Verlässliche Dividendenerhöhung aus Australien

Flughäfen gibt es zahlreiche. Einige von ihnen sind börsennotiert. Der Flughafen Sydney hat es als einzige reinrassige Airportaktie in mein Depot geschafft.

Ein Grund dafür ist die Monopolsituation und die Nähe zu China, die den Flughafen sehr attraktiv machen.

Ich merke das vor allem an den stetigen Dividendenerhöhungen. Nun gab es  wieder eine höhere Dividendenzahlung.

Wie in Australien üblich, handelt es sich beim Sydney Airport um eine „Stapled Security“. Dabei wird die eigentliche Aktie mit einer Anleihen-Darlehenskonstruktion verbunden und als Wertpapier emittiert. Für Dich als Anleger bedeutet das, dass die Quellensteuer in drei Sätzen berechnet wird (15, 10 und 0 %). Ausführlich vorgestellt habe ich Sydney Airport hier.

Pro Wertpapier wurde jetzt eine Dividende von 0,19 AUD gezahlt, das ist eine Erhöhung gegenüber der Februar-Dividende 2018 um 0,01 AUD oder 5,6%. Für meine 1.000 Aktien im Depot erhielt ich brutto 190 AUD Dividende. Der AUD wurde von der Consorsbank (Welcher Online-Broker ist der Beste?) zum Kurs von 1,6109 in € umgerechnet. Nach Abzug der Steuern (unter voller Anrechnung der verschiedenen Quellensteuersätze) verbleibt damit eine Netto-Dividende von 87,72 €.

Die Originalabrechnung der Sydney Airport Dividende im Februar 2019 15%

Die Originalabrechnung der Sydney Airport Dividende im Februar 2019 10%

Die Originalabrechnung der Sydney Airport Dividende im Februar 2019 0%

Die Sydney Airport Aktie ist eine meiner klassischen Langweiler-Aktien. Im Kurs passiert nicht viel, weder nach Oben noch nach Unten, dafür gibt es steigende Dividenden. Auf Sicht von 12 Monaten habe ich so aus erhaltenen Dividenden und Kursgewinnen bei dieser Aktie eine Performance von 7,31% erreicht. Das ist im aufgeregten Börsenumfeld ein Ergebnis, mit dem ich zufrieden bin.

Mit meiner Depotposition von 1.000 Stück habe ich aber bereits eine Depotgröße erreicht, die ich nicht in absehbarer Zeit nicht erhöhen möchte. Die Informationslage ist dafür einfach zu weit entfernt, bis Nachrichten aus Australien auf meinem Tisch landen, ist schon viel Zeit vergangen. Deshalb habe ich Sydney Airport eine „mittlere“ Depotposition zugestanden. Das sind aktuell rund 4.300 € bzw. 1,31% Depotanteil.

Handelbarkeit australischer Wertpapiere

Da es immer wieder Schwierigkeiten mit der Handelbarkeit australischer Wertpapiere bei deutschen Online-Brokern gibt, habe ich extra noch mal probiert, ob ein Kauf weiterhin bei der Consorsbank möglich ist. Und siehe da, die Order wird problemlos akzeptiert:

Eine Order über Sydney Airport Aktien

Die Order werde ich wieder stornieren, da ich ja nicht nachkaufen will. Aber es ist der Beleg, dass es sinnvoll sein kann, bei mehreren Online-Brokern Depots zu haben. Hier kannst Du ein Depot bei der Consorsbank eröffnen.*
Meine Dividendeneinkünfte im Jahr 2019 steigen nun auf 1.102,93 €.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Sydney Airport
ISIN:AU000000SYD9
Im Divantis-Depot seit:17.03.2016
Letzter Nachkauf am:27.04.2016
Stückzahl im Divantis-Depot:1.000
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:4,50 €
Gesamtkaufpreis:4.497,85 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:585,65 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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18 Gedanken zu „Verlässliche Dividendenerhöhung aus Australien“

  1. Hallo Ben,
    stapled securities sind leider für Privatanleger bei dt. Banken nicht mehr handelbar, genauer gesagt kaufbar. Habs bei comdir und targo geprüft.
    Viele Grüße Holger

      1. Hallo Ben,
        hast du dich wirklich bis zur Eingabe der TAN bei einem Kaufauftrag durchgeklickt? Die pure Handelbarkeit wird bei allen Banken bei vielen dt. Börsen angezeigt. Das heißt aber nicht, dass du da als Privatanleger auch eine Order platziern kannst.
        Viele Grüße
        Holger

        1. Hallo Holger,

          der Handel ist bei der Consorsbank problemlos möglich. Ich habe es extra gerade noch mal bis zum Ende (einschließlich TAN-Eingabe) ausprobiert. Den Screenshot habe ich im Beitrag oben eingefügt.

