Herausforderndes Umfeld für die Aktie bietet Chancen für langfristige Investoren

General Mills Symbolbild
4.6
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Das Umfeld für die Aktie ist schwierig, keine Frage. Die Kosten steigen durch die Inflation und Preiserhöhungen sind weitgehend durchgesetzt. Mehr ist nicht möglich, dafür ist der Wettbewerb zu intensiv.

Das wurde auch deutlich kommuniziert und entsprechend ist die Börse seit einigen Wochen abwartend. Die Aktie nahm an der Jahresendrallye aufgrund der schwachen Performance zuvor nicht teil. Es gab schlicht keinen Grund für Window-Dressing. Und kurz vor Weihnachten gab es dann noch eine Prognosesenkung.

Sie sorgte dann auch dafür, dass die Erholung der Low-Performer im Januar ebenfalls ohne die Aktie stattfand.

Was sich so trübe anhört, ist aber für langfristige Investoren womöglich eine gute Gelegenheit, in einen Titel einzusteigen, der eben noch nicht so gut gelaufen ist, wie viele andere Unternehmen.

Denn die Marktposition ist weiterhin beeindruckend und die Dividendenhistorie ebenfalls.

Wie ich persönlich die Aussichten einschätze und wie die Quartalsergebnisse konkret aussehen, erfährst Du in diesem Beitrag.

2022 war General Mills mit +36% noch mein Top-Performer im Dividendendepot war. 2023 dann aber mit -22% mein größter Verlierer. Den US-Hersteller von Lebensmitteln und Tierfutter habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Die enormen Ausschläge sind auch im 10-Jahres-Chart erkennbar: nach einer langen Durststrecke war die Aktie ab Mitte 2021 (kurz nach meinem letzten Nachkauf!) durchgestartet. Mit dem Erreichen des Allzeithochs im Mai 2023 ging es dann abwärts. Immerhin scheint sich zuletzt ein Boden ausgebildet zu haben:

General Mills im 10-Jahres-Chart in US-Dollar

Dividendenzahlung

General Mills zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,59 US$ je Aktie. Für die 165 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 97,35 US$. Sie wurde von flatex zum Kurs von 1,0814 in Euro umgerechnet. Das entsprach dem EZB-Referenzkurs. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 67,02 €. Sie wurde mit Wertstellung 01.02.2024 überwiesen.

General Mills Dividende im Februar 2024

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann wird innerhalb eines Jahres 2,36 US$ Dividende gezahlt. Bei einem Aktienkurs von 64,80 US$ entspricht das einer Dividendenrendite von 3,6%. Sollte die Dividende erneut zum August erhöht werden, dann liegt sie tatsächlich sogar noch etwas höher.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) liegt – berechnet mit meinem Kaufpreis für den Gesamtbestand und dem aktuellen Umrechnungskurs für die Dividende – bei 5,1%.

Perspektiven

Seit meinem letzten Nachkauf im Juli 2021 habe ich nun schon wieder 641,17 € an Netto-Dividende von General Mills erhalten. Da liegt die Überlegung nahe, diesen Betrag wieder in das Unternehmen zu investieren. Und aktuell würde ich dafür 10 Aktien erhalten. Optisch würde mich das auch freuen, denn ein Bestand von 175 Aktien ist irgendwie „runder“ als 165 Stück.

Aber macht das jetzt schon Sinn oder soll ich lieber noch etwas mit dem Nachkauf warten? Im Aktienkurs hat sich die Aktie in den letzten drei Monaten auf der Stelle bewegt. Und die Jahresendrallye komplett verpasst. Und auch die Erholung einiger Vorjahresverlierer im Januar hat General Mills nicht mitgemacht.

Ein Grund dafür war sicherlich die Senkung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr. General Mills hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr und berichtete zuletzt über das 2. Quartal. Es umfasste den Zeitraum von September bis November. Dort sank sowohl der Nettoumsatz als auch der organische Umsatz um jeweils 2%. Erneut gesunken ist dabei das verkaufte Volumen, abgefedert wurde das ein wenig durch Preiserhöhungen.

