Endlich mal eine positive Überraschung

4.3
(30)

Dieses Jahr hat bisher viele Überraschungen zu bieten gehabt. Leider kann ich mich kaum an positive erinnern. Jedenfalls gab es mit Corona und all den negativen Folgen genügend Themen, mit denen ich zum Jahresanfang nicht gerechnet hatte.

Da freut es mich umso mehr, dass eine Aktie in meinem Portfolio nun tatsächlich für eine positive Überraschung gesorgt hat. Sie zahlt zweimal im Jahr eine Dividende und hatte bisher die kleinere von beiden immer konstant gelassen. Weil es eine Zwischendividende ist und die Erhöhung dann mit der Schlussdividende folgte.

Nach wirklich guten Quartalszahlen hat sich das Management nun aber auch zur Erhöhung der Zwischendividende entschieden. Auch wenn das in Euro nur einen kleinen Betrag ausmacht, freut mich das sehr.

Alle Details dazu und wie ich die weiteren Aussichten sehe, erfährst Du in diesem Beitrag.

Die positive Überraschung kommt von Novo Nordisk. Den Insulinhersteller habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Dividendenzahlung

Novo Nordisk zahlt im März und im August eine Dividende. Dabei kommt im März das größte Stück vom Kuchen. Erstmals zahlt Novo Nordisk nun eine Zwischendividende von 3,25 DKK je Aktie. Gegenüber den Vorjahren ist das eine Erhöhung um 8,3% (0,25 DKK). In meinem Depot befinden sich 100 Aktien von Novo-Nordisk, sodass die Brutto-Dividende 325 DKK beträgt. Sie wurde von maxblue zum Kurs von 7,4815 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 27,14 €. Sie wurde mit Wertstellung 20.08.2020 überwiesen.

Dividendengutschrift Novo Nordisk im August 2020

Perspektiven

Absolut gesehen ist die Dividendenerhöhung nicht groß. Prozentual jedoch ein starkes Signal. Sie unterstreicht die sehr gute Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren.

Mit der Dividendenankündigung gab Novo Nordisk auch die Halbjahresergebnisse bekannt. Der Umsatz stieg um 9% in Dänischen Kronen, währungsbereinigt um 8%. Für das Gesamtjahr erwartet das Management weiterhin ein währungsbereinigtes Wachstum von 3-6%.

Dazu soll der operative Gewinn “lediglich” um 2-5% steigen.

Im ersten Halbjahr stieg der Free Cash Flow um 62% auf 30,3 Milliarden DKK, von denen 21 Milliarden DKK als Dividendenzahlungen und per Aktienrückkäufen an die Aktionäre flossen. Die Zahl der Aktien ging dadurch um 2% zurück.

Der Gewinn je Aktie konnte überproportional um 14% zulegen. Er betrug im ersten Halbjahr 9,58 DKK. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr wären das 19,16 DKK bei einem aktuellen Aktienkurs von 421 DKK. Das ergibt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 22.

Angesichts des Wachstums und der niedrigen Zinsen ist das nicht zu teuer. Aber so viel Luft ist auch nicht mehr vorhanden. Ich fühle mich bis zu einem KGV von 24 wohl mit Novo Nordisk. Das wäre ein Aktienkurs von rund 60 €.

Ich habe nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen auf einen größeren Kursrutsch gehofft und hatte ein Kauflimit beim Smartbroker * für 53 € aufgegeben. 10 Stück hätte ich gebührenfrei über gettex geordert. Leider wurde dieser Kurs nicht erreicht.

Orderstreichung Kauf Novo Nordisk Aktien beim Smartbroker im August 2020
Mein Kauflimit war leider zu niedrig.

