Welcher Online-Broker ist der Beste für mich?

Euro Scheine
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Immer wieder berichte ich über meine Depots bei den verschiedenen Online-Brokern. Und das aus gutem Grund: Denn das kann ich gleich vorwegnehmen: Es gibt nicht den Einen, den besten Broker schlechthin.

Zwar wird er immer wieder in Rankings oder Umfragen gekürt. Aber eine solche Zusammenfassung krankt an einer Stelle: sie berücksichtigt den Anleger nicht!

Die Bedürfnisse unterscheiden sich so sehr, dass es wirklich nicht leicht ist, den Überblick zu behalten. Und ich habe bisher keinen Broker gefunden, der alle denkbaren Bereiche gleichermaßen gut abdeckt.

Einem Anleger sind Sparpläne wichtig. Einem anderen auch, aber nicht auf ETFs, sondern auf Aktien. Wieder ein anderer möchte nur Einmalkäufe durchführen und dafür wenig Gebühren bezahlen. Und der nächste Anleger möchte die freie Auswahl unter allen Börsenplätzen haben. Und da sind jetzt solche Spezialthemen wie Quellensteuerservice oder günstige Kapitalerhöhungen noch gar nicht berücksichtigt.

Ich versuche in diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkel zu bringen und stelle meine Online-Broker vor – mit ihren Vorteilen und Schwächen. Und so kannst Du Dir ein eigenes Bild machen und womöglich noch ein weiteres Depot eröffnen. Denn Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so verkehrt ist, die eigene Geldanlage auf mehrere Depotfüße zu stellen.

Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, welchen Online-Broker man am Besten findet. Und es hat sehr viel damit zu tun, welche Produkte man handelt. Wie ich bereits geschrieben hatte, habe ich mehrere Depots bei verschiedenen Online-Brokern. Mit denen bin ich selbstverständlich zufrieden, sonst hätte ich die Depots nicht. Und doch nutze ich die Depots unterschiedlich.

vollwertige Broker

Als vollwertige Broker bezeichne ich die klassischen Online-Broker, die einen Wertpapierhandel an allen inländischen Börsenplätzen anbieten. Zudem ist dort ein Handel im Ausland möglich. Oftmals bieten sie auch Girokonten an.

Consorsbank

Die Consorsbank ist ein Pionier der deutschen Online-Broker und wurde 1994 von Karl Matthäus Schmidt, dem heutigen Vorstandsvorsitzenden der Quirin-Bank gegründet. Nach verschiedenen Eigentümerwechseln und Umfirmierungen ist sie mittlerweile eine deutsche Niederlassung der französischen BNP Paribas. Übrigens genauso wie der Smartbroker, weshalb es auch eine gemeinsame Jahressteuerbescheinigung beider Online-Broker gibt.

Ich schätze an der Consorsbank, dass es sich um ein vollwertiges und ausgereiftes Depot handelt. Ich kann dort an allen inländischen Börsenplätzen und vielen ausländischen Börsenplätzen handeln. Außerdem ist öfter ein Handel in Wertpapieren möglich, den andere Broker ablehnen. Schließlich bietet die Consorsbank auch die Möglichkeit zum Optionshandel an.

Nachteilig empfinde ich das TAN-Verfahren über eine separate App, die Benutzerfreundlichkeit ist hier nicht besonders hoch. Hoch ist dafür inzwischen die Provision. Bei Gründung war die Consorsbank wirklich noch ein Discount-Broker, der deutlich günstiger als die stationären klassischen Banken war. Inzwischen ist das Provisionsmodell jedoch nicht mehr zeitgemäß. Die Schwester Smartbroker zeigt, dass es auch deutlich günstiger geht.

Diesen Wermutstropfen nehme ich allerdings in Kauf und nutze mein Depot z.B. zur Verwahrung australischer gestapelter Wertpapiere oder auch zur Zeichnung von Neuemissionen. Positiv ist schließlich das sehr einfach gehaltene Modul zur Depotübertragung, bei dem ich einzelne Wertpapierpositionen online auswählen und zur Übertragung freigeben kann.

comdirect

Ebenfalls 1994 wurde die „Comdirect Bank“ gegründet und zwar als Tochter der Commerzbank. Nach langjähriger Eigenständigkeit, sogar mit Börsennotierung, ist sie inzwischen auf die Commerzbank verschmolzen und firmiert nur noch als Marke „comdirect“. Das wiederum hat sie mit der onvista bank gemeinsam. Anders als beim Duo Consorsbank/Smartbroker sind die Steuerbescheinigungen von comdirect und onvista bank aber getrennt.

Das comdirect-Depot ist ein Volldepot, also ein Handel an allen inländischen und zahlreichen ausländischen Börsenplätzen möglich. Ein Depot bei der comdirect hat den großen Vorteil, dass ich damit Kunde der Commerzbank bin und damit die Solidität eines Großkonzerns im Rücken habe. Das merkt man z.B. beim Kundenservice. Gleichzeitig ist der Handel in speziellen Wertpapieren teilweise restriktiv, angeblich aus Kundenschutz.

Negativ fällt mir immer wieder auf, dass die Gutschrift von Dividendenabrechnungen in ausländischer Währung mit 2 zusätzlichen Valutatagen erfolgt. Die Schwester onvista bank zeigt – genauso wie andere Broker auch -, dass es auch anders geht. Und das sogar innerhalb der gleichen Bank! Lästig ist zudem, dass bei Dividendenabrechnungen eine separate Steuerabrechnung in einem eigenem PDF erfolgt, die oftmals erst einen Tag nach der eigentlichen Dividendenabrechnung kommt.

Ähnlich wie bei der Consorsbank empfinde ich die Gebührenstruktur als zu teuer. Dazu gehört auch die Tatsache, dass die comdirect nach den ersten 3 Jahren Depotführung ohne Girokonto nur dann keine Depotgebühren erhebt, wenn ein Sparplan pro Quartal ausgeführt wird oder zwei Trades stattgefunden haben. Das lässt sich natürlich mit einem Sparplan über 25 € in einem ausgabeaufschlagfreien ETF wie den Arero und vier Ausführungen im Jahr erfüllen. Es ist für mich aber ein Anachronismus!

Positiv ist allerdings, dass die Bestellung von Eintrittskarten für die Teilnahme an Hauptversammlungen kostenfrei ist. Und Firmenkunden, z.B. mit einer Trading-GmbH, können zu den gleichen Konditionen wie Privatkunden ein Depot eröffnen. Schließlich wird auch ein Junior-Depot für Kinder angeboten.

DKB

Die DKB ist als Deutsche Kreditbank AG eine eigenständige Tochter der Bayerischen Landesbank (BayernLB). Die DKB bietet ein vollwertiges Depot mit Handel an allen inländischen und den wichtigsten internationalen Börsenplätzen an. Dabei hat sie für den Inlandshandel eine einfache Provisionsstruktur in 10-€-Schritten.

Für Neukunden haben sich die Konditionen allerdings mittlerweile etwas verschlechtert (betrifft alle Konto-/Depoteröffnungen nach dem 14. September 2022). Denn für eine Depoteröffnung ist die Eröffnung eines Girokontos Voraussetzung. Und das ist nur dann kostenlos, wenn jeden Monat mindestens 700 € eingehen oder Du unter 28 Jahre alt bist. Ansonsten kostet das Konto 4,50 € im Monat. Dazu ein Tipp: Der Geldeingang muss kein Gehalt sein. Es reicht aus, wenn Du Dir das Geld von einem eigenen Konto bei einer anderen Bank überweist. Du könntest z.B. auch per Dauerauftrag zum Monatsanfang die geforderten 700 € zur DKB übertragen und dann ebenfalls per Dauerauftrag zur Monatsmitte die 700 € auf ein anderes Konto von Dir zurückübertragen. Der Fantasie sind da wenig Grenzen gesetzt – aber es ist eine Regelung, die es zu beachten gilt. Das Girokonto selbst ist aber gar nicht so schlecht und ich nutze es intensiv. Mit den 700 € monatlichem Geldeingang wirst Du auch zum „Aktivkunden“ und kannst dann z.B. im Ausland Bargeld ohne Währungsumrechnungsentgelt abheben.

Wesentlicher Grund für ein Depot bei der DKB ist der Quellensteuerservice bei ausländischen Aktien. Für französische Aktien ist die DKB aus meiner Sicht sogar ein Muss. Denn sie bietet für die Quellensteuer aus Frankreich als einzige mir bekannte Depotbank die Möglichkeit einer Vorabbefreiung an. Das macht dieses Depot für französische Aktien hochinteressant!

Sparpläne kosten – unabhängig vom Anlagebetrag – bei der DKB 1,50 € je Ausführung. Davon ausgenommen sind Aktionsfonds. Aktiensparpläne sind auf die DAX40-Aktien möglich. Für Sparpläne bieten sich aus meiner Sicht eher andere Broker an. Sowohl was Auswahl als auch Gebühren betrifft, hat die DKB hier erheblichen Nachholbedarf.

