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Moderate Bewertung trifft auf zweistelliges Wachstum

Novo Nordisk Symbolbild
4.9
(127)

Verrückte Zeiten bei einem meiner ehemals größsten Depotwerte. Vor einem Jahr hatte er noch ein Depotgewicht von 7,4%. Bei ähnlicher Depotgröße ist er innerhalb von 12 Monaten auf 2,5% gesunken.

Und trotzdem bin ich immer noch entspannt und habe ein sattes Plus auf meiner Position stehen. Der verhältnismäßig frühe Einstieg vor dem allgemeinen Hype mit Kursübertreibung macht sich hier bezahlt.

Nun stellt sich allerdings die Frage, ob wir nicht eine Übertreibung in die andere Richtung erleben und der Titel zu stark abgestraft wurde.

Ich habe das bereits für mich entschieden und in den letzten Wochen nachgekauft.

Was mich weiterhin an der Aktie überzeugt und warum ich das tatsächlich als Kaufgelegenheit sehe, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wer die Kommentare auf dem Blog aufmerksam verfolgt, hatte es schon mitbekommen: die Rede ist natürlich von Novo Nordisk. Den dänischen Insulinhersteller habe ich hier ausführlich vorgestellt. Investiert bin ich schon seit 2016 und interessanterweise kaufte ich die Aktie damals zu einem Zeitpunkt, wo sie „mal ein Börsenliebling gewesen war“. Zu einem solchen Liebling wurde sie dann aber wieder mit dem Erfolg der Abnehmspritze. Sie führte den Aktienkurs bis auf 137,58 € im Juni 2024. Seitdem ging es steil bergab mit dem Jahrestiefstkurs von 39,08 € am 6. August 2025:

10-Jahres-Chart von Novo-Nordisk in Euro
10-Jahres-Chart von Novo-Nordisk in Euro

Aktienkäufe

Im April hatte ich zuletzt über Novo Nordisk berichtet – da lag der Kurs noch über 60 €. Wörtlich hatte ich dort geschrieben: „Es ist absolut nicht ausgeschlossen, dass die Abwärtstendenz noch weiter anhält. Bisher ist kein Boden gefunden und der kann auch durchaus bei 50 € oder 40 € liegen.“

Und ich hatte angekündigt, bei Kursen unter 50 € weitere 100 Aktien von Novo Nordisk kaufen zu wollen. Wenn es denn wirklich so tief runtergehen würde.

Und das ist das Schöne an diesem Blog: Dadurch, dass ich meine Gedanken so dokumentiere, kann ich in dann später eintreffenden Situationen noch einmal nachlesen, was denn eigentlich meine Einstellung dazu war. Und mir eine Rückversicherung holen, dass es Sinn macht, jetzt kühlen Kopf zu bewahren.

Natürlich war es nicht ganz so einfach, denn den letzten Kursrutsch löste dann tatsächlich auch noch eine Gewinnwarnung aus. Und so kaufte ich tatsächlich die insgesamt 100 Aktien nach – verteilte das aber auf 3 Tranchen.

Die erste Tranche kaufte ich am 29.07.2025 in Höhe von 25 Aktien zum Kurs von 47,76 €. Die Order führte ich über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 1.201,90 €. Das war noch vor der Gewinnwarnung und mein Impuls war einfach das Kursniveau „unter 50 €“. Da wir aber im Abwärtstrend waren, wollte ich erstmal nicht zu viel frisches Geld reinpulvern.

Kauf Novo Nordisk 50 Aktien im Juli 2025

Die zweite Tranche kaufte ich am 06.08.2025 in Höhe von 25 Aktien zum Kurs von 39,18 €. Die Order führte ich wieder über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 987,40 €. Also nur eine Woche später hatte ich für die gleiche Stückzahl von Aktien 17,8% weniger bezahlt – dazwischen lag die Gewinnwarnung und an meinem Kauftag wurden die Quartalszahlen offiziell verkündet.

Kauf Novo Nordisk 25 Aktien im August 2025

Die dritte Tranche kaufte ich am 11.08.2025 in Höhe von 50 Aktien zum Kurs von 43,99 €. Die Order führte ich wieder über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 2.207,40 €. Der Kurs hatte gedreht und der Kauf der zweiten Tranche war offenbar auf dem Boden gewesen. Ich legte deshalb mit dem dritten Kauf innerhalb von zwei Wochen einen Schlusspunkt unter die Nachkaufaktion und habe die 100 zusätzlichen Aktien zum Durchschnittskurs von 43,73 € erworben. Diese nachgekauften Aktien sind vom Einstand her immer noch deutlich teurer als meine bisherigen 300 Aktien gewesen. Deshalb habe ich sie ein anderes Depot gekauft, um bei einem etwaigen Verkauf flexibel agieren zu können.

Kauf Novo Nordisk 50 Aktien im August 2025

Damit sieht meine gesamte Kaufhistorie für Novo Nordisk nun wie folgt aus:

KaufdatumStückzahlKaufkurs*
28.10.201610016,49
24.07.201710017,80
07.04.20214028,70
03.08.20226050,12
GESAMT maxblue30025,28
29.07.20252547,76
06.08.20252539,18
11.08.20255043,99
GESAMT flatex10043,77
*: in € und ohne Kaufgebühren

Mein durchschnittlicher Einstand je Aktie ist inkl. Kaufgebühren durch die Nachkäufe nun von 25,34 € auf 30,00 € gestiegen.

