Eine ist schon nachgekauft, die anderen beiden Aktien sollen noch folgen

Pringlespackung im Supermarktregal

Es geht weiter mit den Dividendenzahlungen in meinem Depot. In diesen Tagen haben drei Unternehmen ihre Dividenden gezahlt. Zwei davon stehen auf meiner Nachkaufliste. Das dritte Unternehmen im Bunde hatte ich schon im Mai aufgestockt und auf meine Zielposition gebracht.

Wie immer lege ich die Dividendenzahlungen mit den Originalabrechnungen transparent offen. Und Du erhältst meine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Aktie.

Spark Infrastructure

Spark Infrastructure ist mein australischer Hochdividendenwert im Depot, im Mai hatte ich meine Position von 1.000 auf 2.500 Aktien ausgebaut.

Die Dividende von Spark Infrastructure ist diesmal etwas niedriger als bei den letzten beiden Zahlungen. Statt 0,08 AUD wurden 0,075 AUD gezahlt. Das war auch so angekündigt und insofern keine Überraschung mehr. Für die nun 2.500 Aktien im Divantis-Depot bedeutet das eine Brutto-Dividende von 187,50 AUD. Sie wurde zum Kurs von 1,6312 in Euro umgerechnet. Ohne Abzug von Quellensteuern wurden Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag abgezogen. Übrig bleibt eine Netto-Dividende von 84,63 €. Sie wurde mit Wertstellung 13.09.2019 überwiesen.

Originaldividendenabrechnung Spark Infrastructure im September 2019

Im Halbjahresbericht, der Ende August veröffentlicht wurde, weist das Management von Spark Infrastructure darauf hin, dass sich die Dividenden zukünftig stärker an den regulatorischen Vorgaben für Netzentgelte orientieren müssen. Und diese wiederum berücksichtigen eine niedrigere Inflation in Australien. Ziemlich deutlich stellt das Management die Aktionäre deshalb auf niedrigere Dividenden in den nächsten 5 Jahren ein.

Unter diesen Rahmenbedingungen würde ich den Nachkauf aus dem Mai heute nicht mehr tätigen. Da die Dividendenrendite mit 6,8% aber immer noch überdurchschnittlich hoch ist, verkaufe ich meine Aktien nicht. Ich warte erst mal auf die tatsächlichen niedrigeren Dividenden ab dem Jahr 2020 und bewerte mein Investment dann neu. Von der Grundeinstellung her würde ich Spark Infrastructure aber gerne einfach weiter laufen lassen und eine ordentliche Dividende kassieren. Ich lasse mich überraschen, was da kommt!

Auf einen Blick:

Unternehmen:Spark Infrastructure Group
ISIN:AU000000SKI7
Im Divantis-Depot seit:23.08.2018
Letzter Nachkauf am:03.05.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:2.500
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:1,45 €
Gesamtkaufpreis:3.633,09 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:156,63 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

Kellogg

Kellogg habe ich hier ausführlich vorgestellt. In dem Beitrag habe ich auch beschrieben, dass ich eine Unternehmenssparte für außerordentlich zukunftsfähig halte. Pringles sind es übrigens nicht. Deshalb steht die Aktie auch auf meiner Nachkaufliste.

Bei der jetzigen Dividendenzahlung gab es eine bescheidene Erhöhung: nach 0,56 US$ zahlt Kellogg nun 0,57 US$. Das ist eine Erhöhung um 1,8%. Für die 50 Aktien im Divantis-Depot bedeutet das eine Brutto-Dividende von 28,50 US$. Sie wurde zum Kurs von 1,1054 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 19,19 €. Sie wurde mit Wertstellung 13.09.2019 überwiesen.

Originaldividendenabrechnung Kellogg im September 2019

Die Kellogg-Aktie gehörte in den letzten beiden Monaten jeweils zu den besten drei Aktien in meinem Depot. Das positive Momentum ist auch bitter nötig, nachdem die Aktie zuvor lange Zeit enttäuscht hatte.

Ich habe die Aktie nun auch wieder an einer der obersten Positionen meiner Watchlist. Warum ich noch nicht zugeschlagen habe? Weil mir der letzte Kaufimpuls noch fehlt. Der käme entweder bei einer überragenden Unternehmensmeldung oder bei einem übertriebenen Kursrückgang. Solange die Aktie einfach nur „unspektakulär“ performt, kann ich mich nicht zu einem Kauf durchringen. Wahrscheinlich deshalb, weil ich dem Gesamtmarkt im Moment misstraue. Mal schauen, wie lang ich diese Haltung durchhalte, denn das Geld liegt zum Investieren bereit und ich hätte auch gerne mehr Kellogg-Aktien im Depot.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Kellogg
ISIN:US4878361082
Im Divantis-Depot seit:26.11.2015
Letzter Nachkauf am:08.12.2015
Stückzahl im Divantis-Depot:50
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:65,74 €
Gesamtkaufpreis:3.286,85 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:267,63 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

McDonald’s

Das dritte Unternehmen in diesem Beitrag ist McDonald’s. Es ist die Aktie mit der prozentual besten Performance in meinem Depot. Seit mehr als 11 Jahren ist die Aktie allerdings auch schon dabei. Meine erste Quartalsdividende im Jahr 2008 lag übrigens bei 3,37 € netto für die 15 Aktien.

