangreicher als Internetportale wie bloomberg.com/asia — cnbc.com. Neben Reuters gibt es auch noch Morningstar. Seit der Umstrukturierung meines Depot vor ca. 5 Jahren habe ich keine asiatischen Aktien mehr im Depot. Ich habe noch nie nächtelang vor der Glotze gesessen.

            Für mich ist es wichtig, regelmäßig vertrauensvolle Mitteilungen zu “Meinen” Unternehmen zu bekommen. Ebenso wichtig ist das regelmäßige Lesen der Unternehmenspräsentationen für Investoren auf den Investor Relation Seiten der Unternehmen. Hier kann man auch Vergleiche zu Mitbewerbern anstellen.

            Beste Grüße

            Peter

    2. Guten Morgen Marco,

      ich sehe ähnliche Probleme wie du bei der Informationsbeschaffung bei asiatischen Aktien. Ich habe mich daher entschieden, in Asien nicht auf Einzelaktien zu setzen, sondern auf zwei breit gefächerte ETF mit sehr niedriger TER. Bis jetzt bin ich zufrieden. Dir einen guten Rutsch und ein gutes Händchen beim Investieren.
      Gruß Sebastian I

      1. Hallo Sebastian,

        darf ich fragen welche ETF Du Dir ausgesucht hast? Bin aktuell auch auf der Suche, überzeugt hat mich bis jetzt leider noch keiner zu 100%.

        Beste Grüße
        Tobi

        1. Guten Morgen,
          ich habe zwei Sparpläne bei Trade Republic abgeschlossen.
          Gewählt habe ich DE000A0H0744 mit TER 0,31 % sowie IE00BQT3WG13 mit TER 0,40 %.
          Grüße und einen guten Rutsch
          Sebastian I

          1. Guten Abend,

            vielen Dank für die schnelle Antwort. IE00BQT3WG13 werd ich mir mal genauer anschauen. Beim anderen fehlt mir wieder Südkorea. Das würde ich gerne auch mit abdecken.

            Beste Grüße und einen guten Rutsch
            Tobi

            1. Hallo Tobias,
              bei “just etf” habe ich sechs ETF entdeckt, die zu 100 % in Südkorea investieren. Schau doch mal nach.
              Gruß Sebastian I

      2. Hallo Sebastian,
        das mit den etf’s wäre auch eine Idee. Darf man fragen welche du gewählt hast?

        Ich wünsche dir ebenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr.

  6. Hallo Ben,

    meine Meinung ist, den Börsen ist es egal, wer unter ihnen regiert. Nach Trump, der das zum größten Teil umgesetzt hat, was er seinen Wählern versprochen hat, folgen die neoliberalen Demokraten, die haben in der Vergangenheit viel versprochen und wenig gehalten. Ich war beruflich vor vielen Jahren im amerikanischen “Rostgürtel” unterwegs, vor 4 Jahren war mir frühzeitig klar, Trump gewinnt die Wahl. Ich maße mir nicht an, den Amerikanern vorzuschreiben, wenn sie zu Wählen haben, wie unsere Medien, bin aber froh, dass Trump geht.

    Zu den deutschen Wahlen in 9 Monaten, die Lobby in Berlin ist so stark, da wagt keiner der gewählt wird aufzumucken. Vor langer Zeit, da warst du vielleicht noch zu jung, da hatte die SPD noch den Genossen der Bosse, Kanzler Schröder. Der war bei den Börsianern beliebt.

    Der Impfstoff gegen Corona und die wirtschaftliche Erholung sind oder werden frühzeitig eingepreist. Ich erwarte eine volatile Börse, die aber kontinuierlich steigt. Der Dollarkurs wird aus meiner Sicht so bleiben oder auf knapp unter 1,20 sinken. Die leicht sinkenden Dollardividenden sind mir gleich, diese Kurse sind günstige Kaufkurse für amerikanische Aktien.

    Zu deiner Selbstständigkeit kann ich dir nur wünschen, dass das Eintritt, was du dir vorgestellt hast. Ich war in etwa genau so alt wie du es bist, als ich mich Selbstständig gemacht habe, mit einem Geldpolster im Rücken, so das ich ein Jahr ohne Aufträge leben konnte oder Einschränkung des Lebensstandards. Geld das dann oberhalb des Puffers lag, habe ich zur Altersversorgung in Aktien angelegt, habe aber den Mindestbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung eingezahlt. Ich habe das Jammern der Selbstständigen im April nicht verständen, die sich finanziell ruiniert sahen. Für solche Situationen wie Corona muss man vorgesorgt haben.

    Für mich kommen vermietete Immobilien nicht in Frage. Ich habe im Verwandten-, im Freundes- und im Bekanntenkreis erlebt wie durch Mietnormaden, begünstigt durch unsere Rechtsprechung, Schäden pro Einzelfall von 20.000 bis 25.000 EUR, in einem Einzelfall ca. 50.000 EUR, hier haben die “Mieter” zum Auszug das Badezimmer und die Küche zerschlagen, die Türen eingetreten und die Fußböden ruiniert (uriniert). Wenn jemand nicht mehr hat, bei dem ist auch nichts mehr zu holen. Ich hoffe nur und wünsche es dir, diese Erfahrungen nicht zu machen. Wähle du für die Vermietung einen Makler aus, der solvente Mieter aussucht, Beamte, Öffentlicher Dienst, usw.

    Optionsscheine sind für mich wie Roulette, mal verliert man, mal gewinnt man, am Ende gewinnt immer die Bank.

    Mein Anlageziel ist wie jedes Jahr. Ein Teil unserer Aktien sind Dividendenaktien (1), die Dividenden benötigen wir mit zum Leben, die geplanten Dividenden setze ich aber 20 bis 30% höher an, als wir benötigen. So sind Jahre wie dieses Corona-Jahr mit Dividendenkürzungen abgedeckt. Positiv kommt hinzu, wir hatten in 2020 weniger Bedarf, weil Urlaube nicht stattfanden.

    Ein anderer Teil sind in Wachstumsaktien (2) angelegt, hier werden keine Dividenden gezahlt, oder sehr geringe.

    Mit einem sehr kleine Prozentsatz meines Depots investieren ich in Aktien mit sehr gutem Momentum (3). Diese Aktien halte ich nur eine gewisse Zeit lang, oder mache Teilverkäufe.

    Für meine Anlagestrategie, die ich seit 5 Jahren befolge, bedeutet sehr viel Zeitaufwand. Früher hatte ich eine Strategie, die deiner ähnelte, nur habe ich nicht ausschließlich auf die Dividende geschaut, sondern auf die Gesamtperformance, Dividende und Kurssteigerung. Ich bin 71 Jahre alt und beschäftige mich ausgiebig mit meinen Anlagen.

    Am 23.12.2020 12:00 hatte mein Depot ein Kursplus von 27,2% zuzüglich einer Netto-Dividenden-Rendite von 1,9%. Zu meinen (2) und (3) habe ich durch Teilverkäufe Gewinne realisiert und werde bis Anfang Januar noch einige Teilverkäufe vornehmen. Von diesen Gewinnmitnahmen werde ich Neuinvestitionen tätigen oder andere Ausstocken.

    Ben, ich schätze deine offene Art über Geldanlage zu sprechen. Dieser Kommentar soll keine Kritik an deine Anlagestrategie sein. Man kann nur aufzeigen, wie man selbst investiert, andere können daraus Schlüsse ziehen. Aber jeder muss für sich entscheiden, wie und wo man investiert, für das eigene Geld muss man die Verantwortung übernehmen.

    Ben, ich bin als Ingenieur technikaffiner als du, ich gehe zumindest davon aus. Deshalb wird ein Investitionsverhalten anders sein als meins. Deshalb finde ich es wichtig, sich viele unterschiedliche Meinungen anzuhören.

    Ich erwarte eine rege Diskussion.

    Mit freundlichem Gruß

    Peter

  7. Hallo Ben und alle anderen Blogleser,

    Ich bin neu auf Deinem Blog und finde diesen sehr informativ, schön gestaltet und interessant.

    Du bist, wie du beschreibst, mittlerweile selbstständig.
    Davor hast Du sehr lange im Bankensektor gearbeitet und somit auch in die Rentenversicherung eingezahlt.
    Meine Frage an Dich wäre, zahlst Du weiterhin dort ein?(falls überhaupt möglich).
    Wenn nicht, würdest Du -Stand heute- erst Rentenanspruch haben, wenn Du die 67 Jahre erreichst hast?
    Sehe ich das Richtig?

