Dividende und zwei kleine Aktienkäufe

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Mit dem letzten Blogbeitrag erhielt ich zahlreiche Hinweise auf Aktien, die im Oktober ihre Dividende zahlen. Während ich noch in der Analyse der mir teilweise unbekannten Aktien bin, nimmt immerhin meine dritte Dividendenaktie im Oktober ihre Ausschüttung vor.

In diesem Beitrag erfährst Du alles über die Dividendenzahlung von Medtronic. Zusätzlich verrate ich aber auch alle Details zu zwei kleinen Aktienkäufen, die ich in den letzten Tagen getätigt habe. Genutzt habe ich dafür ein neues Depot mit unglaublich günstiger Provision.

Medtronic

Erst im September hatte ich Medtronic durch einen Nachkauf erheblich aufgestockt (hier nachlesen). Erstmals sind nun 100 Aktien in meinem Depot dividendenberechtigt. Die Quartalsdividende beträgt unverändert 0,54 US$. Die Brutto-Dividende von 54 US$ wurde von maxblue zum Kurs von 1,1163 in Euro umgerechnet. Wie gewohnt schlägt dann die nicht anrechenbare irische Quellensteuer von 20% zu. Nach zusätzlichem Abzug der deutschen Kapitalertragsteuer verbleibt eine Netto-Dividende von 25,95 €. Sie wird mit Wertstellung 22.10.2019 überwiesen.

Originalabrechnung Dividende Medtronic im Oktober 2019

Medtronic hat sich seit dem Nachkauf seitwärts entwickelt. Aber nach einem Monat ist es ohnehin noch zu früh, ein Fazit zu ziehen. Ich bin weiterhin von der Medizintechnikbranche überzeugt und sehe Medtronic als Marktführer in ihrem Teilsegment. Die Aktie steht weiter auf meiner Nachkaufliste, aber ich würde sie gerne etwas günstiger als aktuell sehen. Denn so liegt die Dividendenrendite gerade einmal bei 2,0% brutto – mit dem Nachteil der irischen Quellensteuer.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Medtronic
ISIN:IE00BTN1Y115
Im Divantis-Depot seit:01.06.2017
Letzter Nachkauf am:25.09.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:100
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:87,02 €
Gesamtkaufpreis:8.701,82 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:101,24 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

Coca-Cola

Vor wenigen Wochen hatte ich ja noch berichtet, welches Depot ich für welchen Aktienkauf verwende. In den Kommentaren dazu gefragt, hatte ich angekündigt, ein Depot bei Trade Republic zu eröffnen und das Depot zu testen. Gesagt, getan: Die Eröffnung (über diesen Partnerlink möglich) funktioniert innerhalb eines Tages komplett über das Smartphone. Nach der ersten Überweisung (als Test überwies ich erst mal 100 €) auf das neue Konto konnte ich dann sofort loslegen. Meine Wahl fiel auf Coca-Cola, die ich endlich mal nachkaufen wollte.

Der erste Aktienkauf über Trade Republic

Mein erster Kauf war ein Testkauf. Ich wollte ausprobieren, ob es wirklich so einfach und kostengünstig ist, über Trade Republic zu handeln. Ich kaufte am 11.10.2019 2 Aktien zum Kurs von 48,98 € und zahlte dafür lediglich 1 € Provision. Insgesamt zahlte ich für diesen Aktienkauf also 98,96 €.

Originalabrechnung Kauf Coca-Cola Aktien im Oktober 2019

Allein diese Transaktion ist schon eine gute Alternative zu einem Aktiensparplan. Jedenfalls bei Aktien, die einen Kurswert haben, der in Summe z.B. etwa 100 € ergibt, lässt sich für 1 € = 1 % Provision mit kleinen Summen handeln.

Der zweite Aktienkauf über Trade Republic

Den zweiten Kauf tätigte ich eine Woche später, kurz nach Veröffentlichung der Quartalszahlen von Coca-Cola. Ich kaufte am 18.10.2019 5 Aktien zum Kurs von 49,26 € und zahlte dafür erneut nur 1 € Provision. Insgesamt zahlte ich für diesen Aktienkauf also 247,30 €.

