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Kennt die Euphorie eigentlich auch noch Grenzen – Was bringt uns der Juni?

Extrudierte 3D‑Illustration eines steigenden Aktienkurses mit grünem Pfeil, blauen und orangefarbenen Balkendiagrammen, goldenen Münzstapeln und Finanzsymbolen wie „BUY“ und „SELL“. Im Hintergrund Weltkarte, Smartphone mit Kursdiagramm und Dokument „Dividende“. Das Bild vermittelt Börseneuphorie und Wachstumstrend.
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Zwar geizte der Wonnemonat Mai zunächst mit gutem Wetter, aber das störte die Börsen nicht. Wie schon im April ging es schnurstracks aufwärts! Als gäbe es keine Sorgen mehr und irgendwie war es dann auch egal, ob die Straße von Hormus passierbar ist oder nicht.

Erst war es die Aussicht auf einen Friedensplan, dann nur ein Waffenstillstand und dann wieder ein vermeintlicher Frieden usw. Eine wirkliche Lösung gab es bisher nicht und das Versorgungsloch durch die ausbleibenden Öllieferungen wird allenthalben ignoriert.

Außer an den Bondmärkten, deren Renditen steigen und steigen. Aber auch das wird noch nicht als Alarmzeichen gewertet.

Stattdessen wird über Billionen-Bewertungen für anstehende Börsengänge von SpaceX, OpenAI und Anthropic diskutiert.

Du merkst wahrscheinlich schon an diesen einleitenden Worten, dass ich dem Braten nicht so recht traue und steigende Risiken sehe. Doch erst mal freue ich mich natürlich auch über einen gelungenen Monatsabschluss. Wie sich meine Geldanlagen im Mai entwickelt haben und wie ich mich jetzt für den Juni aufstelle, erfährst Du in diesem Beitrag.

Der Mai ist bekanntlich mein Lieblingsmonat an der Börse. Denn hier fließen die größten Dividenden aus meinem Depot auf mein Konto. Und wenn dazu noch die Aktienkurse steigen, ist das natürlich besonders schön.

Trotzdem erinnere ich mich noch gut an den März: da erlebten wir den überraschenden Angriff auf den Iran und einen Kursrückgang, der die gesamte Performance seit Jahresbeginn zeitweise eliminierte. Und es gab ja durchaus gute Gründe dafür. Die Weltwirtschaft ist abhängig von einem funktionierenden Kreislauf, in dem das Öl aus dem Nahen Osten eine zentrale Rolle spielt. Bleibt es nun wegen der Sperrung der Straße von Hormus aus oder wird deutlich knapper, dann muss das an irgendeiner Stelle eingepreist werden.

So rational wie die Börsen im März reagierten, so irrational – so deutlich will ich es mal nennen – agieren sie aktuell. Wir haben bereits wieder Höchststände in den führenden Indizes gesehen und es wird einfach weggeschaut. Dabei bestehen die Probleme weiter.

Zeitgleich erleben wir einen Hype und eine Knappheit um Hardware, wie sie auch nicht vorstellbar erschien. Inzwischen sind Speicherchips zu einem seltenen Gut geworden und selbst gängige Massencomputer haben monatelange Lieferzeiten.

Was gut für meine Depotwerte wie Lam Research oder Cisco ist, kann für die Wirtschaft nicht von Vorteil sein. Steigende Kosten sind eigentlich schon vorprogrammiert. Ob sie durch noch stärker steigende Gewinne kompensiert werden können, ist zumindest noch offen.

Genug der Einleitung an dieser Stelle. Ein Thema habe ich noch: Ich hatte bei meinem letzten Bericht über die fairsten Umrechnungskurse bei den einzelnen Brokern über Scalable Capital ein negatives Fazit ziehen müssen. Sie hatten bei US-Dividenden erst 3 Bankarbeitstage nach dem Zahltag die Wertstellung vorgenommen. Ein wirkliches Unding, dass sich in dieser Form keine andere Bank erlaubte. Und siehe da – es bewegt sich etwas: Bei der April-Dividende von Realty Income hatte Scalable Capital die Wertstellung schon auf 1 Bankarbeitstag nach dem Zahltag verkürzt. Und bei der Mai-Dividende passierte dann die Sensation: Die Buchung erfolgte sogar schon 1 Tag vor dem Zahltag mit Wertstellung am Zahltag! Sollte das kein Ausrutscher sein, sondern die neue Methodik, dann wäre das sehr zu begrüßen. Ich werde es beobachten und darüber berichten. Vielleicht habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit anderen US-Titeln gemacht und könnt in den Kommentaren etwas Licht ins Dunkel bringen?

