Wie erwartet und dann doch überraschend: Januar 2021

Kalenderblatt Februar 2021
4.8
(61)

Das Szenario hatte ich genau so erwartet: Mit den Stichwahlen in Georgia kam politische Klarheit, die Börsen machten erst mal einen Sprung. Daran änderte auch der Sturm auf das Kapitol nichts. Mit der Inauguration von Joe Biden atmete die Welt ein wenig auf.

Doch Zeit, die Realität auszublenden, blieb keine. Wir befinden uns weiter im Lockdown und – das hatte ich auch erwartet – läuft die Impfkampagne nur schleppend. Und mit Meldungen über eine vermeintlich niedrigere Wirksamkeit und den Fehlschlag der Impfforschung bei Merck drehten die Börsen ins Negative.

Es gab aber trotzdem etwas, was mich wirklich überrascht hat. Und es macht mir auch Sorgen, die Du aus meinem Ausblick auf die nächsten Woche herauslesen kannst. Dies und alles zu meiner Depotentwicklung im Januar und dem neuen Anti-Depot und dem Optionsdepot erfährst du in diesem Beitrag.

Für alle etwas langfristigeren Themen habe ich ja bereits in meiner Anlagestrategie für das Jahr 2021 meine Sicht der Dinge vorgestellt. Bisher gibt es auch keinen Grund, daran zu zweifeln. Angenehm empfinde ich aktuell, dass der US-Dollar sich stabilisiert hat.

Aktienkäufe

Im Januar habe ich für mein Dividendendepot keine Aktienkäufe getätigt. Neu eröffnet habe ich allerdings das “Anti-Depot” und dort für insgesamt 5.071,71 € Titel gekauft. Alle Details dazu findest Du in diesem Beitrag.

Aktienverkäufe

Im Januar habe ich keine Aktien verkauft.

Dividendenerträge

Der Januar fängt traditionell gemächlich an. Jedenfalls was Dividendenzahlungen angeht. Ich erhielt insgesamt 312,44 € als Netto-Dividenden. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahres-Januar von 4,2%. Ich erhielt die folgenden Dividenden:

Kimberly-Clark: 80,66 €

Lam Research: 7,87 €

PepsiCo: 74,14 €

Red Eléctrica: 115,27 €

BCE: 8,01 €

Medtronic: 23,17 €

Cisco Systems: 3,32 €

P2P-Kredite

Im Januar erzielte ich Erträge aus P2P-Krediten in Höhe von 25,94 €. Meine Erfahrungen der ersten zwei Jahre P2P-Kredite habe ich hier dargestellt. Meine größte Plattform ist inzwischen Estateguru. Ungefähr ähnlich gewichtet sind jedoch Mintos und viainvest. Mein Bestand in P2P-Krediten beträgt derzeit 2.594 €. Verteilt auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:

PlattformZins durchschnittlichInvestitionaktueller Standinvestierte P2P-Krediteeröffnet
Mintos10,09%190 €604 €2508/2018
Estateguru11,50%700 €944 €1709/2018
viainvest11,72%330 €501 €5011/2018
PeerBerry11,08%0 €156 €1511/2018

Eine Übersicht zu den einzelnen Plattformen und meine Intentionen zum P2P-Investment findest Du hier.

Ich habe im Januar 150 € aus P2P-Krediten in Crowdinvesting umgeschichtet.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich kürzlich ausführlich berichtet. Auch im Januar habe ich mein Portfolio erweitert:

Insgesamt habe ich im Januar 200 € neu investiert. Davon gingen 100 € zu Bergfürst * in das Projekt Hameau Hills in Wien. Damit habe ich jetzt 400 € auf der Plattform angelegt:

Investments bei Bergfürst Ende Januar 2021
Meine Investments bei Bergfürst, Stand: 31.01.2021

Bei Engel & Völkers Digital Invest * gab es ein neues Projekt, dass ich auch gerne zeichnen wollte. Es war aber bereits nach einer halben Stunde vollständig platziert (2,5 Mio. €!) und ich ging leer aus. Als registrierter Anleger von Engel & Völkers Digital Invest erhältst Du auf Wunsch auch einen Newsletter und erfährst so vor dem Start von neuen Projekten. Und dann heißt es: schnell sein! Ich starte im Februar einen neuen Versuch, wenn es hoffentlich wieder ein attraktives Angebot gibt.