Aufgrund weiterer Kostensenkungsmaßnahmen legte der operative Gewinn wenigstens um 2% zu, der Gewinn je Aktie immerhin noch um 1% auf 1,02 US$. Im Vorquartal waren das jedoch noch 1,14 US$, so dass nach dem ersten Halbjahr ein Gewinn je Aktie von 2,26 US$ eingelockt ist.

Nach der gesenkten Prognose wird für das gesamte Geschäftsjahr nun beim Gewinn je Aktie ein Wachstum von 4-5% (bei konstanter Währung) erwartet. Zuvor waren 4-6% erwartet worden. Während diese Senkung nicht dramatisch erscheint, sieht es beim Umsatz anders aus: Nach zuvor 3-4% organischem Wachstum werden nun zwischen -1% und 0% erwartet. Die Gewinnsteigerung soll eben ausschließlich durch Kostensenkungen zustande kommen.

Das ist alles andere als überzeugend. Und eben auch der Grund für die schwache Entwicklung des Aktienkurses. Kostensenkungen und damit Margenverbesserungen sind sicherlich wichtig. Aber sie können nicht beliebig gesteigert werden. Ein nachhaltiges Gewinnwachstum ist nur mit wachsendem organischen Umsatz möglich. Und an dem fehlt es zur Zeit.

Was macht man deshalb, um das Ruder herumzureißen? Man installiert neue Manager und eine neue Werbeagentur. Gesagt getan: General Mills hat einen neuen Chief Operating Officer und einen neuen Chef für das Nordamerikageschäft bestellt. Und die weltweite Kreativagentur für die Eismarke Häagen-Dazs ausgetauscht.

Ich richte den Blick aber noch einmal auf die fundamentale Marktpositionierung. Und die ist nicht so schlecht:

General Mills hat einen Marktanteil von 30,3 % bei Frühstücksflocken in Nordamerika (Daten aus dem Jahr 2020) und ist damit die Nr. 2 hinter Kellogg. Gemeinsam kontrollieren die beiden Unternehmen fast 65 % des nordamerikanischen Marktes für Frühstücksflocken. Und mit 23% des Umsatzes entfällt auf dieses Produkt auch der größte Anteil im General Mills-Portfolio. Dahinter folgen Snacks (21%), Joghurt (15%), Backwaren (12%), Mahlzeiten (11%), Eiscreme (8%) und andere (10%). Auf Tiernahrung entfallen rund 6%. Der größte Markt ist Nordamerika (73%), gefolgt von Europa und Australien(12%), Asien und Lateinamerika (9%).

General Mills ist also breit aufgestellt und weltweit vertreten. Schwerpunkt ist aber ganz klar Nordamerika und dort ein Bereich, der nicht gerade als gesund gilt. Und das ist vermutlich auch der Hauptgrund für den Druck auf den Umsätzen.

Perspektivisch helfen soll da die Tiernahrung. Und trotz aktueller Schwächen bin ich auch zuversichtlich, dass es gelingen kann, den Umsatz wieder auf Wachstum zu bringen.

General Mills zahlt zudem seit 124 Jahren ununterbrochen eine Dividende. Auch wenn es keine Garantie dafür gibt, bin ich überzeugt davon, dass sich daran so schnell auch nichts ändern wird. Und die aktuelle Dividendenrendite empfinde ich zwar heute im Vergleich zu Tagesgeldprodukten nicht als Kaufargument. Aber auf lange Sicht sieht das schon anders aus: da erwarte ich sinkende Zinsen. Und damit wird die Dividende, die ich mir heute sichere, dann auch attraktiver.

Die Bewertung von General Mills ungefähr mit dem 15-fachen des erwarteten Gewinns ist auch nicht so teuer. Jedenfalls wenn man unterstellt, dass das Ruder herumgerissen werden kann und im nächsten oder übernächsten Geschäftsjahr wieder ein Umsatzwachstum erreicht werden kann.

Als Langfristinvestor überwiegen für mich aktuell die Kaufgründe bei General Mills. Trotzdem habe ich noch nicht zugegriffen. Einfach weil ich keine Eile habe. In den letzten drei Monaten fand ich andere Unternehmen attraktiver.

