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Die Märkte bleiben nervös und diese Aktie ist ihr Seismograph

Extrudierte 3D‑Illustration zum Thema BlackRock und Finanzmärkte. Im Zentrum steht der Schriftzug „BlackRock“ in glänzenden, metallischen Buchstaben. Dahinter steigt ein grüner Pfeil als Symbol für wachsende Aktienkurse an. Umgeben von 3D‑Elementen wie einem Globus, einem Bullen, Goldmünzen, Banknoten und Balkendiagrammen, die Dynamik und Wachstum im Investmentbereich darstellen. Moderne, kontrastreiche Lichtführung mit blauen und goldenen Akzenten.
4.6
(55)

Die Aktie des größten Vermögensverwalters der Welt ist für mich stets ein Barometer des Aktienmarktes. Da ich langfristig an steigende Märkte glaube, ist die Aktie auch in meinem Depot gelandet.

Dabei ist sie weniger ein Indikator für einzelne Branchen, sondern ein Spiegelbild für die globale Liquidität und das allgemeine Vertrauen der Investoren in den Kapitalmarkt.

Aktuell ist die Aktie hin- und hergerissen – genau wie der Markt. Auf der einen Seite profitiert sie massiv durch Investitionen in Infrastruktur und Technologie stark vom KI-Boom. Andererseits gab es zuletzt Volatilität durch Rücknahmebegrenzungen bei speziellen Kreditfonds. Der „Seismograph“ zeigt damit aktuell leichte Ausschläge bei der globalen Liquidität an.

Als Investor sollte mir das alles vertraut sein. Aber trotzdem beschäftigt es mich und hat mich nun auch zu einer Reaktion veranlasst. Wie ich mit der Situation umgegangen bin und wie hoch die diesjährige Dividendenerhöhung ausgefallen ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

BlackRock positioniert sich als One-Stop-Lösung in der Vermögensverwaltung. Es gibt kaum einen Bereich, in dem die weltweite Nr. 1 nicht vertreten ist. Ich habe ursprünglich wegen des Unternehmensteils iShares investiert. Seitdem partizipiere ich am ETF-Boom, ohne selbst einen ETF kaufen zu müssen. Das Unternehmen habe ich hier ausführlich vorgestellt.

BlackRock ist seit dem Kauf von Global Infrastructure Partners aber auch im Private Equity-Bereich in einer Führungsposition vertreten.

Mein Investment

Meine Käufe von BlackRock in 2017 und 2020 erfolgten im Durchschnitt deutlich unter der Hälfte des aktuellen Kursniveaus – gerechnet in US$. Für meine ersten 5 Aktien zahlte ich vor ziemlich genau 9 Jahren je 380,47 US$. Meine „teuersten“ Stücke sammelte ich im Januar 2020 für 529,45 US$ ein. Auch sie haben sich bis heute im Kurs ungefähr verdoppelt. Zusätzlich habe ich über die Zeit stetig steigende Dividenden kassiert.

Gewinnrealisierung

Am 25.03.2026 verkaufte ich 10 meiner 25 BlackRock-Aktien außerbörslich über Société Générale. Zu diesem Zeitpunkt gab es dort den besten Geldkurs. Ich erhielt 842,00 € je Aktie. Vom Verkaufserlös wurden 1.262,94 € Steuern einbehalten, so dass der Nettoerlös 7.149,16 € betrug.

Für die verkauften Aktien hatte ich nach der FIFO-Methode (First in, First out) 3.623,70 € bezahlt. Außerdem hatte ich für sie 925,01 € an Nettodividenden erhalten. Das ergibt dann einen Total Return nach Steuern von 4.477,47 € oder 123,6%. Mein für BlackRock eingesetztes Kapital liegt nach diesem Teilverkauf noch bei 364,40 €.

Die Aktie von BlackRock

Die Entwicklung der Aktie von BlackRock in den letzten 10 Jahren ist weiterhin imposant. Sie zeigt tendenziell eine Entwicklung von links unten nach rechts oben. Aber als Investor muss man immer Rückschläge aushalten: Nach einem Zwischenhoch in 2021 ging es in den folgenden Jahren erst mal abwärts und dann seitwärts. Ende 2024 wurde dann wieder ein Hoch erreicht, bevor es bis April 2025 um etwa 20% runter ging. Es folgte ein erneuter Anstieg, der im Oktober 2025 seinen Höhepunkt bei 1.202,59 US$ fand. Und Ende Februar 2026 notierte die Aktie – direkt vor dem Angriff auf den Iran – noch bei 1.093 US$. Aktuell notiert die Aktie knapp unter der Tausendermarke:

BlackRock 10-Jahres-Chart in USD
BlackRock 10-Jahres-Chart in USD

Dividende

BlackRock zahlt erstmals eine Quartalsdividende von 5,73 US$ je Aktie (zuvor: 5,21 US$). Das ist eine Erhöhung um 10,0%.

Dividendenabrechnung

Für die zum Dividendenstichtag noch 25 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 143,25 US$. Flatex rechnete zum Kurs von 1,1596 in Euro um. Das entspricht dem EZB-Referenzkurs am Tag vor dem Dividendenzahltag. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 91,98 €. Sie wurde mit Wertstellung 24.03.2026 überwiesen.