Bei ecoligo.investments bin ich nun mit 2.100 € investiert, nachdem ich im Januar weitere 100 € (567 kWp Solaranlage – Nam Dinh Forest I) investiert habe. Die erste Zinszahlung von ecoligo.investments über 5,59 € brutto bzw. 4,12 € netto erwarte ich per 31.01.2021 (Sonntag) – sie wurde mir am 01.02.2021 gutgeschrieben!

ecoligo.investments im Januar 2021
Meine Investments bei ecoligo.investments, Stand: 31.01.2021
Anzeige
Das Erstinvestment bei ecoligo.investments ist finanziell besonders attraktiv. Wenn Du Dich über diesen Link * registrierst, erhältst Du einen einmaligen Willkommensbonus in Höhe von 1,00 % bezogen auf den Betrag Deines Erstinvestments. Wenn Du bei der Registrierung dann noch den Bonuscode NEU25 eingibst, erhältst Du zusätzlich einen Neukunden-Bonus in Höhe von 25 €. Mein Tipp: Das aktuelle Projekt “246 kWp Solaranlage – Dong Nam Viet Packaging III” hat nur eine Laufzeit von 2 Jahren und eignet sich damit besonders gut für eine Erstinvestition!

Einkünfte aus Renten-ETFs

In diesem Beitrag hatte ich mein Rentenfonds-Portfolio dargestellt, ein Update hatte ich  hier veröffentlicht. Die Erträge aus diesem Portfolio beliefen sich im Januar auf 63,60 € netto.

Depotperformance

Seit mein Dividendendepot im November 2020 die 400k-Marke überschritten hat, blieb es kontinuierlich oberhalb dieser für mich psychologisch wichtigen Marke. Der Depotwert per Ende Januar liegt nun bei 401.977 €. Im Monatsverlauf steht ein Minus von 2,3%. Das Kursdepot war diesmal deutlich schlechter und lag bei -8,4%.

Top-Werte waren Paul Hartmann (+12,4%), Veolia Environnement (+10,2%) und Siemens (+8,9%).

Schwächste Werte waren Coca-Cola (-11,2%), Atlantia (-11,0%) und MSCI Inc. (-10,5%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Januar bei 3,2%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot teste ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach einem Raketenstart mit einem zweistelligen Plus in der ersten Woche hat sich das Anti-Depot bis zum Monatsende wieder deutlich zurückbewegt. Aktuell steht deshalb “nur noch” eine Performance von +4,4% zu Buche, wie Du aus diesem Screenshot meines neuen Depots bei justTRADE sehen kannst:

Anti-Depot Ende Januar 2021
Das Anti-Depot Ende Januar 2021

Alle Titel außer Adobe haben sich im Januar positiv entwickelt. Die Volatilität des Anti-Depots lag jedoch mit 13,9% deutlich über meinem Dividendendepot.

Anzeige
justTRADE ist der erste deutsche Online-Broker, bei dem Wertpapiere und Kryptowerte aus einem Depot heraus gehandelt werden können. Bei justTRADE handeln Kunden über 500.000 Wertpapiere (Aktien, ETFs, ETCs und strukturierte Produkte) für 0,-€ Orderprovision, sowie Kryptowerte (Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash) günstig für einen Minimumspread von 0,30% anteilig für Kauf/Verkauf. Es gibt keine versteckten Kosten, keine Fremdkosten oder Handelsplatzentgelte und auch keine Depotgebühren. Die Depoteröffnung (inkl. Legitimation) kann in nur wenigen Minuten voll digital und bequem von zuhause durchgeführt werden. Damit bietet justTRADE mit die schnellste Depoteröffnung in Deutschland. Alle Infos zur Depoteröffnung findest Du hier.

Optionsdepot

Mit dem Optionsdepot verfolge ich eine risikoarme Optionsstrategie, die ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben habe. Im Januar habe ich das Depot mit einer Einlage von 5.000 € ausgestattet und dann dreimal gedeckte Optionen verkauft. Daraus erzielte ich Einnahmen durch Optionsprämien von 132 €.

Ich startete mit dem Verkauf eines kurz laufenden Short-Puts auf Unilever zum Ausübungspreis von 49,50 €. Die 100 Aktien wurden mir dann auch angedient. Im Anschluss verkaufte ich einen kurz laufenden Short-Call auf diese Aktien zum identischen Ausübungspreis, er verfiel, da die Unilever-Aktien am Verfallstag leicht unterhalb des Strikes notierten. Daraufhin verkaufte ich dann einen bis 19.02. laufenden Short-Call, diesmal zum Ausübungspreis von 50,00 €. Neben den vereinnahmten Prämien hätte ich bei einer Ausübung dann auch noch Kursgewinn von 50 €. Verfällt die Option aber erneut, dann habe ich weiterhin 100 Unilever-Aktien im Optionsdepot liegen. Ich werde dann erneut einen Short-Call verkaufen, diesmal über den exDividende-Tag am 25.02. und schauen, was passiert. Diese Strategie habe ich im 4. Teil der Optionshandelsserie erläutert.

Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erhielt ich eine Mieteinnahme von 862,91 € (inkl. Nebenkosten). Das Hausgeld beträgt 246,00 €. Meine Nettomieteinnahme liegt also bei 616,91 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 281,39 €. Ich erzielte somit einen Überschuss von 335,52 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Januar bei 273.046,93 €.