Dividendenzahlung

Novo Nordisk zahlt im April und im August eine Dividende. Dabei kommt im August der kleinere Teil, da es sich um die Zwischendividende handelt. Sie beträgt in diesem Jahr 3,75 DKK je Aktie. Gegenüber dem letzten Jahr ist das eine Erhöhung um 7,1% (Vorjahr: 3,50 DKK). In meinem Depot befinden sich nun 400 Aktien von Novo-Nordisk, sodass die Brutto-Dividende 1.400 DKK beträgt. Sie wurde von maxblue für 300 Aktien zum Kurs von 7,4997 in Euro umgerechnet. Flatex rechnete für die anderen 100 Aktien zum Kurs von 7,4646 in Euro um. Nach Abzug der vergleichsweise hohen Steuern verbleibt in der Addition eine Netto-Dividende von 125,08 €. Sie wurde mit Wertstellung 19.08.2025 (flatex) bzw. 21.08.2025(maxblue) überwiesen.

Dividendengutschrift Novo Nordisk im August 2025 maxblue
Abrechnung von maxblue
Dividendengutschrift Novo Nordisk im August 2025 flatex
Abrechnung von flatex

Mit dieser zweiten Dividendenzahlung in 2025 lässt sich nun auch die Dividendenrendite berechnen. Allerdings steigt die Dividende (zumindest bisher!) kontinuierlich und deshalb kann sich die Berechnung nur auf den Rückblick beziehen. Insgesamt wurden nun in diesem Jahr 11,65 DKK Dividende bezahlt (7,90 DKK im April und 3,75 DKK im August). In 2024 waren es „nur“ 9,90 DKK (6,40 DKK und 3,50 DKK). Insgesamt wurde die Dividende also um 17,7% erhöht.

Bei einem Aktienkurs von 348,50 DKK (Stand am 21.08.2025) ergibt das eine aktuelle Dividendenrendite von 3,3%. Aufgrund der traditionellen Erhöhungen dürfte die tatsächliche Dividendenrendite bei einem heutigen Kauf darüber liegen.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) hat auf der einen Seite von den Erhöhungen bereits stark profitiert. Andererseits wird sie nun durch die Nachkäufe wieder „belastet“. Bezahlt habe ich für meine nun 400 Aktien 11.999,65 €. Die 11,65 DKK Dividende je Aktie in diesem Jahr ergeben einen Bruttowert von 4.660 DKK. Umgerechnet zum aktuellen Wechselkurs sind das 624,28 €. Daraus errechnet sich ein YoC von 5,2%.

Wenn es mir aber nur um die hohen YoC gegangen wäre, dann hätte ich nicht nachkaufen dürfen. Für die „alten“ 300 Stück liegt er nämlich bei 6,2%. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich diesen Wert auch für den neuen Gesamtbestand in überschaubarer Zeit erreichen werde.

Perspektiven

Wir müssen nicht drumrum reden: Natürlich wäre es im Nachhinein viel besser gewesen, die Aktien vor einem Jahr zu 125 € zu verkaufen. Auch wenn mich das etwa 27 € Steuern gekostet hätte. Mit 98 € Nettoerlös hätte ich jetzt einfach die doppelte Aktienstückzahl zurückkaufen können. Und quasi kostenfrei statt von 300 Aktien Dividende aus 600 Aktien erhalten.

Aber das ist die Betrachtung im Rückspiegel! Niemand wusste sicher, dass es so kommen würde. Wäre das ein oder andere Studienergebnis nur etwas positiv ausgefallen, hätte die Aktie womöglich ihren Aufwärtstrend fortgesetzt oder zumindest auf dem hohen Niveau stagniert. Und wäre in die Bewertung hineingewachsen. Dann hätte ich hier gesessen und wäre nicht mehr investiert gewesen.

Und deshalb verspüre ich auch überhaupt keinen Ärger über mein Nichtstun. Denn meine Ausgangslage war und ist relativ einfach: Ich habe mich an Novo Nordisk beteiligt, da ich den weltweiten Trend zu zuckerhaltigen Lebensmitteln intakt und die Zivilisationskrankheit Diabetes leider weiter im Vormarsch sah. Vom Nebenprodukt Semaglutid (Obesity), das bei Adipositas eine große Wirkung hat, war da noch keine Rede. Und deshalb habe ich den Hype darum und den steigenden Aktienkurs auch nur gerne mitgenommen. Mich aber nie deshalb als Investor in dem Unternehmen gesehen.

Dieses Mindset hat mir geholfen, den kompletten Anstieg des Aktienkurses mit voller Stückzahl komplett mitzugehen. Aber es hat dann auch verhindert, dass ich auf dem Rückwärtsweg meine Gewinne gesichert und die Reißleine gezogen habe.

Gleichzeitig habe ich keinerlei schlaflosen Nächte gehabt. Denn die Marktstellung von Novo Nordisk im Insulinbereich ist weiterhin unangefochten. Und es ist auch ein hoher Burggraben vorhanden. Denn Diabetiker, die einmal gut auf „ihr“ Mittel eingestellt sind, bleiben üblicherweise auch dabei.

Lange Zeit war das Gewinnwachstum auch immer noch auf der Seite von Novo Nordisk und rechtfertigte die hohe Bewertung. Trotz steigender Konkurrenz. Mit der jüngsten Gewinnwarnung gab es dann aber auch eine Rechtfertigung für die gesunkenen Kurse.

Gleichwohl bin ich der Meinung, dass die Kurse zu stark gesunken waren oder auch noch sind.

Dabei geht es um das 1. Halbjahr 2025 und vor allem die Prognose für das Gesamtjahr. Die nackten Zahlen waren gar nicht so schlecht: der Umsatz stieg in dänischen Kronen um 16%, in konstanter Währung sogar um 18%. Der operative Gewinn legte um 25% zu und auch der Gewinn je Aktie war mit 12,49 DKK um 23% höher als im 1. Halbjahr 2024.

