Was Dich hier erwartet:
Wieder ist ein Jahr vorbei und es war außerordentlich gut. Jedenfalls was die Börsenperformance der führenden Indizes betrifft.
Und wie jedes Jahr bietet der Jahreswechsel die Gelegenheit, noch einmal zurückzuschauen und die eigene Performance zu messen. Wie hat sich mein Depot gegenüber den Indizes entwickelt? Und wo habe ich außerhalb der Börse Erfolge erzielt?
Ich blicke aber nicht nur zurück, sondern gebe auch einen kleinen Ausblick, was ich für den Divantis-Blog im Jahr 2025 plane. Denn die Erfolgsgeschichte soll ja auch weitergehen. Und ich habe viel vor!
Zunächst aber erstmal zum Finanziellen, denn da gibt es auch viel zu berichten.
Es war ein Jahr, wie ich es in dieser Deutlichkeit nicht erwartet hatte. Gewinner sind – wieder einmal – Anleger, die stur auf einen breiten ETF gesetzt haben. Haben sie den MSCI World ausgewählt, dann freuen sie sich über ein Plus von 26,6%. Der ebenfalls beliebte, etwas weniger US-lastige, MSCI All Country World kommt auf +25,3%. Und wer nur US-Werte mit einem ETF auf den S&P 500 abdeckt (das ist ja die Empfehlung von Warren Buffet), freut sich über ein Plus in Euro von 32,7%.
Meine eigene Strategie ist auf Einzelwerte ausgerichtet und ich habe auch noch einige spezifische Länder höher gewichtet. Und da können die Indizes nicht ganz mithalten. Der MSCI Europe schaffte „nur“ 8,6%, der MSCI Japan in Euro immerhin 15,5%. Besser war da der DAX mit 18,8%. Aber schon in der zweiten Reihe in Deutschland wurde es negativ. MDAX mit -5,7% und SDAX mit -1,8% machten den Anlegern keine Freude.
Und so kann man, wenn man sich mein persönliches Anlageergebnis ansieht, mit Fug und Recht behaupten, dass ein passives Investment in einen weltweiten ETF einfach besser ist. Die Rendite ist höher und es kostet weniger Zeit. Ich kann und will dem auch nicht widersprechen.
Eine Strategie muss aber trotzdem zum Anleger passen. Und wenn sich jemand nicht mit Börse beschäftigen will, aber trotzdem renditeorientiert anlegt, dann ist so eine ETF-Strategie zu bevorzugen.
Ich selbst will allerdings an einzelnen Unternehmen beteiligt sein. Sie will ich verstehen und genau in sie investieren. Ich will keinen anonymen Korb voller Aktien, sondern einzelne, ausgewählte Unternehmensbeteiligungen. Und ich treibe es sogar so weit, dass ich mir ausrechne, mit wieviel Prozent ich an einem Unternehmen beteiligt bin. Und freue mich dann darüber, wenn mein Anteil durch Aktienrückkäufe steigt.
Für mich ist das meine Form des Investments. Ich nehme die Indizes als Indikator für die Verfassung der Märkte. Aber sie sind kein Benchmark für mich, den ich schlagen möchte. Ich bin zufrieden, wenn sich „meine“ Unternehmen gut entwickeln und ich mit ihnen einen Ertrag erwirtschafte, der über meiner langfristigen Zielmarke liegt.
Erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr für mich
Mein langfristiges Ziel für meine Investments halte ich mir immer wieder vor Augen: 8,5% will ich durchschnittlich im Jahr zulegen.
Und ich befinde mich seit dem Start des Divantis-Blogs auf einem sehr guten Weg. Mein Dividendendepot konnte 2024 erneut zweistellig zulegen. Seit Bestehen des Divantis-Blogs ist das Premiere. Erstmals folgt ein positives Jahr auf ein positives Jahr!
13,04% in 2024 stellen mich zufrieden. Zeitweise lag ich gute 5%-Punkte höher, aber der Dezember hat dann doch noch einiges an Performance gekostet. Und das ist der Nachteil eines konzentrierten Portfolios von Einzeltiteln. Wenn ein großer Depotwert (wie bei mir Novo Nordisk) einen erheblichen Kursrückgang erlebt, dann schlägt das in der Gesamtperformance stärker durch als es bei einem Index mit 500 oder mehr Titeln der Fall ist. In anderen Jahren ist es mir aber – obwohl das nicht mein Ziel ist – gerade durch diese Einzeltitel gelungen, einen Index wie den DAX zu schlagen.