    Besten Dank!

    VG
    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      DIE Empfehlung kann man generell nicht geben, durch politische Entscheidungen wurden mir Ansprüche genommen und Belastungen zusätzlich aufgebürdet.

      Ich bin seit meiner Studienzeit in der Techniker Krankenkasse. Als Angestellter bin ich in der TK geblieben. Nach Heirat waren meine Frau und Sohn mitversichert. Früher waren der Beitrag niedrig und die Beitragsbemessungsgrenze ebenso. Durch politische Entscheidungen wurden Personengruppen in die gesetzliche Krankenversicherung geschoben ohne entsprechende Beitragszahlungen. Dies hat dazu geführt, junge, alleinstehende, gut verdienende sind in die private KK gewechselt. Dies führt dazu, als Rentner muss ein Großteil der Altersbezüge für die PK aufgewandt werden.

      Ich habe mich 1997 gut beraten lassen, als ich mich selbstständig gemacht habe. Es bestand für mich die Möglichkeit, weiterhin in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bleiben. Ich habe den Mindestbeitrag weiter eingezahlt und mir ein Aktiendepot aufgebaut.

      Arbeitsminister Heil will ja alle Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbringen, selbstverständliche mit hohen Beiträgen und geringen Ansprüchen wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen.

      Ich hatte auch die Möglichkeit gegen Abschlag vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Man darf dann nur noch einen 450€-Job nebenbei haben.

      Mit 66 habe ich die Rente beantragt und zahle TK-Beiträge nur auf meine Rente und einer Betriebsrente. Ich habe Bekannte, die hohe Beiträge in die PK entrichten müssen.

      Meine Frau ich waren in letzter Zeit im Krankenhaus. Wir haben den Aufpreis als Privatpatient aus eigener Tasche bezahlt, so wie wir es für uns vor Jahrzehnten entschieden haben.

      Rückwirkend betrachtet waren unsere Entscheidungen richtig, vorwärts betrachtet muss sich jeder gut beraten lassen und für sich die richtige Entscheidung treffen.

      Viele Grüße

      Peter

  8. Eine tolle Diskussion die hier bei den Kommentaren stattfindet, schön zu sehen das jeder eine etwas andere Anlagestrategie fährt. Nur so kann jeder vom anderen profitieren und was mitnehmen. Allen alles gute.

  9. Hallo Ben,

    mir gefällt dein Augenmerk auf Werte ausserhalb der USA vor dem Hintergrund der Diversifikation. Dies ist für mich im Jahr 2021 auch ein vorrangiges Ziel, da mein Depot und die Erträge noch stärker von US Werten und dem US Dollar geprägt sind. Die Dollarschwäche hat schon eine substantielle “Delle” in die Dividendeneinnahmen bei mir gerissen, wobei ich mit der Entwicklung insgesamt zufrieden bin. Die Erträge konnte ich größtenteils schützen und durch viele Zukäufe die Gesamteinahmen auf 6.450 € netto steigern.
    Für 2021 rechne ich mit einem volatilen Jahr, ich glaube, dass viel Euphorie im Markt ist und eine positive Entwicklung der Wirtschaft vorweggenommen wird. Bei Enttäuschungen, sei es im Rahmen von Quartalszahlen oder allgemeinen Wirtschaftsdaten sehe ich zumindest etwas Rückschlagspotenzial. Wobei dies dann für Nachkäufe mM kein schlechter Zeitpunkt wäre…

    Auf deine neue Anlagestrategie bin ich jedenfalls schon gespannt:-). – Mein Ziel sind 7.500€ netto an Dividenden und der weitere Ausbau des Portfolios. Auf der Liste stehen Werte wie KDDI, GlaxoSmithKline, W.P. Carey, BCE, Deutsche Telekom, Allianz, E.ON, TransAlta Renewables, IBM und so einige Closed-End-Funds wie Allianz Global Investors Artificial Intelligence (AIO), Tekla Healthcare Investors (HQH), Reaves Utiliy Income Fund (UTG) etc… mal sehen was Mr. Market in 2021 so alles für uns bereit hält…

    Wünsche Dir für 2021 Alles Gute!, für Deine Selbstständigkeit viel Erfolg und natürlich auch eine glückliche Hand bei den Investitionen:-)

    Viele Grüße,
    Susanne

  10. Ich stimme Ben in weiten Teilen zu. Leider wurde das Aktiensparen für den Ruhestand in der letzten Dekade nicht wirklich populär gemacht durch die Marginalisierung des Sparerpausch- bzw. freibetrages und durch die Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist. Und Riester in allen Variationen ist ein Geschenk für die Banken und Versicherungen. Schade, dass der Blick nicht nach Schweden gerichtet wird, wo etwa 35 % der Bevölkerung Unternehmensanteile besitzen im Gegensatz zu den 13 % in Deutschland.
    Meine Ziele für 2021 sind der Kauf weiterer US-Werte sowie die Hoffnung, in etwa meine Nettodividende aus 2020 zu erreichen. Interessante Werte auf meiner Watchlist sind Immobilien-REITs und “langweilige” Zykliker.
    Gruß Sebastian I

  11. Ein freundliches Hallo in die Runde!

    Rückblickend war das Jahr für mich etwas gemischt…
    Die Performance liegt bei -6,02 %. Nachdem mein Depot den Corona Crash voll mitgemacht hat – nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die 20k Dividendeneinnahmen konnten auch nicht gehalten werden… dieses Jahr also wieder etwas drunter gerutscht.

    Die globale Verteilung des Aktien-/Anleihendepots liegt etwa bei: 64% Euro, 27% US-Dollar, der Rest ist AUD, CH, GBP.

    Daher meine Ziele für 2021:
    – mehr Asienanteil (sowohl aufgrund der Währungsdiversifikation, als auch hinblickend auf die neu geschaffene Freihandelszone)
    – mehr klassische Technologieunternehmen (in meinem Depot nur lächerliche 1% Anteil)
    – deutlicher Ausbau der Edelmetallpositionen (physisch), derzeit etwas über 3%
    – meine Cashquote liegt bei knapp über 30% und die Kaufliste ist lang – in meinem Wunschdepot werden es dann ca. 60-65 Aktien-Werte sein (mal sehen, wieviel Kanditaten 2021 den Weg ins Depot finden)

    Ich wünsche allen ein paar erholsame Tage, einen guten Rutsch und ein glückliches Händchen beim Investieren im neuen Jahr!

    LG Basti

    1. Hallo Basti,

      nach deiner Schilderung zu urteilen befinden sich in deinem Depot fast ausschließlich Aktien mit hoher Dividendenausschüttung. Du solltest dir deine Depotzusammenstellung genauer ansehen.

      Das mit der Freihandelszone Asien sehe ich kritischer, hier hat sich China die Märkte für sich zurechtgelegt. Ich war beruflich bis vor ein paar Jahren häufig in China und anderen asiatischen Ländern. Dies ist die Meinung, die ich mir gebildet habe. Dies gilt auch für die “Neue Seidenstraße”.

      Ich hatte früher auch asiatische Aktien (nicht China) und australische Aktien im Depot. Das Problem war, die Informationen über diese Aktien waren nur schwerlich zu bekommen. Nachts Börsenfernsehen Bloomberg oder CNBC anzusehen, mag ich nicht. Hier bekommt man aber Information über die Börsen in Sydney, Tokio, Seoul, Hongkong und Singapur. Gleichwertige Investitionen habe ich in Europa und Amerika gefunden.

      In meinem Depot befinden sich 60-65% Dividenden-Aktien. Die Dividenden benötigen wir für unseren Lebensunterhalt. Dieser Depotteil beginnt mit Aktien die über 6% Dividende zahlen (AT&T, Shell, MOWI) und kaum oder wenig Kurs-Wachstum haben, hin zu Aktien, die +2% zahlen (NextEra, Home Depot, Siemens Healthineers), die zudem ordentliches Wachstum aufweisen, von 100% und mehr in 10 Jahren. Dieser Depotteil verdoppelt den Wert innerhalb von 10 Jahren, Dividende und Kurssteigerung berücksichtigt.