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:

Dividendendepot: 551.110 € (+2,2% im Mai, +3,9% YTD)

Anti-Depot: 14.398 € (+1,2% im Mai, +8,7% YTD)

Zitronen-Depot: 1.912 € (-15,3% im Mai, -8,6% YTD)

Summe: 567.420 € (+2,1% im Mai)

Veränderung 2026: -27.578 €

zzgl. Entnahmen: +49.468 €

Nettoveränderung 2026: +21.890 €

In den letzten drei Jahren habe ich jeweils rund 60.000 € Vermögenszuwachs aus den Wertpapierdepots verbuchen können. Durch die starken Monate April (+19.000 €) und Mai (+11.000 €) sieht die Entwicklung nach 5 Monaten im Jahr 2026 nun wieder ordentlich aus.

Benchmark

Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 hatte ich die Sparrate auf 50 € verdoppelt und damit nun nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt bekommen. Die Sparrate habe ich seit Mai wieder auf 25 € reduziert. Insgesamt habe ich jetzt 1.425 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 150 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +54,82% (Stand: 1.978,48 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 30.05.2026 liegt bei +39,87%.

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quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und kann sich in der Performance durchaus sehen lassen. Das überzeugt mich und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.

Aktienkäufe

Im Mai habe ich Käufe in Höhe von 215,00 € im Dividendendepot durchgeführt:

Sparplan DFV Deutsche Familienversicherung über 123,00 €

Sparplan Microsoft über 60,00 €

Sparplan MSCI Inc. über 32,00 €

Die im April gestarteten Sparpläne liefen unverändert weiter und dienen bei MSCI Inc. und Microsoft zur Wiederanlage des „realisierten Übergewinns“ aus meinen Teilverkäufen im März. Mit dem Sparplan auf die DFV Deutsche Familienversicherung erhöhe ich meine Gesamtposition stetig im Hinblick auf die Juni stattfindende Hauptversammlung, über deren Einberufung ich ausführlich berichtet hatte.

Aktienverkäufe

Im Mai habe ich Verkäufe im Dividendendepot in Höhe von 1.937,10 € durchgeführt:

100 Aktien Blue Cap für 1.937,10 €

Die Aktie hatte ich erst im Januar ins Depot gekauft und mich nun nach der positiven Dividendenankündigung mit 5,1% Kurszuwachs wieder getrennt. Mir war klar geworden, dass ich die Position nicht langfristig halten und beobachten will und deshalb lieber die Gewinne mitnehme und mich attraktiveren Investments widme.

Dividendenerträge

Im Mai erhielt ich insgesamt 4.896,35 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Mai 2025 ist das eine Veränderung von +344,46 € (+7,6%).

Dividenden erhielt ich im Mai von:

General Mills: 77,62 €

L’Oréal: 80,53 €

Munich Re: 2.208,75 €

Protector Forsikring: 178,65 €

SAP: 1,84 €

Symrise: 0,93 €

Talanx: 397,59 €

Allianz: 1.573,73 €

Veolia: 85,61 €

Procter & Gamble: 69,70 €

Realty Income: 38,48 €

Omega Healthcare Investors: 128,36 €

Deutsche Börse: 15,47 €

Oxford Lane Capital Corp: 12,79 €

MSCI Inc.: 26,30 €

Mein Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert. Seit Jahresbeginn liege ich nun bei 7.851,37 € Nettodividenden.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Mai erhielt ich keine Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio.

Mein Portfolio ist aktuell noch 2.122,48 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.777,52 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.

Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr.

Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im Mai mit +2,2% deutlich positiv entwickelt und damit an den starken April angeknüpft. Seit Jahresbeginn ist das Dividendendepot nun fester in positivem Terrain (+3,9%). Der Depotwert per Ende Mai beträgt 551.110 €.

Die Top-Werte im Dividendendepot im Mai waren Oracle (+40,6%), Cisco (+32,8%) und erneut Lam Research (+14,5%).

Schwächste Werte im Mai waren Marubeni (-15,5%), PepsiCo (-8,6%) und Munich Re (-7,3%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Mai bei 3,5%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich das Depot in den letzten beiden Jahren stabilisiert (2024: +8,3%, 2025: +5,2%).

Im Mai erzielte das Anti-Depot ein Plus von 1,2% und befindet sich seit Jahresbeginn mit +8,7% damit weiter im grünen Bereich..

Die Volatilität des Anti-Depots lag im Mai bei 3,5%.

Zitronen-Depot

Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

Im Mai gab es ein neues Squeeze-out-Verlangen bei LS Invest. Zudem wurde die Barabfindung für capsensixx mit 20,23 € bekannt gegeben. Der Titel ist jedoch sehr markteng und handelt mit einem großen Spread. Mehr als die schon im Zitronen-Depot befindlichen 25 Aktien werde ich deshalb – wenn sich nichts verändert – nicht für den Squeeze-out halten.

