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Der Nachkauf war teuer, aber hoffentlich nicht zu teuer

Eine 3D-Illustration zeigt ein Schild-Logo und den Schriftzug „Protector Forsikring“ auf einem extrudierten Block im Vordergrund. Dahinter verlaufen ein steigendem grüner Aktienpfeil und orangefarbene Balken auf einem blauen Grid-Hintergrund, die einen wachsenden Aktienkurs symbolisieren.
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Nein, der AI-Hype ist an der Aktie völlig vorbeigegangen. Und mit Krypto hat sie auch nichts zu tun. Und trotzdem bescherte sie mir einen sensationellen Total Return in den letzten Jahren. Im Jahr der Depotaufnahme 2022 waren es schon 10,5%, 2023 folgten 40,2%, 2024 dann 59,4% und in diesem Jahr sind es bis heute 62,6%.

Aber statt mich einfach nur über diese Performance zu freuen und die gleichzeitig erreichte persönliche Dividendenrendite von fast 9% zu genießen, habe ich etwas Verrücktes getan: Ich habe tatsächlich noch einmal nachgekauft. Und das fast Vierfache für die neuen Aktien bezahlt.

Nun – beim Verfassen dieses Beitrags – und mit zwei Wochen Abstand bin ich gar nicht mehr so sicher, ob das richtig war. Klar, fundamental steht das Unternehmen gut da. Aber die sich im Aktienkurs ausdrückende Bewertung ist schon vergleichsweise hoch.

Umso wichtiger also, die Gründe noch einmal genauer zu hinterfragen und meine persönliche Strategie mit dem norwegischen Versicherungskonzern zu dokumentieren. Das Ergebnis erfährst Du in diesem Beitrag.

Wenn ich einen neuen Beitrag zu einem Depotwert verfasse, schaue ich mir in der Regel meinen letzten Beitrag zu dem jeweiligen Titel an. Und rufe mir in Erinnerung, welche Themen ich zuvor in den Mittelpunkt gestellt hatte. Das war hier ein Grund, der mich ein wenig unsicher macht. Denn eigentlich wollte ich den Versicherer Protector Forsikring aus Norwegen zwar nachkaufen, aber nur für die Hälfte des nun von mir akzeptierten Aktienkurses!

Das Unternehmen selbst habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Die Entwicklung des Aktienkurses war in den letzten Jahren beeindruckend: Im Tief notierte die Aktie im Corona-Crash 2020 bei 2 € . Wer damals eingestiegen ist, hat heute einen Multibagger: die Aktie erreichte im Juli 2025 ihr bisheriges Allzeithoch von 44,20 €:

6-Jahres-Chart Protector Forsikring in Euro
6-Jahres-Chart Protector Forsikring in Euro

Um ein Gefühl für den Kursanstieg zu bekommen: Erst im letzten Jahr, genauer am 29.04.2024, erhöhte ich meinen Bestand um 50 Aktien zum Kurs von 18,95 € je Aktie (hier der Bericht dazu). Nun, 18 Monaten später, erwarb ich wieder 50 Aktien…

Aktienkauf

Am 23.10.2025 kaufte ich 50 weitere Aktien von Protector Forsikring zum Kurs von 40,95 € im Direkthandel der ING. Zum Kurswert von 2.047,50 € kamen 10,02 € Provision hinzu, so dass ich insgesamt 2.057,52 € bezahlte.

Protector Forsikring Aktienkauf im Oktober 2025
Kaufabrechnung der ING

Mir war es dabei wichtig, die Bestände – zumindest zunächst – voneinander zu trennen. Denn sollte ich – aus welchen Gründen auch immer – wieder Aktien von Protector Forsikring verkaufen, dann wäre es steuerlich sinnvoller, die nun gekauften Stücke wieder zu verkaufen. Denn der durchschnittliche Einstand der anderen 450 Aktien bei der 1822direkt liegt bei 11,75 € je Aktie.

Dividendenzahlung

Protector Forsikring zahlt nun eine Dividende von 3 NOK je Aktie. Es ist bereits die vierte – und wohl auch letzte – Dividendenzahlung in diesem Kalenderjahr. Im Februar wurden 4 NOK Dividende gezahlt, im Mai 3 NOK und im Juli 2 NOK. In Summe sind das also 12 NOK je Aktie Dividende in 2025.

