Nachgekauft! Weil ich an eine Outperformance dieser Aktie im nächsten Jahr glaube

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Das Jahr nähert sich unaufhörlich dem Ende zu und dabei schaue ich mir schon ziemlich genau an, wie sich welche Aktie in meinem Depot entwickelt hat.

Und noch viel intensiver, welche Aktie Nachholpotenzial für 2021 hat. Bei einem Schwergewicht in meinem Depot habe ich genau das analysiert und sie deshalb nun noch einmal nachgekauft.

Ich berichte über den Kauf, warum ich ein erhebliches Kurspotenzial für das nächste Jahr sehe und über die letzte Dividendenzahlung.

Und damit starte ich auch erst mal, denn die nachgekauften Aktien von 3M sind noch nicht dividendenberechtigt gewesen. 3M selbst habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Dividende

3M zahlt erneut eine Quartalsdividende von 1,47 US$ je Aktie. Für die (bisher) 70 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 102,90 US$. Sie wurde vom Smartbroker zum Kurs von 1,2135 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 63,14 €. Sie wurde mit Wertstellung 14.12.2020 überwiesen.

3M Dividende im Dezember 2020 Kontoumsatz
3M Dividende im Dezember 2020 Umsatzdetails
Dividendengutschrift 3M im Dezember 2020

Aktienkauf

Nachgekauft habe ich 7 Aktien von 3M, sodass ich nun 77 Aktien im Depot habe. Gehandelt habe ich sie über den Smartbroker bei gettex. Dafür fiel keine Provision an! Ich kaufte am 07.12.2020 zum Kurs von 140,96 € und zahlte dafür 986,72 €.

Kaufabrechnung 3M-Aktien im Dezember 2020
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Das Depot beim Smartbroker finde ich für Aktienkäufe besonders interessant! Käufe mit einem Volumen von mindestens 500 € sind dort über den Handelsplatz gettex kostenfrei möglich. Mit einem entsprechenden Limit versehen, werden meine Orders dort zu marktüblichen Preisen ausgeführt. Alle Infos zu dem Angebot vom Smartbroker und die Möglichkeit, dort selbst ein kostenfreies Depot zu eröffnen, erhältst Du über diesen Link.

Bei einer Depoteröffnung über den Link erhält der Divantis-Blog eine Provision vom Smartbroker. Meine Empfehlung erfolgt aber unabhängig davon. Denn nirgends kann ich günstiger handeln.

Perspektiven

In der Heimatwährung ist die 3M-Aktie dieses Jahr nicht von der Stelle gekommen. Sie notiert in US$ nahezu unverändert. Für mich bedeutet das in Euro und mit den erhaltenen Dividenden trotzdem ein Minus von 5,5%. Grund ist natürlich der schwache US-Dollar.

Seit dem Eingeständnis im 2. Quartal 2019, dass der bisherige Wachstumskurs nicht beibehalten werden kann, krebst die Aktie unterhalb der 200 US$-Marke herum. In diesem Jahr liegt die Range – der Corona-Crash einmal beiseite gelassen – zwischen 150 und 170 US$.

3M hat sich dabei als ziemlich konjunktursensibel gezeigt. Mit anziehender wirtschaftlicher Erholung gehen auch die Umsätze wieder hoch. Und das gibt der Aktie aus meiner Sicht ein erhebliches Erholungspotenzial in 2021.

Ich erwarte, dass die weltweiten Konjunkturprogramme spätestens im Sommer 2021 ihre Wirkung entfalten. Und im zweiten Halbjahr wird das dann durch eine steigende Corona-Impfquote unterstützt.

3M sollte davon überdurchschnittlich profitieren. Es werden dann 2 Jahre vergangen sein, in denen das Unternehmen seine Kosten deutlich gesenkt und den Konzern umgebaut und wieder auf Wachstum getrimmt hat. Die Aktie dürfte aus meiner Sicht damit einer der Gewinner des Jahres 2021 werden.

