Hochdividendenwert neu ins Depot gekauft

Mit meinem Blog und meinen Anlagekriterien verfolge ich ja grundsätzlich die sog. Dividendenstrategie. Mein Fokus liegt aber nicht auf Hochdividendenwerten, sondern auf gut aufgestellten Unternehmen, die im besten Fall eine monopolartige Stellung haben und zugleich steigende Dividenden ausschütten. Eigentlich befindet sich mit Omega Healthcare Investors erst ein Hochdividendenwert in meinem Depot, die Dividendenrendite beträgt aktuell 8%.

Hohe Dividenden stehen in der Regel auch für ein hohes Risiko. Deshalb habe ich um entsprechende Titel mit zweistelliger Dividendenrendite bisher einen großen Bogen gemacht.

Auf der Suche nach einem niedrigeren Risiko bei trotzdem hoher Dividende bin ich nun in Australien fündig geworden. Hier war ich bisher ja schon mit Sydney Airport und der Transurban Group in zwei Infrastrukturwerten investiert. Und auch der neue Wert besetzt das Thema Infrastruktur. Diesmal geht es aber nicht um Transport.

Sondern mal wieder das Thema Stromnetze. Mit Red Electrica in Spanien und Terna in Italien habe ich ja schon gute Erfahrungen gemacht. Außerdem hatte ich mal die belgische Elia im Depot. Nun also Australien.

Die Rede ist von Spark Infrastructure und hier verhält es sich ein bißchen anders. Es ist nämlich eine Beteiligungsgesellschaft, die an drei australischen Stromversorgern jeweils eine Minderheitsbeteiligung von 49% hält.

Aktienkauf

Gekauft habe ich 1.000 Aktien zum Kurs von 1,53 € über Tradegate. Die Consorsbank berechnete mir 9,95 € Kaufgebühren dafür. Insgesamt zahlte ich also 1.539,95 € für den Kauf. Der Kauf vom 23.08.2018 wird mit Wertstellung 27.08.2018 meinem Konto belastet.

Kaufabrechnung Hochdividendenwert Spark Infrastructure August 2018

Bei der Spark Infrastructure Group sind – wie in Australien häufig – mehrere Wertpapiergattungen zu einem Wertpapier gestapelt. Dabei werden Aktien und Anleihen zu „Stapled Securities“ gebündelt. Die Dividenden sind dann mit unterschiedlichen Quellensteuersätzen versehen, aber in der Regel auch für den deutschen Anleger steueroptimiert.

Buchtipp zu Hochdividendenwerten
Wenn Du Dich für weitere Hochdividendenwerte interessierst, dann empfehle ich Dir das Buch Bargeld statt Buchgewinn – Mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen. Meine ausführliche Buchvorstellung kannst Du hier nachlesen.

Die drei Stromversorger beliefern die beiden australischen Zentren Sydney und Melbourne sowie die Bundesstaaten Victoria und South Australia mit Strom. Zudem besteht eine 15%-ige Beteiligung an TransGrid mit einem 13.000 Kilometer langen Stromnetz. Insgesamt besteht zu über der Hälfte aller Australier eine Verbindung.

Hochdividendenwert

Spark Infrastructure schüttet zweimal jährlich eine Dividende aus. Zahltermine sind im März und im September. Mit meinem jetzigen Kauf bin ich bei der nächsten Zahlung am 14.09.2018 dabei. Ex-Dividende ist am 04.09.2018 und gezahlt werden sollen 0,08 AUD pro Anteilsschein. Das ergibt – gemeinsam mit der Märzzahlung – eine Dividendenrendite von 6,7%. Mit einem solchen Wert zählt die Aktie für mich als Hochdividendenwert.

Berücksichtigen sollte man, dass die Dividendenzahlung natürlich Fremdwährungsrisiken unterliegt. Wird der australische Dollar gegenüber dem Euro schwächer, dann sinkt auch die Dividendenrendite. Umgekehrt kann sie aber natürlich auch steigen. In meiner Risikostruktur analysiere ich meine Fremdwährungsrisiken. Bisher habe ich sie ganz gut im Griff!