Bei solchen Zahl fällt es schwer zu glauben, dass das 2. Halbjahr so schlecht werden soll. Ich habe die revidierte Prognose den Zahlen des 1. Halbjahrs und der ursprünglichen Prognose gegenüber gestellt, um die Dramatik zu verdeutlichen:

bisherige Prognoseerreicht im 1. Hj. 25neue Prognose
Umsatz*+13% bis +21%+18%+8% bis +14%
operativer Gewinn*+16% bis +24%+25%+10% bis +16%
* in konstanter Währung

Solche Prognosesenkungen führen üblicherweise zu zweistelligen Kursverlusten. Das ist bei Novo Nordisk nicht anders als bei anderen Aktien gewesen. Das Spannende fand ich allerdings, dass das bei Novo Nordisk geschah, nachdem sich die Aktie zuvor schon mehr als halbiert hatte.

Mein spontaner Gedanke bei der Gewinnwarnung war deshalb eher: Wenn auf diese Prognose jetzt Verlass ist, dann sieht es doch gar nicht so schlimm aus, wie der bisherige Kursrückgang suggeriert. Und erst recht hielt ich den Tagesverlust von fast 20% für ziemlich übertrieben.

Denn was ich dort sehe ist immer noch ein zweistelliges Gewinnwachstum! Natürlich nicht mehr so stark und mit so sicherem Abstand zur Einstelligkeit. Aber dafür ist ja auch die Bewertung der Aktie viel niedriger inzwischen.

Gehen wir einfach mal vom schlechten Fall aus, dass nur die untere Grenze der Prognose erreicht wird und der Gewinn je Aktie von 22,63 DKK in 2024 nur um 10% wachsen würde. Um präzise zu sein: die Prognose bezieht sich auf den operativen Gewinn, der nicht je Aktie ausgewiesen wird. Die Steuerquote und die Anzahl der zurückgekauften Aktien steht für 2025 auch noch nicht fest. Ich rechne trotzdem mit 10% Gewinnwachstum und erhalte dann einen Wert von 24,89 DKK je Aktie. Bei einem Aktienkurs von 348,50 DKK ist das ein 2025er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14.

Isoliert für 2025 betrachtet ist das eine günstige Bewertung. Aber die Frage, die über allem schwebt, bezieht sich auf die Zukunft. Kann ein zweistelliges Gewinnwachstum auch in 2026 und 2027 erreicht werden?

Und das ist genau der Punkt, an dem der Markt eben von der Gewinnwarnung geschockt war.

Denn die gesenkten Umsatzprognosen für 2025 sind auf geringere Wachstumserwartungen für die zweite Jahreshälfte 2025 zurückzuführen. Und das könnte dann nahtlos in das Jahr 2026 übergehen.

Hauptgründe für das geringere Wachstum sind Nachahmerprodukte in Form von zusammengesetzten Präparaten, eine langsamer als erwartete Marktexpansion und die Wettbewerbssituation. Vor allem Eli Lilly macht Novo Nordisk insoweit zu schaffen.

Mit der Gewinnwarnung veröffentlichte Novo Nordisk jedoch auch einen CEO-Wechsel. Mike Doustdar, der zuvor das internationale Geschäft verantwortete, übernahm mit Vorlage der Halbjahreszahlen die Führung des Konzerns. Und für mich war eindeutig, dass er gut starten will. In der Prognose sind deshalb sicherlich alle denkbaren negativen Punkte enthalten. Ein Unterschreiten kann ich mir schlechterdings nicht vorstellen, da die neue Nr. 1 dann direkt beschädigt wäre.

Und doch glaube ich, dass wir akzeptieren müssen, dass nicht die ganze Welt im Unrecht sein kann. Wenn man im Leben kritisiert wird, wie wir es in den letzten Wochen und Monaten waren, kann man sich entscheiden, defensiv zu reagieren oder nachzudenken und sich zu erneuern – ich habe mich immer für Letzteres entschieden.

Mike Doustdar, CEO Novo Nordisk zu seinem Start auf LinkedIn

Schon aus der Gewinnwarnung habe ich herausgelesen, dass Novo Nordisk nun auf Angriff schaltet. Vorher wurde nie so deutlich über die zusammengesetzten Nachahmerprodukte berichtet und an die Regulatoren appelliert, das zu stoppen. Und im 1. Halbjahr war ja auch schon über die Aufkündigung einer Kooperation mit Hims & Hers Health zu lesen. Nun werden auch Klagen angestrengt. Das obige Zitat bestätigt, dass Novo Nordisk nicht defensiv agieren wird.

Mit einigen Tagen Abstand ist meine Überzeugung noch gestiegen, dass wir den Boden erst mal gesehen haben. In der Gewinnwarnung steht nämlich als Ausblick, dass Novo Nordisk eine behördliche Entscheidung zur Indikation von Wegovy MASH in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 erwarte. Das hörte sich noch ziemlich unbestimmt an. Tatsächlich ist diese Entscheidung dann bereits am 15. August publiziert worden. Das war gerade einmal 13 Börsenhandelstage später…

Und diese positive Entscheidung ist nicht zu verachten! Damit darf Wegovy in den USA auch bei MASH (Metabolic Dysfunction-Associated Steatohepatitis) mit moderater bis fortgeschrittener Leberfibrose eingesetzt werden.

Es handelt sich dabei um eine schwere, fortschreitende Stoffwechselerkrankung der Leber, die ohne angemessene Behandlung tödlich verlaufen kann. Mehr als 250 Millionen Menschen leben mit MASH. In einem fortgeschrittenen Stadium sollen sich nach Schätzungen etwa 12 bis 15 Millionen Erwachsene in den USA befinden. Mehr als 100 Millionen sollen weltweit betroffen sein.