Was für mich unterm Strich zählt, ist aber, dass ich langfristig eine ansprechende Performance erziele. Und mit einem internen Zinsfuß von 9,29% p.a. bin ich absolut zufrieden.
| Jahr | Performance (True Time-Weighted Rate of Return) |
|---|---|
| 2024 | +13,04% |
| 2023 | +16,76% |
| 2022 | -6,97% |
| 2021 | +22,82% |
| 2020 | -1,36% |
| 2019 | +29,34% |
| 2018 | -3,72% |
| 2017 | +9,77% |
| 2017-2024 | +103,34% |
| interner Zinsfuß | 9,29% p.a. |

Meine Dividendenerträge im Jahr 2024
Das Dividendenziel von 11.000 € netto habe ich mit 12.694,06 € netto deutlich übertroffen. Ausschlaggebend dafür war erneut der starke US-Dollar und stärkere Dividendenerhöhungen meiner Depotschwergewichte als erwartet.
In diesem separaten Beitrag habe ich meine Dividendenerträge 2024 ausführlich analysiert. Und dort findest Du auch zu jedem Dividendenzahler meine persönliche Yield on Cost für das Jahr 2024.
Die höchsten absoluten Dividenden erhielt ich von Munich Re (1.875 € brutto) und Allianz (1.725 € brutto). Die höchste Rendite auf meinen Einstand hatte ich mit 14,77% bei McDonald’s.
Meine Aktienkäufe im Jahr 2024
Es war wieder einiges los im Dividendendepot. Neben kleineren Aufstockungen, z.B. bei Kenvue oder Realty Income, baute ich den Versicherungsbereich weiter aus. Auch hier stockte ich zunächst den norwegischen Versicherer Protector Forsikring auf. Im Lauf des Jahres nahm ich dann noch das junge Rückversicherungsunternehmen Conduit Holdings und den japanischen Versicherer Sompo Holdings hinzu.
In Europa nahm ich die Schweizer Calida ins Depot und sicherte mir so schon die erste Sachdividende in Form eines Schlafanzugs. Die Verwerfungen in der französischen Politik, die zu verschiedenen 4 Premierministern in 2024 führten, hatten auch Einfluss auf die Aktienkurse. Ich nutzte die Rückgänge und kaufte VINCI und zweimal L’Oréal nach.
In Deutschland setzte ich mit der HolidayCheck Group auf eine Garantiedividende aufgrund eines Beherrschungsvertrags.
Und ich nutzte zunächst das Delisting von USU Software, um eine erste Position aufzubauen. Nach eingehenden Recherchen baute ich den Titel schließlich deutlich aus und zum Jahresende ist USU Software nun meine siebtgrößte Depotposition.
Meine Aktienverkäufe im Jahr 2024
Da ich dem Dividendendepot keine frischen Mittel zuführen konnte, habe ich die Käufe nur durch Verkäufe finanzieren können. Teilweise suchte ich deshalb nach Verkaufskandidaten, teilweise drängten sie sich aber auch selbst auf.
Mein Depot verließen in 2024:
- Taylor Wimpey
- Transurban Group
- 3M
- BASF
- BB Biotech
- Deutsche Beteiligungs AG
- ENAV
- Touax
- Medtronic
- Siemens Healthineers
Im Ergebnis hatten diese Unternehmen meine Erwartungen an die Performance ihres Aktienkurses über einen längeren Zeitraum nicht erfüllt. Nicht immer lag ich mit meiner Einschätzung richtig, aber das gehört zum Investieren dazu. Besonders schmerzhaft war das bei 3M, denen ich über Jahre „treu“ geblieben war und auf Besserung hoffte. Als dann der Spin-Off von Solventum angekündigt und damit zwischen den Zeilen auf die dann auch tatsächlich vorgenommene Dividendenkürzung vorbereitet wurde, trennte ich mich von dem Titel. Kurz danach setzte er dann zu einer Erholung von rund 50% an…
Das Divantis-Depot
Das Divantis-Depot (mein klassisches Dividendendepot) hatte zu Jahresbeginn 2024 einen Wert von 469.448,00 €. Zum Ende des Jahres 2024 beträgt der Depotwert 503.722,70 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich 25.946,60 € zusätzlich entnommen habe. Das tatsächliche Depotplus beträgt deshalb 60.221,30 €. 2023 lag es übrigens bei 65.997,90 €.
Die zeitgewichtete Depotperformance des Jahres beträgt +13,04%.
Die Volatilität des Depots lag im gesamten Jahr bei 8,8%. 2023 lag sie noch bei 9,3%, 2022 sogar bei 14,7%.
