Was Dich hier erwartet:
Was für ein fulminanter Start in das neue Börsenjahr! Nachdem die ersten Tage ja wirklich schleppend waren, wendete sich dann plötzlich die Stimmung. Und trotz einiger Erschütterungen, hervorgerufen durch die chinesische KI DeepSeek, schloss der Januar mit neuen Höchstständen.
Für mein Dividendendepot bedeutete das die exakt gleiche prozentuale Performance wie im Januar 2024. Ein gutes Vorzeichen also, dass das Börsenjahr erneut herausragend werden könnte. Wir erinnern uns: Im letzten Jahr kam es erst im August zu einem negativen Monat.
Und auch jetzt sehe ich wenig Gründe, warum der Februar nicht weiter positiv verlaufen sollte. Wie sich meine Geldanlagen konkret im Januar entwickelt haben und welche Käufe und Verkäufe ich in den verschiedenen Depots getätigt habe, erfährst Du in diesem Beitrag.
Es ist schon angenehm, wenn der erste Monat des Jahres ein schönes Polster für die Jahresperformance bildet. So konnte ich mit meiner Familie einen Skiurlaub machen und habe die Ausgaben unterm Strich in meinem Vermögen nicht gespürt. Und ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn sich auch der Sommerurlaub so finanzieren würde. Aber bis dahin ist es ja noch etwas hin…
Der Börsenmonat hat einiges an Spannung geliefert. Sei es die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten mit milliardenschweren Programmen, die nächste Zinssenkung der EZB oder das plötzliche Auftauchen der chinesischen KI DeepSeek, die den Tech-Sektor einmal kräftig durchschüttelte.
Ich selbst habe mich in meinem Dividendendepot von LVMH getrennt und stattdessen L’Oréal aufgestockt. Ursprünglich hatte ich geplant, LVMH im Januar ausführlich auf dem Blog vorzustellen. Aber irgendwie fehlte mir dazu der Antrieb. Ich merkte einfach, dass mich das Unternehmen doch nicht reizt und ich auch kein Interesse hatte, mich tiefer einzuarbeiten. Folgerichtig entschied ich mich dann für den Switch innerhalb Frankreichs. Und stellte stattdessen Badger Meter vor. Und während des Schreibens kaufte ich dann auch noch meine zweite Aktie dieses Wachstumswertes. Das waren nun Investmententscheidungen, die direkt mit meiner Bloggertätigkeit in Verbindung stehen. Nicht immer gibt es externe, nachvollziehbare Begründungen für Käufe oder Verkäufe. Bei LVMH fühlte ich mich dann allerdings kurze Zeit später bestätigt, nachdem schwache Jahresergebnisse veröffentlicht wurden und es für 2024 keine Dividendenerhöhung gibt.
Mit Unicharm habe ich zudem einen neuen Titel in mein Dividendendepot aufgenommen. Aber so neu ist die Aktie auch nicht mehr, denn sie befindet sich ja schon im Divantis-Community-Depot, nachdem sie von Tobs dafür nominiert wurde. Wie sie den Weg in das Dividendendepot gefunden hat, ist auch schnell erklärt: Ich fand sie schon die letzten Monate sehr interessant, wollte das Depot aber nicht weiter aufblähen. Nun hatte ich jedoch im Depotkonto bei Estably (dort führe ich vor allem das Optionsdepot) einen vergleichsweise hohen US-Dollar-Cash-Bestand. Und Unicharm hatte jüngst einen Aktiensplit vorgenommen, so dass die Mindeststückzahl von 100 Aktien an der Börse Tokio gar nicht mehr so viel Kapital bedarf. Und da merkte ich, dass ich mit einem Tausch des Dollar-Bestandes in japanische Yen genug Geld haben würde, um eine Tranche Unicharm zu kaufen. Gesagt, getan und in der folgenden Nacht wanderte dann Unicharm ins Depot. Damit habe ich jetzt Itochu, Marubeni, Prestige International und Unicharm direkt in Tokio gekauft und erhalte die Dividenden auf mein Yen-Verrechnungskonto. Sekisui House, Sompo Holdings und ebenfalls Itochu halte ich bei flatex und erhalte die dortigen Dividenden in Euro umgerechnet.