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Spark Infrastructure ist gut kalkulierbar und stark reguliert. Niemand wird neue Stromnetze bauen, um mit den Beteiligungsunternehmen in Konkurrenz zu treten. Damit ist das Wachstum aber auch begrenzt. Von diesem Hochdividendenwert sind deshalb keine Wunder zu erwarten. Für mich ist er eine Beimischung und gut geeignet, sichere Dividenden zu generieren.

Weitere Investmentstrategie

Ich bin erst mal mit 1.000 Aktien gestartet und will die Kursentwicklung noch besser kennen lernen. Wenn alles zu meiner Zufriedenheit verläuft, kann ich mir gut vorstellen, im nächsten Jahr weitere 1.000 Aktien zu kaufen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Spark Infrastructure Group
ISIN:AU000000SKI7
Im Divantis-Depot seit:23.08.2018
Letzter Nachkauf am:03.05.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:2.500
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:1,45 €
Gesamtkaufpreis:3.633,09 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:72,00 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

27 Gedanken zu „Hochdividendenwert neu ins Depot gekauft“

  1. Glückwunsch zum Kauf. Ich hatte auch schon darüber nachgedacht, bin aber am Ende beim Kauf über Comdirect gescheitert. Es kommt der Hinweis: Für dieses Produkt ist der Handel nicht möglich, da es nicht für Privatkunden zugelassen ist. :-(

    1. Hallo André,
      das ist interessant und auch bedauerlich, wie unterschiedlich die Banken solche Wertpapiere einstufen. Ich habe bei der Consorsbank gehandelt und es war überhaupt kein Problem.

      Viele Grüße Ben

    1. Hallo Stefan,

      dafür hat sich der Aktienkurs seitdem fast verdreifacht. Und die Dividende ist nie ausgefallen, sondern immer auf relativ hohem Niveau gewesen.
      Aber ja, sie war schon mal höher. Insofern sicher ein wichtiger Aspekt. In diesem Fall hält er mich aber nicht von einem Investment ab.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben, was denkst Du von GE Investment?
    Bin vor kurzen auf das Titel aufmerksam geworden. Es ist sehr stark gefallen, aber generell an dem Unternehmen hat sich nicht viel verändert. Es ist nach wie vor eine der groessten Unternehmen der Welt, die Dividenden werden nach wie vor gezahlt.
    Zukünftig gesehen, sind da gute Aussichten auf steigende Kurse.

    VG
    Miro

    1. Hallo Miro,

      ich kenne General Electric (GE) schon sehr lange. Hatte sie zu Zeiten von Jack Welch sogar selbst im Depot. Seit etwa 15 Jahren bin ich der Meinung, dass man die Aktien nicht im Depot haben muss.
      Und an dieser Meinung hat auch der jüngste massive Kursrückgang nichts geändert. Das Unternehmen ist bilanziell sehr schwach aufgestellt, vermutlich mit hohen stillen Lasten. Für die Zukunft fehlt es an einer nachvollziehbaren Strategie, die Dividende ist keineswegs sicher.
      Ich investiere mein Geld lieber in nachhaltig wachsende Unternehmen. Es gibt so viele andere tolle Aktien!

      Wie immer gilt: Du musst Dir Deine eigene Meinung bilden und vielleicht ist GE auch die beste Investmentidee aller Zeiten. Ich glaube das zwar nicht, aber an der Börse ist alles möglich.

      Viele Grüße Ben

  3. Hallo Ben,

    ein immer wieder interessanter Blog, den du aufgebaut hast. :) …und den ich gerne lese. Wirklich gut recherchiert und informativ!!

    Dein neuer Wert „spark infrastructure …“ lässt sich über Flatex problemlos buchen, hab kleine Tranche beiseite gelegt.
    Kannte früher australische Werte gar nicht, spannendes Spektrum. Bin da mehr an den „guten britischen Werten“ dran gewesen.
    Naja, man lernt dazu.

    Viele Grüße
    Crispo

    1. Hallo Crispo,

      Danke für die Info! Mit Flatex habe ich selbst noch keine Erfahrungen, aber gut zu wissen, dass dort solche Titel handelbar sind. Vielleicht ist das ja für andere Leser eine Alternative.

      Danke auch für das motivierende Feedback!

      Wünsche weiterhin viel Erfolg an der Börse!

      Viele Grüße Ben

  4. Hallo Ben ,

    Bin jetzt auch investiert , verlasse mich auf deine Analyse:-) ….. Informationen zu der Position sind sehr begrenzt im Internet !

