Trotz Quellensteuerabzug eine sehr attraktive Dividende aus Frankreich – VINCI

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VINCI ist der französische Baukonzern, der sein Geld vor allem mit Infrastrukturprojekten, z.B. Autobahnen, verdient. Damit passt die Aktie gut zu den Mautstraßenbetreibern Atlantia und Transurban Group, die sich auch im Divantis-Depot befinden.

Ihnen allen ist eine ordentliche Dividende gemein.

VINCI ist dabei tendenziell im Nachteil. Einerseits aufgrund der sehr guten Kursperformance in letzter Zeit. Das lässt die Dividendenrendite natürlich sinken. Und andererseits leiden französische Aktien unter einem Quellensteuerabzug von 30%, der nur zur Hälfte auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet wird.

Ich hatte gehofft, dass die Comdirect Bank hier eine Lösung bieten kann. Dazu gleich mehr.

VINCI (hier ausführlich vorgestellt!) zahlt zweimal im Jahr seine Dividende. Jetzt wurden 1,76 € pro Aktie bezahlt. Gegenüber dem Vorjahr als 1,47 € gezahlt wurden, ist das eine Steigerung um 0,29 € bzw. 19,7%!

Für die 100 Aktien im Divantis-Depot ergibt das 176,00 €. Davon werden 30% als Quellensteuer abgezogen, das sind 52,80 €.

Die deutsche Kapitalertragsteuer wird auf die volle Dividende berechnet, also auf die 176,00 € – unter Anrechnung von 26,40 €. Das sind dann 17,60 €. Davon werden dann wiederum 5,5% Solidaritätszuschlag berechnet (=0,96 €). Die Endabrechnung lautet dann: 176,00-52,80-17,60-0,96= 104,64. Überwiesen wurden mir 104,64 € – mit Wertstellung 26.04.2018.

Die Originaldividendenabrechnung von VINCI im April 2018

Warum ich das so ausführlich schreibe? Weil die Comdirect Bank bisher nur die Dividendengutschrift in die Postbox eingestellt hat, die Steuermitteilung aber immer noch fehlt. Ich habe deshalb genau nachgerechnet. ;-)

Und leider feststellen müssen, dass die DBA-Vollmacht der Comdirect Bank für Frankreich nicht genutzt wurde. Bei Finnland funktioniert es ja problemlos: Gegen eine Gebühr von 5,95 € holt die Comdirect Bank die Quellensteuererstattung für mich ein – das hatte ich vor einigen Tagen gelernt.

Inzwischen ist die Steuerabrechnung auch da – sie stimmt mit meiner manuellen Berechnung überein:

Wie schon bei der letzten Dividendenzahlung von VINCI bin ich aber nicht weiter traurig über den hohen Quellensteuerabzug. Die Dividende ist ordentlich und die Kursperformance hat meine Erwartungen ohnehin übererfüllt. Pro Aktie bin ich aktuell rund 10 € im Plus, hinzu kommen die bereits verdienten Dividenden.

Mit dieser Dividendenzahlung steigen die Dividendeneinnahmen im April auf 376,33 €. Im gesamten Jahr sind es nun 2.107,66 €.

Auf einen Blick:

Unternehmen:VINCI
ISIN:FR0000125486
Im Divantis-Depot seit:25.08.2016
Letzter Nachkauf am:22.08.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:130
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:79,00 €
Gesamtkaufpreis:10.270,48 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:438,78 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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4 Gedanken zu „Trotz Quellensteuerabzug eine sehr attraktive Dividende aus Frankreich – VINCI“

  1. Hi Ben,

    eigentlich schade, dass das nicht funktioniert. Der Formularname der comdirect ist da ein bisschen irreführend. Habe letzte Woche nochmal meine Kaufliste komplett umgekrempelt. Bin bei Procter and Gamble und Kraft Heinz eingestiegen. Habe General Mills auf Mitte Ende Mai gesetzt. Aroundtown kaufe ich mir dann im Laufe des Sommers und Evonik ist dafür erstmal aus der Planung raus. Aber verrückt wie sich das innerhalb ein paar Tagen alles ändern kann (siehe deine Nachkäufe).

    Habe heute 2 Dividenden gutschriften erhalten einmal Ahold Delhaize und GE (ja ich glaube an den turnaround). Bei beiden unkompliziert. Auch in den Niederlanden klappt das gut mit der Quellsteuer.

    1. Bei Niederlande oder USA hat man durch die Quellensteuer ja sogar einen kleinen Vorteil als deutscher Anleger. Der Steuerabzug ist dadurch insgesamt ein bißchen niedriger, da der Solidaritätszuschlag nur auf die geringere Kapitalertragsteuer berechnet wird!

  2. Quellensteuern sind ärgerlich. Bei amerikanischen Werten funktioniert die Verrechnung/Rückerstattung bei den meisten Depots gut, bei Dividenden aus anderen Ländern holpert es teilweise sehr. Besonders nutzerfreundlich diesbezüglich sei ein Depot bei maxblue (Tochter der Deutschen Bank). Man liest im Netz, daß diese Bank die rückerstattbare fremde Quellensteuer sehr unproblematisch gutschreibe. Vielleicht ein Tip, dort aus diesem Zweck ein Zweit- (oder Dritt-)Depot einzurichten. …

    1. Hallo Achim,

      ja, davon habe ich auch mehrfach schon gelesen. Allerdings lohnt sich das wohl nur bei höheren Dividenden, da die Bearbeitungsgebühr von Maxblue erst mal verdient sein will. Aber das steht tatsächlich auf meiner To-Do-Liste, evtl. für 2019.

      Viele Grüße

      Ben

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