Dividendenzahlungen von Johnson & Johnson und Microsoft und ein Aktienverkauf

Babypflege Puder von Penaten und Johnson & Johnson

Eigentlich wollte ich nur über die beiden jüngsten Dividendenzahlungen aus den USA berichten.

Johnson & Johnson und Microsoft haben wieder solide Dividenden gezahlt. Zu beiden Aktien erfährst Du zudem meine aktuelle Einschätzung.

Nun kann ich aber auch noch vorab lüften, dass ich eine Aktie verkauft habe. Welche es ist, erfährst Du am Ende des Beitrags.

Dividende von Johnson & Johnson

Johnson & Johnson zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,90 US$. Bei 150 Aktien im Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 135,00 US$. Die Consorsbank (hier die aktuellen Aktionen zur Depoteröffnung*) rechnete zum Kurs von 1,1331 in Euro um. Nach Abzug der Steuern bleibt eine Netto-Dividende von 88,70 € übrig. Sie wird rückwirkend mit Wertstellung 12.03.2019 überwiesen.

Originalabrechnung der JNJ-Dividende im März 2019

Johnson & Johnson habe ich hier ausführlich vorgestellt. Zuletzt gab es einen Kursrückschlag wegen Vorwürfen, dass im Babypuder mit Wissen des Managements in früheren Zeiten krebserregende Stoffe verwendet wurden. Die Performance in diesem Jahr ist mit +8,6% deshalb auch nur unterdurchschnittlich. Wer mutig ist, kann aktuell eine Qualitätsaktie zu gegenüber dem allgemeinen Markt günstigen Kursen kaufen. Ich selbst bin auch weiterhin von Johnson & Johnson überzeugt, scheue aber angesichts der ungeklärten Vorwürfe eine Erhöhung meiner Position. Mit 150 Aktien und einem aktuellen Kurswert von über 18.000 € ist es aber auch schon meine drittgrößte Depotposition mit einem Anteil von 5,5%.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Johnson & Johnson
ISIN:US4781601046
Im Divantis-Depot seit:09.08.2012
Letzter Nachkauf am:23.01.2018
Stückzahl im Divantis-Depot:150
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:90,79 €
Gesamtkaufpreis:13.619,23 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.201,52 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

Dividende von Microsoft

Die Quartalsdividende von Microsoft beträgt erneut 0,46 US$. Für die 100 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 46,00 US$. Sie wurde von der Comdirect Bank (hier Depot eröffnen*) zum Kurs von 1,1332 in Euro umgerechnet. Nach Steuerabzug verbleibt eine Netto-Dividende von 30,22. Sie wird mit Wertstellung 18.03.2019 überwiesen.

Originalabrechnung der Microsoft-Dividende im März 2019

Originalabrechnung der Microsoft-Dividende Steuer im März 2019

Deutlich besser als bei Johnson & Johnson läuft es in 2019 für Microsoft. Aktuell stehen +15,5% auf den Kurszetteln. Der Depotanteil der Microsoft-Aktien mit einem Kurswert von knapp über 10.000 € liegt bei 3,1%. Hier habe ich also durchaus noch Luft nach Oben. Ich muss aber sagen, dass es psychologisch nicht einfach ist, eine Aktie nachzukaufen, die innerhalb von 1,5 Jahren ein Kursplus von 60% hingelegt hat. Hätte ich doch nur damals mehr Aktien gekauft… Aber so ist das eben, von Top-Aktien hat man immer zu wenig im Depot!

Die Aussichten von Microsoft halte ich weiter für hervorragend. Ein breit diversifiziertes Unternehmen im IT-Bereich, das überaus profitabel arbeitet und mit seinen Dividendenausschüttungen ein Differenzierungsmerkmal gegenüber Facebook, Alphabet und Netflix hat. Es ist also gut möglich, dass ich in diesem Jahr mir noch ein paar weitere Microsoft-Aktien ins Depot lege.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Microsoft
ISIN:US5949181045
Im Divantis-Depot seit:11.10.2017
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:100
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:64,49 €
Gesamtkaufpreis:6.448,56 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:165,04 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

 

Meine Dividendenerträge 2019 steigen damit auf bereits 1.879,19 €.

