Online ist die Zukunft, da sind wir uns einig. Schließlich liest Du diesen Blog ja auch online und handelst Deine Aktien online. Eigentlich ist Online also auch schon die Gegenwart.
In manchen Bereichen fällt es mir jedoch schwer, an Online-Handel zu denken. Getränke gehören z.B. dazu. Die sind eigentlich zu schwer, um sie zu versenden. Lediglich lokale Getränkelieferanten bringen einem volle Kästen nach Hause.
Die Corona-Pandemie zwingt aber auch die größten Getränkekonzerne zum Umdenken. Und jetzt wird es spannend: Mit seiner Marktmacht und Werbebudgets könnte hier ein neuer Online-Riese entstehen.
Meine Gedanken dazu und alle Details zur jüngsten Dividendenzahlung erfährst Du in diesem Beitrag.
Die Nr. 1 im Soft-Drink-Markt ist Coca-Cola. Die Aktie habe ich hier ausführlich vorgestellt.
Dividendenzahlung
Coca-Cola zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,41 US$ je Aktie. Für die 125 Aktien in meinem Bestand ergibt das eine Brutto-Dividende von 51,25 US$. 25 Aktien befinden sich bei Trade Republic im Depot, die Dividende wurde zum Kurs von 1,129 in Euro umgerechnet. Die anderen 100 Aktien liegen bei der Consorsbank und hier erfolgte die Umrechnung zum Kurs von 1,1263. Nach Abzug der Steuern erhielt ich insgesamt eine Netto-Dividende von 28,10 €. Sie wurde mit Wertstellung 01.07.2020 überwiesen, bei der Consorsbank allerdings rückwirkend.
Bei der Consorsbank wurde mir diesmal die Quellensteuer nicht auf die deutsche Steuer angerechnet. Dadurch ist die Netto-Dividende deutlich niedriger als bei den letzten Dividendenzahlungen von Coca-Cola. Das liegt daran, dass ich einen negativen Quellensteuertopf hatte, der nun erst wieder aufgefüllt werden musste. Er ist durch eine nachträgliche Korrektur der Dividendenzahlungen von Omega Healthcare Investors entstanden. Ich war erst sehr verwundert, habe aber alles nachgerechnet und es scheint so zu stimmen.


Perspektiven
Coca-Cola sieht sich durch die Corona-Pandemie betroffen, ist aber (bisher?) trotzdem zuversichtlich, dass die Umsatzrückgänge im zweiten Halbjahr 2020 wieder aufgeholt werden können.
Ich bin da etwas verhaltener. Ich selbst hole jedenfalls kein verpasstes Getränk aus dem April im September nach. Wenn ich im April Durst hatte, habe ich etwas getrunken und nicht gewartet. Und auch wenn die Restaurants wieder geöffnet haben, bestelle ich dort doch nun nicht 3 statt der üblichen 2 Soft-Drinks. Oder wenn ich bei McDonald’s bin: es bleibt bei den 0,5 Litern zur Mitnahme.
Konzerte und andere Großveranstaltungen finden weiterhin nur in kleinem Rahmen statt. Und wer hat schon Lust, mit einem Mundschutz viel zu trinken?
Es ist also – nach meiner realistischen Einschätzung – ein gebrauchtes Jahr für Coca-Cola. Ich sehe keine Erholung im zweiten Halbjahr.
Und das wird sich auch in den Quartalszahlen zeigen. Am 21. Juli 2020 werden sie veröffentlicht. Und dann vermutlich auch ein neuer Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben.
Die Zahlen für das erste Quartal waren noch moderat. Der Umsatz ging lediglich um 1% zurück, bis Ende Februar stieg der Umsatz sogar um 3%. Im April sank der weltweite Umsatz dann aber um 25%.
Bisher hatte ich kaum auf dem Schirm, dass für Coca-Cola auch der E-Commerce relevant ist. Aber offenbar bestellen Menschen ihre Getränke auch online und lassen sie sich per Post liefern. Damit konnte Coca-Cola die Umsatzrückgänge etwas abfedern.
Mit Hochdruck werden nun neue Verpackungsgrößen entworfen, die sich gut versenden lassen. Und das Marketing-Budget wird teilweise in Onlinekanäle umgeleitet. Ich bin gespannt, ob Coca-Cola dazu auch mal Zahlen nennen wird. Bisher werden die Online-Effekte nur mit Worten beschrieben. Ist das wirklich eine relevante Größe und wie entwickelt sich das Wachstum im Online-Bereich?
Das wäre jedenfalls spannend nachzuvollziehen und könnte mich dazu bringen, noch einige weitere Coca-Cola-Aktien ins Depot zu nehmen. Denn schon seit Längerem will ich ja die Positionsgröße erhöhen. Die Aktie ist mir derzeit angesichts Corona aber zu teuer. Langfristig habe ich keinerlei Zweifel an der positiven Entwicklung.
Mein Wunsch an die Quartalszahlen wäre also, dass sie einerseits dramatisch schlecht ausfallen, damit der Aktienkurs einiges an Luft verliert. Und gleichzeitig wünsche ich mir konkrete Zahlen zum Onlinehandel. Sie sollen die Perspektive für die nächsten Jahre aufzeigen. Denn Potenzial hat das Unternehmen. Dann könnte Coca-Cola schon im Juli ein Nachkauf werden. Ich möchte aber unter 40 US$ zahlen.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | The Coca-Cola Company |
| ISIN: | US1912161007 |
| Im Divantis-Depot seit: | 17.07.2007 |
| Letzter Nachkauf am: | 31.07.2008 (Sparplan zur Reinvestition der Dividende seit Dezember 2025 aktiv) |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 18,87 € |
| Gesamtkaufpreis: | 1.886,76 € |
| erzielter Gesamtgewinn aus verkaufter weiterer Position: | 324,19 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 1.573,25 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren, Dividende reinvestieren |


Kommentar verfassen