Blick zurück im Zorn: Oktober 2018

Kalenderblatt Monatswechsel Oktober/November 2018

Kein Grund zur Aufregung. Es ist ja bekannt, dass der Oktober der Monat der Börseneinbrüche ist. Und diesmal gab es ja gar keinen Crash.

Trotzdem bin ich zornig, wenn ich an den Oktober denke. Aber der Reihe nach.

Nicht alles war unerwartet: Die niedrigsten Dividendenerträge standen schon vorher fest. Am meisten habe ich mich darüber geärgert, dass ich nicht mehr liquide Mittel zum Aktienkauf hatte. Aber ich wollte diesmal auf keinen Fall massiv meinen Wertpapierkredit in Anspruch nehmen. Dafür ist die Lage zu wackelig. Und meine größeren Geldzuflüsse (Bonuszahlung, Steuerrückerstattung) sind schon gekommen. Sie hatten erst zum Ausgleich des Wertpapierkredits geführt. Ich wollte nicht schon wieder auf Pump investieren. Obwohl es sehr in den Finger gekribbelt hatte…

Aktienkäufe

Trotzdem reichte mein Geld für zwei Käufe. Eigentlich wollte ich mich ja komplett zurückhalten (hier meine Vorausschau auf den Oktober nachlesen), aber das war unmöglich. In 2 Transaktionen investierte ich 2.170,35 €:

500 Aktien Taylor Wimpey für 910,95 €

50 Aktien BayWa für 1.259,40 €

Beide Aktien notieren jetzt schon über meinen Kaufkursen. Zumindest kurzfristig habe ich alles richtig gemacht.

Zornig war ich an einigen Börsentagen als es richtig runter ging und ich kein Geld für Investments hatte. Und feststellte, dass ich viele Käufe von Anfang des Jahres zu teuer gemacht hatte.

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Aktienverkäufe

Auch im Oktober habe ich keine Aktien verkauft.

Dividendenerträge

Mit Dividendenerträgen von 157,55 € war der Oktober erwartungsgemäß mein schwächster Monat. Immerhin ist das noch eine kleine Steigerung von 1,6% gegenüber dem Oktober 2017.

Coca-Cola überwies 25,06 €

Kimberly-Clark zahlte 80,33 €

MTR schüttete 40,31 € aus

Keurig Dr. Pepper geizte mit 4,84 €

Medtronic war mit 7,01 € dabei.

Depotperformance

Welches Depot hat im Oktober nicht gelitten? Das Divantis-Depot natürlich auch. Gefühlt ging es aber an vielen Tagen nicht so deutlich runter wie die großen Indizes. Ich konnte die defensive Aufstellung und breite Diversifizierung deutlich merken. Auf Monatssicht belief sich die Depotperformance auf -2,16%. Der DAX verlor hingegen 7,05%. Das ist eine deutliche Outperformance und manch ein Fondsmanager würde sich dafür feiern. Unterm Strich bleibt aber ein Minus und da gibt es für mich nichts zu feiern.

Trotzdem gab es glücklicherweise Titel mit einer positiven Performance. Meine 3 Top-Werte  waren Keurig Dr. Pepper (+15,5%), Verizon (+9,4%) und Procter & Gamble (+9,0%).

Die schwächsten 3 Titel waren IBM (-21,9%), MSCI Inc. (-13,3%) und Metsä Board (-11,2%).

IBM ist ein Titel, bei dem es wirklich in den Fingern kribbelt. Auf lange Sicht glaube ich hier an die positiven Aussichten. Auch wenn die geplante Übernahme von Red Hat sehr teuer ist…

P2P-Kredite

Um eine weitere Stabilisierung in meinen passiven Einkommensstrom zu erhalten, baue ich mir langsam auch ein Portfolio aus P2P-Krediten auf.

Aktuell habe ich in drei Plattformen investiert und im Oktober insgesamt Erträge von 20,92 € erzielt. Neu hinzugekommen ist Bondora Go & Grow. Hier habe ich erstmal nur 55 € eingezahlt und dafür einen Neuanmeldebonus von 5 € erhalten. Die 60 € Kapital werfen nun täglich 1 Cent Zinsen ab (6,75% Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit). Das ist natürlich nur ein symbolischer Wert, aber gar nicht so schlecht, um die Funktionalitäten der Plattform kennenzulernen. Wenn Du Dir auch den Neuanmeldebonus sichern möchtest, dann kannst Du Dich über diesen Link* bei Bondora Go & Grow anmelden.

Eine Übersicht über meine P2P-Investments findest Du hier.

Immobilie

Meine jüngst erworbene Eigentumswohnung in Leipzig wird weiterhin saniert. Deshalb ist sie planmäßig unvermietet und verursacht nur Kosten. Im Oktober habe ich – wie schon im September – 30,47 € Zinsen an die Bank gezahlt.

Ausblick auf den November

Die Anzeichen im November sehen zunächst wieder positiver aus. Ich traue mir aber derzeit, gerade aufgrund meiner langjährigen Erfahrung, keine kurzfristige Prognose zu. Haben wir die Tiefstkurse im Oktober gesehen? Als Optimist tendiere ich zum Ja. Als vorsichtiger Anleger bin ich aber extrem unsicher. Jedenfalls bleibt es für mich wichtig, langfristig vollständig überzeugt zu sein, wenn ich irgendwo investiere. Das Unternehmen muss krisenfest sein und durch sein Geschäftsmodell einen schwer einholbaren Vorsprung vor dem Wettbewerb haben. Und am besten noch gegen disruptive Tendenzen immun sein. In meinen letzten Monatsrückblicken (September, August und Juli) hatte ich einige Aktien genannt, die Du Dir ruhig einmal anschauen könntest.

Für den November will ich das lassen, weil ich die Situation gerade einfach zu wackelig empfinde. Grundsätzlich interessant finde ich aber weiterhin alle Unternehmen aus meinem Depot, die deutlich unter ihren Jahreshochs notieren. Hier sind durchaus attraktive Unternehmen zu finden. Ob sie aber nicht noch günstiger werden, das weiß ich nicht.

Mein persönlicher Blick geht in den nächsten Tagen zu Atlantia. Die hatte ich ja nach dem massiven Kursrutsch aufgrund des Brückeneinsturzes von Genua nachgekauft. Am 9. November wird der Atlantia-Vorstand die vorläufigen Zahlen beurteilen und über die Zahlung der für Ende des Monats anstehenden Zwischendividende entscheiden. Kurzfristig verspreche ich mir hier bei einer positiven Nachricht ein gewisses Kurspotenzial. Umgekehrt könnte eine Dividendenkürzung oder -streichung zu einem erneuten Sell-Off führen. Ich würde dann meine nachgekauften Aktien auch wieder verkaufen und das Geld für andere Zwecke einsetzen.

Ich wünsche Dir einen erfolgreichen November! Wenn Du gute Aktientipps hast, dann schreib gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns alle über angeregte Diskussionen.

