Warum ich mir um meine schwächste Aktie 2019 trotzdem keine Sorgen mache

Eine Niederlassung von Medtronic

Genauso wie in Fußball-Bundesliga nur einer Meister werden kann und zwei Teams jede Saison absteigen, ist es in einem Aktiendepot: Ist es gut diversifiziert und enthält viele Titel (bei mir sind es 48), dann sind darunter in der Regel Top-Performer und auch Flops.

Mit einer guten Strategie halten sich die Flops hoffentlich in Grenzen. Aber trotzdem werden sich alle Aktien in einer Performance-Rangliste einordnen. Und es wird immer eine Aktie geben, die den letzten Platz mit der schwächsten Performance belegt.

Bezogen auf das Jahr 2019 nimmt den letzten Platz in meinem Depot der Medizintechnikspezialist Medtronic ein. Warum ich trotzdem an die Aktie glaube und wie die letzte Dividendenzahlung ausgefallen ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Medtronic selbst habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Die Dividende wird quartalsweise ausgeschüttet. Für das letzte Quartal werden pro Aktie 0,50 US$ gezahlt. Für meine 60 Aktien ergibt das eine Brutto-Dividende von 30,00 US$. Sie wurde von Maxblue (dort liegen die Aktien in meinem Depot) zum Kurs von 1,1345 in Euro umgerechnet. Warum ich mehrere Depots habe, erfährst Du hier.

Da Medtronic aus steuerlichen Gründen in Irland domiziliert, wurden 20% Quellensteuer abgezogen, die nicht auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet werden. So verbleibt am Ende eine Netto-Dividende von 14,18 €. Sie wird mit Wertstellung 16.04.2019 überwiesen.

Ich hoffe, dass Maxblue sein Versprechen einhält und die irische Quellensteuer in meinem Auftrag zurückholt. Aber da muss ich zunächst geduldig warten. Genauso gespannt warte ich gerade wegen einer anderen Quellensteuerthematik.

Originalabrechnung der Medtronic-Dividende im April 2019

Medtronic ist mein schwächster Titel im Jahr 2019. Glücklicherweise ist das Jahr bisher sehr gut gelaufen und so ist man schon mit einer Negativperformance von rund 4% auf dem letzten Platz. In absoluten Zahlen ist das also nicht besonders schwach. Relativ gesehen aber schon. Denn mein Gesamtdepot liegt aktuell für 2019 mehr als 14% im Plus.

Mache ich mir deshalb Sorgen um Medtronic? Nicht im Geringsten. Natürlich ist es schade, dass die Aktie gerade nicht so performt. Auf der anderen Seite bietet das die gute Gelegenheit, noch weiter nachzukaufen. Ich hatte ja schon im Februar bei Medtronic nachgelegt. An meiner Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung hat sich seitdem nichts verändert.

Ich halte die Medizintechnik-Branche für eine der Wachstumsbranchen schlechthin. Dort findet Fortschritt statt, der bei wachsender Weltbevölkerung zu stetig wachsenden Erträgen führen wird. Medtronic als Marktführer in seinen Bereichen wird davon weiterhin profitieren.

Defensive Aktien sind aktuell nicht so stark gefragt. Das kann sich aber schnell wieder ändern. Bei vielen Anlegern scheint das letzte Quartal 2018 schon wieder vergessen zu sein. Ich halte das für fahrlässig und werde weitere Medtronic-Aktien einsammeln.

Ein anderer Titel, der 2018 zu den schwächsten Performern gehörte, profitiert übrigens erstaunlich stark vom aktuellen Börsenumfeld. Das Konzernergebnis im letzten Quartal hat sich „vervier- bis versechsfacht“ (Details dazu im Kommentar zu diesem Beitrag). Im Aktienkurs ist diese Info bisher noch nicht nachhaltig angekommen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Medtronic
ISIN:IE00BTN1Y115
Im Divantis-Depot seit:01.06.2017
Letzter Nachkauf am:19.02.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:60
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:79,57 €
Gesamtkaufpreis:4.774,02 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:59,72 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

2 Gedanken zu „Warum ich mir um meine schwächste Aktie 2019 trotzdem keine Sorgen mache“

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