Was Dich hier erwartet:
Der Juli stellte einen guten Start ins zweite Halbjahr dar. Er knüpft damit nahtlos an die Vormonate an. Ausschlaggebend für steigende Aktienkurse waren diesmal eindeutige Aussagen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank zu baldigen Zinssenkungen.
Welche Veränderungen es im Divantis-Depot gab und welche Einnahmen ich aus meinen Investments erzielte, erfährst Du in diesem Beitrag.
Zum Abschluss stelle ich Dir meine Einschätzung und Pläne zu den nächsten Börsenwochen vor.
Aktienkäufe
Im Juli führte ich einen Aktienkauf durch und investierte dabei 1.752,00 €:
100 Aktien Red Electrica für 1.752,00 €
Aktienverkäufe
Ich habe im Juli keine Aktien verkauft.
Dividendenerträge
Ich erzielte insgesamt Netto-Erträge von 845,60 € mit folgenden Dividenden:
Coca-Cola schüttete 26,29 € aus
Kimberly-Clark überwies 84,72 €
Taylor Wimpey überragte mit 218,66 €
Medtronic schloss den Monat mit 15,57 € ab.
In den Dividendenerträgen ist zudem eine Quellensteuerrückerstattung aus der Schweiz in Höhe von 91,39 € enthalten. Darüber werde ich noch in einem separaten Beitrag mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung berichten.
Die Dividendenerträge des Juli 2019 liegen deutlich unter denen des Vorjahresmonats. Das liegt aber nur an der damaligen Sonderdividende von Dr Pepper Snapple. Die Aktie habe ich inzwischen ja auch verkauft. Ohne diesen Sondereffekt liege ich rund 200 € höher als im Juli 2018.
P2P-Kredite
Im Juli habe ich wieder überdurchschnittlich in P2P-Kredite investiert. Insgesamt 411,43 € habe ich neu angelegt, so dass ich nun auf 6.090,74 € in P2P-Krediten komme. Meine Erträge aus den P2P-Krediten haben im Juli 43,59 € brutto betragen. Hier habe ich das Thema ausführlich vorgestellt.
Mit Grupeer habe ich im Juli eine neue Plattform für mich erschlossen. Die deutsche Übersetzung der Webseite ist zwar manchmal ganz schön holprig, aber zur Diversifizierung ist die Plattform gut geeignet. Ich habe erstmal mit einem kleineren Betrag begonnen und sammle meine Erfahrungen.
Die großen Zahlungen gingen auch im Juli zu Viainvest und Bondora Go & Grow:
Bei Viainvest habe ich damit jetzt die 700 €-Marke überschritten. Die Plattform gefällt mir richtig gut, die Menüführung ist sehr übersichtlich und Auto-Invest funktiert problemlos. Um sicherzugehen, dass ich keine Quellensteuerabzüge erhalte, investiere ich bei Viainvest ausschließlich in P2P-Kredite aus Lettland. Wenn Du Dich bei Viainvest über diesen Partnerlink anmeldest, erhältst Du einen Bonus von 10 € auf Deine erste Einzahlung von mindestens 50 €.
Bondora Go & Grow stellt nun mit großem Abstand mein größtes P2P-Investment dar. Mir gefällt die Klarheit und die attraktive Verzinsung von 6,75%. So bin ich in P2P-Krediten investiert, trage aber nicht das einzelne Ausfallrisiko. Zudem ist mein Geld sofort verfügbar und es dient mir daher als eine gewisse Liquiditätsreserve. Natürlich bestehen Risiken, nämlich dann wenn Bondora selbst umkippen sollte. Als eine der ältesten P2P-Plattformen mit hohen Investitionen sehe ich das Risiko aber als vertretbar an.

Bei Mintos (*) habe ich Investieren & Access aktiviert und dort 550 € zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 12,11% und voller Rückkaufgarantie investiert.