ING

Wer gerne Sparpläne abschließt und/oder mit ETF handelt, ist mit der ING gut bedient. Hier lassen sich viele ETF komplett gebührenfrei kaufen. Ich nutze mein Depot außerdem, um dort meine Schweizer Aktien zu halten. Zur Erstattung der Quellensteuer wird von der ING nämlich direkt ein Tax-Voucher kostenfrei zur Verfügung gestellt. Und damit kann ich dann die Quellensteuer aus der Schweiz zurückfordern.

Positiv ist mir auch aufgefallen, dass die ING die Möglichkeit bietet, einen Depotübertrag von einer anderen Bank zu ihr komplett elektronisch abzuwickeln. Die notwendige Unterschrift kannst Du am Bildschirm „malen“ und die ING schickt das Formular dann selbst ab.

maxblue

Unter dem Titel „maxblue“ bietet die Deutsche Bank einen Direkt-Broker an, der gerade für Quellensteuern einige Vorteile bietet. So wird z.B. bei kanadischen Aktien die Quellensteuer auf 15% reduziert und voll auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet. Bei irischen oder finnischen Dividendeneinkünften sendet die Bank Dir automatisch ein Antragsformular zur kostenfreien Rückforderung der Quellensteuer zu, wenn der Rückforderungsbetrag mindestens 10 € beträgt.

Für diesen Service nehme ich auch gerne in Kauf, dass die Gutschrift von Dividendenabrechnungen in ausländischer Währung mit 2 zusätzlichen Valutatagen belegt wird. Die Konditionen für den Wertpapierhandel bewegen sich in einem ähnlich hohen Bereich wie bei der Consorsbank oder der comdirect.

Ich nehme gerne die Prämie für Depotüberträge an. Denn auch als Bestandskunde prämiert maxblue Überträge von Wertpapieren mit 0,5% des übertragenen Depotvolumens (maximal 500 €). Das Angebot ist zwar zeitlich befristet, wurde aber bisher immer wieder verlängert. Wenn Du es nutzen willst, dann solltest Du aber in jedem Fall vorher noch mal auf der maxblue-Webseite nachschauen. Die 0,5% gibt es auch z.B. für Aktien, die sonst keine Dividende zahlen.

onvista bank

Die onvista bank ist – wie die comdirect – eine Marke der Commerzbank und keine eigene Bank. Interessanterweise sind die Konditionen aber besser als bei der comdirect und einige Kritikpunkte fallen hier nicht an. So kommen die Dividendenabrechnungen schon am offiziellen Zahltag früh morgens ins Postfach und aufs Verrechnungskonto. Und für den Wertpapierhandel wird an allen deutschen Handelsplätzen eine Flatrate in Höhe von 7 € genommen. Egal wie hoch die Order ist. Da kommt dann nur noch die Maklercourtage der Börse hinzu. Interessant ist auch die Kondition für einen Handel in den USA: sie kostet pauschal 15 € und ist damit unter der deutschen Brokern das günstigste Angebot.

Nervig ist allerdings die Benutzeroberfläche der onvista bank, die mit Tabs arbeitet, in denen dann einzelne Menüpunkte geöffnet werden. Und da suche ich dann meist hin und her, bis ich z.B. die „Überweisung“ finde.

Ansonsten gibt es wenig auszusetzen. Lange war das onvista bank-Depot mein bevorzugter Handelsort. Mittlerweile hat jedoch der Smartbroker die Flatkondition unterboten.

1822 direkt

Das Depot bei der 1822 direkt ist aus meiner Sicht verbesserungsbedürftig. Es lohnt sich vor allem, wenn man bereits Kunde bei der Tochter der Frankfurter Sparkasse ist und alles auf einen Blick haben möchte. Um Käufe zu tätigen, muss immer ein Guthaben auf dem Girokonto vorhanden sein. Wenn man vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto umbuchen will, dauert die Gutschrift – obwohl es hausintern ist – immer mehrere Stunden. Und vorher kann man keine Wertpapierorder abgeben. Das ist leider ziemlich schlecht. Ich habe mein Depot deshalb vor einiger Zeit aufgelöst und stattdessen die Alternative aus dem Sparkassenlager, den S Broker gewählt.

S Broker

Ich habe mein Geld gerne auf verschiedene Banken und auch verschiedene Institutsgruppen verteilt. Deshalb ist es keine schlechte Idee, als Sparkassenkunde auch Wertpapiere dort zu halten. Mein Favorit ist dabei der S Broker. Er ist aus der Übernahme eines Urgesteins des Direktbrokerage, nämlich pulsiv, entstanden. Zu Zeiten des Neuen Marktes war ich dort auch schon mal Kunde.

Vorteil des Depots beim S Broker ist, dass eine direkte Anbindung an ein Girokonto vieler Sparkassen – und damit schnelle Überweisungen – möglich ist. Die Depotführung ist kostenlos, wenn mindestens ein Bestand von 10.000 € gehalten wird. Die Konditionen für den Wertpapierhandel sind etwas höher als bei der Konkurrenz, aber insgesamt noch fair. Es gibt allerdings immer wieder kleinere Gebühren, z.B. auch bei Depotüberträgen von Namensaktien.

Positiv aufgefallen ist mir die Möglichkeit, sehr einfach Konten in Fremdwährungen zu eröffnen und dann dort Geld zu parken. Hast Du z.B. japanische Aktien in Deinem Depot beim S Broker und eröffnest ein Fremdwährungskonto in Yen, dann werden Dir die Dividenden auf diesem Konto in Yen gutgeschrieben. Und Du kannst sie dann konvertieren, wenn Du den Wechselkurs günstig findest.

Schließlich gibt es immer wieder Aktionsangebote, die einen kostengünstigen Handel bei einzelnen Partnern ermöglichen.

Neobroker

Neobroker sind erst in den letzten Jahren aufgekommen und haben den Wertpapierhandel noch einmal deutlich vereinfacht. Sie zeichnen sich durch ein niedriges Gebührenmodell aus und ermöglichen meist eine einfache Orderaufgabe per App. Die Handelsmöglichkeiten sind jedoch eingeschränkt, so gibt es meist nicht alle Aktien und nicht alle Handelsplätze zur Auswahl.

Smartbroker

Der Smartbroker ist eigentlich ein Hybrid zwischen Neobroker und klassischen Broker. Er hat lediglich eine Webanwendung, dafür ist bei ihm der Handel an allen deutschen Handelsplätzen und vielen ausländischen Börsen möglich. Also wie ein klassischer Broker. Die Gebührenstruktur entspricht aber der eines Neobrokers. Ab einem Volumen von 500 € ist beim Handelsplatz gettex sogar ein gebührenfreier Handel möglich, andere Handelsmodelle kosten nur 1 € oder 4 € Provision.

Die Smartbroker AG (bis zur Umfirmierung wallstreet:online capital AG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der börsennotierten Smartbroker Holding AG. Sie nutzt allerdings die Plattform der früheren DAB Bank und das Depot wird damit – wie bei der Consorsbank – von der BNP Paribas geführt.

Die Benutzeroberfläche ist nicht modern und es gibt auch keine App. Depoteröffnungen sind nur für Einzelpersonen möglich, also keine Gemeinschafts- oder Firmendepots und auch keine Junior-Depots. An diesen Tagen arbeitet der Smartbroker allerdings und will laut letztem Stand gemeinsam mit der Baader Bank in 2023 ein entsprechend neues Angebot auflegen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Smartbroker und nutze das Depot sehr viel. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass die Teilnahme an Kapitalerhöhungen nur 0,50 € Provision kostet. Da strecken andere Banken ihre Hände deutlicher aus.

Trade Republic

Trade Republic ist der bekannteste Neobroker in Deutschland, er ist seit 2019 auf dem Markt. Jede Order kostet dort 1 € Gebühr, egal ob Du damit eine Aktie für 5 € oder ein Aktienpaket für 20.000 € kaufst. Allerdings lassen sich nicht alle Aktien handeln, sondern nur solche, die an der LS Exchange notiert sind. Das ist ein von Lang & Schwarz betriebenes elektronisches Handelssystem der Börse Hamburg.

Die größte Stärke von Trade Republic ist die einfache und intuitive Handhabung innerhalb der App. Gerade bei kleineren Anlagebeträgen ist es toll, wenn man für nur 1 € Gebühr kaufen kann. Trade Republic selbst erhält eine Rückvergütung für die Trades, deshalb ist es wichtig auf die Spreads zu achten. Denn sonst zahlt man dann eben doch mehr als nur 1 €.

