Wasser, Müll und Energie neu im Dividendendepot

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Wasser habe ich schon mit der Pennon Group, Müll hatte ich mit Hera und Energie deckt auch die BayWa ab. Also alles keine unbekannten Themen für mich. Welche Aktie diese drei Sektoren perfekt vereint und warum ich sie neu in das Divantis-Depot gekauft habe, das erfährst Du in diesem Beitrag.

Ich zeige Dir zudem, wie Du den Quellensteuerabzug umgehst und checke die Aktie auf ihre Nachhaltigkeit.

Die Aktie, die ich neu in das Dividendendepot gekauft habe, ist der französische Umweltkonzern Veolia Environnement.

Der Aktienkauf

Ich beobachte Veolia schon eine ganz Weile. Der Kurs hat sich seitdem gut entwickelt, allein im Jahr 2019 steht schon ein Plus von 27% auf dem Kurszettel. Ich nutzte deshalb einen etwas schwächeren Börsentag und kaufte am 14.08.2019 110 Aktien von Veolia zum Kurs von 21,52 € über Tradegate. Da es sich um eine französische Aktie handelt, wurde beim Kauf neben den Bankgebühren auch die Finanztransaktionssteuer fällig. Insgesamt zahlte ich für den Kauf beim DKB-Broker 2.384,30 €.

Kaufabrechnung Veolia Environnement Aktien im August 2019

Das Unternehmen

Veolia Environnement hat weltweit mehr als 170.000 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von 26 Mrd. €.

42% des Umsatzes werden mit Wasser, 37% mit Müll und 21% mit Energie erwirtschaftet.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen im 1853 als Napoleon III. in Paris eine Wasserversorgungsgesellschaft gründete. Daraus ging 1998 Vivendi hervor. Im Jahr 2000 wurde „Vivendi Environnement“ dann abgespalten und an die Börse gebracht. Mehrheitseigentümer blieb zunächst Vivendi, 2003 erfolgte die Umfirmierung in Veolia Environnement, seit 2006 ist Vivendi komplett als Gesellschafter ausgestiegen.

Im ersten Halbjahr 2019 wuchs der Umsatz wechselkursbereinigt um 5,5%. Die operative Marge kletterte dabei von 13,3 auf 15%.

Die Nettoverschuldung liegt bei vergleichsweise hohen 12,5 Mrd. €. Bei einem erwarteten EBITDA (2019) von 4,0 Mrd. € bedeutet das einen NetDebt/EBITDA-Wert von 3,1. Das wiederum ist für Infrastrukturunternehmen mit sicheren Cash-Flows nicht ungewöhnlich. So liegt das S&P-Kreditrating mit einem BBB im Investmentgrad, allerdings nicht mehr mit viel Luft nach Unten. Das Management will die Verschuldung deshalb auch nicht weiter erhöhen, sondern durch Verkäufe von nicht Kerngeschäftsteilen zurückführen.

Das Kerngeschäft Wasser steht jedoch für solide Zuwachsraten, die Mehrheit der Aufträge stammt aus dem öffentlichen Sektor. Viele Verträge laufen über mehrere Jahrzehnte und sorgen so für kalkulierbare Einnahmen.

Ich sehe die Veolia-Aktie als defensive Aktie mit gutem Wachstumspotenzial. Das erwartete KGV für 2020 liegt aktuell bei 15.

Dividende

Die Dividende wurde in den letzten Jahren jeweils ordentlich erhöht. Die Jahreszahlen in der Grafik beziehen sich jeweils auf das Geschäftsjahr. Die Auszahlung der Dividende erfolgte jeweils im April des Folgejahres.

Dividendenentwicklung Veolia Environnement

Das Management beabsichtigt, die Dividende im Einklang mit der Entwicklung des Nettogewinns weiter zu steigern. Diese positive Dividendenentwicklung war für mich die Grundvoraussetzung für das Investment.

Auf Basis der zuletzt gezahlten Dividende liegt die Dividendenrendite aktuell bei 4,2%.