Und das war der Grund, warum ich nun noch einmal zugegriffen habe. Es ist bereits mein zweiter Nachkauf von 3M in diesem Jahr. Am 25. Februar hatte ich zum Kurs von 135,12 € gekauft.

Nachdem ich nun also in diesem Jahr ordentlich zugekauft habe, möchte ich dann die Früchte dieser Aussaat einsammeln. Mit 2,5% Depotanteil ist 3M prominent in meinem Depot vertreten.

Ich bin gespannt, ob meine Prognose aufgeht. Wie stehst Du zur 3M-Aktie?

Auf einen Blick:

Unternehmen:3M
ISIN:US88579Y1010
Im Divantis-Depot seit:12.01.2017
Letzter Nachkauf am:07.12.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:77
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:161,39 €
Gesamtkaufpreis:12.427,22 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:873,40 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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19 Gedanken zu „Nachgekauft! Weil ich an eine Outperformance dieser Aktie im nächsten Jahr glaube“

  1. „Für mich bedeutet das in Euro und mit den erhaltenen Dividenden trotzdem ein Minus von x,x%.“
    Ist der Wert geheim? 😉
    Konnte mich auch recht nicht entscheiden, da sie nicht vom Fleck kommt. Konnte deinen Argumenten aber gut folgen und hab mal eine Limitorder platziert. Zumindest scheint es mir wenig riskant zu sein. Wie siehst du eigenlich Lam gerade? Haben sich ja toll entwickelt.
    Gruß Daniel

    1. Hallo Daniel,

      oje, da habe ich nicht aufgepasst. Habe die Stelle gerade korrigiert! Hatte den Artikel am Freitag geschrieben und noch auf die Dividendenzahlung gewartet. Und dann vergessen, den Platzhalter zu ergänzen. ;)
      Lam Research hätte ich so stark nicht erwartet. Bin da auch weiter bullisch.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben,

    aktuell halte ich 60 Stück und kann mir 3M als Industriewert bis zu 5% Gewichtung, wie z.B. Roche, P&G oder J&J im Depot vorstellen.

    Viel Erfolg und Grüße
    Christian / Bergfahrten

    1. Hallo Christian,

      ich habe bei Deinem Blog einmal vorbeigeschaut.
      Eine sehr schöne Story, aber Deine Tabellen / Grafiken sind teilweise nicht so einfach nachzuvollziehen.
      Kann es sein, dass Dein Depot deutlich weniger Wert ist, als Du ursprünglich investiert hast?
      Zumindest steht es dort so.
      Wenn ja, gibt es dafür eine Erklärung? Alles (oder z.B. 90%) auf einmal kurz vor einem Crash gekauft oder ähnlich?

      VG
      1Steven1

      1. Hallo 1Steven1,
        ich spare und investiere seit 1995. Wenn ich Gewinne oder Dividenden wieder investiere erhöht sich der aktuelle Investmenbetrag. D.h. mein Gesamtinvestment ist inkl. Gewinnen und Dividenden seit 1995.
        Klärt das deine Fragen?
        Viele Grüße
        Bergfahrten

        1. Hallo Christian,

          danke für Deine Rückmeldung!
          Verstehe, dass Du auch reinvestierte Dividenden als Investment bezeichnest.
          Trotzdem verstehe ich die etwa 50000€ Differenz zwischen Investment und Depotwert (andersherum als erwartet) nicht, da ich dachte, dass Du von Deinen Dividenden lebst und nicht das Depot abbaust.
          Aber vermutlich habe ich etwas überlesen. (Vermutlich waren dann doch irgendwelche Entnahmen, die Du auf Investment-Seite nicht herausgerechnet hast. Wenn dem so ist, weiß ich aber nicht welchen Sinn dann diese Gegenüberstellung hat.)
          Da muss ich es wohl etwas genauer lesen.

          VG
          1Steven1

          1. Hallo 1Steven1,

            Der Investmentwert und Depotwert ist der monatliche und aktuelle Stand. Zu diesem Zeitpunkt existiert keine rückwirkende Rendite ob gespart, gewonnen, Dividenden verwendet worden sind. Es ist ein Ist-Zustand.
            Erfolge oder Verluste inklusive.