Stand Wertpapierdepots
Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:
Dividendendepot: 519.124 € (+3,1% im Januar)
Optionsdepot: 8.570 € (+20,0% im Januar)
Anti-Depot: 29.630 € (+1,4% im Januar)
Zitronen-Depot: 23.594 € (+4,8% im Januar)
Summe: 580.918 € (+3,5% im Januar)
Veränderung 2025: +14.698 €
zzgl. Entnahmen: +5.359 €
Nettoveränderung 2025: +20.057 €
Benchmark
Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Insgesamt habe ich nun 525 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +30,73% (Stand: 703,21 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 31.01.2025 liegt bei +25,95%.
quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und auch ich merke, dass die Performance nach einiger Zeit besser ist als mein eigenes Anlageverhalten. Das ist der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.
Aktienkäufe
Im Januar habe ich Käufe in Höhe von 2.759,50 € im Dividendendepot durchgeführt:
5 Aktien von Siemens für 1.043,65 €
1 Aktie von Badger Meter für 208,08 €
2 Aktien von L’Oréal für 735,01 €
100 Aktien von Unicharm für 772,76 €
Aktienverkäufe
Im Januar habe ich Verkäufe in Höhe von 3.111,25 € im Dividendendepot durchgeführt:
100 Aktien von PharmaSGP Holding für 2.392,10 €
1 Aktie von LVMH für 719,15 €
Dividendenerträge
Im Januar erhielt ich insgesamt 699,40 € als Netto-Dividenden. Darin enthalten ist aber als größter Posten die Erstattung Schweizerischer Quellensteuer für die Jahre 2022 bis 2024 von 462,82 €. Dividenden erhielt ich von:
Realty Income: 37,21 €
Mein Dividendenziel für 2025 habe ich hier veröffentlicht.
Crowdinvesting
Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Januar erhielt ich 37,05 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Außerdem wurden 138,13 € getilgt. Bei Engel & Völkers Digital Invest kam es zudem zur Sicherheitenverwertung beim Projekt „Haus am Wind“ und mir wurden 55 € von ursprünglich investierten 100 € ausgezahlt. Die restlichen 45 € verbuche ich als Ausfall, da weitere Zahlungen unwahrscheinlich sind.
Mein Portfolio ist aktuell noch 2.552,76 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.197,94 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.
Depotperformance
Mein Dividendendepot hat sich im Januar positiv entwickelt (+3,1%) und damit den Verlust aus dem Dezember wieder aufgeholt. Der Depotwert per Ende Januar beträgt nun 519.124 €.
Top-Werte im Dividendendepot im Januar waren Sandoz (+17,0%), Protector Forsikring (+14,6%) und Partners Group (+12,8%).
Schwächste Werte im Januar waren Calida (-7,6%), Itochu (-7,1%) und General Mills (-5,7%).
Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Januar bei 2,7%.
Anti-Depot
Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich es vor allem mit Anleihen bestückt und 2024 entspannte +8,3% erzielt.
Im Januar habe ich mich von drei Titeln getrennt (Brain Biotech, LS Invest und Pentixapharm Holding), um den Erlös für weitere Käufe von alstria office im Zitronen-Depot zu verwenden.
Das Anti-Depot erzielte im Januar eine Performance von +1,4% bei einer Volatilität von 1,8%.
Optionsdepot
Das Konzept hinter dem Optionsdepot habe ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben.
Im Januar erzielte ich Erträge von 1.520,29 € brutto. Das lässt sich so aber nicht wiederholen, da ein großer Posten die Veroptionierung meines Bestandes an B2Gold-Aktien mit Covered Calls war. Sie laufen bis Juli 2025.
Die Performance im Januar liegt zwar bei +20,0%, ist aber nicht wirklich aussagekräftig. Die offenen Optionen sind als Ertrag verbucht, aber bis zur Schließung haben sie noch ein Verlustrisiko in sich.
Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.
Zitronen-Depot
Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.
Im Januar wurde Medion ausgebucht. Mein Nachbesserungsvolumen hat sich dadurch um 714 € erhöht.
Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt jetzt bei 223.087,92 €.
Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.
Der nächste Squeeze-Out (home24) wartet auch auf seine Eintragung im Handelsregister. Ein neues Squeeze-Out-Verlangen wurde bei Encavis gestellt.
Der spannendste Fall ist aus meiner Sicht aktuell alstria office. Hier gab es im Januar eine Ausschüttung von 2,81 € (als Entschädigung für den Verlust des REIT-Status) und im Februar soll dann der Squeeze-Out zu 5,11 € beschlossen werden. Die Aktie notiert inzwischen mit einer deutlichen Prämie auf die Abfindung, da es in den veröffentlichten Gutachten deutliche Unterschiede gibt und sich der Markt (und auch ich) hier gute Chancen auf eine Nachbesserung versprechen. Ich habe bisher 2.672 Aktien von alstria office im Zitronen-Depot. Mit weiteren Zukäufen warte ich allerdings, da ich mit einer Anfechtungsklage gegen den Hauptversammlungsbeschluss rechne und sich die Eintragung ins Handelsregister damit voraussichtlich bis in den Sommer hinziehen dürfte.
Das Depot erzielte im Januar eine Monatsperformance von +4,8%, worin aber der Anstieg der alstria office-Aktie enthalten ist. Mit dem Squeeze-Out wird dieses Plus dann zu einem Minus werden. Das ist so konzeptionell angelegt, weshalb ich der aktuellen Depotperformance keine größere Aufmerksamkeit widme.
Divantis-Community-Depot
Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt, das nun seinen ersten kompletten Monat erlebte. Von den 6 Titeln sind inzwischen 2 Werte in den grünen Bereich gestiegen. Interessanterweise sind das die beiden global anlegenden ETFs. Insgesamt schloss das Depot den Januar mit +0,2% ab. Der Cash-Anteil liegt nun bei 1,2% (=34,66 €). Die Aussagekraft ist nach so kurzer Zeit aber noch gering, vor allem da die Käufe zum Briefkurs erfolgten und teilweise auch noch Gebühren anfielen.
Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.
Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.
Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot. Und Du darfst einen Titel zum Kauf nominieren! Dazu schickst Du bitte eine Mail an info@divantis.de und schreibst mir, dass Du ein Parqet-Abo abgeschlossen hast und welchen Titel Du für das Divantis-Community-Depot nominierst. Wenn dann ein sinnvoller Betrag erreicht ist (dazu müssen mehrere Vermittlungen zustande kommen), werden alle bis dahin eingegangenen Nominierungen der Divantis-Community zur Wahl gestellt. Und im besten Fall können wir das dann regelmäßig wiederholen.
Immobilie
Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Updateberichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Januar Mieteinnahmen von 905,12 €. Das Hausgeld beträgt 281,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 239,52 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 384,60 €.
Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).
Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Januar bei 227.129,48 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.938,29 €.
Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 1.600 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zum Ende Januar bei 1.657,96 €.
Dividendenveränderungen
Im Januar wurden bei meinen Depottiteln die folgenden Dividendenveränderungen verkündet:
MSCI Inc.: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,60 US$ auf 1,80 US$ (+12,5%)
Novartis: Erhöhung der Jahresdividende von 3,30 CHF auf 3,50 CHF (+6,1%)
Givaudan: Erhöhung der Jahresdividende von 68 CHF auf 70 CHF (+2,9%)
BlackRock: Erhöhung der Quartalsdividende von 5,10 US$ auf 5,21 US$ (+2,2%)
Protector Forsikring: Senkung der Schlussdividende von 5 NOK auf 4 NOK (-20%)
Zum Schluss
Eine sehr erfreuliche Nachricht vernahm ich zum Monatsende: Offenbar werden Schweizer Aktien ab dem 1. Mai 2025 wieder an deutschen Börsen gehandelt! Die Schweiz und die EU legen ihre Differenzen bei und ermöglichen so wieder den wechselseitigen Wertpapierhandel. Das ist ein Grund zur Freude!
Wie war Dein Börsenmonat und hast Du konkrete Pläne für den Februar? Schreib gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag und lass uns diskutieren!


Kommentar verfassen