Was Dich hier erwartet:
Die schwächste Aktienwoche seit 2011 liegt hinter uns. Wie schön, dass auf das Wochenende Verlass ist und es ein wenig Zeit zum Durchatmen gibt. Natürlich konnte sich auch das Divantis-Depot nicht gegen den Markt stemmen. Auch wenn die Verluste etwa 2% niedriger als im MSCI World ausfielen, das Coronavirus sorgte in nur 5 Handelstagen für Kursverluste in Höhe von 49.400 €.
Ich bin aber überzeugt davon, dass derjenige, der in solchen Börsenphasen nicht investiert ist, auch nicht dabei ist, wenn es hoch geht!
Was im Februar alles in meinem Depot los war, welche weiteren Anlagen ich getätigt habe und mit welcher Strategie ich nun in den März gehe, erfährst Du in diesem Beitrag.
Aktienkäufe
Ich führte im Februar 2020 drei Aktienkäufe durch und investierte dabei 3.790,22 €:
5 Aktien L’Oréal für 1.345,02 €
10 Aktien Swiss Re für 1.094,00 €
Die ersten beiden Käufe waren leider zu früh, aber nachher ist man ja immer schlauer!
Aktienverkäufe
Aktienverkäufe habe ich im Februar erneut keine getätigt.
Dividendenerträge
Der Februar ist einer der stärksten Dividendenmonate und hat mir 1.369,31 € netto an Dividendenzahlungen gebracht. Gegenüber dem Februar 2019 ist das ein Plus von 10,3%. Dividenden erhielt ich im Februar von:
Siemens Healthineers: 109,45 €
Omega Healthcare Investors: 68,84 €
Deutsche Beteiligungs AG: 219,93 €
Welltower: 20,33 €
In den Netto-Dividendenerträgen enthalten ist eine Gutschrift für Korrekturen bei den 2019er-Abrechnungen von Omega Healthcare Investors in Höhe von 24,33 €.
P2P-Kredite
Ich habe mir das ambitionierte Ziel gesetzt, zum Jahresende einen Bestand von 20.000 € in P2P-Krediten zu haben. Das werde ich auch schaffen, außer es geht noch weiter so rapide bergab mit den Aktienkursen. Dann investiere ich voraussichtlich mehr in Aktien als ursprünglich geplant. Im Februar habe ich aber erst mal 920 € neu in P2P-Krediten angelegt und komme nun auf einen Bestand von 12.701,74 €. Meine Zinserträge daraus betrugen im Februar 86,73 € brutto.
Der größte Teil ging mit 800 € wieder zu Bondora Go & Grow. 170 € zahlte ich bei Mintos ein, Debitum Network stockte ich um 110 € auf und zu Grupeer überwies ich 50 €. Dafür ließ ich mir nicht investierte Liquidität bei Estateguru (100 €), Peerberry (70 €) und Viainvest (40 €) auszahlen.
Bei Bondora Go & Grow habe ich mittlerweile über 6.000 € liegen. Und gerade in den letzten Tagen habe ich wieder gemerkt, wie gut ich das Angebot finde. Während die Aktienkurse sinken, bleibt mein Guthaben dort stabil und wirft mit 6,75% gute Zinsen ab (pro Tag inzwischen über 1 €). Und zugleich kann ich jederzeit darüber verfügen. So habe ich da eine weitere Liquiditätsreserve, die ich auch für einen Aktienkauf nutzen könnte.

Die anderen P2P-Kredite sind dagegen längerfristig angelegt und bringen deshalb auch höhere Zinsen. Und natürlich ist das alles nicht risikolos, aber dafür erhalte ich ja auch eine Risikoprämie. Detaillierte Infos zu meiner Strategie mit P2P-Krediten findest Du auf der Extra-Seite dazu.