      Ein Drittel meines Depot besteht aus Wachstumsaktien, die geringe oder keine Dividende Zahlen. Zu diesen Wachstumsaktien zählen auch Technologiewerte, aber auch erneuerbare Energien und Zukunftstechniken. Vor einem Monat hat unser Bundespräsident den Zukunftspreis verliehen an ZEISS in Cochem für die Optische Lithographie für die Belichtung von Microchips. Die Technik verwendet lizensiert die Firma ASML aus den Niederlanden, die als Weltmarktführer alle Chiphersteller mit Maschinen beliefern. Ohne diese Technik gibt es keine Handy, Tabletts, Hörgeräte u.a.

      Die ASML-Aktie: Kurs 2011=> 29€ / Kurs heute 396€ => in 10 Jahren +1.350% / erste Dividende 2015 => Steigerung bis heute 260%, allerdings nur knapp 1% Dividende.

      Desgleichen gilt es für die Aktien von TOMRA, ORSTED, SCATEC u.a. Man muss immer nach Möglichkeiten Ausschau halten.

      Weniger als 5% investiere ich in Aktien, die ein Momentum haben, die momentan einen positiven Lauf haben. Ende Januar habe ich mir BioNTech-Aktien zugelegt, als unserer Personal in Berlin von einer leichten Grippe sprach. Vor knapp 2 Jahren haben ich mir die ersten “Wasserstoffaktien” ins Depot gelegt, mit Plug Power, meinen ersten Tenbagger. Man darf hier nicht ängstlich sein und Teilverkäufe tätigen. Dieses Segment bedeutet aber eine tägliche Betreuung des Depots.

      Ich halte in meinem Depot jeweils 1/3 EURO, Nicht-EURO-Länder und USD Aktien. Die Nicht-EURO-Länder sind in der Reihenfolge der Depot-Menge CH, GB, NO, DK und SE.

      Basti, ich glaube, du bist in Europa zu sehr auf die EURO-Länder fixiert.

      Einen physischen Goldanteil zu haben wird von einigen mit 5 bis 10% angegeben, vielleicht ist es auch sinnvoll, eine Menge Fremdwährung, wie zum Beispiel Schweizer Franken in kleinen Scheinen zu besitzen.

      Durch Corona werden sich die Schulden in Europa ins unermessliche steigern, die EURO-Raum-Mitglieder haben in der Vergangenheit sich ihrer Schulden durch Währungsreformen erledigt, teil mehrfach.

      Eine langfristige Absicherung des Depots ist aus meiner Sicht notwendig.

      Ich wünsche viel Spaß und leuchtende Augen beim Geldzählen zum Jahresende.

      Weiterhin eine glückliche Hand und viel Erfolg beim Investieren wünscht

      Peter

      1. Hallo Peter!

        Vielen Dank für deine Schilderungen. Die “Schuldigen” in meinem Depot sind schnell gefunden:

        – Wirecard mit -82% verkauft
        – Ölpreis -> RDS hart getroffen, Div. gekürzt, Transocean-Anleihe stark gebeutelt
        – aufgrund Corona dieses Jahr -7% bei den Div. einnahmen
        – US Reit New Resident. dieses Jahr -43% im Kurs gefallen
        – im Anleihenbereich waren dieses Jahr die argentin. Anleihen die Problemkinder (Neuquen, Buenos Aires)

        Das sind Momentaufnahmen und für mich daher kein Problem soweit.

        Wie du richtig vermutest, habe ich ein Dividendenlastiges Depot (27% Infrastrukturwerte, 25% Versicherung/Finanzen) – welche den Aufschwung im 2.HJ nicht so mitgemacht haben. Konsumwerte (ca. 18%) haben sich gut gehalten. Der Rohstoff/Energiebereich (13% vom Depot) war ebenfalls gemischt (Gazprom / Norilsk Nickel noch gut im Plus, RDS wie erwähnt ordentlich gelitten).

        Der Anleihenbereich läuft im Grunde langsam aus (aufgrund mangelnder Investionsgelegenheiten im Nullzinszeitalter).
        Mittlerweile nur noch 12,5% vom Gesamtdepot.

        Was die Währungsdiversifikation betrifft, täuscht das etwas… die EUR Angaben beziehen sich hier auf die Notierungen, in der die Aktie oder Anleihe gelistet/gehandelt wird. Tatsächlich sieht es Ländertechnisch so aus:

        Europa 15,18%
        Amerika 18,73%
        Emerg.Market 15,20%
        Pazifik 5,12%
        Deutschland 14,14%
        Global 31,63%

        Mit reinen Techwerten tue ich mich etwas schwer und das steht definitiv in meinem Hausaufgabenheft für 2021. Der Wandel geht schnell von statten und die Großen von heute sind die Verlierer von morgen. Da ich bis dato immer “ruhigeres” Fahrwasser gesucht habe, standen solche Werte nicht wirklich auf meiner Agenda. Der Anfang ist gemacht mit SAP und jetzt Alibaba (ob der Einstieg heute günstig war – wird man sehen). Wirecard war ein Schuß in den Ofen… gehört dazu.

        Auch Pharma/Gesundheit ist in meinem Depot noch nicht vertreten. Da sind mir die Pharmawerte dieses Jahr “davon” gelaufen.

        Bei chinesischen Werten muß man sicherlich vorsichtig investieren, da hier der staatliche Einfluss für ein Unternehmen schnell existenzbedrohend werden kann. Teilweise wird ja auch linientreue Gefolgschaft in den Vorständen plaziert.

        Ein Schuss “Zukunftstechnologien” braucht mein Depot noch…

        Bei den Edelmetallen wird der Anteil sicherlich auf mind. 10% bzw. eher mehr aufgestockt werden. Eine schuldenfreie selbstgenutzte Immobilie ist vorhanden und soll zus. mit den Edelmetallen den konservativen Anteil bilden. Festgelder, Tagesgelder etc. sind quasi nicht mehr existent und somit müssen die Edelmetalle den Part übernehmen.

        Sachwerte sind für mich persönlich das Gebot der Stunde und ich fühle mich mit 30% Cashanteil nicht sehr wohl…

        Schauen wir – was das erste HJ 2021 so bringt.

        Allen schon mal erholsame letzte Tage in 2020!

        LG Basti

        1. P.S. Die Prozentangaben bei den Aktienbereichen (Infrakstruktur, Versicherung,Konsum etc.) beziehen sich nur rein auf den Aktienanteil im Depot.

  12. Moin zusammen,
    ich sehe es ähnlich wie Peter, dass ein Aktiendepot nicht ausschließlich auf Dividendentitel ausgerichtet sein sollte, sondern zu einem bestimmten Anteil je nach persönlichem Geschmack auch Titel mit eher spekulativem Aspekt enthalten sollte (Zukunftstechnologien, Turnaroundkandidaten etc.). Es ist keineswegs in Stein gemeisselt, dass Aktiengesellschaften auch zukünftig in einem Maße Dividenden ausschütten wie in der Vergangenheit. Nullzinsen sind als schwarzer (oder zumindest grauer) Schwan gekommen und ich sehe wenig Gründe, warum sich dies bald ändern sollte. Warum sollten also nicht auch Unternehmen dazu übergehen, generell eher weniger Dividenden auszuschütten, wenn es keine (Zins-)Konkurrenz mehr gibt ? Alphabet, Signify oder auch Altria wären für mich Kandidaten eher spekulativer Natur, die mir einfielen, wobei Altria derzeit natürlich auch (noch) eine starke Dividendenrendite aufweist. Dies sollen aber natürlich keine Empfehlungen sein :-)
    BG,
    Matthias66

  13. @Peter

    Ich würde gerne auch den nächsten Ten Bagger kaufen. Welche aktien stehen aktuell auf deiner Liste bzw. Welche Aktien hast du kürzlich gekauft?

    1. Hallo Sonny,

      die Plug Power Aktie ist nicht mein erster Tenbagger. Im April 2011 habe ich die ersten Apple-Aktien für 238€ gekauft, später erfolgte ein Zukauf. In meinem Depot steht der Durchschnittspreis. Es fehlt nicht mehr viel zum Tenbagger, mit dem ersten Teil habe ich bereits über 1.300% plus erreicht.

      Die damalige Entscheidung für Apple war und ist heute noch gültig, Apple stellt Luxuskonsumgüter her, die fast jeder haben möchte, wie ein Porsche oder Taschen von Louis Vuitton (beide genannt wegen der Gleichberechtigung). Apple-Produkte sind keine Hightech-Produkte, die gleiche Technik befindet sich in einer Miele-Waschmaschine und ähnlichen Geräten.

