Kommt jetzt die beste Zeit des Jahres an den Börsen?

Monatswechsel November 2021
4.8
(54)

Der Monatswechsel ist für mich immer Gelegenheit, Zwischenbilanz zu ziehen und mir die Positionierung für den neuen Monat klarzumachen.

Nach den ersten zehn Monaten des Jahres ist die Bilanz schon sehr positiv. Aber es gibt viele Gründe, dass nun noch einmal Vollgas gegeben wird und wir eine wirkliche Jahresendrallye erleben werden.

Was mich so positiv stimmt und wie ich mich darauf einstelle, erfährst Du in diesem Beitrag. Und natürlich zeige ich Dir auch wieder, wie sich meine Geldanlagen im Oktober im Detail entwickelt haben.

Nachdem ich in den letzten Monaten immer zur Vorsicht gemahnt habe und eine kurzfristige Korrektur für möglich hielt, hat mich der Oktober erneut überrascht. Klar, nicht jeder Börsentag war grün. Aber unterm Strich war der Oktober wieder ein positiver Monat. Vom einstigen Crashmonat war jedenfalls nichts zu spüren.

Und es gab wieder keinen Handelstag mit einem Abverkauf des S&P 500 von mindestens 5%. Damit verlängert sich die Rekordzeit weiter. Und ein anderer Rekord wackelt auch bereits: die Anzahl der Tage mit einem All-Time-High im S&P 500 innerhalb eines Jahres. Bisher liegt der Rekord bei 77 Handelstagen im Jahr 1995, an denen ein neuer Rekordstand erreicht wurde. Dahinter folgt 1964 mit 65 Tagen und 2017 mit 62 Tagen. Und in diesem Jahr sind wir schon bei 59 Tagen. Damit ist Platz 4 bereits sicher und zwei Handelsmonate stehen ja noch aus.

Starten wir aber mit dem Rückblick auf den Oktober 2021:

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Für den schnellen Überblick hilft die folgende Tabelle:

Depotwert 31.10.21Monatsperformance
Dividendendepot470.529 €+4,0%
Optionsdepot58.107 €+4,6%
Anti-Depot10.466 €+21,6%
Summe:539.102 €+4,1% (+21.209 €)
Veränderung 2021:+127.795 €
abzgl. Einlagen:-48.580 €
Nettozuwachs 2021:+79.215 €

Damit hat der Oktober wieder richtig gut abgeliefert und ich bewege mich insgesamt auf dem Niveau eines All-Time-Highs. Besonders erfreulich fand ich die Entwicklung des Anti-Depots, das erstmals in den fünfstelligen Bereich gewachsen ist. Zugegebenermaßen mit einem Anschub durch eine Einlage, aber das hat nur einen kleinen Teil des Monatszuwachses ausgemacht.

Aktienkäufe

Im Oktober habe ich für mein Dividendendepot 5 Aktienkäufe getätigt und dabei 3.583,97 € investiert:

40 Aktien Veolia Environnement für 934,93 €

66 Aktien Transurban Group für 558,54 €

10 Aktie BB Biotech für 750 €

20 Aktien Omega Healthcare Investors für 519 €

5 Aktien Texas Instruments für 821,50 €

Im Anti-Depot habe ich 1 Aktienkauf getätigt und 573 € investiert:

20 Aktien KATEK für 573 €

Im Optionsdepot habe ich 5 Aktienkäufe getätigt und 21.155,88 € investiert:

200 Aktien TeamViewer für 2.723,90 €

300 Aktien B2Gold für 1.096,28 €

100 Aktien Apple für 12.422,00 €

100 Aktien PetMed Express für 2.439,32 €

100 Aktien Riot Blockchain für 2.454,38 €

Für zukünftige Käufe habe ich mittlerweile meine Watchlist veröffentlicht. Ich werde sie regelmäßig pflegen und noch weiter ergänzen.

Aktienverkäufe

Im Oktober habe ich aus dem Dividendendepot 1 Verkauf getätigt:

100 Aktien Kimberly-Clark für 10.866,75 €.

Dividendenerträge

Im Oktober erhielt ich insgesamt 193,11 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Vorjahres-Oktober ist das eine Veränderung von +21,2%.