BlackRock Dividendenzahlung im März 2026

Dividendenrendite

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann zahlt BlackRock eine Jahresdividende von 22,92 US$. Bei einem Aktienkurs von 976,06 US$ (Schlusskurs am Dividendenzahltag) ergibt das eine Dividendenrendite von 2,4%. Da BlackRock seine Dividende üblicherweise jährlich erhöht, dürfte bei einem heutigen Kauf die tatsächliche Jahresdividende höher liegen. Bleibt es beim bisherigen Turnus, dann wird die Quartalsdividende wieder mit der März-Zahlung 2027 höher sein.

Yield on Cost

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) berechne ich, indem ich die Brutto-Dividende der jetzigen Abrechnung vervierfache und damit einen Jahreswert mit unterstelltem gleichen Wechselkurs erhalte. Anders ist es nicht zu rechnen und daher auch nur eine Momentaufnahme. Die rechnerische Jahresdividende liegt demnach bei 494,14 €. Bezogen auf meinen Einstand von 9.893,58 € ergibt das einen YoC von 5,0%.

Durch die Gewinnrealisierung werden meine Dividendenerträge ab der nächsten Quartalsdividende natürlich zurückgehen. Aber das ist kein Beinbruch. Denn schon im Jahr 2028 werden dann die erhaltenen Nettodividenden und der realisierte Gewinn in der Addition meine Einstandskosten komplett abdecken. Ab dann erhalte ich die Dividenden, ohne dafür eigenes Geld eingesetzt zu haben. Natürlich ist das in gewisser Weise auch eine Milchmädchenrechnung, da ich die bisherigen Kapitalkosten unberücksichtigt lasse. Aber es ist ein Investitionsprinzip, mit dem ich gut leben kann und das mich entspannt die weitere Entwicklung verfolgen lässt.

Perspektiven von BlackRock

Für den Teilverkauf von immerhin 40% meiner Depotposition gab es mit dem Irankrieg und den täglichen Unwägbarkeiten vor allem globale Gründe. Ich wollte meine Cashquote erhöhen und habe auch bei MSCI Inc. und Microsoft solche Gewinnrealisierungen vorgenommen.

Aber es gab – zumindest im Hinterkopf – auch noch ein spezifisches Thema. In den letzten Wochen häuften sich die negativen Nachrichten zum Bereich „Private Credits“. Hier ist BlackRock als führender Vermögensverwalter auch stark engagiert. Und die konjunkturelle Lage in den USA ist nicht einfach. Entsprechend steigen die Kreditausfälle.

BlackRock ist mittlerweile mit rund 200 Mrd. US$ im Bereich Private Debt engagiert. Vor allem die Zukäufe von Global Infrastructure Partners (GIP) und insbesondere dem Private-Credit-Spezialisten HPS Investment Partners (Mitte 2025 abgeschlossen) führten zu einem massiven Anstieg der Assets Under Management von BlackRock in diesem Sektor.

BlackRock öffnet diesen früher exklusiven Markt zunehmend für qualifizierte Privatanleger durch Produkte wie den BlackRock Private Credit Fund (BDEBT). Das Problem dabei ist, dass solche Private-Credit-Fonds in langfristige, illiquide Kredite investieren. Gleichzeitig bieten sie Anlegern oft quartalsweise Rückgabemöglichkeiten an.

Hinzu kommt, dass in diesen Fonds auch Kredite für eigentlich insolvente Unternehmen enthalten sein können, aber die Bewertung noch auf einem alten Niveau erscheint. Und bei steigenden Zinsen, die durch den Inflationsschub aufgrund steigender Energiepreise nun wahrscheinlicher werden, kommen die schwachen Unternehmen erst recht unter Druck.

Alles in allem ist das keine gute Mischung. BlackRock betont zwar die Diversifikation und stabile Renditen. Und ich glaube auch nicht, dass die Situation für BlackRocj selbst bedrohlich werden könnte. Aber ein Gewinneinbruch bei einem deutlichen Einknicken der Konjunktur erscheint mir nicht ausgeschlossen.

Der Aktienkurs ist ja auch schon von seinem Allzeithoch etwas zurückgekommen. Mir war es nun jedenfalls ein passender Zeitpunkt, etwas Geld vom Tisch zu nehmen. Und trotzdem bleibe ich ordentlich in BlackRock investiert. Die verbleibende Depotposition ist weiterhin fünfstellig.

Und so werde ich natürlich die Entwicklung von BlackRock genauso aufmerksam wie bisher verfolgen. Zuletzt wurde das Ergebnis für das Jahr 2025 berichtet. Die schiere Größe ist dabei erneut kaum zu begreifen. 698 Mrd. US$ frische Gelder wurden im letzten Jahr eingesammelt und insgesamt nun 14 Billionen US$ verwaltet (+22%). Das ist mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland.

Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um 19% zu. Der tatsächliche Gewinn sank jedoch aufgrund von Einmalaufwendungen um 16% je Aktie. Bereinigt gibt BlackRock jedoch einen Gewinnzuwachs von 10% je Aktie an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl der Aktien durch die Zukäufe gestiegen ist.

BlackRock kauft jedoch traditionell auch Aktien zurück, im letzten Jahr für 1,6 Mrd. US$.

Abgesehen vom Risiko bei Private Credit hat BlackRock im Bereich der verwalteten Aktien und Anleihen weiterhin einen Margendruck. ETFs stehen im Wettbewerb und Investoren schauen auf die Verwaltungsgebühren.

BlackRock begegnet dem Druck durch neue Geschäftsfelder, insbesondere bei Private Equity und eben auch Private Credit. Zusätzlich sorgt das immense Volumenwachstum für einen gewissen Ausgleich.

