Umbau dringend erforderlich

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Manche Unternehmen im Nahrungsmittelbereich haben in den letzten Jahren vorgemacht, wie ein Umbau zu mehr Wachstum funktioniert. Und so haben deren Aktienkurse (z.B. bei Nestlé) den Corona-Abschlag längst wieder aufgeholt.

Nun hatte ich mich seinerzeit für eine andere Aktie entschieden und damit bisher keine Erfolge erzielt. Nicht nur der Aktienkurs ging seit meinem Kauforders zurück, jetzt wurde auch noch die Dividende gekürzt.

Das Unternehmen reagiert jedoch und deshalb werfe ich die Flinte auch nicht ins Korn. Wie ich die Perspektiven nun einschätze, erfährst Du in diesem Beitrag.

Danone habe ich im Oktober 2019 in mein Dividendendepot aufgenommen. Da sah die Welt noch anders aus. Im Corona-Crash habe ich dann im März 2020 nachgekauft.

Dividendenzahlung

Letztes Jahr habe ich Danone noch dafür gefeiert, dass die Dividende trotz Corona erhöht wurde. In diesem Jahr ist das nun leider nicht mehr der Fall: Danone senkt die Dividende je Aktie von 2,10 € auf 1,94 €. Das ist ein Minus von 7,6%. Für die 70 Aktien in meinem Depot ergibt das nun eine Brutto-Dividende von 135,80 €. Nach Abzug der Steuern erhalte ich vom DKB-Broker eine Netto-Dividende von 100,94 €. Sie wurde mit Wertstellung 12.05.2021 überwiesen.

Dividendengutschrift Danone im Mai 2021

Perspektiven

Die Dividendenkürzung soll als Signal verstanden werden, dass bei Danone einiges auf den Prüfstand gestellt wird.

So könnte das Wassergeschäft verkauft werden. Schließlich ging der Getränkeabsatz durch die Pandemie deutlich zurück. Evian und Volvic werden vor allem in Restaurants und Hotels serviert. Konzernweit ging der Umsatz um 6,6% zurück. Der Nettogewinn konnte jedoch leicht auf 1,96 Mrd. € gesteigert werden.

Der Konzern soll zudem von einer Spartenaufteilung in eine regionale Aufteilung umgebaut werden. Ob das allerdings der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln. Es sieht für mich eher nach Aktionismus aus, der zu interner Selbstbeschäftigung führt.

Auf Druck aktivistischer Aktionäre wird allerdings ein neuer CEO gesucht. Die bisherige Doppelfunktion von Emmanuel Faber als CEO und Aufsichtsspitze wird getrennt. Davon verspreche ich mir eher neue Impulse.

Danone könnte aufgrund des niedrigen Aktienkurses auch für andere Unternehmen attraktiv werden. Eine PepsiCo hatte schon mal Übernahmeambitionen, Kraft-Heinz ist an Unilever interessiert gewesen und könnte stattdessen nach Danone greifen. Das könnte dem Aktienkurs auch Flügel verleihen.

Insgesamt bin ich bisher von der Entwicklung enttäuscht. Wäre es nicht zur Dividendenkürzung gekommen, dann hätte ich wahrscheinlich vor dem Dividendentermin noch mal nachgekauft. So bleibe ich aber mit den 70 Aktien engagiert und warte auf sichtbare Ergebnisse aus dem Konzernumbau.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Danone S.A.
ISIN:FR0000120644
Im Divantis-Depot seit:21.10.2019
Letzter Nachkauf am:05.03.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:70
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:69,86 €
Gesamtkaufpreis:4.890,09 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:210,21 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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2 Gedanken zu „Umbau dringend erforderlich“

  1. Wenn PepsiCo hier auftreten sollte, kann ich mir nur vorstellen, dass man einzelne Segmente kauft aber nicht den ganzen Konzern. Der Konzern hat erst SodaStream und Rockstar übernommen und ist noch gut beschäftigt mit der Integration.

    Kraft Heinz scheidet hier ebenfalls für mich aus, da der Konzern aus seinen teuren Übernehmen gelernt hat. Seit x Quartalen wird hier die Bilanz saniert (erfolgreich). Auch in Zukunft sollen hier die Schulden reduziert werden.

    Trotzdem wird Danone langsam für eine Übernahme interessant. Allerdings hätte ich hier eher PE-Investoren in verdacht. Viele Family Offices und große Fonds suchen verzweifelt nach Möglichkeiten Geld gewinnbringend unterzubringen.

    Warum sollte nicht eine Familie Reimann oder KKR kommen und Danone komplett von der Börse nehmen. (nur zwei von vielen möglichen Beispielen)

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