Ich erhielt im Oktober die folgenden Dividenden:

Coca-Cola: 34,93 €

Kimberly-Clark: 91,06 €

Lam Research: 14,43 €

BCE: 15,83 €

Medtronic: 26,27 €

Cisco Systems: 10,59 €

P2P-Kredite

Im Oktober erzielte ich keine Erträge aus P2P-Krediten, sondern zahlte 6,09 €. Das liegt daran, dass ich bei Estateguru meine notleidenden Kredite verkauft habe und dabei einen deutlichen Abschlag in Kauf genommen habe. Verrechnet mit den Zinserträgen des Monats ergibt sich dadurch ein negativer Wert. Den Verkaufserlös konnte ich aber direkt neu anlegen und gehe davon aus, dass ich nun wieder positive Zinsen generiere. Meine Erfahrungen der ersten zwei Jahre P2P-Kredite habe ich hier dargestellt. Meine größte Plattform ist weiterhin Estateguru. Dahinter folgen Mintos und viainvest.

Mein Gesamt-Bestand in P2P-Krediten beträgt derzeit 1.837 €. Bezogen auf die einzelnen Plattformen bin ich aktuell so investiert:

Plattformaktueller Standinvestierte P2P-Krediteeröffnet
Mintos384 €0 (in Rückforderung)08/2018
viainvest104 €1111/2018

Eine Übersicht zu den einzelnen Plattformen und meine Intentionen zum P2P-Investment findest Du hier. 60 € habe ich im Oktober von viainvest abgezogen und bei ecoligo (Crowdinvesting) angelegt.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich im letzten Jahr ausführlich berichtet. Im Oktober erhielt ich 34,51 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio.

Ich habe im Oktober 200 € neu in mein Portfolio investiert, es ist jetzt 4.700 € groß: 500 € bei Bergfürst *, 900 € bei Engel & Völkers Digital Invest * und 3.300 € bei ecoligo.

Die 200 € gingen in das Projekt „Fan Milk II“ bei ecoligo. Es hat eine Laufzeit von 2 Jahren und ich erhalte einen Zinssatz von 5,5%. Die letzten neuen Projekte bei ecoligo hatten ein kleineres Volumen und waren deshalb auch innerhalb weniger Stunden voll platziert. Als registrierter Anleger erhältst Du einen Newsletter und kannst Dir dann entspannt die neuen Projekte anschauen und überlegen, ob Du investieren willst. Mittlerweile habe ich mir ein schön diversifiziertes Portfolio mit 12 aktiven Beteiligungen aufgebaut:

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Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im Oktober weiter positiv entwickelt. Per Ende Oktober beträgt der Depotwert nun 470.529 €. Darin enthalten ist ein Cash-Bestand von 10.112 €. Im Monatsverlauf steht für mein Dividendendepot ein Plus von 4,0%.

Top-Werte im Dividendendepot waren Microsoft (+17,0%), Swiss Re (+12,9%) und Talanx (+12,8%).

Schwächste Werte waren IBM (-10,5%), AT&T (-7,0%) und ENAV (-6,4%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Oktober bei 2,1%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot teste ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach einem Raketenstart mit einem zweistelligen Plus in der ersten Januar-Woche hat sich das Anti-Depot im ersten Halbjahr sehr gut entwickelt (+26,5%). Und es ging genauso weiter.

Die Depotperformance im Oktober lag bei +21,6%. Damit liegt es auf Jahressicht nun bei +75,1%.

Das Anti-Depot führe ich bei justTRADE, hier der aktuelle Stand:

Anti-Depot Stand Ende Oktober 2021

Größter Treiber der positiven Entwicklung ist der Bitcoin. Der Kauf von 0,1 BTC zum Jahresbeginn hat sich als goldrichtig erwiesen, die Position hat sich mittlerweile im Kurs verdoppelt und es fehlen jetzt nur noch 2 Monate, bis ich den Gewinn steuerfrei mitnehmen könnte.

Um noch eine zweite Kryptowährung ins Depot zu nehmen, habe ich im Oktober 17 Polkadot für 584 € gekauft. Diese Kryptowährung ist ebenfalls über justTRADE handelbar und besticht durch ihre Energieffizenz und Transaktionsgeschwindigkeit. Ich möchte die Position noch ausbauen und dann mindestens ein Jahr bis zur Steuerfreiheit möglicher Gewinne liegen lassen.