Ich beobachte die Aktie aber weiter sehr eng und würde bei einem deutlicheren Kursrückgang auch direkt zugreifen.

Die 175 Aktien möchte ich gerne noch in diesem Jahr erreichen. Da wir uns aber noch am Jahresanfang befinden, bin ich entspannt und warte die kurzfristige Entwicklung erst einmal ab.

Auf einen Blick:

Unternehmen:General Mills
ISIN:US3703341046
Im Divantis-Depot seit:23.06.2014
Letzter Nachkauf am:23.07.2021
Stückzahl im Divantis-Depot:165
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:43,89 €
Gesamtkaufpreis:7.242,31 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.801,89 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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21 Gedanken zu „Herausforderndes Umfeld für die Aktie bietet Chancen für langfristige Investoren“

  1. Lieber Ben,

    ich sehe da vorerst keine Perspektive für die Aktie.

    Im Lebensmittelbereich verdienen die Firmen gut, die billig produzieren. Man kann das bspw.ganz gut bei Schokoladenproduzenten nachvollziehen. Es haben nur die einen hohen bis sehr hohen Werbeetat, deren Produkte auch sehr viel Zucker enthalten … Sowohl die Demografie (ältere Menschen, deren Anteil immer größer wird, sind häufig gezwungen, zuckerärmer zu essen) als auch die zunehmende Bewusstheit bei Menschen im mittleren Alter lässt mich nicht euphorisch stimmen, dass bei der Wertsteigerung von General Milles in Zukunft viel zu holen ist. Sicherlich, sie werden weiterhin gute Umsätze erzielen, aber Umsatzsteigerungen? Nun ja.

    Gruß Frabj

  2. schöner Alternative oder Ergänzung wäre m.E. Mondelez International Inc.
    Snacks und Riegel, v. allem Milka, Toblerone, Jacobs (Reimann JAB Holding und Mondelez), Philadephia dürften bekannt sein.
    Die Stärke von Mondelez liegt bei 75% Non-U.S. Marketshare, 65% Developed Markets und 35% Emerging Markets Anteil.
    Also gute Wachstumschancen.
    Seit der Abspaltung von Kraft Foods ein lupenreiner Dividendentrackrecord.
    angefangen bei 0,13 USD pro Quartal jetzt bei 0,425 USD, das ist nach reichlich 10 Jahren schon das Dreifache.
    habe selbst einen durchschnittlichen Buy in von 64€ und immer mal wieder trotz steigender Kurse nachgelegt.
    Mondelez gehört bei mir zu den Top Ten im Depot (Performance und Anteil). Ein schneller Blick auf den Chart bestätigt, das die Richtung auch beim Kurs absolut stimmt.
    würde auf jeden Fall annehmen, das (falls) General Mills wachsen sollte, das Mondelez schneller wächst.
    Kaufen würde ich General Mills derzeit nicht, auch wenn sie auf Sicht von 5 Jahren rückwärts „günstig“ aussehen

    1. MDLZ: Vielen Dank für den Tipp lieber Thomas!
      Außer der Verschuldung lesen sich alle Kennzahlen inklusive Kursverlauf sehr sehr positiv.
      In dem Sektor habe ich nun neben Coca-Cola, PepsiCo, Hormel Foods noch Procter & Gamble.
      Da scheint mir Mondelez eine gute Ergänzung. Ich lege mal einen Aktiensparplan an.