38 Gedanken zu „Blick zurück im Zorn: Oktober 2018“

  1. Wenn ich tippen müsste, dann würde ich darauf Tippen, das wir bis Ende des Jahres eine Erholung haben. Und nächste Jahr in Jannuar abverkauft wird. So sehr wie die meisten Menschen glauben, dass es keine Jahres end Rallye geben wird, wird es bestimmt eine geben :D

    Zu den P2P krediten. Du arbeitest selbst in der Finanzbranche wenn ich das richtig verstanden habe :)
    Wann fallen die meisten Kredite bei euch aus? Ich würde Wetten in einer Rezession, Depression :D
    Deshalb habe ich bezüglich der p2p Kredite zwei Fragen an dich:

    Wo glaubst du in welchem Wirtschaftszyklus wir uns jetzt / in 2 Jahren befinden?
    Und mit wie vielen Ausfällen bei den krediten rechnest du? Bzw. Was ist deine Taktik diesbezüglich, wenn wir einen Abschwung bekommen?

    Über deine Antworten wäre ich sehr gespannt.

    Gruß,
    Pascal :)

    1. Hallo Pascal,

      gute Fragen, die Du stellst! ;) Deine Fragen zu den P2P-Krediten sind ja mehr oder weniger rhetorischer Art. Klar wird es da Ausfälle geben. Deshalb streue ich die Anlagen. Über Plattformen und in möglichst viele unterschiedliche Kredite. Und ich begrenze definitiv mein Investment. So dass ich nicht mehr als 1 Jahr meiner Dividendenerträge dort anlegen werde. Alles andere wäre mir zu viel.

      Für mich sind die P2P-Kredite zudem auch etwas in der Richtung, was man durch Investments in Emerging Markets erhält. Eine weitere Diversifikation in noch nicht entwickelte Märkte. Die Kredite werden nahezu ausschließlich im Baltikum und in Osteuropa vergeben. Dort bin ich mit meinen Aktien gar nicht investiert. Und eine Rezession bei uns muss dort noch keine bedeuten. Sie kann aber auch noch viel schlimmer werden. Ich gehe für mich davon aus, dass die Korrelation mit den Aktienmärkten nicht besonders hoch ist und die P2P-Kredite deshalb als Beimischung auch Sinn machen.

      Ich habe keine eigenen Modelle aufgesetzt, mit denen ich Ausfallwahrscheinlichkeiten der P2P-Kredite berechne. Dazu sind die verfügbaren Informationen zu dürftig und die Historie zu kurz. Ich achte deshalb auf hohe Zinssätze (Estateguru) oder Rückkaufgarantien (Mintos). Beides sollte mein Nettoergebnis positiv beeinflussen. Mein Zielergebnis liegt bei 8% vor Steuern – nach Ausfällen.

      Viele Grüße Ben

  2. Hallo Ben,

    Ich habe mir Takeda Pharma ins Depot geholt. Ist das grösste japanische Pharma Unternehmen, dass gerade Shire übernehmen will. Durch die bevorstehende Übernahme sind die Aktien auch im Kurs gefallen. Wenn man an die Story glaubt dann geht es ab jetzt wieder nach oben. Dividende ist bei über 3%.
    Weiters habe ich mir Bristol Myers, Digital Realty und Banco Latino Americana Bladex in das Depot geholt.

    C

    1. Hallo Caffeine,

      Takeda Pharma ist mutig. Hoffe Dein Mut wird belohnt! Machst Du Dir keine Sorgen um die hohe Verschuldung des fusionierten Unternehmens? Shire steht bei 18 Mrd., Takeda bei 8 Mrd., die Übernahme kostet 30 Mrd. bar. Zusammen also 56 Mrd. Dollar Verschuldung. Und das bei einem Umsatz des fusionierten Unternehmens von rd. 30 Mrd. Dollar.
      Bristol Myers habe ich auch auf meiner Watchlist. Die beiden anderen Titel schaue ich mir an. Danke für die Nennung Deiner Käufe. Sehr spannend!

      Viele Grüße Ben

  3. Jeder kann natürlich mit seinem Geld machen was er will.Ben hat das mal analytisch untersucht und hat seine Zweife wegen der Verschuldungl. Ich schaue einfach in den Rückspiegel. Was war in der Vergangenheit an Takeda gut? Die Kursentwicklung ist seit Jahren schlecht und Du findest in den letzten 19 Jahren kaum einen Zeitraum in welchem Takeda eine bessere Performance gehabt hatte als der DAX. Und der DAX oder der Dow Jones bleiben für mich einfach das Maß der Dinge. Diese Indices gilt es für mich zu schlagen. Die Gesamtperformance bestehend aus Kursentwicklung und Dividende muss besser sein als der DAX. Da ist es egal ob Du eine extrem hohe Dividende bekommst und kaum Kursgewinne oder umgekehrt. In der Summe muss es besser sein aks der DAX. Es sei denn irgendjemand muss für sein Geld nicht arbeiten und hat zuviel davon. Ansonsten sollte doch das Ziel sein, mit seinem Investment eine bessere Performance zu erzielen als der DAX. Oder bin ich total daneben und es kann jemand Geld verschenken.
    Und wo diese Outperformance bei Takeda herkommen soll, sehe ich nicht. Oder was bringt Dich zu der Annahme, dass nach 19 Jahren Takeda jetzt besser laufen soll als seither bzw. als der DAx, Wieso rechnest Du mit steigenden Kursen oder steigenden Dividenden, welche in der Gesamtperformance besser sein sollen als der DAX. Oder ist es einfach die Hoffnung……….?
    Es gibt soviele gute Werte, bei welchen der Chart von links unten nach recht oben geht un das über Jahrzehnte. Warum wird immer in solche Hoffnungswerte investiert?

  4. Hallo Ben,

    ich hoffe das ist nun schon im Aktienpreis eingerechnet und Takeda will auch einige over the counter Geschäfte abstossen. Und Aktien auf den Markt bringen. Mit den letzten Käufen ist mein Risikoappetit aber auch fürs erste gestillt. Obwohl Bayer auch locken würde. Das entspricht aber nicht deiner Nachhaltigkeitsstrategie?

    Lg C

    1. Hallo Caffeine,

      Bayer war ein tolles Unternehmen mit vorbildlicher Nachhaltigkeitsusrichtung. Seit der Monsanto-Übernahme ist die Aktie für mich aber nicht mehr investierbar. Zunächst aus moralischen Gründen, weil Monsanto da so ziemlich den schlechtesten Ruf hatte. Inzwischen empfinde ich die Risiken als unkalkulierbar. Bayer kann sich an der Übernahme komplett verheben. Da möchte ich nicht investiert sein.