Quellensteuerthematik

Als französische Aktie unterliegt Veolia für deutsche Anleger einem Quellensteuerabzug von 12,8%. Notwendig dafür ist aber eine Bank, die in Frankreich eine Vorabbefreiung für Dich hinterlegt. Beim DKB-Broker ist das der Fall und dadurch wird die Quellensteuer komplett auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet. Im Ergebnis ist der Steuerabzug sogar ein klein bißchen niedriger als bei einer deutschen Aktie. Wie das Ganze funktioniert und warum Du dafür ein Depot beim DKB-Broker brauchst, habe ich hier ausführlich beschrieben. Ich habe in meinem Depot beim DKB-Broker ausschließlich die beiden französischen Titel VINCI und Veolia liegen. Es kostet keine Depotführungsgebühren.

Nachhaltigkeit

Die Geschäftsgebiete von Veolia beziehen sich auf klassische Nachhaltigkeitsthemen. Insbesondere der Bereich des Plastikrecyclings macht die Aktie zu einer wirklich grünen Aktie. Dabei beweist das Management, dass so ein Umweltunternehmen auch sehr profitabel und margenstark geführt werden kann.

Veolia Environnement ist selbstverständlich in den Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Substainability World und Europe und im FTSE4Good gelistet.

In Nachhaltigkeitsrankings belegt Veolia regelmäßig vordere Plätze und wird als Branchenführer ausgezeichnet.

Perspektiven

Veolia Environnement in in absoluten Wachstumsfeldern tätig. Allein im Bereich des Plastikrecyclings besteht weltweit noch erhebliches Potenzial. Veolia leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Vermüllung der Ozeane mit Plastik zu bremsen. Recyclinganlagen wurden von Veolia zuletzt in China, Südkorea und Indonesien gebaut.

Wie eingangs erwähnt, beobachte ich Veolia schon eine ganze Weile. Nun habe ich die Aktien endlich im Depot und kann mich an der positiven Entwicklung erfreuen. Sollte es einmal zu einem kräftigeren Kursrücksetzer kommen, der nicht im Unternehmen selbst begründet ist, dann werde ich auch noch mehr Aktien von Veolia ins Depot nehmen. Bis dahin setze ich auf steigende Dividenden und positive Beiträge für meine Depotentwicklung und die Umwelt.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Veolia Environnement S.A.
ISIN:FR0000124141
Im Divantis-Depot seit:14.08.2019
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:110
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:21,68 €
Gesamtkaufpreis:2.384,30 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:0,00 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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4 Gedanken zu „Wasser, Müll und Energie neu im Dividendendepot“

  1. Hallo Ben,
    immer wieder interessant und auch wertvoll Deine Beiträge.
    Habe bisher keine franz. Werte wg. dem Steuerthema. Das ändert sich, weil der Eröffnungsantrag bei der DKB erteilt ist.
    Danke.

    1. Hallo Ben,
      ich habe ebenfalls seit diesem Jahr Veolia und Vinci im Depot. Hab dafür extra bei der Commerzbank ein Depot eröffnet.
      Dazu hat mir der Mitarbeiter eine DBA Vollmacht ausgefüllt. Nun hoffe ich, dass das Thema Quellensteuer für mich ebenfalls läuft wie bei der DKB.
      Laut Commerzbank soll aber der Betrag bei dem die Bank tätig wird bei ca. 20 € liegen.
      Mal sehen ob es für eine oder beide Aktien gilt.

      1. Hallo Bernd,

        berichte mal, ob das bei der Commerzbank klappt. Meines Wissens nutzt die Comdirect Bank als Commerzbank-Tochter deren Administration. Und bei der Comdirect Bank hat mir die DBA-Vollmacht leider nichts für die französische Quellensteuer gebracht.

        Viele Grüße Ben

        1. Nun also wurde die Dividende von Vinci eingebucht.
          Als Testballon hatte ich 16 Vinci gekauft. Die Interimdividende beträgt 0,79€, also 12,64€.
          Der Beleg fängt aber mit: „Zu Ihren Gunsten vor Steuern: EUR 8,85“ an.
          Also wurden die 30% in Frankreich einbehalten und die DBA Vollmacht hatte keine Wirkung auf die Quellensteuerberechnung.
          Für mich bedeutet das, dass ich vor Aktienaufstockung ein Depot bei der DKB eröffne.
          Danke für die ausführlichen Information dazu.

          Grüße
          Bernd

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