Und wie sieht es heute aus: Inzwischen zahlt McDonald’s pro Aktie 1,16 US$ Quartalsdividende. Das sind brutto 17,40 US$. Sie wurden zum Kurs von 1,1096 in Euro umgerechnet. Nach Steuerabzug kommen netto 11,68 € heraus. Sie wurden mit Wertstellung 17.09.2019 ausgezahlt.

Originaldividendenabrechnung McDonald's im September 2019

Von 3,37 € auf 11,68 € also. Das sind zwar in absoluten Zahlen nur etwas mehr als 8 € Zuwachs. Aber ich hatte ja auch nur 15 Aktien gekauft. Viel faszinierender finde ich, dass sich die Quartalsdividende für einen Euro-Anleger in den 11 Jahren mehr als verdreifacht hat.

Eine weitere Dividendenerhöhung müsste McDonald’s in den nächsten Tagen verkünden. Vielleicht wird das für mich der Impuls sein, um meine Position aufzustocken. Denn noch mal 11 Jahre mit „nur“ 15 Aktien will ich nicht unterwegs sein. McDonald’s macht sehr viel richtig und setzt auf Digitalisierung und gesündere Produkte. Für mich die optimale Aktie: kaufen, freuen und nie mehr verkaufen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:McDonald's
ISIN:US5801351017
Im Divantis-Depot seit:04.08.2008
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:15
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:38,43 €
Gesamtkaufpreis:576,45 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:330,22 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

Mit diesen Dividendenzahlungen nähere ich mich meinem Jahresziel weiter an und komme nun auf 8.508,56 €. Die Dividendeneinnahmen im September von bisher 496,24 € habe ich übrigens vollständig in P2P-Kredite investiert. Mein Favorit ist weiterhin Bondora Go & Grow, wo ich eine Verzinsung von 6,75% erhalte. Das Geld ist täglich verfügbar und ich kann es so kurzfristig wieder für Aktienkäufe aktivieren.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: / 5. Anzahl der Stimmen:

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

7 Gedanken zu „Eine ist schon nachgekauft, die anderen beiden Aktien sollen noch folgen“

  1. Hallo Ben, bei Spark habe ich die Hoffnung, dass die Firma noch wachsen und neue die Versorgungsleitungen bauen wird. Australien mit der relativen Nähe zu Asien sollte als Markt viel Zukunft haben. Bei Kellog ist mir die Verschuldung zu hoch. Oder übersehe ich etwas?

    1. Hallo Caffeine,

      die Verschuldung von Kellogg ist hoch, keine Frage. Hintergrund ist der massive Aktienrückkauf in den letzten Jahren, der durch neue Schulden finanziert wurde. Das Management will aber mittlerweile am Abbau der Schulden arbeiten. Da das Zinsniveau ja wieder sinkt, sollte kurz- und mittelfristig kein Problem auftreten. Langfristig werden die Schulden hoffentlich in gesündere Relationen zurückgeführt. Mit einem Verkauf der Morningstar Farms-Sparte zum kolportierten Unternehmenswert wäre Kellogg übrigens komplett schuldenfrei.

      Viele Grüße Ben

  2. Das ist der Vorteil von einem Aktiensparplan. Ich habe McDonalds bereits 2011 insgesamt 2 mal gekauft und dann jeweils 2012 und 2013. Seit 2015 habe ich noch zusätzlich einen Aktiensparplan. So bringe ich es auf insgesamt 90 Stück. Und mit einem Aktiensparplan kauft man hin und wieder zu Höchstkursen aber man kauft überhaupt und wartet nicht jahrelang auf den Kursrücksetzer der nicht kommen will. Und wenn der kommt, hat man nicht den Mut zu kaufen und wartet auf einen noch größeren Rücksetzer. Und so hat sich Dank meinem Aktiensparplan sowohl McDonalds, Microsoft und Medtronic, still, heimlich und leise zu meinen Topperformern entwickelt. Ebenfalls Apple, Bechtle, Procter + Gamble, SAP usw. O.K. die Fresenius dümpelt um die 0 Linie ebenso Siemens. Aber mal abwarten, Abgerechnet wird zum Schluß

Kommentar verfassen