            Aber vielleicht kann ich das nicht richtig erklären. Viel Erfolg für deinen Weg und die Berechnung.

            Viele Grüße
            Bergfahrten

  3. Für mich ist 3M ein Basiswert, ähnlich einer Siemens im EURO-Raum. Anteil in meinem Depot liegt bei knapp über 2%. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in 2021 nochmals einen deutlichen Rückgang an den Märkten sehen (wenn sich z.B. die Erfolge der Impfkampagnen deutlich langsamer einstellen als erhofft) und werde meine endlichen Cashreserven erst einmal zurückhalten. Zudem könnte es in 2021 auch einige interessante IPO’s geben (z.B. Vantage Towers, der Funkturmbereich von Vodafone). 3M kämen für mich erst wieder bei unter 135€ in Betracht.

  4. Hallo Ben,

    ich hatte selbst 3M ein paar Jahre im Depot. Bis zum Höchststand im Januar 2018 mit 250USD/210€ lief die Entwicklung wie geschmiert. Mit dem Jahresabschluss wurden dann erforderliche Kostensenkungen und Umstrukturierungen bekanntgegeben mit folgendem Kurssturz. Vor den Quartalszahlen im Oktober habe ich dann die Aktien für 187€ verkauft. Meine Entscheidung war richtig, ich habe dann in anderen erfolgreicheren Aktien investiert.

    Für mich war es das gleiche Schema wie mit General Electric ein Jahr zuvor, die ich bei 19,90€ verkauft habe. Anschließend ging der Kurs steil südwärts.

    Bei 3M waren die Hauptumsatzträger wohl die FFP2- und FFP3-Masken, über den Erfolg der Umstrukturierungen habe ich wenig gelesen.

    Am 02.02.2021 wird der Jahresabschluss bekanntgegeben. Entscheidend wird der Ausblick für das Jahr 2021 sein. Für Kaufentscheidungen würde ich diesen Termin abwarten.

    Beste Grüße

    Peter

  5. Hallo Peter,

    nein, die Masken machen nur einen sehr kleinen Teil vom Umsatz aus.

    3M gibt monatlich Wasserstandsmeldungen über die Umsätze, für den November sah es wie folgt aus:

    3M (NYSE:MMM) reports Nov. sales of $2.9B (+8% Y/Y), organic local-currency sales increased 7%, while divestitures decreased sales by 1% and forex increased sales by 2% Y/Y.

    Segment: Health Care +5%, Consumer +16%, and Safety and Industrial +16%, while Transportation and Electronics +3%.

    Mit dem Zukauf von Acelity hatte man natürlich sehr viel Glück Ende 2019, kurz vor dem Ausbruch vom Virus.

    Mit GE kann man 3M aber mMn nicht vergleichen, Schulden deutlich höher, Dividende über dem Freecashflow usw..

    LG Sebastian

  6. Hallo Sebastian,

    ich habe 3M und GE nicht als Unternehmen verglichen, sondern die Situation => Gewinnwarnung => Umstrukturierung => Kostenreduzierung. Übrigens, ich bin stattdessen bei NextEra eingestiegen.

    Mitte 2007 habe ich die Deutsche Bank für 82€ verkauft, CEO Ackermann hat zu diesem Zeitpunkt das Unternehmen großkotzig geführt. Wenn ich in Unternehmen investiere, muss ich vertrauen in den Führungspersonen haben. Ich hatte beruflich als Ingenieur in den 80iger bei KHD zu tun. Auf dem Parkplatz standen Mercedesfahrzeuge mit F-Kennzeichen. Mein Gegenüber sagte nur, bei uns läuft es nicht rund. Abends bei ntv empfahl der Analyst der Deutschen Bank KHD zum Kauf, einen Tag später gab es bei KHD eine Gewinnwarnung. Die Deutsche Bank stellte später klar, die Investmentabteilung ist nicht über die Bankgeschäfte informiert.

