Traditionen gehören gepflegt: die Neujahrsdividende!

Cottonelle von Kimberly-Clark
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Ich liebe es, wenn Aktiengesellschaften verlässlich sind. Wenn Dividendenerhöhungen jährlich zum gleichen Datum erfolgen. Oder auch die Dividendenzahlungen ihren Zeitpunkt beibehalten. So ist es bei dieser Aktie, die traditionell das neue Jahr einläutet. Jedes Jahr ist sie der erste Dividendenzahler!

Im Divantis-Depot ist sie sehr hoch gewichtet, was aber nichts mit dem Zahltag am Jahresanfang zu tun hat. Denn die Perspektiven gefallen mir sehr gut. Alles dazu und die Details der Dividendenzahlung erfährst Du in diesem Beitrag.

Kimberly-Clark

Das Unternehmen, das mich zum Jahresanfang erfreut, ist Kimberly-Clark und habe ich hier ausführlich vorgestellt. In meinem Depot ist es die fünfgrößte Depotposition.

Dividendenzahlung

Kimberly-Clark zahlt erneut eine Quartalsdividende von 1,03 US$ je Aktie. Für die 125 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 128,75 US$. Sie wurde von der onvista bank zum Kurs von 1,1257 in Euro umgerechnet. Nach Abzug aller Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 85,16 €, die mit Wertstellung 03.01.2020 überwiesen wurden. Meinen Freistellungsauftrag habe ich übrigens in meinem Depot bei der Augsburger Aktienbank für meine deutschen Aktien – warum ich mehrere Depots bei verschiedenen Banken habe, erfährst Du hier.

Perspektiven

Kimberly-Clark ist ein defensiver Titel, der in schwachen Börsenphasen seine Stärken hat. Dementsprechend war die Performance in den letzten drei Jahren mit +24,7% unterdurchschnittlich. Schaut man sich aber die einzelnen Jahre an (2019: 27,1%, 2018: 2,5%, 2017: -4,1%), dann fällt auf, dass die Aktie im schwachen Jahr 2018 positiv abgeschnitten hat.

Und genau dafür habe ich sie im Depot. Als Stabilisierung, die mich insgesamt viel besser schlafen lässt. Mit Kimberly-Clark verliere ich auf längere Sicht kein Geld, sondern kann von den Erträgen aus Kurssteigerungen und Dividenden einen guten Beitrag zu meiner Depotperformance schaffen.

Und gerade jetzt zu Beginn des Börsenjahres 2020, das gemeinhin als wackliger und schwächer als das vergangene Jahr erwartet wird, sind die Perspektiven von Kimberly-Clark (KMB) aussichtsreich. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 im Branchenvergleich nicht übertrieben hoch. Und die Dividendenrendite liegt bei 3,0%. Das ist deutlich höher als z.B. bei Procter & Gamble (2,4%) oder Clorox (2,7%).

Und das Beste daran: Auch bei den Dividendenerhöhungen ist auf Kimberly-Clark Verlass. Im letzten Jahr wurde am 23. Januar die Dividendenerhöhung bekannt gegeben. Ich gehe also davon aus, dass sich die Dividendenrendite noch im Januar (gleichbleibender Aktienkurs unterstellt!) noch einmal erhöhen wird.

Da ich mit den 125 Aktien schon ziemlich ordentlich gewichtet bin, steht KMB trotzdem erst mal nicht auf meiner Kaufliste. Sollte es jedoch Unvorhergesehenes geben, z.B. eine Verschärfung der Lage im Irak, und die Börsen massiv unter Druck kommen, dann kann ich mir eine Aufstockung von KMB noch mal vorstellen. Denn politische Börsen haben kurze Beine und KMB ist krisenresistent und nicht so stark konjunkturabhängig.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Kimberly-Clark Corporation
ISIN:US4943681035
Im Divantis-Depot seit:28.10.2016
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:125
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:105,41 €
Gesamtkaufpreis:13.176,55 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.319,40 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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5 Gedanken zu „Traditionen gehören gepflegt: die Neujahrsdividende!“

  1. Hallo Ben,

    mit Interesse habe ich deinen Beitrag zu Kimberly Clark gelesen und festgestellt, dass in mein Depot ein solch langweiliger Konsumwert auch ganz gut passen würde. Also hab ich mich an die Analyse gemacht, aber leider schnell wieder davon Abstand genommen. KMB hat es binnen 5 Jahren geschafft das Eigenkapital von einstmals 1 Mrd. Dollar knapp ins Negative zu fahren. Das Ganze zusammen mit leicht sinkenden Umsätzen und Gewinnen bei einen Goodwill von 1,5 Mrd. Dollar. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass KMB an allen Ecken und Enden auf Kante genäht ist. Lediglich der Free Cashflow, aus dem die Dividende gezahlt wird, passt einigermaßen.
    Wie siehst du das? Betrachtest du bilanzielle Themen in deiner due dilligence?

