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Zweimal zum Mond und zurück – wenigstens steigt die Dividende

3D-Illustration mit dem Texas Instruments Logo in weißer Schrift und rotem Emblem vor einem violetten Hintergrund. Dahinter ein steigender Aktienkurs mit blauen Balken und einem weißen Pfeil, der nach oben zeigt – Symbol für finanzielles Wachstum.
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Eigentlich investiere ich ja nur in Aktien, mit denen ich ruhig schlafen kann. Ich bin kein Trader und zocke auch nicht. Mein investiertes Kapital soll sich langfristig positiv entwickeln und mir ist es wichtig, dass mein Depot eine niedrige Volatilität hat.

Spannend wird es dann, wenn sich das Profil einer Aktie irgendwie völlig verändert. Gekauft hatte ich sie, weil sie ein Techwert ist, dort aber auf die klassischen Themen außerhalb von KI setzt. Und über Jahre mit steigenden Dividenden und Aktienrückkäufen den freien Cash-Flow an ihre Aktionäre zurückgab. Das sorgte für einen stabilen steigenden Aktienkurs.

Seit gut zwei Jahren ist das Bild aber ein völlig Anderes geworden: die Aktie hat auf einmal eine Handelsrange ausgebildet, die vom jeweiligen Tief aus einen Anstieg von 50% aufzeigt. Dumm nur, dass die Aktie nach dieser Fahrt zum Mond dann wieder abstürzt. Das ist jetzt schon zweimal passiert und aktuell befinden wir uns auf dem Weg zum dritten Tief.

Ob es dafür fundamentale Gründe gibt und wie ich die Perspektiven des Unternehmens einschätze, erfährst Du in diesem Beitrag.

Zwischen 2020 und und 2023 habe ich mir eine mittlere Depotposition im Halbleiterhersteller Texas Instruments aufgebaut. Das Unternehmen habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Wie auf dem Chartbild gut erkennbar ist, habe ich meinen letzten Nachkauf 2023 bei 146 US$ getätigt. Von dort stieg die Aktie dann bis November 2024 auf 220 US$. Das war exakt vor einem Jahr. Doch ging es dann rasant abwärts und im April 2025 war mein letzter Nachkaufkurs wieder erreicht. Und siehe da: die Aktie drehte wieder und stand schon im Juli 2025 wieder bei 220 US$. Seitdem geht es nun – abgesehen von einer kurzen Erholung im August – wieder abwärts und aktuell steht die Aktie bei rund 160 US$:

Texas Instruments-Aktie: 10-Jahres-Chart in US-Dollar
Texas Instruments-Aktie: 10-Jahres-Chart in US-Dollar

Dividendenzahlung

Texas Instruments zahlt erstmals eine Quartalsdividende von 1,42 US$ je Aktie (zuvor: 1,36 US$). Das ist eine Erhöhung um 4,4%. Für die 30 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 42,60 US$. Sie wurde von flatex zum Kurs von 1,1576 in Euro umgerechnet. Das entspricht dem EZB-Referenzkurs am Zahltag. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 27,40 €. Sie wurde mit Wertstellung 12.11.2025 überwiesen.

Dividendengutschrift Texas Instruments im November 2025

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann werden nach der Erhöhung nun innerhalb eines Jahres 5,68 US$ Dividende bezahlt. Bei einem Aktienkurs von 163,09 US$ (Schlusskurs am 12.11.2025) ergibt das eine Dividendenrendite von 3,5%. Da die Dividende vermutlich erneut mit der November-Dividende 2026 erhöht wird (zumindest wenn Texas Instruments am Erhöhungsrhythmus festhält), wäre die Dividendenrendite bei einem heutigen Kauf voraussichtlich sogar noch marginal höher.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist etwas niedriger als die aktuelle Dividendenrendite. Das liegt daran, dass ich mit meinem Engagement derzeit im Minus notiere. Mein Einstand für die 30 Aktien liegt insgesamt bei 4.483,50 €. Vervierfache ich die aktuelle Bruttodividende mit dem aktuellen Wechselkurs, dann erhalte ich 147,20 € Dividende im Jahr. Das entspricht einem YoC von 3,3%.

