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Ist das Schlimmste an der Börse jetzt endgültig überstanden?

3D‑Illustration „Börsenmonat Mai“: Im Zentrum stehen extrudierte Buchstaben in Weiß und frischem Grün vor einem hellblauen Himmel mit Sonne, Wolken und einem aufsteigenden Aktienchart. Ein grüner Pfeil und steigende Balken symbolisieren Kursgewinne, daneben liegen goldene Münzen, eine weiße Blume und ein Kalenderblock mit „May 01“. Eine Liege und ein Sonnenschirm verleihen sommerliche Leichtigkeit, während Schmetterling und Marienkäfer Frühling und Optimismus andeuten.
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Mit dem gerade gestarteten Mai denkt man ja üblicherweise an die Weisheit „Sell in May and go away“. Wer das allerdings in den letzten Jahren praktiziert hat, hat nicht die optimale Jahresperformance geschafft. Sowohl 2025 als auch 2024 war der Mai der stärkste Monat und auch die Phase über den jeweiligen Sommer war nicht wirklich schwach.

Wiederholt sich das Szenario in diesem Jahr? Aus meiner Sicht spricht viel dafür: die heftigen Rückschläge hatten wir bereits im März und nun hat sich der Irankrieg weitgehend beruhigt. Natürlich ist der Ölpreis immer noch sehr hoch und die Auswirkungen kommen erst in den nächsten Wochen und Monaten so richtig in der Wirtschaft an.

Aber die Börse hat das bereits verarbeitet und sich darauf eingestellt. Klar, bei einzelnen Unternehmen kann und wird es auch deutliche Rückgänge im Kurs geben. Aber der breite Markt hat sich mit der Situation arrangiert.

Das war im April deutlich zu erleben. Wie sich meine Geldanlagen im letzten Monat entwickelt haben und wie ich mich jetzt für den Mai aufstelle, erfährst Du in diesem Beitrag.

Ein paar Tage später als sonst veröffentliche ich nun meinen Monatsbericht. Der Grund ist schnell erzählt: Ich war über den 1. Mai für ein verlängertes Wochenende mit meiner Familie in Noordwijk (Holland). Abgesehen vom tollen Wetter wäre das auch nicht weiter erwähnenswert, wenn da nicht ein aufschlussreicher Ausflug gewesen wäre. Wir haben nämlich den Keukenhof besucht. Ich war da mit keinen größeren Erwartungen hingefahren, es war ein Vorschlag meiner Frau. Dort erwarteten uns dann aber rund 7 Millionen Tulpen in einer Vielfalt und Schönheit, wie ich es noch nicht gesehen hatte. Und natürlich musste ich da unweigerlich an die Tulpenzwiebelblase denken, die bis heute als Vorbild für alle Börsenblasen gilt. Bisher war das für mich immer nur eine Geschichte über irrationale Preisbildung und einen Hype, die schon vor Hunderten von Jahren vorkam. Als ich aber diese Tulpen sah und dann auch noch von inzwischen mehr als 3.000 verschiedenen Sorten las, wuchs mein Verständnis. Und wenn man sich klar macht, dass die Züchtung einer neuen Sorte bis zur Marktreife etwa 20 Jahre dauert, dann kann ich diese damalige Blase nun auch nachvollziehen: Ein rares Gut trifft auf eine hohe Nachfrage und ab einer bestimmten Stelle ist der Preis dann auch egal. Bis das Kartenhaus irgendwann in sich zusammenbricht.

Tulpenimpression Keukenhof
Impression Tulpen im Keukenhof

Aktuell erleben wir offenbar einen Run auf Speicherchips. Es werden bereits Knappheitspreise bezahlt, Hardwareeinführungen werden verschoben und die Lieferfähigkeit bei aktuellen Modellen lässt oft zu wünschen übrig. Alles rund um KI kauft den Markt leer und die Aktien von Speicherproduzenten steigen deutlich im Kurs. Und – das ist für mich die Parallele zu den Tulpenzwiebeln – es gibt auch jetzt gute Gründe davon auszugehen, dass es keine Blase ist. Erst im Nachhinein waren dann „die Anzeichen unübersehbar“…

Über den Börsenmonat April lässt sich auch nicht meckern. In der Geschichte des S&P 500 war er sogar der zweitbeste April aller Zeiten. Seit Jahresbeginn sieht es damit bei vielen Indizes wieder positiv aus. Der S&P 500 notiert auf Eurobasis nun 5,8% im Plus. Der DAX liegt jedoch noch bei -0,8%. Der MSCI World liegt bei +6,0% und der MSCI All Country World bei +6,9%.

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:

Dividendendepot: 543.493 € (+3,5% im April, +1,6% YTD)

Anti-Depot: 14.208 € (+5,5% im April, +7,3% YTD)

Zitronen-Depot: 3.762 € (-1,9% im April, +7,9% YTD)

Summe: 561.463 € (+3,5% im April)

Veränderung 2026: -33.535 €

zzgl. Entnahmen: +43.784 €

Nettoveränderung 2026: +10.249 €

In den letzten drei Jahren habe ich jeweils rund 60.000 € Vermögenszuwachs aus den Wertpapierdepots verbuchen können. Nach dem heftigen Rückgang im März brachte der April (+19.000 €) mich nun zurück in die positive Entwicklung seit Jahresbeginn.

Benchmark

Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 hatte ich die Sparrate auf 50 € verdoppelt und damit nun nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt bekommen. Die Sparrate habe ich ab Mai wieder auf 25 € reduziert. Insgesamt habe ich jetzt 1.400 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 150 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +45,54% (Stand: 1.847,76 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 30.04.2026 liegt bei +36,80%.

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quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und kann sich in der Performance durchaus sehen lassen. Das überzeugt mich und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.

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Aktienkäufe

Im April habe ich Käufe in Höhe von 8.312,42 € im Dividendendepot durchgeführt:

200 Aktien General Mills für 6.418,20 €

200 Aktien DFV Deutsche Familienversicherung für 1.462,15 €

3 Aktien Canadian National Railway für 277,07 €

Sparplan Lam Research über 20,00 €

Sparplan Coca-Cola über 35,00 €

Sparplan MSCI Inc. über 16,00 €

Sparplan Microsoft über 30,00 €

Sparplan DFV Deutsche Familienversicherung über 54,00 €

Die Aktien von General Mills hatte ich im März für 7.552,10 € verkauft und nun 1.133,90 € günstiger zurückgekauft. Bei der DFV Deutsche Familienversicherung bin ich weiterhin positiv eingestellt und habe über die im April erfolgte Einberufung der diesjährigen Hauptversammlung ausführlich berichtet. Bei Canadian National Railway investierte ich meinen Bestand an kanadischen Dollars auf dem Fremdwährungskonto und erhöhte meine Position damit auf 107 Stück.

Die Sparpläne bei Lam Research und Coca-Cola dienten zur Reinvestition der Dividende. Bei MSCI Inc. und Microsoft hatte ich im März Teilverkäufe vorgenommen und damit so hohe Gewinne realisiert, dass ich auf die verbleibenden Aktien einen negativen Einstandskurs habe. Dort laufen nun wöchentlich ausgeführte Sparpläne – unabhängig von den Dividendenzahlungen – zur Wiederanlage des „realisierten Übergewinns“. Schließlich habe ich auch noch einen Sparplan auf die DFV Deutsche Familienversicherung laufen, um eine Position bei Trade Republic aufzubauen. Dort nutze ich nun auch das Saveback der Kreditkarte, bei dem bis zu 15 € (1% des Kreditkartenumsatzes) zusätzlich in den Sparplan investiert werden.

Aktienverkäufe

Im April habe ich Verkäufe im Dividendendepot in Höhe von 2.252,10 € durchgeführt:

500 Aktien HolidayCheck Group für 2.252,10 € (Bestand nun: 300 Aktien)

Der Teilverkauf von HolidayCheck erfolgte, weil ich durch den Irankrieg kurzfristig Probleme der Reisebranche sehe und deshalb auch nicht mit einem weiteren Kursanstieg der Aktie in diesem Jahr rechne.

Dividendenerträge

Im April erhielt ich insgesamt 745,43 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem April 2025 ist das eine Veränderung von -15,35 € (-2,0%).

Dividenden erhielt ich im April von:

Coca-Cola: 34,38 €

FS KKR Capital: 70,80 €

Novo Nordisk: 198,38 €

Lam Research: 20,69 €

Realty Income: 38,03 €

Sandoz: 9,47 €

Conduit Holdings: 56,59 €

Cisco Systems: 26,66 €

VINCI: 245,41 €

Oracle: 0,73 €

Sekisui House: 28,62 €

Calida: 2,95 €

Oxford Lane Capital Corp: 12,72 €

Mein Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert. Seit Jahresbeginn liege ich nun bei 2.955,02 € Nettodividenden.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im April erhielt ich keine Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Eigentlich wäre zum Monatsende das Projekt „Lac Long V“ von ecoligo endfällig gewesen (ausstehender Darlehensbetrag: 170,79 €). Dazu gab es jedoch die Mitteilung, dass „die anstehenden Tilgungs- und Zinszahlungen zum 30.04.2026 aufgrund der finanziellen Situation einiger Emittenten derzeit leider nicht wie vorgesehen erfolgen.“

Mein Portfolio ist aktuell noch 2.122,48 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.777,52 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.

Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr. Die Nichtzahlung von ecoligo bestätigt mich in meiner Entscheidung.

Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im April mit +3,5% deutlich positiv entwickelt und damit den schwachen März vergessen lassen. Seit Jahresbeginn ist das Dividendendepot nun auch wieder in positivem Terrain (+1,7%). Der Depotwert per Ende April beträgt 543.493 €.

Die Top-Werte im Dividendendepot im April waren Calida (+23,9%), Siemens (+22,8%) und Lam Research (+18,7%).

Schwächste Werte im April waren Badger Meter (-22,0%), Johnson & Johnson (-7,6%) und McDonald’s (-7,2%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im April bei 3,0%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich das Depot in den letzten beiden Jahren stabilisiert (2024: +8,3%, 2025: +5,2%).

Im April erzielte das Anti-Depot ein Plus von 5,5% und befindet sich seit Jahresbeginn mit +7,3% damit weiter im grünen Bereich..

Die Volatilität des Anti-Depots lag im April bei 2,1%.

Zitronen-Depot

Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

Im April gab es weder Ausbuchungen noch neue Squeeze-out-Verlangen. Immerhin wurde die Barabfindung für die Aktien von Hamburger Hafen & Logistik bekannt gegeben. Mit 21,16 € soll jedoch nur der gewichtete Durchschnittskurs bezahlt werden.

Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt unverändert bei 230.963,14 €.

Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.

Das Depot erzielte im April eine Monatsperformance von -1,9%.

Divantis-Community-Depot

Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung des ersten Jahres hatte ich hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den April mit +1,8% ab und liegt damit seit Jahresbeginn nun bei +3,2%. Der Cash-Anteil liegt bei 0,7% (=21,41 €).

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Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.

Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.

Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.

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Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im April Mieteinnahmen von 977,37 €. Das Hausgeld beträgt 284,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 226,02 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 467,35 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich allerdings einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende April bei 212.362,46 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.747,25 €.

Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 3.100 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende April bei 3.222,79 €.

Dividendenveränderungen

Im April wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:

Johnson & Johnson: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,30 US$ auf 1,34 US$ (+3,1%)

Procter & Gamble: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,0568 US$ auf 1,0885 US$ (+3,0%)

Kurzer Ausblick auf den Mai 2026

Mit dem Mai startet nun mein Lieblingsmonat als Dividendensammler. Jetzt kommen die „großen“ Dividenden meiner deutschen hochgewichteten Depotwerte. Munich Re, Allianz und Talanx werden für ordentliche Zuflüsse sorgen.