Außerdem habe ich 573 € in 20 Aktien von KATEK investiert. Das ist ein Elektronikspezialist, der an der gesamten Wertschöpfungskette zukunftsweisender Technologien mitwirkt (E-Mobilität, Solar, Smart Home). Das Unternehmen ist im Mai zum Preis von 23 € je Aktie an die Börse gegangen. Ich habe nun 28,65 € gezahlt. Der Umsatz wird in diesem Jahr bei knapp über einer halben Milliarde € erwartet, operativ soll ein Ergebnis von bis zu 33 Mio. € erzielt werden. Die Aktie zahlt keine Dividende und ist erfüllt die Größenkriterien für mein Dividendendepot nicht. Als spekulative Beimischung im Anti-Depot in einem dynamischen Geschäftsfeld finde ich sie aber attraktiv.

Die Volatilität des Anti-Depots lag mit 11,0% erneut deutlich über meinem Dividendendepot.

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Optionsdepot

Mit dem Optionsdepot verfolge ich eine risikoarme Optionsstrategie, die ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben habe. Insgesamt habe ich im ersten Halbjahr 50.000 € Cash auf das Depotkonto eingezahlt.

Damit habe ich ein kleines Nebenportfolio aufgebaut, das nun durch Optionsverkäufe (Puts und Calls) durchaus mehr Bewegung als das Dividendendepot hat.

Im Oktober erzielte ich durch verkaufte Optionen Einnahmen im Optionsdepot von 2.289,86 € brutto. Die Performance seit Jahresanfang liegt nun bei 20,5%, das Jahresziel werde ich damit voraussichtlich erreichen. Da im Depot aber noch einige Aktienpositionen enthalten sind, kann sich die Performance in den nächsten zwei Monaten noch verschlechtern. Natürlich werde ich versuchen, weitere Optionseinnahmen zu generieren.

Kurz zu den Aktien, die ich im Oktober neu in das Optionsdepot gekauft habe:

Apple ist wieder ins Depot zurückgekehrt, hier konnte ich nach dem Verkauf im September wieder etwas günstiger einsteigen. Die Position ist wieder deutlich im Plus und womöglich wird im November der verkaufte Covered Call wieder ausgeübt.

Nach den Quartalszahlen aufgestockt habe ich die Position von PetMed Express, die sich nun mit neuem CEO von einer Online-Tierapotheke zu einem Online-Tierbedarfsshop entwickeln wollen. Ich bin gespannt, ob das gelingt. Für mich zählt, dass das Unternehmen weiterhin profitabel agiert und eine Dividendenrendite von über 4% hat. Im November erhalte ich erstmals eine Quartalsdividende.

TeamViewer hat einen beispiellosen Rückgang in den letzten Monaten erlebt. Ich habe versucht, in das fallende Messer zu greifen und so 200 Aktien gekauft. Durch die verkauften Optionen liegt mein durchschnittlicher Einstandskurs bei 12,57 €. Ich habe die Hoffnung, dass ich die Aktien im November durch die verkauften Call-Optionen wieder zu 14,00 € loswerde.

Längerfristig ist mein Engagement bei B2Gold und bei Riot Blockchain ausgerichtet. Beide Titel laufen unter dem Begriff „Inflationsschutz“ für mich. B2Gold ist dabei ein Goldminenbetreiber, der für seine Nachhaltigkeitsbestrebungen vielfach gelobt wird. Und Riot Blockchain schürft Bitcoins, nutzt dazu aber einen großen Anteil erneuerbarer Energien in den USA. Beide Titel sollen einen kleinen Hedge für mein Depot darstellen.

Alle Transaktionen im Optionsdepot dokumentiere ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erhielt ich auch im Oktober eine Mieteinnahme von 863,91 € (inkl. Nebenkosten). Das Hausgeld beträgt 246,00 €. Meine Nettomieteinnahme liegt also bei 617,91 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 273,69 €. Ich erzielte somit einen Überschuss von 344,19 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Oktober bei 264.589,71 €.

Dividendenveränderungen

Im Oktober wurde bei meinen Depottiteln keine Dividendenkürzungen und -erhöhungen verkündet.

