Was Dich hier erwartet:
Kein Grund zur Aufregung. Es ist ja bekannt, dass der Oktober der Monat der Börseneinbrüche ist. Und diesmal gab es ja gar keinen Crash.
Trotzdem bin ich zornig, wenn ich an den Oktober denke. Aber der Reihe nach.
Nicht alles war unerwartet: Die niedrigsten Dividendenerträge standen schon vorher fest. Am meisten habe ich mich darüber geärgert, dass ich nicht mehr liquide Mittel zum Aktienkauf hatte. Aber ich wollte diesmal auf keinen Fall massiv meinen Wertpapierkredit in Anspruch nehmen. Dafür ist die Lage zu wackelig. Und meine größeren Geldzuflüsse (Bonuszahlung, Steuerrückerstattung) sind schon gekommen. Sie hatten erst zum Ausgleich des Wertpapierkredits geführt. Ich wollte nicht schon wieder auf Pump investieren. Obwohl es sehr in den Finger gekribbelt hatte…
Aktienkäufe
Trotzdem reichte mein Geld für zwei Käufe. Eigentlich wollte ich mich ja komplett zurückhalten (hier meine Vorausschau auf den Oktober nachlesen), aber das war unmöglich. In 2 Transaktionen investierte ich 2.170,35 €:
500 Aktien Taylor Wimpey für 910,95 €
50 Aktien BayWa für 1.259,40 €
Beide Aktien notieren jetzt schon über meinen Kaufkursen. Zumindest kurzfristig habe ich alles richtig gemacht.
Zornig war ich an einigen Börsentagen als es richtig runter ging und ich kein Geld für Investments hatte. Und feststellte, dass ich viele Käufe von Anfang des Jahres zu teuer gemacht hatte.
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Auch im Oktober habe ich keine Aktien verkauft.
Dividendenerträge
Mit Dividendenerträgen von 157,55 € war der Oktober erwartungsgemäß mein schwächster Monat. Immerhin ist das noch eine kleine Steigerung von 1,6% gegenüber dem Oktober 2017.
Keurig Dr. Pepper geizte mit 4,84 €
Medtronic war mit 7,01 € dabei.
Depotperformance
Welches Depot hat im Oktober nicht gelitten? Das Divantis-Depot natürlich auch. Gefühlt ging es aber an vielen Tagen nicht so deutlich runter wie die großen Indizes. Ich konnte die defensive Aufstellung und breite Diversifizierung deutlich merken. Auf Monatssicht belief sich die Depotperformance auf -2,16%. Der DAX verlor hingegen 7,05%. Das ist eine deutliche Outperformance und manch ein Fondsmanager würde sich dafür feiern. Unterm Strich bleibt aber ein Minus und da gibt es für mich nichts zu feiern.
Trotzdem gab es glücklicherweise Titel mit einer positiven Performance. Meine 3 Top-Werte waren Keurig Dr. Pepper (+15,5%), Verizon (+9,4%) und Procter & Gamble (+9,0%).
Die schwächsten 3 Titel waren IBM (-21,9%), MSCI Inc. (-13,3%) und Metsä Board (-11,2%).
IBM ist ein Titel, bei dem es wirklich in den Fingern kribbelt. Auf lange Sicht glaube ich hier an die positiven Aussichten. Auch wenn die geplante Übernahme von Red Hat sehr teuer ist…
P2P-Kredite
Um eine weitere Stabilisierung in meinen passiven Einkommensstrom zu erhalten, baue ich mir langsam auch ein Portfolio aus P2P-Krediten auf.
Aktuell habe ich in drei Plattformen investiert und im Oktober insgesamt Erträge von 20,92 € erzielt. Neu hinzugekommen ist Bondora Go & Grow. Hier habe ich erstmal nur 55 € eingezahlt und dafür einen Neuanmeldebonus von 5 € erhalten. Die 60 € Kapital werfen nun täglich 1 Cent Zinsen ab (6,75% Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit). Das ist natürlich nur ein symbolischer Wert, aber gar nicht so schlecht, um die Funktionalitäten der Plattform kennenzulernen.
Eine Übersicht über meine P2P-Investments findest Du hier.
Immobilie
Meine jüngst erworbene Eigentumswohnung in Leipzig wird weiterhin saniert. Deshalb ist sie planmäßig unvermietet und verursacht nur Kosten. Im Oktober habe ich – wie schon im September – 30,47 € Zinsen an die Bank gezahlt.
Ausblick auf den November
Die Anzeichen im November sehen zunächst wieder positiver aus. Ich traue mir aber derzeit, gerade aufgrund meiner langjährigen Erfahrung, keine kurzfristige Prognose zu. Haben wir die Tiefstkurse im Oktober gesehen? Als Optimist tendiere ich zum Ja. Als vorsichtiger Anleger bin ich aber extrem unsicher. Jedenfalls bleibt es für mich wichtig, langfristig vollständig überzeugt zu sein, wenn ich irgendwo investiere. Das Unternehmen muss krisenfest sein und durch sein Geschäftsmodell einen schwer einholbaren Vorsprung vor dem Wettbewerb haben. Und am besten noch gegen disruptive Tendenzen immun sein. In meinen letzten Monatsrückblicken (September, August und Juli) hatte ich einige Aktien genannt, die Du Dir ruhig einmal anschauen könntest.
Für den November will ich das lassen, weil ich die Situation gerade einfach zu wackelig empfinde. Grundsätzlich interessant finde ich aber weiterhin alle Unternehmen aus meinem Depot, die deutlich unter ihren Jahreshochs notieren. Hier sind durchaus attraktive Unternehmen zu finden. Ob sie aber nicht noch günstiger werden, das weiß ich nicht.
Mein persönlicher Blick geht in den nächsten Tagen zu Atlantia. Die hatte ich ja nach dem massiven Kursrutsch aufgrund des Brückeneinsturzes von Genua nachgekauft. Am 9. November wird der Atlantia-Vorstand die vorläufigen Zahlen beurteilen und über die Zahlung der für Ende des Monats anstehenden Zwischendividende entscheiden. Kurzfristig verspreche ich mir hier bei einer positiven Nachricht ein gewisses Kurspotenzial. Umgekehrt könnte eine Dividendenkürzung oder -streichung zu einem erneuten Sell-Off führen. Ich würde dann meine nachgekauften Aktien auch wieder verkaufen und das Geld für andere Zwecke einsetzen.
Ich wünsche Dir einen erfolgreichen November! Wenn Du gute Aktientipps hast, dann schreib gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns alle über angeregte Diskussionen.


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