Und wie bereits eingangs geschrieben, bin ich aktuell zuversichtlich, dass wir einen positiven weiteren Jahresverlauf erleben werden. Das heißt nicht, dass es ein ruhiger Sommer wird. Dafür ist geopolitisch zu viel los. Aber die Tendenz ist für mich klar erkennbar. Es war ein heftiges Durchschütteln und nun geht man wieder zur Tagesordnung über. In den Fokus kommen nun in den USA die Midterms. Im Mai werden in den Primaries bereits viele Kandidaten aufgestellt und die Märkte beginnen langsam, die möglichen Wahlausgänge einzupreisen. Ein „Gridlock“ (ein gespaltener Kongress, bei dem Präsident und Parlament unterschiedlichen Parteien angehören) ist nach den Umfragen aktuell das wahrscheinlichste Szenario. Es wäre positiv für die Börse, da dann keine radikalen Gesetzesänderungen zu erwarten sind und ein Gegengewicht zum US-Präsidenten erkennbar wäre. Themen wie Handelszölle, Steuern und die Regulierung von Tech-Giganten werden in den kommenden Wochen die Schlagzeilen dominieren und könnten einzelne Branchen (insbesondere Pharma und Erneuerbare Energien) volatiler machen.

Ich plane für mein Depot keine Neuaufnahmen im Mai. Ich beobachte die Entwicklung des Aktienkurses von Badger Meter, um dort ggf. meine Position zu erhöhen. Bisher bin ich dort ja nur mit einer Beobachten-Stückzahl engagiert. Langsam kommt der Kurs in attraktivere Regionen zurück.

Ansonsten lautet meine Devise: Geld zusammen halten, um bei Kursrückschlägen agieren zu können. Das ist mir in den letzten Monaten nicht gelungen und für die Zukunft möchte ich dann über eine Cashreserve verfügen. Deshalb werden die Dividendenerträge auch erst mal nicht neu investiert.

Wie hast Du den April erlebt? Und welche Pläne hast Du für den Mai? Lass uns in den Kommentaren miteinander diskutieren!

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Kommentare

68 Kommentare zu „Ist das Schlimmste an der Börse jetzt endgültig überstanden?“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    Von unterwegs,
    mein April plus2,6% YTD +10,8%. Da die 4 Monate ein Drittel des Jahres sind, wäre ich mit weiteren plus 10% pro Drittel des Jahres ganz zufrieden. Scherz. Verkauft habe ich dieses Jahr gar nichts außer ZIM Integrated mit sehr gutem Preis. Sonst nichts. Es läuft einfach. Kaufe bunt alles was mir gefällt und div. Sparpläne. Mache einfach so weiter. Dividenden werden mehr.

    Schönes Foto @ Ben,
    Gerne zur optischen Aufwertung des Blogs mehr davon.
    Grüsse

    1. Avatar von Pary
      Pary

      Hi Thomas,

      Der ZIM Kaufpreis ist 35 Dollar.

      Weißt du warum der Kurs (noch) nicht gegen 29 EUR tendiert ?

      Das Hoch lag so bei 25 EUR

  2. Avatar von Stefan
    Stefan

    Hallo zusammen,
    bei Badger Meter befinde ich mich ebenfalls in Wartestellung. Bis jetzt gabs noch kein chartechnisches Kaufsignal, ich rechne damit bei ~90 EUR. Mal schauen was passiert. ;-)

  3. Avatar von Martina
    Martina

    Hallo, immer wieder interessant deine Artikel zu lesen. Du hast geschrieben das du ein Fremdwährungskonto nutzt, wie aufwendig ist damit am Ende des Jahres die Steuer, mit Umrechnung der Währung und so und bei welchem Broker bist du damit, wäre sehr interessant da mich der Aufwand aktuell noch abschreckt zu einem internationalen Broker zu wechseln.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martina,

      das Fremdwährungskonto ist mein „altes“ Optionsdepot bei Interactive Brokers. Ich habe damit bis zum Jahreswechsel Optionshandel betrieben und dafür werden automatisch Währungskonten eingerichtet. Dafür ist es auch sinnvoll, aber ansonsten würde ich mir den Aufwand wirklich sparen. Ich erhalte die Dividenden dort weiterhin in Originalwährung ausgezahlt, muss mich dann aber selbst um die Versteuerung in Deutschland kümmern. Besser ist es, das Ganze einfach und leicht zu halten. Die paar Cent, die man an Währungsdifferenzen einsparen kann, sind die Arbeit nicht wert. Wenn Du allerdings ein größeres Rad drehen willst, dann kann es sich lohnen.

      Viele Grüße Ben

  4. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Vielen Dank für Deinen Bericht Ben.

    Ja, die Börse hält sich erstaunlich robust. Woran es genau liegt? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es gibt offenbar ausreichend Käufer statt Verkäufer beim Aktienhandel. Aus meiner persönlichen Sicht werden anscheinend die Kriege (RUS/UKR, Naher Osten) und die aktuell von ihnen ausgehenden (temporären?) Belastungen mehrheitlich (noch) nicht als bedrohlich für die Wirtschaft, Bevölkerung und Unternehmen eingeschätzt.

    Ausgehend von den Informationen in den Nachrichten scheinen mir die ursprünglichen Ziele Russlands in der Ukraine nicht mehr erreichbar zu sein. Dies werde ich bei meinen weiteren Anlagen in Osteuropa berücksichtigen.

    Eine Lösung im Nahen Osten scheint in Vorbereitung zu sein. In trockenen Tüchern ist sie noch (lange?) nicht. Die derzeitige Feuerpause und die Verhandlungen könnten aber der Einstieg in den Ausstieg dieses Konflikts sein. Die Blockade der Meerenge von Hormus schadet wirtschaftlich vielen Ländern, auch dem Iran. Daran sollte niemand über längere Zeit ein Interesse haben.
    Der Zeitpunkt zum Investieren in eine positive Börsenentwicklung scheint mir nicht mehr allzuweit weg zu sein.

    Ansonsten: Zuwachs im Depot im April +3,56%. Nachkäufe bei DWS Group und Coca Cola. Cashreserve unangetastet. Devise: weiterhin Ruhe bewahren und die Watchlist aktualisieren.

    Soweit meine ganz persönliche Meinung. Keine Beratung, geschweige denn Empfehlungen.

    Viele Grüße

    Andreas P.

  5. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Andreas, hatte mal ein Artikel gelesen sinngemäß, Käufer sind im Aktienmarkt gefangen. Staats Bonds machen wenig Sinn in solchen Zeiten, Geld auch nicht. Also bleibt nur der Aktienmarkt. Die allermeisten Investoren sind mehr oder weniger erfolgreich und mehr oder weniger gechillt. Wenn die allermeisten als erfolgreiches Verhaltensmuster gelernt haben Zukaufen und halten bringt Erfolg, dann machen sie einfach weiter so. Die schlechten Zeiten kommen und gehen auch wieder. Dips werden gekauft von Leuten die Cash zurückhalten wie Berkshire Hathaway und Andreas P ( Scherz)
    aber das Geld muss ja irgendwo sein und da ist der Aktienmarkt nicht der schlechteste Ort dafür. Meine Erklärung.

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Lieber Thomas,

      wenn Du unter den „allermeisten Investoren“ die Kleinanleger, so wie wir, verstehst, gebe ich Dir völlig recht. Kaufen – Halten – Nachkaufen – Ruhe bewahren ist im Prinzip ein zielführender Ansatz an der Börse. Unser Anteil an den Börsenumsätzen dürfte allerdings nicht ausschlaggebend sein.
      Bei vielen institutionellen Käufern wäre ich mir dagegen, historisch betrachtet, was deren Durchhaltewillen in Schwächephasen anbetrifft, nicht ganz so sicher. Sonst wäre vermutlich auch die Gefahr von Börsencrashs eher zu vernachlässigen.

      Geld sollte da liegen, wo man sich wohlfühlt. Man macht eben aus einem Ackergaul kein Rennpferd.

      Viele Grüße

      Andreas P.

  6. Avatar von Martin
    Martin

    Spanned bezüglich des Sparplans auf DFV. Ich bin interessiert, ob der Spread gut sein wird. Aber dank des Saveback wird das ja eh nicht ins Gewicht fallen ;)

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martin,

      der Spread ist eine Katastrophe. Vor allem hat er sich seit meinem Bericht zur HV-Einberufung noch mal vergrößert. Aber in dem Sparplan (Ausführung zum Ask bei Lang & Schwarz) ist das relativ egal, weil ich ja nur wenig Aktien kaufe und ansonsten keine Kaufgebühren habe. Und irgendwie macht es Spaß, beim Kreditkarteneinsatz daran zu denken, dass ich mit jedem Umsatz wieder ein Stückchen mehr an der DFV beteiligt sein werde. ;)

      Viele Grüße Ben

  7. Avatar von Enrico
    Enrico

    Hallo Ben,
    Du hast im März absolut betrachtet ja gut Geld aus dem Portfolio entnommen. Rückblickend war dies Stand aktuell wohl ein Fehler. Diese Erholung hätten wohl nur die wenigsten vorausgesagt. Grämt dich diese Entscheidung oder wie gehst du damit um?

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Enrico,

      unter reinen Performance-Gesichtspunkten war es ein Fehler. Aber das ist mir ziemlich egal. Wichtig war und ist mir, dass ich mich wohl fühle. Und mit einer gewissen Cashquote fühle ich mich aktuell einfach besser. Und es ist ja auch nur eine sehr kurzfristige Betrachtung. Wer weiß schon, was in 2 Wochen ist? Dann könnte es sich als cleverer Schritt erwiesen haben. Was ich aber nicht hoffe, da ich ja noch zu 95% investiert bin und das auch bleiben will.

      Viele Grüße Ben

  8. Avatar von Nico
    Nico

    Hallo Ben,

    schöner Beitrag! Zwei Fragen hätte ich:

    Ich habe auch zu Beginn des Jahres ein Depot bei quirion angelegt. Auch ich wollte etwas die Performance des Robo-Advisors mit der meines Hauptdepots vergleichen.

    Ich hatte zu Beginn ein SEPA-Lastschriftmandat eingerichtet, wodurch ich kein extra Geld zu quirion überweisen muss.
    Ich hatte zuletzt ein Schreiben bekommen, dass ich dort eine fehlende Steuerliquidität hatte. Ich weiß nicht genau wieso, aber anscheinend wurden 8,60 € fällig mit der Begründung „steuerliche Bemessungsgrundlage“.

    In dem Schreiben stand auch, dass ich auf meinem Verrechnungskonto den entsprechenden Betrag als Deckung hinterlegen soll. Jedoch war die im Schreiben angegebene IBAN weder die von meinem quirion-Verrechnungskonto noch die von meinem Konto, auf das das SEPA-Lastschriftmandat läuft. Hattest du sowas auch schon mal? Das liegt ja vermutlich an den ständigen Käufen/verkäufen. Ich dachte eigentlich, dass man da im besten Fall nichts mehr machen muss, ähnlich wie bei einem ETF sparplan.

    Die Performance ist ähnlich wie bei dir sehr gut, aber irgendwie finde ich viele Dinge in der App nicht so pragmatisch dargestellt und beschrieben.

    Mein Cashback-Sparplan über TR läuft mittlerweile auch schon ein Jahr. Ich gebe dir recht, da fühlt sich jeder mit Karte ausgegebene Euro auch irgendwie wieder kurz gut an ;-)
    Ich kann nur bei TR weder in der App noch auf der Webseite die Einstellung finden, wie ich den Sparplan auf eine andere Aktie anpassen kann. Im Netz hatte ich dazu auch nichts gefunden. Vielleicht bin ich auch einfach blind und der DHL-Sparplan muss jetzt ein Leben lang so weiterlaufen. :)

    Danke und viele Grüße

    Nico

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Nico,

      ich habe bei quirion auch ein Lastschriftmandat und die Raten werden monatlich automatisch eingezogen. So ein Schreiben habe ich nicht erhalten. Wenn es dort Steuerzahlungen gibt, wird bei mir automatisch irgendein ETF anteilig verkauft. Ich habe noch nie etwas zusätzlich zahlen müssen und würde das auch nicht einsehen. Also entweder ist das ein Fake-Schreiben oder Du solltest einfach mal direkt bei quirion nachfragen. Es ist jedenfalls sonderbar.