    Ich bin 71 Jahre alt und Privatier. Empfehlen kann ich nur, sich über viele Quellen zu informieren. Manchmal ich das Bauchgefühl auch besser, siehe oben. Ich investiere seit über 20 Jahre in Aktien, in meiner Familie gibt es seit über 100 Jahre Aktionäre. So ergibt sich ein großer Erfahrungsschatz, auch die Erfahrungen derer, die Anleihen hatten.

    Nochmals zu 3M. Die Steigerung der Umsätze sagt nichts über Gewinne aus. Die Umsatzsteigerungen beziehen sich auf eine niedrige Basis gegenüber meines Ausstieges.

    Am 16. Januar 2020 war den Verantwortlichen bei 3M klar, eine Pandemie steht an. Die Werksleiter in Amerika, Asien und Europa wurden angewiesen, die Produktion von FFP2- und FFP3-Masken hochzufahren durch die 3. Schicht und die Reserve-Produktionslinien durch Personalverlagerungen, gegebenenfalls auch durch Neueinstellungen aktivieren. Ich bin viele Jahre beruflich in Asien unterwegs gewesen, in China, Taiwan u.a. Deshalb habe ich meinen Informationen besser vertraut, als unser Personal in Berlin. FFP2-Masken habe ich Anfang März für meine Familie besorgt, wir haben sie seitdem im Einsatz. Zudem fahren wir seit ende Februar nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmittel.

    Diese Masken von 3M entsprechen in der Qualität Mercedes A-Klasse und in Preis Mercedes S-Klasse. Somit wird dieser Bereich prozentual deutlich stärker zum Gewinn beitragen. Zeitweilig wurde jeder Preis bezahlt.

    Und zu meiner Empfehlung, die Jahreszahlen am 02.02.2021 und den Ausblick für 2021 abzuwarten, stehe ich noch.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende ohne lästige Termine.

    Peter

    1. Hallo Peter,

      schön, dass Du mit Deiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz den Weg auf den Divantis-Blog gefunden hast! Ich freue mich auf viele bereichernde Diskussionen!

      Für mich war der Hauptaspekt, jetzt 3M nachzukaufen, dass die Aktie konjunktursensibel ist. Und ich damit die anstehende Welle der weltweiten konjunkturellen Erholung in 2021 mitreiten kann. Dass 3M einige interne Themen hat, sehe ich auch so. Aber das Management arbeitet daran und nun braucht es einfach etwas Zeit. Und die habe ich als langfristiger Investor zur Genüge.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        ich habe eine andere Anlagestrategie, ich setze auf Dividende und Kurssteigerungen. Als Investor geht man Risiken ein. Wenn ich über Jahre nur eine Dividende erhalte, die meist der Inflationsrate entspricht, dann erhöhen sinkende Kurse oder eine längere Seitwärtsbewegung das Risiko meiner Investition.

        Meine Strategie ist es, Aktien zu haben, die sich im Wert, Kurs und Dividende, innerhalb von 10 Jahren verdoppeln. Das bedeutet ca. 1/3 ist Inflationsausgleich und 2/3 sind Wertzuwachs, ohne Kapitalertragssteuern.

        Angefangen zu investieren bin ich mit einem ähnlichen Ansatz wie du. Ich habe viel gearbeitet, 60 bis 70-Stundenwoche, konnte mich nur am Wochenende mit meinem Depot beschäftigen. Deshalb habe ich auch vermeintlich sichere Blue-Chips in mein Depot gelegt. Das Depot wuchs durch Wiederanlage der Dividenden und durch hohe Einzahlungen pro Monat, als Selbstständiger sollte dies die Altersversorgung sein.

        Nach einigen Jahren habe ich mein Depot zwischen Weihnachten und Neujahr genauer analysiert. Der größte Teil des Zuwachses waren meine Einzahlungen, dann die Dividenden, zuletzt die Kurssteigerungen. Ich hatte sehr viele Aktien mit Seitwärtsbewegung im Kurs oder leichten Rückgängen.

