Was Dich hier erwartet:
„Es läuft!“ Mit diesen kurzen Worten lässt sich die aktuelle Situation in meinen Depots am besten charakterisieren.
Unweigerlich erinnert mich die Situation an den Anfang letzten Jahres. Dort hatte ich auch nicht mit so einer guten Performance gerechnet und trotzdem waren die Monate grün. Im Dividendendepot schaffte der Februar mit +2,2% sogar die identische Performance wie im Vorjahr.
Natürlich gibt das keine Garantie für den März, der in 2024 ebenfalls sehr gut war. Aber im Moment fehlen belastende Themen. Aus den USA kommen zwar täglich verstörende Nachrichten. Aber die Börsen sind davon unbeeindruckt.
Und für mich bewahrheitet sich damit jetzt schon das, was ich nach dem Wahlsieg von Donald Trump und dem Aus der Ampel-Koalition geschrieben hatte: geopolitisch sind es harte Zeiten und die Entwicklung macht mir Sorge. Aber an einem Engagement in Aktien, auch oder erst recht US-amerikanischen, führt weiterhin kein Weg vorbei.
Wie sich meine Geldanlagen im Februar entwickelt haben und welche Käufe und Verkäufe ich in den verschiedenen Depots getätigt habe, erfährst Du in diesem Beitrag.
Ich mag den Februar. Mit der Siemens-Dividende kommt die erste große Ausschüttung und es hagelt eigentlich täglich Dividendenerhöhungen. Den Vogel schoss für mich die Munich Re ab, die ihre Dividende um ein weiteres Drittel erhöhen wird. Bekanntlich ist das mein größter Depotwert und da sorgt eine solche Erhöhung natürlich für eine Extra-Portion Freude!
In der Addition meiner Depots liege ich nun nach 2 Monaten bereits bei einem Plus von 6,0% seit Jahresbeginn. Ich hebe jetzt aber nicht ab, sondern sehe das weiterhin als Polster für den Rest des Jahres. Denn auch wenn ich aktuell keine größeren Gefahren für den Aktienmarkt sehe, kann sich die Einstellung der Marktteilnehmer natürlich auch jederzeit ändern. Dessen bin ich mir stets bewusst und umso mehr freue ich mich über jede einzelne Dividendenzahlung. Denn das Geld ist dann erst mal fix auf meinem Konto und kann mir – anders als nicht realisierte Aktiengewinne – nicht mehr genommen werden.
Ich habe im Februar geographisch verteilt investiert: Deutschland, USA und Japan. Die größte Tranche ging in USU Software, bei der ich meine Depotposition um 25% aufgestockt habe. Anlass war ein Videointerview mit dem Co-CEO, in dem ich einige Hintergründe zum Einstieg des Private Equity-Investors Thoma Bravo noch besser verstand.
Dann nutzte ich den zwischenzeitlichen weiteren Kursrückgang bei General Mills zu einem kleineren Nachkauf, um meine Stückzahl im Depot auf einen runderen Stand zu bringen und mir die zwischenzeitlichen 4,0% Dividendenrendite dauerhaft zu sichern.
Schließlich stockte ich die erst im Januar neu ins Dividendendepot gekauften Unicharm noch mal auf. Erneut tauschte ich in meinem Depotkonto bei Estably (dort führe ich vor allem das Optionsdepot) meinen US-Dollar-Cash-Bestand in japanische Yen. Das reichte dann, um weitere 100 Aktien von Unicharm direkt an der Börse Tokio zu kaufen.
Getrennt habe ich mich im Februar von dem australischen Agrarunternehmen GrainCorp, das in der Vergangenheit besonders vom gestiegenen Weizenpreis profitierte. Hier sehe ich auf absehbare Zeit kein Potenzial mehr und auch die ursprüngliche Inflationsabsicherung – bezogen auf die Brotpreise – halte ich nicht mehr für erforderlich. Das Geld lasse ich lieber woanders für mich arbeiten.
Stand Wertpapierdepots
Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:
Dividendendepot: 535.574 € (+2,2% im Februar, +5,4% YTD)
Optionsdepot: 8.570 € (+9,2% im Februar, +31,0% YTD)
Anti-Depot: 29.630 € (+3,8% im Februar, +5,2% YTD)
Zitronen-Depot: 23.594 € (+0,8% im Februar, +5,8% YTD)
Summe: 581.455 € (+2,4% im Februar, +6,0% YTD)
Veränderung 2025: +15.235 €
zzgl. Entnahmen: +18.690 €
Nettoveränderung 2025: +33.925 €
Benchmark
Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Insgesamt habe ich nun 675 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +29,18% (Stand: 871,12 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 28.02.2025 liegt bei +28,72%.
quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und auch ich merke, dass die Performance nach einiger Zeit besser ist als mein eigenes Anlageverhalten. Das ist der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.