Jahresziele 2021

Für das Jahr 2021 habe ich mir verschiedene Ziele gesetzt, über deren Erreichung ich jeweils monatlich berichte:

StatusTendenz
Netto-Dividendenerträge von 10.000 €10.716 €positiv
Depot wächst auf mindestens 62 Titel56negativ
Optionsstrategie mit 14% p.a. Performance+20,5%positiv
Transaktionsgebühren unter 100 € p.a.319,81 €negativ

Ausblick auf November 2021

Meine wesentlichen Ziele für das Jahr 2021 habe ich bereits erreicht: Meine Wertpapierdepots sind stark gestiegen und auch die Netto-Dividendenerträge haben bereits die Zielmarke überschritten.

Aber 2 Monate kommen ja noch! Und da erwarte ich nun tatsächlich eine Jahresendrallye. Nicht, weil das Jahr zu Ende geht. Sondern weil die Aussichten so positiv sind.

Wie das auf einmal?

Es ist nun einmal so, dass die Börse auf künftig erwartete Ereignisse mit einer Vorlaufzeit von rund einem halben Jahr reagiert. Und wenn wir ein halbes Jahr in die Zukunft schauen, dann befinden wir uns schon im Mai 2022.

Und da sieht die Welt schon rosiger aus als aktuell. Die epidemische Notlage rund um Covid-19 dürfte dann der Geschichte angehören. Und die Lieferengpässe in der Chipindustrie sollten sich dann auch dem Ende zuneigen. Und damit einhergehend wird die Wirtschaft, u.a. im Bereich Automotive, wieder wachsen. Und die Inflationsrate dürfte auch sinken, da dann die höheren Raten des aktuellen Jahres zum Basiseffekt führen. An eine Stagflation glaube ich nicht.

Wenn ich noch nicht an der Börse investiert wäre oder auf einem Haufen Cash sitzen würde, dann würde ich nun einsteigen. Vielleicht nicht alles auf einmal, aber Schritt für Schritt in den nächsten Wochen.

Natürlich wird es auch schwächere Tage geben. In der letzten Woche haben die Quartalsergebnisse von Amazon und Apple gezeigt, dass die Bäume nicht in die Luft wachsen. Andererseits sind sie immer noch beeindruckend, konnten nur die noch höheren Erwartungen nicht übertreffen. Microsoft und Alphabet wiederum ist das gelungen. Und so gab es auch keinen breiten Ausverkauf bei den Technologiewerten.

Ich selbst habe durch den Teilverkauf von Kimberly-Clark einen größeren Cashbestand als üblich. Und ich habe vor, ihn auch wieder zu investieren! Aktuell plane ich, meine Depotpositionen bei BCE, BB Biotech, Cisco und Lam Research noch einmal aufzustocken.

Ich werde mir aber auch mein Depot noch mal anschauen und mir überlegen, ob die Sorgenkinder IBM, AT&T und Kellogg wirklich weiter durchschleppen will. Oder ob es nicht besser ist, einen Cut zu machen und zum Jahreswechsel mit frischer Energie und ohne Altlasten zu starten.

Divantis in Sozialen Medien

Wenn Du auch außerhalb der Veröffentlichungen des Divantis-Blogs aktuell informiert werden möchtest, dann kannst Du mir auch in verschiedenen Social-Media-Kanälen folgen. Divantis findest Du nämlich auch hier:

Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn und demnächst mit den ersten Videos bei YouTube. Ich freue mich, wenn Du mir dort auch folgst.

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19 Gedanken zu „Kommt jetzt die beste Zeit des Jahres an den Börsen?“

  1. Hallo,
    das sind beeindruckende Zahlen – besonders mit Blick auf die Jahresziele.
    Da dürftest du an den entscheidenden Stellen (Wertzuwachs & Dividenden) ganz schöne Zielübererreichung erlangen.

    Ich bin für die nächsten Monate ehrlich gesagt nicht so optimistisch, da ziemlich viel an der Immobilienentwicklung Chinas hängt. Geht es da den Bach runter, bekommt die restliche Welt die Auswirkungen zu spüren, da dann wohl deutlich mehr Druck auf die Lieferkette entstehen wird. Das reißt dann einige Firmen mit Runter (z.B. Auto & Pharma). An eine Stagflation glaube ich auch nicht, aber an eine Inflation, die im kommenden Jahr deutlich über 3% liegen wird, schon. Die EZB sieht ihre Rolle ja leider nicht mehr in deren Hauptaufgabe der Währungsstabilität, sondern zunehmend politischer Natur (Blick auf Griechenland, Spanien, Italien, …).
    Bis zum Jahresende erwarte ich allerdings keinen Abverkauf oder ähnliches.