Originalabrechnung Kauf Coca-Cola Aktien im Oktober 2019

Die beiden Käufe kosteten mich insgesamt knapp 350 € – bei lediglich 2 € Provision. Das ist wirklich eine hervorragende Alternative zu den bisherigen Online-Brokern und eigentlich bei allen Summen attraktiv. Prozentual werden die 1 € immer weniger, je größer die Order ist. Allerdings lassen sich nur Aktien über Lang & Schwarz handeln. Und da sind nicht alle Aktien handelbar und auch nicht gewährleistet, dass tatsächlich immer der attraktivste Kurs gestellt wird. Bei kleineren Orders ist das aber egal, hier sind die 1 € Provision unschlagbar günstig.

Weitere Strategie mit Coca-Cola

Bei den 7 Coca-Cola Aktien im Depot soll es bei Trade Republic nicht bleiben. Ich werde sicherlich noch mal eine größere Portion kaufen. Aber erst mal warte ich die Dividendenzahlung von Coca-Cola im Dezember ab. Einfach um die Abrechnung von Trade Republic zu prüfen und mit der Dividendenabrechnung der Consorsbank (dort liegen ja meine anderen 100 Coca-Cola-Aktien) zu vergleichen.

Coca-Cola ist für mich ein Langfristinvestment, das wenig Aufmerksamkeit bedarf. Kaufen, liegen lassen und Dividenden einsammeln. So mache ich es seit 2007 mit der Aktie und so soll es auch in Zukunft sein.

Auf einen Blick:

Unternehmen:The Coca-Cola Company
ISIN:US1912161007
Im Divantis-Depot seit:17.07.2007
Letzter Nachkauf am:11.11.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:125
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:24,63 €
Gesamtkaufpreis:3.079,12 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:805,69 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

Weitere Ideen für das Trade Republic Depot

Es gibt eine Aktie in meinem Depot, die ein absolutes Schattendasein fristet. Mit einem Depotwert von unter 1.000 € macht sie, im Vergleich zu den anderen Positionen, irgendwie wenig Sinn. Aufgrund der Transaktionskosten konnte ich mich bisher nicht zu einem Verkauf durchringen. Nachkaufen wollte ich auch nicht, weil ich andere Aktien attraktiver fand. Bei nur 1 € Provision kann ich nun aber entspannt zum Nachkauf ansetzen. Die Aktie stagniert seit einiger Zeit und ist durch die stabile Dividende einigermaßen abgesichert. Quartalszahlen sind für den 05.11.2019 angekündigt und vielleicht „zocke“ ich im Vorfeld einfach und lege mir noch ein paar Einzelstücke der Aktie ins Depot. Ausführlich porträtiert habe ich sie übrigens hier.

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23 Gedanken zu „Dividende und zwei kleine Aktienkäufe“

  1. Hallo Ben,

    danke für dein Feedback vom 18.10. ( Spiel mit dem Feuer…..).

    Wirklich unschlagbar günstig, diese Depotgebühren von Trade Republic.
    Wenn ich das mit den Gebühren von meinem Depot bei der Deutschen Bank vergleiche ( unter 3.000 € Kurswert = Ordergebühr von 30 €, über 3.000 € 0,7 % vom Kurswert = Firmen – Sonderkondition für mich, ansonsten 1 % ), ist das ja ein Schnapper. Allerdings erhalte ich dafür auch Unternehmensinformationen, wie z.B. Spin offs, Stockdividenden u.s.w., aber das werden die Billiganbieter wohl in gleicher Form mitteilen, nehme ich an. Ich bin Buy and Hold mäßig unterwegs, daher interessieren mich die höheren Gebühren eher weniger, als Trader wäre das natürlich etwas anderes. Und der Service der DB ist ausgesprochen gut.