2025 waren es noch 9 NOK (5 NOK im Februar und je 2 NOK im Mai und im Juli). Damit hat Protector Forsikring in diesem Jahr die Dividende um 33,3% erhöht.

Für die nun 500 Aktien in meinem Depot ergibt die November-Dividende jedenfalls eine Brutto-Dividende von 1.500 NOK. Die Bruttodividende wurde von der 1822direkt für 450 Stück zum Kurs von 11,7468 in Euro umgerechnet. Dei ING rechnete die 50 Stück zum Kurs von 11,798824 in Euro um. Nach Abzug der Steuern verbleibt in der Addition eine Nettodividende von 62,06 €. Sie wurde mit Wertstellung 05.11.2025 (ING) bzw. 07.11.2025 (1822direkt) verbucht.

Dividendengutschrift Protector Forsikring im November 2025 1822direkt
Dividendengutschrift Protector Forsikring 1822direkt
Dividendengutschrift Protector Forsikring im November 2025 ING
Dividendengutschrift Protector Forsikring ING
Dividendengutschrift Protector Forsikring im November 2025 ING Steuerabrechnung
Dividendengutschrift Protector Forsikring ING Steuerabrechnung

Dividendenrendite und YoC

Die Errechnung der Dividendenrendite ist bei Protector Forsikring nicht so einfach, da sich die Dividendenzahlungen schlecht vorhersagen lassen. Nun haben wir zwar einen Jahreswert für 2025 (12 NOK), aber ob es 2026 wieder so viel Dividende geben wird, ist aus meiner Sicht offen. 2024 wurden 9 NOK ausgeschüttet, 2023 waren es jedoch 10 NOK.

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 450,50 NOK (Schlusskurs vom 17.11.2025) errechnet sich dann eine Dividendenrendite von 2,6%. Bei einem heutigen Kauf gibt es aber keine Garantie, innerhalb der nächsten 12 Monate tatsächlich diese Dividendenrendite zu erzielen. Sie kann höher oder niedriger sein.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist aufgrund meiner – trotz des jüngsten Nachkaufs – günstigen Kaufkurse höher. Dabei ist der Wert für die 450 Aktien im Depot der 1822direkt deutlich aussagekräftiger, da ich für diese Stücke das komplette Jahr 2025 Dividenden erhalten habe. Mein Einstand für diese 450 Aktien liegt bei 5.287,14 €. In 2025 habe ich nun eine Jahresbruttodividende von 5.400 NOK bzw. 459,45 € (153,06 € im Februar, 116,04 € im Mai, 75,43 € im Juli und 114,92 € jetzt im November) erhalten. Das entspricht einem YoC von 8,7%. Durch den Quellensteuerabzug relativiert sich das zwar etwas bei der Nettodividende, aber es bleibt doch ein erfreulicher Wert. Addiere ich die 50 nachgekauften Aktien hinzu, dann liegt mein Einstand nun insgesamt bei 7.344,66 €. Für 500 Aktien hätte die Bruttodividende in diesem Jahr 6.000 NOK betragen. Das sind umgerechnet (mit dem Kurs der obigen Abrechnung der ING) 508,52 €. Der YoC meiner Gesamtposition liegt damit bei 6,9%.

Perspektiven

Der Tag meines Aktienkaufs war kein Zufall. Noch am Tag zuvor hatte die Aktie bei 43,00 € notiert. Dann jedoch wurden Quartalsergebnisse verkündet und die Aktie verlor in der Spitze 7%. Und genau das weckte meine Kauflust. Denn was war passiert? Protector Forsikring meldete nur ein sehr geringes Wachstum. Lediglich um 1% stieg das Prämienvolumen im 3. Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal an. In lokalen Währungen waren es immerhin noch 3%, aber auch das war sehr wenig. Jedenfalls passte es nicht zu den sich im Aktienkurs ausdrückenden Wachstumserwartungen.

In UK, Schweden und Norwegen gab es sogar Rückgänge, lediglich Dänemark und Frankreich „retteten“ die Versicherung in den grünen Bereich. Und auch der Quartalsgewinn war rückläufig (-20,2%).

Aus meiner Sicht war es das aber auch schon mit den negativen Nachrichten. Denn volatile Quartale gibt es bei Protector Forsikring immer wieder. Bezogen auf die ersten 9 Monate des Jahres 2025 sieht die Situation auch schon besser aus: da sind die Versicherungsprämien nämlich 16% im Plus und auch der Gewinn legt stark zu (+48,4%).