Perspektiven

22 Jahre in Folge hat Texas Instruments nun die Dividende erhöht. Darauf ist offensichtlich Verlass. Und mit 4,4% ist die Erhöhung auch akzeptabel. Sie liegt damit auf dem Niveau der beiden Vorjahre (2024: +4,6%, 2023: +4,8%).

Gleichwohl wirbt Texas Instruments immer noch mit einer durchschnittlichen Erhöhungsrate von 23% auf der Investor Relations-Webseite. Das mag für die angegebenen Jahre 2004 bis 2024 auch die CAGR sein (ich habe es nicht nachgerechnet). Aber es ist eine historische Prozentzahl ohne Wert für die Zukunft.

Und generell zeigt das, dass man mit Statistiken vorsichtig umgehen sollte. Es gibt sicherlich genug Aufstellungen, in denen Texas Instruments mit dieser historischen Erhöhungsrate immer noch sehr weit Oben rangiert. Aber davon profitiert nur derjenige, der die Aktien seit 2004 im Depot hat. Für alle potentiellen Neuinvestoren ist deshalb der Blick auf die jüngere Vergangenheit viel wichtiger. Und da ist die Erhöhung in den letzten 3 Jahren eben unter 5% gewesen und sinkt von Jahr zu Jahr.

Ähnlich sieht es bei den Aktienrückkäufen aus. Hier zeichnet Texas Instruments für den Zeitraum 2004 bis 2024 eine Reduktion der Aktienzahl um 47%.

Ausschnitt von https://investor.ti.com - abgerufen am 14.11.2025
Ausschnitt von https://investor.ti.com – abgerufen am 14.11.2025

Tatsächlich sind die Aktienrückkäufe massiv zurückgefahren worden. Im letzten Bericht zum 3. Quartal 2025 sind nur noch 119 Mio. US$ für Aktienrückkäufe aufgeführt worden. Das ist auch nicht verwunderlich, denn nur für die Zahlung der Quartalsdividende wurden schon 1,236 Mrd. US$ aufgewendet.

Der Free Cash Flow lag allerdings nur bei 1,068 Mrd. US$. Damit übersteigt allein die Dividende schon den Free Cash Flow schon um 15,7% und für Aktienrückkäufe ist da eben kaum mehr Luft. Mit der jetzigen Dividendenerhöhung wird es dann noch krasser. Jedenfalls wenn der Free Cash Flow nicht deutlich gesteigert werden kann.

Ich will Texas Instruments nicht schwarz malen. Mir geht es vor allem um das Bewusstsein, nicht alles zu glauben, was plakativ von einer Investor Relations Abteilung in den Vordergrund gerückt wird. Natürlich sind es keine Falschinformationen – aber sie haben keinerlei Aussagekraft für die Zukunft!

Tatsächlich konnte Texas Instruments zuletzt zwar den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 14,2% steigern und erreichte einen Wert von 4,742 Mrd. US$. Das führte aber nur zu einer marginalen Gewinnsteigerung je Aktie von 0,7% auf 1,48 US$ (+1 Cent). Damit lag Texas Instruments exakt in der Mitte der eigenen Prognose (1,36 bis 1,60 US$).

Viel bedenklicher ist aber der Ausblick auf das 4. Quartal. Das Management prognostiziert einen Umsatz in der Range von 4,22 Mrd. US$ bis 4,58 Mrd. US$. Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem 3. Quartal! Und beim Gewinn je Aktie wird eine Spanne zwischen 1,13 und 1,39 US$ erwartet. Auch das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem 3. Quartal.

Und so überrascht mich der Kursrückgang auch nicht. Ich hatte sogar in einem der letzten Monatsberichte angekündigt, dass ich mich von Texas Instruments trennen würde, wenn es wieder an die Marke von 220 US$ gehen würde. Dazu ist es bisher nicht gekommen, aber die Absicht habe ich weiterhin.

