“Hmm, das riecht aber gut!” – Givaudan im Porträt

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Das könnte mit einem Duftstoff des Schweizer Unternehmens Givaudan zusammenhängen! Givaudan ist einer der ältesten Dufthersteller und verfügt über mehr als 250 Jahre Unternehmensgeschichte.

Beliefert werden Produzenten in allen Branchen. Sei es für Getränke oder Speisen, Süßigkeiten, Mundwasser, hochwertige Parfüms oder Waschmittel. Alles was riecht, kann von Givaudan kommen. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, da Givaudan mit rund 25% Marktanteil der Weltmarktführer ist. Jeder Mensch riecht täglich durchschnittlich 10 mal einen Duft von Givaudan!

Givaudan steckt viel Geld in Forschung und Entwicklung, jährlich fließen mehr als 10 Prozent des Umsatzes in die Erforschung neuer Inhaltsstoffe und Technologien.

Givaudan beschäftigt mehr als 9.500 Angestellte an mehr als 90 Standorten weltweit. An jedem dritten Standort wird auch produziert.

Mit 13,86% ist Bill Gates der größte Einzelaktionär von Givaudan.

Nachhaltigkeitsfaktor

Givaudan veröffentlicht einen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standard. Im Report für 2015 ist eine CO2-Reduktion von 30,9 Prozent innerhalb der vorherigen 6 Jahre dargestellt. Als Ziel wurde eine weitere Reduktion um jährlich 4 Prozent bis zum Jahr 2020 definiert.

Weitere Ziele sind Reduzierungen im entstehenden Abfall und Energieverbrauch von jährlich 4 Prozent sowie des Wasserverbrauchs von 15 Prozent von 2010 bis 2020 pro produzierter Tonne.

Dem Board of Directors gehören 8 Personen an, davon sind 2 weiblich. Im 9-köpfigen Executive Committee befindet sich 1 Frau.

Dividende

Givaudan betreibt eine sehr aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik. Seit dem Jahr 2001 wurden mehr als 12 Milliarden Schweizer Franken (CHF) für Dividenden und Aktienrückkäufe verwendet. Die Dividende wurde jedes Jahr angehoben, zuletzt jeweils um 2 CHF: Im Jahr 2016 wurden 54 CHF pro Aktie ausgeschüttet, 2017 dann 56 CHF, 2018 58 CHF, 2019 60 CHF und 2020 – wie sollte es anders sein – wurde die Dividende auf 62 CHF erhöht.

Link zu den Dividendeninformationen des Unternehmens:

https://www.givaudan.com/investors/shareholder-information/dividend

Ausblick

Givaudan ist in einem spannenden Geschäftsfeld der Weltmarktführer. Die Dividende wird jedes Jahr erhöht. Zudem ist die Schweiz in der aktuellen weltpolitischen Lage (Donald Trump, Brexit usw.) ein attraktiver Aktienmarkt. Der Kauf weiterer Aktien von Givaudan in das Divantis-Dividendendepot ist durchaus möglich – gerade an turbulenten Börsentagen, wenn sich Einstiegschancen bieten!

Alternative

Wenn Dir der Aktienkurs von Givaudan zu hoch ist, Du aber trotzdem in den Duftsektor investieren möchtest, dann gibt es eine Alternative: die deutsche Symrise ist ein Konkurrent von Givaudan und für deutlich kleinere Beträge investierbar. Die Dividendenrendite ist zwar nur etwa halb so hoch, dafür ist die Aktienkursperformance durchaus sehenswert.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Givaudan
ISIN:CH0010645932
Im Divantis-Depot seit:18.01.2017
Letzter Nachkauf am:26.03.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:2
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:1.997,10 €
Gesamtkaufpreis:3.994,19 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:202,47 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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2 Gedanken zu „“Hmm, das riecht aber gut!” – Givaudan im Porträt“

  1. 8% EPS-Wachstum plus 3% Dividendenrendite sind immerhin knapp besser als die langfristige Aktienmarktperformance.
    Die Ausschüttungsquote für die Dividende liegt seit 2011 konstant über 80% und lässt sich nicht mehr spürbar steigern.

    Die Finanzkrise wurde mit einem Gewinnrückgang von -15% in 2008 souverän überstanden; allerdings müsste man sich die seltsamen Gewinn-Werte der Jahre 2010 (sehr hoch) und 2011 (um 32% niedriger) mal genauer anschauen.

    Der Markt bewertet Givaudan (und Symrise) traditionell sehr anspruchsvoll, vergleichbar mit Beiersdorf oder L’Oreal; dennoch ist das aktuelle KGV+365d von glatten 30 selbst im historischen Vergleich um 30% zu hoch (Symrise und International Flavors & Fragrances mit jeweils >50% Bewertungsaufschlag sind allerdings noch teurer), denn 2013 gab es die Aktie für ein KGV von nur 18.
    Auch die deutlich kleinere Sensient Technologies (60% Aromen und 40% Farbstoffe, deshalb niedrigeres KGV) kostet derzeit 35% mehr als im KGV-Durchschnitt seit 2004 – der ganze Sektor ist derzeit “gut bewertet” und bietet keine günstigen Einstiegsmöglichkeiten. Wenn schon “defensive Chemie”, dann würde ich mir derzeit eher die Gase-Hersteller anschauen.

  2. Hallo Karl,

    welchen Sektor und ggf. welchen Wert daraus findest Du denn interessant für ein Investment (gemäß der Philosophie hier)?

    (Ich habe wie letztens angekündigt, meine Allianz-Position noch ganz leicht ausgebaut; bin ansonsten unschlüssig und warte deshalb ab, da die Aktien, die ich für einen Nachkauf oder Neukauf beobachte, zuletzt stark gestiegen sind. Eine richtig gute Gelegenheit sehe ich derzeit nicht. Bin auf weitere Unternehmensberichte gespannt…)

    VG
    1Steven1

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