        Ich habe dann mit Analyse mit 10-Jahres-Charts betrieben, mit Jahr 1996/97 beginnend. Habe Aktien ausgesucht, die die Dotcom-Blase und 9/11 kurzfristig ausgestanden haben, dies später auch bei der Lehmann und Euro-Krise angewandt. Und das Timing des Kaufes, 38Tage-Linie zu 100Tage-Linie. Hierdurch habe ich einige Euro gespart.

        Dann habe ich ergründet, warum einige Firmen jahrelange Seitwärtsbewegungen hatten, meist waren es hausgemachte Probleme.

        Ich überprüfe zweimal in Jahr die Entwicklung meiner Aktien. Wenn zu lange Seitwärtsbewegungen eintreten, verkaufe ich und suche mir neue Aktien.

        In einem Anderen Artikel hier beschreibst du deine Coca-Cola-Aktien.

        Ich habe Mitte 2011 Coca Cola für 28,48€ gekauft und Mitte Februar 2017 für 39,51€ verkauft, nach 18-monatiger Seitwärtsbewegung. Ursachen waren Zuckersteuer in GB auf süße Getränke, Gesundheitsaspekte in USA und Europa. Schließen von Abfüllstationen oder deren Verkauf usw.

        Für den Erlös habe ich Microsoft zu 59€ und Amazon zu 799€ gekauft. Im Nachhinein eine gute Entscheidung.

        Bei GE, 3M und Johnson & Johnson u.a. bin ich ebenso verfahren.

        Vor 5 Jahren habe ich auf Grund meines Alters meine berufliche Tätigkeit zurückgefahren und konnte mich intensiver mit meinem Depot beschäftigen.

        Trotz Corona hat mein Depot durch kluge Umschichtungen seit Januar vom 1.1.2020 bis 18.12.2020 einen Wertzuwachs von 25,8%, ohne Einrechnung der Dividende, von der wir mit unseren Unterhalt bestreiten.

        Zum ersten Male habe ich einen tenbagger im Depot, Plug Power mit 1040% plus in 16 Monaten.

        Ich wünsche Allen ein erfolgreiches Investieren.

        Peter

        1. Hallo Peter,

          ich bin schon einige Zeit investiert, aber einen tenbagger konnte ich noch nie erzielen. Wie gehst Du hierbei vor? Wie und mit welchen Hilfsmitteln ermittelst Du solche?

          1. Hallo metheboss, Deinen richtigen Namen kann ich ersehen,

            ich wähle Firmen zukunftsorientiert aus, das heißt, wie sind die Möglichkeiten des/der Unternehmen in Zukunft zu wachsen.

            Ein Beispiel:
            in meinem Depot habe ich Medical Properties, die besitzen Krankenhäuser u.ä. in USA, GB, CH und D, schütten nur 2/3 der Gewinne aus, zahlen nur 5% Dividende, haben aber Wachstum und Kurssteigerungen.
            Im Depot meiner Frau sind Aktien von Vonovia und LEG Immo. Beide gingen 2013 an die Börse und haben fast ausschließlich Wohnungen im Portfolio.
            Vonovia: Kurs 2013=>17,50€ / Kurs 2021=>57,70€ , Dividende ca. 3% , DIV-Steigerung 118%
            LEG: Kurs 2013=>43€ / Kurs 2021=>122,10€ , Dividende ca. 3% , DIV-Steigerung 94%

            Wir investieren nicht in Bürogebäude oder Ladenlokale, die Anzahl der in Büros und Verwaltung Beschäftigte nimmt seit Jahren ab, ebenso gibt es im Bereich Ladenlokale viele Leerstände, dies alles nicht erst durch Corona.

            Nächstes Beispiel Apple:
            Meine Frau und ich sind seit April 2011 bei Apple investiert, mit Berücksichtigung zweier Aktiensplits, bei einem Kurs von 8,52€. Wir haben in den letzten Jahren immer durch Teilverkäufe Gewinne gesichert, die neu investiert wurden. Mir wurde bei den Apple-Produkten schnell klar, dies ist ein “must-have” für viele.

            Nächstes Beispiel Symrise:
            Liefert den Chemiebaukasten für die Lebensmittelindustrie, heute vor allem für die “Veggie-Produkte”.
            Leider zu spät erkannt und eingestiegen.