Die Bewertung bleibt trotzdem ambitioniert. Aber dafür kann das Unternehmen nichts, sondern die Märkte haben die Aktie in den letzten Monaten stark nachgefragt. In den ersten 3 Quartalen wurde ein Gewinn je Aktie von 23,2 NOK erreicht. Wäre das Schlussquartal identisch mit dem 3. Quartal, dann würde im Gesamtjahr ein Gewinn von 28,8 NOK erzielt. Im gesamten Jahr 2024 waren es übrigens 18,7 NOK.

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 450 NOK wird Protector Forsikring damit mit dem 15,6-fachen Jahresgewinn bewertet. Das hört sich absolut gesehen gar nicht so hoch an. Aber historisch betrachtet wurde Protector Forsikring eher im einstelligen Bereich bewertet. Nun hat sich das Multiple in 2025 deutlich ausgeweitet.

Die Frage, die sich da zwangsläufig stellt, ist dann eben, ob diese Ausweitung temporär oder dauerhaft ist. Und wie so oft kennen wir die Antwort darauf erst in der Zukunft.

Und das ist es auch, was mich am Ende mit dem Aktienkauf gut schlafen lässt. Ich kann ja nur die aktuelle Situation betrachten. Und da sehe ich die Aktie von Protector Forsikring zwar als teurer als in der Vergangenheit. Aber dem stehen eben auch deutlich gestiegene Gewinne gegenüber. Und mit dem Markteintritt in Frankreich auch weiterhin gutes Wachstumspotenzial.

Das Management hat das Ziel, Frankreich mittelfristig in die Top 3 der betreuten Länder zu bringen. Die kritische Masse für eine angemessene Kosten-/Risikostruktur wird allerdings erst in 3-4 Jahren erreicht werden.

Das ist auch der Zeithorizont, den ich nun erst mal für mein Investment sehe. So lang will die 500 Aktien einfach unangetastet im Depot liegen lassen und ihnen weiterhin Zeit zur Entwicklung geben. Natürlich werde ich auf dem Weg die weitere Entwicklung beobachten. Aber eben mit der notwendigen Geduld und dem entsprechenden Vertrauen in das Management.

2029 werden wir dann unter Umständen schon an dem Punkt sein, an dem Protector Forsikring vom Herausforderer zum bereits etablierten Versicherungsunternehmen geworden ist. Und damit könnte dann auch die Volatilität in den Quartalsergebnissen abnehmen.

Das ist perspektivisch mein Wunsch: weniger Schwankungen in den Ergebnissen, verlässliche Quartalsdividenden und eine Bewertung, die dem so eingespielten Geschäftsmodell dann auch gerecht wird.

Das kann aber natürlich auch Wunschdenken bleiben. Denn warum sollte sich das Management mit dem französischen Markt begnügen, wenn auch noch Italien, Spanien oder Deutschland in Europa aufgemischt werden können?

So oder so: mit den 500 Aktien ist mein Investitionshunger nun gestillt. Sollte es nicht irgendwann zu einem dramatischen Einbruch wie im Corona-Crash kommen, dann werde ich keine weiteren Protector Forsikring-Aktien mehr kaufen. Aktuell ist die Depotposition fast 19.000 € schwer und hat eine Gewichtung von 3,5% in meinem Dividendendepot. Rund 12.000 € davon sind nicht realisierte Kursgewinne.

Das sind starke Zahlen, aber für die Versicherungstitel in meinem Depot jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Mein Blick geht deshalb auch schon auf meine Schwergewichte in diesem Sektor Munich Re und Allianz, die beide für 2025 auch starke Ergebnisse erwarten lassen. Und allein ihre Nettodividenden sind so hoch, dass ich damit den doch etwas teuren Nachkauf bei Protector Forsikring hätte refinanzieren können.