Aktienverkauf

Am Freitag Abend habe ich außerdem einen Aktienverkauf getätigt: Diese Aktie hat eine enttäuschende Dividendenerhöhung von nur 0,01 US$ gemeldet und damit habe ich sie dann aus meinem Depot verbannt. Jetzt habe ich einige freie Mittel und werde am Montag, beim diesjährigen Tag der Aktie, schauen, ob ich einen Teil davon investiere. Auf jeden Fall folgt noch ein separater Beitrag zum Verkauf und ggf. zu den Neukäufen.

21 Gedanken zu „Dividendenzahlungen von Johnson & Johnson und Microsoft und ein Aktienverkauf“

    1. Hallo Caffeine,

      habe ich mich in letzter Zeit nicht mehr mit beschäftigt. Die Aktie war mir in der Vergangenheit immer zu teuer. Hast Du sie aktuell analysiert?

      Viele Grüße Ben

  1. Hallo Ben, welche Aktie ist dein Favorit für Montag? Eigentlich hatte ich mir vorgenommen endlich in die MunichRe einzusteigen. Hätte aber im Dezember zuschlagen und nicht extra bis zum Tag der Aktie warten sollen. Nun kostet die Aktien statt 185 € bereits 215 €. :-) Da holen es nun auch die 10 € Ordergebühren nicht raus, die ich am TdA spare. :-(

    Weiterhin attraktiv finde ich momentan BASF (wäre mein erster Nachkauf), Fresenius (nicht FMC) und Henkel (ebenfalls ein Nachkauf). Allerdings bevorzuge ich bei Henkel ganz klar die Stämme, da diese deutlich günstiger sind, als die im DAX gelisteten Vorzüge und somit eine höhere Dividendenrendite liefern. Allerdings fallen die Henkel Stämme nicht unter die TdA-Aktion.

    Würde sich die Aktion auch auf M- und S-DAX beziehen, wäre mein Favorit ganz klar Sixt.

    Also, wer ist dein Favorit zum Tag der Aktie, Ben?

    Viele Grüße,
    Danny

    1. Hallo Danny,

      die Kurse sind in den letzten Tagen echt krass gestiegen. Ärgerlich so kurz vor dem Tag der Aktie. Ich sehe eigentlich nur noch BASF als Nachkaufkandidat für mich. Wenn es aber ein schwächerer Börsentag werden sollte, dann gönne ich mir evtl. auch noch mal 5 Allianz-Aktien. Wäre dann quasi die Reinvestition der Dividende. Ich sehe da aber keinen Kaufdruck für mich.

      Viele Grüße Ben

    1. Ich mag ja eigentlich kein Politiker-Bashing. Aber wenn das wahr ist, dann frage ich mich, warum man einen Koalitionsvertrag ausgehandelt hat. Dort steht doch eindeutig, dass nur für Zinserträge die Abgeltungssteuer abgeschafft werden soll!

      1. Nee bloß kein Bashing.
        Naja hat ja alles eine Halbwertzeit und was kommt nach dieser Legislaturperiode!
        Nein die wollen nicht das man auf eigene Faust für´s Alter vorsorgt, so kommt mir das vor.
        Übrigens auch zu lesen im Spiegel.

  2. Hallo zusammen,

    Was haltet ihr aktuell von vodafone? Haben ja auch eine ziemlich hohe dividendenrendite und keine quellensteuer da GB.

    Wäre ein Kauf aktuell enpfehlenswert?

    Lg

    1. Hallo Sonny,

      kennst Du einen zufriedenen Vodafone-Kunden? Ich leider nicht. Deshalb kommt die Aktie für mich nicht in Frage. Ich setze lieber auf AT&T und Verizon. Muss aber zugeben, dass ich von denen überhaupt keine Kunden kenne. ;)

      Die Dividendenrenditen sind bei Telekommunikationsunternehmen eigentlich durchweg sehr hoch. Egal wo auf der Welt, ihre Kurse sind bezogen auf die Ausschüttungen relativ niedrig. Das zeigt auch die fehlende Fantasie in den Märkten. Die große Wachstumsphase ist vorbei und nun stehen Investitionen in 5G-Netze an.

