Von dieser Aktie hätte ich gerne noch viel mehr in meinem Depot

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Dieses Jahr hat bisher viele Überraschungen zu bieten gehabt. Leider kann ich mich kaum an positive erinnern. Jedenfalls gab es mit Corona und all den negativen Folgen genügend Themen, mit denen ich zum Jahresanfang nicht gerechnet hatte.

Da freut es mich umso mehr, dass eine Aktie in meinem Portfolio nun tatsächlich für eine positive Überraschung gesorgt hat. Sie zahlt zweimal im Jahr eine Dividende und hatte bisher die kleinere von beiden immer konstant gelassen. Weil es eine Zwischendividende ist und die Erhöhung dann mit der Schlussdividende folgte.

Nach wirklich guten Quartalszahlen hat sich das Management nun aber auch zur Erhöhung der Zwischendividende entschieden. Auch wenn das in Euro nur einen kleinen Betrag ausmacht, freut mich das sehr.

Alle Details dazu und wie ich die weiteren Aussichten sehe, erfährst Du in diesem Beitrag.

Die positive Überraschung kommt von Novo Nordisk. Den Insulinhersteller habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Dividendenzahlung

Novo Nordisk zahlt im März und im August eine Dividende. Dabei kommt im März das größte Stück vom Kuchen. Es beträgt in diesem Jahr 5,85 DKK je Aktie. Gegenüber dem letzten Jahr ist das eine Erhöhung um 9,3% (0,50 DKK). In meinem Depot befinden sich 100 Aktien von Novo-Nordisk, sodass die Brutto-Dividende 585 DKK beträgt. Sie wurde von maxblue zum Kurs von 7,4718 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der vergleichsweise hohen Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 48,89 €. Sie wurde mit Wertstellung 01.04.2021 überwiesen, da maxblue bei Dividenden in Fremdwährung regelmäßig 2 Valuta-Tage später auszahlt.

Dividendengutschrift Novo Nordisk im April 2021

Perspektiven

Nachdem Novo Nordisk bereits im August die Halbjahresdividende um 0,25 DKK angehoben hatte, ist das nun die nächste erfreuliche Dividendenerhöhung.

Zwar ist die Dividendenrendite trotzdem nicht exorbitant hoch. Das liegt aber an der positiven Entwicklung des Aktienkurses. Und ist deshalb eher ein Grund zur Freude.

Ich wollte die Aktie gerne bis zur Dividendenzahlung nachkaufen. Darüber hatte ich schon im August berichtet und geschrieben, dass ich der Aktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 24 zubillige. Auf genau diesem Niveau verharrt die Aktie auch in den letzten Monaten:

Für das Jahr 2020 wurde ein Gewinn je Aktie von 18,01 DKK gemeldet. Der Aktienkurs lag im März nicht unter 430 DKK. Das ergibt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 23,9.

Das ist zwar nicht zu teuer, aber auch nicht gerade günstig. Nachdem ich letztes Jahr noch mit einem Kauflimit von 53 € nicht zum Zuge kam, habe ich es nun mit 57 € versucht. Leider ebenfalls ohne Erfolg.

Ich hätte gerne deutlich mehr als die 100 Aktien von Novo Nordisk in meinem Depot. Für mich ist die Aktie ein unaufgeregter Wachstumswert mit einer unbestrittenen Marktführerschaft (Diabetes-Marktanteil: 29,3%). Aber ich laufe den hohen Kursen nicht hinterher. Wenn ich kaufe, dann will ich auch das kurzfristige Potenzial auf eine Steigerung des Kurses haben. Ansonsten bleibe ich lieber bei meinem Bestand und investiere mein Geld in andere Titel.

Das Wachstum von Novo Nordisk ist stetig, aber nicht mehr rasant. Dafür ist das Unternehmen inzwischen einfach zu groß. Der Umsatz stieg in 2020 um 4%, der Nettogewinn legte um 8% zu.

Für 2021 erwartet das Management einen Umsatzanstieg um 5-9%. Wie schon in der Vergangenheit wird der Aktienkurs durch den Rückkauf eigener Aktien weiter positiv beeinflusst. Mein Anteil am Unternehmen wächst dadurch auch weiter, selbst wenn ich keine neuen Aktien mehr ins Depot kaufe. Immerhin etwas!