Da ich mit den 100 Aktien im Depot an sich schon ziemlich zufrieden bin, laufe ich den höheren Kursen nicht hinterher. Ich habe Zeit und kann mir gut vorstellen, dass Novo Nordisk irgendwann auch mal wieder günstiger wird. Und wenn nicht, dann profitiere ich weiter mit meinem Bestand vom Aktienkurs und steigenden Dividenden.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Novo Nordisk
ISIN:DK0060534915
Im Divantis-Depot seit:28.10.2016
Letzter Nachkauf am:24.07.2017
Stückzahl im Divantis-Depot:100
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:34,39 €
Gesamtkaufpreis:3.439,05 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:249,71 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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14 Gedanken zu „Endlich mal eine positive Überraschung“

    1. Nö, ich zahle gerne Steuern, den dies belegt ja auch, wie positiv man sich gegenüber anderen entwickelt hat. Wer wirtschaften Erfolg hat kann auch gerne Steuern zahlen, für alle anderen gibt es die Freibeträge.

      Ich persönlich halte mich mit noch mehr Auslandinvestiven zur Zeit noch zurück, hatte eigentlich vor in 2020 in GB zu investieren, warte da aber noch etwas ab. 2021 ist ja bald da.

  1. Bei knapp 38 Prozent Steuern vergeht mir die Lust auf Dividenden, daher Novo leider nichts für mich.
    Aber wer weiß- vielleicht steht uns das auch noch bevor. Olaf wird sein Bestes geben.

  2. Mit 340 Aktien ist Novo Nordisk meine sechstgrößte Position im Depot. Mein erster Kauf war bereits 2011. Insgesamt habe ich auf 7 mal meinen Bestand zusammen gekauft. Das letzte mal am 14.12.2018 zu EUR 41,95. Davor am 31.10.2016 zu EUR 32,60.
    Aktuell habe ich noch einen Aktiensparplan mit EUR 50,- laufen. Sollte es aber zu größeren Rücksetzern kommen, oder ich weiß nicht wohin mit dem Geld (kleiner Scherz), dann werde ich weiter aufstocken. Novo Nordisk gehört für mich zu den Top 10 Aktien, von denen ich mich aus heutiger Sicht nie trennen werde. Ich würde vorher mein letztes Hemd verkaufen als mich von Novo Nordisk zu trennen. Wie auch bei Nestle, Bechtle,Novartis und noch ein paar mehr.

    Ja die dänische Quellensteuer ist nervig. Aber hier könnte ich auch 50% Quellensteuer bezahlen, auch dann würde ich die Aktie behalten. Das ist einer jener Aktien, bei welcher man zwar die richtige Aktie kauft aber möglicherweise und kurzfristig betrachtet zum falschen Zeitpunkt. Aber die letzten 34 Jahre konnte man kaufen wann man wollte und wenn man auf dem absoluten Verlaufshoch kaufte, kurzfristig zu teuer, aber langfristig top.Das site ien Aktie, die kann man aussitzen. Die Aktie bewegt sich momentan etwas über der unteren Trendlinie, welche seit 1987!!!!! mit 18,5% steigt. Wer aufgrund der dämlichen dänischen Quellensteuer auf diese Kursperformance verzichten möchte, dem ist nicht mehr zu helfen und soll weiter in irgendwelche Reits oder Hochdividendenwerte investieren, bei welchen man zwar weniger Quellensteuer bezahlen muss, keine oder kaum Kursperformance hat und bei welchen die Dividende dann auch irgendwann mit etwas Pech bei 0% ist.

    Unter dem Strich betrachtet, zahlt man dann überhaupt keine Quellensteuer mehr und sitzt dafür auf satten Kursverlusten.

    Novo Nordisk ist eine Aktie, welche seit 34 Jahren unter Schwankungen steigt. Jeder Kursrücksetzer war eine Kaufgelegenheit. Warum soll diese Story jetzt gerade zu Ende sein? Ja ich weiß, alles kann passieren, auch das. Aber seither war eine Novo Nordisk auch eine Aktie gemäß meiner Philosophie: Lieber nur eine kleine Dividende, dafür eine immer steigende Dividende, als irgendwann mal überhaupt keine Dividende. Siehe Lufthansa, TUI, Tayler Wimpey, Sidney Airport und Konsorten.