      Viele Grüße Ben

  5. Hallo Ben,

    ich habe vor kurzem Deinen Blog entdeckt und finde ihn großartig. Der Blog ist sehr gut strukturiert und Dein Schreibstil ist klasse, so dass man Deine Artikel alle gern liest.
    Ich versuche derzeit meine finanzielle Situation etwas hinsichtlich Rendite zu optimieren – ich bin hauptsächlich etwas in Immobilien investiert und war bisher eher in geringerem Umfang – gerne aber eher sporadisch – am Aktienmarkt aktiv.
    Ich suche mir die Aktien mittlerweile sorgfältig aus, sehe mich eher als Value-Investor, und ich möchte die Aktien nach Möglichkeit lange halten.
    Mein Depot sieht allerdings ganz anders aus, und mich würde interessieren, welche Strategie nun erfolgsversprechender ist. :-)
    Meine letzten größeren Käufe habe ich 2016 (Phillips66, Mastercard, Apple, Daimler (ja, ja…)) und 2017 (Nvidia) gemacht.
    D.h. trotz immenser Verluste in den letzten Tagen sind diese Aktien ca. 23%, über 100%, weit über 100%, bzw. über 30% im Plus und mit Daimler (kleinere Position) bin ich 18% im Minus (Dividendenzahlungen noch nicht eingerechnet).
    Oben beschreibst Du, dass Dein Depot in der derzeitigen Phase nur sehr geringe Verlust verzeichnete, das ist bei meinem Depot nicht der Fall, trotzdem kann ich ja mit der Performance mehr als zufrieden sein.
    Vermutlich ist es einfach eine Frage der Strategie, d.h. Du legst vermutlich größeren Wert auf geringe Verluste in solchen Schwächephasen.
    Rechnest Du Dir die Rendite Deines Aktiendepots quartalsweise oder pro Jahr aus?

    LG 1Steven1

    1. Hallo 1Steven1,

      erst mal vielen Dank für Dein schönes Feedback. Ich freue mich, dass Dich mein Schreibstil so anspricht!
      Ich messe meine Depotentwicklung mit dem Tool PortfolioPerformance. Dort habe ich alles Aktienkäufe eingegeben und trage dann auch jeweils meine Dividendenerträge ein. Die Aktienkurse zieht sich das Tool automatisch. Ich kann dann, wenn ich das möchte, täglich meine Depotperformance messen. Ich mache das aber eigentlich nur auf monatlicher Basis, wenn ich meine Monatszusammenfassung für den Blog schreibe. Ansonsten schaue ich mir eher die Einzeltitel an und verfolge die jeweilige Entwicklung.
      Hinsichtlich meiner Ausrichtung ist es mir tatsächlich wichtig, eher mit langweiligen Titeln defensiv unterwegs zu sein. In Schwächephasen sollte ich weniger verlieren, in Stärkephasen auch gewinnen, aber ich muss nicht zu den Highflyern gehören. Für die Langfristanlage hat sich das für mich bewährt. Kontinuierlich dabei sein und ruhig schlafen. ;)

      Viele Grüße Ben

  6. Phillips66, Mastercard, Apple kann man geteilter Meinung sein. Aber eines haben die Aktien gemeinsam. Sie haben in der Vergangenheit bewiesen, dass Sie steigende Gewinne und Dividenden erzeugen können. Deshalb steigen auch die Aktienkurse. Das Geschäftsmodell scheint zu funktionieren, die Firmen sind gut gemanaget. Un es gibt noch fleißige AKtienrückkäufe. Und die Aktien sind definitiv weg. Der Gewinn wird durch weniger Anteilseigner geteilt und dei Dividende kann erhöht werden.

    Aber wie kann man eine Daimler kaufen? Eine Daimler hatte genau vor 30 Jahren am 02.11.1988 einen Kurs von EUR 392,93 (logisch der DM Kurs in EUR konvertiert). Danach gab es unzählige Kapitalerhöhungen, einen Aktiensplit und sonstige Kapitalvernichtungsaktionen. Wenn man den Aktienkurs um dieses bereinigt, stand die Daimler Aktie bei EUR 39,95. Die Daimler Aktie hat seither um die Splits und Kapitalerhöhungen also bis heute ein Plus von 33,5% erzielt. Wenn man jetzt noch die seitherige Dividende einberechnet liegt das Plus bei ca. 265%. Der Dax hat in diesem Zeitraum ca. 800% geschafft. Das war jetzt noch die optimistische Sichtweise. Wenn wir bei Daimler das damalige Verlaufshoch am 10.08.1987 nehmen, welches splitbereinigt bei EUR 57,38 lag, so liegt der heutige Kurs unter dem Kurs von 1987.
    Was möchte ich damit sagen? Daimler war zyklisch, ist zyklisch und ich weiß keinen Grund warum Daimler in Zukunft nicht zyklisch sein sollte. Selbstverständlich konnte man mit einer Daimler und wird das auch in Zukunft können, wenn man das richtige Timing erwischt, als Trader gute Gewinne machen können. Mehr als mit jeder Dividendenstratgie. Aber nur wenn man das Timing erwischt. Und wer erwischt das schon?
    Ob Daimler in einem schwierigen Markt zuhause ist, schlecht gemanget wurde oder weiß der Teufel warum, Daimler war sch……. ist sch……. und wird vermutlich weiterhin sch……… sein.
    Warum hast Du eine Daimler gekauft. Vermutlich weil die Aktie so günstig ist und eine so hohe Dividendenrendite hat. Herzlich Willkommen bei der nächsten Dividendenkürzung.
    Warum investierst Du nicht in Firmen, welche in der Vergangenheit beweisen konnten, dass sie ein erfolgreiches Geschöftsmodell haben und immer noch haben, ihre Gewinne steigern konnten, die Dividende Jahr für Jahr erhöht haben und auch heute das Geschöftsmodell noch intakt ist und aus heutiger Sicht es keinen Grund gibt, warum das in 10 oder 20 Jahren nicht mehr funktionieren sollte? Ja diese Aktien sind optisch teurer. Aber Qualität hat seinen Preis. Es ist sinnvoller in diese AKtien zu investieren und bei Kursschwäche nachzukaufen als in die vermeintlich günstigen Aktien zu investieren. Billig ist halt manchmal billig und nicht gut.

    Und im Dax gibt es Aktien die tragen dazu seit Jahren bei, dass der Dax steigt und es gibt Aktien die tragen dazu bei, dass die Performance vom Dax gebremst wird. Wenn Du in Dax Aktien investieren willst, warum investierst Du nicht in die Aktien, die den Dax seit Jahren tragen, sondern in einen seitherigen Kapitalvernichter wie Daimler?

    Oder warum sollte Deiner Meinung nach eine Daimler langfristig zu einem Outperformer gehören?

  7. Hallo Ben,

    zufällig bin ich auf Deinen hervorragenden Blog gestoßen. Ich bin auch ein Fan der Dividendenstrategie und lege wie Du Wert auf Diversifikation über verschiedene Anlageklassen. Äußerst interessant finde ich auch Deine Buchbesprechungen und -empfehlungen. Ich freue mich auf Deine zukünftigen Beiträge. Was mich interessieren würde ist Deine Meinung zu Croudfunding im Immobilienbereich.

    Vielen Dank,
    Oliver.