      Zur Zeit überprüfe ich mein komplettes Depot, wie jedes Jahr, ob das, was ich mir Vorgestellt habe, eingetreten ist. Vor Weihnachten habe ich Teilgewinne realisiert, Anfang Januar werden weitere folgen.

      Ich habe eine Watchliste mit Unternehmen, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Hier muss ich noch genauer analysieren, so wie ich es 2011 mit Apple gemacht habe, und später auch mit anderen.

      Vor zwei Jahren ergaben meine Analyse, investiere in erneuerbare Energien. Ich begann erste Wasserstoff-Aktien und in Entwickler und Betreiber von Erneuerbare Energien zu investieren.

      Anfang dieses Jahres war mir durch Nachrichten aus China und Personen, die in Firmen arbeiten, mit Werken in China, die mich bestärkten, mein Depot auf Pandemie einzustellen. Ich habe dann Ende Januar BASF, SIXT und andere Verkauft und in BioNTech, Shop Apotheke und in weiteren Erneuerbaren Energien investiert.

      Als Trump gegen Huawei wetterte, seine Meinung zu diesem Unternehmen teile ich, und zum Boykott aufforderte, kam aus China die Retourkutsche Cisco Systems, ich habe diese Aktien dann für 42€ verkauft.

      Sonny, was will ich dir mit dieser Schilderung aufzeigen. Natürlich sind Unternehmen wie Nestlè, Unilever, Procter & Gamble, Allianz, Deutsche Post, SAP, Vonovia u.a. ein Basisinvestment. Ebenso sollten in einem Depot auch Unternehmen sich befinden, deren Produkte oder Dienstleistungen auf die Zukunft ausgerichtet sind. Man sollte aber vorsichtig sein, in Unternehmen zu investieren, die hochgejubelt werden.

      Dies ist meine Anlagephilosophie, bedeutet Zeitaufwand, es ist sinnvoll, nicht zu viele Titel im Depot zu haben, nur die Richtigen.

      Ich wünsche allen, die diesen Block verfolgen, einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und ein erfolgreiches Investieren in 2021, und Dir Ben, Gratulation zu diesem Block.

      Peter

  14. Hi Ben,

    Gratulation zu deinen großartigen Investment-Erfolgen und deiner transparenten ‘Dokumentation’! Beweist einmal mehr, dass eine konsequent durchgezogene Strategie der beste Weg zum finanziellen Erfolg ist.

    Nur eine Frage zu meinem besseren Verständnis:
    Du schreibst, dass du wegen der Dollarschwäche aktuell Aktieninvestment in USD vermeidest. Ich mache aktuell das Gegenteil, da ich ja für 1 EUR = 1,20 USD bekomme und somit USD-Aktien ‘günstiger’ Einkaufen kann.

    Solange ich die USD-Dividenden auch wieder in USD-Aktien investiere (CapTrader, mein Broker, konvertiert Dividenden/Erlöse NIICHT automatisch in Heimatwährung EUR), spielt der EUR/USD-Wechselkurs ja keine Rolle. Erst wenn ich irgendwann (vmtl erst in ein paar Jahren) die Verkaufserlöse wieder in EUR brauche, passe ich idealerweise einen guten Zeitpunkt ab (aka starker Dollar vs Euro) und habe somit hoffentlich zusätzlich einen Währungsgewinn.

    Habe ich da einen Denkfehler oder etwas übersehen?

    Beste Grüße,
    Markus

    1. Hallo Markus,

      nein, Du machst natürlich keinen Denkfehler. Bei mir bezieht sich die Zurückhaltung auch eher darauf, dass ich für den weiteren Jahresverlauf einen noch schwächeren Dollar erwarte und erst dann wieder US-Aktien kaufen will. Hauptaspekt ist aber, dass die in Euro umgerechneten Dividenden natürlich mit einem schwächeren Dollar sinken. Und ich deshalb vermehrt in Nicht-US-Dividendenaktien investieren will. Um die Abhängigkeit meiner Dividendenerträge vom US-Dollar zu senken.

      Viele Grüße Ben

      1. Ben,

        Falls fallende dividendeneinkuenfte auf grund erwarteter weiterer dollarschwaeche dich vom kauf weiterer billiger us papiere abhalten, dann wuerde ich vielleicht mal dieses probieren :
        Du hast doch 2021 vor, mit optionsverkaeufen anzufangen. Schliess doch einfach da den dollar mit ein und verkaufe dollar calls mit einem nennbetrag, der ungefaehr deinen us dividenden entspricht .

  15. Hallo Ben,

    sehr interessant, was Du machst und sehr strategisch und diszipliniert! Respekt! Und vielen Dank für Deine Offenheit und Transparenz; das ist ja nicht selbstverständlich und so können wir auch von Dir lernen!

    Aber eine Frage stellt sich mir und drängt sich mir auf: Warum bündelst Du Deine Wertpapieranlagen und ggf. noch weitere Assets nicht in einer vermögensverwaltenden GmbH (vv GmbH)? Bei dem Volumen, das Du verwaltest, und die Erträge, die Du erzielt, müsste sich eine vv GmbH für Dich doch unter dem Strich rentieren, d.h. der Steuereffekt macht die zusätzlichen Kosten doch bestimmt leicht wieder weg und zusätzliche Kosten könnten ggf. auch steuerlich angesetzt werden. Ganz abgesehen von dem Zinseszinseffekt, den Du hast! Klar, wenn Du das Geld wieder aus der vv GmbH ausschüttest, dann fallen hohe Steuern an, aber die müssten bei einer erfolgreichen Anlage durch den erwirtschafteten Zinseszinseffekt längst überkompensiert sein!

    Freu mich auf Deine Antwort und bin gespannt was Deine Gedanken dazu sind!

    Viele Grüße

    AWE

    1. Hallo AWE,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ich habe mich schon eingehender mit einer vermögensverwaltenden GmbH beschäftigt und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass es mir keinen wirklichen Vorteil bietet. Ich verfolge ja im Wesentlichen eine Buy-and-Hold-Strategie. Da fällt kein wesentlicher Steuerstundungseffekt an. Und von den Dividendenerträgen möchte ich in absehbarer Zeit leben können, zumindest die Option darauf haben. Wenn ich aber mit Ausschüttungen aus der GmbH an mich arbeite, dann ist die Steuerbelastung sogar höher als wenn ich die Erträge im Privatvermögen erwirtschafte.
      Für Trader oder komplexere Optionsstrategien ist eine vermögensverwaltende GmbH hingegen sinnvoll, wenn eine gewisse Depotgröße vorhanden ist. Aber die Kriterien treffen bei mir halt nicht zu.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        ja, aus der Sicht habe ich es noch gar nicht betrachtet. Unter einer stringenten Buy-and-Hold-Strategie macht das absolut Sinn. Danke für Dein ausführliches Feedback!

        Viele Grüße und weiterhin viel Glück bei Deinen Geldanlagen!

        AWE

  16. ROAST MY DEPOT > Was würdet Ihr jetzt machen?

    Hallo Peter P, Manfred, Susanne, Steven, Sebastian, Ben und alle anderen Mitforisten, die mich schon so viele Male mit Ihren Einschätzungen inspiriert und mir manchen tollen Tipp beschert haben…;-)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir mal eine Einschätzung des aktuellen Depots, verbunden mit einer Einschätzung, was Ihr damit in den nächsten 2 Jahren machen würdet, geben könntet.

    Ich habe derzeit ein „Luxusproblem“: Der Aufbau meines Aktiendepots hat nun eine Reife erreicht, die mich sehr zufrieden stellt. Gleichzeitig stellt sich nun die Frage: Wie weitermachen?
    Als Buy-and-Hold-Anleger habe ich (neben dem von mir sehr geschätzten ETF A12CX1) ein Set an Aktien in drei Kategorien gefunden, die mir sehr gefallen (auffallend daran, dass ich mittlerweile nur noch sehr selten impulsiv verkaufe/kaufe…;-).
    Die drei Kategorien unterteilen sich wie folgt:
    > 5 Werte „Bodenständig mit hoher Dividende“: Unilever, KDDI, Enbridge, Bank of Nova Scotia, China Mobile.
    > 16 Werte „Dividende mit Wachstum“: Brookfield Renewable, Tencent, Medical Properties, Ping An, Airbus, National Health, Danaher, Digital Realty, China Water, Merck US, Taiwan Semiconductor, Amgen, Activision Blizzard, Fastenal, Nintendo, Brookfield Infrastructure.
    > 9 Werte „Wachstumstreiber“: CrowdStrike, Adobe, Baozun, Xiaomi, Salesforce, Cloudflare, TeamViewer, Square, Pinterest.