    Als Tipp – besser als Anregung zur Recherche ! – schaue dir mal Rentokil Initial PLC ( A0EQ3A, GB, kennst du wahrscheinlich schon ) an, eine zwar langsam wachsende Aktie, aber die steigt stetig seit vielen Jahren. Geschäftsmodell verständlich, ist als Entsorger ( u.a. als Schädlingsbekämpfer ) tätig. Das Schöne daran : Es wird kein Geld für Dividenden ( nur ca. 1,2 % ) „verpulvert“ ( also nicht deine Strategie ), dafür kaufen die seit Jahren viele Firmen ( ich meine, in den letzten ca. 6 Jahren über 30 kleinere bis mittlere Konkurrenzunternehmen ) auf und wachsen kontinuierlich. Bin zwar auch Dividendenjäger, aber bei einem solchen lupenreinen 10 – Jahreschart – man kann es wirklich nicht anders beschreiben – kaufe ich auch mal so etwas, da sind mir die Dividenden total schnuppe; deswegen habe ich u.a. auch Alibaba / Apple im Depot. Rentokil nur an der LSE kaufen, in Deutschland kaum liquide ( überhaupt bei größerer Stückzahl wie bei mir ). Habe Ende 06/2019 für 395 GBPence an der LSE gekauft, gute Entwicklung bis heute. Kann nicht klagen.

    Iron Mountain A14MS9 ( war schon in einem Leserbeitrag wegen Dividendenausschüttung in 10 / 2019 kürzlich erwähnt worden ), ist ein US Reit mit hoher Dividende, dafür aber ein low Performer, existiert seit ca. 1952. Solides Geschäftsmodell, Daten müßen immer gesichert werden. Mal die Unternehmensvideos und die Geschäftsberichte anschauen, lohnt sich.
    Vielleicht noch Cleveland-Cliffs WKN A2DVSM, verkauft Eisenerzpellets, großes Bergbauunternehmen in USA / Kanada, schön runtergeprügelt. Dafür aber die zweitgrößte Position in Michael Burry‘s ( The big short ) Portfolio ( laut Form 13F in USD für Q 2 2019 ). Sollte man mal nachdenken, warum er so viele Aktien von der Firma hält, immerhin wird er gerne als Genie gefeiert ( sah die Blase 2008 voraus, wurde verlacht und danach gefeiert, wie das eben so ist in dem Börsentheater ).
    Bei Interesse :

    https://fintel.io/i/scion-asset-management-llc

    Werde mir wohl eine kleine Beimischung ins Depot legen.
    Vielleicht noch interessant, wie ich finde :
    Bristol-Myers Squibb
    Habe ich auch seit Anfang 02/2019 im Depot, den Unkenrufen wegen der lt. Aktionären überteuerten Celgeneübernahme zum Trotz : Ein z.Zt. gutes Investment in spe ( wohlbemerkt ) mit auskömmlicher Dividendenrendite, bisher besser gelaufen als GSK oder Pfizer. Celgene hat neben BMS so einige Blockbuster am Laufen bzw. in der Pipeline.
    Last but not least : Waste Mangement WKN 893579 : Kann ein Langfristchart von einem Entsorgungsunternehmen besser aussehen ? Ein Träumchen !
    Wenn eines auf der Welt anfällt ( insbesondere in einem „Wohlfahrtsstaat“ wie den USA ), dann ist das Müll ! Ob von Trump oder von den Konsumenten.
    Leider.

    Nächtliche Grüße
    Michael

  2. @ Bankenretter
    Das ist sicherlich abschließend schwer zu sagen. Ich habe aber nichts darüber gelesen ( und ich lese viel ) oder in YT Beiträgen davon gehört, dass britische Aktien nach dem Brexit in der Handelbarkeit eingeschränkt werden könnten. Ich selber besitze ja auch britische Aktien – von daher besteht bei mir auch ein hohes Eigeninteresse, solche Entwicklungen zu verfolgen.
    Aber bisher : Still ruht der See. Ich glaube persönlich aber nicht, dass es zu dieser Einschränkung kommen sollte.
    Und wenn doch, werden die Headlines der Medien vorher ausführlich darüber berichten, für einen etwaigen Verkauf der Positionen sollte man dann genügend Zeit haben.
    Außerdem : ( Britische ) Aktien liegen doch in einer Girosammelverwahrung in Deutschland und sind auch dort handelbar. Wüßte jetzt nicht, wie / wo da eine Einschränkung in der Handelbarkeit erfolgen sollte.