Dividendenveränderungen

Im Januar wurden bei meinen Depottiteln die folgenden Dividendenkürzungen und -erhöhungen verkündet:

KONE: Erhöhung der Jahresdividende von 1,70 € auf 1,75 € und Zahlung einer Sonderdividende von 0,50 € (+32,4%)

BlackRock: Erhöhung der Quartalsdividende von 3,63 US$ auf 4,13 US$ (+13,8%)

Kimberly-Clark: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,07 US$ auf 1,14 US$ (+6,5%)

Givaudan: Erhöhung der Jahresdividende von 62 CHF auf 64 CHF (+3,2%)

Novartis: Erhöhung der Jahresdividende von 2,95 CHF auf 3,00 CHF (+1,7%)

Jahresziele 2021

Für das Jahr 2021 habe ich mir verschiedene Ziele gesetzt, über deren Erreichung ich jeweils monatlich berichte:

StatusTendenz
Netto-Dividendenerträge von 10.000 €312 €positiv
Depot wächst auf mindestens 62 Titel59neutral
Optionsstrategie mit 14% p.a. Performance2,64%positiv
Transaktionsgebühren unter 100 € p.a.0 €positiv

Berichtenswert ist nach dem ersten Monat sicherlich die Performance der Optionsstrategie, mit der ich schon Optionsprämien in Höhe von 2,64% erzielt habe. Das Jahresziel erscheint aktuell realistisch. Bei der Performanceberechnung habe ich der Einfachheit halber zunächst lediglich die erhaltenen Optionsprämien und keine offenen Kursveränderungen der eingebuchten Aktien berücksichtigt.

Ausblick auf Februar 2021

Im Großen und Ganzen haben sich im Januar meine Erwartungen erfüllt. Überrascht hat mich allerdings, dass sich offenbar eine schlagkräftige Community von Zockern gebildet hat, die sogar große Hedgefonds ins Straucheln bringen kann.

Einzelne Aktien mit auffälligen Leerverkaufsquoten (eben durch Hedgefonds) werden gezielt über Internetforen gesucht und dann von Kleinanlegern gekauft. Und auf einmal explodieren die Kurse von Titeln wie GameStop, Bed Bath & Beyond, Tanger Factory Outlet oder iRobot. Und es kommt zum Short-Squeeze, da die Leerverkäufer Deckungskäufe tätigen müssen.

Ich treibe mich eigentlich nicht in solchen Foren wie Reddit herum. Allerdings wurde ich nach dem Deutschland-Start direkt in die App “Clubhouse” eingeladen und habe da in einige Finanzveranstaltungen hereingehört. Und dabei Veranstaltungen erlebt, in denen Trader ihre “Erfahrungen” weitergaben. Und da musste ich unweigerlich an den Zusammenbruch des Neuen Marktes vor 20 Jahren denken. Im Clubhouse gaben Menschen vor Hunderten von Zuhörer zum Besten, dass es ihnen egal sei, wie der aktuelle Kurs einer Aktie aussehe, da der beste Kaufzeitpunkt “jetzt” sei. Und bei Technologieaktien sei es sicher, dass sie “auf jeden Fall steigen”.

Ich hoffe sehr, dass Du als Leser meines Blogs Dich nicht von solchen Aussagen anstecken lässt! Die aktuelle Situation ist gefährlich und wird viele Kleinanleger, die an die Börse kommen um zu zocken, viel Geld kosten. Und für die Aktienkultur wird das erneut zu einem Rückschlag führen.

Ich kaufe nur Aktien, von denen ich langfristig überzeugt bin. Und ich lasse mich von Kursrückgängen nicht beirren, sondern denke dann eher an einen Nachkauf. Ich bin auch bereit, eine jahrelange Abwärtsphase durchzuhalten. Jedenfalls dann, wenn ich fundamental hinter einem Titel stehe. Und das ist bei meinen Titeln der Fall, sonst hätten sie es nicht in mein Dividendendepot geschafft. Während einer solchen möglichen Abwärtsphase kassiere ich meine Dividenden und bin zufrieden. Das ist ein komplett anderer Ansatz als von diesen Tradern.

Die Stimmung an der Börse kann sehr schnell drehen. Niemand wird rufen: “Ab nächster Woche geht es abwärts, bitte heute noch verkaufen.” Eine Korrektur oder ein Crash kann auch durch Probleme bei Hedgefonds ausgelöst werden – auch das hatten wir schon mit dem LTCM 1998.

Mich mahnt der aktuelle Hype bei Kleinanlegern zur Vorsicht. Ich befürchte Schlimmes, hoffe aber natürlich, dass es gut ausgeht.

Den Ärger über die zeitweisen Handelsbeschränkungen durch Neobroker wie Robinhood oder Trade Republic kann ich zwar nachvollziehen. Da es sich aber bei den Kurssteigerungen von GameStop & Co. um ein Schneeballsystem handelt, muss man immer damit rechnen, dass es irgendwann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

In diesem Zusammenhang würde ich aktuell bei Finanzwerten vorsichtig sein. Wenn es wirklich wieder größere Hedgefonds zerreißt, dann haben die zuvor bei großen Banken Kredite aufgenommen, die zu hohen Ausfällen führen werden. Nicht ohne Grund habe ich seit jeher keine Banktitel in meinem Depot.

