Was Dich hier erwartet:
Was für eine Dynamik an der Börse! Nach einem positiven Start ins Jahr ging es abwärts. Und wir erlebten so einen schlechten Januar wie ihn viele jüngere Marktteilnehmer noch nicht kannten.
Und wir erlebten intraday endlich einen Kursrückgang von mehr als 5%, bevor der US-Markt dann wieder ins Plus drehte. Das war nichts für schwache Nerven!
Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten Monaten genauso nervös und hektisch weitergeht. Wem das zu viel ist, der sollte sich eine Auszeit von der Börse gönnen. Oder sich hier inspirieren lassen.
Denn ich bin ganz ruhig geblieben, da ich meine Hausaufgaben im Vorfeld gemacht hatte. Und mir ist auch für die nächste Zeit nicht bange.
Mit Qualität im Depot schlafe ich einfach sehr gut.
Wie meine Performance in diesem Jahr bisher aussieht und was ich nun im Februar vorhabe, erfährst Du in diesem Beitrag.
Ich lese ja gerne auf Twitter viele Beiträge anderer Blogger oder Aktionäre. In den letzten Wochen habe ich mich aber oft sehr gewundert. So viele Aktionäre, die in Panik verfallen sind und zittrig in ihr Depot geschaut haben. Oder die erleichtert waren, wenn mal ein grüner Tag dazwischen kam. Nur um dann am nächsten Tag wieder aufzuschreien.
Dabei erleben wir doch nun einfach nur eine Korrektur, wie es sie schon so oft an den Börsen gab. 2021 war kein Maßstab, da konnte man es kaum schaffen, Geld zu verlieren.
Und dass es ungemütlich werden könnte, hatte ich schon zum Jahreswechsel geschrieben:
Insgesamt sehe ich keinen Grund, warum man jetzt direkt in den ersten Januartagen größere Investitionen tätigen sollte. Jedenfalls, wenn man bereits ausreichend investiert ist. Dann schadet es bestimmt nicht, erst mal die Entwicklung ein wenig zu beobachten.
Mein Ausblick auf den Januar 2022 (hier)
Wer sich seine eigenen Gedanken gemacht hat und zu den gleichen Erkenntnissen gekommen ist, hat jetzt zumindest noch keine neuen Verluste generiert. Und hoffentlich auch noch Cash für attraktive Käufe. Denn die besten Zeiten liegen für einige Aktien sicher noch vor uns.
Stand Wertpapierdepots
Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Für den schnellen Überblick hilft die folgende Tabelle:
| Depotwert 31.01.22 | Monatsperformance | |
| Dividendendepot | 470.664 € | -2,4% |
| Optionsdepot | 51.894 € | -9,4% |
| Anti-Depot | 7.702 € | -9,4% |
| Zitronen-Depot | 7.200 € | -0,4% |
| Summe: | 537.462 € | -2,6% |
| Veränderung 2022: | -2.918 € | |
| abzgl. Einlagen: | -11.263 € | |
| Nettoveränderung 2022: | -14.182 € |
Von den gut 96.000 € Nettozuwachs aus 2021 sind damit innerhalb nur eines Monats bereits wieder 14.000 € weg. So schnell kann das gehen und deshalb habe ich mir auf den Wert zum Jahreswechsel auch nichts eingebildet.
Aktienkäufe
Im Januar habe ich für mein Dividendendepot 1 Aktienkauf getätigt und dabei 2.731,70 € investiert:
100 Aktien Defama für 2.731,70 €
Im Optionsdepot habe ich 2 Aktienkäufe getätigt und 4.191,14 € investiert:
500 Aktien B2Gold für 2.706,30 €
100 Aktien Kyndryl für 1.484,84 €
Für zukünftige Käufe habe ich meine Watchlist veröffentlicht.
Aktienverkäufe
Im Januar habe ich nichts verkauft.
Dividendenerträge
Im Januar erhielt ich insgesamt 272,42 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Vorjahres-Januar ist das eine Veränderung von -12,8%.
Ich erhielt im Januar die folgenden Dividenden:
Außerdem erhielt ich wieder von maxblue eine Gutschrift für Währungsumrechnungen, diesmal in Höhe von 0,07 €.
Mein Dividendenziel für 2022 habe ich in diesem Beitrag erläutert.
P2P-Kredite
Im Januar erzielte ich Erträge aus P2P-Krediten in Höhe von 5,92 €. Meine größte Plattform ist weiterhin Estateguru. Dahinter folgen Mintos und viainvest.