Top-Performer im Divantis-Depot im Jahr 2024 war Protector Forsikring mit einem Plus von 59,5%. Platz 2 ging an Omega Healthcare Investors mit +42,8%. Auf Platz 3 schaffte es BlackRock mit +37,4%.
Schwächste Titel waren Fortescue Metals Group (-33,8%), BCE (-32,1%) und L’Oréal (-23,3%).

Das Anti-Depot
Zum Beginn des Jahres 2021 neu aufgesetzt hatte ich das Anti-Depot. Meine Motivation damit habe ich hier ausführlich beschrieben. Es erreichte im Startjahr eine Performance von 40,8% erreicht.
2022 drehte sich die Performance allerdings komplett und mit -58,8% waren alle Gewinne des Vorjahres wieder weg. 2024 hatte ich dann weitere Umschichtungen vorgenommen und vor allem 100-jährige Anleihen hinzugefügt. Damit setzte ich auf die absehbare Zinswende und konnte bereits zweistellige Kursgewinne bei diesen Anleihen erzielen. Das hat sich in dieser Größenordnung zwar nicht wiederholen lassen, aber insgesamt ist das Anti-Depot nun in einem ruhigeren Rahmen angekommen.
Das Anti-Depot erzielte in 2024 eine Jahresperformance von +8,3%. Damit konnte es insgesamt vom negativen in den positiven Bereich wechseln. Der interne Zinsfuß, der zu Jahresbeginn 2024 noch bei -2,2% p.a. betrug, liegt zum Jahresende 2024 nun bei +3,7%. Immer noch nicht befriedigend, aber wenigstens ist die Tendenz nun passend.

Das Optionsdepot
Ebenfalls neu in 2021 aufgesetzt hatte ich das Optionsdepot. Dort verfolge ich im Wesentlichen eine Stillhalterstrategie und verkaufe Optionen. Nach einer positiven Performance von 9,2% im Startjahr erlebte ich in 2022 ein Desaster und beendete es mit -36,6%. 2023 war dann mit -9,9% ebenfalls eine Enttäuschung. Und so sah ich 2024 als Entscheidungsjahr. Ich nahm mir vor, das Optionsdepot aufzulösen, wenn es mir nicht gelingen würde, ein positives Ergebnis zu erzielen.
Das Depot hatte 2024 mit B2Gold nur noch eine Position. Und während Gold als Rohstoff weiter stark im Preis zulegte, konnte der Goldminenbetreiber davon nicht profitieren und hatte mit verschiedenen Förderproblemen zu kämpfen. Die Aktie verlor in 2024 22,8% an Kurswert, zahlte aber wenigstens kontinuierlich eine stabile Quartalsdividende.
Und so sehe ich das Ergebnis des Optionsdepots für 2024 von -4,9% nun differenzierter. Hätte ich B2Gold im Dividendendepot gehabt, dann hätte ich den Kursverlust in voller Höhe zu verkraften gehabt. So konnte ich ihn immerhin durch den Verkauf von Covered Calls auf B2Gold und weitere Optionsgeschäfte deutlich reduzieren.
Da ich somit mit den Optionsprämien einen positiven Ertrag in 2024 hatte, werde ich die Strategie, mit Short Puts nur auf wenige Qualitätstitel zu setzen, fortsetzen. Das Optionsdepot bleibt auch 2025 bestehen. Immer wieder überprüfen werde ich aber die B2Gold selbst.

Das Zitronen-Depot
In 2022 neu aufgesetzt habe ich das Zitronen-Depot, mit dem ich an Squeeze-Outs teilnehme und dadurch ein Portfolio von Nachbesserungsrechten aufbaue. Der Plan ist, dadurch zunächst (vertretbare) Kosten zu produzieren und dann in einigen Jahren verzinste Nachzahlungen auf die Abfindungsbeträge zu erhalten. Im Durchschnitt erwarte ich mir dadurch eine positive Rendite bei kalkulierbaren Risiken.
In der Aufbauphase des Zitronen-Depots ist mein Hauptziel, das Volumen der Nachbesserungsrechte zu steigern. In das Jahr 2024 war ich mit 141.768,22 € gestartet. Hinzu kamen 84.616,10 € und der erste Abgang in Höhe von 4.010,40 €, so dass mein Nachbesserungsvolumen aus Abfindungen nun bei 222.373,92 € liegt. Das Zitronen-Depot erzielte in 2024 eine zeitgewichtete Performance von -6,2%. Das ist allerdings ein wenig aussagekräftiger Wert, da ich bewusst einen Verlust beim Squeeze-Out in Kauf nehme. Insgesamt habe ich für das bestehende Nachbesserungsvolumen Kosten von 6.115,29 € gehabt. Das entspricht 2,75% und liegt im Rahmen meiner Planung.