Texas Instruments betreibt aktuell Financial Engineering. Im Vergleich zwischen dem 30. September 2024 und 2025 sind die langfristigen Schulden um 702 Mio. € gestiegen. Die Kosten für die gehaltenen eigenen Aktien sind in diesem Zeitraum um 1,349 Mrd. US$ gestiegen. Auf Dauer ist das keine gesunde Entwicklung.

Auf dem aktuellen Kursniveau ist Texas Instruments für mich trotzdem kein Verkauf. Denn generell bin ich davon überzeugt, dass die Digitalisierung voranschreiten wird und die von Texas Instruments hergestellten Halbleiter weiter ihren moderat wachsenden Markt haben werden.

Kommt es allerdings aufgrund des KI Hypes zu erneuten Kursexzessen, dann nehme ich Abschied von der Aktie. Denn obwohl ich kein Trader bin, bin ich auch bereit, mich von einem Investment zu verabschieden, wenn ich die Perspektiven auf Jahre hinaus nicht mehr so rosig einschätze. Und bei einem Aktienkurs von 220 US$ sehe ich kein Potenzial mehr. Denn das ist schon der 42-fache Gewinn des Jahres 2024. So stark kann die Gewinnsteigerung gar nicht sein, dass das gerechtfertigt wäre.

Sollte der Abwärtstrend nun aber tatsächlich anhalten und wir die Marke von 140 US$ wieder erreichen, dann werde ich womöglich meine Position sogar noch einmal aufstocken. Dann stimmen die Relationen wieder und ich bin dann auch bereit, für dann 4% Dividendenrendite langfristig zu investieren.

Kommt es in nächster Zeit weder zum erneuten Kursanstieg noch zum weiteren Abstieg, dann bleibt die Aktie einfach in meinem Depot. Und eigentlich ist es auch das was ich mir wünsche: wenig Ausschläge im Aktienkurs, dafür eine stetige Geschäftsentwicklung. Ich hoffe, dass 2026 dann für Texas Instruments einfach ein ruhigeres Jahr wird!

Auf einen Blick:

Unternehmen:Texas Instruments Inc.
ISIN:US8825081040
Im Divantis-Depot seit:07.07.2020
Letzter Nachkauf am:13.11.2023
Stückzahl im Divantis-Depot:30
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:149,45 €
Gesamtkaufpreis:4.483,50 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:408,91 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
TI increases dividend 4% to $1.42 per share, marking 22 consecutive years of increases
TI reports third quarter 2025 financial results and shareholder returns

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Kommentare

13 Antworten zu „Zweimal zum Mond und zurück – wenigstens steigt die Dividende“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    wieder paar Gedanken. Ja, man muss bei Aktien in/aus der IT Branche generell einen höhere Vola aushalten oder einplanen. Punkt. Die Branche hat sowieso eine höhere systembedingte, AI forcierte innere Schnelligkeit, fast Hyperaktivität ggü allen Aktien aus dem Value Bereich oder dem Bereich des realen Lebens. Außerdem ist anzunehmen, das der durchschnittliche Einzel-Investor(Mensch) in der IT Branche viel jünger ist, techorientierter, techfokussierter, besser informationsoptimiert ist, liest relevante Blogs oder Infos oder ist sogar selbst in der IT Branche tätig und kriegt alles berufsbedingt mit, was in und was out ist. Sie organisieren sich in kleineren oder größeren Gruppen über Reddit etc. und treten bewußt in Rudeln ganze Verkaufs- oder KaufLawinen los und betreiben/bespielen parallel noch das Krypto Universum.
    Die Leitwölfe in diesen Rudeln hebeln wahrscheinlich noch stark.
    Die jüngeren Marktteilnehmer sind im IT Biotop sowieso viel selbstverständlicher/natural unterwegs als wir Oldies, obwohl wir auch nicht ganz blöd sind.
    Der wichtigste Punkt ist aber, das dieser Typ Anleger wesentlich schneller auf den Verkaufs oder Kaufbutton drückt als wir Oldies.
    Darauf müssen wir uns einlassen, wenn wir im Techbereich mitspielen wollen.
    Und da bin ich mir nicht sicher, ob hier Buy & Hold for ever genauso richtig ist wie bei Coca Col zum Beispiel.
    In dieser Branche zählen zu den Gewinnern nicht unbedingt die mit den meisten Millionen, sondern die, die am schnellsten die neuesten Infos haben, diese richtig interpretieren und am effektivsten vernetzt sind.
    Selbst unser lieber Warren Buffet hat auf seine letzten wohlverdienten Tage noch einen Anfall von Fomo erlitten und ist great bei Google eingestiegen.(Leider nicht bei Texas Instrument, sorry, der mußte sein:).
    Was mich persönlich beruhigt, ist das genau zu sehen ist, wenn IT mal hustet wie letztens als wieder ein FED Mensch angedroht hat, die Zinsen nicht zu senken, sofort Value anspringt und das ist weiter meine starke Seite.

