Monatlicher Aktienkauf stur durchgezogen

Danone Aptamil
4.7
(33)

Voller Optimismus nahm ich im letzten Oktober einen neuen Titel in mein Dividendendepot auf. Heute muss ich leider feststellen, dass das zu früh war. Der Aktienkurs hat seitdem 15% verloren. Gut, der Gesamtmarkt befindet sich gerade auch in einer heftigen Phase zwischen Korrektur und Erholung.

Da ich monatlich Aktien kaufen will, lasse ich mich von den Börsenturbulenzen aber nicht von meinem Plan abhalten. Ich habe deshalb zum Nachkauf angesetzt und das verminderte Kursniveau zur Aufstockung genutzt. Denn immerhin hat das Unternehmen auch eine satte Dividendenerhöhung angekündigt.

Alle Details zu meinem neuesten Aktienkauf erfährst Du in diesem Beitrag.

Am Foto kannst Du schon erkennen, dass es sich um meinen Depotwert Danone handelt, den ich nachgekauft habe. Denn das Babynahrungsmittel Aptamil gehört auch ins Produktportfolio.

Der Aktienkauf

Ich kaufte 18 Aktien von Danone zum Kurs von je 62,04 € über Tradegate. Die DKB berechnete mir dafür 10 € Kaufprovision, zusätzlich waren 3,35 € französische Finanztransaktionssteuer fällig. Insgesamt zahlte ich so 1.130,07 €.

Kaufabrechnung Danone Aktien im März 2020

Warum ich mein DKB-Depot für den Kauf genutzt habe

In diesem Beitrag habe ich ausführlich beschrieben, welches Depot ich für welchen Aktienkauf verwende. Bei Danone handelt es sich um eine französische Aktiengesellschaft. Da gibt einige Besonderheiten zur Quellensteuer zu beachten, die ich hier erläutert habe. Die DKB * bietet eine Lösung für deutsche Anleger, die ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Die Quellensteuer wird voll auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet. Ich hätte die Aktien natürlich auch bei Trade Republic * für nur 1 € ordern können und dann per Depotübertrag zur DKB schieben können. Das war mir in diesem Fall aber zu viel Arbeit, die 9 € Mehrkosten habe ich für den Komfort gern in Kauf genommen.

Perspektiven

Mit dem Nachkauf von 18 Aktien habe ich nun die runde Stückzahl von 70 Danone-Aktien im Depot. Damit bin ich für die Dividendenzahlung im Mai gut gerüstet. Die Dividende erhöht Danone in diesem Jahr von 1,94 € auf 2,10 €. Das ist eine Erhöhung um 8,2%. Die Dividendenrendite liegt nun bei 3,4%.

Danone ist als Lebensmittelhersteller ein klassischer Defensivtitel. Gegessen wird immer. Und gerade jetzt in Zeiten der Coronavirus-Hysterie verzichten die Menschen auf alles, aber nicht auf Essen. Die Hamsterkäufe in vielen Regionen sprechen Bände.

Die Geschäftsergebnisse für 2019 wurden von der Börse faktisch ignoriert. Dabei legte der Umsatz von Danone um 2,6% zu, im letzten Quartal sogar um 4,1%. Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich um 8,3%. Auch beim Schuldenabbau kam Danone schneller als geplant voran, der Verschuldungsgrad von 2,8 (NetDebt/EBITDA) ist in einem gesunden Bereich.

2020 soll der Umsatz zwischen 2 und 4% steigen, ab 2021 dann 3 bis 5%.

Alles nicht übermäßig spektakulär, aber für so einen großen Konzern doch solide und zuverlässig. Egal was die Börse in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten macht – ich fühle mich mit Danone im Depot wohl und bleibe langfristig engagiert. Weitere Nachkäufe sind möglich, wenn es noch weiter abwärts gehen sollte. In der Region um 50 € würde ich dann wieder ein paar Aktien einsammeln. Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommt.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Danone S.A.
ISIN:FR0000120644
Im Divantis-Depot seit:21.10.2019
Letzter Nachkauf am:05.03.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:70
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:69,86 €
Gesamtkaufpreis:4.890,09 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:0,00 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: 4.7 / 5. Anzahl der Stimmen: 33

Gib die erste Bewertung für diesen Beitrag ab!