Weitere Stärken sind die Sparpläne. Hier bietet Trade Republic eine Vielzahl von Möglichkeiten an. So stehen über 2.000 kostenfreie ETF-Sparpläne zur Auswahl, außerdem sind Einzelaktien und Cryptos im Sparplan möglich. Zuletzt wurde sogar die Möglichkeit zum Handel in Bruchstücken von Aktien geschaffen. Die Sparpläne werden sogar ohne die 1 € Gebühr ausgeführt und sind damit konkurrenzlos günstig.

Nachteilig ist die hohe Gebühr für die Bestellung einer Eintrittskarte für eine Hauptversammlung. Wenn Du den Besuch einer deutschen Hauptversammlung planst, dann könntest Du eine einzelne Aktie günstig bei Trade Republic kaufen und sie dann per Depotübertrag zu einem klassischen Online-Broker übertragen. Dort lässt Du sie dann im Depot liegen und bestellst Dir jedes Jahr eine kostenfreie Eintrittskarte.

Jüngst hat Trade Republic mit dem Angebot auf sich aufmerksam gemacht, dass Einlagen bis 50.000 € auf dem Verrechnungskonto mit 2 % p.a. verzinst werden. Damit bietet Trade Republic ein sehr attraktives Tagesgeld an.

Scalable Capital

Ein direkter Wettbewerber zu Trade Republic ist Scalable Capital. Auch hier wird über eine App gehandelt und der Scalable Broker bietet Wertpapierhandel und Sparpläne an. Dazu gibt es unterschiedliche Preismodelle. Beim FREE Broker hast Du ein gebührenfreies Depot und kannst gebührenfrei Sparpläne auf Aktien und ETFs ausführen lassen. Alle Orders werden über gettex ausgeführt und kosten 0,99 € je Trade und den üblichen Spread (ab 250 € sind gewisse Produkte zudem kostenfrei handelbar). Wer also Sparpläne auf Aktien oder ETFs anlegen möchte, ist mit diesem Modell sehr gut unterwegs. Als Alternative steht noch der PRIME Broker zur Verfügung, mit dem Orders ab 250 € auf gettex kostenfrei abgewickelt werden können. Dazu ist entweder eine jährliche Zahlung von 35,88 € oder eine monatliche Zahlung von 4,99 € erforderlich. Dieses Modell hat gegenüber dem Smartbroker (kostenloser Handel ab 500 € Ordervolumen bei gettex) nur einen Vorteil bei Orders zwischen 250 und 500 €. Oder aber, wenn Du keine Lust hast, so viele verschiedene Depots zu eröffnen. Und oftmals gibt es Aktionen, bei denen der erstmalige Wechsel zum PRIME Broker mit einer Einmalprämie vergütet wird. Die deckt dann ungefähr die Kosten des ersten Jahres ab und ein Wechsel zurück zum FREE Broker ist nach einer gewissen Zeit auch möglich, ohne die Prämie zu verlieren.

justTRADE

Das Gebührenmodell von justTRADE ist ziemlich einfach: der Handel kostet nichts! Lediglich der Spread ist zu beachten. Käufe sind ab 500 € möglich, Verkäufe auch darunter. Im Gegensatz zu Trade Republic oder Scalable Capital bietet justTRADE drei Handelsplätze zur Auswahl: LS Exchange, Quotrix und Tradegate. Und diese Auswahl wird transparent bei jeder Order angezeigt, so dass ich immer den Handelspartner von diesen Dreien mit dem besten Kurs auswählen kann.

Ich mag die Einfachheit des Depots und die Tatsache, dass ich dort auch echte Kryptowährungen (nicht über Zertifikate) handeln kann.

Auslandsbroker

In einer umfassenden Aufstellung dürfen auch Auslandsbroker nicht fehlen. Du verlässt mit ihnen aber die deutsche Regulierung und Einlagensicherung. Und bist in der Regel für die Versteuerung Deiner dortigen Einkünfte selbst verantwortlich.

Interactive Brokers

Der im deutschsprachigen Raum umtriebigste Broker ist Interactive Brokers. Die Gesellschaft ist selbst börsennotiert, tritt hierzulande aber vor allem durch ihre zahlreichen Vertriebspartner auf. Das sind z.B. BANX, CapTrader oder LYNX. Wenn Du dort ein Depot eröffnest, landest Du im Ergebnis bei Interactive Brokers. Die Konditionen unterscheiden sich je nach Vertriebspartner etwas.

Der größte Vorteil von Interactive Brokers ist die umfassende Möglichkeit, mit Optionen an vielen Börsenplätzen zu attraktiven Konditionen handeln zu können. Aber Du kannst ein dortiges Depot auch nutzen, um „lediglich“ Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Und Du kannst sogar Leerverkäufe von Aktien beauftragen.

Insgesamt ist die Depotoberfläche „Trader Workstation“ aber deutlich komplexer als bei den üblichen deutschen Brokern und einige Erfahrung notwendig.

Tasty Trade

Wenn Du nur in den USA handeln möchtest, dann ist Tasty Trade einen Blick wert. Mit dem Depot, das wie bei einem Neobroker über eine App gesteuert wird, kannst Du Aktien und Optionen handeln. Ein Aktientrade kostet dabei gebührenfrei möglich, für den Handel von Optionen fallen 1,15 US$ Gebühren an. Für mich ist es eine gute Ergänzung zum Depot bei Interactive Brokers, da ich bei Tasty Trade alle Kurse in Echtzeit angezeigt bekomme. Bei Interactive Brokers müsste ich dafür ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Nachteil von Tasty Trade ist allerdings, dass Ein- und Auszahlungen für deutsche Anleger etwas komplizierter sind, da sie in US-Dollar auf ein Konto in den USA erfolgen.

Meine Empfehlungen

Es ist klar geworden, dass es den einen, besten Broker nicht gibt. Und ich habe auch nur über die Depotbanken geschrieben, mit denen ich selbst Erfahrungen habe. Ich glaube aber, dass ich damit einen breiten Überblick geben konnte. Für tiefergehende Details solltest Du Dir in jedem Fall die jeweiligen Informationen auf den Webseiten anschauen. Und Konditionen können sich sehr schnell ändern. Alle genannten Gebühren usw. sind deshalb unverbindlich, da ich für die Dauerhaftigkeit des Angebots selbstverständlich nicht garantieren kann.

Trotzdem möchte ich mich festlegen, welchen Broker ich für welchen Anlegertyp empfehlen würde.

AnlegertypEmpfehlung
Anfänger, der mit Sparplänen auf ETFs beginnen will und sein Smartphone bedienen kannTrade Republic
Anfänger, der mit Sparplänen auf ETFs beginnen will, am PC arbeitet und ggf. telefonische Unterstützung benötigtcomdirect
Fortgeschrittener, der auch mal kleinere Beträge in einzelne Aktien investieren will und sein Smartphone bedienen kannTrade Republic
Fortgeschrittener, der schon etwas größere Beträge in einzelne Aktien investieren will und einen PC hatSmartbroker
Fortgeschrittener, der ein Zweitdepot zum günstigen Handeln mit mehreren Handelsplätzen suchtjustTRADE
Fortgeschrittener, der ein Zweitdepot zum günstigen Handeln mit allen inländischen Handelsplätzen suchtonvista bank
überzeugter Sparkassenkunde, dem Gebühren nicht so wichtig sindS Broker
Fortgeschrittener, der Dividenden in Fremdwährung erhält und diese direkt auf einem Währungskonto parken willS Broker
Fortgeschrittener, der französische Dividendentitel hältDKB
Fortgeschrittener, der Schweizer Dividendentitel hältING
Fortgeschrittener, der neben Aktien auch echte Cryptos im gleichen Depot haben willjustTRADE
Fortgeschrittener, der die größten Zuteilungschancen bei Neuemissionen haben willConsorsbank, comdirect, maxblue, Smartbroker
Inhaber einer Trading-GmbHcomdirect
Minderjährige (Kinderdepot)comdirect
Besucher deutscher Hauptversammlungenmaxblue
Semi-Profi, der direkt in den USA Aktien und ggf. Optionen handeln willTasty Trade
Semi-Profi, der weltweit auch mit Optionen handeln willInteractive Brokers
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Ich habe versucht, alle Angebote so darzustellen, wie ich sie empfinde. Die meisten Broker haben Affiliate-Programme, mit denen Blogbetreiber eine Provision erhalten, wenn sie zur Depoteröffnung beitragen. An dieser Stelle veröffentliche ich deshalb – in alphabetischer Reihenfolge – eine Verlinkung auf die Angebote. Wenn Du ein Depot eröffnen willst, dann freue ich mich, wenn Du das über einen dieser Links machst und damit zur Finanzierung des Divantis-Blogs beiträgst.