    Und ein paar Rahmendaten zum Depot gibt es auch noch:
    > Der Wert in EUR liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich (klein im Vergleich zu einigen von Euch, nicht mehr klein im Vergleich zum durchschnittlichen deutschen Aktienanleger).
    > Regionale Verteilung Top-3: 36% USA, 13% China, 9% Kanada und Rest…
    > Branchen Top-5: IT (38%), Immobilien (12%), Industrie (10%), Finanzwesen (9%), Energie (9%).
    > In Q4_2021 erwarte ich eine respektable EUR-Einnahme. Diese möchte ich zu Dritteln anlegen in Wachstumswerte, Dividendenwerte und Ankauf meines ETF-Favoriten.
    > Ich merke, dass wesentlich mehr als 30 Aktientitel im Depot meine Übersicht schmälern. Deshalb habe ich mich auch bereits von 2-3 Titeln wieder getrennt.

    Die für mich springende Frage (zu der ich Impulse von Euch erhoffe):
    Wie sieht der weitere Weg aus?

    Optionen gibt es diverse:
    a) Einfach dort nachkaufen, wo es passt (und der Markt günstig steht). Habe ich z.B. bei Brookfield Renewable oder China Water bereits gemacht. Auch die derzeitige Kursschwäche von Baozun habe ich zum Nachkauf genutzt, was im Rückblick durchaus ein Fehler sein kann (die Fundamentaldaten jedoch sprachen für einen Einstieg).
    b) Gezielt neue Wachstumswerte ins Depot holen (es gibt noch viele Werte, die ich spannend fände: Crispr, Teladoc oder eine Dronenaktie). Im Rückblick will ich auch mal einen Tenbagger gekauft haben! 😉
    c) Mehr Dividende durch Ankauf neuer Dividendenwerte erzielen (meine Favoriten sind: WP Carey, Hochtief, Rio Tinto, Verizon und – wenn sie mal endlich günstiger sind – auch: Siemens, Johnson & Johnson, MunichRe, Volkswagen). Das ist für mich aufgrund fortgeschrittenen Lebensalters wichtig (Passiveinkommen generieren).
    d) …?

    Wie schätzt Ihr das also ein?
    Angenommen, dieses Depot wäre Eures. Wie würdet Ihr die kommenden 2 Jahre damit umgehen (angenommen, Ihr hättet weiterhin monatlich Einnahmen, z.B. über einen Job, die Ihr zum Investieren nutzen könntet).

    Vielen Dank für Eure Inspirationen, Ihr seid wunderbar!

    Aus einem sonnigen Berlin, Euer Matthias

    1. Mathias,

      So auf den ersten Blick fällt mir auf : too.much High Tech ! Denk immer daran: der High Tech von heute ist der Antic Tech von morgen ! Man weiss bei dieser schnellebigen Branche nie, aus welcher Ecke grundlegende Innovation u neue Konkurrenz kommen. Wenn zB der “Quanten Computer” mal kommt, kann man ALLES, aber auch wirklich ALLES High Tech Gerät entsorgen, incl Texas Instruments und Taiwan Semikonductor. Diese Dualen Chips kann man beim Quantum computing nicht mehr benutzen. . . . Aber bis dahin dauert es noch ein paar Wochen !
      Wer sich auf Quantecomputer schon mal vorbereiten will : IBM, Alphabeth, vielleicht auch MSFT. Es wird dann eine riesige Menge an neuer Software erstellt werden müssen, incl Betriebsystemen, und natürlich tiefgekühlter Hardware. . . Viel Fantasie ! . . .

      Von CRISPR, etc, würde ich Abstand nehmen. Da würde ich lieber einen biotech ETF oder BB Biotech kaufen

      Ich hab inzw. auch schon jede Menge REITs . die sind übrigens QuantenComputing immun, aber leider nicht Zins immun.. die werden in Zukunft wohl immer eine schöne Dividende abwerfen, aber wegen der Zinsängste rechne ich nicht damit, dass sie in den nächsten Jahren gross steigen. Rückschläge sind aber Kaufgelegenheiten

      1. Noch was :
        Du willst einen Ten Bagger in deinem Depot !? Dann Kauf Alibaba. Wenn jetzt schon der Jeff bezos nicht mehr so richtig will, wer soll s denn dann richten ?

        1. Vielen Dank für deine hilfreichen Einschätzungen Manfred (und auch dir, Matthias66 danke ich!),
          das sind schon mal interessante Impulse, die ich gerne aufnehme.
          Tatsächlich steht Alibaba wieder da, wo sie vor 12 Monaten auf dem Kurschart standen, faszinierend…
          Ja, 2-3 REITs zusätzlich plane ich Ende 2021 aufzunehmen, die Einnahmeströme sind einfach sehr nützlich für die Finanzierung weiterer Käufe.
          Euer beider Feedback (weniger Tech, mehr defensive Aktien, z.B. aus Konsumbereich) passen zu meiner Watchlist, auf der Titel wie MunichRe, BASF, Bayer, Hochtief oder auch J&J, Caterpillar, Rio Tinto und Verizon stehen. Viele dieser Titel sind leider sehr heißgelaufen, deshalb zögere ich noch einen Einstieg.
          Und ja, Alphabet, MSFT und Apple sind in einigen Tech-Trends (wie Quantencomputing) schon tief drin, das Gute am A12CX1: Die sind mit über 1% dort schon drin.
          Vielen Dank Euch beiden schon mal!

  17. Hallo Matthias,
    danke für den Einblick. Immer wieder interessant, in fremde Depots hineinschauen zu dürfen. Als eher defensivem Anleger, dem neben Ertrag und Wachstum auch der Kapitalerhalt wichtig ist, würden Deinem Depot aus meiner Sicht ein paar Titel aus den Bereichen defensive Konsumgüter bzw. Gesundheitswesen ganz gut tun. Schnäppchen dürften zur Zeit aber schwer zu finden sein. In Q2 soll Synlab an die Börse kommen. Interessantes Unternehmen, wie ich finde.
    BG, Matthias66

  18. Hallo Matthias,

    finde Deine Anfrage sehr interessant, aber ich denke, dass ich Dir kaum weiterhelfen kann.
    Das ist doch eine sehr persönliche Sache, wie man sich mit seinen Investments wohlfühlt, und auch was die Ziele sind (welche Risiken kann / will man mit dem Depot oder einem Teil des Depots eingehen etc.)

    Wenn ich an mein Depot denke, und meine Top-level Strategie seit ein paar Jahren, dann fällt mir zum Beispiel auf
    – dass der verfolgte Buy and Hold -Ansatz sehr gut funktioniert (hier ist wohl auch eine längere Erfahrung / Geduld notwendig)
    – dass ich mich mit den einzelnen Werten, je länger ich sie im Bestand habe, sehr gut auskenne, und deshalb z.B. wohl ganz gut einschätzen kann, wann im Einzelfall ein aufstocken sinnvoll wäre
    – dass ich auf die Gewichtung achte (Anteil im Portfolio)
    – dass ich gemäß meiner Ziele und Risikoaffinität zukaufe
    – dass ich mir durch eine Vorgehensweise in kleinen Schritten ganz gut neue Bereiche erschließen kann (Pharma, Biotech)
    – dass es ca. alle 1-2 Jahre Einschätzungen von mir gibt, wo ich mir sehr sicher bin (ich denke hier an JPM in der Corona-Krise), und in diesen Fällen könnte ich noch konsequenter noch mehr Kapital einsetzen (freimachen)

    Am einfachsten ist sicher, dass Du die Entwicklung mit Deinen Zeilen abgleichst (Kurs, Dividende, Dividend Growth…Risiken, unter Berücksichtigung Umfeld…) und dann siehst Du ja, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

    Bei den von Dir genannten Werten gibt es interessanterweise nur eine Überschneidung mit meinem Depot, Amgen, wenngleich ich einige der anderen Werte kenne und teils schon länger in meiner watch list habe (z.B. weiter oben in der watch list, aber als “Spezialfälle”: Enbridge, Salesforce…)

    BASF ist in meinem Depot gut vertreten, aber da gab es natürlich in den letzten Jahren gute Kaufgelegenheiten, persönlich werde ich jetzt auf dem Niveau nicht zukaufen.