Die Zahl der Personen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wird sich nach Einschätzung von Novo Nordisk bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Von den Menschen, die derzeit übergewichtig sind oder an Adipositas leiden, lebt demnach mehr als jeder Dritte auch mit MASH. Menschen mit MASH haben in den frühen Stadien der Erkrankung oft nur wenige oder gar keine spezifischen Symptome. Die Diagnose ist deshalb häufig verzögert und das Risiko, an einer fortgeschrittenen Lebererkrankung, einschließlich Leberkrebs, zu erkranken, ist erhöht.

Das Spannende daran ist, dass es sich um einen weiteren Millardenmarkt handelt. Wegovy ist nun als erstes und einziges GLP-1-Medikament für MASH zugelassen. Damit hat Novo Nordisk in diesem Punkt ein Alleinstellungsmerkmal und kann sich vom Wettbewerb abheben: Mit der Zulassung von Wegovy für MASH erhalten Menschen, die mit MASH leben, eine neue Behandlung. Sie soll nicht nur die Krankheitsaktivität stoppen, sondern auch dazu beitragen, die Schäden an der Leber rückgängig zu machen.

Neben dieser sehr erfreulichen Meldung kam dann auch noch eine Negativmeldung von Eli Lilly, die „endlich“ auch mal enttäuschende Studienergebnisse melden mussten. Im Wettlauf zur nächsten Stufe der Abnehmprodukte, nämlich der Tablette statt einer Spritze, hat Novo Nordisk damit wieder die Nase vorn. Denn seit dem Frühjahr liegt ein Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde, über den voraussichtlich im 4. Quartal 2025 entschieden wird. Eli Lilly hat noch keinen Zulassungsantrag gestellt. Nach den Studienergebnissen hat die Tablette von Eli Lilly nur eine Wirksamkeit von 12,4% Gewichtsreduktion, während Novo Nordisk mit der Wegovy-Tablette bei 14,9% liegt. Beide Werten liegen deutlich unter den Abnehmspritzen. Bei der oralen Einnahme hat Eli Lilly zudem stärkere Nebenwirkungen, vor allem Erbrechen und Übelkeit.

Dass das Wachstum insgesamt sinken würde, war schon mathematisch vorherbestimmt. Aber auf dem aktuellen Kursniveau überwiegen für mich inzwischen die Chancen deutlich die Risiken. Novo Nordisk ist weiterhin stark in einem Wachstumsmarkt positioniert. Natürlich gibt es Wettbewerb. Aber das kennen andere Pharmaunternehmen schon seit Jahrzehnten und auch Novo Nordisk hat im Insulinbereich lange Erfahrung damit.

Vor einem Jahr wurde die Aktie noch mit dem 40-fachen Jahresgewinn bewertet. Nun ist es nur noch das 14-fache. Und das trotz einer erwarteten Steigerung des Gewinns!

Ich gebe bekanntlich keine Empfehlungen ab und meine Nachkäufe sind auch nicht blind nachzuahmen. Wenn Du jedoch in der Vergangenheit mal über den Kauf der Novo Nordisk-Aktie nachgedacht haben solltest, dann ist jetzt aus meiner Sicht ein wirklich guter Zeitpunkt, diese Gedanken noch einmal aufzugreifen. Die Aktie ist nun kein hochgehypter Titel mehr, sondern ein solider Wachstumswert mit einer sauberen Bilanz und angemessenen Ausschüttungsquote.

Nur einen Fehler solltest Du nicht machen: Nur weil die Aktie mal über 100 € stand, heißt das nicht, dass sie da auch wieder hinkommt. Ich erwarte sogar auf absehbare Zeit keine dreistelligen Kurse mehr. Das war einfach übertrieben.

Aber wenn Novo Nordisk es schafft, in den nächsten Jahren weiter mit 10% Gewinnwachstum zu agieren, dann ist die aktuelle Bewertung allemal gerechtfertigt. Und dann wird der aktuelle Kurs in einer Rückbetrachtung auch als günstige Einstiegsgelegenheit wahrgenommen werden.

Ich bin zuversichtlich, dass ich nach einem katastrophalen Jahr für meinen früheren Top-Depotwert nun mit einer höheren Aktienzahl auch wieder mehr Freude beim Blick in mein Depot haben werde. Das Comeback kann nun gerne starten!

Auf einen Blick:

Unternehmen:Novo Nordisk
ISIN:DK0062498333
Im Divantis-Depot seit:28.10.2016
Letzter Nachkauf am:11.08.2025
Stückzahl im Divantis-Depot:400
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:30,00 €
Gesamtkaufpreis:11.999,65 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.203,80 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Financial report for the period 1 January 2025 to 30 June 2025

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Kommentare

25 Kommentare zu „Moderate Bewertung trifft auf zweistelliges Wachstum“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    wenn die jüngste Marktinterpretation von Powells Äußerungen in Jackson Hole zu Zinssenkungen in USA dazu führen, das der Euro gleich ein ganzes Prozent gewinnt ggü. Dollar, dann frage ich mich, wenn bei jeder Zinssenkung in USA der Euro ein ganzes Prozent zulegt ( und der Dollar lebt nicht nur von seiner zunehmend in Frage gestellten Macht, sondern auch von seiner Zinsdifferenz ggü anderen Währungen),
    dann haben wir noch eine ganze Menge Abwärtspotential im USD vor uns, da im Euroraum zinsmäßig im Prinzip nichts wesentliches mehr passiert.
    und nein, ich schreibe das nicht fatalistisch, sondern beobachtend.
    Das bringt für Novo Nordisk sinkende Erlöse und für Eli Lilly steigende Erlöse tendenziell, wenn sie nicht hedgen.
    Mir egal, ich bin bei beiden engagiert und baue weiter auf und finde den Reflex, nachzukaufen auch richtig. Ein bisschen erinnert der Chart von Novo an Cisco, da geht es jetzt auch grundsolide zu.