    Aber ohne Zweifel, auch Pharmaaktien allgemein und auch Novo Nordisk beherbergen Risiken. Hier braucht nur mal ein Medikament mit Todesfällen in Verbindung gebracht werden, dann hagelt es Klagen und Schadenersatzansprüche. Weitere Risiken sind staatliche Regulierung, Patentabläufe und Wettbewerb mit neuen Medikamenten und Generika nach Patenablauf usw.
    Aber seit Jahrzehnten schafft es Novo Nordisk all dem zu trotzen, kauft seit Jahrzehnten Aktien zurück, erhöht den Umsatz und den Gewinn in absoluten Zahlen und kann jedes Jahr die Dividende erhöhen. Durch den Aktienrückkauf treibt das noch zusätzlich den Gewinn pro Aktie was ebenfalls ein anheben der Dividende ermöglicht. So ist die Aktienzahl von 2005 von 3.293 Millionen auf 2.345 Millionen per 30.06.2020 gesunken.

    Der Umsatz konnte von 2005 bis Ende 2019 von 5.638 Mill. US$ auf 16.967 Mill. US$ gesteigert werden. EBITDA kam im gleichen Zeitraum von 1.606 Mill. US$ auf 8.716 Mill. US$ voran.

    Das heißt der Umsatz hat sich also verdreifacht. Das EBITDA hat sich fast mit Faktor 5,5 erhöht.

    Das EPS hat sich bedingt durch die Aktienrückkäufe von 0,30 US$ auf 2,46 US$ sogar mit dem Faktor 8,2 vervielfacht.

    Sorry, ich habe die Daten nur in US$. Ist ja eigentlich ein dänisches Unternehmen. Also gut überlegen, ob man in absolute Qualitätsunternehmen mit langfristigem Erfolg investieren möchte oder in kurzfristigem Denken in Unternehmen die zwar kurzfristig eine vermeintlich hohe Dividendenrendite versprechen, aber in vielen Fällen, steht man letztendlich mit leeren Händen da.

    1. Dem muss ich absolut beipflichten.

      67% Eigenkapitalrendite bei fast 50% Eigenkapital.
      über 40% operative Marge.
      Keine Nettoschulden
      Dividenden locker vom FCF gedeckt.
      Toller Burggraben.

      Das ist eine große Seltenheit in Europa aber auch weltweit. Da stören mich die Steuern wenig.

      Grüße,
      Christian

  3. Ach ja, just some food 4 thoughts. Moeglicherweise sieht Novo Nordisk das ende des diabetis wachstums kommen. So koennte man zb den juengsten zukauf an diesem herz u kreislauf pharmawert deuten

    1. Ja und warte seit Jahren auf mein Geld. 2017 eingereicht und im Sommer 2018 kam dann Post aus Dänemark und es würde noch 12 Monate dauern. Da hätte man auch gleich Quellensteuern aus Italien zurückfordern können.

  4. Novo Nordisk ist wirklich ein schöner Pharmawert, der steuerliche Aspekt ist hier aber wirklich nervig. Wie schön wären steuerfreie Dividenden, wenn diese sofort reinvestiert werden würden? Naja, wohl eher ein Traumgedanke. Aber solange die Kursperformance auch stimmt, sind hohe Steuern ja noch zu akzeptieren. Wer aber zuletzt Ölwerte gehalten hat, eine negative Kursperformance erlitten hat, die nicht durch Dividenden wieder ausgeglichen wurde und dann noch hohe Steuern darauf zahlen muss, das würde sich für mich nicht sehr gerecht anhören.

  5. Hallo, vielen Dank für diesen interessanten und informativen Blogeintrag. Eine solche Transparenz und Offenheit habe ich selten gesehen. Ich selbst habe mich schon oft mit der Thematik beschäftigt und finde, dass dieser Blogeintrag auf den Punkt gebracht hat, weshalb es so schwierig ist, im Ausland zu investieren. Liebe Grüße!

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