Die Aktie von BlackRock ist seit jeher ein Spiegelbild der Märkte. Deshalb ist sie auch kein Mittel, die Volatilität im eigenen Depot zu reduzieren. Wer die Schwankungen aushält, wird jedoch auf lange Sicht mit Kurszuwächsen und Dividendensteigerungen belohnt. Wobei die diesjährige Dividendenerhöhung von 10% erstmals wieder so deutlich war. In den letzten Jahren waren es deutlich weniger.

Mit einem angepassten Jahresgewinn 2025 von 48,09 US$ ergibt sich ein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,8. Das ist – auch historisch gesehen – nicht überteuert. Die Frage ist aber, ob der Gewinn 2026 gehalten werden kann. Und da habe ich angesichts der aktuellen Situation meine Bedenken. Langfristig dürfte die Perspektive aber weiterhin positiv sein.

Bereits am 14. April berichtet BlackRock die Ergebnisse zum 1. Quartal 2026. Sie werden Aufschluss über die kurzfristige Entwicklung geben.

Mit meiner verkleinerten, aber immer noch großen Depotposition (2,4% Depotanteil jetzt) werde ich nun entspannt die Meldung lesen und insgesamt hoffen, dass es zu keinen größeren Ansteckungen des Finanzsystems durch den Private Credit-Markt kommt. Mit der vergrößerten Cash-Position bin ich aber nun für die kommenden Monate besser aufgestellt. Und langfristig glaube ich weiter an Wachstum und Erfolg von BlackRock.

Auf einen Blick:

Unternehmen:BlackRock
ISIN:US09247X1019
Im Divantis-Depot seit:04.04.2017
Letzter Nachkauf am:15.01.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:15
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:417,99 €
Gesamtkaufpreis:6.269,88 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.428,01 €
durch Teilverkauf am 25.03.2026 realisierter Gewinn (Kurs und Nettodividenden):4.477,47 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
BlackRock Reports Full Year 2025 Diluted EPS of $35.31, or $48.09 as adjusted
Fourth Quarter 2025 Diluted EPS of $7.16, or $13.16 as adjusted

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Kommentare

23 Kommentare zu „Die Märkte bleiben nervös und diese Aktie ist ihr Seismograph“

  1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    An BLK führen wenige Wege vorbei, ein Muss in jedem Finanzsektor des eigenen Depots, wie ich finde. Ich bin glücklich über die 10 Aktien, die mit über 30% bequem im Plus stehen.
    Die Werte im Aktienterminal von Traderfox lassen sich auch sehen:
    – Qualität: 12 von 15 Punkten
    – Dividende: 14 Punkte
    – Wachstum: 8 Punkte
    Robustheit: 11 Punkte.
    10-J-Kurs von über 200%, Ausschüttungsquote unter 60%, Debt/Equity unter 0,3, operative Marge über 30% > Die Argumente/Kennzahlen, die für BLK sprechen sind in der Tat zahlreich.
    Übrigens, wenn man sich den Langfristchart ansieht: Eine Abwärtsbewegung seit dem ATH im Herbst 2025. Wer überlegt einzusteigen, wäre jetzt wohl nicht schlecht beraten.
    Keine Anlageberatung! ;-)

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    Die aktuelle Meinung des Kapitalmarktes zum Bereich Private Credit (Debt) ist nach Durchsicht der großen Assetmanager eindeutig. Der Markt mag diesen Subsektor im Moment überhaupt nicht. Der smarte Investor will sie nicht in seinen Büchern.
    In direkter Korrelation zum Exposure /Wachstum Exposure Private Credit wird der Assetmanager im Kurs abgestraft.
    Die aggressivsten Assetmanager haben umgekehrt proportional zum Exposure Private Credit verloren.
    Ares Management Corp fast halbiert, Apollo Global Management, Blackstone, KKR usw. alle ähnlich schwindsüchtig innerhalb kurzer Zeit.

    Blackrock hat noch Glück, das HPS auf Grund der schieren Größe von Blackrock anteilig „klein“ ist.
    Dagegen werden z.Bsp. State Street Corp und Northern Trust Corp, die diesen Sektor links liegen lassen, dafür eher belohnt.

    Kein gutes Zeichen für den Sektor Private Credit.

    Hatte Blackrock nicht und will sie auch das nächste Jahr bestimmt nicht kaufen.

    meine kleinen Anteile von KKR und Apollo Global u.ä. habe ich rechtzeitig gut grün wieder aussortiert. war Glück.

    US Großbanken sind relativ stabil. Kleine US Banken schaue ich mir nicht mehr an.
    Die großen Banken haben stabile Erträge, solange die Inflation und die Zinsen so sind, wie sie sind. Sie werden für Anleihenkäufe/Emissionen/Sekundärmarkt usw. in Zukunft noch stark gebraucht…
    Regierungen und Große Banken werden sich gegenseitig nicht wehtun.

    Für mich gedanklich der Finanzsektor sowieso zur Zeit mit ganz stark angezogener Handbremse und die Invest-Ampel eher auf gelb, Richtung rot.
    Verkaufe meine großen Banken und Versicherungen nicht, stecke aber frisches Kapital eher lieber in Rohstoffe und Energie/Stromversorgung.