    Texas Instruments ist in der Wahrnehmung eher ein langsamer Player. TI gilt bei einigen Investoren als zu konservativ, da es auf langfristige, kapitalintensive Strategien setzt – etwa den Ausbau eigener Fertigung (300-mm-Fabs).
    weiter Nachteil ist das Texas I. stark von der Autobranche und Industriebranche abhängig ist und damit Konjunktur/Rezessionssensitiv.
    Eine starke Position hat Texas bei Edge AI (früher hätte man wohl Eproms dazu gesagt?) und profitiert auch von der Ausrüstung im Datacenterbereich, gehört aber hier eher zum Bodenpersonal als zur „Flugtruppe“ im IT Bereich.
    Für mich weiter eher nichts.

    worüber man lachen oder weinen kann, ist der jüngste Bundeshaushalt mit Rekordschulden. Der letzte macht das Licht aus. Geld kann man nur in Sachwerten unterbringen. Haushaltsdisziplin absolute Fehlanzeige.

    die Befragung meiner Depotstruktur durch KI hat gezeigt, das mir Brasilien fehlt und so habe ich kleine Position Vale gestartet.

    Schönen Sonntag

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    noch Gedanke zu Consumer Defensive/ General Mills im weitesten Sinn.
    Ein ähnliches Beispiel dafür ist auch Archer Daniels Midland. Hatte ich auch mal, aber hab sie nicht mehr. Bis Ende 2023 große Hoffnung der Consumer Defensive, dann so lala bis sie glaube ich einen mittleren Buchhaltungsskandal hatten, den sie aber wieder eingefangen haben. Nur wer sie direkt nach dem großen Verlust Anfang 24 gekauft hat, ist leicht im Plus, musste aber bis Mai 25 Nerven behalten. Seit dem geht so. Divi Wachstum aber unverändert intakt, hab mal nachgesehen. Wer sie seit Mitte 21 hält, ist im roten Bereich.
    Auch die wären für mich ein Beispiel, das der Total Return die nächste Zeit unter/der Inflation liegen könnte.
    Tobs hatte noch gefragt, welche Aktien man denn dann unter diesem (Inflations) Aspekt kaufen solle/könne. Antwort ganz lapidar, weiß ich auch nicht.
    Ich bevorzuge grob das Doppelpack positives mittel- bis langfristiges Momentum
    (Momentum kann speziell die Company sein oder Branchen oder Regions- oder Ländermomentum) plus idealerweise Dividendenrendite 3% aufwärts. Das sind so neben guter Diversifizierung meine Favoriten. Bis jetzt klappt das zu meiner Zufriedenheit ganz gut :)

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      So wie Du keine Antwort weißt, weiß ich Sie auch nicht: „Wie schlage ich immer und dauerhaft die Inflation?“.

      Mein Ansatz ist zu Deinem etwas anders. Mir liegen Aktien, die eine langfristige Dividendensteigerung über 5% oder mehr haben. Und mir ist egal, ob Sie mal ein Jahr „etwas geringer ist in Sonderfällen“ oder nicht steigt zum Vorjahr.
      3% Div ist zwar schon guter ein Ansatz, aber wenn die Div-Steigerung nur 1-2% ausmacht, dann liegen mir Papiere mit 2% Div und langfristigen 5%/10% Anstieg, den ich dem Unternehmen auch für die nächsten Jahre zutraue, deutlich mehr.
      Deswegen habe ich auch nur 3 Unternehmen die man als „Hochdividendenwert“ ansieht. Kommt sicherlich auch davon, dass ich in den 2000ern mit Hochdividendenwerten einen Schiffbruch erlitt.