  3. Tatsächlich nutze ich schon länger das Depot bei Trade Republic und bin sehr zufrieden. Mit der Dividendenabrechnung bin ich auch zufrieden und die Dokumente werden auch immer gut angezeigt. Ich mag es, dass eine einfache Oberfläche mir immer die wichtigsten/neusten Informationen anzeigt.

    Ich lese immer wieder, dass man nicht immer die attraktivsten Preise über Lang & Schwarz bekommt. Teilweise kann es aber auch genau anders sein, dass hier die attraktiven Preise sind.

    Aktuell sehe ich auch noch die Aktienauswahl als Nachteil. Lang & Schwarz führt die Aktie, TR aber nicht. Denke das hier noch einiges kommt, genauso wie Sparpläne. Besser langsam das Angebot ausbauen, als schnell und das dafür alles nicht funktioniert.

  4. Danke für den Testlauf und die entsprechende Info Ben.
    Hat jemand versucht, die trades aus TR in PortfolioPerformance zu laden? Funktioniert es ähnlich einwandfrei wie bei der codi etc.?

    Gruß,
    Erik

    1. Seit 0.40.0 gibt es einen Import für TR in PortfolioPerformance in 0.42 gab es das letzte Update.
      Bei Dividenden scheint es wohl noch ein Problem zu geben:
      Aktuell ist aber nur Kauf und Verkauf implementiert. Dividenden funktionieren noch nicht mit dem Import

  5. Hallo Ben; sehr interessant deine Testkäufe!
    Hat denn schon jemand Erfahrungen gemacht, wie es bei Dividendenzahlungen aussieht ? Sind die Einbuchungen ebenso kostenlos wie z.B. bei der Comdirect, oder wo ist der Haken bei Trade Republic ??

    1. Ich bin (fast) von Beginn an bei Trade Republic, also bereits über 6 Monate. Jeder Kauf kostet 1€ und nichts weiter. Klappt alles ohne Probleme. Dividendenzahlungen sind ohne Gebühren. Die Dividenden z.B. bei USA Aktien werden am Auszahlungstag bereits Mittag gebucht und nicht wie bei CoDi in der folgenden Nacht bzw. Consors Tage später. Ich tätige meine neuen Käufe nur noch über TR. Alle meine Unternehmen, welche ich in meinem Dividenden Depot habe, sind handelbar. Und wenn ich (als Langfrist Investor) ein Limit einstelle ist mir der Spread doch egal. Wenn ich für z.B. 25€ ein Kauf Limit einstelle, werde ich bei Erreichen der Marke im Normalfall bei einem liquiden Markt die Aktien zu 25 oder niedriger erhalten, egal wie der Broker heißt.
      Daniel

  6. Hallo Ben,

    interessant zu sehen, wie du dich auf mein Kommentar hin wirklich direkt zu Trade Republic entschlossen hast, wo du ja bisher da eher zurückhaltend warst.
    Du bist ja nun schon bei einigen Online Brokern unterwegs und daher verschiedenste Gebührenstrukturen gewohnt, aber für wenn man so aus der klassischen Welt kommt, dann mutet dieses eine Euro und sonst nichts wirklich sehr seltsam an.
    Ich bin sehr auf deinen Dividendenabrechnungsvergleich für die beiden Coca Cola Positionen gespannt.
    Das dürfte ja sehr viele hier interessieren, ob das fair/vergleichbar läuft.

    1. @Marc: siehe u.a. auch meinen Beitrag etwas weiter oben.
      Was soll denn bei der Dividenden Abrechnung interessant sein? Die ist genauso langweilig wie bei der Comdriect oder auch bei Consors :-) Ich habe bei Trade Republic schon etliche Ausschüttungen erhalten. Der Währungs-Umrechnungskurs schwankt, genauso wie bei den anderen Brokern, hinter der x-ten Komma Stelle. Je nachdem, wann die Dividende eben gebucht wird. Mal besser mal schlechter – geschenkt. Die Abgeltungssteuer und ausländische Quellensteuer wurde auch immer korrekt abgerechnet. Ich kann hier keine Unterschiede zu anderen Online Brokern erkennen.
      Grüße, Daniel

        1. Hallo Dimi,

          das ist mir nicht bekannt. Es gibt dazu auch keine Aussagen bisher. Ich vermute, dass sie das bis auf Weiteres nicht anbieten werden, da für Kreditgeschäft zusätzliche operationelle Vorkehrungen (Risikomanagement usw.) notwendig sind. Das ist teuer und rechnet sich nur bei großen Volumina. Davon ist Trade Republic noch Lichtjahre entfernt.