    Was noch?
    Iran :
    Weekend Oil + 7,5%
    Das Thema läßt uns nicht los, so sehr sich auch der eine oder das wünschen mag.
    Je länger das dauert, desto teurer wird das alles. Es wird teurer nicht linear, sondern exponentiell zum Zeitverlauf. Meinung.
    Europa wie die drei Affen, nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Kopf meistens im Sand.
    Russland und China essen Popcorn vorm Fernseher und haben schon mal das Bier kaltgestellt.

    Eventuell wird der Iran nach Vietnam und Afghanistan das nächste Land, an dem sich die USA die Zähne ausbeißen.

    Also alles in allem schwierig. Sollte sich der Iran behaupten, wird Öl nie wieder zu 50 oder 60 $/bbl. kosten.
    Mal sehen, was die Notenbanken/Regierungen machen, wenn es eng wird,
    vielleicht entspannt es sich aber auch allmählich, wer weiß das schon.

    Verkaufe selber aber eher nicht. Der Dividendenstrom hat schon was geniales.

    Schönen Restsonntag.
    Nur Meinung.

    1. Avatar von Manfred
      Manfred

      Was privat equity betrifft :
      Kaufen, wenn die kanonen donnern.
      Aber : qualitaet

  3. Avatar von Tobs
    Tobs

    @Thomas:

    Ist BLR das Novo Nordisk der Finanzindustrie: Ein zwar sehr gutes Unternehmen, aber heillos überbewertet? Ich sehe es jedenfalls stets kritisch, wenn einzelne Unternehmen einer Branche hochgejubelt werden. Und dann so getan wird, als ob die Probleme, die Peers haben, für das jeweilige Unternehmen nicht zutreffen.

    Allerdings, auch wenn ich nie ein riesiger Fan von der Aktie BLR gewesen war, würde ich fairerweise die Probleme, insbesondere das Thema Private Markets/Private (Corporate) Debt bei BLR sicherlich irgendwie einwerten, aber nicht zu aufhängen.

    BLR bleibt ja weiterhin resilient, weil es strukturell breiter aufgestellt ist als viele klassische Asset Manager (passive Produkte, institutionelle Mandate, Technologie wie Aladdin usw.).

    Der Nahbereich ist ein wenig hakelig, weil auch BLR trotz seiner breiten Aufstellung marktabhängig ist: AUMxFee Rate=Umsatzbasis. Jeder der strukturell Risiken für die Märkte sieht, befürchtet niedrigere Marktwerte und vermutlich Nettomittelabflüsse… Letztlich ist insoweit auch eine gut geführte BLR ein Zykliker wie die Peers auch, nur wurde das vielleicht von den Fanboys von BLR lange Zeit ignoriert. Bei Novo Nordisk war der Fall ein wenig anders gelagert, aber so wie bei BLR die Marktabhängigkeit, so wurde bei Novo Nordisk das Wettbewerbsproblem negiert. Immer wenn alle von einem Free Lunch ausgehen, ist doch irgendwie der Wendepunkt nah…

    …und da lobe ich mir, dass ich letztes Jahr stark meine Position Franklin Ressources ausgebaut hatte. Für viele war das eine Value Trap, und dass die seit Ewigkeiten ihre Dividende jedes Jahr erhöhen, war auch allen egal. Sie waren unsexy, weil sie das Gegenmodell zu BLR waren. Und was soll man sagen: Sie haben im jüngsten Quartal wieder einen Nettomittelzufluss von 28 Mrd. USD hinbekommen, was jetzt bezogen auf die AUM von rd. 1,65 Billionen USD nicht die Welt ist, aber eine wichtige Trendumkehr bedeutet hatte. Auch die Flows in Aktien, Multi Asset, AI, ETF und andere waren positiv, dort wo sie tot gesagt wurden. Sie verwalten also nicht nur Bestände, sondern wachsen wieder dynamisch, und zwar auch in neuen Produktkategorien. Wurde auch Zeit!! Denn lange lief es eher zäh. Aber hier haben wir es wieder: Cash Flow ist King, und davon hatten sie stets reichlich und konnten daher ihre Produktanpassungen mit dem erforderlich langem Atem angehen und hierbei sogar die Dividende weiterhin (marginal) erhöhen). Und beim Problemkind, dem akquirierten Western waren die Net Inflows sogar über 35 Mrd. USD groß.

    Der Kurs von Franklin Ressources hat sich auch wieder ganz hübsch gemacht in den letzten Monaten.

    Warum schreibe ich das in so epischer Breite? Meine Meinung: Man muss wirklich wissen, warum sich für ein Unternehmen entscheidet und sich für das Geschäftsmodell interessieren. Ich vermute, viele BLR Aktionäre haben die Aktie am Ende gekauft, weil das hot shit war, so wie bei Novo Nordisk auch, und wenn die Aktie dann anfängt zu wackeln, wird eher geschmissen.

    BLR war eben immer ein Wachstums- und Skalierungscase, und da kommen Bewertungen schneller unter Druck, wenn die Perfektion nicht mehr perfekt genug ist. Franklin Ressources hingegen war eine langweilige, aber solide Cash Flow Maschine, die schlicht unsexy gewesen war und der man unterstellte, sie würde ihr Geschäftsmodell nicht adaptieren können, was sie allen Unkenrufen zum Trotz aber getan hat.