Aktienkäufe
Im Februar habe ich Käufe in Höhe von 7.034,59 € im Dividendendepot durchgeführt:
250 Aktien von USU Software für 5.759,65
10 Aktien von General Mills für 552,40 €
100 Aktien von Unicharm für 722,54 €
Aktienverkäufe
Im Februar habe ich Verkäufe in Höhe von 977,97 € im Dividendendepot durchgeführt:
223 Aktien von GrainCorp für 977,97 €
Dividendenerträge
Im Februar erhielt ich insgesamt 1.141,44 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Februar 2024 ist das eine Veränderung von -75,42 € (-6,2%). Dividenden erhielt ich von:
Realty Income: 36,11 €
Omega Healthcare Investors: 143,15 €
Siemens Healthineers: 0,70 €
MSCI Inc.: 38,37 €
Seit Jahresbeginn liege ich damit nun bei 1.840,84 € Netto-Dividenden. Das ist ein Plus gegenüber 2024 von 385,20 €. Davon sind jedoch 462,82 € durch Quellensteuererstattung aus der Schweiz für die Jahres 2022-2024 entstanden. Mein Dividendenziel für 2025 habe ich hier veröffentlicht.
Crowdinvesting
Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Februar erhielt ich 6,69 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Außerdem wurden 26,75 € getilgt.
Mein Portfolio ist aktuell noch 2.526,01 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.224,69 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.
Depotperformance
Mein Dividendendepot hat sich im Februar erneut positiv entwickelt (+2,2%) und damit den guten Jahresstart fortgesetzt. Der Depotwert per Ende Februar beträgt nun 535.574 €. Seit Jahresbeginn liegt das Depot bei +6,0%.
Top-Werte im Dividendendepot im Februar waren Coca-Cola (+12,0%), Kenvue (+11,6%) und Siemens (+9,1%).
Schwächste Werte im Februar waren Fortescue Metals Group (-13,9%), Conduit Holdings (-11,9%) und BlackRock (-9,2%).
Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Februar bei 2,7%.
Anti-Depot
Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich es vor allem mit Anleihen bestückt und 2024 entspannte +8,3% erzielt.
Im Februar habe ich meine Position in Centrotec leicht erhöht und mich vom Effecten-Spiegel und Hims & Her Health getrennt. Beides erfolgte aufgrund von Gewinnmitnahmen. Mit Hims & Her Health erzielte ich innerhalb von nur 3 Monaten Haltezeit einen Gewinn von 176,5%. Schon bei meinem Einstieg empfand ich das Unternehmen als sehr hoch bewertet. Beim Ausstieg sah ich es „jenseits von Gut und Böse“. Außerdem habe ich die LT2-Anleihe der Deutschen Pfandbriefbank verkauft. Sie notiert inzwischen bei 101% und bietet 2 Jahren Restlaufzeit nur noch wenig Potenzial. Gekauft hatte ich sie vor einem Jahr für 63,50%. Nach Steuern habe ich innerhalb von 51 Wochen einen Gewinn von 36,4% erzielt.
Das Anti-Depot erzielte im Februar eine Performance von +3,8% bei einer Volatilität von 4,8%.
Optionsdepot
Das Konzept hinter dem Optionsdepot habe ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben.
Im Februar hatte ich Aufwand von 8,83 € brutto aus Rückkäufen von Optionen.
Die Performance im Februar liegt dennoch bei +9,2%. Seit Jahresbeginn ist das Depot 31,0% im Plus. Allerdings sind die offenen Optionen schon als Ertrag verbucht, aber bis zur Schließung haben sie noch ein Verlustrisiko in sich. Aktuell ist aber keine Option im Geld.
Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.
Zitronen-Depot
Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.
Im Februar gab es keine Ausbuchungen, obwohl die Eintragung des Squeeze-Out von home24 im Handelsregister inzwischen täglich erfolgen könnte.
Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt unverändert bei 223.087,92 €.
Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.
Ein neues Squeeze-Out-Verlangen wurde bei New Work gestellt.
Ich habe im Februar meine Position bei alstria office deutlich reduziert, da ich die bezahlte Prämie inzwischen als zu hoch empfinde. Ich bin nicht bereit, rund 12% Aufschlag zu zahlen, obwohl eine Nachbesserung keineswegs sicher ist. Sollte der Kurs in den nächsten Wochen oder Monaten noch mal deutlich zurückkommen, werde ich aber wieder zukaufen.