1822 direkt
BANX
CapTrader
comdirect
Consorsbank
DKB
justTRADE
ING
Lynx
maxblue
onvista bank
S Broker
Scalable Capital
Smartbroker
Trade Republic

Eine Besonderheit gibt es noch zum BANX Broker zu sagen. Wenn Du das Depot über obigen Link eröffnest und mindestens 5.000 € einzahlst, dann solltest Du im Feld „Gutscheincode“ Divantis eingeben. Du erhältst dann dauerhaft Sonderkonditionen und kannst US-Optionen für 3,00 US$ statt 3,50 US$ und deutsche Optionen für 1,80 € statt 2,00 € handeln.

Depoteröffnung bei BANX mit DIVANTIS-Gutscheincode

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61 Gedanken zu „Welcher Online-Broker ist der Beste für mich?“

  1. Zunächst einmal ein großes weiter so! Ich finde deinen Blog klasse und bin bisher immer stiller Leser gewesen. Du bietest einen echten Mehrwert, dafür vielen Dank!

    Zu Scalable möchte ich anmerken, dass es gefühlt eine halbe Ewigkeit dauert, bis Dividenden gutgeschrieben werden. Ich warte zB aktuell seit genau 7 Tagen auf die Gutschrift von PM. Der Support antwortet dazu folgendes:

    „Die Verbuchung der Dividende erfolgt im Regelfall einige Tage nach Zahltag in Ihrem Depot.

    Am Zahltag der Dividende werden die Ausschüttungen den zentralen Lagerstellen zugeteilt, welche die Beträge an die Zwischenverwahrer und Depotbanken verteilt. Die hiermit verbundenen abwicklungstechnischen Vorgänge können einige Bankarbeitstage in Anspruch nehmen.

    Bitte beachten Sie, dass die Depotbank für diese Ausschüttungen nicht in Vorleistung geht sondern die Abrechnung umgehend dann vornimmt, wenn sie die Zahlung von ihrer Abwicklungsstelle erhalten hat.“

    Mir kommt das trotzdem noch recht lang vor. Wenn andere Broker schneller sind, dann denke ich ernsthaft über einen Wechsel nach.

    Und zur DKB: Ich ärgere mich, damals nicht noch ein konto eröffnet zu haben, als es komplett Gebührenfrei war. Ich wollte gerne meins bei einer Filialbank behalten, aber die wollen mittlerweile auch Gebühren.
    Als Selbständiger habe ich nicht immer monatlich zuverlässige Zahlungsströme, so dass es auch vorkommen kann, mal keine 700€ monatlich zu erhalten. Wenn ich dann immer manuell „umbuchen muss“ ist mir das eigentlich schon zu viel Aufwand.

    Aber vielleicht habe ich da auch einfach nur harte Anforderungen und mecker auf hohem Niveau.

    1. Hallo Paul,

      Danke für Deinen Kommentar und Deine motivierenden Worte! Zur Frage, wann Dividenden gutgeschrieben werden, recherchiere ich gerade für einen eigenen Beitrag. Das ist ein spannendes Thema und wird von den Banken tatsächlich sehr unterschiedlich gehandhabt.

      Viele Grüße Ben

    2. Dies kann ich komplett bestätigen. Die Dividenden kommen bis zu 5 Tage später an.
      Auch scheint bei Käufen die Info an die Verwahrstelle länger zu dauern. Ich hatte das mal getestet.
      Bei Käufen von Aktien vor Ex-date mit einen Tag davor…klappt der Anspruch auf die Dividende grundsätzlich nicht. Es gab auch einen Fall mit Kauf zwei Tage vor EX…wo keine Gutschrift der Div. erfolgt.
      (Test waren immer US-Aktien mit Käufen während der Handelszeit)

    1. Hallo Daniel,

      ich habe dort kein Depot, kann also nichts aus eigener Anschauung berichten. Bei den Konditionen habe ich jetzt auch kein Alleinstellungsmerkmal entdeckt, die eine weitere Depoteröffnung für mich sinnvoll machen würde. Bist Du bei Degiro? Wie sind Deine Erfahrungen?

      Viele Grüße Ben

    2. Hallo Ben,

      Vielen Dank für diesen und auch die anderen Beitrage.

      Ich wollte zu einzelnen Brokern auch noch etwas Input geben (eigene Erfahrungen):

      – ING bietet ein Kinderdepot. Läuft nach der Einrichtung seit Jahren problemlos. Kann ich weiter empfehlen. Vielleicht kann das der ein oder andere mit einem KwK-Bonus verknüpfen..

      – DKB nutze ich wie beschrieben mit der 700€ Überweisung von einem eigenen Konto. Dadurch kann man als Aktivkunde mit der Visa weltweit umsonst bezahlen (Geldabhebungen kosten meist Gebühren durch die örtlichen Banken). Das Depot nutze ich für französische Aktien und habe dadurch den Steuernachteil ausgeglichen. Der Antrag ist nicht ganz einfach, wurde durch Ben aber mal ausführlich beschrieben. Dadurch kommen vielleicht französische Aktien für mehr Leser in Frage (z.B.: AXA,Air Liquide, LVMH, Kering, L‘Oreal und Total Energies). Postiv ist meine Erfahrung mit der Gutschrift von Dividenden. Sind bisher immer am Zahltag eingegangen.

      – Scalable nutze ich derzeit als Hauptdepot. Kann die späten Eingänge von Dividenden bestätigen. ING und Trade zahlen regelmäßig früher bei gleichen Firmen. Bin da auf den angekündigten Beitrag von Ben gespannt. Die Standardantwort habe ich auch auf meine Nachfrage erhalten.
      Zudem finde ich die Ausführung von Sparplänen ungünstig. Für US Werte erfolgt die Auslösung regelmäßig bei noch nicht geöffneter Börse.

      – MaxBlue habe ich seit kurzem und nutze es für kanadische Aktien, um auch hier die steuerlichen Nachteile auszugleichen.
      Kann mir jemand hier noch kurz den Prozess und die Folgen von Währungskonten erklären?

      – Trade nutze ich für die kostenlose Ausführung von Sparplänen, wenn es bei anderen Brokern nicht geht. Die Auswahl ist hier wirklich klasse. Finde allerdings die Übersicht anhand der Chronologie nicht so praktisch

      Viel Spaß und danke für eure Gedanken

  2. Hallo und vielen Dank für die tolle Übersicht. Ich habe eine kleine Ergänzung zu MaxBlue. Hier kannst du Dividenden in Fremdwährung ebenfalls direkt auf ein Währungskonto bekommen. Ich mache das mit US Dollar so.
    Beste Grüße Thomas

  3. Guten Abend zusammen,
    danke, Ben, für die tolle Übersicht.
    Ich liebe den Smartbroker, wobei man hierfür nicht unbedingt einen PC für den Handel braucht.
    Bei Scalable habe ich mich wieder abgemeldet, da flackerte es mir zuviel, war zu anstrengend für meine Augen. Wenn der Smartbroker jetzt vielleicht die Extra-App für die Anmeldung abschafft, wäre das klasse.
    Gruß Sebastian I

  4. Schöne Übersicht, teilweise decken sich die Erfahrungen – aber nicht immer.
    Wenn du häufig Wertpapiere überträgst und „nur“ den Service des jeweiligen Depots nutzt (oder im Fall von Maxblue sogar Geld bekommen hat) bekommst du da keine Probleme, dass sie dir das Depot zumachen?

    Meine Erfahrungen:

    Consors: Grausamer Service, grausames TAN Verfahren und bei mehr wie drei Sparplänen bekommst jedes Mal Zustände. Habe damit gestartet, sobald die Bruchstücke wieder auf 0 sind wird das Depot dicht gemacht.

    Comdirect: EInen Vollbroker sollte man haben, die Meinung teile ich. Habe auch das Girokonto da, somit stören die Gebühren nicht. Service ist immer auf Zack und auch sonst funktioniert alles. Das permanente Freigeben per App nervt zwar auch aber ist noch am Besten umgesetzt.

    DKB: Hab ich nur noch wegen der Kreditkarte, das Depot nutze ich auf Grund der Kosten nicht. Wäre nur eine Option wenn meine LVMH Position mal groß genug wäre, um die dorthin zu übertragen.

    Trade Republic: Nie Probleme gehabt, einzig die Übersicht bei den Abrechnungen und fehlende vernünftige Website stören mich ein wenig. Ist inzwischen zum Hauptbroker geworden.
    Kleinigkeiten, wie Preisalarme die nach Auslösung einfach verschwinden könnten sie mal angehen. Support ist dafür auf Zack.

    Scalable: Hab ich nur wegen Sparplänen auf Linde, Medtronic und meinen HSBC ETF. Finde die App nicht so übersichtlich, Dividendenabrechnungen brauchen nochmal einen Tag länger und die Renditeberechnung stimmt nicht mal in absoluten Euros. Der Support kanns einem auch nicht erklären…
    Sobald es o.g. Wertpapiere dort gibt kommt das Depot weg.