          Viele Grüße Ben

  7. Hallo zusammen,
    kann mich den größtenteils positiven Meldungen nur anschließen. Hatte das Konto nach 10min eröffnet und dann noch 24h warten bis das erste Geld angekommen ist.
    Habe bislang 1 Kauf getätigt, bei TR war der Preis (hatte zeitgleich die Maske bei Consors geöffnet) sogar minimal günstiger als bei Consors.
    Dazu der obligatorische Euro an Gebühren. So macht das einfach Spaß. Bislang auch von mir nichts zu bemängeln. Werde weiter dort kaufen.

    Grüße
    Jürgen

  8. Hallo zusammen,
    gibt es schon Erfahrungen zum Depotübertrag zu oder von Trade Republic. Ich habe im Netz noch nichts gefunden.
    Vielen Dank im Voraus!

  9. Hallo,

    TR klingt für mich durchaus attraktiv.
    Aber so lange es nur eine App gibt (und kein webbasiertes Interface) ist das nix für mich.
    Ich könnte mir nur vorstellen TR als Kauf-/Verkauf-Interface zu nutzen und die Bestände dann woandershin zu verschieben.
    Aber das wäre mir zu aufwändig.

    Nichts desto weniger würde mich ebenso wie „thorbjorn“ interessieren ob jemand Erfahrungen mit dem Übertrag einzelner Wertpapiere von und nach TR hat.

    Lese hier immer gerne mit – den Hintergrund solltest Du aber mal überdenken.
    Nach einer Seite lesen brennt sich die Farbe in meine Augen ein und ich muss erst mal eine Viertelstunde vom Rechner weg. :-)

    Viele Grüße.

    1. Hallo Kassenwart,

      nur mal so für mich zum besseren Verständnis :-) Wozu braucht man ein webbasiertes Interface?

      Ich habe 5 Depots, inkl. TR, und mir ist es echt egal, ob ich z.B. eine Shell, Unilever oder AT&T in einem oder gestückelt in mehreren Depots habe. Bei einem möglichen Teilverkauf kann man dies auch als Vorteil nutzen (First in / first out). Und 1€ pro Trade bei TR kann man verschmerzen.
      Alle PDF-Abrechnungen schicke ich mir bei E-Mail an den heimischen Rechner oder dort werden die Positionen im Excel verwaltet. Klar muss man 3x Dividende erfassen, wenn die Aktien eines Unternehmens in drei Depots liegen. Aber es gibt schlimmeres :-)

      Grüße, Daniel

      1. Hallo Daniel,

        rein aus persönlicher Vorliebe. Ich nutze mein Smartphone fast nur zu dem wofür es ursprünglich mal gedacht war: telefonieren. Ich finde die Tipperei auf dem SP einfach nur lästig. Auf den ollen Nokias konnte man die Buchstaben wenigstens noch erfühlen. Auf den Glasoberflächen, die irgendwann fies schmierig werden, kann ich nicht blind schreiben. Ich mag einfach eine Maus, Tastatur und einen großen Bildschirm. Vielleicht bin ich zu alt oder kauzig – aber so isses nu mal.

        Und auch wir sammeln Depots – und auch das nervt. Ich will ja schließlich passives Einkommen generieren und nicht zusätzliche Arbeit schaffen. Effizient geht anders….

        Viele Grüße.