      Zum TR-Sparplan hat ggman eine Anleitung kommentiert. ;)

      Viele Grüße Ben

  9. Avatar von Hansi
    Hansi

    Danke für den Reisetipp und diese schöne Foto.
    Wollte Cash zusammenhalten, aber als notorische Shoppingqueen konnte ich nicht anders und habe quer feld ein in fallende Messer reingegriffen.
    Im April sind Nike, Nomad Foods, Conagra, Campbell, Hormel, Kimberly-Clark, Mercedes, Ebro Foods,Puig,Alstom,Kerry und Medtronic neu ins Depot gewandert. Aufgestockt wurden McCormick,Smucker, General Mills, Coloplast,Metlen und Check Point Software.
    Verkauft wurden Femsa, Daikin,Larsen& Toubru, Jumbo, Del Monte und STM Micro.
    YTD bis Ende April 6,7%.
    Habe in diesen Monat mit der Gießkanne Pernod-Ricard den Niedergang der Marken begossen. Bin wieder bei 156 Titel.
    Alles keine Empfehlung und keine Beratung und wer den Quatsch von mir nachkauft, ist selbst verantwortlich für seine Verluste.

  10. Avatar von Martina
    Martina

    Hallo Ben, ich überlege ob eine KG zur Vermögensverwaltung einzusetzen mit entsprechender GmbH darüber, aber es ist nicht so einfach einen günstigen, steuereinfachen Broker zu finden, denn für Firmendepots sind die Anbieter sehr rar.

    1. Avatar von Carsten U.
      Carsten U.

      Hallo Martina,
      interessanter Punkt. Die günstigste Kostenstruktur, die ich bislang gesehen habe, ist tatsächlich die lokale Volksbank. Die Gebühren für Firmenkunden sind um ein Vielfaches höher als für Privatkunden! Ich habe bislang keinen Broker gesehen, der keine Depotgebühren in Rechnung stellt.
      Gibt es hierzu weitere Erfahrungen aus der Runde?

    2. Avatar von Ben Warje

      Hallo Carsten U.,

      also bei flatex sind die Konditionen identisch, egal ob Du da als Privatperson oder mit einer GmbH Kunde bist. Und Depotgebühren nehmen sie auch nicht.

      Viele Grüße Ben

    3. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martina,

      ich weiß aktuell nur von comdirect und flatex, die für Neukunden Depots für Kapitalgesellschaften anbieten. Ansonsten natürlich auch klassische Filialbanken wie Commerzbank oder Deutsche Bank. Aber die Konditionen dürften da nicht konkurrenzfähig sein.

      Viele Grüße Ben

    4. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Martina,

      ich hoffe Du hast Dich bei einem guten Steuerberater informiert.
      KG und GmbH benötigen eine Buchführung und eine Bilanzierung. Das sind nicht unerhebliche Kosten jedes Jahr(Steuerberater), die man erstmal zusätzlich erwirtschaften muss.
      Neben den Gründungskosten, die aber nur einmal anfallen.

      Ich habe die Konstrukte angesehen und ja sie mögen Steuern sparen (erstmal), aber es gehen viele Nebenbedingungen ein, die es für Privatleute meist nicht lohnend macht; dazu gehören auch höhere Depotgebühren und Handelsgebühren und die Steuerberatungskosten im guten 4-stelligen Bereich und der persönliche Aufwand.

      Meine Meinung: Die im Internet kursierenden 500.000 oder 1 Mio als Mindestvolumen sind nicht „ernst“ zu nehmen. Werden wohl 2,5 Mio oder 5 Mio sein, ab wann es sich lohnt. Das hängt aber auch immer von den Aktien ab, die man kauft/verkauft, wobei Entnahmen richtig aufwändig und meist steuerbelastet sind, die den ursprünglichen Vorteil umkehren. Da frage aber bitte einen Steuerberater, der sich auskennt(!!!).

      Privates Invest ist flexibel und jederzeit änderbar/verlagerbar.

      Bitte nicht als Steuerberatung missverstehen, das ist meine Meinung!

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Nico, ich nutze die Kreditkarte von TR nicht. Aber rufe doch in der Depotübersicht mal Deine Position DHL auf. Da siehst Du dann auch den Button Sparplan.( Wenn er aktiv ist) dann draufdrücken, verwalten. Dann ändern, löschen oder whatever. Du hast doch auch in der Depotübersicht von oben kurz runterwischen die Übersicht Brokerage/Private Markets/Zinsprodukte. Da oben drüber die komplette Sparplanübersicht , von der Du aus alle Sparpläne verwalten kannst. Oder wenn Du einen neuen Titel suchst, kannst Du intuitiv auch leicht einen neuen Sparplan anlegen. Also mindestens drei Stellen , wo das intuitiv gehen müsste. Vlt hilft es. Bei Quirion liest sich das etwas komisch. Auf ein Konto was nicht meine ist, würde ich kein Geld überweisen…(pfishing?)

  12. Avatar von ggman
    ggman

    TR Cashback-Sparplan anpassen
    @Nico

    das geht so in der APP:

    1) App starten ;)
    2) Pin eingeben ;)
    3) in der Mitte oben auf „Cash“ klicken
    4) dann etwas darunter links auf die Kachel „Karte“
    5) nach ganz unten scrollen und unter Vorteile auf „Saveback“ klicken
    6) auf dem neuen Fenster genz unten rechts (ist farblich anders) auf „Verwalten . . .“
    klicken
    7) „Bearbeiten“
    8) bei „Durchsuchen aller Assets“ dürftest du nun das Produkt deiner Wahl auswählen
    können

  13. Avatar von Stefan
    Stefan

    Hi Nico,
    gleiche Message auf meinem Quirion-Account: 8,64 EUR an Bemessungsgrundlage würden 2,16 EUR KEST zzgl. Soli verursachen. Ich habe erstmal nichts unternommen, da der Betrag nicht gebucht wurde. Die IBAN passt aber m.E.

    Stefan

  14. Avatar von RogerRoger

    Bin bei Ecoligo auch betroffen. Schaut man sich mal https://www.northdata.de/Baart,%20Martin,%20Frankfurt/7ep an, so sieht man das es Anfang April jeden Menge Geschäftsführerwechsel gab. Persönlich habe ich die Sache aber abgeschrieben und warte mal was noch kommt, rechne aber nur noch mit einer Verlustbescheinigung.
    Das Ecoligo in Schwierigkeiten ist, merkte man ja bereits seit längerem.

    1. Avatar von James
      James

      Mich hat es leider auch erwischt, Mitte/Ende 2025 kamen die ersten einzelnen Projektausfälle, inzwischen ist die Plattform an sich betroffen und schreibe den Verlust innerlich schon mal ab.
      Rechne auch nur noch mit einer Verlustbescheinigung in den nächsten 3-7 Jahren, das ist zumindest die Antwort mehrerer KI Modelle, wie lange solche Abwicklungen dauern können… Lehrgeld, nie wieder p2p Schrott oder Nachrangmist – alles auf Aktien!

  15. Avatar von Claudio
    Claudio

    Ich habe mal eine Frage zu ADP.
    Die Zahlen schauen alle sehr gut aus, Prognose wurde erhöht, es gibt ein Rückkaufprogramm über 6 Mrd. Dollar, KGV 2027 irgendwo zwischen 17-18 ich kann mich da eigentlich nur an Werte zwischen 25-30er KGVs erinnern in der Vergangenheit, Dividende wird auch seit 50 Jahren jedes Jahr signifikant erhöht, Ausschüttungsquote liegt so um die 60%, was völlig ok ist. Wo ist der Haken? Was sieht der Markt was ich nicht sehe? Ich habe heute ADP weiter aufgestockt!?

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      KI = Gefahr für Subscription-Modelle
      KI = Gefahr, dass weniger Mitarbeiter in den Firmen benötigt werden = weniger Gebühren für ADP

      Meine Vermutung. Ob das aber so kommt und ob ADP andere Einnahmen generieren kann werden wir sehen.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Chrischaan,

      ich denke Du springst hier zu kurz.
      KI = Gefahr für Microsoft, LAM, Broadcom, Munich Re, Coca Cola, LVMH, General Mills, BlackRock, Novo Nordisk, …
      denn die KI sagt was gut für den Menschen ist und wo Menschen wegrationalisiert werden können. So die These.

      Es gibt einige Aktien, die nach den Zahlen glänzend da stehen und dennoch abgestraft werden.
      Aus meiner Sicht ist es: die Langeweile des Business. Keine großen Wachstumschancen (am liebsten 20% pro Jahr) und gleichzeitig viel Eigenkapital(wo man doch wachsen will). Dieser Wolpertinger muss allerdings erst (ge)erfunden werden.

      Nur als Tipp:
      Subscription-Modelle = LAMs Business und ist sehr erfolgreich.

      Aus meiner Sicht sucht das große Kapital den Sicherungsanker und muss das Invest auch den Managern darlegen. Da fallen viele „langweilige“ Aktien schlicht raus.
      Ich deute es so, dass die Börse nach den Highflyern (KI) den neuen Trend sucht. Oder wie ein Manager einmal sagte: Alle investieren in Indien, wenn das Invest in den Oststaat nicht klappt, bin ich ein „toter Mann“; also werde ich in Indien investieren, wohl wissend, dass … (weil es alle tun!)

    3. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Hi Börsenhai,

      gut, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Und sie müssen sich nicht mal immer gegenseitig ausschließen.

      Ich sag auch gar nicht, dass die beiden Punkte meine Meinung wiederspiegeln. Interessant ist aber, dass ADP von 2015 bis Ende 2025 immer zwischen 24-30er KGV gehandelt wurde (mit Außreisern). Das Modell war nicht spektakulärer in dieser Zeit. Dennoch hat sich ab Mitte letzten Jahres und beschleunigt Anfang diesen Jahres das Narrativ geändert von „Ich erwähne das ich auf KI mache, dann bin ich vorn dabei“ in „KI kann ja meinem Geschäftsmodell Konkurrenz oder im schlimmsten es gar überflüssig machen“.

      Ich merke im Job gerade, wie produktiv KI einige pfiffige Mitarbeiter im IT-Bereich macht (Software). Und ich merke, dass diese pfiffigen Mitarbeiter auf einmal KI-gestützt Software erstellen können, die sie vorher nie hätten erstellen können. Und das dies anfängt erste gekaufte Software zu ersetzen (noch auf kleinem Level aber schon echt beeindruckend).

      Den Rest kann man selbst fortschreiben. Das soll gar nicht heißen, dass ADP komplett disruptiert werden wird. Die finden bestimmt Wege in die neue Zeit. Aber es birgt Unsicherheiten. Und dann fährt der Markt halt auch meistens die Multiples runter.

      Ob Coke, General Mills oder Novo disruptiert werden, weiß ich nicht so genau.

      Lam dürfte eer ein Profiteur sein.

      Microsoft scheint mir halbwegs ausbalanciert. Auch wenn ich aktuell eine größere Position in Alphabet besitze (gewachsen seit 2023).

      Beste Grüße

    4. Avatar von Tobs
      Tobs

      Chrischaan, ich sehe das mit dem Disruptieren ähnlich.