    Gerne aufstocken möchte ich auch Siemens, hier “befürchte” ich, dass wir die schönen Kaufkurse um die 100€ sobald nicht wieder sehen…

    VG und viel Erfolg mit Deinen Aktien
    1Steven1

    1. PS: Meine Meinung zu Investments in China hatte ich hier schön öfter gepostet. Wie gesagt, auch das muss jeder selbst entscheiden…

      VG
      1Steven1

  19. Hallo Matthias,

    Du stellst ja hier große Fragen. Die Antworten von 1Steven1 kann ich nur unterstützen. Du musst Deinen Weg finden, Dir einen Plan zu erstellen, wie Du langfristig investieren willst.

    Ich kann Dir 2 Wege aufzeigen, meine Frau hat ein Depot und ich ein zweites, beide etwa gleich groß (Geldmenge).

    Meine Frau hat Mitte der 90iger Aktien von der Großmutter und Mutter geerbt, Anfang der 2000der vom Vater. Aktien hat sie nie verkauft, die Dividenden waren ihr Taschengeld, sie hat seit unserer Heirat nicht mehr gearbeitet. In ihrem Depot befinden sich 20 Titel, der 21iste ist Siemens Energy. Meine Frau wollte nie mehr Titel, sie wollte die Übersicht behalten. Zudem hat sie nur Firmen, die sie kennt.

    In diesen über 25 Jahren hat sich das Depot verändert. Schering musste sie durch die Übernahme von Bayer abgeben. Die Deutsche Bank hat sie wegen Ackermann für 92 Euro verkauft. Douglas wurde von der Börse genommen. Veolia, Suez und Engie hat wegen den Staatlichen Einfluss durch Beteiligungen und Gewerkschaften verkauft. Dazu kamen Verkäufe wegen schlechter Unternehmensentwicklungen. Diese Entwicklungen waren aber positiv für die Depotentwicklung.

    Der Investitionsansatz ist der gleiche wie der, den Ben und viele hier haben. Das Depot hat sich in weniger als 10 Jahren immer verdoppelt. 2020 war das schlechteste Jahr seit der Lehman/Euro-Krise. Das Depot ist nur 0,3% gestiegen, die Brutto-Dividende betrug 3,25%, Fielmann hat keine Dividende gezahlt und Shell deutlich reduziert.

    In dem Depot befinden sich nach Anteil aufgeführt:

    BB Biotech, Nestle, Novartis, Siemens, Apple, Roche, Procter & Gamble, Vonovia, Fielmann, Intel, Kimberly-Clark, Talanx, LEG, IBM, Siemens Healthineers, Kraft Heinz, Siemens Energy und TUI.

    Matthias, Du bist ja so nach Ten Bagger aus, der erste war bei meiner Frau Apple, beim Höchstkurs von 87,10 EUR im Februar war sie mit BB Biotech 3% vom Ten Bagger entfernt, das wird dieses Jahr aber noch kommen. Der Kurz derzeit ist mit 72,50 nach der Dividendenzahlung stark gefallen, für mich ein Kaufkurs. In BB Biotech stecken u.a. 3,1% Crispr Therapeutics und 6,7% Moderna (mRNA-Impfstoff Corona)

    Der Konsumanteil im Depot beträgt 33%, der Anteil Gesundheit beträgt 32%, Technologie 14%.

    Und nun zum zweiten Depot, meines:

    Ich hatte mich 1998 selbstständig gemacht mit sehr guter finanzieller Ausstattung. Bis ca. 2005 war ich mit meiner Selbstständigkeit so gefestigt und mein Festgeldkonto füllte sich, ich wurde regelmäßig von der Bank angerufen wegen Geldanlagen.

    Mit einen mittleren 5-stelligen Betrag bin ich an der Börse eingestiegen.

    Meine ersten Anlagekriterien waren:

    1. Wie haben die in Frage kommenden Aktien den Neuen Markt und 9/11 überstanden.
    2. Mein Depot soll eine Ergänzung zu dem Depot meiner Frau sein.
    3. Die Gesamtaufteilung:
    25% in Euro-Aktien
    25% in europäische Nicht-Euro-Aktien
    25% in USD-Aktien
    25% Südafrika, Asien und Ozeanien

    Insgesamt habe ich 12 Aktien im ersten Jahr gekauft, das Geld gleichmäßig verteilt. Die einzige Aktie von damals in meinem heutigen Depot ist die Allianzaktie.

    Unter Einhaltung meiner festgelegten Regeln habe ich regelmäßig neues Geld eingezahlt (ich habe gut verdient) und mit den Dividenden nachgekauft und Neuanlagen getätigt. Das Depot wuchs von Jahr zu Jahr. Ende 2011 habe ich Exceltabellen für beide Depots erstellt, um genauere Erkenntnisse zu erlangen. das Ergebnis war, die Hauptwachstumstreiber für beide Depots war Europa und Nordamerika.

    Die neue Strategie ist nun:
    1/3 in Euro-Aktien
    1/3 in europäische Nicht-Euro-Aktien
    1/3 in USA und Kanada

    An anderer Stelle habe ich hierzu geschrieben, auch zu China.

    Das Depot meiner Frau hat sich auf den Stand wie oben beschrieben verändert, bei meinem Depot lief es ein weinig anders. In meinem Depot waren deutsche, europäische und amerikanische Standartwerte, Adidas, Allianz, Airbus, Bayer, Deutsche Post, Linde, Hugo Boss, Daimler, SAP, BAT, Diageo, BHP Billiton, Novo Nordisk, Roche, Apple, Celgene, Coca-Cola, McDonalds, General Electric, Gilead.

    2014/2015 begann ich aus Altersgründen meine berufliche Tätigkeit zeitlich zu reduzieren. Dies ermöglichte, ich konnte mich mehr auf unsere Depots konzentrieren.

    Ich analysierte alle Aktien von uns, suche Aktien die zukünftig beherrschend sind (disruptiv)

    1. Die Deutsche Post liefert immer mehr Pakete von Amazon aus, logisch, Amazon gekauft.
    2. McDonalds verkauft, dafür Microsoft gekauft.
    3. Dazu aus der zweiten Reihe Evotec und Nemetschek gekauft.
    4. Nvidia, AMD, ASML gekauft.
    5. Frühzeitig auf Erneuerbare Energien gesetzt, Coca-Cola, BAT und Diageo verkauft, dafür Orsted, Scatec, NextEra und Encavis gekauft.
    6. Auf Umweltschutz gesetzt und Tomra Systems gekauft.
    7. Für insgesamt knapp 2,5% meines Depots in 2019 7 Wasserstoffaktien gekauft, frühzeitig. Ich habe mehrere Teilverkäufe getätigt, Insgesamt habe ich hier den 3 1/2-fachen Einsatz nach Spesen und Steuern entnommen und in Mowi, Medical Properties, Varta, Alfen und Compleo investiert. Der Einsatz und 100% sind im Depot verblieben.

    Nach Beate Sanders Rat, von Teilgewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden, habe ich die Hälfte meiner Apple-Aktien verkauft (Apple ist noch mit 7,5% der größte Posten im Gesamtdepot). Zudem habe ich Teilverkäufe bei Amazon, Microsoft, Evotec und Nemetschek vorgenommen. Das Geld wurde in sichere Dividendenzahler wie AT&T, Shell und Aufstockung z.B. bei der Allianz angelegt.

    In den letzten 3 Jahren waren die Erlöse aus Teilverkäufen höher als die Dividenden meiner Frau und meine.

    Ein wichtiger Punkt ist auch die eigene Risikobewertung. Die Eingangsstufe, das größte Risiko, hat 0,5% Depotwert. Dann gibt es bei mir die 2-, 3-, 4-, 5- und 6-fache Eingangsstufe. Meine Beispiele:
    Compleo ist Stufe 1
    Alfen ist Stufe 2
    Varta ist Stufe 3
    Encavis ist Stufe 4
    Orsted ist Stufe 5
    Allianz ist Stufe 6

    Wenn ein Unternehmen sich nach einer gewissen Zeit so entwickelt, wie ich mir das vorgestellt habe, erfolgt ein Zukauf in die nächste Stufe.