Mein Gesamt-Bestand in P2P-Krediten beträgt derzeit 1.533 €. Bezogen auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:
| Plattform | aktueller Stand | investierte P2P-Kredite | eröffnet |
|---|---|---|---|
| Mintos | 384 € | 0 (in Rückforderung) | 08/2018 |
| viainvest | 81 € | 7 | 11/2018 |
Eine Übersicht zu den einzelnen Plattformen und meine Intentionen zum P2P-Investment findest Du hier.
Crowdinvesting
Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Januar erhielt ich 67,48 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio.
Ich habe im Januar 100 € neu in mein Portfolio investiert und damit nun 5.700 € erreicht: Ich habe nun 500 € bei Bergfürst, 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.200 € bei ecoligo investiert. Ende Januar wurden 64,14 € seitens ecoligo getilgt.
Die 100 € gingen in das Projekt „Hielo Cristal Divisa I“ bei ecoligo. Es hat eine Laufzeit von 8 Jahren, ich erhalte einen Zinssatz von 5,3% und unterstütze damit die Installation einer Solaranlage in Panama.
Depotperformance
Mein Dividendendepot hat sich im Januar natürlich nicht dem Abwärtstrend der Börsen entziehen können. Trotzdem hat es sich vergleichsweise ordentlich geschlagen. Per Ende Januar beträgt der Depotwert nun 470.664 €. Im Monatsverlauf steht für mein Dividendendepot ein Minus von 2,4%.
Top-Werte im Dividendendepot waren Greencoat UK Wind (+11,7%), Swiss Re (+10,3%) und Allianz (+9,5%).
Schwächste Werte waren Givaudan (-20,9%), Symrise (-18,7%) und Lam Research (-16,5%),.
Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Januar bei 3,0%.
Anti-Depot
Mit dem Anti-Depot teste ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Ich habe es zu Beginn des letzten Jahres aufgesetzt und im Jahresverlauf eine Performance von 40,8% erzielt.
In diesem Jahr liegt das Depot allerdings bisher bei -9,4%. Aufgrund seiner Technologielastigkeit wundert mich das nicht. Schwächste Titel waren BioNTech (-28,1%) sowie die Kryptowährungen Polkadot (-26,5%) und Cardano (-18,8%).
Positiv entwickelten sich lediglich der WisdomTree Carbon ETC (+11,1%), der einen CO2-Zertifikate-Future-Index nachbildet und KATEK (+2,1%).
Zu meiner weiteren Strategie mit dem Bitcoin habe ich einen eigenen Beitrag veröffentlicht.
Das Anti-Depot führe ich bei justTRADE. Die Volatilität des Anti-Depots lag mit 9,7% erneut deutlich über meinem Dividendendepot.
Optionsdepot
Mit dem Optionsdepot verfolge ich eine risikoarme Optionsstrategie, die ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben habe. Damit habe ich ein kleines Nebenportfolio aufgebaut, das durch Optionsverkäufe (Puts und Calls) laufende Erträge erzielen soll.
Im Januar erzielte ich durch verkaufte Optionen Einnahmen im Optionsdepot von 1.188,25 € brutto. Die Performance war im Januar aufgrund der Kursrückgänge vieler Titel jedoch ähnlich negativ wie im Anti-Depot. Es steht ein Minus von 9,4% in meiner Auswertung.
Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.
Zitronen-Depot
Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Im Januar lieferte ich Akasol und Sport1 Medien neu in das Depot ein und warte auf den Squeeze-Out. Das Depot erzielte eine Monatsperformance von -0,4%.
Immobilie
Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Im Januar erhielt ich neben der Mietzahlung (863,91 €) eine Hausgeld-Erstattung durch die WEG (397,61 €). Das Hausgeld beträgt 246,00 €. Meine Nettomieteinnahme lag also diesmal 1.015,52 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 271,11 €. Ich hatte somit in diesem Monat einen Nettoerlös von 744,41 €.
Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung).
Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Januar bei 261.755,23 €.
Dividendenveränderungen
Im Januar wurde bei meinen Depottiteln folgende Dividendenerhöhungen verkündet:
BlackRock: Quartalsdividende von 4,13 US$ auf 4,88 US$ erhöht (+18,2%)
BB Biotech: Jahresdividende von 3,60 CHF auf 3,85 CHF erhöht (+6,9%)
Givaudan: Jahresdividende von 64 CHF auf 66 CHF erhöht (+3,1%)
Kimberly-Clark: Quartalsdividende von 1,14 US$ auf 1,16 US$ erhöht (+1,8%)
Ausblick auf Februar 2022
Kennst Du die alte Börsenregel „Wie der Januar, so das Jahr“? Nach diesem negativen Januar steht uns also auch ein negatives Börsenjahr bevor. Aber ist das wirklich so?