      1. bitte gern, Matthias
        habe dem Blog auch einiges zu verdanken.
        hatte Anfang der Woche, weil mich die Nasdaq nicht losläßt, mal mit kleinem Size den Fuß bei Palo Alto Networks in die Tür
        gestellt und heute prompt +7 % up. Glück muß man haben.
        Ohne IT Experte zu sein, ist mir aufgefallen, das wenn ich mich von zu Hause in unser Firmennetzwerk einwählen will, das das über Palo Alto Networks läuft. Scheint also was nützliches zu sein.
        Meine absolute Nr 1. im Depot ist inzwischen Eli Lilly geworden und die hören auch heute wieder nicht auf zu steigen.
        Würde mich nicht wundern, wenn der Markt da einen Kurs von 1000 USD sehen will. Im Pharmabereich der erste Wert, der die Marketcap von einer Billion USD knacken könnte.
        (Achtung, keine Empfehlung, nur mein Gefühl.)!
        Was noch,
        China ist verstärkt im Focus der Communitiy, den Chef der Wertpapieraufsicht dort haben sie ausgetauscht und es wird gemunkelt,
        das China innert 10 Tagen massive Marktstützungen vornehmen soll (Achtung, wieder nur Gerücht) Ist ja auch stark runtergekommen.
        Helmut Jonen hat seinen Templeton Dragon Fund aufgestockt.
        Aber ich traue dem „König“ der kommunistischen Partei dort nicht über den Weg.
        Es gibt auch ohne China viel erfreuliches zu finden, wenn man sucht.
        Grüße

        1. Guten Morgen lieber Thomas,
          einige Zeilen zu Palo Alto Networks (PANW):
          In letzter Zeit hatte ich nur noch eine echte Growthaktie im Depot (Alphabet) und eine „fast echte“ (Danaher).
          Schon seit längerem ist mir bewusst, dass Cybersecurity ein Markt ist, auf dem gut aufgestellte Player auf Jahre gut punkten können. Immer wieder mal habe ich den Markt sondiert, u.a. Crowdstrike, Fortinet, Zscaler, Akamai, Qualys und auch PANW.
          Qualys habe ich 2023 gehalten, hat sich sehr gut entwickelt (dann jedoch verkauft). Nahezu alle anderen sind toll zurückgekommen, vom 2022er Crash.
          Mich hat es in letzter Zeit etwas gewurmt, hier nicht investiert zu sein (auch wenn ich über Microsoft, Broadcom und Cisco zumindest indirekt am Thema beteiligt bin). Ich habe dann nochmal einen Unternehmensvergleich durchgeführt und mich – auch wenn nicht alle Zahlen bombastisch waren – bewusst für PANW entschieden. Die lange Erfahrung und der hohe Marktanteil in EUR gaben den Ausschlag. Nun bespare ich diese über A.sparplan via Scalable. Damit fühle ich mich gut.

          1. Mann o Meter bei solchen hohen Preisen für eine einzelne Aktie a la pako alto komm ich echt immer ins schwitzen ob es sich lohnt 2-3 Stück für schon über 1.000€ noch ins Depot zu legen… Fomo lässt extremst grüßen. andererseits heißt nicht investieren – nicht dabei zu sein. Und das iss nachher doch der blödere Deal? Hab noch n paar Jahre bis ins hohe Alter…

            1. hallo Wurzel, wenn Du Dich bei einem Kauf nicht wohl fühlst am Markt, dann lass es doch lieber.
              Man sollte bei allem, was man tut, ein gutes Gefühl haben und das eigene Sicherheitslevel nie überschreiten. Wenn man ins Schwitzen kommt, weglegen und mindestens noch mal ne Nacht drüber nachdenken.
              Alles hier sind nur Überlegungen, keine Empfehlungen.
              Was für den einen paßt, muß für den anderen schon lange nicht passen.
              Bei Trade Republic kann man auch zum Beispiel nur 50,- oder 100,- Euro in so einen Wert investieren.
              Palo Alto zahlt auch keine Dividende, es ist also schon ein bisschen spekulativ von mir.

              1. @ Wurzel
                für jede verpaßte Chance gibt es mindestens 10 neue Chancen.
                Man verpaßt also grundsätzlich nie etwas, wenn man irgendwo nicht dabei ist.
                Bei ganz vielen Titeln ist es auch besser, nicht dabei sein.
                Was richtig ist, ist oft auch einfach nur Glück.