            Nächstes Beispiel “Unsere Greta”:
            Vor ca. 2 Jahren wurde es ernst mit der Dekarbonisierung der Energieträger. Mich hat dies mein Berufsleben begleitet. Hier habe ich nun ein Investitionsgebiet gefunden, hier helfen mir meine Kenntnisse als Ingenieur.
            Vor 23 Monaten kaufte ich mit NEL, danach folgten in 2019 Plug Power, PowerCell, Ceres Power, Ballard und ITM Power. Im Juli 2020 kaufte ich McPhy. McPhy kaufte ich mit bereits realisierten Teilverkäufen der ersten 6 Positionen.

            Hier muss ich einiges erklären und vor Spekulationen warnen:
            Ich hatte von Anfang an einen Grundbetrag für Investitionen, der lag vor 20 Jahren bei 1000€, heute nach deutlich gestiegenen Depotwert beträgt der Grundbetrag 3000€, aufgerundet wird die Aktienanzahl, somit ist der Betrag meist höher.
            Der Grundbetrag ist für Aktien mit hohem Risiko. Die Nächsten Stufen sind 2-, 3-, 4- 5-, 6-fach, das heißt, Stufe 6 sind 18.000€ und mehr. Wenn Aktien sich bewähren, wird zugekauft zur nächsten oder übernächsten Stufe, so habe ich immer das Risiko im Blick.
            Die Investition in den ersten 6 Positionen betrug knapp über 20.000€. Ich habe bereits 18 Teilverkäufe mit einem Nettogewinn von 55.720€ (nach Steuern und Spesen), der Restkurswert beträgt noch 60.800€. Ob die die Aktien nun laufen lasse oder weitere Teilgewinne realisiere, habe ich noch nicht entschieden. Hier habe ich noch 2 Positionen, die nicht mehr weit vom Tenbagger entfernt sind.

            Im Oktober 2019 habe ich meine BAT-Aktien verkauft und dafür Tomra Systems (bisher +92%) und Scatec Solar (bisher +243%) gekauft, vor Weihnachten habe ich bei Scatec Teilverkäufe vorgenommen und Gewinne gesichert. Die Diageo-Aktien habe ich durch NextEra (bisher +45) ersetzt.

            Im Januar 2020 habe ich BASF verkauft, wegen Corona, und habe dafür Orsted (bisher +91%) und BioNTech (bisher +165%) gekauft.

            Im April 2020 habe ich Corona bedingt S&T verkauft und durch Encavis ersetzt (bisher +108%)

            Die Teilgewinnmitnahmen habe ich u.a. in Varta und Alfen investiert.

            Im Bereich Energietechnologie treten nun disruptive Firmen in Erscheinung, die die Kohle-, Gas- und Atomstrom-Erzeugern vom Markt drängen.

            Für mich ist nicht entscheidend die eingenommene Dividende, sondern Gesamtperformance. Für mich ist wichtig, Depotwert 01.01.2020 und Depotwert am 31.12.2020. Hier standen dieses Jahr +27,2%.

            Ich habe mein Depot bei sBroker, meine Frau bei einer anderen Bank. Kontokosten und Gebühren sind nicht das Entscheidende, sondern Service und Betreuung. Die Leute wollen doch auch leben.

            Meine Informationen beziehe ich wie folgt:

            Informationsseiten der Banken.
            Ich lese DerAktionär und Börse Online.
            Ich sehe CNBC und Bloomberg, sowie ntv und Welt-Online.
            Auf den IR-Seiten der Firmen informiere ich mit lesen der Präsentationen für Investoren.

            Zudem sollte man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, man kann dort immer Inspirationen bekommen.

            Viel Spaß und Erfolg beim Investieren

            Peter

  7. Hallo Peter,

    danke für deine Einblicke.

    Das klingt toll in so einer Familie aufgewachsen zu sein, aber warum hast du dann so spät angefangen in Aktien zu investieren ?