    Mein Einstand bei Eli liegt sparplanbedingt bei 422 €, trotz Rückgang einer der besten Titel, erste Käufe schon um 200 €.
    bei Novo durchschnittlicher EK 57€ das ist ok, finde ich.

    Inzwischen hat jetzt fast jeder relevanter Blog bedeutsames zu Novo gepostet, so das man gar kaum was neues zu Novo schreiben kann, was nicht schon woanders zu lesen war.

    Trotzdem gehört noch der Hinweis dazu, das trotzdem noch ein tieferer Key-Support aus Januar 2021 bei etwa 27 bis 30 € im Raum liegt, falls noch ein oder mehrere angefressene Großinvestoren auf Kurserholungen warten, um Novo komplett zu liquidieren. Danach sollte dann aber wirklich Schluss sein. die Wahrscheinlichkeit für eine Test dieses Supports sinkt von Tag zu Tag, von Woche zu Woche.
    Bei United Health hat ja Berkshire Hathaway zusammen mit anderen den Hut in Ring geworfen und dort sozusagen den Boden eingezogen, bei Novo wurde hier noch nichts bekannt, das bedeutendere Investoren eingezogen sind.
    noch zwei Links, die qualitativ ganz gut sind
    https://stock3.com/news/novo-nordisk-zwischen-gegenwind-und-neuer-staerke-16609772
    und
    https://stefansboersenblog.com/2025/08/21/novo-nordisk-liebeserklaerung/
    letzterer hat sich intensiv mit der Pipeline von Novo auseinandergesetzt.

    last but not least, wenn irgendwann mal die KI-Blase platzen sollte, wandert ein großer Teil des Geldes in Value-Aktien, wozu auch Pharma gehört.
    Von einer Value-Blase lese ich wenig bis nichts.
    Pharma ganz allgemein als Sektor scheint trotz R.Kennedy und Trump auch den Boden gefunden zu haben. Danach geht es idR. wieder aufwärts.
    Soll mir ganz recht sein.

    Im großen und ganzen können alle ganz zufrieden sein, es läuft doch wie am Schnürchen.
    Schönen Sonntag.

  2. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    Glückwunsch zu Deinen neuen sehr guten Einständen bei Novo Nordisk.

    Leider lief mir persönlich der Kurs weg bis zu dem Zeitpunkt, als ich wieder etwas auskömmlicher zum Investieren neue Liquidität reinbekam. Und ich laufe Kursen dann auch nicht mehr hinterher, habe daher Novo Nordisk nicht erwischt, was ich außerordentlich schade finde.

    Darum habe ich im Pharma Bereich bei mir in 3-U-Aktien („Unbeliebt“, „Untergewichtet“ und „Unterbewertet“ gemäß der Peter Huber Philosophie) investiert bzw. besser gesagt aufgestockt: GSK, Pfizer und Coloplast. Gerade Coloplast halte ich gerade für sehr attraktiv.

    Viele Grüße,
    Tobs

    1. Avatar von Ben
      Ben

      Wieso stufst du Coloplast so ein?

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      @Ben/Coloplast:

      #KGV: Durchschnitt 10 Jahre rd. 46 / Forecast 2026: 23 / Forecast Umsatzwachstum rd. 7% die nächsten Jahre bis 2029

      #Dividende: Forecast 2026: Rd. 3,6 % – Diese Yield hat Seltenheitswert bei Coloplast. Aktienrückkäufe kommen auch noch dazu…

      Das Geschäftsmodell ist antizyklisch und extrem stabil. Coloplast ist in vielen Feldern, die auch sehr margenträchtig sind, marktführend (Wunden/Urologie usw…)

      Dementsprechend auch Morningstar: Moat: Wide (die gibt Morningstar nicht einfach so her). Im Moment 5 Sterne, also stark unterbewertet. Trotz einiger Akquis stets geringe Verschuldung und aufgeräumte Bilanz. Deswegen prämiert Morningstar die Kapitalallokation als beispielhaft, auch ein extrem selten verliehenes Gütesiegel. Morningstar sieht den Kurs rund 37 % unter Fair Value (also 3 – Sterne).

      Ich mag eigentlich den Begriff „Qualitätstitel“ nicht, weil ich ihn irreführend finde. Was ist schon Qualität. Was ist sexy – jeder sieht das anders, bis man plötzlich die absolute heiße Braut aus der Bahn aussteigen sieht, bei der sich alle Köpfe umdrehen. Ein No Brainer sozusagen. Das möchte ich auf Coloplast übertragen. Bei aller Diskussion um Begriffe wie Qualität: Bei Coloplast muss sie einfach jeder erkennen. Und im Moment kommt man recht günstig ran. Ich kaufe weiterhin zu und mache hieraus eine sehr üppige Position. @Ursprungsfrank: Jetzt bitte nicht mir nachkaufen und sauer sein, wenn der Kurs dann weiter runtergeht… :-)

    3. Avatar von Hansi
      Hansi

      Mensch Tobs,
      was für eine atemberaubene Schönheit mit umwerfenden Attributen aus reichen Elternhaus. Hab mal gleich in den ersten Minuten 160 locker gemacht unf zwei Küsschen auf die Wange bekommen. Scheint ein bisschen knapp bei Kasse zu sein nach ihren letzten ausgiebigen kostspieligen Shoppingtouren. Auch rinnt ihr verdientes Geld einfach so durch ihre Finger. Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich geh jetzt mal ne zeitlang mit ihr aus, aber zum Heiraten reicht es noch lange nicht.