    Verfolge deinen Blog jetzt schon länger und bin begeistert.

    Beste Grüße

    Patrick

  5. Hey Ben,

    stört es dich bei Spark nicht, dass sie die Dividenden aus der Substanz zahlt und nicht aus den Gewinnen (Gewinne 0,05 AUD, Dividende 0,16 AUD)?

    Liebe Grüße
    Sven

    1. Hallo Sven,

      nein, das stört mich nicht. Weil die Ausschüttung durch den freien Cash-Flow gedeckt ist. Durch die in Australien übliche Konstellation, dass die Aktie und ein Schuldschein zu dem börsennotierten Wertpapier „gestapelt“ werden, ist die Ausschüttung keine ausschließliche Gewinnausschüttung, sondern enthält auch Zinsanteile. Sie ist deshalb von den Kennziffern her nicht mit den üblichen Dividenden vergleichbar.

      Viele Grüße Ben

  6. Hallo ich finde die Firma sehr interessant besonders für Langfristige Anleger aus meiner Sicht gibt es keine große Konkurrenz oder besser gesagt keine)))

    Wie sieht es bei der Firma mit den Schulden aus können sie zum Problem werden wenn die Zinsen wieder steigen?Wieviele Schulden hat die Firma und wieviel muss für den Schuldendienst pro Quartal bezahlt werden?

    So wie ich sehe will die Firma in den kommenden 10 bis 20 Jahren fast ausschließlich auf erneuerbare Energien umsteigen was ist sehr gut finde das sichert eine gute Rendite.

  7. Spark Infrastructure hat heute bekannt gegeben, dass aufgrund eines ungünstigen Steuerurteils die Dividende für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich um 0,01 AUD gekürzt wird. Gegen das Urteil würden Rechtsmittel geprüft. Hier die vollständige Mitteilung: Federal Court Tax Decision Impairment Distribution Guidance
    Das Ergebnis ist unschön, aber selbst mit einer Dividende von 0,15 AUD statt zuvor 0,16 AUD beläuft sich die Dividendenrendite noch auf 5,9%. Zukaufen werde ich aber zunächst nicht mehr. Immerhin hat das Unternehmen angekündigt, alles dafür zu tun, zum alten Dividendenwachstumskurs zurückkehren zu wollen.

    1. Hallo Ben,

      erstmal ein Lob für deinen Blog, ich lese schon eine ganze Weile mit und bin immer wieder begeistert.
      Nun aber zu meiner Frage, Spark Infrastructure betreffend. Das Thema Kauf und MiFID II war ja schon mehrfach Thema, gibt es da irgendetwas neues? Ich kann sie jedenfalls bei meinen beiden Brokern nicht kaufen. Ich habe sogar schon eine Mail an Spark Infrastructure geschrieben mit der Frage ob es irgendwann angedacht ist, die Auflagen zu erfüllen, bisher keine Antwort.
      Gibt es denn Broker, bei denen man noch kaufen kann? Momentan sind sie mir eh zu teuer, aber vielleicht fallen sie ja nochmal auf Werte aus dem Herbst letzten Jahres. Und damals war ich schon recht genervt, als auf der letzten Seite des Kaufvorgangs auf einmal stand, dass ich leider nicht berechtigt bin, diese Papiere für 1,34€ zu kaufen.

      Gruß
      Martin

      1. Hallo Martin,

        ich habe die Aktien bei der Consorsbank im Depot und könnte dort auch weitere Stücke zukaufen. Die Handelbarkeit als Privatperson ist eine Entscheidung der jeweiligen Bank. Spark Infrastructure selbst hat da m.E. keinen Einfluss drauf. Du solltest Deine Onlinebroker anschreiben und ihnen damit drohen, Dein Depot zu wechseln. Das könnte am ehesten helfen.

        Viele Grüße Ben

      2. Hallo Martin,

        nachdem ich Spark Infrastructure bei comdirect nicht ordern konnte, habe ich bei Consorsbank ein Depot eröffnet und dort ohne Probleme am 07.01.19 Spark Infrastructure erwerben können. Völlig analog verhielt es sich mit Sydney Airport und Transurban Group.

