Damit kann ich gut leben

Paul Hartmann- Sterillium Hände-Desinfektionsmittel von Bode Chemie Hamburg
4.5
(33)

Bei der letzten Dividendenzahlung war ich richtig sauer auf das Management der Aktie. Weil sie immer nur tief stapeln und die Chancen auf eine positive Entwicklung des Aktienkurses durch ihre Zurückhaltung verschlechtern.

Durch die Covid-19-Pandemie kann sich das Unternehmen aber vor Zuwachs in den Geschäftszahlen nicht retten. Und davon hat dann schlussendlich auch der Aktienkurs profitiert. Ohne Investor Relations, das seinen Namen verdient.

Und da es dann auch noch eine Dividendenerhöhung gab, schließe ich für dieses Jahr meinen Frieden mit der Aktie. Alle Details erfährst Du in diesem Beitrag.

Aus genau den einleitenden Gründen ist die Paul Hartmann AG eine der kleinsten Positionen in meinem Dividendendepot. Das Geschäftsmodell habe ich hier ausführlich vorgestellt, es überzeugt mich weiterhin.

Dividendenzahlung

Für meine 3 Aktien gibt es dieses Jahr erstmals eine Dividende von jeweils 8,00 €. Das ist eine Erhöhung um 14,3% (+1 €). Brutto ergibt das nun eine Gesamt-Dividende von 24,00 €. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 17,67 €. Sie wurde mit Wertstellung 05.05.2021 überwiesen.

Dividendengutschrift Paul Hartmann im Mai 2021

Perspektiven

Paul Hartmann hätte auch schon in den Vorjahren die Dividende erhöhen können. Insofern ist die Erhöhung nun zwar prozentual hoch, aber irgendwie auch nur ein Ausgleich für die zurückliegenden Jahre. Zumindest kein Grund für Euphorie. Denn nun rechne ich erst mal wieder mit einigen Jahren ohne Erhöhung.

Denn soviel ist zumindest klar: Paul Hartmann hat die Dividende nie gesenkt. Und zumindest dieses Commitment scheint weiter zu gelten. Mit den 8 € kann ich nun also – sofern nicht wirklich Unvorhersehbares geschieht – dauerhaft rechnen.

Die Zahlen des Jahres 2020 waren beeindruckend: Getrieben von einer deutlichen Nachfrageerhöhung nach Desinfektionsmitteln wuchs der Umsatz organisch um 14,6% auf 2,4 Mrd. €, das bereinigte EBITDA stieg um 38,0% auf 292 Mio. €. Und der Free-Cash-Flow explodierte förmlich um 194,6%.

Für 2021 ist das Management wie immer sehr zurückhaltend. Es bestehe “eine hohe Prognoseunsicherheit”, da die positiven Effekte voraussichtlich weniger ausgeprägt seien.

Ich teile diese Einschätzung nicht. Corona begleitet uns auch in diesem Jahr. Vielleicht nicht im kompletten Jahr, aber 2020 ging es ja auch erst im März richtig los. Und selbst bei einer durch die Impfkampagne erreichten Herdenimmunität werden die Hygienemaßnahmen aufrecht erhalten. Allein schon, um den nicht geimpften Teil der Bevölkerung zu schützen.

Die Paul Hartmann-Aktien bleiben eine Bestandsposition in meinem Depot. Sie haben keinen strategischen Sinn, sondern tragen durch ihre sichere Dividende zu meinen stabilen Dividendenerträgen bei. Der Aktienkurs war im Januar kurzzeitig wieder über 400 €. Da gehört er angesichts des Geschäftsmodells eigentlich auch hin. Da aber durch den Mehrheitsaktionär keine Übernahmefantasie besteht und die Ausschüttungen niedrig gehalten werden, besteht wenig Motivation für den Aktienmarkt, die Aktie zu protegieren. So notieren die Aktien derzeit lediglich auf dem Niveau von 2016 und in etwa auf meinem damaligen Kaufniveau. Aber immerhin ist das Minus der letzten Jahre Vergangenheit.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Paul Hartmann
ISIN:DE0007474041
Im Divantis-Depot seit:27.09.2016
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:3
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:401,80 €
Gesamtkaufpreis:1.205,40 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:90,61 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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Ein Gedanke zu „Damit kann ich gut leben“

  1. Paul Hartmann stapelt bei den Halbjahreszahlen mal wieder tief: Der Umsatz ging um 5% zurück, das bereinigte EBITDA stieg aber auf 148,2 Mio. € an. Ein Plus von 14% gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose für das komplette Geschäftsjahr bleibt unverändert bei 210 bis 260 Mio. €. Das würde für das zweite Halbjahr ein bereinigtes EBITDA von 61,8 Mio. bis 111,8 Mio. €. Da besteht aus meiner Sicht deutliches Potenzial, dass es zu einem besseren Ergebnis als prognostiziert kommt.

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