Ansonsten freue ich mich auf den Februar, da dann die ersten größeren Dividendenzahlungen eingehen werden und die Berichtssaison mit hoffentlich einigen positiven Überraschungen Fahrt aufnehmen wird.

Ich wünsche Dir einen erfolgreichen Februar! Wie siehst Du die Gefahr durch Zucker an der Börse? Oder übertreibe ich mit meiner Sorge? Schreib gerne einen Kommentar – lass uns diskutieren!

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: 4.8 / 5. Anzahl der Stimmen: 61

Gib die erste Bewertung für diesen Beitrag ab!

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

Möchtest Du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen kann?

15 Gedanken zu „Wie erwartet und dann doch überraschend: Januar 2021“

  1. Hallo Ben, ich bin sehr aufmerksam in deinem Blog und teile deine Meinung hier im letzten Abschnitt zu 100%. Viele Fragen, wann eine “Blase” platzt. JP Morgan hat dazu treffend geschrieben dieser Tage, dass es nicht eine einzige “Blase” sein wird, sondern eher Tech-Werte bzw. in erster Linie Firmen treffen wird, die noch nie einen Cent Gewinn erwirtschaftet haben – hört hört!

    Deswegen bleib ich deiner Meinung treu; ich verstehe das Geschäftsmodell einer Firma, ich stehe hinter dem Produkt und kann es ggf. selbst kaufen, mich überzeugt eine Zukunftsstrategie und last but not least, die Firma erwirtschaftet Gewinne!

    Ich muss gestehen, manchmal bin ich überrascht, wie du an viele Details-Infos der Firmen bzw. Geschäftsberichte kommst. Ich habe angefangen, viele Berichte auf den Websites der Firmen zu lesen, kostet Zeit aber bringt was.
    Wie machst du das?

    Danke und weiter so, bleiben wir alle miteinander nachhaltig!
    Gruß
    Felix

    1. Hallo Felix,

      vielen Dank für Deinen Kommentar!

      Ich lese tatsächlich sehr viel über Wirtschaft und Unternehmen. Früher war das berufsbedingt, da gehörte es zu meinem Berufsbild, umfassend informiert zu sein. Da habe ich zeitweise täglich Börsenzeitung, Handelsblatt und FAZ gelesen. Und dazu gab es noch einen Pressespiegel mit Nachrichten aus anderen Zeitungen.
      Inzwischen verfolge ich fast alles online und schaue regelmäßig auf den Seiten vom Handelsblatt, Manager-Magazin und Spiegel Online vorbei. Dazu noch Twitter, für mich eine hervorragende Informationsquelle! Und für die US-Aktien Seeking Alpha. Außerdem lese ich noch wöchentliche Publikationen wie Börse Online, Euro am Sonntag, Money Week und Shares. Aber dort meistens nur selektiv, was mich wirklich interessiert.
      Und ich notiere mir viel zu “meinen Aktien”, z.B. das Datum der letzten Dividendenerhöhung oder Terminankündigungen für Geschäftsberichte. Dann schaue ich gezielt auf die Investor Relations-Webseiten und finde dann auch entsprechende Neuigkeiten.

      Das hört sich alles nach furchtbar viel Aufwand an. Ich mache das aber vor allem aus Interesse und Lust. Selbst wenn ich all mein Geld in ETFs stecken hätte, würde ich viel lesen und natürlich auch Zeit dafür brauchen. Insofern ist das kaum Zusatzaufwand für die einzelnen Aktien. Ich lese schließlich auch über Unternehmen, die ich nicht im Depot habe.

      Ich glaube, ich werde mal einen eigenen detaillierteren Beitrag darüber machen, wie ich mich so informiere. Bestimmt für den ein oder anderen auch interessant.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Ben

  2. Hallo Ben,

    mit der Dividendenstrategie lief der Monat genau so wie erwartet.

    Aber als längjähriger Börsianer macht gerade die letzte Woche Angst.
    Zuvor war schon bedenklich, dass Kollegen über Plug Power und deren Kursentwicklung bestens bescheid wussten. Fragt man aber, was sie genau mit Wasserstoff geschäftlich machen oder will man etwas Elektrolyse diskutieren, kommt betretenes schweigen.