    4. Avatar von Tobs
      Tobs

      @Hansi: Es spricht für ihre wahrhafte innere Schönheit, dass Sie Dir für nur 160 Euro ein Lächeln schenkt. Lass Dich nun einfach verzaubern und gib Dich ganz hin. :-)

  3. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Sehr of-topic.

    Da kommt man aus dem Urlaub und es gibt ein neues Design. Für mich als alten Knochen sehr gewöhnungsbedürftig.

    Die Schrift ist (im Artikel!) für mein Empfinden zu groß. Und ich mag diese Schriftart nicht. Sie liest sich schlecht.
    Der Kommentator ist zu klein.
    Irgendwie fehlt mir das Datum des Artikels.

    Dass es eine Suche gibt ist allerdings ein gewaltiger Fortschritt!

    On-Topic:
    Ich halte keine Novo (mehr). Ich gebe aber zu, dass die Aktie derzeit für Neueinsteiger attraktiv ist. Man darf allerdings keine Wunder wie beim Run zum Höchstkurs erwarten. Möglicher Frust wäre vorprogrammiert. Geduld ist gefragt.

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Börsenhai: Wie jetzt, im Urlaub Bens Blog nicht lesen? ;-)

      Nagelt mich bitte bei den folgenden Ausführungen nicht auf das Detail fest. Mir ist eher das Prinzip wichtig.

      Ich hatte mir zuletzt mal durchgerechnet, welches Wachstum im 2. Halbjahr übrig bleibt mit der korrigierten Prognose, bezogen auf den Umsatz. Und das ist am unteren Rand weniger als 1% und in der Mitte ein mittlerer einstelliger Betrag. Also gar nicht mal so gut. Vor allem nicht 8% bis 14%. Gleichzeitig ist der FCF aufgrund der hohen Capex in 2024 und 2025 niedriger als zuvor.

      Hat der Markt nun recht, Novo so abzustrafen?

      Nun ja, wenn man die Wachstumsraten des zweiten Halbjahrs zusammen mit dem FCF-Yield sieht, ist der Markt sehr rational. Meine Meinung.

      Aber ich habe dennoch nachgekauft (bei <40 EUR). Weil, so meine Meinung, sowohl der FCF (also somit der Yield) als auch das HJ2-Wachstum am Tiefpunkt angekommen sind. Meiner Vermutung nach, ist da schon richtig viel Negatives eingepreist. Das Wachstum hat eher positives Überraschungspotential. Und auch der FCF könnte durch geringere Capex wieder stärker steigen. Ich gebe Börsenhai recht, explosiv wird es wohl nicht nach oben gehen (wobei es jetzt schon 25% in wenigen Tagen waren). Aber das Chance-Risiko-Verhältnis sehe ich schon als gut an!

      Aber: Nichts genaues weiß man nicht…

    2. Avatar von Michael
      Michael

      Dass es eine Suche gibt ist allerdings ein gewaltiger Fortschritt!
      Die habe ich auch schon immer schwer vermisst und Dank dir nun gefunden. Allerdings scheint sie nur auf Headlines zu gehen, statt auf ganze Artikel. Zum Beispiel suche ich Kommentare, wo in der Vergangenheit zu „Flower Foods“ geschrieben wurde. Da gibt die Suchfunktion nichts her…

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Chrischaan,

      im Urlaub lese ich nicht nur nicht Bens Blog, sondern lese gar keine Zeitung/Internet. ;)
      Das ist sowas von entspannend. Und wirklich, die Erde dreht sich weiterhin um die Sonne.

      Deinen Komentar zu Novo Nordisk kann ich nur unterstreichen.
      Kein Grund für Verkauf.

      Ich frage mich nur, wo bleibt die Septemberdelle? (ja ich weiß, es ist noch August) ;)

  4. Avatar von Michael
    Michael

    Leider funktion die Zitatfunktion mit einleitendem „>“ wie früher auch nicht mehr.

  5. Avatar von Nico
    Nico

    Hallo zusammen,

    eine Frage die hier nichts direkt mit Novo zu tun hat.

    Mit welchem Tool trackt ihr eure Performance? Ich hatte schon den Finanzfluss Copilot, Getquin, Parget und Portfolio Performance ausprobiert, aber so richtig zufrieden war ich mit keinem.
    Mein Problem ist immer das einpflegen bzw. automatisierte einspielen meiner Depotwerte und der Einstandskurse. Oft wurden bei mir falsche Einstandskurse eingespielt und speziell bei Sparplänen aktualisieren die Anwendungen selbst nach manuellen Anstoßen die Einstiegskurse nicht richtig. Die Dividenden, die die Systeme anhand meiner Aktienstückzahl berechnen, sind auch immer falsch, deswegen pflege ich meine Netto Dividenden immer manuell in Excel.

    Wie macht ihr das um eure genaue Performance zu berechnen? Habt ihr da noch andere Tools oder Tipps, wie man die Anwendungen leichter pflegt?

    Danke vorab und viele Grüße
    Nico

    1. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Hallo Nico,

      ich selbst bediene mich der LAMP-Werkzeige (Linux,Apache,Mysql und PHP). Ich würde behaupten, es bedarf jeweils einen Tag in die Einarbeitung der Grundzüge zu Mysql und PHP, um damit Tabellenwerte zu generieren und auszuwerten. Mag es auch ein paar Tage mehr sein, so sind die Werkzeuge mächtiger als Excel und Co. Voraussetzung ist allerdings, dass man am Scripting Freude hat. Ich selbst habe noch den Versuch, eine paar mir KI schreiben lassen, ausgelassen, weil ich mich dann wieder einarbeiten müsste, KI zu erklären, was es denn da so scripten soll. Dann kann ich das auch gleich selbst machen.