      Neben Tierfutter und anderen Bedarfsartikeln heißt mein Hedge gegen die digitale Zukunft: Ketchup und Käse. Mit mittlerweile fast 5.000 Stück von KHC im Depot muss ich nur aufpassen, dass ich nicht auf meinem eigenen Ketchup böse ausrutsche. Und neben meinen asiatischen Konsumgüteraktien habe ich im letzten Jahr massiv zugegriffen bei günstig bewertetem Cash Flow, der – gerade – nicht so schnell am wachsen ist (Clorox, Kao, JM Smucker, Reckit Benckiser, The Campbell, General Mills, Kikkoman, Nissin Foods, Unicharm, Uni-President China, Tingyi, Keurig Dr. Pepper, Pepsi, Lamb Weston) oder wieder günstiger zu haben ist (Domino’s Pizza, Yum China). Einzelhandel im Value Retailer-Bereich (Verdammt, ich stehe auf Grabbeltische in häßlichen Löchern unter einen lieblosen Neon-Funzel!!) wie jüngst wieder Mr Price Group oder B&M European Retail habe ich auch wieder ein wenig was gemacht. Und im Finance Bereich fühle ich mich Cash Compoundern wie L&G oder China Merchants Bank wohl, neben einigen klassischen Vermögensverwaltern, die wie Ketch Up tot gesagt werden, deren Cash Flow aber weiterhin wie Ketch up aus der Flasche kommt (meine Franklin Ressources sind doch glatt wieder ins Plus gelaufen, wer hätte das gedacht?). Könnte noch einige andere Geschichtchen nennen, aber die genannten Positionen war das Wesentliche.

      In den letzten zwei Jahren habe ich also wenig Geld in zukunftsgerichtete Aktien gesteckt. Sondern eigentlich eher eigenwillig in das investiert, was im Moment niemanden interessiert. Eigentlich sammle ich auf, was andere wegwerfen. Aber gar nicht mal aus Trotz oder als Investment-Prinzip, sondern diese Geschäfte sind ja eh mein Style (ich brauche es bum bum easy, damit ich die Illusion aufrecht erhalten kann, dass ich weiß, was ich da tue), und ich war und bin gerade regelrecht froh, dass diese Aktien im Moment niemand haben will. Es ist so ein bisschen wie beim Dessert in größerer Runde im Restaurant, wenn Du der einzige bist, der auf den Kaiserschmarn hot ist und die anderen Dich das tatsächlich einfach so alleine auffressen lassen…Dann sollte man auch wirklich alle Hemmungen fallen lassen!

      Bin mir sicher, dass rückblickend in einigen Jahren das eine große Kaufchance gewesen ist. Wenn dann diese Aktien teurer werden und ich davon eigentlich mehr als genug habe, müsste ich allerdings das mir selbst gegebene Versprechen endlich mal einlösen, ein bisschen mehr im (konsumnahen) Industry-Bereich zu machen. Bei guten Titeln lande ich aber schnell immer in den USA, und neue USA-Positionen möchte ich nur äußerst selektiv eröffnen, um weiterhin meine USA-Allokation unter 30 Prozent zu halten…

    5. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Chrischaan,

      wir sind beide gar nicht so weit auseinander. Ja mit KI kann wunderbar Software schreiben, wenn man auch entsprechend kritisch den Code prüft. Was auch für Texte aus der KI gilt.

      Mir ist nur die scheinbar landläufige Meinung z.B. Versicherungen, Banken, Abrechner, Softwarehersteller werden durch KI disruptiv, Pharma, Medical oder Food aber nicht, zu einfach.
      Sie alle nutzen die KI natürlich für ihr Business.
      Es sind immer einzelne Jobs, die disruptiv sind, z.B. Vertreter für B2C.
      B2B hat sehr viele Facetten. Hier sind die Beziehungen sehr komplex.

      Du hast Recht, dass ADP früher schon immer relativ teuer war und die Dividenden gut wuchsen. Jetzt sind sie günstiger und die Dividende wächst noch immer gut. Kann sich aber auch im nächsten Jahr ändern. Also: keine Anlageempfehlung.

      @all:
      Nur so als Anstoß: Es heißt „gefressen wird immer“. Warum läuft aber der Sektor Basiskonsum seit Jahren schlecht? (einzelne Ausnahmen gibt es immer!!!).

      Zweiter Anstoß: Als Amazon groß wurde, unkten viele: WalMart wird verlieren(wegen dem Delivery-Aspekt!). Einfach mal kontrollieren, ob es WalMart noch gibt.

      Um die Zukunft abschätzen zu können, muss man das Business verstehen. Wir alle sind Laien und können das Business meist nur dort abschätzen, wo wir auch tätig sind.
      Übrigens die Auswahl der Papiere bei mir klappt mal und klappt manchmal nicht. ;)
      Und was lehrt mich die Börse? Geduld.

    6. Avatar von Tobs
      Tobs

      @Börsenhai
      Da bist Du aber erste Hai überhaupt, der sich mit dieser Frage seine Zähne ausbeißt. :-)

      Was ist denn Deine eigene Schlussfolgerung daraus, dass der Sektor Basiskonsum schlecht läuft?

      Sind Aktien nur Kurse oder auch Geschäftsmodelle, oder gibt es nicht ständig und andauernd Sektoren, die gerade hinten anstehen? Für mich wäre die erste Frage daher: Läuft der Sektor wirklich so schlecht, jenseits der Kurse? Na ja, das sehe ich persönlich – trotz aller überwiegend außerhalb der Geschäftsmodelle extern getriggerten Themen – eher nicht so. Und die Geschäftsmodelle, die gerade wirklich Wachstumsschwierigkeiten haben (aber hochprofitabel bleiben), können die nicht in Zukunft wieder Schwung aufnehmen (Man vergisst gerne die Anpassungsfähigkeit)? Es gibt keine linearen Aktiengewinne, auch nicht bei Consumern! Die positive Aktienrendite kann sich auch hier aus 9 schlechten und 2 super guten Jahren zusammensetzen. Das will aber keiner, alle wollen jedes Jahr ihre + xy Prozent, um mit Hochgenuss ihre quartärlichen oder wie hier im Blog gar monatlichen Depotauswertungen zu fahren. Das ist aber normale Volatilität meines Erachtens, auch bei Blue Chips sind Kursverluste von 60-70% vor dem wieder nächsten ATH keine Abnormalität!

      Leicht provokante Gegenfrage: Was wäre denn z.B. die Schlussfolgerung der ein und derselben Person gewesen, wenn sie Intel Ende 2023 gekauft hätte und dann wieder auf den Kurs a) in 06/25 oder b) in 05/26 geschaut gehabt hätte? In 06/25 hat jeder Hobby-Unternehmer rumgeschlaumeiert und das Ende von Intel prophezeit, als wenn er es immer schon gewusst hätte. Würde heute in weniger als 11 Monaten dieselbe Schlussfolgerung gezogen? :-) in 05/26 hieß es überall, die CPU von Intel sind für KI unbrauchbar und Intel hätte alles verpennt was es zu verpennen gebe. Heute wird das genau das Gegenteil erzählt, die CPU seien dank besserer Software zumindest für die Standard-Anwendungen geeignet und hierfür sogar effizienter… :-) China: Vorgestern in den Zeitungen, uninvestierbar, heute in den Zeitungen: Welche Aktie ist am besten? :-)

      P.S.: Und sogar KHC hat in seinem bescheidenen Rahmen „Disruptionspotential“. Man schaue bitte auf die sagenhaften Curry Innovationen. https://www.cash.at/produkte/food/kraft-heinz-neues-curry-ketchup-trio-35294 :-) :-)

    7. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Börsenhai

      Zitat: „Mir ist nur die scheinbar landläufige Meinung z.B. Versicherungen, Banken, Abrechner, Softwarehersteller werden durch KI disruptiv, Pharma, Medical oder Food aber nicht, zu einfach.“

      Da gebe ich dir völlig recht. Man kann das nicht schwarz-weiß nach Branchen trennen. Und man kann auch nicht einfach hergehen und sagen, die ADP gibt es bald nicht mehr. Sondern ich glaube, dass der Markt eher ein Szenario spielt, bei dem die genialen Margen von Softwareunternehmen unter Druck geraten könnten, da evtl. die Burggräben zugeschüttet werden. Nicht überall, aber es reicht ja schon ein gewisser Grad aus, um zumindest die Aussichten für die kommenden Jahre zu trüben. Und dann werden die hohen Multiples halt mal eingestampft. Das Wachstum hat ja die hohe Bewertung nie gerechtfertigt (siehe auch Rollins und co.).

      Für mutige Anleger bietet das aber eine Chance, wenn man davon ausgeht, dass entweder das Geschäftsmodell weniger stark belastet wird und/oder das Unternehmen neue Einnahmequellen findet. Wobei man überlegen kann zu warten um etwas mehr Sicherheitsmarge zu bekommen.

      Bei ADP könnte es ja sein, wenn wirklich viele Stellen reduziert werden, dass sie dann auf einmal die Robotersteuer oder was auch immer prozessieren.

      Mit Alphabet hab ich das selbst so erlebt. Bei denen hat sich bisher das Werbegeschäft nicht wie 2023 erwartet eingetrübt und gleichzeitig haben sie sich beim Thema KI und auch bei Datencentern in der Spitzengruppe festgesetzt. Auch haben sie mit Youtube, Venmo, ihrer Chipentwicklung usw. noch andere heiße Eisen im Feuer. Und genau wie du und Tobs sagen, kam nach 2 Jahren das auch wieder im Markt an und es ging stramm aufwärts.

      Unabhängig davon habe ich aber dieses Jahr im März tatsächlich das durchgezogen, was ich in den letzten beiden Jahren schon mehrfach graduell machen wollte und nicht geschafft habe: Die meisten Einzelaktien raus und 60% des Depots in ETFs + 15% Cashreserve. Somit halte ich nur noch 6 Einzeltitel + 3 ETFs. Das hat mich ziemlich entspannt. :-)

      Und im April gab es ein Plus von 7,9% im Depot (reine Performance + Dividenden). Hab ich mich nicht geärgert. Bester Performer war eben Alphabet mit +31%. Während General Mills mit -5% der einzige Verlierer war. Die kommen aber bestimmt wieder. Da bin ich bei Tobs. Die haben meiner Meinung nach ein Potential von 12-19%/a in den kommenden 5 Jahren (bei erwarteten 44-65 EUR/Aktie) wenn sie nur leicht wieder Richtung Wachstum und Multiplenormalisierung tendieren. Evtl. wird der Dollar wieder stärker und hilft ebenfalls, darauf würde ich aber nicht wetten.

  16. Avatar von Thomas
    Thomas

    zwei Gedanken,
    erstens noch @Andreas P zur erstaunlichen Robustheit der Aktien-Märkte.
    groben Schätzungen zufolge steigen auch die ausgeschütteten Dividenden total amount global jährlich zwischen etwa 5% -7%. Jedes Jahr. Für 2026 werden global etwa 2,2 Billionen USD an Dividende ausgeschüttet. Es darf stark angenommen werden, das sich das meiste davon als (zusätzliche) Buying Power am Aktienmarkt wiederfindet. Egal, was die Politik oder Notenbanken gerade machen. Die Balance zwischen Buying Power und Selling Power scheint generell stärker auf Buying Power angelegt.

    zweitens allgemein
    finde ich wirklich frappierend, was gerade im Sektor Computer Hardware, Semiconductor Equipment und KI abgeht. Allein in den heutigen Futures schon plus 3,3% allein für US Tech , nach dem der Sektor letzten Monat schon zwischen 25 bis 50% (Einzelfälle) zugelegt hat.
    SK Hynix alleine heute +27% obwohl die schon so teuer sind.
    Sandisk plus 10%
    Samsung plus 23,3% alleine heute.
    Micron plus 11%
    usw usf.
    nicht das ich auch was davon hätte
    aber diese Preisaggressivität verwundert mich wirklich etwas angesichts der politischen Großwetterlage.
    Ich verwende das Wort pervers ungern,
    aber was sind das für aggressive Veränderungen, die da unter der Motorhaube der IT stattfinden?