  10. Ich schließe mich dem Kassenwart an : Empfinde das Tippen auf dem winzigen Display auch eher als eine lästige Angelegenheit. Schon schlimm genug, dass so viele Menschen tagein tagaus an ihrem Handy / Smartphone rumfummeln. Überall das gleiche Bild, ob im Bus / U-Bahn oder sonst wo – alle glotzen auf ihr Smartphone ( „Digitale Gefolgschaft“ nennt das Prof. Christoph Türcke in seinem gleichnamigen Buch ). Paare sitzen sich gegenüber im Restaurant und jeder schaut in sein Handy. Das macht einfach nur sprachlos.
    Wenn ich dann auch noch meine Börsengeschäfte über‘s Handy abwickeln soll, wird‘s mir persönlich einfach zu viel. Kleine Smartphone Kritik am Rande – ist ja auch alles Geschmackssache.
    Was ich aber nicht so ganz verstehe, ist, wenn Langfristanleger sich so einen Kopf machen wegen so „läppischer“ Gebühren. Man kauft, läßt Jahre liegen, verkauft. Spielen da 20 – 30 € mehr für einen Trade über die Jahre überhaupt eine Rolle ? Sind doch mit der nächsten Dividende wieder verdient. OK, für Trader ist das eine gute Sache. Aber für langfristig orientierte Value Anleger ?
    Wenn die Aktie einen guten Kurs / Hintergrund hat, spielen die Kaufgebühren da noch eine Rolle ?
    Mir stellen sich da so einige Fragen bei einem solchen Lidl Anbieter wie TR :
    Wird man über Spin Offs / Splits von TR informiert ?
    Kann man Stockdividende beziehen bzw. wird das von TR arrangiert ?
    Wird die Dividende auf ein gewünschtes Konto übertragen ? Wohl kaum.
    Wie kann man als Anbieter von solchen 1 € Gebühren existieren ? Die Frage nach der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sollte man gerade bei solchen Neuanbietern überdenken.

    Und : Mehrere Depots bedeuten einen erhöhten Zeitaufwand, bloß damit man ein paar Euro spart.
    Was macht ihr denn, wenn ihr an einem schlechten Tag bzw. Wochen 2.000 € oder mehr buchwertmäßig verliert`?

    Ich bin der Meinung, man sollte sich gute Aktien aussuchen ( möglichst nach den Benjamin Graham ( Geduld ist die oberste Tugend des Investors ) / W. Buffett Prinzipien ), alle 3 Monate überprüfen ( Geschäftsberichte etc. ), ggf. jährlich umswitchen ( Rebalancing ).
    Und nicht dauernd neue Depots anlegen, um Gebühren zu sparen.
    Ich habe nur ein ( etwas teueres ) Depot, und das bleibt auch so.
    Ich bin nicht Ingvar Feodor Kamprad, der in seinem Heimatort 10 km weiter zur nächsten Tankstelle fährt, um 2 Cent pro Liter zu sparen ( das ist nicht von mir ausgedacht ). Und da war er schon Milliardär !! Kann man das schon als krank bezeichnen, oder ist das immer noch geschäftlicher „Fortune“ ?
    Hat jemand mal Warren Buffetts Biografie von Alice Schroeder „ Das Leben ist wie ein Schneeball“ ( FinanzBuch Verlag ) gelesen ? Dann wißt ihr was Geiz ist ( auch wenn er in sehr sehr späten Jahren an die 30 Milliarden Dollar an die B. Gates Stiftung gespendet hat, wohlwissend um seine nahende Endlichkeit, aber die jetzige Popularität geht vor – denn das ist und war eines der ganz wichtigen Dinge in seinem Leben ; jederzeit beliebt zu sein ! ) – und wie es das Privatleben auf manische Weise zum Negativen verändern kann ! Ich hatte immer höchsten Respekt vor Warren Buffett als Investor. Ohne Zweifel ein Genie im Geschäftlichen. Aber wie jedes Genie mit vielen Unzulänglichkeiten behaftet. Als Mensch im Privatleben eher enttäuschend einfarbig gestrickt und ziemlich unbeholfen in den täglichen Dingen ( seine neue Mutti Astrid bügelt ihm seine Hemden und ist für das Klo zuständig ….). Seitdem ich das Buch gelesen habe ( immerhin 1.287 Seiten stark ), ist meine Glut für ihn ( nur menschlich gesehen ) so etwas wie auf die Temperatur einer Polkappe abgeschmolzen.
    Ich meine, man sollte bloß der Aktien und des Geldes wegen nicht auf den Frugalismus verfallen, denn wer schon auf die Depotgebühren achtet ( ist an sich ja lobenswert ), achtet vielleicht womöglich auch auf die restliche Minimierung seiner Lebenskosten.
    Wenn nicht, alles in Ordnung.
    Wenn doch :
    Ist es das wert ? Das muß sich jeder selber beantworten. Mit 55 Jahren ( wenn ich dann vielleicht das ersehnte Geld habe ) kann ich de facto nicht mehr das erleben, was ich mit 35 oder 40 Jahren erlebt haben könnte. Die Zeit. Ja, die liebe Zeit. Lässt sie sich zurück drehen ?
    In diesem Sinne nächtlichen Gruß