    1. JustTrade: Das Latente Risiko von Strafzinsen und die absurd schlechte Bedienbarkeit der App haben mich dort wieder weggetrieben. Selbst bei exotischen Wertpapieren habe ich keinen signifikanten Vorteil durch den Spread gemerkt.

      1. Justtrade hat keine Strafzinsen. Für mich ehrlich gesagt der beste Anbieter überhaupt. Versteh überhaupt nicht warum die immer so unterm Radar laufen. Gerade die Benutzeroberfläche find ich mit die beste, vor allem wenn man schnell traden will. Während man sich bei ander immer mühsam nach einem Kauf durch die Mnüs klicken muss, kann man hier zack zack one clickmäßig auch gleich wieder verkaufen.

    2. Habe bei Trade Republic zur Zeit tatsächlich 18 Sparpläne laufen. Läuft zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk.
      Die Abrechnungs – PDFs sende mir selber per mail und lese die bei Portfolio Performance ein.

      1. Das funktioniert bei mir schon auch. Aber das mit den PDFs ist eine absurd nervtötende Qual. Entweder man lädt sie einzeln auf OneDrive o.ä. hoch oder erhält sie als verschlüsselte PDFs. In beiden Fällen ist die Benennung leider totale Grütze.
        Und such mal eine ältere Abrechnung in der Historie wenn davor Sparplanausführungen, änderungen und weiß gott nicht alles noch drinstehen.

        Wieso man nicht einfach ein normales Postfach führt in dem man die PDFs übersichtlich abrufen kann entzieht sich mir.

        1. Hi Andreas. Es macht schon etwas Arbeit, aber Ordnung hilft. Ich habe auf dem PC einen Ordner, der heißt Kaufbelege. Darin sind alphabetisch sortierte Unterordner drin. Fängt mit Abbott Labs, Ahold Delhaize, Air Products usw. an und hört mit Verizon, Walgreens und Weyerhäuser auf. Da sind alle Belege Einzelkauf oder Sparplan oder Spinoff oder was weiß ich drin. Die alphabetische Sortierung macht dein PC für dich.
          Innerhalb des Unterordners (z.Bsp. AT&T) werden die Kaufbelege umbenannt in AT&T 1, AT&T 2, AT&T 3
          usw. natürlich in chronologischer Reihenfolge. Die Sortierung nach Nummern macht der PC für Dich.
          Analog verfahre ich mit Dividenden. Man sieht bei den PDFs doch auch das Änderungsdatum. So brauche ich keine 10 Sekunden, um irgendeinen Beleg zu suchen und zu finden. Man kann doch bei Trade Republic (und bei jedem anderen Broker auch) sich die Belege per mail an sich selbst (die eigene mailadresse) senden und dann auf dem PC dorthin packen wo man will. Bei mir sind die nicht verschlüsselt. Dort sind auch alle Belege von der ING etc. mit einsortiert. Und dann noch Portfolio Performance. Man entwickelt Routine und dann dauert es auch nicht so lang.
          Für den Fall einer Pleite oder Rechtsstreitigkeiten kann ich jedes Stück sofort dokumentieren.
          Und es sorgt auch für Ordnung im Kopf.
          Grüße und schönen Sonntag @all

          1. Ich maile sie mir nicht sondern mach es über OneDrive. Aber auch wenn du es per Email schickst verlierst du doch die Bezeichnung/Zuordnung zum Wertpapier.
            Leider ist das auch so wenn du dir die Dateien von TR direkt Mailen lässt.

            Ich lade mir alle auf den Rechner und muss dann jede Datei einzeln öffnen, um sie mit Datum der Abrechnung umzubenennen und abzulegen bzw. in PP zu importieren.

            Bei anderen Anbietern hab ich den Unternehmensnamen oder wenigstens die WKN im Dateinamen und kann mir vor allem alle Abrechnungen auf einen Schlag runterladen.

            1. 18 Sparpläne 18 einzelne Mails. Jede pdf im Anhang. Betreffzeile von mir manuell : z.Bsp. Anglo American. Vom Anhang über Drag +Drop gleich in den Zielunterordner. Wie man dann die PDF auf dem Rechner per einfachen Mausklick umbenennt ist doch klar (?)
              Da ich schon Routine habe dauert es nur eine Viertelstunde. (Spaß macht’s mir auch)
              Bei parqet oder getquin(weiß nicht genau) kann man das ganze Depot von TR (per Quartalsbericht) über Drag and Drop auf einmal reinziehen wer’s einfacher will.
              Da ich aber gelernt habe, wer seine Kosten nicht kontrolliert, wird von seinen Kosten kontrolliert. Aus diesem Grund habe ich grundsätzlich alle Abrechnungen auf dem PC inkl. validem Datensicherungskonzept.
              Grüsse

              1. Natürlich funktioniert es, das habe ich ja nie bezweifelt – ich mach das inzwischen in Leerlaufzeiten in der Ubahn. Es ärgert mich aber jedes mal, weils einfach absolut unnötig ist und nicht aufwändig wäre, das vernünftig zu lösen. Da hätten sie sich eher die Webansicht sparen können.

                Getquin funktioniert bei mir überhaupt nicht ordentlich. Trotz Direktverbindung wurden nur ca. 50% meiner Dividenden erfasst und auch sonst hats hinten und vorne nicht gestimmt. Da bleib ich lieber bei PP.

  5. Kleine Notiz am Rande, wer Gold meist bloß in Dollar liest, in Euro fehlt nicht mehr viel zum ATH. Gold ist und bleibt vs Inflation und Gelddrucken zuverlässig. Und es ist absolut unpolitisch und systemunabhängig.
    paßt zwar nicht ganz zum Thema, aber ich denk, Ihr toleriert es.

      1. @Garry, Aber es hat paradoxerweise noch nie Goldverbote in allen Ländern der Welt gleichzeitig gegeben. Und wenn es den Herrschaften in Berlin einfällt, die Kapitalertragssteuern mal um 10 oder 20 % anzuheben oder Zwangshypotheken einzutragen, dann sind wir auch gelackmeiert. Die Grundsteuererhöhung läuft ja gerade. Also irgendwas ist immer. Da sind paar Prozente Gold nicht verkehrt.

        1. Hallo Thomas,

          eine Goldbeimischung ist nie verkehrt – am besten physisch zu Hause. Niemals nicht in der Bank, da kommt man ja nicht mehr hin, wenn es so weit ist.
          Garry sagte nur „unpolitisch und systemunabhängig?“. Da gebe ich ihm Recht, das ist sehr fraglich. Es gibt genügend Verfahren gegen Goldpreismanipulation, die werden aber unter der Decke ausgefochten. Man begibt sich in andere Abhängigkeiten mit Gold.

          Ein Goldpreisverbot in D, interessiert keinen Thailänder – vice versa. Von daher sehe ich Deinen Einwurf „noch nie weltweit“ als gegenstandslos. Uns interessiert doch nur Goldverbot in D.

          Gold ist schlecht teilbar zumindest die großen Barren oder 1 oz Münzen (für ein Brot). Kleine Portionen haben derzeit ca 30% Aufschlag. Beim derzeitigen Kurs sehe ich Gold nicht als Geldaufbewahrungsmittel – es ist eben wie bei Aktien. Und Silber (Gold des kleinen Mannes) ist vollkommen überbewertet im Einkauf (>40%).
          Bitte vergesst nicht, dass Gold weiterhin geschürft wird, es also keine „endliche“ Ressource ist, wie Grund und Boden. Keine Anlageberatung, keine Empfehlung!!! Immo ist derzeit vollkommen out-of-order, außer man besitzt eine Baufirma ;).

          Wenn Du Zwangshypoteken befürchtest, kauf keine Immo. Bei Kapitalertragssteuer ziehe ins Ausland.

  6. Ein schöner Überblick, aus meiner Sicht aber wohl notgedrungen etwas oberflächlich. Als für mich wesentliche Kriterien fallen mir spontan noch ein: Informationsbeschaffung, Handelbarkeit (Zugang in jeder Marktsituation, Verzögerungen, Frequenz von Bugs, Transaktion), kostenlose Trades eher als Irreführung da Spread höher…
    VG
    1Steven1

    1. Wieso sich diese Legende von den höheren Spreads nach wie vor hält entzieht sich mir. Wurde doch inzwischen von mehreren, unabhängigen Stellen bestätigt, dass die Spreads wenn die Börsen offen sind im Schnitt identisch sind. (Leichte Abweichungen nach oben/unten gibt es immer).

      Was die Spreads treibt ist z.B. die Consorsbank, die Sparpläne auf US Werte vor Börsenöffnung ausführt. Das bekommt TR seit Jahren besser hin.

      Auch zu deinen sonstigen Punkten kann ich mit Ausnahme vom Aussetzen von GameStop bei den Neobrokern nichts negatives berichten. Ganz im Gegenteil, gerade die Consors war bei mir in nahezu allen Punkten schlechter.