    1. Hallo Oliver,

      Danke für Deinen Kommentar! Freue mich sehr darüber. Die Frage zum Crowdfunding im Immobilienbereich nehme ich in die Themenliste für einen eigenen Beitrag auf! Vorab in Kürze: es kommt darauf an! Wo will man investieren? Warum nicht über Immobilienaktien? Welche Einkünfte hat man sonst noch? usw. Ich investiere auch hin und wieder kleinere Beträge in der Crowd. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen damit gemacht, trotzdem bleibt es für mich eine Beimischung.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        vielen Dank für Deine Antwort. Ich freue mich schon auf Deinen Beitrag zum Thema Immobilien-Croudfunding.
        Einige kleinere Investments im Bereich Immobilien Croudfunding (immer nur 500€) habe ich bei Zinsland, Exporo und Zinsbaustein. Bisher hatte ich keine Probleme. Bergfürst und Grundag beobachte ich noch.

        Apropos Immobilienaktien: Eine kleine Position von Deiner Empfehlung Hamborner REIT habe ich seit vergangenen Freitag in meinem Depot. In den USA habe ich auch eine kleine Position von Stag Industrial (ein Fonds mit Industrieimmobilien). Hier gibt es monatliche Ausschüttungen.

        Viele Grüße,
        Oliver.

  8. Hallo,
    danke Ben und Star für Euer Feedback.
    Das Tool PortfolioPerformance muss ich mir näher ansehen, evt. ist es das richtige für mich – danke für den Hinweis.
    Zu Daimler: Ja, da muss man nicht viel sagen. Ich kann die Kritik nachvollziehen. Die Aktien bleiben bei mir (in der verhältnismäßig geringen Stückzahl) aber einfach im Depot. Einen Nachkauf konnte ich mir bisher verkneifen. Damals kaufentscheidend war wohl primär die hohe Dividende (neben KGV…); ich sehe auch immer noch Potential für die Aktie (fundamental; wohl aber eher langfristig).

    1. Hallo 1Steven1,

      bei einer geringen Stückzahl kann man solche Aktien ruhig auch mal „mitschleppen“. Die Kaufgebühren sind ja schon angefallen und die Dividende ist ja auch ordentlich. Wenn Du das Geld nicht zwingend für andere Investments brauchst, dann kannst Du die Verkaufsgebühren auch sparen. Bei mir ist Paul Hartmann so ein Fall. Die bleiben erst mal stehen, obwohl ich sie nicht mehr kaufen würde. Aber die Stückzahl ist so gering, dass sich ein Verkauf auch nicht lohnt.

      Viele Grüße Ben

  9. Hallo Ben,

    vor einiger Zeit bin ich auf Deinen Blog gestoßen und er hat mir auf Anhieb so gut gefallen, dass er einen Platz auf meiner Favoriten-Leiste bekommen hat. Nützlich, unterhaltsam, inspirierend. Seit dem schaue ich immer mal gerne vorbei. Schon des Öfteren konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, weil Deine Investments und dahinter stehende Überlegungen sich mit meinen frappierend decken: Ansehnliches Aktiendepot mit Dividendentiteln oder auch eine Denkmalgeschütze Immobilie in Leipzig. Größte Position im Depot : Allianz (hat heute wieder Freude bereitet) Drittgrößte: Münchner Rück.

    Zur Zweitgrößten Position gemausert durch sukzessive Zukäufe auch gerade in letzter Zeit hat sich bei mir die TUI AG.
    Vielleicht wäre das eine Inspiration für Dich oder natürlich auch die anderen Mitleser. Der Chart der jüngsten Vergangenheit sieht jetzt gar nicht berauschend aus. Neu-Einsteiger kommen dafür aber gerade jetzt zu 14,80 günstig in die Aktie (was zur Zeit natürlich bei vielen anderen Werten auch der Fall ist) . Auch wenn die TUI Aktie für mich persönlich zuletzt zu einer Verlustposition geworden ist , bin ich von dem Investment überzeugt. Ich sehe die Touristikbranche in einem anhaltendem Aufwärtstrend Kaum ein anderes Unternehmen besetzt das Thema Touristik besser als die TUI AG. Ich traue dem Unternehmen durchaus zu überproportional zum allgemeinen Touriktrend zu wachsen. Dividendenrendite ca 5% . Ja wird vom Brexit betroffen, aber ich halte das schon zu einem gut Teil eingepreist. Dividentermin bereits im Februar.

    Da ich bei Dir im Depot die Touristikbranche noch nicht entdeckt habe, wäre es vielleicht eine Idee für Dich, Ben,.Wegen der Nachhaltigkeit müßtest Du allerdings selbst noch rechergieren.

    Viele Grüße
    Heiko

    1. Warum? Warum? Warum. Das frage ich mich immer, wenn in solche Aktien investiet wird. Schau Die mal den Chart die letzten Jahre an und frag Dich warum der so aussieht wie er aussieht. Eine nachhaltige Ertragsstabilität lässt sich für Touristikunternehmen offenbar nur schwer erreichen. Besondere Wetterbedingungen spielen eine zusätzliche Rolle. Das ist kein Trendinvestment. Auch künftig ist eine relativ hohe Volatilität zu unterstellen. Mag sein, das es gut läuft oder vielelicht schlecht: Warum bekommt man so eine hohe Dividendenrendite? Entweder die Marktteilnehmer haben keine Ahnung (was durchaus sein kann, nur verlassen würde ich mich darauf nicht) oder die Markteilnehmer antiziepieren genau das was ich eingangs geschrieben habe. Und was nützt Dir eine hohe Dividendenrendite, wenn der Kurs 50%v abgestürztz ist und letztendlich die Dividende gekürzt oder gestrichen wird? General Electric / Atlantia / Pro7 läßt grüßen. Letztendlich kann immer alles passieren aber es erscheint mir einfach sicherer in nicht so volatile Branchen zu investieren und in Firmen welche auch in schweren Zeiten, gute Gewinne erwirtschaftet, Dividende bezahlt und vielleicht erhöht haben. Und da liegt halt die Dividendenrendite momentan zwischen 2,5 – 3,5% Und da gibt es viele und gute Firmen. Also ich habe mir bis jetzt immer nur die Hände verbrannt, wenn ich dachte ich mache ein Dividenenschnäppchen. Es ist wirklich sinnvoller, in teuere aber bessere und stabilere Firmen zu investieren. Aber irgenwann lernt es jeder. Spätestens nach schmerzlichen Kursverlusten.Viel Spaß mit TUI

      1. Hallo star,

        gibt es eine Übersicht deines Depots oder deiner Watchlist, wo du manche der von dir immer „empfohlenen“ aber nie genannten Titel auflistest? Es geht mir auch nicht darum, genaue Positionen und Umsätze sehen zu wollen, nur einmal eine Liste deiner Favoriten statt immer nur „ist schlecht, ist schlecht, ist schlecht“

        Wobei ich dir in manchen bzw vielen deiner Punkte Recht gebe. Insbesondere dass das Schielen auf die Dividendenhöhe allein wenig sinnvoll ist.