      Sämtliche von Dir aufgeführten Programme scheitern beim Datenimport, weil die Datenanbieter katastrophal sind. In der Regel wird ja csv-Format zur Weiterverarbeitung angeboten. Nur wie die Tabellenspalten letztendlich aufgesplittet werden ist so bunt wie ein Obstsalat. Da können Dir auch weitere Programme nicht die manuelle Eingabe ersetzen. Ich habe mal mit regulären Expressions gearbeitet. Auf Dauer ist die stetige Anpassung schlicht frustrierend. XML-Format, im Grunde state of the art, wird dem Kleinanwender schlicht vorenthalten. Im verschörungstheoretischen Sinne halte ich das sogar für gewollt.

      @Novo

      Ich bin erfreut, dass einige Bens Euphorie zu Novo in diesem Forum relativieren. Viele Argumente von Ben wollen mir so von irgendwelchen Aktionärblättchen abgeschrieben erscheine (Klagen gegen Generikahersteller als Attacke ist kein verkaufsförderlicher Punkt usw.)

      Gruß Frank

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Nico,

      ich nutze Portfolio Performance (PP).
      Wenn man die Basis verstanden hat, ist es eigentlich einfach, aber das erste Einpflegen ist zeitaufwändig (Land, Sektor, Anlageart(ist indiv. von mir)).

      Aus alten Zeiten habe ich noch ein Excel, in dem ich die Summen zwar ermittle aber hauptsächlich für Dividendensteigerung und dessen Tracking nutze und habe so Spielereien implementiert, wieviel % des Einstandes ich in 10 Jahren an Div kassiere. Das ist allerdings etwas komplizierter mit unterschiedlichen Zeithorizonten gebaut.

      Wie Thomas schreibt, korrigiere auch ich nicht auf Cent. Dazu sind die Daten der Datenanbieter zu unterschiedlich. Bsp.: Ein Titel habe in 2022 keine Dividende gezahlt, behaupten Sie. Die Kurse hängen von den Vorlieferanten ab und welchen Sie ziehen (Börse, Kaufen/Verkaufen-Kurs, Endkurs Zeitpunkt, etc.)

      Wieviel Div ich monatlich erwarte, beziehe ich aus den Vorjahreszahlen in PP. Auch hier genügt mir das „ca.-Volumen“ für die nächsten Monate. Ich kaufe aber auch nicht monatlich Aktien!

      Von Daten im Internet zu halten, habe ich bewusst Abstand genommen – deshalb PP.

      Bitte nicht vergessen, halbwegs aussagekräftige Daten gibt es erst nach 5 Jahren. Eine centgenaue Auswertung halte ich für zu aufwändig für den geringen Mehrwert; die Tendenz muss stimmen.

  6. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Nico
    mein Stand ist Portfolio Performance mit API Schlüssel Export zu Divvy Diary.
    Bei Divvy Diary sehe ich täglich im Voraus ( und rückwirkend) was mich an Dividenden erwartet.
    die ING hatte jetzt einen kostenlosen Premiumzugang zu Parqet angeboten,
    aber der Import aller PDF zu Parqet, selbst im Sammelimport, der aber für jeden Titel einzeln gemacht werden muss mit der Handelstätigkeit von mehreren Jahren, selbst von Komplett-Verkäufen, wo ich die PDFs gar nicht mehr habe, ist kompletter Unsinn.
    Ob es ein Komplett Export/Import in einer einzigen CSV von PP zu Parqet gibt, habe ich nicht gesehen.
    Und ja, das Einpflegen bei Portfolio Performance macht Arbeit, (ich lese immer die PDFs ein) ,die mache ich gerne.
    Wer sein Geld nicht kontrolliert, wird von seinem Geld kontrolliert.

    Letztlich will es ich so genau gar nicht wissen. Es gibt oft kleinere Differenzen, die man findet, wenn man mehrere Konten über Jahre trackt. Außerdem ändert sich die Performance ja sowieso täglich, u.U. stündlich
    und mir reicht die ungefähre Richtung. Für die Suche nach Differenzen im Nachkommabereich verwende ich keine Zeit mehr. Aufwand und Nutzen müssen stimmen.
    Nico Du hast Divvy-Diary nicht erwähnt, schau Dir doch die mal an. Das sind auch ganz aufgeweckte Burschen dort.

  7. Avatar von Ame
    Ame

    Hallo Nico,

    auch ich tracke mit Portfolio Performance. Ich persönlich mag den regelmäßigen Import der PDF-Dokumente. Auch gefällt mir, dass meine Daten lokal auf meinem Rechner gespeichert sind. Aber ja, man muss schon sehr viel Zeit für die Eingewöhnung einplanen. Zudem ist das Tool kostenlos. Sparpläne habe ich bei Portfolio Performance keine erstellt (das hat bei mir auch nicht richtig funktioniert), die lade ich immer manuell mit den entsprechenden Abrechnungen hoch.

    Als 2. Tool nutze ich DivyyDiary, aber nicht zum klassischen „Tracken“, sondern nur als Ergänzung für mein Dividendenportfolio. Diese Plattform nutze ich in der kostenlosen Variante. Ich habe hier keine Dokumente hochgeladen, ich ändere bei Verkäufen nur den Einkaufskurs und die Anzahl der Wertpapiere. In der Plattform sehe ich u.a. eine Monatsübersicht meiner Dividendenerträge. Zudem bekomme ich regelmäßig Nachrichten über künftige Dividendenzahlungen per Mail. Dividendensteigerungen und Termine der Quartalsberichte (mit zeitlichen Einschränkungen der Sichtbarkeit) sind ebenfalls hinterlegt.

    Beste Grüße
    Ame

  8. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Ame, Du kannst doch per API Schlüssel ( einmalig eingeben und fertig for ever) Deinen neuesten Portfolio Performance Stand jederzeit auch bei Divvy Diary aktualisieren!