          Viele Grüße Ben

          1. Hallo Ben,
            danke für die Verifizierung. Dann werde ich wohl zu Consors zurückkehren oder mal die comdir nerven, dass die Konkurrenz die gesetzl Rahmenbedingungen sinnvoller auslegt..
            Viele Grüße
            Holger

    1. Hallo Caffeine,

      ich sehe da keine Gefahren für Sydney Airport. Er bleibt der weitaus größere Flughafen mit über 40 Millionen Passagieren und steigender Tendenz. Der neue Flughafen soll 2026 fertig sein und wird eine Kapazität von 10 Millionen Passagieren haben. Die Betreibergesellschaft des Sydney Airports (meine Aktien) hatte ein Vorrecht auf den Bau des neuen Flughafens und hat darauf aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten verzichtet. Der neue Flughafen sei nicht profitabel zu betreiben. Er ist auch nur für Inlandsflüge geplant, die lukrativen Fernflüge bleiben am Sydney Airport. Hier ein Artikel dazu.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        Danke für den Artikel. Da habe ich mich wohl falsch informiert. Somit ist die Aktie für mich interessant für einen Nachkauf.

        Caffeine

  2. Hallo Ben,

    interessante
    Hast du dich eventuell auch schon einmal mit Spark Infrastructure aus Australien (nicht zu verwechseln mit Spark Energy aus den USA) beschäftigt?

    Viele Grüße
    Waldemar

    1. Hallo Waldemar,
      Spark wurde mal ausführlich von Luis Pazos besprochen. Als Stp Sec allerdings auch nicht kaufbar für Privatanleger bei dt Banken.
      Viele Grüße
      Holger

    2. Hallo,

      bei mir hat sich vorhin ein Fehler eingeschlichen. Es sollte natürlich heißen: „interessanter Artikel Ben!“

      Das SPI nicht über die großen deutschen Banken handelbar ist, ist mir bekannt da diese sehr vorsichtig bezüglich MiFID II sind.
      Aber über Interactive Brokers / Lynx / CapTrader sollte der Handel möglich sein, da technisch die stapled security als Aktie gilt.

      1. Hallo Waldemar,

        ich habe Spark Infrastructure bei der Consorsbank gekauft und kann sie auch weiterhin handeln. Der Vorteil ist, dass die deutschen Steuern sofort abgerechnet werden und ich in meiner Steuererklärung nichts mehr angeben muss. Das spart einiges an Aufwand gegenüber den ausländischen Brokern.

        Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        noch habe ich sie nicht. Sie steht aber auf meiner to-buy-Liste. Durch das letzte Gerichtsurteil in Australien (Steuernachzahlungen) gabs einen leichten Kursrutsch bei SPI. Vielleicht nutze ich diese Gelegenheit :-)

        Viele Grüße
        Waldemar

  3. Servus Ben,

    hast Du keine Bedenken wegen der steigenden Schuldenquote oder der extrem hohen payout Rate? Ich habe mir die Aktie nicht genauer angeschaut, aber wenn ich mir diese beiden Parameter anschaue, stellt sich mir die Frage, ob die Dividende sicher ist….

    Hast Du dir mal Hamburger Hafen angeschaut – finde ich nicht uninteressant

    1. Hallo Schlumich,

      die Schuldenquote ist hoch, aber nicht mehr steigend. 2016 lag sie noch bei 7,2 (NetDebt/EBITDA), inzwischen ist sie auf 6,7 gesunken. Das ist immer noch viel, aber angesichts der Monopolstellung vertretbar. Das Kreditrating liegt auch bei BBB+. Die Ausschüttungsquote ist tatsächlich sehr hoch, aber erst die hohe Dividende macht die Aktie für mich so interessant. Und Investitionen in den Flughafenbetrieb werden weiterhin getätigt.

      Beim Hamburger Hafen sehe ich das große Problem der Elbvertiefung. Ohne sie haben Konkurrenzhäfen immense Vorteile. Vom Prinzip her ist der Hamburger Hafen aber auch eine Infrastrukturaktie, die in mein Beuteschema passt.

      Viele Grüße Ben

  4. Hallo,
    es ist vielleicht nicht notwendig, aber ich kann nur bestätigen, dass der Kauf über die Consorsbank aktuell möglich ist und problemlos abgewickelt wurde.
    Bei HHLA sollte man die Konjunkturabhängigkeit nicht ignorieren. Die schwankende Dividende zeigt das recht deutlich. Dennoch halte ich den Wert für interessant, wenn man dies einkalkuliert.
    Gruß,
    Sven

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