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren
    &
    viele Grüße,
    MrTott (Chris)

  2. Hallo Ben,

    eine schöne Übersicht.
    Den Verkauf von KMB kann ich gut nachvollziehen, das Unternehmen konnte mich nie vollends überzeugen.
    Bei den Sorgenkindern muss man eben abwägen, ob man in Zukunft Potential sieht, oder ob man lieber jetzt bereits in aussichtsreichere Titel investiert.
    Ich habe von den genannten 3 Aktien keine im Depot, und würde sie wohl ebenfalls eher mit Sorgen betrachten ;-)
    Aber mein Sorgenkind im Depot war lange Zeit Daimler. Aufgrund des kleinen Depotanteils aber auch aufgrund von gesehenen Chancen hatte ich mich von der Aktie nicht getrennt, und das war goldrichtig. Und gerade mit dieser kleinen Gewichtung passt die Aktie gut in mein Depot.

    Bei den Lieferengpässen gehe ich davon aus, dass sie uns noch länger begleiten, als von Dir dargestellt. Aber hoffen wir das Beste :-)

    VG
    1Steven1

  3. Hi Ben, ein wirklich interessanter Artikel. Vor allem, die Werte, in die du potentiell investieren möchtest. Unter anderem mag ich Cisco, auch wenn die gut bewertet sind. Aber was hälst du von Intel? Intel ist ziemlich aus der Mode, obwohl da doch einige interessante Punkte sind:

    1. Management – CEO Pat Gelsinger. Ein Intel-Urgestein mit Erfahrung und Erfolg in anderen Unternehmen. Ein Mann der das Business von Intel versteht, weil er ein Entwickler ist. Ein Manager der Margeneinbrüche zugunsten langfristiger Visionen in Kauf nimmt. Auch wenn man nach einem halben Jahr noch nicht so viel Sagen kann, ist er einer der Hauptgründe für mich in Intel zu investieren.

    2. Geopolitische Strategie – Als Intel vor ca. 1 jahr bekannt gab über externes Fertigen der Chips (was kommt da anders in Frage als TSMC) zugunsten der Marge nachzudenken, fand ich das nicht wirklich gut (ein bischen ist siche rok, aber nicht im großen Stil). Immerhin ist Intel einer der wenigen (vielleicht TXN/GlobalFoundries noch) Unternehmen in US/EUR die Chips fertigen. Der Großteil wird in China, Taiwan oder Korea gefertigt. Ein nicht zu unterschätzendes geopolitisches Risiko (China & Taiwan). Immerhin hat sich China in Hong Kong nicht zimperlich gezeigt. Hier vermute ich, dass Intels Strategie in Nordamerika oder Europa zu fertigen und neue Fabs zu bauen noch einmal Früchte tragen wird.

    3. Technologieführerschaft – Ja es scheint so, als ob Intel einen Schritt hinterher hängt. Aber ist das wirklich so? Auch wenn Intel da gerade ein Tief zu durchlaufen scheint, ist ein CEO mit Technikhintergrund und die entsprechende Roadmap Gold Wert. Und selbst wenn Intel nicht so ohne weiteres die Technologieführerschaft zurück erobern wird, ist Pkt. 4 interessant.

    4. Chipknappheit – Es sieht so aus, als sei das kein Zustand der morgen aufgelöst wird. Auch wenn Ressourcen geschaffen werden, die zumehmende Digitalisierung vieler Lebensbereiche läst eine steigende Nachfrage vermuten. Also selbst wenn Intel TSMC (oder AMD, NVIDIA usw. bei Entwicklung) nicht überholen kann, werden sie wahrscheinlich nicht mit Auslastungsproblemen zu kämpfen haben.

    5. Finanzielle Stärke – Nun noch ein eher nachrangiger aber nicht zu unterschätzender Punkt. Intel hat eine starke Bilanz, einen starken FCF und zumindest gute Wachstumswerte bis dato auszuweisen.

    6. Dividende – Ich denke hier ist Intel prozentual nicht ganz oben angesiedelt, aber mit 2,6 % und einer Ausschüttung von ca. 45% und einem stetigem Wachstum gut positioniert.