    1. Avatar von Claudio
      Claudio

      @ Tobs
      Aktuell habe ich das Gefühl, dass Markenprodukte nicht mehr großartig nachgefragt werden! Eigenmarken tun es ja schließlich auch, und ehrlich gesagt man merkt häufig keinen oder kaum einen Unterschied, was man so hört und liest! Wenn sich dieses Gefühl, beim Verbraucher erstmal manifestiert hat, wird es glaube ich schwierig! Dazu, bitte nicht unterschätzen GLP1 Medikamente! Um ehrlich zu sein, ich hab davon keine Ahnung, ich brauch das nicht und würde es glaube auch nicht nehmen! Aber es gibt einigen Gegenwind für deine Markenartikler und ich sehe da irgendwie auch keine Trendwende, denn der Konsument schaut auf seinen Geldbeutel! Ich glaube die einzigen die sich da erstmal nicht sorgen müssen sind Coca Cola! Wie auch immer ich wünsche dir maximalen Erfolg mit deinen Einzelwerten von denen ich viele gar nicht mal kenne und Depot Tracking mach ich nur am Jahresende! Reicht mir, aber kann ja jeder handeln wie er mag!
      VG Claudio

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      @Claudio

      Na klar; Private Label Produkte sind immer ein Faktor; aber ich denke eher ein elastischer in beide Richtungen. Nach der ökonomischen Lehre können Private Label Produkte den Markenprodukten nur bis zu einer gewissen Grenze Marktanteile abspenstig machen. Denn: Der komparative Preisvorteil gegenüber Markenartikeln stößt irgendwann an eine Art Nutzen-/Vertrauensgrenze. Denn wenn das Produkt nur über den Preis kommt, findet sich schlicht kein weiterer Grund mehr, das Produkt zu kaufen. Markenartikler können deswegen alleine – mit zeitweiligen Preissenkungen zu Lasten ihrer Marge (Reinigungsfieber) – sehr schnell wieder den Private Label Anbietern Marktanteile abnehmen. Womit sollten sie sich dann ihrerseits erwehren, sie haben ja nur den Preis und keine Marke! Ich finde das ein shitty Geschäft :-) Daher ist die ökonomische Schutzmauer der Marke nicht zu vernachlässigen. Und deswegen wiederum spielt es gerade bei den Consumer Staples aus meiner Sicht eine ganz entscheidende Rolle, wie viel Prozent ihres Umsatzes sie in R&D und Marketing investieren. Man sieht hier sehr gute Korrelationen: Unternehmen, die versuchen ihre operative Marge kurzfristig durch geringe Investitionen in R&D und Marketing zu optimieren, erhalten irgendwann die Quittung dafür…

      …und das führt mich zu KHC nochmal.

      KHC hat lange Zeit Financial Engineering betrieben:

      Vor einigen Jahren wäre der Reflex gewesen: Kosten raus, Marketing runter und das EBITDA schützen. Mit den bekannten Folgen: Schwächelnde Marken und Brutto- Margenkompressionen, insbesondere im Nordamerikageschäft.

      Insbesondere als der Split unter dem neuen CEO abgesagt wurde, hat KHC begonnen mit massiven Investitionen die Produkte zu verbessern, die Distribution auszubauen und zu investieren.

      Heute gab es Zahlen und ich habe auch das Script zum Earnings Call gelesen. Und es ist wunderbar!!! Der Turnaround ist natürlich noch nicht da, aber obwohl die neue Strategie erst seit kurzer Zeit in dieser Konsequenz exekutiert wird, manifestieren sich bereits deutliche Fortschritte!!

      Bereits 58% des Geschäfts mit stabilen/steigenden Shares
      Bei Taste Elevation sogar 87% Ende März
      Volumenrückgang nahezu gestoppt (insbesondere im Vergleich gegenüber Vorjahr)

      Denn die große Angst der letzten Jahre war ja: Die Marke sind alt und nicht innovationsfähig. Die Story hieß ja „struktureller Niedergang nicht aufzuhalten“.

      Die Marken sind aber nicht tot und die Strategie (im Frühstadium!!) wirkt bereits spürbar.

      Interessant ist auch, dass sich der neue CEO endlich (!) wie ein CEO eines Consumers gebärdet, und nicht wie ein Finance Guy von Wallstreet (im Konsumentengeschäft ähnlich wie bei SBUX, Du brauchst einen Kundenmann als CEO und nicht diese CFO-Deppen)!! Er geht im Call recht detailliert auf den Konsument ein und sagt völlig transparent und nicht beschönigend, dass der amerikanische Konsument am Limit sei und zu viel Pricing nicht funktioniert. Also dieser Reflex, einfach über Preiserhöhungen die Inflation an den Verbraucher weiterzugeben, erkennt er selbst als nicht hinreichend. Stattdessen versucht er über Innovation und bessere Price Punkte optimal die Marken in den Markt zu bekommen. Gute Consumers kennen die Konsumenten in und auswendig, ein echter Edge!

      Selbst mit (!!!) höheren Marketingkosten, Inflation und Investitionen produzieren sie weiter massiv Cash und zahlen Schulden runter!!

      Das ist doch kein broken Geschäftsmodell!!! Morningstar hat in seinem Update von heute ebenfalls frohlockt…

      Jetzt lassen wir mal die Strategie über die nächsten Quartale ein wenig mehr traction bekommen, vielleicht wieder ein wenig mehr Wachstum und dann irgendwann vielleicht sogar wieder Divi ansteigen. Bin mir sicher, dann wird sich der Kurs erholen.

      Aber das kann eben einige Jahre noch andauern. Ich nerve wieder: Siehe Mäcces in den 2010ern: Der Cash Flow sprudelte mehrere Jahre in Folge immer stärker und es dauerte lange, bis der Kurs nachzog. Ist aber auch besser so, hat man mehr Zeit, die Aktien günstiger bewertet einzukaufen.

  17. Avatar von Martina
    Martina

    Hallo
    Vielen Dank für die vielen Ansichten zu einer vvKG. Es stimmt das es nicht so einfach zu händeln ist wie privat, jedoch gibt es neben den steuerlichen Vorteilen auch noch andere die nicht außer acht zu lassen sind in einer langfristigen Vermögensplanung. Dazu zählen Nießbrauch auf Immobilie und gleichzeitig AFA geltend zu machen, Anteile mit massiven Abschläge weiter zu verschenken an die nächste Generation, durch vertragliche Gestaltungen den Zugriff durch dritte massiv zu begrenzen, deutlich höhere Schutz als privat und wenn man in die Vergangenheit schaut wurden meistens Privatvermögen von staatlichen Maßnahmen getroffen. Es ist ein komplexes Thema auch bei den Broker, manche haben Quellensteuer Vorabreduzierung, manche bieten günstige Angebote an aber wenn man das Komplettpaket sucht wo alles einigermaßen passt wird schwierig und teuer, bin aber der Meinung das den Markt künftig auch Fintechs einsteigen werden.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Martina,

      zwischen Wohneigentum und Aktien besteht auch in der wie auch immer gearteten Konstellation einer Gesellschaft ein erheblicher Unterschied.
      Nießbrauch in einer Immo-Gesellschaft ist ein heißes Eisen. (das ist keine Steuerberatung!!!!).

      Ich bin mir nicht sicher was Du meinst, aber: „weiter zu verschenken an die nächste Generation“ funktioniert nicht aus einer Gesellschaft heraus, außer sie treten in die Gesellschaft ein und sind ebenso „gefangen“.
      Denn jede Entnahme aus einer Gesellschaft führt sofort zu Steuern!

      Eine AFA kannst Du auch als Privater veranschlagen, es gibt sogar Positionen, die eine Gesellschaft nicht angeben darf. Ausnahme: eigengenutzter Wohnraum. Aber da hast Du ein Konstrukt, dass die Gesellschaft Umsatz/Gewinn macht und die Verwaltungskosten den Vorteil auffressen.
      Alles keine Steuerberatung und nur meine Meinung!

  18. Avatar von Stefan
    Stefan

    Hallo Ben,

    nachdem ich mir gestern verträumt die Augen gerieben habe, möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dir für den Austausch in diesem Forum bedanken. Du hattest einst das Unternehmen Lam Research vorgestellt, woraufhin ich mir den Titel auch mal unter die Lupe genommen hatte und für positiv befunden hatte (eigenes Risiko, ich weiß Bescheid). Ich hatte schließlich eine Position zu 70€, 5-stellig eingestellt, was mich und mein Portfolio sehr freut.
    Das ist ein großer Motivator going forward.
    Cheers,
    Stefan

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Stefan,

      ja, die Kursperformance von Lam Research ist unglaublich. Freut mich, dass Du davon auch profitierst! Fundamental bin ich ob der Höhe absolut überrascht, der der ganze Chipsektor explodiert förmlich. Es ist auf jeden Fall schön im Depot anzusehen, wenn so ein einzelner Titel immer stärker wird. :-)

      Viele Grüße Ben

  19. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Tobs,

    der BörsenHai knabbert nicht an dem Konsumgütersektor. ;)
    Es verwundert nur, dass ausgerechnet CocaCola mit „Zuckerbrühe“ ein sehr stabiles Wachstum zeigt. Jedes Jahr …
    Konsumgüter zahlen Dividenden, aber eben nur mit 2% Dividendenwachstum – neben dem Kurs, der .. naja … existiert.
    Nicht zu vergessen ich kann nur amerikanische Hersteller und Nestle heranziehen, die Handelsfirmen mal außen vor.
    Und Nestle-Produkte werden von einigen aus Prinzip nicht gekauft. Das ist nicht auf Nestle zu beschränken!

    Klar möchte jeder jedes Jahr x% Zuwachs haben, funktioniert halt nicht. Da bin ich die falsche Adresse, ich habe meine Lehre von der Börse erhalten. ;)
    Übrigens deine Gegenfrage schlägt genau in die Bresche, die ich meinte. KI scheint der einzige Treiber zu sein und viele Firmen sind schon abgeschrieben – laut Internetforen, -plattformen, etc.! Ich habe explizit hier im Blog davor gewarnt solche Informationen ernst zu nehmen.
    Auch wenn ich mir erst einen Intelrechner zusammengeschustert habe, Intel ist nichts für mich. :) Hätte, hätte, Fahrradkette-Rückblicke machen mich nicht zu einem besseren Investor. Jeder schaue auf sein Invest und ob er damit zufrieden ist. Einer sagt 5% ist genug, der andere sagt 15% ist ein Muss. Das muss aber jeder für sich entscheiden.
    Schwalbe – Frühling.

    @Chrischaan: Respekt, wegen der Umstrukturierung in ETFs. Hat mein Sohn jetzt auch gemacht, aber er hat ja noch viele Jahre vor sich, und hatte mich (und alle Indizes) mit den Aktien bis 2024/2025 outperformed. ;)

    @Ben: zwei Level für Antworten sind echt zu wenig. Kann man nicht 3 Level daraus machen?

  20. Avatar von Tobs
    Tobs

    Börsenhai, darum habe ich heute noch mal Domino’s Pizza nachgekauft und tatsächlich eine Startposition Wingstop eröffnet. Das Divi-Wachstum ist hier doch beachtlich. Aber gerade bei Wingstop Achtung: Sie müssen erst noch beweisen, dass sie international skalieren können und Hühnchen wird nie ganz so anschlussfähig wie Pizza sein.

  21. Avatar von Thomas
    Thomas

    @chrischaan,
    Respekt, wenn Du diese Umstrukturierung durchgezogen hast. !
    Habe selbst Stand heute 151 verschiedene Titel, da es aber gut verteilt ist, verhält es insgesamt durchschnittlich im Kurs auch wie ein ETF, nur ohne TER.
    habe auch schon gelegentlich mal aufgeräumt, man fühlt sich für den Moment gut,
    aber dann fängt man doch wieder an, diesen Titel gut zu finden und dann jenen und kauft doch Einzeltitel dazu.
    Von daher lasse ich das einfach laufen und kaufe nur zu.
    Die häufigen Dividenden sind auch motivierend.

    Aber, und das ist das wichtigste, jeder muß sich wohlfühlen mit dem was er am Markt tut.