    Aus dem Grunde kaufe ich Franklin Ressources und meine TRP noch mal bisser’l nach, aber BLR würde immer noch nicht meine Begehrlichkeit wecken (weil es nicht mein Investment Style ist, gegen das Unternehmen selbst würde ich nicht anschreiben wollen). M&G bin ich happy mit, aber kaufe sie nicht nach, da ihr Geschäftsmodell weniger an hervorragendem Asset Management als an Solvency II Überschuss und Ausschüttungsprofil hängt. M&G ist eine super Income Aktie (als ich sie kaufte, 11,5% Rendite auf Kosten), aber kein Compounder.

    Und jetzt mal was Positives: Die Blockade von Hormus durch Donald the Trump sind extrem gute News für uns alle, die mit einem längeren Anlagehorizont als eine Tagesfliege anlegen. Das wird die Ölpreise noch weiter in die Höhe treiben, die Inflation und die langfristigen Refinanzierungssätze auch. Und das bedeutet: Sinkende Vermögenswerte!!! Aktien werden billiger! Und das ist doch, was wir Cash Flow Investoren lieben: Mehr Aktien für weniger Geld!! Wir dürfen dann nur eben nicht jeden Tag auf den Kurs der Aktie nach Einkauf schauen. :-)

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Tobs, du hast cojones und einen langfristigen Blick.
      Aus diesem Holz sind gute Investoren geschnitzt.
      Bravo!

    2. Avatar von Manfred
      Manfred

      ?????
      Ich versteh nur bahnhof !
      BLR, M&G, AUM, TRP.
      Hab ich was vergessen.
      Ich kann halt kein chinesisch !
      :-)

    3. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Hallo Manfred,

      dem Manne kann geholfen werden:

      Gehe auf diese Seite und geben im Suchfeld die Kürzel ein. Du musst verstehen, dass zum schnellen Austausch Kürzel praktisch sind.

      https://finance.yahoo.com/

      Gruß Frank

    4. Avatar von Tobs
      Tobs

      Manfred: Ich kann’s leider auch nicht (chinesisch). Das finde ich schade, weil es ein echter Advantage wäre! Als ich als Student die Bücher von Jim Rogers gelesen hatte, war ich bereits fasziniert, dass er seinen Töchtern von klein auf Mandarin beibringen ließ. Neben einigen Sprachen, die ich (von ein bisschen über halbwegs bis recht gut) beherrsche, habe ich mir vorgenommen, dieses Leben noch mir eine weitere romanische Sprache anzueignen, ganz gewöhnlich über Sprachschule. Als Abwechslung für den Kopf und um mein Dividendenleben eines Tages gut vorzubereiten und vielleicht dann auch zukünftig mit meiner Hausbank besser kommunizieren zu können…. :-)

      Ach ja – AUM=Assets under Management.

  4. Avatar von Thomas
    Thomas

    wohl kein Zufall, das sich auch ausgerechnet Howard Marks mit dem scheinbar heißen Thema Private Credit in seinem jüngsten Memo auseinandersetzt.
    https://www.oaktreecapital.com/insights/memo/whats-going-on-in-private-credit?fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQMMjU2MjgxMDQwNTU4AAGnzXRacGb72SpVuidKPG66TLlxZ3HJnou-UOHWb7hgwIRe7pIZBaiEhSu9ZTk_aem_CVfawVtm_nAEZ1quP1bt1w

    Hab`s selbst noch nicht ganz durchgelesen, da man hier eine höhere Aufmerksamkeit benötigt, aber es lohnt sich idR immer, sowas gründlich zu lesen.

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Danke Thomas
      für dieses Memo.
      Vermutlich wird dieser ganze Private Equity/Lending-Wahnsinn der Auslöser für die nächste Finanzkrise . Wer weiß schon, wie diesen ganzen Ansprüche wieder weiterpackt und verkauft werden. Nicht nur Banken/Versicherer sind da munter unterwegs, sondern sogar Versorgungswerke.

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Hansi,

      ich sehe kein Potential für eine (echte) Finanzkrise.

      Der große Unterschied ist doch, dass hier die Engangements außerhalb von Bankbilanzen, nämlich in Investmentvehikeln (Fonds), eingegangen wurden. Der Unterschied ist extrem fundamental.

      Auf einer Bankbilanz hast Du, selbst bei heute wesentlich strengeren Eigenkapitalanforderungen als bei der letzten größeren Finanzkrise, immer noch einen guten einen Hebel auf das Eigenkapital (eine Bankbilanz ist ja letztlich nichts anderes als ein großer Hebel). Das Risiko ist immer der Hebel viel mehr als das für das Investment eingesetzte Eigenkapital.

      Die Investmentvehikel (Fonds) selbst sind aber einfach nur Eigenkapital, das typischerweise nicht gehebelt ist. Was passiert schlimmstenfalls? Eigenkapital für das Investment wird verbrannt, das ist sicherlich häßlich genug, keine Frage.

      Aber das war es dann auch schon. Und letztlich ist das betroffene Geld weitgehend spekulativeres Geld oder institutionelles Geld, das für solche Investments wiederum eher eine kleinere Quote der jeweiligen Kapitalsammelstelle ausmacht….Ach ja…Und die armen Privatanleger natürlich, die sich beispielsweise über ELTIF da haben reinziehen lassen, für die wird es natürlich ein größerer Brocken ihrer privaten Vermögensbilanz. Das ist für das System aber nicht relevant bzw. schlimm, sondern „nur“ für sie. Wie immer, die haben am wenigsten Ahnung, am wenigsten Ressource zum diversifizieren und verlieren am meisten…Das finde ich eine echte Schande, wenn Neobroker, die mit der „Demokratisierung der Kapitalanlage“ junge, unerfahrene Anleger catchen und die dann für eine Prämienvereinnahmung da reinschicken. Sie allokieren in eine risikobehaftete Kapitalanlage. Und vermutlich haben sie als junge Menschen dem gegenüber überhaupt noch nicht ausreichend weniger risikobehaftete Kapitalanlagen ausbauen können, so dass dies zumindest in einem akzeptablen Verhältnis zueinander stünde. Und zum Teil werden sie mit lächerlichen Risikoprämien abgespeist, die eine etwas professionellere Kasse für das eingegangene Risiko eher nicht akzeptieren würde (insbesondere seit dem Ende der Niedrigzinsphase). Das ist strukturell richtig schönes Lose-Lose.