      Viele Grüße Ben

  3. Dividende ist auch für mich wichtig. Deshalb habe ich Werte wie Münchner Rück, Allianz,Nestle, Royal Dutch Shell, Unilever, usw. im Depot. Die Dividende benötige ich um dann auch in Aktien wie Microsoft, Bechtle, SAP, Accenture, Chr. Hansen, Cisco, Intel, Apple, Teleperformace , Broadcom usw. zu investieren. Was haben die Aktien alle gemeinsam. SInd alles keine Topdividenenzahler was die absolute Höhe angeht, aber alle bezahlen Dividende und erhöhen die in aller Regel auch. Und was haben die AKtien noch gemeinsam? Eine bessere Performance als der DAX. Was nützt Dir die Dividende, wenn der Kurs nach Süden marschiert? Dividende ist gut und schön und wichtig. Was aber doch wichtiger ist, ist die Gesamtperformance. Wenn Du 1000 EUR investierst und bekommst eine Superdividende mit 6% dann hast du nach einem Jahr 106%. In aller Regel reinvestiert man dieses Geld ja wieder. Also hast Du nach einem Jahr 106% in Aktien investiertes Kapital. Ich unterstelle mal, dass die Aktie mit 6% Dividendenrendite keine wesentlichen Kursveränderungen hatte. Wenn ich in eine Aktie investiere, welche aber nur eine Dividendenrendite von 2% hat, aber dafür Ihren Gewin um 10% steigert, und auch die Dividende, dann steigt, wenn man nicht zu total überhöhten Kurse eingestiegen ist, auch der Kurs. Wenigstens langfrsitig. Letztendlich wird sich immer irgendwann der Kurs an die Fundamentaldaten anpassen. Also entweder fällt langfristig der Kurs an passt sich an die Fundamentaldaten an, oder irgendwann muss der Kurs steigen um die Fundamentaldaten wieder einzuholen. Mit der von mir oben beispielhaft beschriebenen Aktie hast Du somit im Durchschnitt 10% Wachstum und 2% Dividende. Im Jahr sind das also 112% investiertes Kapital.

    Also stellt sich jetzt die Frage was willst Du mit einer Vodafone, welche sich seit 2001 in Rüchtung Süden bewegt? Die Aktie hatte dann 2015 nochmals ein kleines Zwischenhoch und seitdem geht es abwärts. Jetzt stellt sich de Frage, bedeuten die Kursrückgänge eine Anpassung an die fundamentale Lage, oder ist die fundamentale Lage so toll, dass irgenwann der Kurs sich explosionsartig an die tolle fundamentale Lage Richtung Norden anpassen muss. Dass kann ich Dir auch nicht beantworten. Ich weiß nur eines, warum sollte jetzt gerade, wenn Du investiert, der Kurs, welcher seit Jahren abwärts geht,drehen? Selbstverständlich wird er das irgendwann einmal machen. Also was nützt Dir eine tolle Dividende, aber dafür Kursverluste.

    Es ist sinnvoller eine Aktie mit weniger Dividende, welche nicht so günstig ist, aber seit Jahren einen stabilen Aufwärtstrend hat, diese bei Kursschwäche zu kaufen und auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu spekulieren. Hierbei gilt natürlich, die Fundamentaldaten zu beachten. Aber auch hier stellt sich die Frage, warum soll eine Aktie, welche seit Jahren oder Jahrzehnten einen gleichmäßigen stabilen Aufwärtstrend hat, welcher immer nur von kleinen Kursschwächen unterbrochen ist (z.B. Nestle) genau den Aufwärtstrend unterbrechen, an dem Tag an welchen Du eingestiegen bist?

    Übrigens ich habe auch Vodafone. Die habe ich aber von meinem Vater geerbt. Der hatte die damals im Zuge der Mannesann Übernahme erhalten. Jetzt habe ich die und freue mich über die schöne Dividende und über die Kursverluste.

    1. Danke star für deine ausführliche Antwort.
      Welche aktien mit guten dividenden haben den aktuell einen guten einstiegszeitpunkt? Möchte die tage investieren weiss aber noch nicht genau in welchen wert

  4. Bei Telekommunikationsunternehmen habe ich mir noch Centurylink ins Depot gelegt und liebäugel auch noch mit BCE ist aber ein wenig teuer.
    Bei Spark. möchte ich mir auch noch ein paar Anteile zulegen.
    Vodafone habe ich auch nur leider zuviel bezahlt, wird sich aber erholen.