      1. Hallo Andreas,
        ich stimme dir zu 100 % zu, was die Legende von den überhöhten Spreads bei den Neobrokern angeht, ich denke, dass letztens sogar die Stiftung Warentest das verneint hat. Und was mich angeht, so kaufe ich Aktien, um sie frühestens zur Pension in 2042 wieder zu verkaufen, am liebsten natürlich nie.
        Gruß Sebastian I

        1. Ja, ich möchte hier keinen bekehren, jeder hat seine subjektiven Erfahrungen gemacht und es gibt sicher verschiedene Ansprüche. Das erinnert mich auch etwas an ein Autoforum, da gibt es auch oft bei einem Typ und Konfiguration die Bandbreite der Aussagen von „zuverlässigstes Auto aller Zeiten“ bis „nie wieder von dieser Marke“. 😊
          Meine ganz subjektiven Erfahrungen:
          – Consors vor vielen Jahren: sehr aufwändiges Ordersystem, nicht besonders günstig, ok, bin aber dann nach mehreren Jahren ausgestiegen
          – Onvista: wiederholte massive reale Zugangsprobleme vor Jahren, deshalb persönlich als NoGo / zu großes Risiko eingestuft
          – comdirect: beste mir bekannte Lösung, weitgehend verlässliche Informationen, bester Handel, Bestnote im Bereich Transparenz, sehr guter Service, evt. nicht besonders günstig und seit 1-2 Jahren die ärgerliche relativ späte Div.zahlung
          – Smartbroker: nahezu keine Infos erhältlich, sehr viele kleinere Bugs im Betrieb (zuletzt ca. 2-3 Monate Probleme bei Umstellungen von Postfächern…), dadurch Risiko, schöne Realtime-Order-Möglichkeit, sehr schnelle Wertstellung Dividenden, teils umständliche Bedienung und Verwaltung, Interface erscheint altertümlich, wird von mir sehr oft und gerne genutzt, sehr günstig, aber „ohne Gebühren ab 500€…“ aus meiner Sicht ein Trugschluss, wie ich bereits einmal erklärt habe
          – maxblue: Einloggen in Depot auch Monate nach „erfolgreicher“ Depoteröffnung nicht möglich, Support nur per Brief erreichbar, Support leider nicht hilfreich

          VG
          1Steven1

  7. Hallo Ben,

    Chapeau ! Ein paar Dinge und fragen hatte ich allerdings gestellt :

    – bei der ING gibt es auch diese 700 € klausel, ab der das Giro konto, gebuehrenfrei ist. ( aus erfahrung bei banken (postbank!) weiss ich aber, dass es nicht bei den 700 € bleibt. Nach ein paar jahren geht dieser betrag rauf, auf 1000 € und mehr) Bei der ING kann man auch nicht an allen boersenplaetzen handeln, zb nicht bei Tradegate.

    Dann eine frage zu Kinderdepots : welche broker bieten das alle an, und wie sieht die legale Lage aus. Braucht man da einen volljaehrigen depotbetreuer ?

    Noch eine frage : wie sieht es mit Auslaendern aus ? Welche Broker akzeptieren europaeische und nichteuropaeische kunden ? Interactive Broker zb ruehmt sich damit, kunden aus 200 verschiedenen nationen aufzunehmen, und an fast allen ( wichtigen) boersen der welt handelsfaehig zu sein, allerdings nicht mit allen Waehrungen. Juniordepots sind dort nur in usa moeglich.

    1. Hallo Manfred,

      jetzt hast Du mich verunsichert und ich bin in mein ING-Depot gegangen. Und ich kann Dich beruhigen: Mir werden alle Börsenplätze angeboten, Direkthandel ist auch möglich, auch Tradegate. Und das Girokonto benötigst Du für ein Depot nicht. Ich habe es nicht und damit auch nicht das Thema mit dem Mindestgeldeingang. Zum Depot gibt es das Extra-Konto, ein Verrechnungskonto mit Tagesgeldzins. Das ist weiterhin kostenlos und nicht an Bedingungen geknüpft.
      Zu den Kinderdepots schreibe ich demnächst einen eigenen Beitrag. Wir haben unseres bei der comdirect. Ich habe bisher keinen Neobroker entdeckt, der eins anbietet. Denn die Abbildung ist wohl etwas komplexer. Üblicherweise sind es drei Personen, die verknüpft werden: Kind, Mutter und Vater. Und den Zugang zu dem Depot haben dann die Eltern, ohne sie bietet das keine Bank an. Die Kinder sind ja als Kleinkinder noch gar nicht und als Jugendliche nur bedingt zur Vornahme von Rechtsgeschäften fähig.
      Zu nichtdeutschen Kunden habe ich leider keine Erfahrungen. Ich weiß aber, dass z.B. unsere österreichischen Nachbarn hier in Deutschland nicht so einfach ein Depot eröffnen können. Aber vielleicht kann dazu ein Leser außerhalb Deutschlands etwas beitragen?

      Viele Grüße Ben

      1. Ben !!
        Vielleicht liegt s ja daran, dass ich bei ING die App benutze ( ING Banking). Ich hab grade eben nochmal nachgecheckt. Auf dieser App wird kein Tradegate angeboten. Moeglicherweise ueber die homepage. Ich sollte die vielleicht mal wieder aktivieren.

  8. Man sollte schon ergänzen, dass Schweizer, Französische und Italienische Aktien bei einigen Brokern nicht möglich sind und wenn nur über eine Börse gehandelt werden kann, ist ein Spreadvergleich nicht möglich. Finde den Mix aus klassischem Broker mit vielen Handelsplätzen inkl. günstigen Gebühren ohne Abomodell oder Ähnliches bei Smartbroker am besten. Traderepublic wäre ohne den Skandal der Aktienleihe meine zweite Wahl, aber die Tagesgeldzinsen haben diese Nachricht marketingtechnisch schlau aus dem Weg geräumt.

  9. Hallo Ben,

    vielen Dank für Deinen informativen Beitrag. Hier erhalten Neueinsteiger und Neulinge Hinweise für die für sie am geeignetsten Broker, bzw. Banken.

    Ich selbst habe ein Depot beim S Broker und bei der DKB, meine Frau seit 27 Jahren bei einer Volksbank.

    Beim S Broker bin ich seit ca. 10 Jahren, war vorher bei einer Sparkasse mit sehr guten Konditionen. Durch den Zusammenschluss mit einer größeren Sparkasse sollte das Depot im Jahr mehr als das 10-fache Kosten. Der S Broker hat keine Vollbankenlizenz, du benötigst ein Referenzkonto, am besten bei einer Sparkasse. Das Überweisen in beiden Richtungen geht mit einem Referenzkonto bei einer Sparkasse relativ schnell, innerhalb von wenigen Stunden, mit anderen Banken dauern Überweisungen in beiden Richtungen 2 Tage!!!

    Zur DKB bin ich gegangen wegen der Vorabreduzierung der Quellensteuer für viele Länder, mittlerweile bietet der S Broker den gleichen Service an, nur sind die Gebühren ein wenig höher. Seit 1 1/2 Jahren haben beide den gleichen Dienstleister.

    Beim S Broker sind alle Aktien, die ich nicht verkaufen möchte und die Dividenden zahlen. Käufe und Verkäufe tätige ich bei der DKB, die Gebühren hierzu sind 10 EUR bis 10.000 EUR Summe. Meine Order liegen im mittleren bis höheren 4-stelligen Bereich. Die Gebühr liegt somit bei 0,1 bis 0,2% der Ordersumme. Dies ist günstiger als die zum Teil ungünstigeren Kurse und der Spread bei Billigbroker, umsonst ist da nichts. Oder arbeitet hier jemand umsonst?

    Ich bin mit beiden zufrieden, der Service ist aus meiner Sicht bei der DKB ein wenig besser, dies ist aber meine subjektive Beurteilung nach eigenen Erfahrungen.

    Bei dem Depot meiner Frau haben wir gute Gesamtkonditionen, Keine Grundgebühr, 0,5% Spesen bei Käufen und Verkäufen. Die TAX-Voucher für die Schweiz sind kostenfrei, wesentlich bei 5 Schweizer Positionen im Depot. Uns steht auch ein Anlageberater zur Verfügung, bei Inanspruchnahme einer Beratung betragen die Spesen 1%. Diesen Beratungsservice hat meine Frau früher in Anspruch genommen, wenn ich längere Zeit beruflich im Ausland war. In 27 Jahren hat meine Frau 21mal die Positionen gewechselt, die Gebühren sind somit sekundär. Bei „unserer“ Volksbank sind sehr viele Selbstständige, die Bank ist daran interessiert nicht nur die Geschäftskonten zu haben, sondern das sie auch ihre Geldanlagen dort tätigen. Wir können bei der Volksbank an allen deutschen und sehr vielen ausländischen Börsen handeln, dies habe ich schon an mehreren Börsen getätigt.