    Matthias, Du siehst, es führen viele Wege nach Rom, Du musst nur Deinen finden. Der richtige Weg richtet sich nach Anlagezeit, wieviel Zeit kann man aufwenden, das eigene Risiko-Profil. Man muss das Risiko über mehrere Branchen verteilen.

    Matthias, ich habe in den letzten Jahren verstärkt im Technischen Bereich investiert, hier habe ich als Ingenieur das Wissen und kann die Unternehmen beurteilen. Mittlerweile habe ich 3 Ten Bagger, diese habe ich durch vorausschauendes investieren und Geduld erlangt.

    Matthias, ich hoffe, Du wirst weise handeln.

    Viele Grüße

    Peter

    1. Vielen Dank für deine wundervollen Zeilen, lieber Peter, das bedeutet mir sehr viel und zeigt, dass hier im Forum echter Austausch (auch über Einzeiler hinaus) erfolgt. Klasse!

      Es ist spannend, Eure Entwicklung nachzuvollziehen. Unglaublich, wieviele Wechsel Ihr an der Börse schon mitgemacht habt.

      Die Einschätzungen von Steven und dir haben mir – trotz nicht erfolgter Anlageberatung – durchaus geholfen, in meinem Reflexionsprozess.
      So habe ich nun Merck US verkauft (es war nicht nötig, zwei im Depot zu halten: Amgen und Merck US),
      habe Amgen aufgestockt und
      eine erste Position bei BB Biotech angekauft (in der Tat spannendes Unternehmen).
      Aus regionaler Sicht ist dieser Move auch sinnvoll (Amgen/USA + BB Biotech / Schweiz ist eine gute Diversifizierung).

      Meine Einschätzung zu China:
      In der Tat ist das hochpolitisch und äußerst schwer einzuschätzen.
      Alibaba ist gerade böse bestraft worden und trotz eines günstigen Einstiegskurses nehme ich davon erstmal Abstand.
      Es kann auch durchaus sein, dass ich mit meiner derzeitigen Baozun-Position (über 500 EUR im Minus) daneben liegen werde (hier ist meine Hoffnung übrigens folgende: Baozun ist noch wesentlich kleiner als Alibaba und deshalb weniger im Fokus der chinesischen Regulatoren. Das Geschäftsmodell hingegegen ist nicht unähnlich).
      Andererseits ist da eine Tencent, die unglaubliche Kennzahlen aufweist und sehr viele tolle Beteiligungen an anderen Firmen hält (u.a. 18% JD.com, 12% Snapchat, 5% Tesla). Ich vertraue den Märkten nun bewusst und habe TCT heute aufgestockt.
      Tencent erinnert mich in ihrem Beteiligungsansatz übrigens an Danaher und BB Biotech, die ich mittlerweile auch beide im Depot habe.

      Stichwort “Ehepartner”:
      Meine Frau hat übrigens ein Partoffel-Depot, 2-3 ETFs und fertig.
      Kann durchaus sein, dass ich am Ende (trotz des Aufwandes) nicht wesentlich mehr Rendite erziele…;-)

      Bewölkte Grüße aus Berlin, Matthias

      1. Mathias,

        Mein Banker vor 30 Jahren hat mal mir gegenueber einen Spruch losgelassen, der mein boersenleben entscheidend beeinflusst hat. Auch ich habe damals aus einem inneren emotionalen Drang heraus fast jeden 3. tag an der Boerse was gemacht. Kaufen, verkaufen, veraufen kaufen, neu anlegen, etc, etc. Da sagte er einen Satz, derbis heute in meinem Ohr klingelt : ” Man muss nicht jeden Tag an der Boerse was machen, die Boerse gibts noch lange ! ”

        Noch eine weisheit von charly munger :
        ” Der Geduldige wird an der Boerse belohnt. Meist ist es besser, nichts zu machen.”

        Und ein spruch von Kostolany : “Antizyklissch handeln, darin liegt der Erfolg an der Boerse !”

        1. Ja lieber Manfred,
          2020 war ich ja zwischenzeitlich noch ein Aktien”trader”, mittlerweile bin ich auf einem guten Weg zum Buy-and-Hold-Kleinaktionär.
          Ich gelobe Besserung und immer geduldiger zu werden. Versprochen! ;-)

          Über 80% meines Depots sind schon jetzt so angelegt, dass es eine gute Zukunftsfähigkeit hat,
          Beispiele:
          * Brookfield Renewable => Stark in Hydro-/Solar- und Windenergie, global aufgestellt
          * Tencent => Unglaubliche Marktmacht und viele Beteiligungen
          * Danaher und BB Biotech => Wie Tencent, im Bereich technische Systeme bzw. Biotechnologie
          * Airbus => Elektroflugzeuge und Tourismus werden wiederkommen. Auch war ich da mal tätig (als externer Berater): Diese Firma hat einen tollen Burggraben.
          * Nintendo => Der Gaming-Sektor wird weiter boomen. Was soll dagegen sprechen?
          * Adobe => Software wird weiterhin benötigt und durch Corona noch wichtiger werden.

          Wie Peter oder Steven angemerkt haben: Tatsächlich ist der Tech-Bereich bei mir etwas überbewertet.
          Das liegt einerseits daran, dass ich da ein wenig mitreden kann und andererseits sind hier die größten Zukunftstrends zu vermuten.

        2. Hallo Manfred,

          ich habe noch 2 Weisheiten von Warren Buffet:

          “Kaufen wenn die Kanonen donnern”
          “Ich benötige nur 10 Aktien, die jeweils Beste seiner Branche”

          Viele Grüße

          Peter

  20. Hi Matthias,

    ich finde Peter P hat einen wirklich sehr guten Ansatz genannt.

    Für mich allerdings schwierig umzusetzen, ich ordne mich (wie Ben) eher in die Buy-and-Hold (and check) Ecke ein und möchte, wenn es nicht unbedingt sein muss, keine Aktie verkaufen.

    Wichtig finde ich dass man nach einer Strategie handelt, mit der man sich wohl fühlt und gut schlafen kann.

    Ich hätte mich zum Beispiel mit den von Peter genannten Wassserstoffwerten eher nicht so wohl gefühlt, habe aber selbst kein Insiderwissen bzw. bin kein Ingenieur.

    Ein bisschen (oder manchmal auch etwas mehr) Glück gehört immer dazu, z.b. haben genau diese Werte in letzter Zeit ja ordentlich Federn gelassen.

    Die von dir genannten Brookfield Renewables, Danaher, Tencent und Adobe liegen bei uns auch im Depot.

    Im Kern setze ich auf eine Dividendenwachstumsstrategie (60-70 %) – mit langweiligen Konsumgüterwerten wie Coca Cola, Pepsi, Mondelez, McCormick und Johnson&Johnson gepaart mit schnelleren Dividendensteigern wie z.b. Blackrock, T Rowe Price, Brookfield Asset Management, Novo Nordisk, Danaher oder Texas Instruments. Siemens gehört natürlich auch dazu ;-)

    Also alles Werte, die über Dekaden bewiesen haben, wie wiederstandsfähig sie sind. (wobei KO in letzter Zeit zu kämpfen hatte)

    Einen Teil vom Depot, ca. 10% habe ich für Highyielder reserviert, da liegen einige REITs, Utilities, Tabakwerte oder z.b. AT&T.

    Den Teil habe ich aufgrund des meiner Meinung nach höheren Risikos begrenzt, pusht aber schön meine Dividendeneinnahmen.

    Die restlichen 20-30 % füllen bei mir Wachstumswerte, wobei ich da auch einige Smallcaps liegen habe, u.a. Datagroup, Friedrich Vorwerk, Media and Games Invest, Deutsche Industrie REIT, Fabasoft oder Advanced Blockchain AG. (lieber deutschsprachige Werte weil ich diese leichter verfolgen kann)

    Zu den größeren Werten zählen Amazon, Tencent, Microsoft, Thermo Fisher, Disney, Autodesk oder Innovative Industrial Properties.

    Das ist grundsätzlich meine Strategie, mit der ich mich wohl fühle..

    LG

    Sebastian

  21. Hallo Sebastian,

    meine Frau investiert nach Ben`s Ansatz, ich investiere seit ca. 6 Jahren nach Ben’s neuen Ansatz, Dividendendepot und Anti-Depot.

    Ich befolge nach meinem größten Verlust an der Börse den Rat von Warren Buffet, “Sieh Dir die handelten Personen in den Unternehmen an”.