Und damit schließt sich dann der Kreis meiner Versicherungsaktien. Ich bin jetzt jedenfalls zufrieden, endlich eine runde Stückzahl von Protector Forsikring im Depot zu haben. Alles Weitere wird die Zeit zeigen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Protector Forsikring
ISIN:NO0010209331
Im Divantis-Depot seit:04.02.2022
Letzter Nachkauf am:23.10.2025
Stückzahl im Divantis-Depot:500
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:14,69 €
Gesamtkaufpreis:7.344,66 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:676,69 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Interim Report Q3 2025 (PROT)
Investor presentation Q3 2025 (PROT)

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Kommentare

13 Antworten zu „Der Nachkauf war teuer, aber hoffentlich nicht zu teuer“

  1. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Ein Standardemblem jeder neuen Grafik, die einen neuen Beitrag von Ben einleitet ist gleich dem donnerden Zeus in seiner Hand der Zickzack-Blitz von links unten nach rechts oben. Dieses Wiedererkennungszeichen von Ben vor Augen habe ich Protector komplett verkauft. 😊 Der Gewinn war üppig, wie bei fast allen Versicherern (Talanx – auwei) Es liegt nun einmal eine gewisse Kurssystematik darin, dass gestiegene Aktien auch mal Luft holen müssen. Zumeist steckt dahinter eine gewisse im größeren Umfang laufende Investorenrotation – Zeus wusste das schon immer.

    Es gibt auch diverse handfeste Gründe, die meine Entscheidung begründen. Haupt ausschlaggebend ist die Bewertung des Gesamtmarktes. Es ist doch kein Wunder, dass Protector mit dem Gesamtmarkt zu Coronazeiten seinen Tiefpunkt erreichte, es kann sich von diesem also wesentlich nicht entkoppeln. Nervig sind auch die Dividenden aus Norwegen – ist schon fast eine Schikane für ausländische Investoren.

    Gruß Frank

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    mein Durchschnittseinstand bei Protector liegt bei 21,48€ und da bleibt er vorläufig auch. Klar hab ich bei Höchstständen bei etwa 43 auch über Verkauf nachgedacht,
    aber Protector habe ich jetzt in der Kategorie Return durch langes Liegenlassen abgelegt und fertig.
    Ich empfehle mal das zur kurzen Lektüre
    https://www.intelligent-investieren.net/2025/11/howard-hughes-holdings-im-fokus-bill.html
    Was will Bill Ackman zur Basis/Base seines großen Wurfes machen? Er will entweder eine existierende gestandene Versicherung kaufen oder selber eine gründen. Genau die selbe Leier wie bei Warren Buffet.
    Versicherungen sind ideal, um ständig frisches Cash egal in welcher Währung oder in welcher Marktphase, politischen Phase oder Währungsreformphase oder Inflationsphase oder oder oder zu generieren.
    Ich tendiere jetzt nach längerer Zeit dazu, alle Versicherungsaktien im Keller (meinem) abzulegen und sie dort reifen zu lassen.

    Max fragte nach Mutares, nun da habe ich keine Meinung dazu und kein Interesse daran.

    Und heute abend schön den Kopf einziehen, Nvidia meldet Ergebnisse.
    Peter Thiel hat Nvidia komplett verkauft. Softbank hat Nvidia komplett verkauft. Die wissen was.
    Bin eher short vom Gefühl, aber ich zocke ja nicht. Wenn Nvidia nur mäßig oder gar schlecht liefert, rumpelt es am Markt. Die zittrigen Händen verkaufen dann wieder alles. Bitcoin schwächelt auch. Nun, dann gibt es für uns günstigere Kurse zum Einstieg.
    Oder auch nicht. Egal :)

    Grüße

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    Ergänzung, Buffet hat letztens auch nennenswert/groß Chubb eingetütet, das ist neben der Meldung zu Alphabet fast untergegangen. Wir erinnern uns, das Chubb auch eine große Versicherung ist. Stand auch bei mir auf der Haben Wollen Liste, Geld hat aber wieder nicht für alle Wünsche gereicht. Also bitte Versicherungen nicht vorschnell abschreiben oder aus dem Depot kicken.
    Wie immer nur Meinung.

  4. Avatar von André
    André

    Bin ich schlecht in Mathe aber wenn man 500 Aktien kauft und dafür 7344,66€ zahlt liegt der durchschnitt bei 14,69€ und nicht bei 11,75€.
    Vielleicht klärt man mich mal auf, ansonsten ist Norwegen für mich kein Thema, komplizierte Steuern sind nicht so mein Ding.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo André,

      vielen Dank für den Hinweis. Deine Mathekenntnisse täuschen Dich nicht, ich hatte die eine Zeile in der Tabelle nicht aktualisiert. Da stand noch der alte Durchschnittskaufpreis (für 450 Stück) vor dem Nachkauf. Jetzt ist es geändert.