        Viele Grüße,

        Schade

        1. Vielen Dank euch beiden für die Infos. Da passt es ja super, dass ich vor 2 Wochen ein Depot bei der Consorsbank eröffnet habe. Bin aber direkt davon ausgegangen, dass es generell nicht geht, da die beiden anderen Broker MiFID II als Begründung vorgeschoben haben. Dann werd ich das alles mal wieder auf die Watchlist setzen. Ausgezeichnet…

          Gruß
          Martin

  8. Hi Ben,

    erstmal ein großes Lob für deine Arbeit, die du hier in deinem Blog machst. Einfach Klasse!

    Da ich mir auch einige Hochdividendenwerte ins Depot legen möchte, kommt bei mir die Brokerfrage auf. Ich bin ebenfalls bei Consorsbank. Spark Infrastructure kann man ja über Consors kaufen, jedoch frage ich mich welche Nachteile dies gegenüber anderen Brokern wie Lynx Captrader etc. bring. Z.B. ist der Spread ziemlich hoch, über 3%. Ansonsten scheinen da ja keine extra Gebühren drauf zu kommen, wenn man deinen Kaufbeleg betrachtet. Auf jeden Fall überlege ich gerade, ob es sich nicht lohnt, Werte wie Spark, obwohl man sie ggf. auch über Consors kaufen kann, vielleicht doch eher bei einem anderen Broker zu ordern. Der dann auch generell den Handel an der kanadischen oder australischen Börse mehr oder weniger uneingeschränkt ermöglicht. Hast du dir da schon einmal dazu Gedanken gemacht?

    Herzliche Grüße! Spaghetti

    1. Hallo MattySpaghetti,

      Überlegungen zu einem Depot bei Captrader (*) oder Lynx (*) habe ich auch schon angestellt. Der Handel an den Heimatbörsen dieser Titel ist sicherlich attraktiv. Aber es ist auch aufwändig in der Administration. Du musst zum Kauf dann erst mal gebührenpflichtig Euro in Australische Dollars wechseln. Und die Dividenden kommen dann auf das AUD-Konto. Ein Umtausch und Auszahlung macht bei kleineren Dividenden dann keinen Sinn. Hinzu kommt, dass die Kapitalertragsteuer nicht abgeführt wird und Du die Quellensteueranrechnung selbst Deinem Finanzamt erklären musst. Gerade bei den Stapled Securities ist das erklärungsbedürftig. Zu bedenken ist auch die Zeitumstellung. Du kannst nicht zu deutschen Zeiten in Australien handeln, sondern musst das zu deutscher Nachtzeit machen.
      Vorteil ist neben den geringeren Spreads, dass Du ein Konto komplett in australischer Währung führen kannst und die Dividenden ohne Wechselkursnachteile wiederanlegen kannst. Das lohnt, neben dem steuerlichen Aufwand, aber erst bei hohen Investitionen. Bei meinen kleinen Positionen macht das noch wenig Sinn. Ich würde aus dem Bauch heraus ab 20.000 € Anlagesumme in Australien über einen Handel an der Heimatbörse nachdenken. Dann kämen rund 1.000 € Dividenden im Jahr heraus und die könnte man einmal jährlich reinvestieren.

      Viele Grüße Ben

  9. Hallo Ben, danke für deine schnelle und ausführliche Antwort.

    Mit einem weiteren Broker möchte ich natürlich den persönlichen Mehraufwand nicht unverhältnismäßig vergrößern. Wünschenswert wäre natürlich die Möglichkeit, ”wie bei Consors“, jedoch noch an weiteren Börsenplätzen zu handeln. Aber das mit der ganzen Compliance seitens der Depotbank und der Währungsfrage (was ja ganz interessant ist) käme ja dann als Faktor hinzu. Und auch bei mir handelt es sich nicht um größere Beträge, ich liege da pro Order in deinem Bereich.

    Bei Spark z.B. lohnt es sich somit das einfach über Consors zu machen. Andere, z.B. der Alerian MLP ETF, können aber definitiv nicht über Consors gehandelt werden. Vielleicht stellt sich die Frage doch eher eine Stufe weiter oben: Lohnt es sich generell, das eigene Portfolio um Werte zu erweitern, die jedoch einen administrativen Mehraufwand bedeuten? Das muss ich noch etwas herausfinden. Aber spannend ist es!

    Einen schönen Sonntag und lieben Dank! Spaghetti

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