    1. Avatar von Ame
      Ame

      Hallo Thomas,
      danke für den Hinweis, das wusste ich noch nicht.
      DivvyDiary verwende ich wie gesagt nur für eine bessere Übersicht der zukünftigen Dividenden. Da ich wenig kaufe, ist das nicht viel Aufwand. So sind zumindest nicht alle meine Daten im Web ;-) Gerade die Tatsache, dass bei PP die Daten auf meinem PC liegen (die App nutze ich nicht) ohne Kontakt zu irgendwelchen Servern schätze ich an PP sehr.

  9. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Ursprungsfrank zum Punkt Novo Nordisk,
    der sehr rustikale Umgang der US Regierung mit dem ebenfalls dänischen Unternehmen Orstedt A/S , die sowieso schon in den Seilen hängen und jetzt ein fast fertiges Windenergie Projekt vor Rhode Island blockieren, läßt zumindest die Augenbrauen hochziehen. Auch wenn es nicht meine Branche ist, der Wind auch im justiziablen Bereich weht in den USA sehr hart. Mal sehen, ob Eli Lilly und Novo Nordisk in den USA als Unternehmen gleich behandelt werden, oder ob hier MAGA für Vorteile zugunsten von Eli Lilly sorgt. Wir werden es sehen.

    1. Avatar von Manfred
      Manfred

      Ich lese gerade, dass bei novo die herstellung der abnehmpillen teurer wird als die herstellung der spritzen. Das soll dann die margen unter druck bringen

    2. Avatar von Thomas
      Thomas

      Hi Manfred, meinst Du die Herstellungskosten oder die Verkaufspreise?
      Da die Markteinführung von oralen Abnehmpillen (wenn erfolgreich und verträglich) zu einer Kannibalisierung der Spritzenumsätze führen dürfte,
      müssen sie schon logisch im VK mindestens genauso teuer, wenn nicht noch teurer als die Spritzen sein, sonst würden Novo und andere wie Eli doch Geld verschenken, wenn sie die zur Hälfte oder zum Drittel VK von Spritzen auf den Markt bringen würden.
      Über die Herstellungskosten wird der Mantel des Schweigens gehüllt.
      Übrigens hat Eli schon die ersten Zulassungsanträge für die orale Anwendung Orforglipron gestellt und ist schon wieder einen Zug im Voraus ggü Novo Nordisk.
      Die Frage ist jetzt, ob Novo von der Wirksamkeit und Verträglichkeit etwas besseres liefern kann und damit die Verzögerung am Markt wett machen kann oder nicht.
      Wenn Novo nicht besseres kann als Eli sind sie wieder im Hintertreffen.
      Roche und Pfizer arbeiten auch dran.
      Habe Aktien von allen.

      btw wenn Trump weiter an der FED Besetzung rumfummelt, geht Gold weiter Long m.E.

  10. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo Nico,

    bin ein aus der Zeit gefallender anachronistischer Hampelmann, der alles in Excel zusammenbastelt. Jeder Trade ist einzeln erfasst und läuft gegen den entsprechenden Tages-MSCI-Price-Index-Wert. Wenn ich dann durch die Liste mit über 200 laufenden Trades gehe, verbeuge ich mich wöchentlich demütig vor meinem Meister MSCI-World, gegen den ich einfach keine Chance habe. Dividenden werden in einer Liste auf den Cent erfasst. Zur Erinnerung an mein Versagen wandern abgeschlossene Trades in eine weitere Liste und dieser Mißerfolg wird ermittelt. Der laufende Kursgergebnis die Dividenden und die realisierten Gewinne sind dann das Ergenis in meiner vereinfachten überschlägigen internen Zinsermittlung. Habe Listen für Branchen, Nationen und eine Rangliste mit allen Werten. Alles sinnfreie Sysphus-Arbeit eines Excel-Dilettanten.

    Alles nicht empfehlenswert und es gibt sicher einfachere und sinnvollere Wege.

  11. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Uiuiu, Phase 3 Studie zur Behandlung von Alzheimer beendet… Zack wieder 10% runter. „Haste Sch… am Fuß, haste Sch… am Fuß.“ Schaut man sich den Chart an, ist der Abwärtstrend voll intakt. Bin mal gespannt wann da ein Boden gefunden wird. Diejenigen die auf tiefere EInstiegskurse spekulierten und den Zug schon abgefahren sahen, bekommen jetzt die nächste Möglichkeit.

    1. Avatar von Volker Mühlhausen
      Volker Mühlhausen

      Konnte auch nicht widerstehen und habe ein paar Stück bei 37,30 € nachgelegt ;-)
      Nächstes Kauflimit bei 33,61 € im Markt :-) So läuft das halt mit dem Fischen in trüben Gewässern….Erstkauf war bei 47,63 €.

      Gruß Volker

  12. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Wenn man dem Thema etwas nachgeht (so viel drin ist als Privatperson mit Familie und Vollzeitjob) liest man, dass die Analysten dem Thema sowieso nur geringe Chancen einräumten. Aber wenn die Nachrichten einmal negativ sind, wird jeder weitere, noch so kleine Rückschlag gern aufgegriffen (siehe Zitat oben). Klein nicht im Sinne des Umsatzpotentials, welches drin gewesen wäre. Aber mutipliziert mit der geringen Wahrscheinlichkeit dürfte die Hoffnung nicht so groß gewesen sein. Vor diesem Hintergrund war das vielleicht wirklich kein schlechter Nachkaufkurs, wer weiß. Morningstar hat sein Kursziel jedenfalls nicht geändert.

    https://www.morningstar.com/stocks/novo-nordisk-alzheimers-failure-puts-more-pressure-oral-semaglutide-launch-obesity

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