  5. Wer der Meinung ist, Vodafone ist ein guter Wert und bekommt jetzt Vodafone günstiger, der sollte nachkaufen. Wer aber der Meinung ist, Vodafone ist kein guter Wert und kauft jetzt nicht nach, wenn es günstiger ist, der hätte doch besser überhaupt nie Vodafone gekauft. Ich kaufe grundsätzlich nach, wenn ich der Meinung bin, dass sich an der fundamentalen Betrachtung der Aktie nichts geändert hat. Deshalb habe ich auch soviele Nestle, BASF und jetzt Philip Morris Aktien. Wer den Mut hat nachzukaufen, hat echt die Chance auch im tief zu kaufen. Das ist mir bei allen drei gelungen. Aber CenturyLink würde ich nicht mal mit dr Kneifzange anfassen. Im Prinzip geht die Aktie seit 1999 in Schwankungen abwärts.Ich glaube wenn man in eine Aplle investiert hat man bessere Chancen als in CenturyLink. Auch wenn Apple ein fast Einproduktunternehmen ist. Und Techunternehmen sind immer schwierig.
    Momentan ist es schwierig richtig gute und günstige Unternehmen zu finden. Und man muss sich auch trauen zu investieren. Aber entweder man investiert nicht, da der Kursverlauf die letzten Monate und Jahre nicht überzeugend ist, oder man investiert nicht, da die Kurse schon soweit gelaufen sind.

    Einfach Mut haben und darauf vertrauen, dass wenn ein Unternehmen die letzten Jahre und Jahrtehnte gute Arbeit gemacht hat, dass sich das auch in dr Zukunft fortsetzt. Bei CenturyLink kann ich das am Kursverlauf nicht erkennen. meine Meinung: Hände weg.

    Als langweilige Aktien könnte man noch in 3M oder Amgen investieren. Oder tatsächlich in eien BASF. Hier stellt sich die Frage, wird es für BASF zukünftig so schlecht laufen, dass die keine Dividende mehr bezahlen können? Glaube ich nicht.Münich Re ist auf dem Höchstkurs. Da wird es möglicherweise nach der Dividende etwas bergab gehen.

    Warum keine Bechtle oder SAP oder Microsoft, Intel oder Cisco? Ja die sind teuer. Aber die haben auch eine gute Geschäftsentwicklung. Vielleicht kommt der Kurs nochmals zurück, wenn sich dann aber an deiner Meinung nichts geändert hat und die Geschäftsentwicklung weiterhin i.O. ist, dann kann man nachkaufen. Ich kaufe seit jahren immer wieder die gleichen Aktien. Immer bei Kursschwäche. Glaubt mir, das ist am besten, wenn man die Aktien einfach kauft, da man sie momentan so günstig bekommt, dass man einfach kaufen muss.

  6. Dividende CenturyLink wurde gekürzt im März 2013 von 0,725 auf 0,54. Dann wurde von März 2013 bis November 2018 immer 0,54 bezahlt. Dividendenerhöhung ist Fehlanzeige.
    Aber dafür wurde jetzt die Dividende von 0,54 auf 0,25 mehr als halbiert. Der Kurs hat minus 70% aber dafür jetzt eine tolle Dividendenrendite.

    Warum ziehen solche Aktien immer die Investoren an? Hände weg.

  7. Ja das stimmt mit Centurylink, meine Position ist auch eher klein.
    Wenn dadurch die Verschuldung in Angriff genommen wird und das Management in Zukunft….. Warten wir es mal ab.
    Bei GE wird man auch sehen wie es wird.

  8. Hi Sonny,

    grundsätzlich kann man mit jeder Aktie gut Geld verdienen, insbesondere wenn man es schafft, die Aktie zum Tiefpunkt zu kaufen und zum Hochpunkt verkaufen. Da die Daimler Aktie jeden Tage rege gehandelt wird, gibt es also auch Glückspilze denen das gelingt. Das Du dazugehörst, da dürfte die Wahrscheinlichkeit schon geringer sein. Wer also nicht zum Tiefstkurs einsteigen kann, sollte doch besser Aktien bevorzugen, welche auf der Sicht von mehreren Jahren auf jeden Fall dann höher stehen als am Kauftag. Bei Daimler ist das fraglich ob das gelingt.

    Dazu riskieren wir einfach einen Blick in die Vergangenheit. Was glaubst Du hat eine Daimler Aktie am 09.01.1987 gekostet? Splitbereinigt und bereinigt um Bezugsrechte für diverse Kapitalerhöhungen waren das genau umgerechnet in EUR 52,96 für eine Aktie. Also in über 32 Jahren 0 EURO Kursgewinn. Danach ist die Aktie erst einmal abgetaucht auf 25 EUR. Schau mal nach bei Comdirekt die haben die Kurse ab 08.01.1988. Ich habe die Kurse ab 02.01.1987. Sei froh, dass Comdirekt die Kurse erst ab 08.01.1988 hat. Den im Herbst 1987 gab es einen Crash. Da ist die Daimler Aktie von August 1987 bis Februar 1988 von 53 EUR auf 25 EUR abgerauscht. Aber egal, wenn man sich auf Comdirekt das ansieht, dann muss man feststellen, dass nicht viel los war mir der Kursenwicklung.