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

Möchtest Du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen kann?

10 Gedanken zu „Monatlicher Aktienkauf stur durchgezogen“

  1. Hallo!

    1. Du zahlst schon Finanztransaktionssteuer???

    2. Die Quellensteuer wird voll auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet. Das ist doch Humbug, darf hier jede Bank berechnen wie sie möchte?

    Peter

    1. Hallo Peter,

      bei französischen und italienischen Aktien gibt es schon länger die Finanztransaktionssteuer. Die zahlen auch Deutsche. Zur Quellensteuer gibt es sehr unterschiedliche Handhabungen bei den einzelnen Banken. Und wenn Du dort nachfragst, dann hat jede eine Begründung, warum sie es so macht. Umso wichtiger ist es, von den Erfahrungen anderer Anleger zu profitieren. Ich gebe hier meine Erfahrungen weiter. Mit Humbug hat das nichts zu tun.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben,
    Weisst du vielleicht eine loesung / broker von kanadischen aktien. Die kanadier halten 25% quellensteuer ein, nur 10% wird auf die deutsche abgeltungs steuer angerechnet. Consors verlangt einen mindestbetrag von 350€, um beim zurueckholen aktiv zu werden. Gegen saftige gebuehr ! ING hat die vorabbefreiung vor 1 jahr eingestellt.
    Hast du erfahrung/ kenntnisse diesbezueglich bei Schwab ?

    Ich frage deswegen, weil ich evtl die canadian national railway kaufen moechte.

    Gruss, manfred

  3. Hallo Manfred,

    bei der DKB kannst Du diese Anrechnung beantragen. Das läuft dann wie bei den französischen Unternehmen. Wenn Du ein Konto bei der DKB hast, schreib sie einfach an und dann bekommst Du die passenden Unterlagen gleich in der Antwort mit gesendet.

    Gruß Peter

  4. Hi Ben,

    schöner Kauf! – Die aktuell extrem hohe Volatilität an den Märkten versuche ich auch auszunutzen und kaufe Stück für Stück nach. Fallen die Kurse noch tiefer (was ich als nicht unwahrscheinlich ansehe), dann werde ich das Volumen der Nachkäufe etwas erhöhen.

    Bei französichen Werten stehen bei mir AXA, Veolia, Air Liquide und LVMH auf der Watchlist, zu einem Kauf hab ich mich aber bislang nicht durchringen können, da ich noch kein Depot bei der DKB eröffnet habe.
    Ist es richtig, dass die DKB pro „Rückholungantrag“ Gebühren berechnet und sich das ganze Prozedere nur bei mittleren und größeren Dividendenbeträgen lohnt?

    Viele Grüße,
    Susanne

    1. Hallo Susanne,

      Du zahlst bei der DKB einmalig 11,90 € und dann werden drei Jahre lang sofort bei jeder Dividendenzahlung die Quellensteuern voll aus Frankreich voll angerechnet. Das lohnt sich also auch schon bei kleinen Dividendenbeträgen. Nach den drei Jahren muss das Formular erneuert werden und es werden wieder 11,90 € berechnet.

      Viele Grüße Ben

  5. Hi Bin,

    wow nicht schlecht,das finde ich mutig einfach so weiter zu kaufen.

    Ich habe jetzt bei 3M zugeschlagen. Da hattest du ja bereits vor einigen Tagen aufgestockt. Für mich ist 3M ein neues Basisinvestment.

    Was meinst du welche Werte man derzeit gut kaufen bzw. aufstocken kann? Ich habe noch etwas Cash rumliegen und derzeit bieten sich ja ordentliche Chancen.

    VG Tom

    1. Hallo Tom,

      ich finde alle Titel aus meinem Depot gut. Und fast alle gibt es aktuell günstig. Jedenfalls deutlich günstiger als noch vor einigen Wochen. Aber jeder Titel hat seine spezielle Geschichte und Du musst einfach selbst schauen, ob die in Dein Depot und Deine Anlagestrategie passt. Und ob jetzt schon der richtige Zeitpunkt zum „Großeinstieg“ gekommen ist? Ich weiß es nicht.

      Viele Grüße Ben

Kommentar verfassen