Außerdem wurde die Barabfindung für die Aktien von centrotherm international bekannt gegeben. Mit 8,74 € liegt sie deutlich unter den Erwartungen des Marktes. Das Gutachten weist zudem einige Unplausibilitäten auf. Während vom Unternehmen zuvor rosige Aussichten kommuniziert wurden, soll es nun auf einmal ganz anders aussehen. Und der hohe Cash-Bestand wird als betriebsnotwendig bezeichnet, obwohl er in der Vergangenheit nie in dieser Höhe erforderlich war. Ob das Punkte sind, die am Ende zu einer Nachbesserung führen, bleibt allerdings abzuwarten. Den aktuell gehandelten Aufschlag auf die Abfindung empfinge ich jedenfalls als zu hoch und habe meine Position zunächst einmal im Wesentlichen verkauft. Wenn der Aktienkurs bis zur Eintragung des Squeeze-outs in günstigere Regionen kommt, werde ich aber eine größere Position aufbauen.

Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt unverändert bei 230.963,14 €.

Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.

Das Depot erzielte im Mai eine Monatsperformance von -8,6%.

Divantis-Community-Depot

Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung des ersten Jahres hatte ich hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den Mai mit +/-0,0% ab und liegt damit seit Jahresbeginn nun bei +3,5%. Der Cash-Anteil liegt bei 0,7% (=22,94 €).

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Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.
Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.
Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Mai Mieteinnahmen von 1.180,37 € (inkl. Nebenkostenabrechnung anlässlich des Mieterwechsels). Das Hausgeld beträgt 284,00 €, im Mai war zudem die Grundsteuer von 61,88 € fällig. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 225,10 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 609,39 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich allerdings einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Mai bei 211.370,76 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.734,42 €.

Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 3.200 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Mai bei 3.331,03 €.

Dividendenveränderungen

Im Mai wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:

FS KKR Capital: Senkung der Quartalsdividende von 0,45 US$ auf 0,42 US$ (-6,7%)

Kurzer Ausblick auf den Juni 2026

Nach meinem skeptischem Blick auf die euphorischen Börsen dürfte klar sein, dass ich meinen Cashbestand weiter in Reserve halte. Meine Gedanken kreisen auch eher um Gewinnrealisierungen und weniger um Nachkäufe. Teilweise ist es schon dramatisch, was bei einzelnen Titel vor sich geht. Hätte ich z.B. nicht bereits bei Lam Research meinen gesamten Einsatz vom Tisch genommen und nur noch die Gewinne laufen lassen, würde das mit Sicherheit jetzt passieren. So ist mir das Kursniveau zwar auch unheimlich, aber ich habe ja nur noch das Risiko, dass mein Gewinn bei einem Kurseinbruch sinkt. Meine ersten Aktien hatte ich im August und September 2020 gekauft – vor noch nicht mal 6 Jahren. Und diese – es sind tatsächlich noch 45 davon im Depot! – haben sich bis heute mehr als verneunfacht. Nehme ich die erhaltenen Dividenden hinzu, dann sind diese Aktien zum Tenbagger geworden.

Ganz so weit ist Cisco noch nicht, aber 50% Kursplus seit Anfang April sorgen bei mir ebenfalls für verwunderte Augen. Gute 25 Jahre hatte die Aktie gebraucht, um das alte Hoch aus der Dotcom-Blase wieder zu erreichen. Und dann wird es innerhalb von nur 8 Wochen komplett pulverisiert.

Mein Fokus wird im Juni auf einigen Hauptversammlungen deutscher Unternehmen liegen. Bereits zu Monatsbeginn dürfte die Einladung zur Hauptversammlung der USU Ventures AG erfolgen. Und da bin ich vor allem auf die Geschäftsergebnisse des letzten Jahres gespannt. Am 2. Juni plane ich den Besuch der Hauptversammlung der DFV Deutsche Familienversicherung. Die Aktie hat innerhalb eines Jahres um rund 30% zugelegt und sich zu einem meiner größeren Depotwerte entwickelt. Am 11. Juni werde ich an der virtuellen Hauptversammlung des Hamburger Hafen teilnehmen und am 15. Juni plane ich den Besuch der Hauptversammlung von Centrotec. Am 18. Juni geht es dann zur Hauptversammlung der capsensixx und am 24. Juni nehme ich an der virtuellen Hauptversammlung von Rocket Internet teil. Der Monat endet dann für mich mit der Hauptversammlung der centrotherm international in Blaubeuren.

4 Präsenz- und 2 virtuelle Hauptversammlungen in einem Monat – wenn ich das wirklich alles so schaffe, dann ist das ein Rekord für mich. Und bringt mir sicherlich auch die ein oder andere Erkenntnis, die meine zukünftigen Investmententscheidungen beeinflussen kann.

Ansonsten geht der Markt für den Juni wohl von der nächsten Leitzinserhöhung der EZB aus. Und ignoriert auch das bisher weitgehend. Trotzdem kann so ein erwartetes Ereignis auch den Impuls für eine Kehrtwende bilden. Wie so oft wird es auf die Begründung und die Aussichten ankommen. Drohen weitere Zinserhöhungen im Anschluss, kann das die Börse überraschen. Bleibt es zunächst bei einem einmaligen Anpassen des Einlagenzins an das ohnehin schon gestiegene Zinsniveau, droht keine Gefahr. Jedenfalls bleibt eine gewisse Unsicherheit bis zum 11. Juni, dem Tag der Zinsentscheidung.