    Shorties und Hedgefonds im speziellen sind nicht sehr beliebt. Aber Linkepolitker in den USA das hamstern von Aktien gutheißen und die Handelsbeschränkungen für Privatanleger (war nach einem Bekanntgeben eines Selbstmord im Sommer nach extensivem Handeln per Handy auf Margin noch anders) verurteilen, macht mir das Sorgen. Die Bewertung von Gamestop ist fundamental nicht begründbar und nur zu erklären, dass man weiß das Leerverkäufer sich wieder eindecken müssen, egal was es kostet. Fast so wie das Toillettenpapier hamstern im Frühjahr. Nur fand man das damals nicht so gut. Vom Grunde her aber die gleiche Handlungsweise. Gab es Ende der 0er Jahre auch mal bei Grundnahrungsmitteln aufgrund der erwarteten Angebotsknappheit. Wenn die moralisch Beurteilung davon abhängt, wenn der Schaden trifft, halte ich diese Personen für nicht glaubhaft. Ungeachtet dessen würde ich Leerverkäufe verbieten.

    Jedoch ist das ganze für den Kapitalmarkt insgesamt gefährlich. Es belastet die ganzen Systeme. Höhere Marginanforderungen der Broker, IT-Systeme werden belastet. Was passiert, wenn alle Leerverkäufe gedeckt sind mit den Aktien und wer sitzt dann auf den Verlust? Das kann insgesamt nur mehr Regulierung nach sich ziehen.

    Verfolgen wir weiterhin unsere Strategie und hoffen dass die Auswirkungen auf den allgemeinen Markt beschränkt bleiben. Die erhöhte Volatilität nutzt beim Stillhaltergeschäft.

    Viele Grüße,
    Torsten

  3. Hallo Ben,

    gut geschrieben deine Worte, gerade im Hinblick auf die Robinhood Bewegung und die Gefahr, dass Werte gekauft werden, die absolut keine Substanz haben. Die kleinen Aktionäre oder auch “Neulinge” werden damit auf die Nase fliegen und das Kartenhaus auch wieder zusammen brechen. Ist nur immer wieder eine Frage der Zeit…

    Eine Frage im Hinblick auf deine Immobilie. Könntest du dir vorstellen, noch weitere Immobilien in dein Portfolio zu bewegen oder sagst du eine Immobilie als Kapitalanlage reicht?

    Viele Grüße
    Chris

    1. Hallo Chris,

      ich habe noch drei weitere Immobilien im Portfolio, mein Bedarf ist bis auf Weiteres gedeckt. Über die Wohnung in Leipzig schreibe ich auf dem Blog, da ich sie während der Divantis-Zeit gekauft habe und so die Leser an der Entwicklung teilhaben lassen kann. Die anderen Wohnungen habe ich schon länger im Bestand, sie sind auch vermietet.

      Viele Grüße Ben

  4. Hallo Ben.

    Danke für deine Einschätzung für den Januar.
    Auf den Artikel über deine Informationsquellen würde ich mich sehr freuen!
    Ich nutze regelmäßig die Süddeutsche Zeitung,
    FAZ und FAS und als online-Medium Finanzen.net.

    Gruß
    Sebastian I

  5. Hi Ben,

    sehr lustig, ich hab auch den Newsletter von Engel&Völkers bekommen und wollte einsteigen. Aber leider war ich wie du ebenfalls zu spät. Bei Bergfürst bin ich selbst schon seit fast zwei Jahren dabei. Bisher ist noch nichts ausgefallen. Es sieht allerdings zur Zeit danach aus, als ob das bald der Fall sein wird. Ich lass mich überraschen.

    Weiter viel Erfolg und ich freue mich auf deinen nächsten spannenden Bericht.

    Viele Grüße
    Chris

  6. Fahren Morgen Ben und Chris,
    Bei Engel & Völkers ging es mir wie Euch beiden.

    Habe in einige Projee bei Homeland knvestiert, bisher wurden alle fälligen bedient,aber aktuell sieht es beim Boardinhouse Ingolstadt nach einem teilweisen Ausfall aus, Zinsland und der Projektierer haben informiert und erarbeiten gerade Lösungsvorschläge.Eine Zinszshlung gibt es auf keinen Fall.

    Beste Grüße
    Jörg

  7. Meines Erachtens ist der Markt seit längerem überhitzt und einzig durch Euphorie getragen. Corona-Lockdown, Brexit, drohende Insolvenzwelle und neue Virus-Mutationen und der Kapitalmarkt erreicht neue Höchststände. Ein Großteil der Aktien ist überbewertet und mache nur noch durch einen Hype getragen (Tesla, Wasserstoff, Nio etc.). Das lädt ja geradezu zu kurzfristigen Spekulationen ein.

    Ich halte das ebenfalls für hochriskant und glaube das es irgendwann eine Angleichung an die ökonomische Realität geben muss/wird. Die Frage ist nur wann und in welchem Ausmaß. Mir macht das wirklich Angst.