      Viele Grüße Ben

  5. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo Ben,
    Glückwunsch zu all deinen großen Gewinnen bei den Versicherungstiteln. Habe es nicht berechnet, aber überflogen scheint dein Depot einen sehr hohen Anteil Versicherungen haben. In meinem Depot hab ich zuviel Öl und Chemie. Wenn der Ölpreis abschmiert, bekomme ich einen Schlag ins Depot.
    Finanztitel wachsen m.e. wie Öltitel nicht zum Mond, irgendwann kommt der Tag der Abrechnung und es wird neu bewertet. Allianz erinnerte mich um 2000 er irgendwie an Monopoly. Gehen sie zurück zu Start.
    Versicherungen sind sehr gut gelaufen, sofern diese nicht 2008 gestolpert ist wie AIG. Falls der Aktienmarkt 26 stark korrigiert, sind Finanztitel, nicht nur Banken, immer Kandidaten stärker als der Markt abgestraft zu werden. Möchte gar nicht wissen, wie die sich ihre Vermögenswerte schönrechnen.
    Ich rechne z.b..mein Lukoil mit aktuellen russ. Kursen, gedanklich sollte ich die besser auf 0 berichtigen. Vermutlich geht es in der Finanzbranche nicht anders zu, obwohl Russlandgeschäfte werden die wohl abgwertet haben.

    Viele Grüße

    Hansi

  6. Avatar von Volker Mühlhausen
    Volker Mühlhausen

    Ehrlich gesagt, hätte ich wohl nicht nachgekauft. Der Einstand scheint mir bezogen auf das KGV zu teuer.

    Insgesamt bin ich der Auffassung, dass Versicherungen bereits gut performt haben und derzeit wohl eher weniger zu holen sein dürfte.

    Habe Ping An und AIA, schaue mir noch Coface an bzw. beobachte diese.

    Würde mir eher noch eine weitere in Asien tätige Gesellschaft bzw. einen amerikanischen Versicherer zulegen.

    Gruß Volker

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Mit AIA Group habe ich mich Anfang und Mitte dieses Jahres völlig besinnungslos vollgesogen. Ich bin hier long term sehr, sehr bullisch. Ich denke, sie können Ihre Dividenden-Erhöhungen bald auch wieder im double-digit-Bereich durchhalten.

    2. Avatar von Max
      Max

      Grüße,
      der kanadische Direktversicherer GoEasy passt evtl auch gut ins Schema schöne Divi Steigerung und nach dem Abverkauf auch wieder preislich interessanter

      Grüße
      Max

  7. Avatar von Thomas
    Thomas

    Immerhin macht meine mit etwa 8% Anteil nach wie vor größte Depotposition, die Old Republic Intl Corp. ebenfalls eine Versicherung, weiter bella Figura. In Dollar sieht der Chart noch besser aus als in Euro. Hab sowieso starken Überhang in der Versicherungsbranche, denke aber nicht daran, das abzubauen. Kann sein, das sich das mal rächt, würde aber bei einer Finanzkrise eher weiter nachkaufen, weil sich das auch wieder stabilisiert, bei Versicherungen sowieso.

    Vorschläge Versicherungen China (Vorsicht)
    People’s Ins.Co.(Gr.) o.Ch.Ltd Aktie A1J830
    CHINA LIFE INSURANCE CO ‚H‘ A0M4XJ
    China Reinsurance (Group) A142F0
    Alle (noch) sehr günstig und mit Momentum.
    Natürlich alle sehr staatsnah, anfällig für dirigistische Eingriffe und immer mit der latent implizierten Aufforderung, mehr chinesische Staatsanleihen zu kaufen ( kommt mir aber aus anderen Ländern auch sehr bekannt vor:)
    witzigerweise rät mir die chinesische KI KIMI, die ich auch sehr gut finde, eher vom Kauf chinesischer Versicherungen ab…
    Aber hier hat man wirklich zu Tiefstpreisen Dividende…

    In Singapore ist man übrigens mit DBS, UOB und OCBC bereits im Versicherungsgeschäft mit dabei. Versicherungen aus Singapore selbst gibt es nicht börsengehandelt, die Allianz hat sich da schon die Zähne ausgebissen.

    KI schlägt als Versicherungen Elevance Health, Cigna und Arch Capital Group zum Kauf vor, sie bieten gleichzeitig Discount, Cash-Dividende und operatives Momentum an.

    Tobs Pick AIA scheint auch gut wegzukommen, vor allem die sehr breite regionale Präsenz im Pazifik punktet.

