Es gibt Aktien, die muss man einfach im Depot haben. Jedenfalls dann, wenn man nicht auf ETFs setzt und trotzdem ein diversifiziertes Portfolio haben will.
Im Digitalbereich gibt es Unmengen von Unternehmen, die jeweils einzelne Bereiche sehr gut abdecken. Seien es Software, Cloud, Games, Soziale Netzwerke oder was auch immer. Sich dort entsprechend zu positionieren, ist nicht einfach und bedarf vor allem immer wieder einer Überprüfung.
Ist meine Aktie weiterhin führend in ihrem Sektor oder verändert sich gerade etwas zu ihren Lasten?
All das erspare ich mir, seit ich – zugegebenermaßen relativ spät – 2017 ein Unternehmen ins Dividendendepot genommen habe, das in allen Bereichen mitmischt. Nicht immer als Nr. 1, aber doch so, dass zu den führenden Playern gehört.
Und vor allem wächst es stetig und verdient sehr gutes Geld. Kein Wunder, dass ich die Aktie zu den „Aktien fürs Leben“ zähle, die einen dauerhaften Platz im Depot sicher haben.
Alle aktuellen Entwicklungen und die Abrechnung der jüngsten Quartalsdividende zeige ich in diesem Beitrag.
Die Microsoft-Aktie gehört zu den Topwerten in meinem Depot. Sowohl von ihrer Performance als auch von ihrer Gewichtung. Mit 6,6% Depotgewicht ist sie aktuell meine zweitgrößte Position.
Hier hatte ich über den Kauf von Microsoft berichtet. In diesem Jahr ist die Aktie bisher in negativem Terrain unterwegs. Im 5-Jahres-Chart ist das ein seltener Knick nach Unten:

Dividende
Microsoft zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,62 US$. Für meine 110 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 68,20 US$. Sie wurde von maxblue (100 Stück) zum Kurs von 1,0719 in Euro umgerechnet. Der Smartbroker (10 im letzten Jahr nachgekaufte Stück) rechnete zum Kurs von 1,07355 in Euro um. Nach Abzug der Steuern verbleibt addiert eine Netto-Dividende von 47,37 €. Sie wurde mit Wertstellung 09.06.2022 (Smartbroker) bzw. 13.06.2022 (maxblue) überwiesen.


Perspektiven
Microsoft fasziniert mich immer wieder. Wie es ein derart großes, breit aufgestelltes Unternehmen schafft, Quartal für Quartal zweistellige Wachstumsraten zu generieren, ist schon etwas Besonderes.
Wobei natürlich klar ist, dass das Wachstum nicht unendlich sein kann und die Raten langsam, aber sicher, etwas zurückkommen. Und so waren bei den letzten Quartalsergebnissen eben auch das Umsatzwachstum nicht mehr im Bereich von 20+%, sondern erstmals „nur“ im Zehnerbereich.
Mit +18% allerdings weiterhin ziemlich hoch. Das bedeutete 49,4 Mrd. US$ Quartalsumsatz, aus dem ein Nettogewinn von 16,7 Mrd. US$ (+8%) erzielt wurde. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,22 US$ (+9%).
Schaut man auf die drei Business-Sparten von Microsoft, dann ist die Cloud-Sparte mittlerweile Umsatzspitzenreiter und liefert mit +26% auch weiterhin das höchste Wachstum. Unter den Einzelprodukten ragt Azure mit +46% hervor. Aber auch LinkedIn kann mit einem Umsatzwachstum von 34% überzeugen.
Weiterhin offen ist die Übernahme des Spieleherstellers Activision Blizzard. Das soll die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte werden und Microsoft dann auch in der virtuellen Welt des Metaverse eine Top-Position verschaffen. Die Börse wartet weiter gespannt, ob der Kauf von den Kartellbehörden erlaubt wird.
Die Microsoft-Aktie notiert aktuell rund 30% unter ihren Höchstständen von Ende 2021. Das ist vor allem den steigenden Zinsen und den unsicheren Märkten geschuldet. Aus meiner Sicht sind es ausschließlich externe Faktoren, die für den Kursrückgang verantwortlich sind.
Aber trotzdem ist derzeit Wachsamkeit angezeigt. Denn wenn wir einen länger anhaltenden Bärenmarkt erleben, dann kann auch die Microsoft-Aktie noch weiter sinken. Denn das Chartbild sieht nach einem tadellosen Abwärtskanal aus und die Bewertung des Unternehmens ist fundamental immer noch hoch.
Für das nächste Quartal hat Microsoft zudem eine „kleine“ Gewinnwarnung abgegeben. Grund ist der starke US-Dollar, der die Umsätze in anderen Währungen etwas schrumpfen lässt. Das soll etwa 460 Mio. US$ Einfluss im nächsten Quartal haben und den Gewinn je Aktie etwa 4 Cent niedriger ausfallen lassen.
Ich halte mich aktuell mit weiteren Nachkäufen komplett zurück. Wenn ich noch nicht in Microsoft investiert wäre, dann würde ich allerdings auf dem derzeitigen Niveau eine erste kleine Einstiegsposition eröffnen. Oder mir einen Sparplan anlegen und dann über die nächsten 1-2 Jahre sukzessive meine Zielposition aufbauen.
Denn Microsoft ist für mich weiterhin das Top-Unternehmen im Digitalbereich. Nur das zählt in diesen Tagen nicht unbedingt und deshalb bleibt Vorsicht angesagt.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Microsoft |
| ISIN: | US5949181045 |
| Im Divantis-Depot seit: | 11.10.2017 |
| Letzter Nachkauf am: | 13.12.2021 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 64,49 € |
| Gesamtkaufpreis: | 6.448,56 € |
| durch Teilverkauf am 19.7.2024 realisierter Gesamtgewinn (Kurs & Dividenden): | 1.219,21 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 1.283,48 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |

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