      Letztlich sind Aktien eben die sicherste Anlageklasse, auch wenn das einige für kontrakfaktisch halten: Aber solange man Schwankungen nicht als Risiko bewertet, sind sie transparent, liquide und keine binäre Wette auf den jeweiligen hot shit im Marketing für den letzten, den die Hunde beißen.

      Aber: Es gibt kein Thema von Schieflagen und gegenseitigen Vertrauenskrisen unter den Banken in gehörigem Ausmaß, meiner Meinung nach. Wäre auch zu einfach, wenn man wüsste, wer der nächste schwarze Schwan sein soll. :-)

  5. Avatar von Thomas
    Thomas

    nach kurzer Beschäftigung mit Oaktree Capital (OAK-PB) und Brookfield Assetmanagement
    (BAM) wird mir die Intention des Memo`s von Howard Marks klarer.
    Oaktree Capital wurde ja auch erst final Anfang 2026 von Brookfield Assetmanagement übernommen.
    Brookfield Asset Management hat ja nun genau wie alle anderen Assetmanager, die bisher starkes financial Engineering betrieben haben, mittlerweise auch in 6 Monaten locker flockig 25 % an Kurswert eingebüßt.
    Howard Marks kennt natürlich als alteingesessene native Spinne im Netz genau diese Geschäftsmodelle vermutlich besser als den Inhalt seiner eigenen Westentasche.
    Der Umstand, das er sich bemüßigt sieht, dieses Memo als prominentes Mitglied der Finanzmarktprosa zu schreiben, liest sich fast wie ein Entschuldigungsschreiben,
    das Oaktree selbst (aber nun nicht mehr eigenständig) nur relativ konservativ im Privat Credit Bereich investiert ist.
    (Zitat : Aus diesen Gründen macht das Privatkreditgeschäft deutlich weniger als die Hälfte der notleidenden Kreditaktiva von Oaktree aus, und das Direktkreditgeschäft repräsentiert weniger als die Hälfte unseres Privatkreditportfolios. Somit beträgt der Anteil des Direktkreditgeschäfts an Oaktrees Investitionen in notleidende Kredite lediglich rund 20 % und weniger als 15 % unseres gesamten verwalteten Vermögens.) Zitatende

    OAK-PB hat innert 6 Monaten auch nur etwa 6% verloren und befürchtet wohl nun, in diesen Sog mit hineinzugeraten.

    Eine weitere Kernaussage so ziemlich am Ende
    Zitat: Die Rückzahlung der Schulden bei Fälligkeit kann durch folgende Faktoren erschwert werden: (a) Schwierigkeiten bei der Monetarisierung von Portfoliounternehmen, (b) Herausforderungen bei der Refinanzierung und (c) Unternehmensbewertungen unterhalb des Nennwerts der Gesamtverschuldung. Zitatende

    Ich lese das für mich so, als das durchaus mögliches Ungemach drohen könnte.

    Die Margen der PE`s sind nicht mehr so hoch wie zu Niedrigzinszeiten und sie müssen sich selbst zu höheren Zinsen refinanzieren.
    Bei Rezession droht schlechtere allgemeine Kreditbedienungsqualität und schlechtere Exitmöglichkeiten für Portfoliomunternehmen sowie zu erzielende Preise.
    wenn der Markt das Rennen nach unten kriegt, können sich die ganzen Assetmanager dem nur schwer entziehen.

    Ich schaue mir das ganze nur vom Seitenrand ( in diesem Sektor) an.

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Tobs,
      was interessiert einen die EK-Quote bei Banken und Versicherungen.
      Ob 1,3,5 oder 15%! Total Egal. Die Passivseite der Finanzinstitute ist uninteressant. Die Verpflichtungen auf der Seite sind fix.

      Aber die Aktivseite ist immer ein Werthaltigskeitsabendteuer. Waren die Banken nicht schon am Zittern als die Zinsen auf über 4% und mehr gingen, wie sie ihre Anleihen bewerten können. Wenn alles von 0,5% auf paar % steigt, macht sich schon Panik breit.

      Schau dir die Türkei an. Kommt das Geld je zurück? Ist das nicht eher ein PIK-Darlehen ? Zinsen drauf, umschulden, never back,alles schon an Kataris und Chinesen verpfändet, aber wie bewerten unsere Banken die Anleihen und Forderungen ?
      Lass mal die Forderungen ausbuchen und hier brechen paar Häuser zusammen.
      Die Rückstellungen für faule Kredite sind vermutlich durch die Reihen abendteuerlich niedrig.