Wie hast Du den Mai erlebt? Und welche Pläne hast Du für den Juni? Lass uns in den Kommentaren miteinander diskutieren!

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Kommentare

26 Kommentare zu „Kennt die Euphorie eigentlich auch noch Grenzen – Was bringt uns der Juni?“

  1. Avatar von Martin
    Martin

    Hallo Ben,

    vielen Dank für deinen Bericht. Hattest du dich nicht im Februar von den Rocket Internet Aktien getrennt? Hälst du die Aktie jetzt wieder spannend?
    Glaubst du bei Centrotec geht es langsam Richtung Endspiel?

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martin,

      das Schöne an Hauptversammlungen ist ja, dass Du bereits mit 1 Aktie teilnehmen kannst. Und wenn sie dann noch virtuell stattfindet, dann lasse ich sie bei mir laufen und freue mich über die oft guten Fragen und weniger guten Antworten des Managements. So auch bei Rocket Internet, wo ja Scherzer einigen Wirbel veranstaltet. Zu Centrotec fahre ich, weil ich Guido Krass mal live erleben will und es womöglich nicht mehr so viele Gelegenheiten geben wird. Irgendwann macht er den Sack zu.

      Viele Grüße Ben

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    of Topic @Ben, Deine Anzeigen sind nicht sichtbar.
    Mein Sonntagssermon kommt noch … ;-)

    1. Avatar von Ben Warje

      Danke Thomas! Das Plugin hatte vor ein paar Tagen den Blog zum Absturz gebracht, so dass ich es deaktivieren musste. Jetzt gar nicht mehr daran gedacht. Habe sie jetzt auf die Schnelle umgestaltet. Klickt eh kaum jemand drauf. ;)

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    Depotstand Ende Mai 2026 +2,54% zum Vormonat.
    ytd +13,46%
    Im Mai 2026 +13,63% mehr Dividenden als im Mai 2025, nice
    Wenn ich mir mal die Quirion Benchmark von Ben mit dem selben Zeitraum anschaue 07/23, hat sich mein Depot im Wert seitdem verdoppelt (zusätzliches Geld exkludiert, als reine Performance von innen heraus soweit man das überhaupt rausrechnen kann.) Dies ist wie gesagt möglich , weil das Depot noch etwas kleiner ist als von Ben und dem einen oder anderen hier.
    Aber die Physik sagt, Kraft ist Masse mal Beschleunigung, wenn die Masse nicht so groß ist, muss eben Beschleunigung (hier Performance) die Meter machen … ;-)

    Ansonsten
    Logisch, unter meinen Top Ten des Monat alles zweistellig im Plus durch die Bank alles IT/Hardware
    Platz 1 Innodata dreistellig im Plus ein Monat.
    Sonst nix weiter auffällig, was nicht sowieso schon alle in der Zeitung lesen.
    Die Chinesen schwächeln leicht, Öl Aktien kommen leicht runter,
    Münchner Rück schwächelt auch, nun gut.
    mein Uralt-Oldie BHP läuft mal wieder gut und eine meiner Banken, Morgan Stanley macht auch Bella Figura :)

    Der Nachteil (m)eines Depots mit sehr vielen verschiedenen Titeln ist eben, das Sprünge wie bei Innodata von grob +150% im Monat das Depot gesamt kaum beeinflußen. Der Vorteil bei ganz vielen Einzeltiteln ist aber, wenn ich in einem Sektor(Halbleiter) behutsam antizyklisch verkaufe/Gewinne mitnehme, es ingesamt eine doch relativ niedrige und schonende Turnoverrate verursacht.

    Habe dafür Singapore Telecommunications gekauft. Ich plane , die nach ORI und Roche Stämme auf Platz drei im Depot zusetzen. Gute Diversifikation, denke ich. Ein amerikanischer Versicherer, ein europäischer/Schweizer Pharmariese und ein asiatischer Netzwerkanbieter/Internetprovider, der noch günstig ist und Wachstumschancen hat (vor allem via Indien mit Bharti Airtel, Indonesien mit Telekomsel, Australien mit Optus , Philippinen mit Globe Telecom und Thailand mit AIS via Gulf). Aller Technischer Krimskrams, ob Software oder Hardware oder AI/KI oder Router ist alles nur Staub ohne Internetprovider.
    Die bleiben garantiert sicher im Game der Zukunft.

    Überlege noch, meinen IT Bereich weiter antizyklisch zu reduzieren und alles in Singtel zu stecken.
    Dividendenmaximierung mit Sicherheitsfangnetz und guten Aussichten sozusagen.