Das Depot erzielte im Februar eine Monatsperformance von +0,8%.
Divantis-Community-Depot
Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Von den 6 Titeln ist inzwischen die Hälfte im positiven und die andere Hälfte im negativen Bereich. Insgesamt schloss das Depot den Februar unverändert ab und ist seit Jahresbeginn jetzt 0,17% im Plus. Der Cash-Anteil liegt nun bei 1,3% (=38,35 €). Die Aussagekraft ist nach so kurzer Zeit aber noch gering, vor allem da die Käufe zum Briefkurs erfolgten und teilweise auch noch Gebühren anfielen.
Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.
Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.
Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot. Und Du darfst einen Titel zum Kauf nominieren! Dazu schickst Du bitte eine Mail an info@divantis.de und schreibst mir, dass Du ein Parqet-Abo abgeschlossen hast und welchen Titel Du für das Divantis-Community-Depot nominierst. Wenn dann ein sinnvoller Betrag erreicht ist (dazu müssen mehrere Vermittlungen zustande kommen), werden alle bis dahin eingegangenen Nominierungen der Divantis-Community zur Wahl gestellt. Und im besten Fall können wir das dann regelmäßig wiederholen.
Immobilie
Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Updateberichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Februar Mieteinnahmen von 907,82 €. Das Hausgeld beträgt 281,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 238,62 €. Außerdem wurde die Grundsteuer in Höhe von 61,88 € abgebucht. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 326,32 €.
Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).
Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Februar bei 226.151,30 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.925,63 €.
Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 1.700 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Februar bei 1.769,45 €.
Dividendenveränderungen
Im Februar wurden bei meinen Depottiteln die folgenden Dividendenveränderungen verkündet – teilweise unter Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung:
Munich Re: Erhöhung der Dividende von 15 € auf20 € (+33,3%)
Novo-Nordisk: Erhöhung der Schlussdividende von 6,40 DKK auf 7,90 DKK (+23,4%)
Veolia: Erhöhung der Dividende von 1,25 € auf 1,40 € (+12,0%)
Allianz: Erhöhung der Dividende von 13,80 € auf 15,40 € (+11,6%)
VINCI: Erhöhung der Schlussdividende von 3,45 € auf 3,70 € (+7,2%)
L’Oréal: Erhöhung der Dividende von 6,60 € auf 7,00 € (+6,1%)
DEFAMA: Erhöhung der Dividende von 0,57 € auf 0,60 € (+5,3%)
Coca-Cola: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,485 US$ auf 0,51 US$ (+5,2%)
PepsiCo: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,355 US$ auf 1,4225 US$ (+5,0%)
Cisco: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,40 US$ auf 0,41 US$ (+2,5%)
Realty Income: Erhöhung der Monatsdividende von 0,264 US$ auf 0,268 US$ (+1,5%)
Fortescue Metals Group: Senkung der Zwischendividende von 1,08 AUD auf 0,50 AUD (-53,7%)
Kurzer Ausblick auf den März
Wie schon eingangs beschrieben, sehe ich aktuell wenig Wolken am Börsenhorizont. Einfach deshalb, weil viele Themen längst bekannt sind und nicht für Kursrückgänge gesorgt haben. Und die stetig wachsende Staatsverschuldung der Industriestaaten zeigt, dass nur Investitionen in Sachwerte, vor allem Unternehmensbeteiligungen, die Geldentwertung im eigenen Vermögen verhindern.
Der größte Schwung der Dividendenerhöhungen ist nun erst mal vorbei, dafür geht es mit den Hauptversammlungen in der Schweiz los. Der stetige Cash-Flow bleibt damit sicher, vor allem wenn dann im April und Mai die meisten deutschen Hauptversammlungen stattfinden.
Bereits in der ersten Märzwoche (6.3.) wird der nächste Zinsschritt der EZB erwartet. Zur Monatsmitte steht dann wieder eine Zinsentscheidung der Fed in den USA an. Allgemein wird erwartet, dass dort – anders als in Europa – keine Zinsschritte erfolgen. In gewisser Weise gibt das zumindest etwas Potenzial für eine positive Überraschung. Denn sollte es doch schon die nächste US-Zinssenkung geben, dürfte das für weiter steigende Aktienkurse sorgen.
Wie war Dein Börsenmonat und hast Du konkrete Pläne für den März? Schreib gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag und lass uns diskutieren!


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