    2. Hallo Heiko,

      vielen Dank für Dein Feedback. Spannend, dass wir so ähnlich ticken. Touristik habe ich nicht explizit im Depot. Die TUI ist mir aber auch nicht als Unternehmen mit Burggraben aufgefallen. Der Wettbewerb in der Touristikbranche ist groß und Disruptionen sehe ich auch (AirBnB, Booking.com, Holidaycheck usw.).
      Ich profitiere deshalb lieber von meinen Infrastrukturaktien wie Sydney Airport, ENAV oder Atlantia auch von steigendem Tourismus.

      Viele Grüße Ben

  10. Warum ich ausgerechnet in TUI investiert habe, fragt sich star und vielleicht der und die ein oder andere auch ?

    Weil die Konjunktur in weiten Teilen schlechter geredet wird als sie ist. Geringe Arbeitslosigkeit, Tariflohnsteigerung allen Ortens, sogar die Renten steigen 3% , „Sparen“ lohnt sich nicht. Warum sollten die Leute ausgerechnet beim Urlaub anfangen zu knapsen?

    Weil Kreuzfahrten boomen.

    Weil der TUI, seit sie sich auf die Touristik fokussiert hat den operativen Gewinn von 2013 mit 300 Mio auf 1,1 Mrd Euro 2017 gesteigert hat. Weil sich 2018 weiteres Wachstum von 5% abzeichnet.
    Und dort liegt etwas die Crux. Da hatten einige Anleger insgeheim sich mehr erhofft und die Aktie jetzt niedergeprügelt. Auch ich sehe das Wachstumspotenzial der TUI eher bei +10 bis 15 % . Diese Jahr, da hat star Recht, haben die Hitze- Wetterkapriolen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Ich denke hier gibt es ein gutes Chancen/Risiko Verhältnis. Letztendlich auch da gebe ich star Recht, kann immer alles passieren. Z,B. der Aktienmarkt bricht als Ganzes nochmal ein und die TUI AG mit. Aber 2019 könnte ja auch „normal“ für den Tourismus laufen oder vielleicht sogar gut – dann sehe ich Aufwärtspotenzial von 50%.

    Die ordentliche Dividende sehe ich auch nur als Sahnehäuptchen und versüßt mir das Warten Eine Dividendenkürzung oder – Streichung wie star sie analog Pro7 etc befürchtet, kann ich beim besten Willen nicht sehen. (Der Gewinn wächst) . Wenn’s schlecht kommt wird die Dividende nicht erhöht und die Dividendenrendite verharrt bei „nur“ 4,5% statt 5%. Damit kann ich aber auch leben.

    Im Übrigen schließe ich mich gerne Titus an und möchte star bitten , mal seine Favoriten (und sei es nur die Top 3) zu nennen. Von seiner Erfahrung als Investor können wir bestimmt was lernen. Es darf aber auch konkret werden.

    Danke schon mal im voraus
    Heiko

  11. Das kann ich gerne machen und hier meine Depotwerte vorstellen. Auch darunter finden sich nicht nur Kursraketen, aber die meisten Aktien haben auf Sicht von 5 / 7 / 10 / 15 / 20 Jahren eine bessere Kursentwicklung als der DAX. Und das ist ein Performanceindex in welchem die Dividende der zugrundeliegenden Aktien mit verrechnet ist. Münchner Rück und Siemens schaffen die DAX Performance bzw. eine etwas bessere Performance als der DAX nur, wenn man ebenfalls wie beim DAX die Dividende mit dazu rechnet. Ich habe hier von Börse Wiso ein Programm. Das kostet 60 EUR im Jahr aber man hat hier tolle Möglichkeiten mit den Charts. Das ist dein einzige Luxus bezügl. Aktieninformationen für welchen ich bezahle. Also ich kaufe keine Börsenzeitungen. Die müssen jede Woche etwas schreiben. Ob sinnvoll oder nicht ist egal. Entscheidend ist natürlich auch wann man die Aktien kauft. So halte ich Münchner Rück schon immer für ein gutes Unternehemn. Aber hier habe ich erst ab 29.07.2008 gekauft. Vorher war die Aktie zu teuer. Seitdem habe ich mehrfach nachgekauft.

    Nachfolgend die Aufstellung meiner Aktien:

    BASF 400
    Nestle 257
    Allianz 93
    Novartis 221
    Bayer 180
    Münchner Rück 73
    Novo Nordisk 311
    Unilever 251
    Altria 235
    Hannover Rück 100
    McDonalds 85
    Microsoft 120
    Pfizer 300
    Pepsi 108
    A. Springer 142
    Philip Morris 128
    Medtronic 102
    Deutsche Post 242
    Siemens 69
    Sanofi Aventis 99
    3M 40
    Cisco 177
    Bechtle 83
    Drillisch 135
    Total 80
    Procter&Gamble 75

    Darüber ninaus habe ich noch folgedne Werte in einer Spanne zwischen 3000 und 7000 Euro.

    Visa
    Verizon
    Südwestd. Salzwerke
    SAP
    Royal Dutch Shell
    Paypal
    Merck
    Lechwerke
    Intel
    Blackrock
    Amgen
    Accenture
    AbbVie
    Procter&Gamble
    MTU
    KWS Saat
    Kimberly Clark
    Johnson&Johnson
    Fresenius SE
    Coloplast
    AirLiquide
    Telefonica
    Enel
    Pro 7
    Scottish Power&Energie
    Enel
    Philipps66
    Indus

    Meine letzte Aktie welche ich gekauft habe war letzte Woche fü3 3500 Eur AbbVie.

    Was ist meine schlechteste Aktie?

    Pro 7 Kursverlust 1.995 EUR = -46,97%. Warum habe ich die gekauft? Die Dividende war so schön hoch, welche jetzt auch noch gekürztz wird.

    Telefonica -1439 EUR = -45,74%. Das war meine erste Aktie und die habe ich 1998 gekauft und dann nochmals nachgekauft. Warum habe ich die gekauft. Die Dividende war so schön hoch.

    Scottish& Sothern Energie. Kursverlust -936 EUR = -24,77%. Warum habe ich die gekauft. Die Dividendenrendite war so hoch.

    Enel. Das war meine zweite Aktie irgendwann im Jahr 2001 geekauft und dann nochmals nachgekauft. Verlust -347 Euro = -6,41%. Warum habe ich die gekauft. Die Dividendenrendite war so hoch.

    Meine besten Aktien:
    Microsoft + 134%. Warum habe ich die gekauft. Einfach gut aber die Dividendenrendite war so niedrig. Hier habe ich einen Sparplan

    Altria +125%. Ok. hier war auch dei Dividende so hoch

    Pfizer + 119% . Ok auch hier war die Dividende so hoch, bevor dann die Dividende dann 2009 halbiert wurde. Ich habe durchgehalten und nochmals mehrfach nachgekauft. Hier habe ich mittlerweile auch eine Sparplan

    Indus +117% habe ich direkt nach der Finanzkrise gekauft

    KWS Saat + 100% Die Aktie war damals so billig. Aber die Dividende war so niedrig

    McDonalds + 99,5%Habe ich bereits mehrfach nachgekauft. Aber die Dividendenrendite ist immer so niedrig. Auch hier habe ich einen Sparplan

    Bechtle 98 %. Habe ich bereits mehrfach nachgekauft. Die Dividende war aber so niedrig. Auch hier habe ich einen Sparplan.