Meine Übersicht mit meinen weiteren Investments bei PeerBerry (*) und Estateguru (*) sieht nun so aus:
| Plattform | aktueller Stand | investierte P2P-Kredite | eröffnet |
|---|---|---|---|
| Mintos | 384 € | 0 (in Rückforderung) | 08/2018 |
| viainvest | 81 € | 7 | 11/2018 |
Dividendenerhöhungen
Dividendenerhöhungen wurden im Juli von zweien meiner australischen Titel verkündet:
Transurban Group erhöht die Halbjahresdividende von 0,28 AUD auf 0,30 AUD (+7,1%)
Sydney Airport erhöht die Halbjahresdividende von 0,185 AUD auf 0,195 AUD (+5,4%).
Depotentwicklung
Im Juli erzielte mein Depot eine Performance von +1,2%. Der aktuelle Marktwert liegt nun bei 362.430 €.
Die drei besten Aktien des Monats waren Taylor Wimpey (+15,4%), Procter & Gamble (+12,0%) und Kellogg (+11,5%). Die schwächsten Aktien kommen alle aus Deutschland: BayWa (-6,7%), Siemens (-5,7%) und BASF (-5,1%).
Immobilie
Die Sanierung der Eigentumswohnung in Leipzig ist im vollen Gange, es gab einen weiteren Abruf auf den Kaufpreis durch den Bauträger. Da ich für das Hausbankdarlehen nun Bereitstellungszinsen zahlen muss, ist mein Zinsaufwand deutlich angestiegen. Im Juli zahlte ich 335,46 € Zinsen. Wenn alles weiter nach Plan läuft, dann erwarte ich in einem halben Jahr die ersten Mieteinnahmen. Skurrilerweise sinkt bis dahin mit jeder weiteren Kaufpreisrate mein Zinsaufwand.
Ausblick
Nach dem gelungenen Start in das 2. Halbjahr mehren sich die konjunkturellen Hiobsbotschaften. In der Automobilindustrie läuft es gar nicht mehr. Betroffen sind auch Zulieferer, wie z.B. BASF. Gewinnwarnungen gab es bereits einige, ich erwarte im August den nächsten Schwung.
Trumpf bleibt aus meiner Sicht die selektive Aktienauswahl. Ich investiere weiter ausschließlich in Qualität und nicht in Aussichten. Denn gerade in einer Zeit, in der die schwache Konjunktur von billigem Zentralbankgeld verdrängt wird, kann sich die Stimmung ebenso schnell drehen.
Klar, es fehlt die Alternative zum Aktienmarkt. Aber viele Bewertungen sind oberhalb des langjährigen Mittels. Das kann noch eine Weile gut gehen, muss es aber nicht. Dann werden Aktien wie Beyond Meat dramatische Kursrückgänge verzeichnen.
Mit meinem defensiv ausgerichteten Portfolio fühle ich mich weiterhin sehr wohl. Ich kann entspannt den Sommer genießen und muss mir um einzelne Titel keine Sorgen machen. Kursrückschläge würde ich zu Nachkäufen nutzen.
Und da ich viel Zeit habe, muss ich auch nicht um jeden Preis nachkaufen. Im Juli wollte ich gerne Sekisui House nachkaufen, um bei der nächsten Dividendenzahlung eine höhere Aktienzahl zu haben. Nachdem mein Kauflimit aber nicht zur Ausführung kam, habe ich vielleicht im August die Chance dazu. Da die Aktie dann exDividende gehandelt wird, verpasse ich zwar die Dividendenzahlung, zahle aber nur den Preis für die Aktie, den ich angemessen finde (um die 14,00 €).
Allgemein erwarte ich im August keine Besonderheiten an der Börse. Es ist Urlaubszeit und schon kleine Nachrichten können Kurse bewegen – in beide Richtungen.
Ich werde die Kurse weiter beobachten und bei Kurschancen zugreifen. Wenn es nicht dazu kommt, dann halte ich meine Cash-Reserve weiter zusammen und warte auf den traditionell schwachen Oktober.


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