                1. Jo die gibt’s und das stimmt.
                  Mein Ding iss eher das ich mir die Kurse im Nachhinein anschaue und denke sowas hätte, hätte f…. Ich dich antizipieren können, bisschen mehr nachdenken, Kopf frei machen und überlegen was so in Zukunft wichtig ist würde manchmal einen auf interessante Thesen bringen. Dann darauf hin langsam investieren und schauen ob der Case ausgeht.
                  In dem Bereich hab ich das nicht gemacht und von den genannten Werten/ Bereichen sind noch wenige bis keine im Depot.
                  Wohlfühlen ist eher nicht das Thema, Thomas. Eher das nicht dabei sein und hier was zu verpassen. Klar schwingt bei so krassen Ausschüssen nach oben immer auch 00 und 08 er Jahre mit. Ihr wisst ja, diesesmal ist alles anders ;)
                  Krasses Beispiel aktuell ist zb. Abercrombie mit über 1.200% Im plus – wtf denk ich mir da nur …

                  1. Wurzel,
                    ARM Holdings und TSMC auch nicht von schlechten Eltern.

                    Hätte Hätte Fahrradkette
                    sicher ist bei großen, langen Trends und Linien, die manchmal verrückt lange anhalten
                    einfach nen schönen ETF kaufen. Ich nehme zur Sicherheit den Invesco EQQQ
                    Der Techtrend ist einfach anhaltend, nehme ich an.

                    zum Beispiel wäre denkbar, das die EU, wenn sie mal auf die komische Idee kommt
                    Tabakaktien zu verbieten. Wahrscheinlich? keine Ahnung, denkbar ? ja.
                    würde die EU in Brüssel auf die Idee kommen, Microsoft zu verbieten oder verbieten zu wollen ?
                    never ever.

                    Trotzdem können starke Einbrüche kommen.

                    Aber eine für mich wichtige Erkenntnis ist,
                    das bei Qualitätsaktien jeder Kurs ein richtiger Einstiegskurs ist,
                    wenn diese Aktien im großen und ganzen sowieso weiter steigen.

                    noch ein Gedankengang,
                    in USA gibt es zwei Parteien, die Demokraten und die Republikaner, wie wir wissen.
                    Die Demokraten mehr greenlastig ok, gender u. umweltorientiert, und die Republikaner mehr old economy, Öl, Rohstoffe usw.
                    Sie beharken sich, wo sie nur können und legen sich gegenseitig Steine in den Weg, auch und vor allem ökonomisch.
                    AUSSER bei Techaktien, die werden von beiden Parteien geliebt und gefördert.
                    ist doch ganz praktisch.

    2. Hallo Thomas,
      das mit dem hohen EM-Anteil von Konsumgüterunternehmen in Bezug auf Wachstumschancen ist meines Erachtens eine häufig nicht wirklich zu Ende gedachte Investment-These.

      Dazu bin ich schon seit Jahren kritisch eingestellt und sehe das vielleicht nicht unbedingt als Malus, aber bestenfalls neutral, wenn westliche Konsumgüterunternehmen recht stark durch das EM-Geschäft wachsen. Denn meines Erachtens übernehmen immer mehr Markenhersteller in den jeweiligen Jurisdiktionen die Märkte. Das ist ein westlicher Irrglauben, dass unsere Produkte dort qua ihrer vermeintlichen Qualität besonders beliebt wären – zumal Vertrauenskrisen etc. (Stichwort diverse Milchskandale in Babynahrung usw..) eher Vergangenheitsthemen sind. Der Wettbewerb hier intensiviert sich. Daher setze ich persönlich gerne auf einige solcher Caps unmittelbar aus den EM selbst, wenn ich eben auch gezielt dieses Exposure ansteuern will.

      Konkret zu Mondelez: Ist für mich ein gutes Beispiel. Was viele nicht wissen: Das in Asien zumindest Milchschokolade nicht sonderlich beliebt ist (die essen mehr auf Palmölbasis-sowie unsere gute alte Nutella :-)). Das liegt an Essgewohnheiten einerseits, aber auch an den Lieferketten und Kühlungsmöglichkeiten. Beispielsweise decke ich deswegen in Bezug auf Schokolade Teile von Südostasien (insbesondere Indonesien) lieber mit einer Delfi ab, die dort absoluter unangetasteter Marktführer ist.