  8. Hallo Ben,

    die Ereignisse bei GameStop, Tanger, Bed Bath&Beyond und Co. zeigen einmal mehr auf, dass es einen fundamentalen Unterschied zwischen Spekulation und echten Investments gibt. Hinzu kommt, dass dies für die Medien ein gefundenes “Fressen” ist welches sich hervorragend für reißerische Schlagzeilen eignet. Nur wird dadurch die Aktienkultur beschädigt, da Zocken nichts mit nachhaltiger Geldanlage zu tun hat.
    Meiner Meinung ist das Besorgniserregendste, dass die Broker den Handel begrenzt oder zeitweilig ausgesetzt haben. Eine echte Manipulation kann ich nicht erkennen. So wie ich das sehe liegt die dann vor, wenn z.B einflussreiche Hedgefonds Werte shorten und dann mit eigenen “Anlaysen” oder Falschmeldungen dafür sorgen, dass der Kurs auch fällt. Hier haben sich viele Trader zusammengeschlossen und gekauft…ist eigentlich ok. Aber insgesamt nicht meine Baustelle und ich muss dazu sagen, dass ich das Thema zwar verfolgt habe, aber nicht tiefer eingestiegen bin und vielleicht auch etwas übersehen habe…Ich glaube auch, dass in ein paar Wochen sich der Hype zumindest gelegt haben wird…

    Für mich ist eine Aktie ein Anteil an einem Unternehmen und ich frage mich immer, ob ich Miteigentümer dieses Unternehmens werden will, weil ich langfristig ausgerichtet bin.Qualität setzt sich durch, auch wenn es länger dauert und man nicht “über Nacht” reich wird.
    Sehr treffend finde ich folgendes Zitat von Warren Buffetts Lehrmeister:

    “In the short run the market is a voting machine, in the long run a weighing machine” (Benjamin Graham).

    Für mich war der Januar ein sehr gelungener Auftakt des Jahres. Normalerweise ist es eher ein schwächerer Dividendenmonat, aber diesmal konnte ich Dank der riesigen Sonderdividende des Allianz Global Investors Artificial Intelligence (AIO) Funds Dividenden Einnahmen von 467,18 € netto kassieren. Im Februar rechne wieder mit Beträgen um die 700€.
    Auf meiner Kaufliste stehen Werte wie Allianz, W.P. Carey, E.ON, TransAlta Renewables, Munich Re, AbbVie und einige CEFs wie Tekla Healthcare Investors oder Reaves Utility Income…

    Wünsche Dir weiter viel Erfolg, insbesondere mit deinem neuen “Kursdepot” !!

    Viele Grüße,
    Susanne

  9. Hallo Ben,
    hallo ihr anderen,

    ich finde die Robinhood-Bewegung sehr interessant, hier werden wohl Betrüger betrogen, oder nicht.

    Die Short-Seller manipulieren den Aktienkurs nach unten durch zweifelhafte Mitteilungen. Durch das Setzen von Stoppkursen verlieren Anleger Geld.

    Banken und Fonds verleihen Aktien ihrer Kunden und helfen dabei, die Kurse zu senken, zum finanziellen Nachteil ihrer Kunden.

    Wenn das Handeln der Robinhood-Bewegung Hedgefonds in die Insolvenz treibt und Banken dann kippen, kommen mir keine Tränen.

    Fälle wie Wirecard werden als Beispiel für das positive Wirken von Hedgefonds genannt, dies ist aber 1 Fall pro tausend. Die Schuld liegt hier eindeutig bei der BAFIN und der Politik.

    Vor ca. 15 Jahren haben wir uns von Bank-Aktien verabschiedet. Als der Ackermann von der Deutschen Bank an seinem Geburtstag von Merkel zum Frühstück eingeladen wurde, das gab uns den Rest. Wir haben die Deutsche Bank – Aktien zu 92 EUR verkauft, und UBS gleich mit. Was dann kam, konnte man voraussehen, Warnungen gab es zu genüge, die wollte nur keiner hören.

    Seitdem keine Bankaktien in Depot haben.

    Ben, so wie Du in Sachen Geldanlagen unterwegs bist, ist das für mich ein Vollzeitjob. Ich lese selbst DerAktionär und Börse Online, sowie die von Dir genannten Internetseiten zuzüglich Finanzen100/FocusOnline..

    Aktien analysiere ich bei MarketScreener.com. Hier kann man Aktien umfänglich analysieren. Im Zweifelsfall die Geschäftsberichte hinzuziehen.

    Auf der Seite mobile-traderfox.com/Kalender schaue ich mit am Wochenende die Termine der kommende Woche an, HV, Jahresabschlüsse und Quartalszahlen.

    Mit der Zeit findet man Wege, mit weniger Aufwand seine Informationen zu bekommen.