Aufgrund der verfolgten Strategie wird die Performance in den ersten Jahren immer negativ sein. Denn in der Regel kaufe ich die Aktien zu einem Kurs über dem Abfindungsbetrag und erziele damit zunächst einen Verlust. Zwar erhielt ich in 2024 meine erste Nachbesserung, sie war aber aufgrund eines Vergleichs in dem Spruchverfahren nur gering.

Gesamtperformance aller Depots
Mit meinen vier Depots habe ich das Jahr ziemlich unterschiedlich abgeschlossen. Und daraus ergibt sich das folgende Gesamtbild für 2024:
| Depot | 1.1.24 | Einlagen | 31.12.24 | Netto-Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Dividendendepot | 469.448 | -25.946 | 503.772 | +13,0% |
| Anti-Depot | 25.053 | 4.529 | 31.790 | +8,3% |
| Optionsdepot | 10.159 | -2.144 | 7.899 | -4,9% |
| Zitronen-Depot | 9.848 | 16.186 | 22.759 | -6,2% |
| Summe | 514.509 | -7.375 | 566.220 | +59.821 (+11,6%) |
Insgesamt ist das nichts für schwache Nerven. 2021 war mein Wertpapiervermögen noch um fast 100.000 € angewachsen, 2022 ging es dann um knapp 60.000 € zurück und in 2023 dann wieder 62.000 € aufwärts. 2024 nun ein Plus von knapp 60.000 €.
Die Gesamtperformance halte ich nach, da sie mir ein Bild über alle Depots hinweg verschafft. Ich will sie aber mit keinem Index vergleichen. Weil es sich einfach um komplett individuelle Strategien bei den einzelnen Depots handelt. So wird z.B. das Zitronen-Depot in den ersten Jahren immer negativ performen. Später wird es dann – wenn der Plan aufgeht – marktunabhängig positive Renditen erwirtschaften. Weder in der Aufbau- noch in der Erntephase werde ich es mit einem Index vergleichen. Denkbar wäre allenfalls, nach 10 Jahren eine erste Gesamtbilanz zu ziehen. Aber vermutlich wird erst nach 20 Jahren eine aussagekräftige durchschnittliche Rendite zu berechnen sein.
Was ich hätte besser machen können
Es war insgesamt wieder ein sehr gutes Börsenjahr für mich. Trotzdem gibt es immer etwas, wovon ich noch lernen kann. Wirklich falsch habe ich mit meiner Einschätzung zu 3M gelegen. Der Spin-Off von Solventum war – zumindest für die Aktie – die langersehnte Befreiung. Das habe ich so nicht erkannt und meine tiefe Analyse des Spin-Offs hat mich eher auf die falsche Fährte geführt. Im Nachhinein war es kein Vorteil, dass ich mich so intensiv damit beschäftigt habe. Hätte ich einfach die Unterlagen ignoriert und nichts getan, wäre das besser gewesen.
Ansonsten halten sich in diesem Jahr die Learnings für mich finanziell in Grenzen. Putoptionen auf VARTA kosteten mich rund 100 €, weil Anleger nicht wahr haben wollten, dass die Aktie im Rahmen eines StaRUG-Verfahrens auf 0 € fallen würde. Ich habe daraus gelernt, dass rationales Wissen gegenüber Hoffnung und Spekulation machtlos sein kann.
Immobilie
Den Kauf einer Wohnung in Leipzig begleite ich auf dem Blog. Seit der Fertigstellung (hier das Update dazu) ist sie komplett ohne Mietausfall vermietet. Nach 2023 war auch 2024 ein komplett ruhiges Jahr ohne Mieterwechsel oder andere Aufwendungen. Der Überschuss blieb gegenüber 2023 (4.452,77 €) mit 4.450,57 € nahezu konstant. Der Cash-Flow bleibt allerdings negativ, da ich insgesamt 11.657,94 € des Kredites getilgt habe.
Aufgrund der absehbar höheren Finanzierungszinsen nach Ablauf der Festzinsphase ab Oktober 2028 baue ich durch einen Sparplan in ein iBonds-Produkt einen gewissen Puffer auf. Im Jahr 2024 zahlte ich dort weiterhin monatlich 100 € ein, so dass zum Jahresende 2024 dort jetzt 1.500 € investiert sind (Kurswert: 1.552,62 €). Meine Motive und Vorgehensweise dazu habe ich hier veröffentlicht.