Verteilt auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:
| Plattform | aktueller Stand | investierte P2P-Kredite | eröffnet |
|---|---|---|---|
| Mintos | 384 € | 0 (in Rückforderung) | 08/2018 |
| viainvest | 81 € | 7 | 11/2018 |
Mit folgenden Links kannst Du Dich ebenfalls bei den Plattformen anmelden – oftmals erhältst Du einen Bonus, in jedem Fall unterstützt Du den Divantis-Blog, ohne dass Dich das etwas extra kostet:
Mintos – Bei einem Investment von 500 € erhältst Du einen Bonus von 10 €, ab 1.000 € sind es 20 € und ab 2.500 € dann 30 €. 5.000 € Investment erhalten 60 € Bonus und ab 10.000 € sind es 1% und bis zu 1.000 € Bonus. Der Bonus wird nach 30 Tagen Investmentperiode gewertet und 10 Tage später gutgeschrieben.
PeerBerry
Viainvest – Investiere mindestens 50 € und erhalte einen Bonus von 10 €.
Estateguru – Du erhältst einen Bonus von 0,5% auf Deine Investitionen in den ersten drei Monaten
Debitum Network – bei einem Investment ab 250 € erhältst Du einen Bonus von 10 €.
Depotperformance
Die ersten drei Wochen des Februar waren positiv, die letzte Woche riss dann alles in die Tiefe. Natürlich auch mein Dividendendepot. Der Depotwert sank auf 384.775 €. Das ist ein Minus auf Monatsbasis von 7,9%. In absoluten Zahlen hatte mein Depot Kursverluste von 34.215 € zu verkraften.
Es gab im Februar aber tatsächlich drei Aktien, die positiv performten! Top-Wert war der Hersteller der überall ausverkauften Desinfektionsmittel Paul Hartmann (+20,4%), gefolgt vom Top-Titel des letzten Jahres MSCI Inc. mit weiteren 5,8% Kursplus. Auf Platz 3 schaffte es The Clorox Company mit +4,4%.
Schwächste Titel waren Swiss Re (-15,2%), Siemens (-13,5%) und Munich Re (-13,4%).
Die Volatilität des Depots lag bei 6,3%.
Immobilie
Bei meiner Wohnung in Leipzig gab es im Februar einiges an Bewegung. Die Wohnung ist nun fertig gestellt und ein Mieter ist auch gefunden. Ab März kommen dann Mieteinnahmen. Im Februar zahlte ich für den Immobilienkredit Zinsen in Höhe von 343,51 €. Dem Makler zahlte ich eine Provision für die erfolgreiche Mietersuche in Höhe von 1.610,07 €.
Dividendenerhöhungen
Im Februar gab es unter meinen Depotwerten die folgenden Ankündigungen für Dividendenerhöhungen:
VINCI: Schlussdividende von 1,92 € auf 2,26 € (+17,5%)
Danone: Dividende von 1,94 € auf 2,10 € (+8,2%)
PepsiCo: Quartalsdividende ab Juni von 0,955 US$ auf 1,0225 US$ (+7,1%)
Allianz: Dividende von 9,00 € auf 9,60 € (+6,7%)
Munich Re: Dividende von 9,25 € auf 9,80 € (+6,0%)
Swiss Re: Dividende von 5,60 CHF auf 5,90 CHF (+5,4%)
Novo Nordisk: Schlussdividende von 5,15 DKK auf 5,35 DKK (+3,9%)
BASF: Dividende von 3,20 € auf 3,30 € (+3,1%)
Coca-Cola: Quartalsdividende von 0,40 US$ auf 0,41 US$ (+2,5%)
Hamborner REIT: Dividende von 0,46 € auf 0,47 € (+2,2%)
3M: Quartalsdividende von 1,44 US$ aus 1,47 US$ (+2,1%)
Leider gibt es auch eine Dividendenkürzung zu vermelden: Metsä Board senkt die Dividende von 0,29 € auf 0,24 € (-17,3%).
Die Dividendenerhöhung hat PepsiCo übrigens in der Pressemitteilung zu den Q4-Quartalszahlen am 13.02.2020 auf Seite 7 „versteckt“.
Jahresziele 2020
Für das Jahr 2020 habe ich mir verschiedene Ziele gesetzt, über deren Erreichung ich jeweils monatlich berichte:
| Status | Trend | |
| Netto-Dividendenerträge von 11.000 € | 1.669,29 € | neutral |
| Aktienkäufe für 18.000 € | 9.298,17 € | positiv |
| Depot wächst auf mindestens 52 Titel | 50 | positiv |
| Bestand von 20.000 € in P2P-Krediten | 12.701,74 € | positiv |
| Transaktionsgebühren unter 100 € p.a. | 5,95 € | positiv |
Der Februar hat gezeigt, wie richtig es ist, mir keine Ziele für den Depotwert zu setzen. Eine solche Korrektur ist schließlich nicht kalkulierbar.