    Einen schönen Sonntag noch,

    Peter

    1. Hallo Peter,

      also ein Vollzeitjob ist es definitiv nicht, dafür habe ich zu viel Freizeit. ;) Und die Frage ist ja immer, was als Informationsverschaffung in Sachen Geldanlage zählt und was zum Allgemeinwissen. Wenn ich zum Beispiel Artikel über Corona-Impfstoffe lese, dann interessiert mich das natürlich in erster Linie wegen der Allgemeinsitutation. Wann kann ein Lockdown enden, wann können wir wieder Freunde treffen, wann werden meine Eltern geimpft usw. – Zugleich mache ich mir aber auch ein Bild zur Wirtschaftslage und interpretiere das für die Börsensituation. Und schließlich erhalte ich Informationen zu einigen börsennotierten Unternehmen, von denen mit Johnson & Johnson sogar ein Titel in meinem Depot ist.
      Aber was ist das jetzt gewesen? Freizeit, weil ich etwas gelesen habe? Recherche zur eigenen Gesundheit? Allgemeinbildung oder Börseninformationen und Recherche zur Geldanlage?
      Und so ist es mit den meisten Dingen, die ich inhaltlich konsumiere. Sie gehen ineinander über und gerade das finde ich so spannend!

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        ich habe Deine Antwort auf Felix Fragen vom 30.01.2021 so verstanden, dass Du die dort genannten Informationsquellen für Deine Geldanlagen konsumierst.

        Das man sich über die politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und allgemeinen Nachrichten informiert, sollte selbstverständlich sein, so schätze ich Dich auch ein. Das diese Nachrichten auch Einflüssen und Wirkungen für die eigene persönliche und wirtschaftliche/finanzielle Situation haben, ist selbstredend. Ich mache mir genau so wie Du Notizen zu Unternehmen und Branchen, die von den Nachrichten betroffen sind, manchmal bekommt man auch neue Ideen.

        Man muss nur unterscheiden zwischen Nachrichten und Meinungen, die verbreitet werden. Ich informiere mich über diverse inländische und ausländische Medien, MEINE MEINUNG daraus muss ich mir selbst bilden, ich gehe davon aus, Du machst das gleiche.

        Ich denke, Du meinst mit Corona, Lockdown, Impfstoff mit Bezug zu Johnson & Johnson, dass J&J durch die Impfstoffentwicklung davon profitiert.

        Vor Weihnachten 2019 habe ich zum ersten mal von der neuen Seuche in Wuhan bei CNBC gehört, als ein junger Augenarzt vor die Öffentlichkeit trat und diese bekannt machte (er starb leider ein paar Wochen später). Es folgten laufend neue Informationen hierzu.

        In Wuhan gibt es sehr viele deutsche Firmen, von denen haben wir nicht hierzu gehört, im Gegensatz zu taiwanesischen Firmen.

        Ich bin bis vor ein paar Jahren regelmäßig als Berater für deutsche Firmen in China unterwegs gewesen, die Kontakte bestehen bis heute. Anfang Januar 2020 habe ich bei einem Kunden angerufen, auf meiner Frage, ob wie üblich die Firmeninhaber ende Januar zu Chinas New Year nach China fliegen, sagte man mir, wegen der neuen Seuche wurden die Flüge abgeblasen.

        Im Oktober 2019 ist die Firma BioNTech an die Börse gegangen, ich habe mich informiert über die mRNA-Technik, an der BioNTech seit Jahren forscht wie wie CureVac und Moderna. Ich fand diese Technik zukunftweisend, vor allem in der okologischen Anwendungen. Am 20. Januar 2020 habe ich BioNTech-Aktien gekauft, nachdem Herr Sahin ein paar Tage zuvor mitgeteilt hat, einen Corona-Impfstoff zu entwickeln.

        Als vor 2 1/2 Jahren Greta auf die Bühne trat, wurde ein Politiker nach dem anderen zum Greta-Jünger, selbst Söder hatte sich grün lackiert, ein jahrelanger Grünenhasser.

        Die sozialistische Zwangsbegrünung durch Schröder und Trittin mit erneuerbaren Energien waren gut gemeint aber saumäßig ausgeführt. In die Solarindustrie wurden Milliarden Euro hineingepumpt, nicht aber um die Herstellkosten zu senken, wir als Kunden haben durch überteuerte Strompreise die Chinesen auf den Plan gerufen, durch Staatsförderung kostengünstige Module herzustellen. Dies war dann das Ende des deutschen Solarmodulbaus, bis auf geringe Ausnahmen. Ich war nicht investiert in Solaraktien.

        Nachdem ich fast 2 Jahrzehnte die Branche Erneuerbare Energien links liegen lassen habe, führte der Hype Greta zu einer Neubewertung bei mir. Ich informierte mich über die Gestehungskosten für Strom für Solar, Wind, Wasser, Gas, Kohle und Atom. Das Fazit, im Ausland sind die Gestehungskosten erheblich geringer als in Deutschland, sie betragen hinunter bis zu 1,5 Cent pro kWh. Ich habe durch Umschichtungen in Solar- und Windkraftbetreiber investiert, zudem in Wasserstoffaktien.

        Ben, wie im 2. Abschnitt dargelegt, bin ich bei Dir für die Beschaffung von Nachrichten und daraus möglichen Investitionen. In meinem der beiden genannten Fällen, BioNTech als Randnotiz auf der letzten Seite, und Greta als Hauptmeldung in den Nachrichten und auf den Titelseiten.