    Für den Juni bleiben weiter der Iran, Hardware, die Inflation, Musk und Altmann (zunehmend auch Claude AI von Anthropic, die ich neuerdings ggü Grok präferiere) und Kevin Warsh die Tonangebenden Faktoren.. Ob die EZB oder Europa warme Winde im Sinne von Flatulenzen von sich geben, ist glaube ich egal…

    Klar bullisch am Markt die erste Junihälfte weiter Technologie/KI, Financials/Banken,
    Industrie/Infrastruktur/Versorger/Rohstoffe, HealthCare alles grob grüne Aussichten.

    Öl leicht fallend bis eventuell stark fallend, Konsum mau,
    aus Anleihen und Krypto halte mich mich grundsätzlich raus. Zocken tue ich auch nicht. Mit Ultra/Turbo Calls auf Hardware/Speicherhersteller hätte man reich werden können, hätte aber auch schiefgehen können. So paßt es perfekt für mich.

    Schönen Sonntag.

    nur Meinung, keine Empfehlungen.

  4. Avatar von Enrico
    Enrico

    Moin,
    Das mit Scalable ist mir auch aufgefallen, hoffentlich bleibt dies so positiv und ist keine Einmalfliege.
    Grüße

  5. Avatar von Medicus
    Medicus

    Die ING lässt sich auch drei Tage Zeit, bis US Dividenden auflaufen. Die Wertstellung erfolgt allerdings rückwirkend am Zahltag. Damit ist es mir egal…

  6. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Der Mai war überraschend gut, mal sehen was das Jahr so bringt.
    Rekorddividende Mai – dürfte niemanden überraschen.
    Abstand zwischen eingezahltem Kapital und Kursstand geht weiter auseinander; liegt an langen Haltedauern. Der IT-Anteil geht stramm auf die 25% zu. Ich wollte zwar nicht mehr eingreifen, aber sicher ist das nicht mehr. Bei 27% ist Schluß.

    Und im Juni gibt es für die Kinder wieder einen Aktien“regen“.

    Übers Jahr gesehen wird weiterhin zugekauft. Nur Ideen gibt es sehr wenige. Die Watchlistkandidaten sind mir zu teuer.

  7. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    offtopic: Die angezeigten Nettodividenden auf der Seite stimmen nicht. ;)

  8. Avatar von Hansi
    Hansi

    Der Mai ist auch bei mir der Monat mit größten Dividendenergebnis im Jahr.
    Bisher steht ytd bei 10,20%.
    Das Ziel Tenbagger habe ich mit dem Teilverkauf von SK Hynix abgeschlossen.
    War leider nur eine kleine Position im Depot, aber trotzdem schön in 14 Monaten einen Tenbagger getroffen zu haben. Wenn man 150 Titel hat, findet auch mal ein blindes Huhn ein Korn. Vollständig verkauft habe ich Kerry und RTL.
    Neu in der Ikea-Sammlung sind Gesco, Clorox, Wienerberger, Nintendo, Flower Foods und JBS. Aufgestockt wurden Medtronic, Capcom und Koc. Trotz der zahlreichen Zukäufe wurde in diesem Monat weiter Cash aufgebaut.
    Größte Gewinner waren natürlich die Hableiter mit Hynix, Samsung, Murata usw.
    Das Depot steht auf Allzeithoch.

  9. Avatar von Sonny
    Sonny

    Lohnt es dich nach dem starken Anstieg in dem asia pazific etf (A1T8FT) zu investieren? Shiller cape südkorea immernoch bei günstigen 15

  10. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Sonny, wenn ich mich nicht irre, hast Du mit dem A1T8FT eine starke Wette auf genau die Hardwareschwergewichte SK Hynix + Samsung Electronics. Die alleine machen schon (jetzt, war am Anfang nicht so) 25+ mehr Prozent davon aus. wenn Du jetzt dort einsteigst, kaufst Du die Wette auf steigenden Hardwaresektor mit. Wenn die einbrechen, fällt auch der ETF stark. Sonst gefällt mir die Zusammensetzung richtig richtig gut, aber die Hardware….
    Habe den Asia Pacific von IShares, der aber gar keine IT hat. Aber eher zufällig. Ist auch fest gesetzt.

    Das musst Du selber wissen, ob Du auf den IT Zug aufspringen willst, Ich realisiere langsam IT.
    Meinung

  11. Avatar von Martin
    Martin

    Hallo Ben,

    was sagst du zu der Einladung zur USU HV?

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martin,

      operativ sieht es richtig gut aus. Für 2026 wird ein im oberen Bereich zweistelliges prozentuales EBIT-Wachstum erwartet. Ansonsten ist der Verzicht auf die Mindestdividende kleinkrämerisch und beim Aktienrückkaufprogramm gibt es auch keinerlei Bewegung. Es scheint mir, als dürften wir noch lang Aktionäre bleiben Denn so wird Udo Strehl seine Beteiligung nicht in Richtung der Squeeze-out-Schwelle bringen können. Ich habe jedenfalls Geduld und bleibe investiert. Werde sicherlich auch noch mal einen eigenen Bericht schreiben, aber ich weiß noch nicht, ob vor oder nach der HV.