    7. Mobileye – Chips sind das eine. Autonomous Vehicels das andere. Mit Mobileye hat Intel hier in einem interessantem Zukunftsmarkt ein heißes Eisen im Feuer. Auch dieses sollte man nicht unterschätzen.

    Zusammengefasst ist Intel wahrscheinlich kein lukratives Investment für die nächsten 2-3 Jahre. Wenn man aber in 10+ Jahren denkt glaube ich schon, dass hier eine tolle Gelegenheit ist.

    Ich würde mich da über ein Feedback von dir freuen (auch und vor allem wenn du anderer Meinung bist), da ich mal annehme, dass du dich mit Intel sicher schon beschäftigt hast.

    Viele Grüße,
    Christian

    1. Hallo Christian,

      die Punkte 1 bis 7 kann ich inhaltlich voll bejahen.

      Wir haben zu DM-Zeiten Intel und auch IBM ins Depot meiner Frau gelegt. Intel war damals Markführer Nr. 1, AMD ist immer nur Hinterher gehechelt und kam nie auf Sichtweite heran. Ebenso war IBM die unbestrittene Nr.1 in der IT und der beginnenden KI.

      Wenn man als Marktführer nicht alle Anstrengungen unternimmt um die Position zu halten, wenn unternehmerische Fehler begangen werden (siehe Bayer), oder die Vorstände nur $-Zeichen in den Augen haben.

      Ich mache keine Beratung, aber überlege, ob es nicht sinnvoll ist zu warten, bis Intel eventuell die Kurve gekriegt hat.

      Ich habe vor einer Stunde Verkaufsorder für Intel bei der Nasdaq und IBM bei der NYSE getätigt.

      In meinem Depot habe ich AMD, Nvidia, Texas Instruments und ASML aus der Halbleiterindustrie, bin damit sehr gut aufgestellt.

      Viele Grüße

      Peter

    2. Hallo Christian,

      vielen Dank für Deine tolle Zusammenfassung der Chancen, die Intel aus Deiner Sicht derzeit bietet.

      Ich habe mir Intel natürlich immer wieder angeschaut. Ich bin aber von den langfristigen Aussichten nicht so richtig überzeugt. Ich selbst verwende sehr viele Apple-Produkte und in meinem Umfeld steigen seit Jahren immer wieder Nutzer darauf um. Ich selbst habe in meinem iMac und meinem MacBook Air noch Intel-Chips. Beim nächsten Neukauf werden da aber Apple-Chips drin sein. Und so nimmt der Marktanteil von Intel im Notebook-Bereich auch nach den eigenen Prognosen in Zukunft deutlich ab.

      Natürlich ist Intel immer noch gut aufgestellt. Aber mir fehlt im Moment die überzeugende Story dahinter. Und wenn die Aktie – wie Du sagst – die nächsten 2-3 Jahre kein lukratives Investment wird, dann warte ich lieber genau diese Zeit ab. Und wenn der Turnerbund dann absehbar ist, dann kann ich immer noch investieren. Noch so einen „Riesen alter Zeiten“ wie IBM möchte ich mir mit Intel nicht ins Depot legen.

      Viele Grüße Ben

      1. Hi Ben und Peter,

        besten Dank für die Rückmeldung. Ich investiere seit knapp 3 Jahren und bin dankbar für kritische Rückmeldungen der alten Hasen. Und ihr habt da ja völlig recht, es gibt auch Risiken. ;-) Gerade die Sache mit Apple und Microsoft hatte ja letzten Herbst mächtig ins Kontor geschlagen (Aktienpreistechnisch) und wird vielleicht noch Nachwirkungen haben.

        Viele Grüße und viel Erfolg weiterhin, Christian

  4. Der Peter P ist hier im Forum einer der wesentlichen Meinungsführer (für mich). Mit so viel Sachverstand und langjähriger Börsenerfahrung kann man seine Beiträge nur goutieren. Immer wenn Peter P oder Manfred hier posten, lese ich aufmerksam mit. Einfach wunderbar.