        Als Zeitaufwand meinte ich den Aufwand für den Divantis-Blog. Deine Aktien-Analysen sind aufwändig sowie Deine anderen Aktivitäten in Deinen diversen Geldanlagen.

        Ich selbst betreue die Depots meiner Frau, meines Sohnes und meins mit ca. 70 Aktien und ca. 30 Aktien auf der Watchlist. Der Aufwand für die Kontrolle der Quartalszahlen, Jahresabschlüsse und diversen Mitteilung sind schon zeitintensiv. Diese Zeit habe ich nur als Privatier, als ich noch 250 bis 300 Stunden im Monat gearbeitet habe, hatte ich diese Zeit nicht und unsere Depots waren konservativer aufgestellt.

        Viele Grüße

        Peter

  10. Guten Morgen Ben und ein Gruß an die Mitleser

    ich verfolge deine Seite erst seit kurzem. Viele deiner Investmentansätze teile ich, andere wieder nicht. Deine Dividendenstrategie ist gut durchdacht. Einige deiner Werte habe oder beobachte ich auch. Meine Dividendenstrategie ist allerdings nicht ganz so langfristig ausgerichtet wie deine. So hat jeder andere Schwerpunkte. Doch ich lese gern auf deiner “ruhigen” Seite, abseits vom Trubel von Gamestop & Co.

    Inzwischen berichten alle Medien über Gamestop und die “Revolution” bei Robinhood. Naja, wenn alle auf den Zug aufspringen sollte man vorsichtig sein!

    Dennoch oute ich mich als aktiver Mitsteiter bei WSB. An sich eine gute Idee & Strategie um auch mittelfristige Gewinne zu erzielen (die man dann in Dividendenwerte stecken kann). Das ärgerliche ist dieser Run der letzten Woche, die Handelseinschränkungen bei Robinhood in den USA und Traderepublic in Deutschland. Man könnte jetzt über Sinn und Unsinn diskutieren, das größte Problem ist aber das Robinhood + Traderepublic massiv an Anlagervertrauen eingebüßt hat. Ein Broker der ohne staatliche Anweisung eigenständig den Handel beschränkt – das ist ein no go!

    Robinhood will im 1.Quartal an die Börse, werde ich trotzdem zeichnen, aber sicher nicht so lange halten wie z.B. Qualtronics.

    Das größere Problem sind aktuell die Schlagzeilen in den Medien, die vielen Trittbrettfahrer die jetzt Aktien pushen und unterschwellig auch die Kursverluste bei den großen werthaltigen Companys (hier werden Positionen aufgelöst um dann mit dem Geld zu zocken) Das haben wir am Do/Fr schön sehen können.

    Wenn ich dazu den Ansturm auf die Neo-Broker sehe, die Ungeduld der neuen Zocker (es sind keine Investoren) die jede Stunde Ihr Konto checken ob das Geld schon drauf ist damit sie endlich Gamestop & Co kaufen können – das ist das was mir Angst macht und was mich verleitet meine Positionen kurzfristiger auszurichten und die Langfristigen anzusichern.

    Wobei ich bin selbst bestimmt auch zu 35% Zocker und nur zu 65% Investor, ich spiele auch bei den volatilen Werten mit. Das muss jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist die Gier auf das schnelle Geld zurück an den Börsen, befeuert durch nicht immer objektive Berichterstattung und genau das ist eines der Warnsingale für 2021. ABER wenn man jetzt in dieser Phase schon langsam Cash generiert und auf die neuen Chancen (nach dem Absturz) die vermutlich bald kommen werden warten kann, wird man dann viele tolle Substanzwerte und Dividendenzahler zum Schnäppchenpreis einsammeln können.

    Wann das sein wird? Keine Ahnung! Oft laufen solche Übertreibungen viel länger als gedacht, warten wir es ab und allen viel Erfolg beim investieren!

    Gruß
    Sven

    1. Hallo Zusammen,

      auch ich bin gespannt wann es knallt. Ein guter Indikator für die Überhitzung sind die Gespräche/Nachrichten die man teilweise im Büro und Freundeskreis mitbekommt. Leute die sich kein bisschen für die langfristige Geldanlage interessieren eröffnen munter weiter Depots und kaufen jede auf Youtube vorgestellte Aktie um den nächsten “Tenbagger” zu finden. Ich warte gern mit einer schönen Cashquote und freue mich wenn ich meine Qualitätsunternehmen günstig aufstocken kann. Versteht mich nicht falsch. In meinem Depot befinden sich auch spekulative Positionen wie Ballard Power und Nel. Den Einsatz habe ich jedoch schon vor Monaten rausgeholt und der Rest läuft mit Trailing Stop Loss.

      Warten wir also ab und bleiben geduldig.

      Gruß
      Christian

Kommentar verfassen