    Nebenbei läuft der Nikkei bemerkenswert gut. Alle Japanfreunde werden ihre Freude haben. Direkt heute neues ATH.
    War immer etwas skeptisch wegen der Währung, aber das Währungsdumping scheint den Japanern(Unternehmen) auch in einer gewissen Weise zu helfen, jedenfalls nicht zu schaden. Umgekehrt halten übrigens Sumitomo Corp und Marubeni Corp auch schon mehr als 10% von Berkshire Hathaway. Man hilft sich gegenseitig und verdient gemeinsam.

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Thomas

      Ich kann den Vergleich zwischen dem Eltern- und den Kinderndepots ziehen (seit Sep 2022). Letztere laufen auf Autopilot (MSCI World bis Ende 2023 und ab dann FTSE All World) und haben Stand heute um die 14%/a gemacht (IZF). Kein Aufwand, geniale Rendite. Das Elterndepot hat viel Aufwand (auch viel Spaß) gemacht, aber im gleichen Zeitraum nur ca. 5%/a Rendite erzielt. Autsch… Das ist besser als nicht investieren, aber viel schlechter als die Null-Aufwand-Strategie bei den Kiddies. Irgendwann muss man sich vor den Spiegel stellen (und sei es nur der innere) und eine Entscheidung treffen. Und ich habe akzeptiert, dass ich persönlich nicht den Markt schlagen kann. Bliebe also nur noch das investieren als Hobby zu betrachten. Die kosten Geld, da aber der Zinses-Zins diese Art Hobby jedes Jahr verteuern würde, habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Außerdem ist auf einmal mehr Zeit für Familie oder andere Weiterbildung oder einfach Relaxen übrig. Ich hoffe nur, dass mich das Fieber nicht wieder packt (wie du es ja auch beschrieben hast). ;-)

      Bei dir scheint der Mix aber sehr gut zu laufen. Da besteht ja dann gar keine Not was zu ändern.

  22. Avatar von Hansi
    Hansi

    Danke Thomas,
    dass ich hier nicht der einzige Verrückte bin, der gefühlt jeden Tag irgendeine neue Bitch von der Straße schleppt. Bei meinem Harem hätte sich Süleyman der Prächtige vermutlich freiwillig die Kugel gegeben. Jeden Tag endloses Geplapper in Form von Firmennachrichten, allein heute allein drei Titel von mir in einer 50ziger Watchliste für kapitalintensive Zykliker mit Minus 6%- die Schlusslichter.

    Colo ist bei mir auch so eine Oberzicke, die mir nur das Geld aus der Tasche zieht und ich immer nachblättern muss. Bei mir werden langsam die Peseten knapp, so dass ich mit dem Einkaufswagen durch die Straßen ziehe und nach Cola, Pepsi, Heineken und im Müll nach Campbell-Konserven oder Spam-Büchsen suche. Wenn ich dann nur Eigenmarken-Konserven in der Mülltonne finde, wende ich mich von Tonne ab. So tief bin ich jetzt auch noch nicht gesunken. Diese ganze Consumer erzielen zumindest in den Emerging Markets oft noch Zuwächse um ihre Volumenrückgänge hier irgendwie auszugleichen.
    Dieser ewige Kampf Marke und Eigenmarke (Privat Label ist für mich keine Marke) ist auch zyklisch. Irgendwann wird es halt cool den Pfennig-Hans zu spielen, aber spätetens wenn es scheinbar zu viele oder alle machen, so dass die Privat Label-Produkte nur noch wie graue orwellsche Einheitspampe herüberkommt, wenden sich wieder mehr Menschen den scheinbar bunten Marken zu. Menschen wollen einfach nicht gleich sein und das ist die Chance der Consumermarke.
    Die Consumer müssen einfach lernen, keine Schulden, keine Aktienrückkäufe, keine Zinsen und dann knallharte mit Preisen diese Minirenditen der Eigenmarken zerquestchen. Es kann auch nicht Schaden selber diesen zersplitterten Eigenmarkenmarkt einzukaufen und mehr Marktmacht zu erlangen.
    Wieviele deutsche Marken produzieren für Aldi, Rewe, Edeka usw. Ob man Eigenmarken-Dose oder Bonduelle-Dose kauft, Bonduelle macht mehr oder weniger seinen Schnitt.
    Das die Aktie für diesen Ramschpreis gehandelt wird, ist einfach übertrieben. Campbell, Hormel, Conagra, Kraft, General Mills, Smucker, Nestle, Henkel, Clorox und viele mehr sind so günstige, wie lange nicht mehr. Wie lange möchte man noch warten, um erste Position dieser potentiellen Turnaround-Kanditen einzusammeln.

    Mich schlägt der MSCI regelmäßig, nur habe ich mich in der Vergangenheit schon bei Fonds immer gefragt. Läuft doch immer von selbst, warum so wenig Ertrag, warum komme ich mir so arm vor, während mein Einzeltitel Dividenden fließen lassen.
    Macht doch jeder läuft von selbst. Immer mehr Aktionäre, viele nur ETF, das neue Wundermittel. 10 Million, 12 Million , letztes Jahr sogar 14 Millionen Aktionäre oder ETF-Halter in Deutschland. Wenn es seit 18 Jahren eine Einbahnstraße nach oben gibt. Man muß sich doch nur einmal den Chart des MSCI ansehen, um zu erkennen, der irgendwann mal so richtig die Cisco 2000 machen wird. Man hat ein unvorstellenbares Klumenpenrisiko. Der Tag wird kommen und dann ist auch immer der Glaube vorhanden, dass es doch irgenwie immer so weiter geht. War doch in der Vergangenheit gefühlt immer so. Also wenn jetzt 18 Jahre Party , warum dann nichtmal Crash und 18 Jahre seitwärts, weil unser Finanzsystem dann in seinen Turm zu Babel mal so richtig wackelt und teilweise den Turm von Mordor macht. Bin gespannt, wie schnell wir dann wieder bei 5 Millionen Aktionären in Deutschland sind.

    Buffett’s Berkshire sitzt auf fast 400 Mrd USD Cash-Reserven, die nun höher sind als die Depotwerte seiner Aktientitel. Seit ETF hatte er doch auch inwzischen abgestoßen? Buffet und Abel warnen vor den Exzessen am Finanzmarkt.

    Mir reicht das 100% Verlustrisiko einer Aktie im Depot. Dann habe ich immer noch das Restrisiko das meine Bank mein Depot veruntreut, darum habe ich lieber viele Depots, denn die 20.000 € Versicherung hat schon irgendeinen Grund. 1 Depot 1 Mio = ups sind nur 20.000 €. 20 Depots schön verteilt, 5 haben veruntreut, dann sind noch 850.000 € da.

    Das mir irgendein ein ETF-Betreiber meine Aktien veruntreut oder durch Verleihen verloren gehen, will ich mir nicht zumuten. Ich weiß nur eins. Wenn es knallt, dann lieber Einzeltitel. In paar Tagen kommen bei mir wieder Rubel in Moskau an und neuerdings kann man sogar rübergehen und noch ein sog. IN-Konto aufmachen. Selbst dieser Wahnsinnkrieg hat den Anlegern Schlupflöcher ermöglich, wohingegeben ETF’s munter ausgebucht und abgeschrieben haben. Vielleicht sind ETF’s am Ende doch noch Gewinner, falls Russland bei der Entschädigung der ADR irgendwie gütig ist.

    Wenn ETF, dann sollte man immer das Horrorszenario im Hinterkopft behalten und wenn doch, sollten man auch hier auf mehrere Anbieter aufteilen.
    Das der Begriff „Sondervermögen“ nicht immer das ist, was man darunter versteht, zeigt unser Bundestag eindrucksvoll.

    Am Ende klingt das alles total verrückt, aber bei diesen Exzessen des Finanzmarktes wird es irgendwann so richtig knallen. Man hat aus Lehman nicht wirklich gelernt und die aktuellen Eigenkapitalvorgaben werden auch nicht ausreichen.

    Trotzdem ist man mit Aktien oder ETF’s vermutlich entspannter und sicherer unterwegs, als mit zuviel Cash bei Banken.

  23. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Crischaan,
    hoffe doch, das Du als Leser und gelegentlicher Kommentator weiter hier an Bord bleibst, wo Du doch jetzt so tiefenentspannt bist:)
    Ich meine rückblickend zu erinnern, das Du Dich immer sehr intensiv mit den Unternehmenszahlen beschäftigt hast
    (intensive ROI/ROA/ROE Diskussionen usw.)
    Ich denke auch hier ist Pareto als geistiger und zeitlicher Aufwandsansatz notwendig.
    Es reicht 80% von einer Firma/AG zu wissen. Der Rest, um 100% von der Firma/AG zu wissen, kostet unnötig Zeit und Hirnschmalz, bringt keinen Prozentpunkt mehr Vorteil und holt möglicherweise nur noch zusätzlich falsche Entscheidungstrigger ins Haus.
    Außerdem ändern sich die Bedingungen ständig und was vor einem halben Jahr noch gestimmt hat, muß heute schon nicht mehr stimmen.

    Es sind immer dieselben einfachen Dinge, die langfristig helfen. Niedrige Handelskosten, halten, Divis reinvestieren und möglichst zusätzlich reinbuttern, soweit möglich durch Erwerbsarbeit o.a.
    Die allergrößte intellektuelle Herausforderung an der Börse, die die meisten wahnsinnig herausfordert und maximal nervt, ist wahrscheinlich einfach mal Nichtstun.
    (Außer zukaufen ;.)
    Wenn man sich darin geduldig übt, wird man auch besser mit der Zeit.

    Das Problem sitzt oft vor dem Laptop und nicht dahinter :)

    Mungers 100k Bitch zu erreichen und zu überschreiten und ab dann geht es von alleine aufwärts, wenn man seine normalen Kosten im Griff hat, ohne frugal verhungern zu müssen.

    Angst vor dem einen großen totalen crash halte ich für übertrieben. Na klar kann der kommen, aber die Aktien hat dann meistens nur jemand anderes als vorher. Die sind ja nicht weg. Bisher war immer der, der die Aktien (breiter Durchschnitt) bis zuletzt hält oder gekauft hat, der cleverste. Das wird auch in Zukunft so sein.
    Grundvertrauen in die Wirtschaft ist unerläßlich.
    Medien schreien und bringen die Scheinwerfer auf Dinge, die nicht mal ein Prozent unseres täglichen Lebens ausmachen.
    Das heute in 99% aller Städte die Busse und Bahnen normal fahren, das heute 99% aller Menschen die gestern satt geworden sind, auch heute satt werden, das 99% aller Menschen Licht Strom und Wasser haben, die es auch gestern hatten,
    das 99% aller Menschen auch heute zur Arbeit gehen, wie sie es gestern getan haben usw usf, sich Kleidung und sonstigen benötigten Konsum kaufen, darüber schreiben die Medien nicht.
    Aber das macht die Kraft der Unternehmen aus, das sie leisten, was die Menschen zum Leben benötigen. Das funktioniert. Immer wieder. Jeden Tag.
    Wenn es mal nicht funktioniert, wird solange gewerkelt und geschraubt, bis es wieder funktioniert. Mit Sicherheit.

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Danke Tomas auch dir für das sehr ausführliche Feedback! :-)

  24. Avatar von Tobs
    Tobs

    @Chrischaan

    Du hast Deine Entscheidung für Dich alleine getroffen und so soll es such sein.

    Nur einmal losgelöst davon allgemeine Erwägungen, die weniger streng finanzmathematisch sind. Die aber meines Erachtens von am Anfang stehenden Anlegern mal nüchtern oder auch mit Alkohol gut reflektiert werden sollten.

    Zeigt es sich bereits nach wenigen Jahren, ob man den Index schlägt (mein Eindruck war, dass Du erst „wenige“ Jahre investierst)? Hättest Du das jetzt geschafft, was wäre die Prognoswahrscheinlichkeit für die Zukunft gewesen?