    Blende jetzt mal noch den DAX dazu ein. Der DAX hat eine Kursentwicklung vom 08.01.1988 bis heute von ca. 1200% geschafft. Daimler hat eine Kursperformance von ca. 73% geschafft. Jetzt wird ja gleich jemand denken, so nicht, das ist eine unfaire und falsche Betrachtung, denn der Kurs der Daimler Aktie ist ein Kurschart in welchem die Dividende nicht eingerechnet wurde und der DAX ist ein Performancechart in welchem die Dividende der zugrunde liegenden Aktien mit eingerechnet wurde. Und vielleicht ist der DAX ja nur soviel gestiegen, da Daimler ja soviel Dividende bezahlt hat, welche in den Performancechart beim DAX eingeflossen ist.

    O.K. machen wir also aus dem Daimler Kurschart einen Performancechart und wir rechnen die gezahlte Dividende mit ein. Gesagt getan und siehe da, die Performance hat sich so deutlich verbessert und wir schaffen sage und schreibe ca. 400% im Vergleich zum DAX mit 1200%.

    Mein Tipp. Kaufe Dir ein DAX Indexzertifikat, da wird vermutlich die Performance und Dein Gewinn besser sein als bei einer Investition in eine Daimler Aktie.

    Was ist der Grund für die schlechte Performance bei Daimler, obwohl die doch eine so hohe Dividendenrendite haben?

    1. Die Dividendenrendite ist nur so hoch, weil die Kursentwicklung entsprechend schlecht ist.
    2. Warum ist die Kursentwicklung so schlecht? Heute viel Gewinn, morgen weniger Gewinn, übermorgen vielleicht
    überhaupt keinen Gewinn. Für so eine Aktie wollen die Investoren nicht zuviel bezahlen. Deshalb ist der Kurs niedrig
    und die Dividendenrendite hoch.
    3. Was willst Du mit einer in diesem Jahr hohenDividedne und nächstes Jahr zahlt Daimler vielleicht wniger oder
    überhaupt nichts. Wenn Du jetzt Deine durchschnittliche Dividende ausrechnest, dann relativiert sich das.
    4. Daimler wat zyklisch, Daimler ist zyklisch und wird immer zyklisch bleiben.

    Warum ist die Kursentwicklung soviel schlechter als beim DAX? Kurz gesagt könnte man sagen, Daimler obwohl ein Schwergewicht im DAX hat über die Jahre eine schlechtere Gewinnentwicklung als der Durchschnitt der im DAX vertetenen Aktien. Oder anders gesagt, wenn eine SAP über 30 Jahre den Gewinn deutlich stärker steigern kann als eine Daimler, dann wird eine SAP über die Jahre auch deutlich stärker steigen als eine Daimler. Und die Kurs und Dividendenentwicklung einer SAP fließt halt auch in den DAX mit ein. Weitere Aktien, welche einfach eine schnellere und stärke Gewinnentwicklung hatten als der Durchschnitt der DAX Aktien, waren Fresenius, BASF, Adidas, Beiersdorf, Henkel und als Automobilfirma eine BMW und ein paar wenige mehr. Und dann kommen die Kapitalvernichter Deutsche Bank und bis vor kurzem die Commerzbank, RWE und E.ON und Thyssen.

    Wir wird es mit Daimler weitergehen. Keine Ahnung. Wie entwickelt sich die Elektromobilität oder das autome Fahren? Keine Ahnung. Ich bin mir nur sicher, dass Daimler auch zukünftig zyklisch sein wird und es langfristig schwierig sein wird, hier eine überduchschnittliche Rendite zu erzielen, bestehend aus Kursgewinnen und Dividende. Es sei denn, du gehörst zu den Glückspilzen, welche den optimale Einstiegs und Ausstiegszeitpunkt treffen. Wenn Du Dir das nicht zutraust, dann Hände weg von Daimler. Auch wenn die Dividende verlockend aussieht und wenn auch möglicherweise die Aktie jetzt steigen sollte und vielleicht sogar mal in einem Jahr zu den Outperformern im DAX gehören sollte. Seit 16.03.2019 geht es auf jeden Fall erst mal mehr oder weniger bergab. Aber vielleicht hast Du Glück und ab heute steigt die Aktie wieder……………….