      Viele Grüße Ben

  12. Avatar von Thomas
    Thomas

    Also die Beschlagnahmung iranischer Bitcoins durch die USA

    Zitat „Bessent beschrieb das Vorgehen als direkt und kompromisslos: „Wir haben einfach die Wallets übernommen.“ Er fügte hinzu, dass „einige von ihnen möglicherweise erst jetzt feststellen, dass ihre Wallet beschlagnahmt wurde.“

    hat ja auch ein Gschmäckle und dürfte für die Bitcoinjünger auch einen leicht säuerlichen Beigeschmack haben. Vom Gedanken einer grenzüberschreitenden, dem Zugriff/Kontrolle jedweder Regierung sich entziehenden Währung kann man sich auch locker verabschieden. Wahrscheinlich sind potentiell auch Cold Wallets kein großer Schutz. Sie sind ohne Zugang zum Internet wertlos. Nur wenn man sich mal was dafür kaufen oder bezahlen kann, haben sie ihren Wert und dazu MUSS man sich irgendwann online blicken lassen. Wenn es dann technisch möglich ist, solche Wallets direkt beim Online-gehen zu sperren/beschlagnahmen oder die zu transferierenden BTCs zu beschlagnahmen oder whatever, was die Ami sicher technisch draufhaben, dann ist BTC auch einfach nur noch Gülle so sorry.

    Klar kann einen jeden Tag der Blitz bei jedem Asset jeder Klasse treffen und ob man den Tag geschafft hat, weiß man auch immer erst abends,
    aber sehr vertrauenserweckend für den BTC fand ich das gerade nicht.

    1. Avatar von Padawan
      Padawan

      @Thomas
      Cold Wallets können es technisch gesehen nicht gewesen sein. Vermutlich haben sie bei irgendeiner Börse (coinbase, kraken, etc.) zugeschlagen. Und dann ist es technisch kein Problem, denn in dem Moment wo man die Token an eine Börse transferierst, ist es vergleichbar mit einer Überweisung auf ein Treuhandkonto und die Coins sind nicht mehr in der eigenen Wallet.
      Solange man den private Key eines Wallets gut schützt, kann da nix übernommen werden.

  13. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Padawan, über die Blockchain ist doch jede, wirklich jede Transaktion jedes Bitcoin und jedes Satoshi lückenlos inclusive der Wallets mindestens über Ledger einsehbar. „Jeder Strand, an dem sich ein BTC jemals in der Sonne geaalt hat, wird niemals vergessen“ Blockchain.com oder Blockchair ermöglichen das Abrufen. Es wird ja nur von Pseudonymität gesprochen. Cluster Analyse und spezialisierte Firmen wie Chainalysis versuchen mit Sicherheitsbehörden, Gruppen von Adressen zusammenzuführen um die reale Identität des derzeitigen Eigners festzustellen. Eine einmalige Registrierung bei bei einer Kryptobörse (KYC) und es vorbei mit der Anonymität.
    Im Gegensatz zu Bargeld oder Gold lässt
    sich wahrscheinlich ( für KI ein Kinderspiel) leicht herausfinden, welche BTC mit dem Iran ( nur als Beispiel) in Verbindung zu bringen sind und dem entsprechend zu markieren. Da Bitcoins nicht zerstört werden können, könnten aber größere relevante Hotwallets „ übernommen“ werden oder relevante gesetzlich verpflichtend registrierte Tradingplatforms gezwungen werden können, die markierten Bitcoins abzulehnen oder zu blocken. Theoretisch mit KI leicht.
    Also für für mich wäre das wieder ein weiterer Grund, BTC nicht als Wertspeicher zu wählen…
    Nur so Gedanken

    1. Avatar von Padawan
      Padawan

      @Thomas
      Mit dem Thema Rückverfolgbarkeit/Pseudonymität öffnest du aber ein ganz neues Fass. Na gut…
      Also grundsätzlich hast du Recht, du kannst in der Blockchain und auf den von dir genannten Portalen sämtliche Transaktionen rückverfolgen. Aber was ändert das? Wer sagt denn, dass dein 10EUR Schein, den du heute morgen beim Bäcker als Wechselgeld bekommen hast, nicht gestern noch in der Hand eines Drogendealers war? Du kannst den Schein/den Bitcoin nicht einfach für ungültig erklären, das würde das Vertrauen in das gesamte System zerstören. Nur weil ein Schein/Bitcoin in der Vergangenheit mal in dubiosen Händen war, musst du ihn bei späteren Transaktionen dennoch akzeptieren.