      Letztendlich ermöglicht ein steigender Cashback auch neue Investitionen. Und das kann durchaus ein Hebel sein, der nicht zu vernachlässigten ist. Ob aus hohen Div oder Div-Steigerungen, das muss jeder für sich beantworten.
      Die „richtige“ Strategie gibt es nicht. Nur mit lauen Kursen und Div-Steigerung von 1% kommt man nicht weit.

    2. Avatar von Thomas
      Thomas

      ja, kann man so unterschreiben@Börsenhai. Highyielder, denen man die Kursschwäche schon auf den ersten Blick ansieht, fasse ich auch nicht an.
      das höchste der Gefühle sind eben bei mir schon der India Fund, Main Street Capital,
      Rohstoffe wie BHP, Rio Tinto, jetzt Vale, plus Öl und Gas plus Pipelines.
      Das wirklich allermeiste liefert zwischen 2,5% und 6 % Dividende ab bezogen auf den Kurs. Wenn zufällig durch günstigen Einkauf oder langes liegen jemand plötzlich hohen YoC liefert, den lässt man auch liegen. Aber beim screenen für Neukäufe würde oberhalb von 7% Divrendite eher die Alarmglocke schrillen bzw wäre ein Ausschlusskriterium. OHI hab ich mir bis heute nicht getraut, obwohl die scheinbar übern Berg sind. Solche Sachen, wie Ben aus Spaß mal gemacht hat wie Oxford Lane Capital Corp. wo er 18,41€ das Stück bezahlt hat und die jetzt bei 12,20€ liegen mache ich auch nicht.
      Oxford Lane Capital hatte wohl, da ich wg ISIN irritiert war, am 5. September 2025 einen Reverse Stock Split im Verhältnis 1:5 . Die Preferred Stocks hatte Ben glaub ich nicht. Aber er(Ben) hat es bewußt als Hochrisiko ausgewiesen. Da ist immer wenig Gefühl von Substanz als von Schulden, die hin und her geschoben werden und gaanz viel financial engineering, so was mag ich auch eher nicht.

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      @Thomas,

      große Dividende fängt bei mir mit 6% an. ;)
      Aber alles was Du sagst, ist richtig.

    4. Avatar von Hansi
      Hansi

      Ende Februar 22 Wladimir kauft Lukoil ADE London OTC für 1€ je ADR und wandelt sie in im 1. Halbjahr 22li in ein Depot in Moskau.
      Er kann sich über eine Dividendenrendite von über 1000% freuen und wird vermutlich nie wieder arbeiten.
      Bei mir ist nur wichtig, dass die Firma nachhaltig Cash-Flow abliefert und freu zu Verfügung. BAT liefert seit Jahren um die 10% auf den Einkauf. Stanley’s Dividende sollte vermutlich besser 3 Jahre ausgesetzt werden die ist nicht mehr nachhaltig und wird fallen. BP liefert auch mehr als 10% auf den Einkauf.

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    off Topic, so en passant ,
    Europäische Stromnetzbetreiber/Erzeuger
    wie Terna Rete / Enel/ Iberdrola machen einen guten Job.

    Wirklich egal was passiert, Strom wird immer und überall gebraucht. Hier haben sie im Gegensatz zu den Foodies durchaus regionale Monopole, die sie ganz bescheiden im Rahmen der Inflation auf der Rechnung zum Ausdruck bringen:) (Ironie)

    Ob Elektrifizierung der Verkehrs- Mobilität ja/nein/vielleicht, Strom wird gebraucht.

    Datacenter ?

    Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 entspricht der Stromverbrauch der großen KI-Rechenzentren von US-Techkonzernen wie Google, Amazon, Microsoft und Meta dem 16-fachen des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz – das sind etwa 900 bis 1.000 TWh, während die Schweiz jährlich rund 57 TWh verbraucht

    Also Strom wird gebraucht. Peak Oil ja/nein/vielleicht? egal
    Strom wird gebraucht.