    Ich kann nur empfehlen, sich vor Ort auch die Konditionen der örtlichen Banken anzusehen, es gibt hier große Preisunterschiede.

    Viele Grüße

    Peter

  10. Hi zusammen,

    danke für den guten Überblick Ben! Vielleicht noch ein Punkt der aus meiner Sicht fehlt. Es gibt einige Banken, die für Kapitalmaßnahmen erhebliche Gebühren verlangen. So hat beispielsweise Maxblue 20€ für den Alphabet Aktiensplit genommen, was ich als unverhältnismäßig empfinde! Gibt es hier in der Community ähnliche Erfahrungen bei anderen Banken?

    Beste Grüße
    Stephano

  11. Hallo Ben,

    kurz nachstehende Erfahrungen meinerseits.

    1) zu Trade Republic
    Nach einer Einzahlung in Höhe von 1.265,08 Euro auf mein Konto bei Trade Republic wurde das Konto für weitere Einzahlungen gesperrt. Für das Entsperren bat man um Vorlage
    – einer aktuellen Gehaltsabrechnung
    – des letzten Einkommensteuerbescheids
    – einer Aufstellung über sämtliche Nebeneinkünfte.
    Anmerkung: Ich bin ganz normaler privater „Kleinanleger“.

    2) onvista bank
    Zuverlässig, kostengünstig, sehr schnelle Buchung der Dividenden, guter Kontakt zum Kundenservice.
    Der weitere Erwerb von einigen amerikanischen Aktien wurde leider nachträglich eingeschränkt (z.B. Sixth Street Special Lending).
    Mein Favorit derzeit.

    3) maxblue
    Über Direct Trade ist für Eilige auch am Wochenende Aktienhandel möglich. Einrichtung eines Wertpapierkredits für kurzfristige und flexible Käufe möglich.
    Kosten für größere Kaufvolumen einfach zu hoch.
    Hier liegen meine kanadischen Aktien.

    Viele Grüße

    Andreas P.

  12. @Andreas P. Es gibt ein inoffizielles, aber relativ gut geführtes Forum zu Trade Republic,
    https://www.traderepublic.community/
    da kannst Du dazu nochmal nachlesen.
    Es hängt hier ganz klar mit gesetzlichen Geldwäschevorschriften zusammen. Diese Regeln gelten wie Steuern für alle ohne Ausnahme.
    vlt. überschreiten deine Gesamteinzahlungen pro Zeiteinheit ein gewisses Level.

  13. Ja, richtig, lieber Thomas. Danke. Das hatten meine Recherchen auch schon ergeben.

    Allerdings habe ich bei keiner anderen Bank oder einem Broker so etwas bisher erlebt. Und ich bin schon relativ lange auf diesem Gebiet unterwegs.

    Viele Grüße

    Andreas P.

    1. @ Andreas P.
      Ich hoffe auch, das es mich nicht trifft. Ich bewege mich absolut auf sauberem und überschaubarem Terrain,
      habe aber hier die Grenzen auch noch nicht klar herauskristallisieren können. Komisch, das man das nur von TR hört. Würde hier gern vorausschauend Konflikte vermeiden.
      Würde auch gerne mehr Dampf/Kaufdruck machen, aber eine Blockierung meiner Einzahlung würde mich maximal frustrieren.
      Ich nutze nur die Direkteinzahlungen von meinem deutschen Refenzkonto, da müßte eigentlich ja alles schon gecheckt sein. Einzahlungen über Apple Pay oder via Kreditkarte sind ja auch möglich, aber mit jeweils 0,007 Prozent Kosten für mich zu teuer. Hier ist die Überwachung möglicherweise “ a little bit more tricky“.
      Was klar ist, wer „was mit Cryptos“ bei TR macht, ist wohl selbst für saubere Steuerangelegenheiten zuständig.
      Eventuell wäre das mal ein Thema für @ Ben

      1. Wie gesagt „Kleinanleger“. Einzahlungen ausschließlich von meinem deutschen Referenzkonto. Stetig jeden Monat. Im Depot sind zu 99% US-amerikanische Aktien. Sie werden gekauft und liegengelassen.

        Viele Grüße

        Andreas P.

  14. Und noch was kurzes zu Crowd / Lendingplattformen. Der Blogger investdiv.eu führt auf seiner Seite (s)eine Stastistik zu 37 Plattformen. Bemerkenswert finde ich die Quote. 7 von 37 werden mit „Investment abgeschrieben
    oder Scam, Investment abgeschrieben“ geführt. das sind fast 19% aller Plattformen. Dies Zahl reicht mir, um da nichts zu machen.

    1. Wobei man bei der Liste auch dazusagen muss, dass er wirklich so ziemlich jede Plattform ausprobiert.
      Zum Einlesen empfiehlt sich da der Blog von Lars Wrobbel, der schon sehr lange dabei ist und die Plattformen teilweise auch vor Ort besucht.

      Konzentriert man sich auf die großen Player muss man zwar immer mal wieder was abschreiben, aber es kommt ein schöner stetiger Strom hinein. Klar man ist auch bei den Bekannten nicht vor Problemen gefeit (Mintos arbeitet seine „Schulden“ bei mir gerade noch ab…) aber ich finds eigentlich ganz nett als Beimischung.

    1. Wir haben das Kinderdepot bei finvesto. Allerdings haben wir auch „nur“ einen Sparplan auf einen MSCI All Word ETF sowie meine VL liegt dort. Inwiefern ein Handel von Einzelaktien möglich wäre weiß ich gar nicht. Für unsere Zwecke völlig ausreichend und mit guter telefonischer Verfügbarkeit bei Rückfragen.

  15. Hallo Ben,

    Danke für die Übersicht.
    Ich darf noch folgende mir positiv aufgefallene Punkte ergänzen:
    Consorsbank: Tax Voucher Schweiz gibt es kostenlos wie bei der ING, Vorabreduzierung schwedische Quellensteuer von 30 auf 15% kostenlos
    ING: Fremdwährungseingänge ex SEPA kostenlos, nutze das immer für die Erstattung der Schweizer Quellensteuer, DKB zieht dafür 12,5 € Gebühren ein, Consors sogar 19,95€
    Comdirect: Wechsel der Lagerstelle ins Ausland für 14,95 €, falls man in das Aktienregister der Schweizer AG eingetragen werden möchte, Grund könnte z.B. Sachdividende sein, gute Übersicht dazu bei Lisa von aktiengram.
    Herzliche Grüße Matthias

    1. Hallo Matthias,
      jetzt muss ich doch einmal kurz nachfragen.
      Du schreibst „ING: Fremdwährungseingänge ex SEPA kostenlos, nutze das immer für die Erstattung der Schweizer Quellensteuer, DKB zieht dafür 12,5 € Gebühren ein, Consors sogar 19,95€“
      In einem Beitrag von Achim am 13.02.2022 zum Thema Quellensteuer wurden bei der ING: 25 CHF „Fremdspesen“ für die Erstattung erwähnt.

      Genau aus diesem Grund lasse ich mir die Erstattung immer zur DKB überweisen und zahle hier die bereits erwähnten 12,50€
      Was darf ich mir unter ex SEPA kostenlos vorstellen!?

      Übrigens, noch eine kleine Info bezüglich Eintragung ins Schweizer Aktienregister. Dies bietet die DKB kostenlos an, so wurde es mir auf Anfrage bestätigt!
      Gruss Marcus

      1. Hallo Marcus,

        Eingänge aus dem SEPA-Raum sollten eigentlich immer kostenlos sein (so hofft man). Die schweizerische Steuererstattung erfolgte bisher bei mir immer in CHF, wie beschrieben bei DKB gegen 12,50 Euro Umrechnungsgebühr in Euro. Bei der ING wurde mir dafür nichts berechnet. Womöglich ist in dem Beitrag von Achim Fremdspesen für den Quellensteuerservice gemeint, den manche Banken anbieten. Ich fülle die Formulare selbst aus und hatte nach einer Bank gesucht, die einen Zahlungseingang in CHF auch kostenlos akzeptiert.
        Danke für den Tip mit der DKB bezüglich des Aktienregisters in der Schweiz. Wieder etwas dazu gelernt.
        Gruss Matthias

        1. Hallo Matthias,
          erst einmal danke für deine schnelle Rückmeldung.
          Hmm, dann werde ich es in diesem Jahr einfach mal drauf ankommen lassen. Ich fülle das Formular auch selber aus, ist ja mittlerweile, durch das online Verfahren auch wirklich einfach geworden.
          Sollte es wirklich nichts kosten, umso besser! Im schlimmsten Fall, werde ich im folgenden Jahr, halt wieder die DKB als Reverenz Konto angeben.