  5. servus, ich bin grade unsicher, wo ich meine frage am besten poste also mach ich es einfach unter dem aktuellsten beitrag von dir. heute ist mir folgendes aufgefallen: ich habe eine dividendenabrechnung vom smartbroker erhalten. Die aktie Generall Mils ist betroffen. Ex tag war der 7.10. und als Umrechnungskurs wurde 1,1648 (EUR/USD) genommen. Gleichzeitig habe ich noch die dividende von VZ bekommen. Wieder Extag der 7.10. Nun wurde aber der Kurs 1,1659 (EUR/USD) genommen. Beide Zahlungen habe ich heute am 1.11. erhalten. Also da stinkt doch was zum himmel oder? Hinzu kommt, dass der EUR/USD am 07.10. noch heute am 01.11. auch nur in der nähe von 1,1648 oder 1,1659 liegt. Du bist ja auch beim Smartbroker und hast sowohl die GIS als auch die VZ im Depot.

    Hast Du lieber Divantis oder die anderen Mitleser dafür eine Erklärung?

    1. Also der vorletzte Satz in meinem letzten Post soll heissen: Hinzu kommt, dass der Kurs vom EUR/USD weder am 07.10. noch heute am 01.11. auch nur in der Nähe von 1,1648 bzw 1,1659 liegt.

      1. oje, ich bin nicht der peter P und bitte um verzeihung, wenn mein Nickname hier sehr ähnlich ist wie der von dem Peter P. Das war keine absicht. Sorry dafür

    2. Hallo Peter,

      ich habe heute auch die Abrechnung bekommen und nach Deinem Kommentar direkt mal drauf geschaut. Ich habe die identischen Umrechnungskurse wie Du bekommen. Bei AT&T (ebenfalls identische Ex- und Pay-Tage) habe ich 1,1648 erhalten – so wie bei General Mills.
      Der Ex-Tag ist für den Umrechnungskurs unerheblich, das ist bei allen Brokern so. Eigentlich müsste der 1.11. relevant sein. Da der Smartbroker die Dividende aber schon am Samstag (30.10.) gebucht hatte, haben die einen anderen Tag genommen. Und auf den Umrechnungskurs an diesem Tag nehmen die dann ihre Marge. Deshalb ist der Umrechnungskurs schlechter als die Kurse, die wir sonst so am Devisenmarkt sehen. Auffällig ist nur die Abweichung bei Verizon.
      Du kannst ja mal beim Smartbroker nachfragen wie das zustande kommt. Wahrscheinlich werden sie es auf Clearstream schieben und dass die Dividende zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei ihnen angekommen sei…

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben und Peter,

        das ist eine interessante Beobachtung. Hat jemand Erfahrungen mit den Margen, die sich die verschiedenen Broker bei der Dividendenumrechnung genehmigen? Sollten hier die Neo-Broker deutlich ungünstigere Umrechnungskurse nutzen, macht es doch Sinn die Aktien zu einem Broker zu transferieren, der eine kleinere Marge bei Dividenden hat. Würde mich mal interessieren ob es dazu schon eine Analyse gibt.

        LG,
        Fabian

  6. Hallo Ben,

    du hast unter der Seite „Dividendenkalender“ im Monat Oktober verschiedene Jahre doppelt verlinkt. Dies nur zur Info. :)

    Viele Grüße

  7. Ich bin gespannt, was die nächsten Monate am Börsen-Horizont so bringen werden :) Um die Weihnachtszeit herum mache ich häufig gute Geschäfte. LG Jeanne

  8. Wisst ihr wieso ich bei TradeRepublic einen Kurs von ca. 55€ bei BB Biotech aufgeführt bekomme? Hatte vor BB Biotech zu kaufen aber der Kurs ist doch eigentlich höher?

    1. Hallo Sonny,
      ich habe einen Kurs von knapp unter 60EUR, dies ist der Kurz vom 28.06.19 – letzter Handelstag von Schweizer Aktien an Europäischen Börsen. Diese sind meines Kenntnisstandes nach nicht bei Trade Republic handelbar – ist aber bei TR nicht wirklich gut dargestellt.
      Beste Grüße
      Alex M.

  9. Hallo Sonny, hallo Axel,

    BB Biotech hat in Deutschland eine Zweitnotierung, siehe Finanzen100. Aktuell könnt Ihr bei Xetra und Lang & Schwarz kaufen.

    Wir haben BB Biotech in Zürich gekauft.

    Viele Grüße

    Peter

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