    Du hast extrem auf Finanzkennzahlen fokussiert. Warum? War die Annahme tatsächlich, dass man daraus schlussfolgern kann, welche Aktie im jeweiligen Jahr den Index schlagen würde, oder eher ob das Unternehmen sinnvoll Kapital allokiert und damit die Eignungsvoraussetzung mit bringt, langfristig gut zu arbeiten um dann wiederum hoffentlich langfristig entlang der Gewinnentwicklung an der Börse gut abzuschneiden.

    Und das führt mich zum nächsten Punkt, den man sich einfach selbst klar machen sollte (wertungsfrei!): investiere ich benchmark orientiert und tracke die Performance jährlich oder bin ich cashflow-unternehmerisch orientiert und sehe die Aktienkursentwicklung als „nachgelagert“ an. Das sind zwei fundamental unterschiedliche Ansätze, wobei man mit der Cashflow-unternehmerischen Orientierung auch gute Voraussetzungen schafft, langfristig um den Index zu pendeln zu schlagen, da die guten Compounder langfristig auch an der Börse gut laufen. Aber eben nur im Mittel im Langfristig.

    Ich persönlich bin eher primitiv und verweigere ein Benchmarking. Daher frage zuvorderst sehr simpel und ein bisschen einfältig: Wie robust sind meine Cashflows, nicht ob ich im jeweiligen Jahr den Index schlage. Damit bin ich aber langfristig sehr gut gefahren und die Rückflüsse sind über die Zeit enorm geworden. Daher frage ich weniger, ob das inkrementelle Kapital jedes Jahr woanders besser hätte arbeiten können für den Zweck, in jedem Jahr den Index zu schlagen. Langfristig könnte es aber sogar passieren, ohne dass es mein ziel gewesen wäre.

    Was ich glaube: Viele steigen in das investieren ein, saugen sich voll und hängen zu sehr an den Kursen. Ich sehe das hier, das deute ich ja immer wieder mal an, sogar in diesem von mir geschätzten Blog von Ben als ein wenig kritisch. :-)

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Danke Tobs für die vielen, sehr guten Punkte die du hier ansprichst! Ich glaube über vieles muss ich weiter reflektieren.

      Nur vorab: Grundsätzlich lag mein Fokus bei EInzeltiteln auf Geschäftsmodell, auf Profitabilität (hatte ich immer bevorzugt mit Cashflowwerten betrachtet), Wachstumsaussichten, saubere Bilanz und klar, Bewertung. Und für die verbleibenden 25% des Portfolios werde ich dies Punkte auch so weiter verfolgen. Sie können aber unterschiedliches Gewicht haben. Mein Fokus lag da nicht kurzfristig auf Performance. Ich hab vor allem deswegen auch auf Zahlen geschaut, weil sich das Beste Konzet ja irgendwann dort niederschlagen sollte. Eine CNI zeigt zum Beispiel ihren Burggraben klar in den Margen bzw. darin, dass sie trotz extremer Kapitalintensivität dennoch Kapitalrendite von um die 10% hat.

      Letztlich habe ich aber schon in den letzten Jahren immer wieder mit mir gerungen, da solche Betrachtungen einzelner Unternehmen Zeit kosten. Mir hat das Spaß gemacht, aber durch den quasi erzwungenen Benchmark mit den Kinderdepots, wurde die Frage immer lauter, ob ich nicht große Teile des Depots in ETFs lege und nur mit ganz wenigen EInzeltiteln und somit sehr überschaubarem Aufwand hantiere. Wenn das Gap zwischen dem Null-Aufwand-Depot und dem eigenen so groß ist, dann muss man sich die Frage stellen, ob nur der Zeitrahmen zu kurz war oder ob nicht doch noch irgendwo ein Denkfehler versteckt ist. Und ob man die Zeit investieren will, um das herauszufinden.

      Aber egal wie, ich werde dennoch Bens Blog treu bleiben und interessiert mitlesen. :-) Und vielleicht manchmal auch was schreiben.

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      @Chrischaan

      Gegen ETF ist im Übrigen nicht das Geringste einzuwenden – günstige Index-Fonds und später dann eben in der technischen Ausprägung als ETF sind meines Erachtens eine der relevantesten Innovationen der Finanzgeschichte überhaupt. Meine Familie indext (von mir aufgesetzt) auch überwiegend, wobei sie (von mir verschuldet) auch Einzeltitel haben. Aber ich verstehe Deinen Punkt, wenn in der Depotanzeige die Rendite des ETF sehe, bin ich auch immer recht baff.

      Vielleicht noch ein abschließender Gedanke zur Einzeltitel-Anlage und Benchnark-orientiertes versus Cash Flow-orientiertes Anlegen und verbunden hiermit die Frage nach „Überrendite“.

      Meine Philosophie (wohl eher nur Glaubenssatz ehrlicherweise): Wer Einzeltitel Benchmark-orientiert investiert, wird vermutlich eher Schwierigkeiten haben, eine Überrendite zu erzielen. Derjenige wird daher glaube ich mit einem Aktien-ETF besser fahren. Warum? Es kommt ein zu starker Turn over rein in das Anlageverhalten. Wenn ich jedes Jahr auf die Rendite schaue oder gar wie hier im Blog monatlich tracke, werde ich vermutlich als Anleger etwas umtriebiger, und im Zweifel zu umtriebig. Das tut der Rendite in der Regel – langfristig und nachhaltig – aber eher nicht gut. Man kann natürlich versuchen, wie ein Äffchen von Liane zu Liane zu schwingen, also immer wieder nach dem vermeintlich Besseren streben, aber irgendwann kommt vielleicht keine Liane mehr und die langen Schwünge die einen mit wenig Kraft sehr weit tragen (Verlustrisiko Aktie nur 0 Euro, Gewinnchance Aktie unendlich), lässt man aus. Man verpasst doch vermutlich zu viel Aktienrendite, die sich eben – wie so häufig, bitte um Nachsicht für diese Ermüdung – gerne erst nach 10 Jahren+ mitnehmen lässt (8 sch..ß Jahre, 3 super Jahre usw.).

      Ich bin jetzt hier nicht die Superintelligenz und wüsste daher nicht alles, aber wenn man sich doch mal anschaut, wer tatsächlich sehr langfristig (sagen wir mal 20 Jahre+) eine Überrendite eingefahren hat, dann waren das eher Cash Flow orientierte Investoren und die Überrendite war schlicht der Reflex. Ein Warren Buffett mit dem Lochkarten-Ansatz. Oder ein – vielleicht nicht im selben Atemzug genannter – Helmut Jonen. Die freuen sich natürlich alle über ihre Überrendite, aber ich würde sagen, die haben ihre Anlagestrategie nicht nach einem jährlichen Alpha ausgerichtet. Aber zu jeder These die Anti-These: Der von mir ebenfalls verehrte Peter Lynch hatte zwar bei Übernahme des Magellan Fund den Turn over massiv gesenkt (und direkt stieg die Rendite), hatte glaube ich am Ende aber auch > 1.000 Unternehmen im Fonds (@Thomas: Deine Strategie mit den 150+ Unternehmen würde ich daher hier im Forum nicht kleinreden lassen, auch wenn ich persönlich ohne Analysten-Team wie Peter Lynch beim Jonglieren die Bälle nicht hochhalten könnte… :-)).

  25. Avatar von Martina
    Martina

    Hallo Börsenhai,

    es stimmt das Wohnimmobilien und Aktien getrennt versteuert werden müssen.
    Kannst du da etwas genauer ins Detail gehen was mit mit Nießbrauch Problematik meinst.
    Das Nachfolge Generation die Anteile erhalten in die Gesellschaft eintreten müssen ist soweit klar, aber was meinst du mit gefangen.
    Da Auszahlung aus dem Einlagenkonto ja steuerfrei sind soweit ich das verstanden habe und nur wenn eine Ausschüttung stattfinden ist diese zu versteuern bzw. Der Gewinn privat zu versteuern je nach Gestaltung.
    Ich finde es aber schön und gut wenn man sich auch über solche Themen austauschen kann.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Martina,

      das Problem mit Nießbrauch ist, dass eine Firma etwas erwirtschaften muss.
      Ein Nießbrauch von Noch-Nicht-Erben an die „Erbgeber“ im privaten Umfeld ist meist problemlos. Wird aber vom Finanzamt (Hören-Sagen keine eigene Erfahrung) sehr genau beobachtet. z.B. Miete muss x% von Durchschnittsmiete ausmachen, sonst werden vom FA künstliche Mieteinnahmen angesetzt. Kostet Gericht und Nerven.
      Einen Nießbrauch einer Firma an eine fremde Person ist schon problematisch, an einen Gesellschafter ausgeschlossen. Die Miete müsste dann genau die „Durchschnittsmiete“ ausmachen, falls es nicht als illegaler Entnahme oder Vorteilnahme gewertet wird; beides führt wieder zu Steuern der Gesellschaft, falls Dir das Konstrukt nicht um die Ohren fliegt. Ich befürchte, dass das Finanzamt Verschleierung oder Steuervermeidung annimmt und die Bilanzen nicht anerkennt. Den Besuch kann man sich ersparen. Und nein, der Steuerberater ist nicht dafür haftbar zu machen.

      Hier ist gute Rechtsberatung und Steuerberatung unbedingt erforderlich.

      Eine „Auszahlung aus dem Einlagenkonto“ verstehe ich nicht. Jede Entnahme aus der Firma (und wenn es nur ein Stift ist – übertrieben gesagt) ist zu versteuern.
      Sogar ein abgeschriebenes Objekt, das entnommen wird kann nicht zum Buchwert (1€) „ausgezahlt“ werden.
      Alle Transaktionen mit Familienmitgliedern wird vom FA kritisch gesehen, außer es ist ein Gehalt. Eine Entnahme aus der Firma und „Übertragung“ einer anderen Person erzeugt zweifach die Steuer – in der Firma und im Privaten.

      Eine Gesellschaft (egal welche Rechtsform) zur Verwaltung von Immobilien wird als Gewerbe angesehen. Eine Übertragung löst Grunderwerbssteuer und Notargebühren aus. Für die „Abschreibungen der Kosten“ müssen Erträge gegengerechnet werden.
      Ich kenne keinen Fall in der Aktien und Immobilien in einer Gesellschaft gehalten werden. Es sind meist zwei Firmen oder eine Firma und privat.
      Die Dividenden einer „vermögensverwaltenden Gesellschaft“ sind voll zu versteuern und das ist höher als im privaten Ansatz (25%-Regel), das gilt auch für den Verkauf. Also würde man idealerweise nicht ausschüttende Papiere nehmen, die aber keinen Cash aufs Konto des Gesellschaft bringen und damit keine Gewinne, die ausschüttbar sind.

      Alles keine Steuerberatung und meine Infos liegen schon mehrere Jahre zurück. Ja es gibt Konstrukte, die wirklich aktuell(!) keine Steuer auslösen – aber später! Und die Verwaltungsgebühren fressen die Steuerersparnis auf, und wehe ein Gesellschafterversammlungsprotokoll ist fehlerhaft oder zu spät eingereicht …
      Wenn der Steuerberater die Belege nicht „Kontenkonform“ erhält, berechnet er übrigens liebend gerne die Sortierung der Belege.

      Neben den Bilanzen kommen auch durchaus Fragen vom FA, die ein normaler Steuerbürger nicht beantworten kann. Und nein, da hilft die KI nichts.
      Also: Wieder Steuerberater/Sachverständiger/etc. und die freuen sich bei 150 oder mehr € pro Stunde. Was das im Jahr kosten kann, darf jeder sich ausrechnen.
      Und gehe nicht davon aus, dass der Steuerberater für Dich arbeitet. Gefühlt 80% der Steuerberater „arbeiten“ fürs Finanzamt.

      Wissen was steuerliche Belange angeht, ist bei Gründung einer Gesellschaft Pflicht.