    2013 – Ich hatte seit ein paar Jahren KPN im Depot, gut 4% Dividende und Kurssteigerung ca. 50%. Die Finanzvorständin wird entlassen und der Kurs stürzt auf 1,60 EUR ab.

    2014 – SAB Miller wird übernommen, Zwangsverkauf

    2017 – Als Baumann die Übernahme von Monsanto bekannt gab, habe ich am nächsten Tag verkauft, für ca. 110 EUR. GE habe ich nach Vorstandsentlassung verkauft für ca. 20 EUR. Daimler habe ich sofort nach Bekanntgabe des Dieselskandals bei VW verkauft.

    2018 – Habe 3M nach Gewinnwarnung mit gutem Gewinn verkauft.

    2019 – Habe J&J nach dem dritten Aufkeimen des Vorwurfes “Asbest in Kinderpuder” verkauft. Vorstände, die solche Probleme nicht lösen können, haben nicht mehr mein Vertrauen.

    2020 – Für mich war im Januar klar, die Pandemie kommt auch nach Deutschland und habe mein Depot angepasst, BASF, Sixt und S+T raus, dafür BioNTech, Shop Apotheke und Encavis rein.

    Sebastian, all diese Aktien habe ich mit Absicht gekauft, diese langfristig zu halten.

    Durch die erzwungenen Änderungen habe ich bessere Aktien gefunden.

    In meinem Depot befinden sich derzeit 35 Titel, gemäß meiner Risikobeurteilung.

    80% des Depotwertes sind in Dividendenaktien angelegt, von AT&T mit 6,8% bis Orsted mit 1,0%. Der Rest ist in Wachstumsaktien angelegt, die unter 1% oder keine Dividende zahlen. Ca. 3% sind Aktien meiner Risikostufe 1, Compleo und den verbliebenen Rest der H2-Aktien.

    Bei den H2-Aktien habe ich einen kleinen Restbestand behalten. Die Aktien werden nach der notwendigen Korrektur wieder steigen. Für die notwendige Dekarbonisierung gibt es keine Alternative zu Erneuerbare Energien UND Wasserstoff.

    Viele Grüße

    Peter

    1. Hallo Peter,

      danke für deine ausführlichen und sehr interessanten Erläuterungen.

      Ich verstehe deine Anlagephilosophie und schätze dich sogar als “Börsenprofi” ein.

      Der Erfolg gibt dir recht!

      Da kann ich nur den Hut vor ziehen.

      Bei mir sollen bewährte Unternehmen wie die von dir verkauften 3M, J&J oder auch McDonalds das Grundgerüst bilden. (Lustigerweise bei J&J immer dann nachgekauft, wenn der Asbestvorwurf aufkeimte)

      Bei diesen Titeln habe ich Geduld und die Möglichkeit genutzt um die Positionen aufzustocken.

      Von der Aufteilung sind wir ja garnicht soweit auseinander.

      Bei den erneuerbaren Energien habe ich auch Encavis, Brookfield Ren., Friedrich Vorwerk als Strom und-Wasserstoffinfrastrukturwert und noch Energiekontor im Depot.

      Energiekontor hat zuletzt übrigens die Dividende um 100 % erhöht und ist noch nicht ganz so hoch bewertet.

      Grundsätzlich finde ich die Aufstellung und Aktien von Matthias gut.

      LG

      Sebastian

  22. Hallo peter und alle anderen,

    Würdet ihr aktuell At&t kaufen wegen der divrendite? Ich habe das erstemal at&t vor 3 jahren gekauft und der kurs ist aktuell bei +-0. Aber die Dividende wurde immer zuverlässig bezahlt

  23. Noch als Ergänzung zu meinen Vorpost:

    Ich habe gesehen, dass du BB Biontech aktuell für einen guten Einstiegszeitpunk hältst lieber Peter P allerdings nervt mich die schweizer Quellensteuer sehr.. Hast du weitere alternativen mit einer guten Dividende und guten Einstiegszeitpunk? Ich wäre dir /euch sehr verbunden

  24. Langfristig sehe ich Laborausrüster als einen Profiteur der Demographie absolut keine Frage!
    Ob es Synlab ist, kann ich nicht sagen ich halte mich bei IPOs immer zurück. Daher greife ich lieber auf bestehende zu in diesem Fall dann ThermoFisher Scientific.

    Keine Frage günstig sind sie (TMO) nicht mehr, aber im Vgl zu anderen noch “fair” bewertet. Ich würde daher eher zu TMO statt zu Synlab tendieren rein begründet durch die Thematik der IPO.
    TMO ist fest im Markt drin, bekannt und wird profitieren, ob Synlab den Sprung schafft ist nicht klar, daher zahle ich den Aufpreis zu TMO gerne.

  25. Hallo,

    wer sich für Labor-Dienstleistungen interessiert, sollte sich mal Eurofins Scientific ansehen. Sie sind in ihren Dienstleistungen breit aufgestellt.

    Viele Grüße

    Peter

    1. Hallo,

      Ein Freund von mir hat vor 20 Jahren bei einer Firma angefangen, die heute zu Eurofins gehört und ist immer noch dort. Was der Anlass für mich war eines Tages auch einige Eurofins zu kaufen, zu 512,- in 2018 und in 06/2020 habe ich leider die Nerven verloren, auch vor dem Hintergrund der immer schon sportlichen Bewertung von Eurofins, die gehört sozusagen zur DNA von Eurofins. Dann hat der Markt Corona und vorallem Post-Corona irgendwann eingepreist und der Split hat auch Luft für weitere Kurssteigerungen gebracht. Heute würde ich mich von Eurofins nicht mehr trennen … Eurofins hat übrigens eine französische Wertpapier-Kennnummer, ist aber in Luxemburg angesiedelt, so dass ich auf die bescheidene Dividende keine Steuer gezahlt habe. (Verlustverrechnung/Sparerfreibetrag)

      Würde ich Eurofins nochmal kaufen ? Ja, aber nicht beim Allzeithoch, eher in einer Korrekturphase.

      Zum Thema Labor-Dienstleistungen habe ich auch noch Stratec Biomedical. Das erste Mal 65 Stücke zwischen 2002 und 2004 in meinen Anfangsjahren. Beim zweiten Mal ab 2007 war ich dann ausdauernder, und halte die 75 Stück bis heute und sehe weit und breit keinen Grund mich zu trennen. Wenn mir alle meine Entscheidungen so viel Freude machen würden … . Kurssteigerung und Dividenden ergeben +/- 10% jährlich, inflationsbereinigt.

      Beide Gesellschaften sind auf jeden Fall einen Blick wert. Bei Labordienstleistungen spukt mir auch noch der Börsengang von Synlab im Hinterkopf rum.

      Generell finde ich die Bewertungen interessanter Firmen aktuell gerade extrem ambitioniert, die Vernunft sagt eigentlich Kaufkandidaten recherchieren und Pulver trocken halten. Was meint Ihr ?

      Grüsse

      Lernkurve

  26. Hi,
    ich sehe wie James grundsätzlich die Konstellation des IPO als kritisch, insbesondere da Alteigentümer “Kasse” machen wollen.
    Im Gegensatz zu James sehe Synlab eher als Dienstleister, nicht als “Laborausrüster”. Daher ist ThermoFischer, aber auch Danaher wie auch Roche als die Hersteller der Laborausrüster (deren Bewertung ist ein anderes Thema) als die Profiteure, falls Synlab & Co sich als Boom erweisen. Als reiner Labordienstleister, ist deren Geschäftsmodell mit etwas Kapital schnell kopiert, was für mich keinen “Burggraben” darstellt, im Gegensatz zu den Herstellern des Hightech-Equipments.
    Um es bildlich zu übersetzen sollte man im Goldrausch die Aktien des Schaufelherstellers kaufen.
    Andererseits sollte sich Synlab&Co. als großer Player etablieren und somit eine “Einkaufsmacht” darstellen, könnte dies die Marge der Laborausrüster einen Einfluss haben…

    Beste Grüße
    Alex M.

  27. Synlab scheint in der angekündigten Preisspanne etwas günstiger bewertet zu sein als Eurofins. Die gesamte Branche ist durch die Coronakrise allerdings auch gehypt und es werden vermutlich auch keine Mörderdividenden gezahlt. Daher werde ich erstmal abwarten.
    BG, Matthias66

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