    P.S.
    Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich durch den Keller zu fahren. Man muss nur die Nerven behalten.
    — John Kenneth Galbraith, Ökonom und Sozialkritiker —

    1. Hallo Michael,

      viel Text aus welchem ich, aus Zeitgründen, nur einige Anmerkungen machen möchte :-)

      „Empfinde das Tippen auf dem winzigen Display auch eher als eine lästige Angelegenheit.“
      Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. sagte einst Josef Neckermann.

      „Was ich aber nicht so ganz verstehe, ist, wenn Langfristanleger sich so einen Kopf machen wegen so „läppischer“ Gebühren. Man kauft, läßt Jahre liegen, verkauft. Spielen da 20 – 30 € mehr für einen Trade über die Jahre überhaupt eine Rolle ?“
      Wenn du nur 2-3 Käufe im Jahr machst – Nö! Aber wenn man z.B. jedes Jahr 30.000€ investiert und 40x mit 500 bzw. 1.000€ die Positionen aufstockt, sind das halt nur 40€ Gebühren. Das nimmt dann halt dein Broker auch für deine 3 Trades im Jahr…

      „Mehrere Depots bedeuten einen erhöhten Zeitaufwand, bloß damit man ein paar Euro spart.“
      Das monatliche Eintragen in eine Exceltabelle nimmt weniger Zeit in Anspruch als einen langen Kommentar zu verfassen :)

      „Was macht ihr denn, wenn ihr an einem schlechten Tag bzw. Wochen 2.000 € oder mehr buchwertmäßig verliert`?“
      Ein gutes Buch lesen. Und falls es 3.000 € hoch geht, lese ich weiter.

      1. Hallo Daniel,

        danke für deinen Kommentar.
        Mal kurz geanwortet :
        Bin beruflich schon den ganzen Tag am PC, abends dann noch „stundenlang“ am Handy rumtippen, geht irgendwann auf die Augen – und noch brauche ich keine Brille. Ich gehe daher schon mit der Zeit, aber ich hasse Brillen.

        Wenn man für 30.000 oder 40.000 € p.a. Aktien kauft / verkauft, dann würde ich auch zu einem günstigen Broker gehen, keine Frage. Aber ich habe eine gute Titelauswahl ( hoffentlich ) und lasse die einfach liegen.
        Als Langfristanleger mit 21 Positionen habe ich alle Einstandspreise inkl. Dividendenprozente im Kopf, durch meine berufliche Tätigkeit bin ich sehr zahlenaffin. Vor längerer Zeit hatte ich auch eine Exceltabelle, in der ich akribisch sämtliche Zahlungsströme eintrug – ich empfand das schon als zeitaufwendig, zumal ich da auch getraded hatte. Dafür konnte ich mir aber auch exakt meine Rendite berechnen.
        Mittlerweile ist mir die genaue Prozentzahl meiner Rendite nicht mehr wichtig. ich rechne mir diese im Kopf aus, wohlwissend, dass ich mit ca. 3 % auf das Gesamtdepot bezogen falsch liege. Aber so lange, wie ich in meiner Range von 8 % – 11 % inkl. Dividenden für das Gesamtdepot p.a. liege, ist mir die genaue Zahl auch egal. Wenn ich mir irgendeinen Aktienkurs aus meinem Depot ansehe, weiß ich allerdings sofort, wieviel Prozent ( inkl. Dividenden ) ich damit schon gemacht habe.
        Das ist für mich völlig ausreichend.

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