    Wer erzeugt wie den Strom? egal, die Netzbetreiber sind dieselben. usw usf

    Also meine „Stromer“ gebe ich nicht mehr her.

    Überhaupt sollten Stromversorger/Erzeuger/Netzbetreiber glaube ich (Meinung) zur Grundausstattung eines jeden Value Depots gehören.

    1. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      National Grid as long

      … und da Europa irgendwie immer von einem Petrostaat abhängt und es nicht will, es aber auch mit KI etc. stromen lassen will, Nebelkerzen wie Fusion und Spaltung kritisch sieht, bleibt ihm nur ein dritter Weg…. Wer‘s versteht, profitiert bei seinen Investitionen.

      Gruß Frank

  4. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Für interessierte Leser,

    wo Firmen (des S&P) das Geld investieren: https://www.morganstanley.com/im/de-de/intermediary-investor/insights/articles/capital-allocation.html

    Daraus abgeleitet kann man sagen, dass Gewinn pro Aktie eine nicht vergleichbare Zahl sein kann.

  5. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    @Ben,

    dieser Artikel ist vielleicht der wichtigste.
    Warum?
    – bei 220 Verkaufen
    – bei 140 Kaufen

    Die Psychologie spielt eine erhebliche Rolle. Kauf und Verkauf liegen so nahe und ausgerechnet wenn der Kurs schwächelt (jetzt mal unabhängig von den Zahlen) wird gekauft. Wenn er hoch ist: verkauft.

    Kostolany soll ja gesagt haben: Aktien kaufen und schlafen legen. Interessanterweise hielt er sich nicht daran, aber es hat eine gewisse Berechtigung. Nicht jeder DrawDown ist ein „Desaster“. Nicht jeder Anstieg ein „Hurray“.

    Was mich interessieren würde: Ist wirklich eine Div von 4% für Dich ein Kaufsignal? Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass TI schwächere Zahlen meldet?

  6. Avatar von Max
    Max

    Hallo zusammen,
    das ist vielleicht auch etwas offtopic, jedoch wie schätzt ihr die Deutsche Mutares aktuell ein? Für euch ein No-Go oder Zukunftsmusik bei der Anzahl an Insolventen Mittelständern aktuell. Umsatz wächst, Schulden auch, an sich interessant wenn auch nicht ganz hasenrein in der letzen Zeit gotham short report und BaFin.

    Grüße Max

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Max,
      muß jeder selbst wissen, ob er da mitspielen möchte. Die Vergangenheit zeigt, dass es wesentlich günstigere Kurse gab. In Schweden eine Firma zu übernehmen, die kurz danach insolvent ist, spricht nicht für das Management. 0,17 des Umsatz klingt günstig, aber wenn die Verluste 50% der Börsenbewertung ausmachen und negativen oprativen Cash-Flow, ist für mich ein Ausschlußkriterium. Beteiligungsgesellschaften, die immer Firmen verkaufen möchten, sind m.e. nicht so rentabel wie Beteilugungsgesellschaften, die Firmen langfristig halten möchten.
      Habe eine kleine Position Indus Holding, die bei mir 30% im Plus ist und etwas mehr als 6% Dividende auf den Einsatz abwirft.
      Keine Anlageempfehlung.

      @ Frank
      Habe mir 5 Gedächtnis-Frank-National-Grid bei Trade Republic eingetütet. Menge Schulden und ordentliche Bewertung haben die. Warum müssen kapitalintensive Gesellschaften mehr Schulden als Umsatz haben. Der operative Cash-Flow ist zu niedrig für die Schulden. Es dauert 6 Jahre und es darf weder investiert werden noch Dividende ausgeschüttet werden.
      Hatte bisher noch kein Grid im Depot.

  7. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hansi und Frank, gar nicht bemerkt, das meine SSE plc ebenfalls einen guten Hopser gemacht haben. Dieselbe Branche.

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