Balkonkraftwerk
Ende 2022 habe ich ein Balkonkraftwerk bei mir zu Hause aufgestellt. Damit produziere ich eigenen Strom, der in mein Hausnetz eingespeist wird und so meinen Stromverbrauch senkt. Das Balkonkraftwerk produzierte in 2024 203,45 kWh Strom (gegenüber 198,77 kWh in 2023). Aufgrund niedrigerer Strompreise ging die Einsparung allerdings auf 75,07 € (2023: 85,08 €) zurück.
Bezogen auf meine Anschaffungskosten von 1.148 € (inkl. Aufständern, Lieferung, MwSt. und WLAN-Stromzählsteckdose) habe ich damit nun 14,1% meines Investments zurück.
Meine persönliche Entwicklung
2024 war das vierte Jahr, in dem ich durchgängig ausschließlich selbstständig war. Inzwischen habe ich mich sehr gut daran gewöhnt, auch wenn ich immer noch die regelmäßigen Gehaltszahlungen am Monatsende vermisse. Es war einfach schön, dann immer frisches Geld zu erhalten, dass ich wieder neu investieren konnte.
Finanziell waren die vier Jahre insgesamt für mich positiv und damit auch entspannter als geplant.
Einen absoluten Schwerpunkt meines Tageswerks stellt inzwischen der Blog dar. Dabei sind es nicht nur die Artikel, die ich verfasse, sondern auch das Ganze drumherum. Ich recherchiere zu einzelnen Themen und überlege mir, wie ich sie strukturiert darstellen kann. Oder suche nach neuen Wertpapieren und hinterfrage dabei, ob sie einen Mehrwert für mein Depot und meine Leser darstellen.
Damit ist der Blog zu einem wesentlichen Instrument meiner eigenen Investments geworden. Bevor ich z.B. auf den Verkaufen-Knopf drücke, frage ich mich, wie ich die Gründe für den Verkauf erklären kann. Wenn mir das nicht gelingt, dann schließe ich auch schon mal eine Ordermaske wieder. Das hilft mir im Ergebnis, ein besserer und entspannterer Investor zu werden.
Auch 2024 habe ich wieder viel veröffentlicht. Insgesamt sind es 121 Beiträge geworden. Das sind erneut weniger als in den Vorjahren (2023: 146, 2022: 161, 2021: 183), dafür habe ich mich aber inhaltlich oft noch tiefer mit einzelnen Themen auseinandergesetzt.
Der meistgelesene Artikel beschäftigte sich mit dem Spin-off von Solventum durch 3M. Hier kamen besonders viele Leser über Google auf den Blog, nachdem der Beitrag zeitweise in der Suchmaschine noch vor 3M selbst rankte.
Den größten Aufwand betrieb ich für meinen Vergleich der Umrechnungskurse bei US-Dividenden. Der Artikel über den fairsten Broker ging quasi viral. Und brachte mir dann auch den 1. Preis beim comdirect finanzblog award.
Nachdem der Blog bereits in 2023 einen neuen Rekord bei der Anzahl der Besucher aufgestellt hatte, konnte diese Zahl noch einmal deutlich gesteigert werden (+26%). Insgesamt riefen in 2024 600.000 Besucher mehr als 1,6 Millionen Seiten auf. Bei der Zahl der Seitenaufrufe war es das zweitbeste Jahr hinter dem Corona-Jahr 2020.
Außerdem startete ich den Divantis-Podcast, der kurz nach dem Start auch die Charts stürmte. Leider fehlte mir die Zeit, nach den ersten Episoden weitere Folgen zu veröffentlichen. Das wird sich 2025 aber mit Sicherheit wieder ändern. Dann werde ich auch endlich den YouTube-Kanal mit Leben füllen.
Natürlich bleibt der Divantis-Blog mit seinem Motto nachhaltig sorgenfrei leben meine unangefochtene Heimat. Besonders freue ich mich für 2025 auf das neu aufgestellte Divantis-Community-Depot, in das das Preisgeld vom finanzblog award geflossen ist. Geplant sind verschiedene Aktionen, um das Depot noch weiter aufzustocken. Das Besondere daran: alle Entscheidungen treffen die Leser des Blogs. Es wird Nominierungen zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren geben und dann eine Diskussion darüber. Schließlich wird abgestimmt.
Wenn Du nichts verpassen willst und auch bei der geplanten exklusiven Abstimmung unter den Newsletter-Abonnenten dabei sein willst, dann trage Dich noch heute in den Verteiler ein!


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