  3. Hi Tobs,
    diese Gedankengänge, die Du hast, haben die verantwortlichen lokalen und regionalen Manager von Mondelez auch mindestens einmal durchdacht.
    das wissen die auch.
    Wem kein Fisch schmeckt, dem kann man keinen Fisch verkaufen.
    Wir sind hier in einer Branche, wo es ums gut schmecken geht.
    Der Gedanke, den Kunden in den emerging markets auf Gedeih und Verderb Milchschokolade überzuhelfen, finde ich schon etwas abwegig.
    Sie werden, bevor sie überhaupt irgendetwas tun, sich genaue Kenntnis vom lokalen Markt , Gepflogenheiten und Geschmacksvorlieben verschaffen.
    Sie werden lokale Marken kaufen, wenn möglich und diese dann pflegen und wirtschaftlich weiterentwickeln.

    nettes gimmick bei Mondelez
    sie sind im Nasdaq 100 gelistet.
    Alle Leute die über ETF und/oder Fonds den techlastigen Nasdaq 100 kaufen, kaufen Mondelez mit.

    1. Es geht weniger darum, ob – konkret – Mondelez Milka-Schokolade in Indonesien reindrückt als – abstrakt – um die Beobachtung, dass zunehmend Konsumgüterhersteller (und insgesamt auch andere Markenhersteller) die eigenen Märkte bedienen. Sie kennen die Geschmäcker sehr gut, über die sich, wie Du ja richtig schreibst, die Manager von Mondelez erst mal Gedanken machen müssen. :-) Außerdem Thomas, Du bist doch jemand, der auch selber gerne nachdenkt! Nix für ungut, Mondelez ist eine super Aktie (ich hab sie auch) – aber losgelöst davon ist nur die kritische Frage, ob hohe Anteile des Umsatzes in den EM gleichzusetzen sind mit Wachstumsversprechen. Das ist mein einziger Punkt. Für mich ist ein Paradebeispiel eine Essity (habe ich auch). Die kauft sich direkt bei den lokalen Anbietern von Pflaster-, Windelherstellern usw. ein (stets mit einem Hauptstake). Denke bei denen ist die Erkenntnis schon länger angekommen, dass local support mit heimischen Unternehmen gut funktioniert. Ich habe übrigens neben bekannten westlichen Konsumgüterherstellern auch eine Menge aus Schwellenländer. Ich bin froh beide zu haben, nur denke ich, dass nachhaltig die Unternehmen aus dem Westen eher dort ihr Geld verdienen werden müssen wie es die aus dem Süden/Osten entsprechend dort versuchen werden müssen.

      1. Hi Tobs,
        Wachstumsversprechen und Wachstumschancen sind nicht dasselbe.
        Wo ich noch nachdenke, ist der enorme Kapitalzufluß in die Nasdaq.
        marketcaps für die einzelnen zu finden ist leicht, die marketcap für Nasdaq 100 total amount today zu finden ist auf die Schnelle nicht so einfach und alle 101 Titel zu addieren hatte ich keine Lust.
        Wir werden im (Europäische Bezeichnung) zig Billionen Bereich liegen (USA Trillions)
        Alleine Nvidia hat inzwischen schon alleine eine höhere Marketcap als die ganze US Gesamt Ölindustrie mit Exxon, Chevron und wie sie alle heißen, zusammen.
        Die Börse (N100) ist alleine in diesem reichlichen Monat seit Jahresanfang um 7,5% gestiegen.
        Das entsteht nicht von alleine, sondern durch Nachfrage und Kapitalzufluß.
        Da fließen als Größenordnung pro Monat mehrere Bundeshaushalte (Deutschland ) an globalem Kapitalzufluss zu (so aus dem Bauch raus).
        In dieser Sonne schwimmt auch Mondelez mit.
        zweitens.
        Geld ist Macht und umgekehrt,
        Nvidia, TSMC, ASML etc werden die ihnen zugeflossene Macht nicht nur schön finden, sondern sie auch intelligent nutzen, um sie in weitere Marktmacht zu investieren.
        Die kaufen sich die besten Leute der Welt und die Firmen, die sie haben wollen.
        Das treibt auch die Preise der kleineren interessanten Firmen im Techbereich.
        Was ist wahrscheinlicher?
        Das die Marketcap von Microsoft von derzeit 3 Billionen USD mal auf 1Billion schrumpft oder das sie auf 6 bis 7 Billionen steigt.
        Ich tendiere eher zur steigenden Variante.
        Die ganzen „Softwarefritzen“ (sorry) brauchen sowieso nur ganz wenig.
        Die brauchen kein Land, keine Rohstoffe, keine Fabriken, keine Arbeiter, nur ein paar Codewriter, die hoffentlich nicht den Überblick verlieren,
        paar schnelle Computer, die sie in jedes Land der Welt stellen können und das ist alles.
        Strom wäre noch ganz gut.
        so, muß jetzt reichen für heute
        Grüße