      Also wenn ich Iran wäre, würde ich mir keinen Account auf einer Kryptobörse machen, sondern wenn ich Geld/Bitcoin empfangen würde, jedesmal eine neue Wallet generieren und das Geld darauf empfangen. Und beim Senden muss Thomas mir seine BTC Adresse von seinem Kryptobörsenkonto geben und ich überweise direkt dahin, dann weiss auch die Börse nicht, dass das Geld vom Iran kam und nicht aus dem Cold Wallet von Thomas.

  14. Avatar von Thomas
    Thomas

    und noch paar Gedanken zum nächsten großen Event, dem IPO von Musk`s SpaceX.
    Interessant das hier
    https://www.wsj.com/opinion/spacex-ipo-may-defeat-the-plaintiff-lawyers-2676c723?mod=Searchresults&pos=1&page=1
    d.h. in Kurzform, das Musk hier so schlau ist und auch in der Lage dazu ist qua Unternehmenssatzung , sämtliche potentielle Sammelklagen von vornherein auszuschließen, sondern nur ggf Einzelklagen oder Schiedsverfahren zu führen, über die ausschließlich die Aktionäre, d.h. himself :) zu entscheiden haben. Den Schmerz von z.Bsp. Bayer in den USA oder Johnson&Johnson durch Sammelklagen wird er nicht haben…
    Außerdem ist er so schlau, den Ausgabepreis von vornherein auf 135,- $ zu fixieren. Das fehlen einer Bookbuildingsspanne läßt von vornherein keinerlei Interpretationen zur Aufnahmefähigkeit bzw Willigkeit des (breiten) Marktes zu. Die PreInvestoren nutzen natürlich logisch ihren Vorsprung ggü dem breiten Markt.
    Ausserdem sucht Musk die maximale Buyinggpower, in dem er von Anfang auch Privatanleger die „Welle reiten“ läßt, bzw Kaufdruck aufbauen läßt.
    Die PreInvestoren nutzen natürlich logisch ihren Vorsprung ggü dem breiten Markt.
    Hiive handelt SPCX bereits 137,83 $, d.h. ein sicherer Gewinn für alle early Birds.
    Durch mechanische Nachfrage durch die Nasdaq-Fast-Entry-Regel könnte sich SpaceX nach nur 15 Handelstagen in den Nasdaq-100 zwingen. Das bedeutet, dass Index-ETFs (z.B. QQQ mit ~250 Milliarden Dollar Volumen) SPCX kaufen müssen — unabhängig von der Bewertung. Das ist eine künstliche, aber reale Nachfrage, bei der ETF Inhaber gar nicht gefragt werden ob sie das überhaupt wollen.
    (immerhin war S&P Global Inc. so standhaft, dies für SpaceX und den S&P 500 auszuschliessen, immerhin)
    Weiter die Retail-Euphorie: Der Hype ist außergewöhnlich groß. Musk hat eine loyale Fanbasis, die nicht rational nach KGV kauft. Das kann Kurse weit über Fundamental-Werte treiben — zumindest kurzfristig.
    Überzeichnung: Ein massiv überzeichneter IPO bedeutet, dass viele frustrierte Käufer im Sekundärmarkt nachkaufen — klassischer erster „Pop“.

    es gibt für mich aber der große ABER:
    was spricht dagegen:
    Zitat KI
    Morningstar-Gap: Der faire Wert liegt laut Morningstar bei ~780 Mrd. Dollar — also rund 55% unter dem IPO-Preis. Das ist kein kleiner Abschlag.
    Lock-up-Periode: Nach typisch 90-180 Tagen dürfen Insider und frühe Investoren verkaufen. Der Markt antizipiert das oft schon früh.
    Historisches Muster: Bei gehypten Tech-IPOs korrigiert der Kurs häufig 20-40% innerhalb der ersten 90 Tage, oft schon im ersten Monat.
    Verlustbringer: 1,9 Mrd. Dollar operativer Verlust allein in Q1 2026 — das wird irgendwann in Quartalszahlen sichtbar.

    Wie könnte es nun laufen nach einem Monat:
    Wieder Zitat KI:
    Der IPO-Tag selbst wird wahrscheinlich ein „Pop“ zeigen — vielleicht 10-25% über 135 Dollar. Das ist bei überzeichneten Mega-IPOs fast die Regel.
    Aber einen Monat danach? Da beginnt die Euphorie gegen die Realität zu laufen. Historische Parallelen (Rivian, Alibaba, Didi) zeigen, dass genau in diesem Fenster — wenn die Ersteuphorie nachlässt, aber der erste Quartalsbericht noch fehlt — Kurse oft unter den IPO-Preis rutschen.
    Meine persönliche Einschätzung: Eher unter 135 Dollar als deutlich darüber — nach einem Monat. Aber mit sehr hoher Unsicherheit in beide Richtungen.

    Jetzt meine Meinung,
    Ich mach da nicht mit.
    Man sieht wie gestern am freundlichen Anstieg des Dow Jones , das der Markt sofort von Halbleitern in Value umschichtet, wenn er beginnt, die Techstory zu bezweifeln. Er will nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, das ist klar,
    Smart money will safe bleiben.

    schönes WE heute abend..