      Übrigens: ein Vererben von Verwaltungsunternehmen ist voll steuerpflichtig, selbst dann wenn es 1 oder 2 oder mehr Angestellte hat, nur „produzierende Unternehmen haben die 10-Jahresfrist (aktueller Stand der Rechtsprechung). Verwalten und „Hausmeisterdienste“ schließen sich aus, es müsste immer ein Auftrag (Fremdfirma/Fremdperson) vorliegen (aktuelle Rechtsprechung) und Fremdperson muss eine Fremdperson sein. Oder Du gründest die dritte Firma mit Bilanz, Kosten, etc.

      Auch wenn ich mich nicht aktuell damit befasst habe, ich wüsste nicht, dass sich etwas geändert hat. Ein befreundeter Steuerberater sagte sinngemäß: „Das kannst Du machen um Steuern zu stunden, aber der Staat holt sich das Geld und ich auch“.

      Wurde jetzt länger als gedacht. Informiere Dich lieber bei 2 oder mehr Quellen. Ich weiß, dass etliche Seiten sich damit beschäftigen und es unbedingt empfehlen. Die Nachteile und Kosten werden dort aber nicht aufgezählt oder schön gerechnet.

      Alles KEINE Steuerberatung sondern nur meine Erfahrungen!

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Martina,
      habe ich vergessen zu beantworten.

      mit „gefangen“ meine ich: Es ist weiterhin eine Firma und jede Entnahme löst Steuern aus. Man kann nicht einfach über das Eigentum der Firma verfügen.

      Eine Auflösung einer Firma hat ebenfalls Kosten und löst Steuern aus. Änderungen der Gesellschafter löst Kosten aus. Änderung der Satzung löst Kosten aus. und so weiter und so fort …

  26. Avatar von Michael
    Michael

    @Chrischaan
    Darf man fragen, welche drei ETFs es dann bei dir geworden sind? Ich habe auch endlich diesen Schwenk von Aktien weg letztes Jahr unternommen. Nicht zu radikal wie du, aber mehr als die Hälfte der monatlichen Neuinvestitionen gehen bereits regelmäßig in ETFs. Und die Rate steigt Monat für Monat an. Es bleibt immer weniger für Einzelaktien übrig. Sozusagen gestrickt zum Abgewöhnen. Und ich muss sagen, es fühlt sich zunehmend besser an.

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Klar! Ist aber fast schon langweilig. Der ETF-Anteil gliedert sich auf in 48% FTSE All World Dist, 34% L&G Global Quality Dividend und 18% L&G Emerging Markets Quality Dividend. Die ausschüttenden Varianten habe ich aus psychologischen Gründen gewählt. Rationaler wären die thesaurierenden Varianten.

    2. Avatar von Michael
      Michael

      Danke! FTSE All World Dist ist es auch bei mir geworden (aufgegliedert in developed world & EM = geringere Kosten als der ganze). Dazu noch den Developed Market Leader. Mit dem L&G liebäugle ich auch; ist mir aber immer noch zu klein.

  27. Avatar von Frank
    Frank

    Mir will scheinen, dass aktuell die DKB Bank sowohl bei der Preisgestaltung als auch in ihrer Angebotspalette von Anleihen die derzeit beste Anlaufstelle ist. Entweder sind manche Banken zwar günstiger haben aber nur ein sehr eingeschränktes Angebot (wie z.B. flatex) oder nehmen halt die üblichen 0,25% lassen aber beim Zugriff auf Anleihen keinen Wunsch offen.

    Oder habe ich etwas übersehen?

    Gruß Frank

  28. Avatar von Martina
    Martina

    Hallo Börsenhai,

    danke für die ausführliche Antwort.
    Wenn ich dich in der Ausführung richtig verstehe sprichst du über eine operative Gesellschaft, ich meine aber eine reine Vermögensverwaltende Gesellschaft, diese lässt je nach Einbringungsart eine steuerneutrale Einbringung zu ebenfalls eine steuerneutrale Ausbringung wenn man die Gesellschaft wieder auflöst, dafür gibt es Kapitalkonten wo diese Einlagen bewertet werden, daraus können auch zwischen durch Entnahme steuerfrei getätigt werden, solange man privat komandit der KG ist, solange wird durch die transparente Gestaltung der KG an den Gesellschafter eins zu eins steuerlich weiter gereicht, so wie ich das verstanden habe. Eine steuerliche Beratung ist selbstredend sonst kann sowas im Chaos enden.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Martina,

      ich empfehle Dir dringend Dich im Netz über die Konstrukte selbst zu informieren.
      Als Hinweis nicht als Werbung, ich habe mit der Seite nichts zu tun „Juhn“ suchen. Einige ältere Konstrukte funktionieren aber heute nicht mehr. Er kann aber sehr gut erklären. Leider sind dort mittlerweile hunderte Filme und man muss weit zurück gehen.

      Zur Steuer gehört „Firmensteuer“ und „Privatsteuer“. Eine oder beide Steuern fallen an.

      Komplett steuerfrei (Firma und privat) wüsste ich kein Konstrukt, aber ich bin kein Steuerberater!
      Bedenke Du kannst Aktien steuerfrei kaufen und der Bestand ist steuerfrei, der Kursgewinn wird aber versteuert. (Passt nicht ganz zu einem Konstrukt, wird aber so gehandhabt).

      Neben der Steuer sind aber auch die anfallenden Kosten zu betrachten, und hier lasse Dir erklären anhand welcher Formel diese Kosten errechnet wurden. Wenn die Aussage ist „das ist der Durchschnitt“ würde ich hellhörig werden. Notarkosten bitte nicht vergessen. ;)
      Excel ist Dein Freund.
      Viel Erfolg :)

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Immo in eine Firma löst Grunderwarbssteuer und Notarkosten aus. Beim Verkauf ebenfalls für den „Käufer“. Nahmen wir 8% an (ja nach Bundesland verschieden) sind das zweimal 8% auf den Verkehrswert (typischerweise), für das FA dürfte ein zugelassener Gutachter erforderlich sein.

    3. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo zusammen,

      solche Themen kann nur spezialisierte Steuerberater/ Rechtsantwalt erledigen. Die haften auch bei fehlerhafter Beratung.

      Vermögensverwaltende PerG lohnt sich u.a. bei großen Vermögen und wenn man die Absicht hat das Vermögen vor der Teilungsrisiko einer uneinigen Erbengemeinschaft zu schützen.

      Steuertatbestand bei PG ist der Jahresgewinn, nicht Entnahmen oder Einlagen.
      Solange kein 34a EStG bei Gewinnen oder angewendet , spielen Entnahmen keine Rolle.

      Grundstücke und PG sind immer mit Vorsicht zu genießen, auch wenn Einlagen bei einigen Konstellationen von der Grunderwerbsteuer bis Ende 26 sicher befreit sind. Aber ab 27 können selbst jetzt steuerbef. Sachverhalte steuerpflichtig werden, wenn Paragraph 24 nicht verlängert wird. Jede Veränderung der Anteilsverhältnisse oder Auflösung der Gesellschaft kann bei falscher Anwendung Grunderwerbschaftsteuerpflichtig werden.

      Foren und WWW sind keine serlöse Basis für solche Konstrukte. Do-it-youselve-Konstrukte führen oft in finanzielle Katastrophen.
      Selbst Steuerberater holen sich sehr oft Backup-Support von spezialisierten Steuerberatern/ Rechtsanwälten.

  29. Avatar von __Steven__
    __Steven__

    Was für eine Performance die letzten 4 Wochen – Qualcomm, Texas Instruments, Broadcom und „wie immer“ NVIDIA. Nachdem ich mich letztens schon zu einem Kommentar zum Monatsbericht habe hinreißen lassen, musste das raus :-)

    Persönlich verfolge ich natürlich mehr oder weniger kontinuierlich das Geschehen, ziehe aber pro Jahr Bilanz (und nicht monatlich). Beim Blick ins Depot fällt mir auf, dass es mir über die Jahre kaum gelingt, die Gewichtung von NVIDIA im Depot herunterzufahren durch ausschließliches (gelegentliches) Investieren in andere Werte… insofern ist mein Depot auch nicht repräsentativ.

    Ich hoffe, Ihr konntet Ende März/ Anfang April einige Qualitätsaktien von Dividendenzahlern einsammeln, wie hier auch diskutiert. Ich finde es erstaunlich, dass es das schon wieder gewesen zu sein scheint, dass wir trotz der Weltlage schon wieder diese Kurse sehen (der All-World war zu der Zeit unter 140€, nun ist er bei ca. 154€). Es ist wohl sehr viel Geld im Umlauf und Inflation…

    VG
    Steven (FKA 1Steven1)

  30. Avatar von Thomas
    Thomas

    @1Steven1 u.a. nur Performance eine Woche zurück
    Speicherchiphersteller
    Micron Technology +37% neues ATH
    Samsung Electronics +16,%
    SK Hynix +16,5%
    Sandisk +31%

    mir fallen am Rand vom Mainstream auch auf
    Innodata 87% Woche
    Keyence +16%
    Datadog, Akamai, usw usf.

    Monatsbetrachtungen ähnlich stark.

    Auf der Plattform
    https://www.hiive.com/
    wo man Pre IPOS kaufen kann
    (aber nur mit Accredited Investor Status >1mio USD) :) :(
    herrscht rege Aktivität mit stark zunehmendem Volumen in dem Sektor

    worauf will ich hinaus,
    die Roadshow für Elon Musks SpaceX beginnt am 08.06.
    Mögliches wahrscheinliches Datum für dieses Mega IPO zwischen 18.06. und 30.06.2026

    bis dahin geht der Tech-Hype bestimmt noch weiter

    aber ich persönlich werde für einige Techtitel, die ich noch gar nicht solange habe, vorher bestimmt meinen Einsatz wieder rausnehmen
    und in einen langweiligen ETF packen.
    das ist mir alles etwas zu heiß und auch wenn ich eher ruhig agieren will, werde ich wohl hier vorher Gewinnmitnahmen machen.

    Nur Meinung. Kann falsch sein.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      WiWo ist jetzt nicht die erste Quelle, der ich vertrauen würde.
      Aber ….

      Alles was KI angeht ist ein verwobenes Netz – insbesondere deren Finanzierung.
      Keine einzige KI-Anbieterfirma (nicht Unterstützer!) hat auch nur einen einzigen Cent Gewinn gemacht aber ist 1 Billion wert? Sollte jedem zu denken geben.
      Wer profitiert hat sind die Chiphersteller, quasi die Schaufel und nicht das Produkt.

  31. Avatar von Dirk
    Dirk

    Also irgendwie erinnert mich das mittlerweile an das Jahr 2000
    Wenn ich mir da so einige Kurse anschaue wirds mir schwindelig von da oben

    STX , AMD , INTC , TXN , QCOM , MU sind nur einige Beispiele
    heute dann auch noch CSCO

    langsam aber sicher bekomme ich Höhenangst

    Also ich nehme auf alle Fälle überall meine Einsätze vom Tisch und mache ein bisschen sell in may

    Schönes langes WE wünsche ich allen

    MfG Dirk

    1. Avatar von Anton
      Anton

      Hallo,
      manche Anstiege sind schon schwindelerregend. Dennoch finde ich persönlich, dass man nicht alle der genannten Aktien in einen Sack stecken sollte. QCOM hat noch nciht den ATH von Mai 2024 überschritten und die Performance der letzten Jahr ist deutlich bescheidener als z.B. die von AVGO und Konsorten. TXN ist in den letzten 5 Jahren nur seitwärts gelaufen. Also jetzt ein etwas höheren Anstieg ist für mich noch nicht das Gleiche, wie es bei einigen anderen der Fall ist. Just my 2 Cents.

    2. Avatar von DIRK
      DIRK

      QCOM war kurzzeitig in US- Dollar über dem Stand von 2024. In Euro vielleicht nicht. Ist aber egal, ich habe bei fast allen Techwerten die ich im Depot habe, die Einsätze vom Tisch genommen. Nur bei AAPL, MSFT und QQQ bleibe ich noch voll dabei.

      Übrigens Nokia ( die ich nicht habe ) auch ca. vervierfacht in den letzten 2 Jahren :-)

      Gruß Dirk

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