Ausblick auf März 2020
Ob es das jetzt schon mit der Korrektur war? Am Freitagabend hat sich die Wall Street immerhin ein bißchen von den Tagestiefs erholt. Der Nasdaq schloss sogar leicht im Plus.
Ich halte die Situation aktuell für sehr wackelig. Mit dem Coronavirus sind die massiven Einbrüche nicht mehr zu erklären. Inzwischen hat das Ganze eine Eigendynamik entwickelt. Gewinnmitnahmen und Shortselling haben mittlerweile einen größeren Einfluss als die befürchteten Auswirkungen der Pandemie. Und genau deshalb kann es noch deutlich tiefer gehen. Obwohl fundamental weiterhin alles für Aktien spricht. Es gibt immer noch keine überzeugenden Alternativen und es ist viel Liquidität vorhanden.
Mir juckt es im Moment täglich in den Fingern. Viele meiner Depotwerte sind nun zu Kursen zu haben, die ich vor Wochen oder Monaten als Kaufkurse bezeichnet habe. Meine Erfahrung aus früheren Börsenkrisen lehrt mich aber, nicht zu früh zuzugreifen. Denn die eigene Liquidität ist endlich und dem Markt völlig egal. Im Januar und Februar habe ich jeweils schon deutlich mehr investiert als ich im Durchschnitt vorhabe. Das war – im Nachhinein betrachtet – zu früh.
Ich warte deshalb auf einen weiteren Rückgang von etwa 10%. Sind wir dann rund 25% unter den Hochs von Mitte Februar, dann werde ich zugreifen. Bei einzelnen Aktien kann diese Marke früher erreicht werden als bei anderen Titeln.
Mein Fokus liegt auf den großen Standardwerten. So wie ich 3M schon nachgekauft habe, liege ich auch bei Unilever, Danone, BlackRock, Allianz, PepsiCo, Coca-Cola, Procter & Gamble, AT&T und McDonald’s auf der Lauer.
An die Inanspruchnahme meines Wertpapierkredits denke ich übrigens noch nicht. Dafür ist das Kursniveau noch viel zu hoch. Und einen Crash hatten wir ja noch nicht. Fünf Handelstage in Folge ging es abwärts, aber an keinem Tag wirklich panikartig und massiv. Aber wer weiß? Vielleicht sehen wir ja im März einen Tag mit 20% Minus? Dann werde ich definitiv kaufen!
Denn irgendwann kommt auch wieder die Sonne zum Vorschein. Dann sind die Dividendenrenditen so attraktiv, dass die Käufer zurückkehren. Und gegen Ende März soll der Höhepunkt der Corona-Pandemie erreicht sein. Danach wird sich die Nachrichtenlage verbessern.
Und statistisch gesehen ist ein US-Wahljahr im ersten Quartal oft negativ, um dann bis zum Wahltag im November eine Rallye hinzulegen.
Alles in allem ist es zwar krass, in einer Woche den Gegenwert eines gut ausgestatteten Mittelklassewagens an Kursverlusten hinnehmen zu müssen. Das ist auch für mich ein Novum, da mein Depot in früheren Krisen noch nicht so groß war. Ich war aber bewusst ohne Absicherung unterwegs und werde auch weitere Kursverluste verkraften. Ich bin von der Qualität meiner Aktien im Depot absolut überzeugt und sie werden weiterhin ihre Dividenden pünktlich zahlen. Und die Kurse werden sich über kurz oder lang auch wieder erholen. An Verkäufe muss ich glücklicherweise nicht denken, da ich nicht auf Liquidität daraus angewiesen bin.
Wie hast Du die letzte Woche erlebt? Bleibst Du auch cool oder hast Du verkauft? Und welche Titel sind aktuell unter Deinen Favoriten? Schreib gerne einen Kommentar, das interessiert uns alle!
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