      Versicherung verkaufen Ausbildungsversicherunge, Kapitalversicherungen, Rentenversicherung, usw. Die gehen Verpflichtungen ein und die sind fix + optional.
      Aber was machen die mit dem vereinnahmten Geld? Anlegen wie wir und zwar immer mehr in illiquide Sachen, wie Private Equity, Lending, Infrastructure Debt & Equity.
      In der Tat ist es oft ungehebelt Eigenkapital, aber wer kauft und bilanziert diese Werte?
      Du unterschätzt die Kaufkraft der kleinen Hansis.
      Also ob die Kleinanleger in diesen Märkten herumtollen und die Party schmeißen. Die Finanzinstitute erschaften diese , verkaufen und kaufen diese. Versicherungen, Banken, Kommunen, Unternehmen usw kaufen und aktivieren die Vermögenswerte. Für solche Werte gibt es einen richtigen Markt und man kann sich jeden Vermögenswert schön hoch rechnen und teuer verkaufen.
      Illiquide Märkte haben oft das Problem, dass nur Akteure mit richtig dicker Tasche als Käufer in Frage kommen. Leider ist es in Finanzkrisen so, dass gerade die dicken Fische nach Sauerstoff lechzen und jeden Tropfen Liquidität sammelt und insbesondere halten will. Die Zahl der Käufer verschwindet über Nacht, nur Angebot und keine Nachfrage! Viel schlimmer ist dann das fehlende Vertrauen in diese Produkte. Käufer finden sich immer, aber zu welchem Preis.

      Der ganze Kryptowahnsinn wird doch nicht allein durch Tobs geschmissen. Auch hier tummeln sich die großen Fische aktuell herum. Sie sind die Milchmädchen in dieser Szene. Kam nicht heute die Meldung auf Focus, Quantencomputer knackt Bitcoin in 9 Minuten. Allein dieser Markt kann bei einer Kapitalisierung von über 1 Billionen der Startschuss für die Bankenkrise sein. Lass Zinsen auf 7% steigen oder großen Börsen um 20% crashen, dann brennt es überall lichterloh und insbesonders in diesen illiquiden Märkten. Versicherungen und Banken werden dann richtig abgestraft und ein paar machen dann die Citigroup, Commerzbank oder AIG.

      Irgendwann kommt der Tag X, er ist einfach überfällig.
      Es sind nun fast 18 Jahre Party gewesen.

  6. Avatar von Sebastian
    Sebastian

    Naja, dass „ausgerechnet“ Howard Marks über PC / PE schreibt sollte nicht verwundern. Als Chef von Oaktree ist das immerhin sein Brot- und Buttergeschäft. Für mich liest sich sein aktuelles Memo eher wie eine Art Werbeflyer. (überzogen ausgedrückt)

    Wobei ich zugeben muss, dass ich selber über Brookfield bei Oaktree dabei bin. Ich habe auch einen kleinen Teil (1-2 % v. Depot) in BDCs. (Kauf während der „großen Bankenkrise“ von Silicon Valley Bank usw.) Seitdem habe ich 40-50 % vom Kaufwert in Dividenden zurück erhalten.

    Eine etwas andere Sichtweise und weit positivere Einstellung zu den Konkurrenten von Brookfield wie KKR, Apollo, ARES Management liest man übrigens bei Michael Kissig.

    Sebastian

  7. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Also ich halte es in dieser Diskussion mit Tobs. Die Privat Credit Problematik pfeifen ja bereits die Spatzen von den Dächern. Schwarze Schwäne sind aber dafür bekannt, dass diese unsichtbar sind bis es soweit ist… Kommt mir so vor wie das Geschwurble von einem gewissen Herrn Sinn, der auch immer Katastrophenmeldungen verbreitete, die dann klang und sanglos in Vergessenheit gerieten. Man nennt sowas Erregungsjournalismus. Man kann damit, zumeist mit lancierenden Büchern, gut Geld machen und dem Ego dient es auch noch.

    Gruß Frank

    P.S. Großer Tag für Europa heute – es gibt auch noch Ereignisse über die ich mich richtig freuen kann🤓😎

  8. Avatar von Thomas
    Thomas

    gerade beim PP Update gelesen, das PP den Import von Daten(Belegen) von Trade Republic über die neue CSV Schnittstelle (?) ermöglicht. Hat das schon mal jemand gemacht. Selber grad wenig Zeit um da rumzusuchen.
    Danke

  9. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Lieber Thomas,

    da ich PP nicht verwende, kann ich Deine Frage leider nicht beantworten. Nicht, weil ich PP für ungeeignet halte, sondern well mir DivvyDiary für meine persönlichen Belange ausreicht.

    Allerdings wollte ich mich einmal als Dividendeninvestor lobend über die neue Darstellung des Dividendenkalenders als Heatmap in DivvyDiary (kostenfreie Variante) äußern. Das soll überhaupt keine Werbung bzw. Empfehlung sein. Ich habe auch sonst nichts damit zu tun.
    Ben, ich hoffe, das ist in Ordnung so. Ansonsten bitte einfach löschen.

    Viele Grüße

    Andreas P.

  10. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo zusammen,

    erstens mal, weil hier niemand schreibt (Thomas, wo bist Du?! :-)), und zweitens, weil ich ja hier immer den Anti-turn-over-Pabst gebe, oute ich mich: Hatte mich diese Woche von meiner Handvoll Infrastruktur-Titeln (Emerging Markets) mit einem unter’m Strich minimalen Kursgewinn getrennt.

    Hatte sie doch einige Jährchen gehabt und so habe ich über die Jahre (p.a.) knapp 6 Yield on Cost (Gutschriften) erzielt.