    Medtronic +86% Habe ich mehrfach nachgekauft. Aber die Dividende ist so niedrig

    Nestle +74%. Habe ich bereits mehrfach nachgekauft. Erst dieses Jahr wieder. Aber ide Dividende ist immer so niedrig. Ich hatte einen Sparplan bei ING. Jetzt ist die Aktie aber wieder teurer und ich bespare hier momentan nicht weiter.

    Also meiner Minung nach ist es besser, Aktien mit niedriger Dividendenrendite zu kaufen und die mehrfach bei Kursschwäche einzusammeln als die vermeinlichen Schnäpchen

    und nachfolgend meine Depotperformance ab 2006 im Vergleich zum DAX. Vorher hatte ich das nicht ausgewertet

    Dax Entwicklung Meine Depotentwicklung
    2006 21,00 26,57
    2007 20,00 30,36
    2008 -39,60 -38,85
    2009 19,00 50,38
    2010 15,70 20,38
    2011 -12,50 0,66
    2012 29,06 19,35
    2013 25,49 25,92
    2014 2,65 22,08
    2015 9,57 24,51
    2016 6,87 10,88
    2017 12,51 21,76

    1. @star

      auch meinerseits ein dickes Dankeschön für die ausführliche Antwort und auch herzlichen Glückwunsch, das Ergebnis kann sich sehen lassen; da hast Du mehrheitlich einiges verdammt richtig gemacht.

      Die stattlichen Anzahl der Werte gibt mir viele Anregungen für meine Watch-List. Andere sind schon drauf und machen einen Sprung nach oben (z.B. Bechte, Cisco, Novo Nordisk)

      Und ich nehme mir die Freiheit und kupfere zwei deiner Sparpläne ab (Microsoft und Mac Donalds). Dann fühlt sich der bislang vorhandene auf Berkshire Hathaway nicht so alleine und ich verliere vielleicht etwas die Skepsis vor den „teuren“ Aktien

      1. Hallo Heiko, das ist der Grund warum ich bei manchen Aktien einen Sparplan habe. Ansonsten schaue ich viele Jahre hinterher und denke immer, das ist zu teuer unch traue mich nie zu kaufen.
        Wenn ich einen Sparplan habe und die AKtie verliert mächtig an Wert, dann kann es sein, dass wenn der Chart sich stabilisiert ich dann eine größere Summe nachkaufe (ca. 1000 EUR). Und wenn ich dann einen relativ hohen Betrag in eine Aktie investiert habe und ich habe Glück und der Chart dreht tatsächlich nach oben, dann stelle ich unter Umständen meinen Sparplan auch wieder ein.
        Aber momentan befürchte ich könnte es noch etwas abwärts gehen. Aktien sind einfach nicht mehr ganz günstig und die Stimmung ist einfach nicht die Beste. Und wenn es abwärte geht dann geht es abwärts. Also Pulver etwas trocken halten. Ich mache meien Sparpläne weiter und werde erst bei 9500 DAX Punkten überlegen ob ich mehr investiere. Wenn wir die 9500 nicht erreichen, dann gibt es nur Sparplan. Mal abwarten. Aber manchmal bin ich Ben. Wenn es juckt dann juckt es. Vorausgesetzt man hat noch Pulver.

  12. @star
    erstmal Glückwunsch zu deinem tollen Depot, da wird man ja direkt neidisch ,bei so einem Umfang könntest du Ben fast mit einem eigenen Blog konkurrenz machen ;-)
    bis auf wenige Werte, würde ich auch fast alle selbst kaufen

    jedenfalls erkenne ich mich bei dir wieder
    anfangs war ich von hohen Dividenden fasziniert um, insbesondere von Torsten Tiedt und dem Aktienfinder inspiriert, nun mehr auf steigende Umsätze, CF, Gewinne und Geschäftsmodell zu schauen, wo die Anfangsdividende nur noch eine untergeordnete Rolle spielt

  13. Wie sind denn jetzt deine Einschätzungen zu Taylor Wimpey (habe sie damals recht zeitgleich gekauft) und nach zunächst schönem Anstieg schlägt derzeit die Brexit Angst zu.
    Wirst du nachkaufen oder erstmsl warten wie es in GB weitergeht?
    Ich erhalte irgendwie keine eindeutigen Zahlen bzgl der Dividende

    1. Liebe Eva,

      wie heißt es so schön: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“. Ich habe deshalb noch nicht nachgekauft, weil Taylor Wimpey jetzt erst wieder auf dem Niveau meines Kaufes angekommen ist. Und die Brexit-Turbulenzen ja noch etwas weiter gehen können. Da warte ich noch etwas ab. An meiner Grundeinstellung ändert sich aber nichts. Ich sehe bei Taylor Wimpey mehr Chancen als Risiken. Auch die Briten werden weiter irgendwo wohnen müssen. Aber natürlich musst Du das für Dich selbst einschätzen. Zur Dividende von Taylor Wimpey steht alles Wesentliche auf dieser Webseite.

      Viele Grüße Ben

  14. Nochmal zu Taylor Wimpey.
    Hadt du seitdem nachgekauft?
    Ich bisher nicht, warte erstmal eine Bodenbildung ab.
    Die Aktie ist bei mir ca 14 % im Minus.

    Weißt du warum sie so stark fällt?
    Gab es da News, Probleme?
    Dabke und liebe Grüße,
    Eva

    1. Hallo Eva,

      ich glaube mit diesen Unwägbarkeiten müssen wir leben bis klar ist, wie sich das britische Parlament zum Brexit-Abkommen stellt. So lang die Gefahr eines ungeordneten Brexits droht, bleiben die Investoren vorsichtig.

      Ich habe Taylor Wimpey noch nicht nachgekauft. Ich warte auch auf eine Bodenbildung, aber bei Kursen ab 1,56 € ergibt sich eine Dividendenrendite von 11,0%. Und da werde ich vermutlich den ersten Nachkauf ansetzen.

      Viele Grüße Ben

      1. Bei Taylor Wimpey bekomme ich leider immer einen grauenhaften Spread.
        Zu einem Kurs von 1,55 wird mir ein Briefkurs von 1,6 angeboten, das sind 3,5 % :(
        Wo kaufst du sie?

        1. Hallo Eva,

          ich habe heute ein Limit bei Tradegate reingelegt. Da ich ja schon investiert bin, ist mein Habenwollen nicht so groß, dass ich zum Briefkurs kaufen muss. An der Börse Stuttgart beträgt liegt der Briefkurs aktuell bei 1,57 €.