    Je mehr man sich mit dem Thema Versicherungen beschäftigt, um so mehr stellt man fest, das es mehr Versicherungsaktien als wie Sand am Meer gibt. Wer Einzelaktien nicht filtern will, aber den Sektor interessant findet, kann bestimmt auch einen guten ETF darauf finden.

    Alles keine Empfehlungen.

  8. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    besparst Du eigentlich noch Bitcoin?

    Und wenn ja, würde mich interessieren, für welche Art der Aufbewahrung Du Dich entschieden hast (Börse/Hot Wallet/Cold Wallet) usw.

    Viele Grüße,
    Tobs

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Tobs,

      ich hatte den Sparplan mit steigendem BTC-Preis ausgesetzt und dann irgendwann auch verkauft. Natürlich viel zu früh, aber ab 60.000 € wurde mir Bitcoin zu teuer. Nun bewegt sich der Kurs ja wieder in die Richtung und ich denke schon darüber nach, ob ich den Sparplan bald wieder aufsetzen soll.

      Ich hatte das über die Bisonapp der Börse Stuttgart gemacht. Wichtig ist mir, echte BTC zu kaufen und sie auch transferieren zu können. Gleichzeitig ist mein Bestand aber auch zu gering gewesen, um mir eine Cold Wallet zuzulegen. Für kleinere Bestände halte ich ein solche Lösung, die es ja z.B. auch bei justTRADE, flatex oder neuerdings Trade Republic gibt, für vollkommen ausreichend. Das ist flexibel und schnell zu handhaben.

      Machst Du denn auch was in Bitcoin?

      Viele Grüße Ben

  9. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    vielen Dank.

    Bislang habe ich nichts in Sachen BTC unternommen. Es ist schon erstaunlich, ich habe es immer wieder mal mit schlaueren Leuten zu tun gehabt in meinem Leben. Und oft konnte es mir selbst wertvolle Impulse bringen. Bei BTC hingegen leider nicht: Ich erinnere mich gut an eine Szene mit einem sehr netten Geschäftspartner in 2014 zurück. Da hatte ich von BTC noch keinen blassen Schimmer, wobei ich schon mal wenigstens von ihnen gehört hatte. Und mein Geschäftspartner berichtete mir so beim Lunch, wie sehr er sich ärgere, dass er die BTC günstig verpasst habe und nun für eben 300 Euro doch noch einfach mal mit ein paar Tausend Euro eingestiegen sei. :-) Ich dachte mir da noch, wovon redet der denn? :-) Andererseits habe ich nicht wirklich Leuten zugeschaut, die das große Geld verdienen konnten, denn dafür haben sie dann nicht lange genug an ihren BTC festgehalten. Traurig ist trotzdem, dass obwohl ich das Netzwerk hatte, mit Schlaueren bzw. BTC-Checker zu sprechen, ich es jedenfalls für mich nicht selbst einsetzen. Ich stand eben damals schon mehr auf Lebensmittel-Tütchen, Sößchen, Windeln und Immobilien… :-)

    Zu Deiner eigentlichen Gegenfrage: Bin immer noch indifferent, weil im Grunde genommen ja immer noch nicht richtig zu fundieren ist, woher der Wert kommt, andererseits ist das bei Gold ja genauso schwierig bzw. auch nur mit Angebot und Nachfrage zu beantworten. Packt mich jetzt einfach nur die FOMO? Ich sehe es so: Ich habe ein gutes Aktienpaket und kleineres Immo-Portfolio über viele Jahre aufgebaut und ich denke stets langfristig. Warum nicht einfach einen kleinen Betrag laufend allokieren, und mal sehen? Der Verlust bezogen auf mein Gesamtvermögen wäre verkraftbar, der mögliche Hebel könnte aber signifikant sein, wenn die Auguren die BTC bei unendlich sehen, Recht behalten sollten. Vermutlich würde ich erstmal mit einem Hot Wallet starten, vielleicht Blue Wallet. Sollte ich dann wider Erwarten doch noch der Krypto-Groß-Gonzo werden, könnte ich sie von dort auf eine Cold Wallet transferieren (so jedenfalls nach meiner ersten Recherche). Aber es ängstigt mich vermutlich, dass ich die ganze Technik und alles dahinter nicht gut fassen kann (also was distributed ledger sind und so, das verstehe ich auf einer Primitiv-Ebene schon).

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