    1. Bei mir läuft Version 0.67.3 geschmeidig wie immer. Gut, manche Kursen könnten noch etwas höher sein, aber das liegt nicht an Portfolio Performance. ;)

      Welche Probleme hast Du denn?

      Viele Grüße Ben

      1. Erst war die EXE weg und bei der Neuinstallation hat es die gleich in die Quarantäne geschoben (was evtl. auch die fehlende EXE erklärt). Vielleicht ist es kein Problem mit PP sondern evtl. hat sich mit einem Update beim Virenscanner was verschärft. Gut zu wissen, dass es bei dir läuft. Danke für die Rückmeldung. Werde morgen mal in neuer Frische das Problem angehen. :-)

      2. Hab die EXE mal an Avira zum Check gesendet.

        Das mit den Kursen kann ich bestätigen. Snap-On heute mächtig verprügelt und Paypal auch schon wieder. Andererseits wäre ich froh wenn es noch ein paar mehr Werte geben würde. Irgendwie finde ich gerade schwer Einkaufspreise, von Cisco (gerade so) mal abgesehen.

  4. Hallo zusammen,

    da es hier um GeneralMills geht und ich die Aussichten bzw Chancen für ausgezeichnet halte habe ich gestern meinen 3ten Nachkauf getätigt.
    GeneralMills ist recht günstig bewertet mit einem KGV von 14 (bei einem langjährigen Schnitt von 16) und einer Dividende die ausreichend gedeckt ist von >3%.

    Neben GIS finde ich derzeit noch folgende Unternehmen zum aufstocken/neukaufen spannend: 3M, Altria, CocaCola, HormelFoods, Alphabet, Roche, Pepsi, NextEraEnergy. Ein paar davon wegen der günstigen Bewertung und sicherlich dem ein oder anderen Problemfall, andere wegen ihrer Konstanz und kurzfristigen Bewertung.

  5. Ist grad nicht viel los hier
    darum wieder ein bißchen zum Nachdenken
    diese Übersicht ist nur der Stand von EINEM MONAT.

    ASML +34,28%
    Nvidia +33,49%
    ARM Holdings +65,58%
    Applied Materials +24,06%
    Broadcom +20,53%
    Lam Research +21,08
    NXP Semi +11,85%
    KLA Corp +17,23%
    TSMC +33,55%
    AMD +17,96%
    Entegris Inc +14,47%
    Arista Networks +14,94%
    Vertiv Holdings +34,01%

    usw usf.

    was ist hier los.
    hängt das damit zusammen?
    https://stock3.com/news/openai-ceo-will-massiv-in-halbleiter-investieren-14109774
    ist das der neue Elon Musk?
    möglich wäre es.
    werds beobachten und bin weiter mit dabei.
    Grüße schönes WE

  6. Tatsächlich, wie z.B. Thomas schreibt, sind viele Titel enorm gut gelaufen, in den letzten Monaten.
    Und ich sehe – u.a. in meinem Depot – viele Titel die Aufholpotenzial haben und gute Qualitäts- und Dividendenaktien sind, beispielsweise Coca-Cola, Johnson & Johnson, Hormel Foods, Realty Income, diverse REITs.

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