    1. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Fassen wir zusammen:

      Aufwärtspotential über einen Hold-Ansatz ist sehr unwahrscheinlich.

      Dividende gibt‘s dauerhaft nicht.

      Es werden die Grundfeste einer Betriebsführung komplett ausgehebelt – Musk kann machen, was er will.

      SpaceX ist hochdefizitär und wie bereits Tesla etc. Religion der Anleger (der Mars, der Mars sprudelt nur so vor Goldnuggets. Das KI-Rennen wird Musk gewinnen…. Usw.)

      Fazit: Im Gegensatz zur damaligen Suprime-Krise sind die redflags für jeden(!) erkennbar. Wenn die Gesetze des Marktes immer mehr den Casino-Regeln weichen müssen, sind wir am Ende des Zyklus.

      Gruß Frank

  15. Avatar von Manfred
    Manfred

    Gegruesset seien alle OHI Fans !

    Bei der OHI aendert sich was.
    Die haben vor 2 wochen bekannt gegeben, dass das top management, ceo u cfo , das die firma in den letzten jahren sicher durch alle wogen u stuerme manoeveriert hat, noch dieses jahr in ruhestand gehen werden ? Katastrophe ?
    Moelicherweise nicht ! Sie hinterlassen eine firma mit sauberer bilanz, nur nie u da ein tenant, der sich mit der miet bezahlung schwer getan hat, und dann meist sofort verkauft wurde. Die neubesetzung dieser posten bleibt hausintern : der chairman und der accounting chef ruecken nach. Also leute vom fach. Und die werden noch eine zeitlang von der alten besetzung gecoucht. Der scheidende ceo hat ende letzten jahres nochmal fuer knapp 1 mio eigene aktion gekauft. Spricht wohl fuer vertauen in die neue firmenleitung.
    Ich denke, man macht keinen alzugrossen fehler, wenn man die aktien weiter haelt, ung gegebenenfalls in der jetztigen schwaeche nsch etwas dazukauft. Schliesslich erwartet uns in sehr naher zukunft eine lang ersehnte dividenden erhoehung. Das muessen die schkn allein aus steuerlichen gruenden machen, (90% regel) , wie der ceo bei der
    Conferenz sagte.

    Ich bin entspannt

  16. Avatar von Manfred
    Manfred

    @ ursprungsfrank

    Der mars bleibt eh eine illusion. Kein astronaut wird nach dem jetztigen stand der technik lebend zurueckkehren. Hoehenstrahlungsproblem !

    Und Googl stiehlt SpaceX die show : die wollen noch kurz vor deren ipo eine 80 mrd kapitalerhoehung durchfuehren. Ne riesen haunummer !

  17. Avatar von Martin
    Martin

    Wer zeichnet denn von euch Space X?
    Da viele so negstiv eingestellt erwarte ich mittlerweile eine Überraschung?

  18. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo Martin, wir sind keine Zocker-Community😏 Natürlich wird es Zeichnungsgewinne geben wie Thomas schrieb. Aber in die bunte klebrige Lutscherbox mit Bitcoin, SpaceX usw. zu greifen ist nicht mehr so unser Ding. Dafür sind wir (leider) zu gesetzt.

    Gruß Frank

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Martin,

      ich nicht. Aber viele, die Tesla im Hinterkopf haben, werden sicherlich zeichnen.
      Die Story des IPO wurde ja schon vor Monaten „unter der Hand“ verkauft.
      Keine Frage, Elon Musk hat ein sehr großes Unternehmen des Weltraum gegründet, nur frage ich mich (bin da aber ein Profi): Woher soll der Gewinn erwirtschaftet werden? Green-Deals mit Payback für Satelliten und Raketen?

      @UrsprungsFrank: zu gesetzt? Na warte, wenn ich Dich zwischen „nachts und siehst mich ned“ erwische. ;)
      Frank hat allerdings insofern Recht, dass viele im Forum schon schlechte Erfahrungen mit IPOs gemacht haben und lieber mal abwarten. Erst mal schauen, was Sie an Zahlen (Gewinn oder wenigstens große Verlustreduzierung) bringen.

      Man kann natürlich anbringen: Wer (wie ich erst 2016 in Microsoft, 2017 in Alphabet und 2018 in Amazon einstieg) die großen Gewinne nicht mitnimmt, schaut eben in die Röhre.
      Das ist völlig korrekt. Der Fokus davor hieß allerdings: Immo Prio 1, Aktien Prio 2. Ich habe zudem 1999 und 2000 mitgemacht, was für Aktien jetzt nicht so der Brüller war. ;)

      Meine Meinung sollte nicht als „Blos nicht in SpaceX investieren“ interpretiert werden.
      Es ist eben nichts für mich und mein (!) Geld.

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