Auf einen Blick:

Unternehmen:Novo Nordisk
ISIN:DK0060534915
Im Divantis-Depot seit:28.10.2016
Letzter Nachkauf am:07.04.2021
Stückzahl im Divantis-Depot:120
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:38,22 €
Gesamtkaufpreis:4.586,85 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:298,60 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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4 Gedanken zu „Von dieser Aktie hätte ich gerne noch viel mehr in meinem Depot“

  1. Hi Ben,

    prinzipiell finde ich Novo-Nordisk auch super. Allerdings stören mich die hohen Quellensteuern in Dänemark verhältnismäßig stark, sodass ich selbst hin und hergerissen bin, ob es sich lohnt weitere Anteile zu erwerben.
    Ich halte dadurch lieber die US-Pharma Werte im Depot.

    Viele Grüße und frohe Ostern
    Chris

  2. Hallo Ben,

    Novo Nordisk ist eine Aktie nach meinem Geschmack. Ich liebe Aktien bei denen sich der Kurs und die Dividende innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppeln. Bei Novo Nordisk ist in den letzten 10 Jahren der Kurs um über 200% und die Dividende um 350% gestiegen. Hier kommt Freude auf.

    Zu dem leidigen Thema teilweise Quellensteuerrückzahlung kann ich folgendes sagen:

    Bis 2016 musste man ein Formular herunterladen (eine DIN A4-Seite) mit Angabe der Forderungssumme, Adresse, Anzahl der beigefügten Dividendenbelege, Bankverbindung, Stempel vom Finanzamt und dies dann mit den Zahlungsbelegen nach Dänemark schicken.

    Seit 2017 müssen die Anträge im Internet gestellt werden. Hierzu benötigt man die Ansässigkeitsbescheinigung, Formular von der SKAT-Seite ausfüllen und herunterladen und ausgedruckt beim Finanzamt abstempeln lassen und einscannen und im PDF-Format auf den PC speichern, ebenso die Dividendenzahlungsbelege im PDF-Format, und die Bankdaten bereithalten. Den Antrag auf Rückzahlung dann im Internet stellen, man benötigt ca. 10 bis 15 Minuten für den Antrag. Den Antrag kann man ausdrucken, auch den Bearbeitungscode. Den Antrag kann man bis zu 3 Jahre zurück stellen.

    Und nun kommt der Haken, meine Anträge für 2012 bis 2015 wurden immer sehr schnell bearbeitet, das Geld war in wenigen Wochen auf mein Konto.

    Meine Anträge von 2016 und 2017 wurden bis heute noch nicht bearbeitet. Regelmäßig bekomme ich Schreiben, dass sich die Bearbeitung verzögert, vor ca. 2 Wochen bekam ich 2 Schreiben, die Anträge für 2016 und 2017 benötigen noch weitere 18 Monate Bearbeitungszeit. Im Januar habe ich den Antrag für 2018, 2019 und 2020 gestellt, seit 2 Jahren habe ich auch noch Orsted im Depot.

    Heute habe ich auf die Schreiben geantwortet und mein Unverständnis geäußert, dass man innerhalb von 5 Jahren das Problem nicht lösen kann. In diesem Schreiben musste ich auch meine neue Bankverbindung angeben, innerhalb von 5 Jahren kann viel passieren.

    Ich kann nur jeden raten, Anträge auf teilweise Rückerstattung zu stellen, der Aufwand ist gering, verschenkt nicht Geld, es kann auch System dahinterstehen.

    Viele Grüße

    Peter

  3. Hallo Peter,

    eine teilweise Erstattung führt allerdings vermutlich auch zu mehreren Zahlungseingängen in DKK, die ja jeweils seitens der deutschen Institute mit meist mit 10-12 Euro Gebühren belastet sind, oder?

    Es gefällt mir, dass Du Deinem Unmut gegenüber der Skattestyrelsen Ausdruck verliehen hast. Solltest Du darauf eine Antwort bekommen, wäre es schön, wenn Du uns davon berichten würdest.

    Danke, schönen Sonntag und viele Grüße

    Jens

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