          Ja das ist wirklich gut hier, man lernt immer wieder etwas neues, durch die Erfahrungen der anderen. Geht mir jetzt ja auch nicht anders und würde mich natürlich auch freuen wenn ich durch deine Erfahrungen um die Gebühr herum komme.
          Gruss Marcus

        2. Hallo Matthias,

          die DKB erstellt aber nicht die erforderlichen Tax-Vouchers umsonst!
          Da muss man unterscheiden, ob man eine „Calida“ (anderer Fred – wegen den schönen Pyjamas) kauft und die Steuer nicht zurückholen will, oder die CH-Steuer deutlich mehr ausmacht, als ein „kostenloser“ Aktieneintrag. Aber das hat Marcus schon beschrieben
          Denn ist der Eintrag getätigt, zahlt man bei jeden Depotwechsel extra.Das rechnet sich dann nicht mehr.

          Ich lasse mir die CH-Erstattung auf comdirect ohne Gebühren überweisen und bei der ING hatte ich auch immer zusätzliche Abzüge. Die ING bietet keinen Service für die Rückholung der Schweizer Steuer an. Umrechnungskurse habe ich nicht verglichen!

          Die Schweizer Behörden werden auch weiterhin in CHF überweisen, da das der geschuldete Betrag auf CHF lautet. Bei den Banken steht immer dort: „SEPA in EUR“ ist kostenfrei. ;)

          1. Hallo Matthias, hallo Börsenhai,

            seit ca. 2 bis 3 Jahren gibt es in der Schweiz bis auf sehr wenige zulässigen Ausnahmen nur noch Namensaktien. Die Firmen kennen ihre Aktionäre. Dies war wohl im Zuge der COM-EX-Geschäfte erfolgt.

            Das wir in Deutschland keine Schweizer Aktien handeln können und der Zahlungsverkehr so ist wie er ist, liegt an den Brüsseler Bürokraten. Die haben bei Verhandlungen versucht, die Schweizer über den Tisch zu ziehen, Pech gehabt, die Schweizer haben die Verhandlungen abgebrochen zum Schaden der Europäischen Bevölkerung.

            Mit Norwegen ist das anders, die Norweger überweisen die Quellensteuerrückzahlungen in NOK per SEPA, auf meinem Konto wird der EURO-Betrag ohne Gebühr gutgeschrieben. Dies hätte man mit der Schweiz genauso verhandeln können.

            Viele Grüße

            Peter

            1. @Peter P
              So kann man den Verlust der Börsenäquivalenz natürlich auch erklären.
              Etwas unterkomplex dargestellt.
              Vielleicht solltest du dich da nochmal einlesen. ;)

              1. Hallo Garry Bibb,

                vielleicht bist Du einseitig informiert. Ich verfolge das Thema der Verhandlungen zwischen Schweiz und der EU schon lange, aber nicht nur aus EU-Sicht sondern auch die Schweizer Seite, unter anderem mit einem Schweizer, der bis zu seiner Pensionierung in exponierter Stellung einer Schweizer Bank war.

                Der hat mir diesen Link der NZZ vom 18.06.2019 geschickt:

                …. Wieso steht die Börsenäquivalenz auf der Kippe?
                Die EU hat die Börsenanerkennung für die Schweiz bisher nur befristet gewährt. Dabei ging es nicht um sachliche Vorbehalte, die die Börsenregulierung betreffen würden, sondern um Fortschritte in den bilateralen Beziehungen. Konkret hat die EU damit versucht, den Druck auf den Abschluss eines Rahmenabkommens zu verstärken. Ende Juni spitzt sich nun die Lage zu, weil die Börsenanerkennung dann ausläuft. Die Erklärung des Bundesrats, dass er die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwar anstrebe, aber noch einige Klärungen wünsche, war der EU nicht genug, um die Börsenäquivalenz nochmals zu verlängern. Dass eine Einigung bis Ende Monat zustande kommt, ist allerdings unwahrscheinlich, da namentlich eine Einigung beim Lohnschutz schwierig sein dürfte.

                … Wie geht es nun weiter?
                Die weitere Entwicklung bei der Börsenanerkennung ist wie gesagt eng an Fortschritte beim Rahmenabkommen gebunden. Nach den Verlautbarungen der EU vom 18. Juni deutet wenig darauf hin, dass die Verlängerung der Börsenäquivalenz in den nächsten Tagen doch noch gewährt wird. Möglich wäre das allerdings immer noch. In den bilateralen Beziehungen droht nun aber eine Negativspirale, falls nicht eine rasche Einigung beim Rahmenvertrag gelingt. Bei einer Verweigerung der Börsenäquivalenz könnte die Schweiz ihrerseits die Leistung eines zweiten Kohäsionsbeitrags zugunsten ausgewählter EU-Staaten, den Brüssel schon seit Jahren erwartet, suspendieren oder streichen. Eine schleichende Erosion des bilateralen Verhältnisses könnte folgen. Aber noch sind die Türen in Brüssel offen: Die EU ist bereit, das Abkommen vor Ende des Mandats der derzeitigen Kommission, das heisst bis voraussichtlich Ende Oktober, doch noch abzuschliessen. Allerdings ohne Neuverhandlungen.

                Es ging bei diesen Verhandlungen um das Rahmenabkommen, die Börsenäquivalenz war Beiwerk.

                Die Schweizer haben zu „friss oder stirb“ nein gesagt. Das muss man akzeptieren.

                Wir haben mit unseren Schweizer Aktien kein Problem, wir haben diese auf Anraten 2002 an der Züricher Börse gekauft, Lagerort Schweiz.

                Zugegeben, ich habe in meinem Kommentar diese Situation stark vereinfacht dargestellt.

                Viele Grüße

                Peter

          2. Hallo BörsenHai

            also Du hattest Abzüge, bei der ING? In welcher Höhe diese Ausgefallen sind, weißt Du nicht mehr, oder? Es kann ja eigentlich nicht sein, dass der eine etwas entrichten muss und ein anderer nicht, beim selben Institut!

            Also Achim hat etwas von 25€ in seinem Beitrag berichtet, genau aus diesem Grund habe ich ja auch die DKB als Verrechnungskonto gewählt.
            Na ich warte mal ab, vielleicht bekommen wir das hier noch etwas genauer raus.
            Grüße Marcus

            1. Hallo Marcus,

              das ist mind. 5 Jahre her, dass ich mir die Erstattung aus CH auf die ING habe zahlen lassen, aber 25 EUR klingen zutreffend, passend oder wie Du magst – können aber auch nur 15 EUR gewesen sein. Deswegen geht alles über comdirect, ohne Gebühren aber vielleicht schlechtere Umrechnungskurse. Wie sagt man: Der Drops ist gelutscht. ;)

              Blicke nicht zurück …

  16. @Sparpläne kostenlos bei Neobrokern

    Aktiensparpläne bei Comdirect & Consors kosten 1,5 % des Ordervolumens, bei Ing-Diba sind es 1,75%.
    Bei Neobrokern sind sie kostenfrei.

    Von Comdirect liest man bei Sparplanausführungen um 15.36h deutscher Zeit. Das ist ziemlich perfekt für den richtigen Kaufpreis von US Werten (oder ETFs) weil ja 15.30h der US Handel eröffnet.

    Auf Reddit lese ich, Ausführungszeit der Sparpläne bei Scalable ist zwischen 11.02h-11.25h deutscher Zeit.
    Dadurch bedingt sind die Preisunterschiede zum US Handel oft durchaus größer als die „so teuren“ 1,5%-1,75%. Dazu kommen noch abweichende Schließtage der US Börsen, was zu sehr abweichenden Kaufpreisen führen kann bei Sparplanausführungen an Gettex / LS Exchange.

    Mein Fazit:
    Kostenfrei kann durchaus teurer sein bei Sparplänen auf US Aktien / ETFs.
    Die Kosten sind nur etwas besser versteckt.
    Sparpläne sind ein Service der Bequemlichkeit und Zeitersparnis bringt. Dieser Service kostet mich etwas.

    Bisher halte ich die Ausführungszeit des Sparplankaufs für wichtiger als die oft genannten Bedenken bezüglich des Handelsplatzes für Spreads, da Gettex / LS Exchange u.a. Xetra-orientierte Kurse haben. Das bleibt natürlich ganz generell zu Xetra-Schließzeiten weiterhin ein Problem.

  17. Vielen Dank für den umfassenden Vergleich.

    Im bin seit einigen Jahren bei Comdirect und eigentlich sehr zufrieden. Dennoch spiele ich mit dem Gedanken, mir noch ein Zweitdepot bei einem anderen Broker zu eröffnen. Tatsächlich habe ich da an TradeRepublic gedacht. Auch die neuen Guthabenzinsen sind sehr attraktiv. Vielleicht muss ich es einfach mal machen.

    Liebe Grüße
    Dominik

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