    So genug geschrieben. Wenn mir noch langweilig sein sollte, dann schreibe ich noch etwas zu Bayer. Das wird aber nicht so lang.

  9. Hallo star,

    Vielen lieben Dank für deine ausführliche Einschätzung zu Daimler. Ich bin noch student und habe dementsprechend nicht sehr viel geld zum investieren übrig aber verfolge schon seit ein paar Jahren die Dividendenstrategie. Ich würde mich sehr freuen wenn wir uns ggf. per Email austauschen könnten bzw. du mir mit deinen super Einschätzungen bei einigen Fragen zu Imvestments helfen könntest..

  10. Zitat aus dem Text oben: „Zuletzt gab es einen Kursrückschlag wegen Vorwürfen, dass im Babypuder mit Wissen des Managements in früheren Zeiten krebserregende Stoffe verwendet wurden. Die Performance in diesem Jahr ist mit +8,6% deshalb auch nur unterdurchschnittlich. Wer mutig ist, kann aktuell eine Qualitätsaktie zu gegenüber dem allgemeinen Markt günstigen Kursen kaufen.“

    Dieser Schluss ist m. E. nicht zulässig.

    Die Underperformance der J&J-Aktie kann genauso gut daran liegen, dass der Markt eine vorherige krasse Überbewertung anlässlich der Meldung abgebaut hat.
    Wenn die Bewertung einer Aktie von z. B. 150% auf 130% ihres historischen Bewertungsniveaus zurückkommt, dann kann sie trotzdem deutlich teurer sein als der Gesamtmarkt (und bleibt insbesondere teurer als ihre eigene normale Bewertung).

    Und im konkreten Fall von Johnson&Johnson war das KGV der Aktie im Kalenderjahr 2018 mit 20-22 das höchste seit dem Platzen der Internet-Blase.
    2009-2013 kostete die Aktie fünf Jahre lang ein KGV von 12-14. Und dies lag nicht etwa daran, dass J&J irgendwie „zyklisch“ funktionieren würde, sondern der Markt hatte das Unternehmen damals für eine Reihe von Skandalen abgestraft (https://en.wikipedia.org/wiki/2010_DePuy_Hip_Recall, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/schmiergeldvorwuerfe-johnson-und-johnson-stimmt-milliardenvergleich-zu/9028098.html).
    Nach meinen Bewertungsdaten kostet J&J derzeit genau den „Marktdurchschnitt“.

    Der Zeitrahmen weniger Monate ist viel zu kurz, um daraus irgendwas über die Bewertung einer Aktie folgern zu dürfen.
    Solche Zeiträume sind nur für Trader relevant, die nicht Bewertungen handeln, sondern Bewegungen (also nicht investieren wollen, sondern nach der https://en.wikipedia.org/wiki/Greater_fool_theory agieren).

  11. Da stellt sich dann eben die Frage wie stark sich die Skandale auf das KGV ausgewirkt haben. Wo wäre Johnson&Johnson ohne diese in 2009-13 gestanden und waren zu diesem Zeitpunkt evtl. auch andere „Pharmawerte“ evtl. sogar „unpopulär“. Es gibt ja immer diese Phasen in denen z.B. Tech in ist, dann wieder Konsumtitel, Versorger etc. pp. Das damit eine J&J in 2018 zu einem KGV von 20-22 „krass“ überbewertet war sehe ich im Verhältnis zu den Zinsen/Gesamtmarkt als etwas überzogen an. Gabs zu dem Zeitpunkt Alternativen in der gleichen Branche, die nicht entsprechend 10-20% überbewertet im Verhältnis zum langjährigen Mittel waren? Viele werden es nicht gewesen sein denke ich . Eine Johnson&Johnson ist für mich immer noch eine klassische Buy&Hold Aktie auf Sicht von 10 Jahren Anlagezeitraum aber ich glaube das beurteilt Karl mit dem letzten Satz „momentan genau Marktdurchschnitt“ sogar ähnlich. Gibt momentan aus meiner Sicht mehr Pro als Kontra bei der Aktie. Klar wenn der Markt runter gehen sollte wird auch eine J&J wieder mal im Extremfall für ein KGV 12-14 zu haben sein. Das sie im Durchschnitt wieder auf das Niveau zurückfällt glaube ich eigentlich eher nicht , zumindest nicht solange die Zinsen nicht wieder auf „Durchschnitt“ steigen

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