Was Dich hier erwartet:
Procter & Gamble ist für mich ein Phänomen. Ich habe meine Position von 100 Aktien in den Jahr 2013 bis 2015 aufgebaut. Seitdem gab es für mich keine Kaufimpulse, da eine positive Dynamik in der Geschäftsentwicklung nicht mehr wirklich erkennbar war.
Doch seit dem letzten Jahr läuft es auf einmal richtig gut und die Aktie kennt nur noch den Weg nach Oben. Jetzt kratzt sie sogar an der 100 US$-Marke und hat sie auch schon kurz überschritten gehabt. Doch wie geht es jetzt weiter? Etwa doch nachkaufen?
In der langen Durststrecke habe ich natürlich jede Menge Dividenden kassiert. Und das Schöne: Auch bei steigenden Kursen gibt es weiterhin Dividende:
Quartalsdividende
Pro Aktie gab es erneut eine Quartalsdividende von 0,7172 US$. Für die 100 Aktien in meinem Depot bedeutet das eine Brutto-Dividende von 71,72 US$. Die Consorsbank (warum ich mehrere Depots habe!) rechnete diese Dividende zum Kurs von 1,1314 in Euro um. Nach Steuerabzug verbleibt eine Netto-Dividende von 47,20 €. Sie wurde rückwirkend mit Wertstellung 15.02.2019 gutgeschrieben.

Vor drei Monaten bei der letzten Quartalsdividende hatte ich noch davor gewarnt, bei dem damals gestiegenen Kurs zu kaufen. Weil Procter & Gamble doch einigermaßen zyklisch ist und auch wieder nach Unten gehen würde. Hier habe ich das Unternehmen ausführlich vorgestellt.
Positive Kursentwicklung
Nun hat sich die Situation aber womöglich verbessert. Denn zumindest charttechnisch ist mit dem Klettern auf neue Hochs (in US$ gerechnet) der Weg zu weiteren Höhen frei. Und auch psychologisch ist ein dreistelliger Aktienkurs eine Unterstützung. Die Aktie wirkt werthaltig und warum soll sie nicht noch weiter steigen?
Trotzdem werde ich meine Position auf dem aktuellen Kursniveau nicht weiter ausbauen.
Denn Procter & Gamble ist in vielen Sektoren der Marktführer, der von anderen angegriffen wird. Und der Schwierigkeiten hat, seine Anteile zu halten.
Ein Blick auf den Rasierermarkt
Beispielhaft sei hier der Rasierermarkt genannt: Procter & Gamble verliert mit seiner Marke Gillette seit Jahren Umsatz und Gewinn. Nachteilig ist einerseits der Barttrend, der Männer immer seltener zur Rasierklinge greifen lässt. Gleichzeitig greifen Online-Anbieter wie z.B. der Dollar Shave Club mit günstigen Klingen an. In Deutschland gelingt es Procter & Gamble gerade noch, Kunden von den günstigeren Mach3-Klingen auf die teureren Fusion-Klingen zu transferieren. Im letzten Jahr konnte so zumindest der Marktanteil auf dem schrumpfenden Markt für Männerrasierer in Deutschland auf 63,9% (+0,5%) gesteigert werden.
Auf dem viel wichtigeren Heimatmarkt gelingt das aber nicht. Und so ist konzernweit der Umsatz des Geschäftsbereichs Grooming von 8,3 Mrd. US$ im Jahr 2012 auf nur noch 6,6 Mrd. US$ in 2018 gesunken.
Bevorzugte Alternative
Die wachsende Onlineplattform Dollar Shave Club hat sich rechtzeitig der Konkurrent Unilever gesichert. Und das ist auch die Aktie im Konsumgüterbereich, die ich aktuell deutlich attraktiver finde. Wenn ich also in dieser Branche nachkaufe, dann wird das Unilever sein. Aber natürlich freue ich mich auch trotzdem über steigende Kurse bei P&G.
Mit dieser Dividendenzahlung steigen meine Dividendenerlöse im Jahr 2019 auf nun 1.220,54 €.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Procter & Gamble |
| ISIN: | US7427181091 |
| Im Divantis-Depot seit: | 14.05.2013 |
| Letzter Nachkauf am: | 23.03.2015 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 68,78 € |
| Gesamtkaufpreis: | 6.877,66 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 2.434,83 € |
| Aktuelle Strategie: | Bei Kursschwäche nachkaufen |


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