    Viele Grüße, Thomas

    1. Hallo Thomas,

      negatives Eigenkapital ist derzeit bei amerikanischen Unternehmen keine Seltenheit. Das liegt an den Aktienrückkäufen der letzten Jahre. Insofern stört mich das bei Kimberly-Clark nicht mehr als bei anderen Unternehmen.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Thomas,

    ich selbst bin auch in Kimberly Clark investiert, Aber die Bilanzzahlen finde ich auch nicht berauschend. Das Eigenkapital hat sich die letzten Jahren kontinuirlich reduziert und die Verschuldung dazu erhöht. Eigentlich investiere ich in keine Firmen mit EK unter 40%. Deshalb habe ich aber auch meinen Anteil nicht weiter ausgebaut und werde diesen auch nicht weiter ausbauen.Die Bilanzkennzahlen der letzten Jahre waren wie folgt.

    1. Spalte = Datum
    2. Spalte = Long Term Debt
    3. Spalte = Shareholder’s Equity
    4. Spalte = Debt to Equity Ratio

    2019-09-30 $6.20B $0.09B 70.43
    2019-06-30 $6.70B $0.05B 134.02

    2018-12-31 $6.25B $-0.05B -135.80

    2017-12-31 $6.47B $0.88B 7.34

    2016-12-31 $6.44B $0.12B 55.03

    2015-12-31 $6.11B $0.04B 152.65

    2014-12-31 $5.63B $1.00B 5.64

    2013-12-31 $5.39B $5.14B 1.05

    2012-12-31 $5.07B $5.29B 0.96

    2011-12-31 $5.43B $5.53B 0.98

    2010-12-31 $5.12B $6.20B 0.83

    2009-12-31 $4.79B $5.69B 0.84

    2008-12-31 $4.88B $4.26B 1.15

    2007-12-31 $4.39B $5.22B 0.84

    2006-12-31 $2.28B $6.10B 0.37

    2005-12-31 $2.60B $5.56B 0.47

    Die Umsätze waren wie folgt:

    2018 $18,486
    2017 $18,348
    2016 $18,287
    2015 $18,591
    2014 $19,724
    2013 $19,561
    2012 $19,467
    2011 $20,846
    2010 $19,746
    2009 $19,115
    2008 $19,415
    2007 $18,266
    2006 $16,747
    2005 $15,903

    Also die Umsätze sind seit 2005 um ca. 20% gestiegen.Die langfristige Verschuldung hat sich aber seitdem fast verdreifacht.

    Die ausstehenden Aktien wurden durch Aktienrückkäufe redziert. Vermutlich sind diese auf Kredit erfolgt: Nachfolgend dei Angaben in Millionen Stück.
    2018 350
    2017 356
    2016 362
    2015 366
    2014 377
    2013 387
    2012 396
    2011 399
    2010 414
    2009 417
    2008 420
    2007 446
    2006 462

    Dann noch das EPS:
    Q3 2019 $1.94
    Q2 2019 $1.40
    Q1 2019 $1.31
    2018 $4.03
    2017 $6.40
    2016 $5.99
    2015 $2.77
    2014 $4.04
    2013 $5.53
    2012 $4.42
    2011 $3.99
    2010 $4.45
    2009 $4.52
    2008 $4.03
    2007 $4.08
    2006 $3.25
    2005 $3.28

    Also eine gewisse Skepsis gegenüber den Bilanzkennzahlen von Kimberly Clark sind vielleicht schon angebracht. Unter diesem Gesichtspunkt mit Sicherheit keine “Mußinvestition”.
    Allerdings bin ich jetzt auch nicht der Bilanzfachmann. Berauschend ist die Bilanz mit Sicherheit nicht. Und solange die Zinsen günstig sind, ist die Finanzierung vermutlich kein Problem.

    Die Ami´s ticken aber sowieso total anders als wir Europäer. Kimberly Clark hat mit diesen Bilanzkennzahlen natürlich eine gigantische Eigenkapitalrendite, was ja logisch ist, wenn man eine Kapitalrendite ohne bilanzielles Eigenkapital erwirtschaftet. So manche Mittelständler in Deutschland haben bis zu 100% Eigenkapital und eine EK Rendite von 10%. Ist ja nicht schlecht. Würde da aber ein Ami einsteigen würde man die Eigenkapitalrendite verdoppeln. Wie funktioniert das? Eine fremdfinanzierte Sonderauschüttung an die Eigentümer, die Verschuldung auf 50% erhöhen, somit reduziert sich das EK in der Bilanz nur noch auf 50% und die Eigenkapitalrendite würde auf fast 20% steigen. Aber nur auf 20% da man ab jetzt ja noch den Schuldendienst leisten muss, welches sich trotz den nidriegen Zinsen, etwas auswirken wird. Aber die Eigenkapitalretabilität hätte sich deutlich verbessert.
    Das Ziel von dem Manager wäre ereicht, eine verbesserte Eigenkapiatlrentabilität zu erreichen, er erhält ein paar Millionen als Bonus und zieht weiter zum nächsten Unternehmen um die Kapitalrentabilität zu verbessern. Zurück bleiben die Angestellten, welche in ein paar Jahren, freiwillig auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Aber das sit eine andere Geschichte…….

    Und so rächt sich das bitter in der nächsten Finanz oder Wirtschaftskrise. Aber was interessiert sich ein Ami heute für ein möglicherweise auftretendes Problem von morgen, wenn er in der Firma überhaupt nicht mehr tätig ist? Und so sind dann halt auch die Bilanzkennzahlen von Kimberly Clark. Wahrscheinlich tatsächlich schon ausgenommen wie eine Weihnachtsganz oder wie du es formulierst, alle Ecken und Enden auf Kante genäht.

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