          Viele Grüße Ben

  15. Eigentlich ist es doch egal für wieviel man Taylor Wimpey kauft. Der Chart sieht grauenvoll aus. Da würde ich momentan keinen Cent investieren. Letztendlich entscheidet der etwas höhere Kaufkurs nur darüber wieviel Verlust Ihr mit der Aktie macht. Entweder ist Taylor Wimpey ein absolutes Schnäpchen, dann ist es sowieso egal 3% höhere Kurse oder nicht, oder hier liegt halt etwas im Bösen. Ich habe mich zwar nicht mit der Aktie beschäftigt, aber ich befürchte es könnte eher das zweite sein. Und wenn man heute ohne Spread kauft, mag das wunderbar sein, so wie der Kurs aber aussieht bekommt man die Aktie in ein paar Wochen noch günstiger. Da spielt der Spread dann keine Rolle.
    Es gibt soviele wunderbare Aktien, warum muss man in so einen Wert investieren. Naja vielleicht habt Ihr Glück.

  16. Im übrigen hatte ich bis jetzt auch Recht am 12.11.2018 zu meiner negativen Einschätzung zu TUI. Die Aktie hat seitdem 10% an Wert verloren. Keine Ahnung ob TUI gut oder schlecht ist, ich persönlich würde mir die nie kaufen, aber solange ein Chart so grauenvoll aussieht wie er aussieht, dann bitte Hände weg. Warum wartet Ihr keine Bodenbildung ab? Wenn es abwärts geht dann geht es abwärts und mathematisch betrachtet kann sich eine Zahl beliebig oft halbieren. Das hat mit guter oder schlechter Aktie dann auch nichts zu tun. Und wenn man von dem Unternehmen nicht absolut überzeugt ist und das wird schwierig bei Kursverfall von 50 / 60 / 70 / 80% und mehr, dann bekommt man es irgenwann an die Nerven und verkauft im Tief. Leute lest euch mal die entsprechenden Untersuchungen durch, das waren auch nicht alles Blöde.
    Wenn Ihr der Meinung seid, dass solche Unternehmen wie TUI, Taylor Wimpey usw. die besten Unternehmen der Welt sind, dann kauft sie. Wenn Ihr das aber nicht seid, dann Hönde weg. Warum schaut Ihr Euch nicht die stocklangweiligen Aktien wie Unilver, Nestle, Johnson & Johnson, McDonald, Pepsi usw. an? Warum wollt Ihr keine Unternehmen bei Kursschwäche dieser Art kaufen? Unternehmen, welche seit Jahrzehnten eine bessere Performance wie der DAX haben, Unternhemen, welche seit Jahren gezeigt haben, dass ihr Geschäftsmodell funktioniert, Unternehmen, welche auch in der Finanzkrise ihre Dividende erhöht haben. Warum wollt Ihr in Unternehmen wie Taylor Wimpey investieren? Ein Unternehmen welches vor der Finanzkrise von Kursen über EUR 7,-
    auf 0,031 EUR abgestürzt ist. Ein Unternehmen welches sich im Kurs bis heute nicht erholt hat. Während die o.g. Unternehmen alle schon weit höher notieren als vor der Finanzkrise.
    Vermutlich kennen wir die Antwort alle: Es sieht so verdammt günstig aus, das könnte ein Schnäpchen sein. Die Dividende lockt. Da sage ich nur, Gier frisst Gehirn.

    1. Firmen wie Unilever sind halt zurzeit teuer. Taylor Wimpey würde ich auch nicht kaufen. In Spanien gibt es genug Construction Companies und eher besser als schlechter als aus den UK.

  17. Hier findet man sehr gute Kommentare – besten Dank auch an star für die offene Diskussion und konstruktiven Hinweise.
    Die WISO-SW muss ich mir auch einmal anschauen, ist mir schon in der Werbung aufgefallen (ich benutze das Steuersparbuch).
    (Mit der Portfolio-Performance-SW habe ich mich in der letzten Zeit einige Stunden/ Tage beschäftigt. Respekt für das bisher erzielte Ergebnis. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Software derzeit noch nicht meine persönlichen Anforderungen erfüllt; sie befindet sich ja auch in der Entwicklung (eine interessante Sache, kostenlos), ich bleibe vorerst bei Excel.)
    Ich überlege, demnächst einen Sparplan auf Pepsi (und evt. auch McDonalds) aufzusetzen, um zu vermeiden, dass man hier vorerst nur zu so relativ hohen Kursen kauft bzw. um trotz hoher Kurse erste Positionen aufzubauen.
    Ansonsten habe ich mir IBM angesehen, und tendiere dazu (Zahlen, Ausrichtung, Red Hat…), mir Aktien ins Depot zu legen – nur der Chart sieht übel aus und die Dividende ist hoch :-) Mal schauen, vielleicht ist es derzeit sinnvoller, Cash zu halten…

  18. Ich selbst habe eine Sparplan auf McDonald. Pepsi kaufe ich mir von Zeit zu Zeit zu, wenn der Kurs abgetaucht ist. Meine letzten Kaufkurse waren am 23.05.2017 zu EUR 103,- dann am 16.10.2017 zu EUR 95,97 und nochmals am 18.05.2018 zu EUR 83,22. Heute steht Pepsi wieder bei EUR 107,- Da ich ein Konto bei der Comdirekt und ING habe, beide aber keinen Sparplan auf Pepsi anbieten, investiere ich halt von Zeit zu Zeit mit Einzelinvestitionen. Sparplan ist nix. Aber ich habe genug andere Sparpläne auf teuere Aktien wie Cisco, McDonalds, Unilever, Bechtle usw. Die teueren werden immer teuerer die billigen wie Daimler, Deutsche Bank usw. werden immer billiger.
    Aber grundsätzlich finde ich es besser einen Sparplan auf optisch teuere Aktien zu machen, ansonsten getraut man sich nie, diese Aktien zu kaufen. Und Qualität ist halt nicht billig. Und ob Unilever billig oder teuer ist, ist relativ. Ich bin überzeugt, dass der Kurs der Unilever Aktie in 10 Jahren höher ist als heute. Und nur in solche Unternehmen sollte man investieren.

    Bei IBM ist das so eine Sache. Der Kurs sieht tatsächlich nicht prickelnd aus und die letzten 10 Jahre war auch kein Blumentopf damit zu gewinnen. Seit 2011 schrumpfen die Umsätze von Jahr zu Jahr. EBITA geht unter Schwankungen auch abwärts. Was aber auch kontinuirlich abwärts geht, ist die Anzahl der ausstehenden Aktien. Diese wurden von 2005 bis aktuell zu Quartal 3/2018 von 1.628 Millionen Aktien auf aktuell 915 Millionen eingedampft. Deshalb ging das EPS auch nicht so stark zurück wie der Gewinn als absolute Zahl. Gleichzeitig musste der Gewinn durch immer weniger Aktionäre geteilt werden und so konnte die Dividende von Anfang 2005 von 0,18 US$ pro Quartal auf mittlerweile 1,57 US$ pro Quartal gesteigert werden und die Dividendenrendite ist deutlich gestiegen.

