Finnischer Marktführer für Pappschachteln im Divantis-Depot

Der weltweite Markt für Pappverpackungen wächst jährlich um 3-4 Prozent. Metsä Board ist mit großem Abstand und einem Marktanteil von über 30 Prozent Marktführer in Europa. Die größten Wachstumschancen rechnet sich das Management daher in Amerika aus.

2016 war ein Jahr, das nicht als erfolgreich bezeichnet werden kann:

Mit 2.500 Mitarbeitern wurden im Jahr 2016 1,7 Milliarden € Umsatz erzielt. Das waren 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Entsprechend sank auch das Ergebnis je Aktie von 39 Cent auf nur noch 25 Cent. Schuld für diese Entwicklung ist das Werk im schwedischen Husum, bei dem zeitweise zu Produktionsstillständen kam. Diese technischen Probleme sollen aber nun behoben sein. Für das 1. Quartal 2017 erwartet das Management wieder eine Steigerung der Produktion und damit auch des Umsatzes.

Metsä Board ist sehr solide finanziert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 48 Prozent. Der Verschuldungsgrund liegt bei einem entspannten Faktor 2,0 (Net Debt/EBITDA).

Größter Anteilseigner mit 42 Prozent und 61 Prozent der Stimmrechte ist die Metsäliitto Cooperative. Diese ist das größte genossenschaftlich organisierte Unternehmen der Papier- und Forstindustrie in Europa. Es befindet sich im Besitz von rund 104.000 finnischen Waldbesitzern.

Metsä Board selbst ist mit 24,9 Prozent an Metsä Fibre beteiligt.

Nachhaltigkeitsfaktor

Die CO2-Emissionen wurden von 2009 bis 2016 um 45 Prozent reduziert. Das Ziel hatte „nur“ bei 30 Prozent gelegen. 75 Prozent des gesamten verarbeiteten Holzes stammt aus zertifizierten Wäldern.

Metsä Board ist vom Carbon Disclosure Project für das Jahr 2016 für die Bereiche Wasser, Klima und Wald als Branchenführer ausgezeichnet worden.

Dividende

Das Management beabsichtigt, jedes Jahr 1 Drittel des Gewinns als Dividende auszuzahlen. Im April 2016 wurden für das Jahr 2015 0,17 € ausgeschüttet, im April 2017 dann 0,19 € und nun im April 2018 0,21 €. Insgesamt ist die Dividendenhistorie noch nicht lang zurückreichend. In den letzten 6 Jahren wurde die Dividende jedoch stetig erhöht.

 

Link zu den Dividendeninformationen des Unternehmens:

http://www.metsaboard.com/Investors/Shareholders/Pages/default.aspx#Dividend

Ausblick

Metsä Board ist seit meinem ersten Kauf gut gestiegen. Trotzdem habe ich noch einmal nachgekauft, da mich die Wachstumsstory bei gleichzeitig steigenden Ausschüttungen überzeugt. Ich kann mir daher auch gut vorstellen, meine Depotposition noch einmal aufzustocken. Mehr als 1.000 Aktien werden es aber wohl insgesamt nicht werden.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Metsä Board
ISIN:FI0009000665
Im Divantis-Depot seit:04.10.2016
Letzter Nachkauf am:06.02.2017
Stückzahl im Divantis-Depot:600
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:5,96 €
Gesamtkaufpreis:3.575,06 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:172,74 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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4 Gedanken zu „Finnischer Marktführer für Pappschachteln im Divantis-Depot“

    1. Hallo Yaris,

      der Unterschied liegt in den Stimmrechten und in der Anzahl der Aktien. Die A-Aktien haben ein zwanzigfaches Stimmrecht, die B-Aktien nur ein einfaches Stimmrecht. Dafür gibt es von den B-Aktien fast zehnmal so viele. An der Börse werden sie gleich bewertet, da die Dividende identisch ist und die Stimmrechtsmehrheit sowieso bei der Metsä Stiftung liegt. Ich habe die B-Aktien, da nur sie in Deutschland gehandelt werden. Außerdem ist das gehandelte Volumen in Helsinki in den B-Aktien auch deutlich höher. Dadurch ist der Spread in Deutschland nicht so hoch.

      Viele Grüße Ben

  1. hallo,
    ich finde deinen Blog super! Tolle Arbeit! Hast du schon mitbekommen, dass sie dieses Jahr ein Teil der Dividende aus der Substanz ausschütten? Und was denkst du darüber?
    Hier der Auszug:
    „The Board of Directors proposes to the Annual General Meeting to be held on 28 March 2019, that a dividend of 0.10 euros per share be distributed for the financial year 2018, and further that 0.19 euros per share be distributed from the unrestricted equity reserve, altogether 0.29 euros per share.“

    1. Hallo Thorbjorn,

      ja, das habe ich gelesen. Die Dividende wurde mit dieser Maßnahme massiv erhöht. Es scheint mir als würde vorhandenes Kapital nicht benötigt und deshalb an die Aktionäre zurückgegeben. Man sollte das beobachten, ob dadurch die Verschuldung steigt und was wirklich dahinter steckt. Zunächst freue ich mich natürlich über die hohe Ausschüttung.

      Viele Grüße Ben

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