    Allerdings bin ich zunehmend ins Grübeln gekommen, ob Infrastruktur generell noch in mein Raster passt. Ganz früher hatte ich sie schlicht als High Yield gekauft, während ich über die Jahre doch immer stärker ein reiner Compounder geworden bin, der nach der Morningstar-Logik auf Burggräben (Margen!) und Kapitalallokation schaut und hierbei mittlerweile auch fast nur noch Blue Chips kauft und ausbaut. Bei den Infrastruktur-Titeln hat sich meine Wahrnehmung gewandelt: Fand ich die vergleichsweise stabile Yield früher super, so sehe ich heute darin eher einen Bond mit Equity Risiko und kaum bis gar kein Compounding. Das Geld geht nun in andere Titel in meinem Depot…

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hallo Tobs, bin noch da. Habe letzte Woche India Fund und Galenica per Direktkauf aufgestockt. Ganz langweilig.
    Habe weiter einfach nur Akkumulierungsdrang ohne was zu verkaufen. Im April und Mai kommen ja immer mal größere Jahreszahlerdividenden (letzte größere war von Zurich Insurance, die ich dann gerne wieder direkt platziere. Total langweilig, aber die in Summe stets steigenden Dividenden bestätigen mich .

  12. Avatar von Max
    Max

    Schönen guten Abend,
    Es wurde viel über Infrastruktur und Versorger gesprochen, ich würde dazu noch das Fass erneuerbare Energien aufmachen. Auch vom bereits erwähnten Anbieter Brookfield gibt es den Brookfield Renewable Corp. Aktie mit Ca 45MW im Inventar und weiteren 200MW in plannung darunter mit Westinhouse auch Atomkraft für die USA. In der peer Group mit NextEra Energie 80MW mit aktuell noch viel Gaskraft im Inventar jedoch auch mit langfristiger Plannung auf größtenteils Ernererbare Energien. Beide ungefähr gleiche Dividendenrendite (BEPC mit 3,60% Dividendenrendite jedoch mit kanadischer Quellensteuer) NextEra Energie mit durchschnittlich 10% Dividendenwachstum besser als der Konkurrent. Was sind eure Meinungen zu den zwei Versorgern im Bereich der erneuenbaren Energien. Ich denke langfristig gesehen gibt es schlechteres als ein Betreiber von erneuerbaren Energien zu sein. Siehe aktuelle Krise(n)

    Grüße
    Max

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Hallo Max,
      in Ergänzung zu BörsenSharkey:
      Ich bin ein Fan der EE, weil es moralisch Klasse ist und weil es für mich die Zukunft ausmacht (Strom aus Wind, Sonne und Wasser). Wenn es etwas gibt, das uns Menschheit den A**** retten könnte, dann vielleicht der konsequente künftige Ausbau der EE.
      Die Monsteraktie ist für mich diesbezüglich Brookfield Renewable. BEPC hat jedoch früher im Handling der Aktie und noch heute in den Kennzahlen diverse Minuspunkte aufzuweisen.

      Den Aktienmarkt habe ich immer wieder mal nach guten EE-Kandidaten gesichtet. Ich pflichte Sharkey bei, dass es gefährlich sein kann, auf die „falschen“ EE-Anbieter zu setzen (siehe Encavis vor einigen Jahren oder auch das damalige Eingehen von Solaranbietern).
      Clever könnte es sein, Anbieter zu bevorzugen, die aus einem traditionellen Geschäft kommend immer mehr zweigleisig fahren und auch EE in ihr Portfolio aufnehmen.
      Hier kommen für mich nach Recherche u.a. infrage:
      – Im Ölsektor: Total Energies, Shell, Equinor
      – Im Utilities-Sektor: NextEra, Iberdrola, RWE
      Keine Anlageempfehlung.

  13. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Max,

    Brookfield Renewable war vor 5 Jahren so der Hit der „Hochdividendenjünger“. Teil weise beschwerten Sie sich, dass Sie Ihre Papiere nicht mehr handeln konnten. Keine Ahnung warum. Wäre nichts für mich.

    Erneuerbare Energien? was ist das? Energie wird verbraucht, so oder so (Energieerhaltungsgesetz). ;)
    Vergiss bitte nicht, dass außer in D Windkraftwerke und Sonnenkollektoren nicht subventioniert werden, wenn Sie nicht liefern können/dürfen. Die großen Verbraucher in den USA setzen auf Kernkraftwerke. Die bezahlen Sie auch selber.

    Ich warne in diesem Bereich vor Homebias. Nur weil D diesen Weg geht, geht der Rest der Welt einen anderen Weg. Den Weg der „restlichen“ Welt sollte man im Auge behalten!
    Warum es in diesem Bereich ein Couvert bedarf erschließt sich mir nicht und wie jeder weiß: Ich bin Fan von Dividendensteigerungen.
    Alles meine Meinung – keine Anlageempfehlung.

    1. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Zitat BörsenHai

      „Ich warne in diesem Bereich vor Homebias. Nur weil D diesen Weg geht, geht der Rest der Welt einen anderen Weg. Den Weg der „restlichen“ Welt sollte man im Auge behalten!“

      Genau ;-)

      https://www.iwr.de/news.php?id=39626

      Grün versifft sind natürlich nur die Deutschen ;-)

      Allerdings muss man auch bei der Anlage in Regenerativen Energien die Spreu vom Weizen trennen. No Brainer auf dem Parkett per se sind natürlich auch nicht.

      Gruß Frank

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