Gleich 2 Titel im Dividendendepot aufgestockt!

Das eigene Anlagekonzept konsequent durchziehen. Das ist mein Plan. Im Moment gelingt mir das ganz gut: Ich hatte mir vorgenommen, keinen Wertpapierkredit mehr zu nutzen und nur noch das Geld zu investieren, was als Guthaben auf meinem Konto liegt und für Aktienkäufe gedacht ist.

Und so kam es, dass ich durch die schönen Dividendenerträge in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres und meine monatliche Sparrate einen ordentlichen Investitionsbetrag zur Verfügung hatte.

Ich habe ihn nun angelegt und zwar jeweils am Tag der Zahlenbekanntgabe (Quartal bzw. Jahresergebnis) von zwei Aktien, die ich bereits im Depot hatte. Beide sind nun deutlich stärker gewichtet.

Gemeinsam ist beiden Aktien zudem eine besondere Quellensteuersituation. Aber dazu gleich mehr.

Medtronic

Mein erster Kauf im Februar ist Medtronic gewesen. Der Gesundheitstechnikkonzern mit der Marktführerschaft für Herzschrittmacher ist seit zwei Jahren in meinem Depot. Geärgert habe ich mich lange Zeit über den Quellensteuerabzug, da die Aktie steuerlich in Irland sitzt. Nachdem ich eine Lösung mit maxblue gefunden habe, die mir die Quellensteuer irgendwann zurückholen werden, stand die Aktie wieder auf meiner Nachkaufliste. Leider gab es keine besondere Kurssituation mehr, so dass ich einfach nach den positiven Quartalszahlen gekauft habe. Der Kurs war jetzt kein Schnäppchen, aber langfristig halte ich die Aktie auf dem aktuellen Niveau für kaufenswert.

Zu meinen bisherigen 30 Aktien kaufte ich also weitere 30 Aktien von Medtronic.  Ich zahlte pro Aktie 83,20 € über Tradegate. Mit Gebühren in Höhe von 8,90 € bei maxblue zahlte ich insgesamt 2.504,90 € für diese Verdoppelung meiner Position.

Die Originalabrechnung vom Kauf der Medtronic-Aktie im Februar 2019

Medtronic bleibt auf meiner Nachkaufliste. Wenn die Quellensteuerrückerstattung wirklich funktioniert, dann kann Medtronic in die Spitzengruppe meines Depots vorrücken. Die wäre mit 200 Aktien erreicht, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Für dieses Jahr strebe ich noch mal eine weitere Verdoppelung der Depotposition an. In ein oder zwei weiteren Käufen sollen also weitere 60 Medtronic-Aktien ins Depot wandern.

Medtronic ist für mich ein Wachstumswert, der nicht mit einer hohen Dividendenrendite (2,2%) glänzt. Mit den letzten Quartalszahlen wurden die Jahresziele angehoben: Angestrebt wird nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen 5,25% und 5,50 %. Für ein ausgewogenes Dividendendepot sind mir solche Wachstumswerte eben auch sehr wichtig.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Medtronic
ISIN:IE00BTN1Y115
Im Divantis-Depot seit:01.06.2017
Letzter Nachkauf am:19.02.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:60
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:79,57 €
Gesamtkaufpreis:4.774,02 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:59,72 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

Swiss Re

Die zweite Aktie, die ich schon fast traditionell jährlich nachkaufe, ist Swiss Re. Sie ist die zweitgrößte Rückversicherung der Welt. Die größte Aktienposition in meinem Depot gebührt der Nr. 1 unter den Rückversicherern, der Munich Re. Die Dividende der Munich Re will ich im Rückversicherungssektor lassen. Aber auf Grund der Größe der Position nicht in der selben Aktie reinvestieren. Also ist meine Wahl seit zwei Jahren auf Swiss Re gefallen.

Zum dritten Mal in Folge reinvestierte ich nun die Munich Re-Dividende in 10 Aktien von Swiss Re. Ich mache das immer vor der wirklichen Dividendenzahlung von Munich Re, um die Dividende der Swiss Re dann direkt auch noch mitnehmen zu können.

Ich kaufte die 10 Aktien ebenfalls im Direkthandel in mein Depot bei der ING-DiBa. Pro Aktie zahlte ich 85,98 €, als Provision kamen 7,05 € hinzu. Insgesamt zahlte ich somit 866,85 €.

Die Originalabrechnung vom Kauf der Swiss Re-Aktien im Februar 2019

Munich Re wird dieses Jahr eine Dividende von 9,25 € pro Aktie ausschütten. Für meine 125 Aktien werde ich demnach rund 851 € netto erhalten. Das passt in etwa mit den nun gekauften 10 Swiss Re-Aktien.

Swiss Re selbst wird pro Aktie 5,60 CHF Dividende ausschütten. Allein durch die Reinvestition der Munich Re-Dividenden erhalte ich nun schon eine Zusatzdividende von 168 CHF. Das kann sich sehen lassen, finde ich!

Bei Schweizer Aktien wird ebenfalls eine Quellensteuer einbehalten, die nicht auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet wird. Das Erstattungsverfahren soll aber nicht besonders schwer sein. Richtig gut finde ich, dass die ING-DiBa mit der jeweiligen Dividendenzahlung auch direkt den notwendigen Tax-Voucher in das Online-Postfach einstellt.

Ich habe damit in diesem Jahr schon Aktienkäufe in Höhe von 4.735,10 € getätigt. Für den März habe ich noch keine konkreten Pläne. Eventuell nutze ich aber den Tag der Aktie für einen DAX-Titel. Er ist diesmal am 18. März. Je nach Kursverlauf bis dahin, denke ich nun doch an diese Aktie.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Swiss Re
ISIN:CH0126881561
Im Divantis-Depot seit:18.04.2017
Letzter Nachkauf am:21.02.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:30
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:84,60 €
Gesamtkaufpreis:2.538,00 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:149,84 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

4 Gedanken zu „Gleich 2 Titel im Dividendendepot aufgestockt!“

  1. Hallo Ben,

    herzlichen Glückwunsch zu den beiden Nachkäufen ! Ich habe beim Lesen deines Artikels über den Nachkauf der „Swiss Re“ gewisse Parallelen zu meinem eigenen Anlageprinzipien festgestellt. Ich habe seit ca. 5 Jahren Zurich Insurance die auch ein hervorragender Dividendenzahler sind.

    Und seit zwei Jahren investiere ich zusätzlich noch in die Swiss Re damit ich nicht ein Klumpenrisiko bekomme. Super ist vor allem das (fast) völlige Nichtkorrelieren mit anderen Märkten – so mach Börse Spaß !

    Glück Auf und weiter so !

    1. Hallo Delura,

      ja, das bietet sich irgendwie ganz gut an. Du bleibst dann ja sogar im gleichen Währungsbereich. Zurich Insurance hatte ich auch mal im Depot. Als dann Joe Ackermann dort in den Verwaltungsrat wechselte, habe ich die Aktien verkauft und mich auf Munich Re konzentriert.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben,

    könnte nicht die Hannover Rück eine interessante Alternative in der gleichen Branche für Dich sein aber eben ohne die Notwendigkeit der Quellensteuerrückholung?

    Gruß
    Jörg

    1. Hallo Jörg,

      guter Gedanke. Aber die Hannover Rück ist schon im Depot, jedenfalls mittelbar. Mehrheitseigentümer ist nämlich Talanx und die sind mein viertgrößter Depottitel. Deshalb wäre mir das ein zu großer Klumpen.

      Viele Grüße Ben

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