Auf den ersten Blick ist die Regel statistisch zutreffend. In den meisten guten Börsenjahren war auch der Januar gut. Und genauso bei den schlechten Jahren. Vor allem hat das aber damit zu tun, dass der Januar nun mal ein wichtiger Teil des Jahres ist und die Börsen die meisten Jahre mit Gewinn beenden.
Aber wenn in dem ersten Monat des Jahres eben z.B. schon 10% Minus stehen, dann muss in den folgenden 11 Monaten dieses Minus erst mal aufgeholt werden, um überhaupt in das positive Terrain zu kommen. Und dazu müssen dann schon gute Meldungen kommen und Stimmungsumschwünge stattfinden.
Ich habe in meiner Anlagestrategie für 2022 die Prognose gewagt, dass sich die Börse in diesem Jahr um 3-8% nach Oben entwickeln. Damit lag ich im Vergleich zu vielen Banken deutlich am unteren Ende. Und heute bin ich mir nicht sicher, ob ich die Prognose noch mal so wiederholen würde.
Denn die Unsicherheiten nehmen ja zu und der Januar hat gezeigt, wie schnell bei bisherigen Highflyern die Luft abgelassen wird. Da verliert dann eine Netflix-Aktie auch mal schnell ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung.
Mein Dividendepot sehe ich aktuell immerhin gut aufgestellt. Die Versicherungstitel werden gesucht und von den Schwachperformern des Januar wie Novo Nordisk, Siemens Healthineers, MSCI Inc. oder Lam Research (alle zweistellig im Minus) bin ich vollkommen überzeugt. Ich habe trotzdem nicht nachgekauft, da ich erst eine Beruhigung und klarere Sicht auf die weitere Entwicklung an den Märkten brauche.
Auch Top-Werte können weiter sinken. Und zu viele Fallen Angels ziehen ein Depot dann eben doch stark nach Unten.
Im Februar stehen nun die Jahresabschlüsse der meisten Unternehmen und die Hauptversammlungen der Titel mit Geschäftsjahr bis Ende September an. Es gibt also wieder täglich Nachrichten und genug Neuigkeiten, um Kurse zu bewegen.
Uns werden weiterhin die Energiepreise und natürlich Corona beschäftigen. Und ein täglicher Blick an die Grenze zwischen Russland und der Ukraine ist leider auch notwendig.
Konkret plane ich keine Käufe im Februar. Und trotzdem werde ich bestimmt etwas tun. Denn es gibt ja immer wieder auch gute Quartalsmeldungen, wie zuletzt bei Microsoft und Texas Instruments, bei denen ich an Nachkäufe denke. Genau anschauen werde ich mir am 9. Februar die Ergebnisse von L’Oréal. Die Aktie wollte ich schon letztes Jahr nachkaufen, sie war mir aber immer zu teuer. Nun ist sie etwas von ihren Hochs zurückgekommen (verlor ebenfalls zweistellig im Januar). In einer Region um 300 € wäre die Aktie wieder da, wo sie Anfang 2021 war. Und da würde ich vermutlich schwach werden.
Im Text habe ich einige Geldanlagen erwähnt, die Dich vielleicht inspirieren, selbst in eine ähnliche Richtung zu investieren. Besonders leicht geht das mit den folgenden Partner-Links, die Dich nichts kosten, aber den Divantis-Blog unterstützen:
justTRADE als mein Online-Broker für Wertpapiere und Kryptowerte aus einem Depot heraus – für 0,-€ Orderprovision und im 1. Halbjahr 2022 ohne Negativzinsen.
ecoligo für nachhaltige Crowdfinanzierungen – bei Registrierung über den Link erhältst Du einen einmaligen Willkommensbonus in Höhe von 1,00 % bezogen auf den Betrag Deines Erstinvestments. Außerdem kannst Du bei der Registrierung noch den Bonuscode NEU25 eingeben und erhältst zusätzlich einen Neukunden-Bonus in Höhe von 25 €.
Bergfürst bietet Crowdinvestments für Immobilien ab 10 € Anlagesumme. Bei Registrierung erhältst Du 10 € Startguthaben und kannst das Investieren einfach mal ausprobieren.
Engel & Völkers Digital Invest wähle ich für Immobilien-Crowdinvestments ab 100 € Anlagesumme. Die Angebote sind in der Regel innerhalb weniger Minuten platziert. Deshalb solltest Du Dich einfach registrieren und für den Newsletter anmelden. Du erhältst dann unverbindlich die neuen Angebote zugesandt und kannst Dich dann entscheiden, ob ein Investment für Dich attraktiv ist.


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