    Mein Vater hat z.b. Bankkaufmann gelernt aber nichts mit Aktien am Hut.. ich bin Anfang 30 und bereits 6-7 Jahre an der Börse dabei.

    Genau das mag ich an 3M, hochwertige, geschätzte Qualitätsprodukte.

    Unsere Firma kauft z.b. auch Gehörstöpsel, Masken oder Post-Its von 3M.

    Ich lese sehr viel bei seekingalpha.com, da verpasst man wenig, ist natürlich kein Vergleich wenn man direkt an der Quelle ist.

    Da gab es diese Nachrichten vom Ausbau und Hochfahren der Produktion von Masken auch zu lesen, aber 3M hat die Preise laut meinen Quellen nicht erhöht. Es gab viele gefälschte Masken mit 3M-Logo. Viele Händler haben die Preise angehoben, nur leider hat 3M da nichts von. (Ging dann bis vor die Gerichte)

    Abwarten ist natürlich immer eine gute Devise, ich halte die aktuellen Kurse trotzdem für attraktiv.

    Ich denke auch, dass mein 1. Post verdeutlicht, dass es (im November) in allen Bereichen besser läuft als im letzten Jahr. (was nicht nur auf die Masken zurückzuführen ist)

    Beim Freecashflow beispielsweise liegt 3M in 2020 bis zum 3. Quartal schon fast 20 % über dem Wert aus 2019.

    (Ich schaue gerne auf den FCF anstatt auf den Gewinn je Aktie.)

    Ebenfalls wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

    1. Sebastian,
      Ich neige auch immer mehr dazu, mich am cash flow zu orientieren. Nicht nur an free cashflow, (der eigentlich hauptsaechlich fuer die Aktionaere erfunden wurde !) sondern auch am operativen cash flow. Wenn man zb kredit bei banken will, fragen die nach dem operativen cf. Es gibt einige beispiele, wo man am operativen cf schon fruehzeitig firmenprobleme erkannt hat, als der gewinn immer noch auf anstieg getrimmt wurde.

      Die beschaeftigung mit dem operativen cf ist natuerlich nicht so bequem als wenn man zb einfach die historische bilanzen bei finanzen.com aufruft. Bei us aktien kommt man aber schon sehr weit mit dem wsj. Einfach zb “texas instruments goodwill wjs” googeln, und schon ist man mitten in den bilanzen details incl cashflows Und cashflow details. Mit historischen auflistungen und charts. Bei non us aktien muss man hald selbst irgendwie rumforschen.

      Hope i could help and inspire you a little

      Happy and blessed christmass to everyone,
      Still from the “corona quarantaine island ” in the pacific.

    2. Hallo Sebastian,

      dies ist einfach zu erklären, Studium abgeschlossen, gut verdient und viel angespart, geheiratet und Familie gegründet, gebaut mit sehr hohen Eigenanteil (Hypotheken-Zinssatz 5-6%), Haus schnell abgezahlt und dann Geld angespart für die Selbstständigkeit, soviel, dass man mindestens 1 Jahr ohne Einkünfte Leben kann, ohne Aufträge. 1997 habe ich mich Selbstständigkeit begeben.

      Seit ca. 1990 wurden Internet und Mobiltelefon verbreitet.

      Bis zu diesem Zeitpunkt musste man sich bezüglich Aktien in der FAZ und Welt im Wirtschafts- und Finanzteil informieren, und/oder man hatte einen guten Berater bei der Bank. Kurse schwankten damals im Pfennig-Bereich, 5 Pfennig, 10 Pfennig.

      Das Börsenfernsehen bei ntv gab zum ersten Mal die Möglichkeit sich in Realtime über die Börsen in Asien, Europa und USA zu informieren. Herr Busch war damals bei ntv ein vertrauenerweckender Journalist.

      Durch diese neuen Informationsquellen bekommt man nun eine große Menge an Informationen über Firmen, Aktien und Märkte. Diese Informationen richtig einordnen und beurteilen, dies ist das wichtigste beim Investieren.

      Das wichtigste ist in dieser Zeit, bleibt gesund.

      Grüße

      Peter

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