    Der Zukauf von Red Hat, wird nicht ganz günstig. Ich verfolge die Aktie nicht so genau da es für mich schon genug andere, meiner Meinung nach, bessere Alternativen gibt und ich habe auch keine Ahnung wie man das finanzieren möchte. (Wie ich die Ami´s kenne, vermutlich durch Kredit) Es bleibt somit auch die Frage, ob man sich dann noch den weiteren aber teueren Aktienrückkauf leisten kann. Des Weiteren wird sich herausstellen müssen ob Red Hat den Preis Wert war und das Wachstum dadurch wieder in Schwung kommt. Der Kurs sieht zwar beschissen aus, auch wenn er mometan in EUR einen kleinen Schwenk nach Norden macht, aber IBM mag durchaus einen zweiten Blick Wert sein, auch wenn Warren Buffet die Geduld verloren hat damit. Wer hier investiert kann durchaus langfristig Erfolg haben, ich sehe das nicht ganz so negativ. Auf jeden Fall sollte man bei einer Investition 100% überzeugt sein, voll und ganz hinter der Strategie und dem Unternehmen IBM stehen und bereits sein, auch nochmals ein zweites und drittes mal zu investieren und die Schmerzen eines fallenden Kurses auszuhalten. Vielleicht wird man am Ende belohnt.
    Sollte man IBM nur für ein zweitbestes oder drittbestes Unternehmen halten, dann besser die Hände weg. Aber möglicherweise spiegelt der momentane Kurs nicht den langfristigen Wert des Unternehmens wieder. Mal abwarten.

    Stell Dir vor, es würde Dir jemand 100.000 EUR geben, aber nur dann, wenn Du das Geld in Aktien anlegst. Nein nicht in viele Aktien, sondern Du bekommst das nur, wenn Du alles Geld in eine Aktie anlegst. In welche Aktie würdest Diu investieren? Und jetzt kommt noch eine Besonderir und Du kannst machen wheit, Du musst es für 10 Jahre anlegen. Wenn das Depot in 10 Jahren mindestens 100.000 EUR Wert ist, gehört das Depot endgültig Das Du willst. Wenn aber der Depotwert nur um einen Euro gefallen ist, bekommst Du überhaupt nichts.

    Und jetzt überlege in welchen Wert würdest Du investieren? In Taylor Wimpey, TUI, McDonalds, Pepsi, Unilever, Atlantia, Allianz, BASF, Münchner Rück, Henkel, Microsoft, Nestle, Johnson&Johnson oder in irgendetwas anderes?

    Da ich natürlich nicht weiß, was die Wirtschaft in 10 Jahren macht und ich auch die Aktienkursentwicklung nicht vorhersagen kann, habe ich keine Ahnung, welche Aktie sich am besten entwickeln wird. Aber definitiv in 3 Aktien würde ich nicht investieren. (Ihr dürft raten welche das sind), Bei den restlichen könnte man würfeln, wobei ich hier mich ja dann auch endgültig festlegen müsste und schon einen Favoriten hätte. Ich vermute mal, der eine oder andere wüsste auch, in welche Aktie er nie investieren würde unter diesen Bedingungen. Und warum nicht? Irgendwie fehlt das Vertrauen. Und jetzt kommt meine Frage: Wenn man nicht für 10 Jahre bereit ist, sein Geld in die eine oder andere Aktie zu investieren, dann sollte man nicht ansatzweise über einen Kauf nachdenken. Oder wenn man die eine oder andere Aktie nicht für die beste Aktie der Welt hält, warum möchte man dann in diese zweitbeste oder drittbeste Firma investieren? Bei 11 der oben genannten Aktien bin ich überzeugt, dass der Kurs in 10 jahren vermutlich höher steht als heute. In diese 11 würde ich investieren. Bei 3 Stück bei welchen ich nicht überzeugt bin, dass der Kurs in 10 Jahren höher steht, möchte ich nicht einmal für 10 Minuten investiert sein. Ihr könnt natürlich anderer Meinung sein, welche 11 gut und welche 3 möglicherweise nicht so gut sind, aber eines macht keinen Sinn nur in die zweitbesten Unternehmen der Welt zu investieren, wenn es soviel beste Unternehmen gibt.

    Und hier vertraue ich auf bereits erfolgserprobte Geschäftsmodelle unter Berücksichtung des permanenten Wandels der Wirtschaft und der Gesellschaft. Und auch wen ich gestern kein Axe Deospray beim Handelshof kaufen konnte, da Unilever und der Handelshof gerade einen Preiskrieg ausfechten und Handelshof viele Unilever Produkte rausgeworfen hat, würde ich darauf vertrauen, dass die Unilever in 10 Jahren höher steht als heute. Übrigens ich habe das Axe Deospray dann bei DM gekauft…….

    1. Hallo star,

      ich mag deine Beiträge, auch wenn sie manchmal etwas forsch, teils belehrend daherkommen. Sie stellen eine prima Ergänzung zu Bens Texten dar. Danke dafür und deine Investmentübersicht.

      Ich teile auch deine Grundsätze zur Aktienauswahl, auch wenn mir manche Titel ebenfalls zur Zeit zu teuer sind. Das liegt aber an meinen Anforderungen an ein Investment, also welchen Betrag möchte ich investieren und welchen Ertrag strebe ich damit an. Daher warte ich z.B. bei Unilever, Johnson & Johnson, Pepsi gerne auf die kleinen Rücksetzer.
      Ich kann aber durchaus verstehen, wenn man ein gut gestaltetes Portfolio hat, dass man sich auch mal ein kleines Risiko gönnt. Da kommt wohl auch mal der Spekulant zum Zug. So hat es zumindest bei mir mit den Aktien angefangen. Ob ich deswegen Taylor Wimpy als Dividendenpapier kaufen würde? Ich glaube nicht. Mir ist ja auch der Chart der BayWa zu negativ in seiner Tendenz. Da hilft auch die aktuell ansprechende Dividendenrendite nicht. Langfristig möchte ich gerne Erträge sehen und die Positionen, wenn möglich, wenig ändern müssen.

      Gruß
      Sven

  19. Bin hautpsächlich bei comdirect – stimmt, Sparplan für PepsiCo ist dort nicht möglich (aber MCDonalds), also evt. mehrere kleinere Käufe.
    Mit IBM, das lasse ich mir noch weiter durch den Kopf gehen; bezahlt werden soll die Übernahme von Red Hat durch Aussetzen des Aktienrückkauf-Programms und Kredit. Im Sinne der Diversifikation sollte ich eher Konsumgüter kaufen…
    Die genannten Überlegungen von Dir sind nachvollziehbar und sicher prinzipiell richtig für das hier betrachtete langfristige Investment.
    Ich finde es gut, dass Du die Performance Deines Depots gegen einen Index (hier DAX) vergleichst, denn das (bzw. die erreichte Performance generell) ist ja letztlich das Interessante.
    VG

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