Was Dich hier erwartet:
Verrückte Zeiten bei einem meiner ehemals größsten Depotwerte. Vor einem Jahr hatte er noch ein Depotgewicht von 7,4%. Bei ähnlicher Depotgröße ist er innerhalb von 12 Monaten auf 2,5% gesunken.
Und trotzdem bin ich immer noch entspannt und habe ein sattes Plus auf meiner Position stehen. Der verhältnismäßig frühe Einstieg vor dem allgemeinen Hype mit Kursübertreibung macht sich hier bezahlt.
Nun stellt sich allerdings die Frage, ob wir nicht eine Übertreibung in die andere Richtung erleben und der Titel zu stark abgestraft wurde.
Ich habe das bereits für mich entschieden und in den letzten Wochen nachgekauft.
Was mich weiterhin an der Aktie überzeugt und warum ich das tatsächlich als Kaufgelegenheit sehe, erfährst Du in diesem Beitrag.
Wer die Kommentare auf dem Blog aufmerksam verfolgt, hatte es schon mitbekommen: die Rede ist natürlich von Novo Nordisk. Den dänischen Insulinhersteller habe ich hier ausführlich vorgestellt. Investiert bin ich schon seit 2016 und interessanterweise kaufte ich die Aktie damals zu einem Zeitpunkt, wo sie „mal ein Börsenliebling gewesen war“. Zu einem solchen Liebling wurde sie dann aber wieder mit dem Erfolg der Abnehmspritze. Sie führte den Aktienkurs bis auf 137,58 € im Juni 2024. Seitdem ging es steil bergab mit dem Jahrestiefstkurs von 39,08 € am 6. August 2025:

Aktienkäufe
Im April hatte ich zuletzt über Novo Nordisk berichtet – da lag der Kurs noch über 60 €. Wörtlich hatte ich dort geschrieben: „Es ist absolut nicht ausgeschlossen, dass die Abwärtstendenz noch weiter anhält. Bisher ist kein Boden gefunden und der kann auch durchaus bei 50 € oder 40 € liegen.“
Und ich hatte angekündigt, bei Kursen unter 50 € weitere 100 Aktien von Novo Nordisk kaufen zu wollen. Wenn es denn wirklich so tief runtergehen würde.
Und das ist das Schöne an diesem Blog: Dadurch, dass ich meine Gedanken so dokumentiere, kann ich in dann später eintreffenden Situationen noch einmal nachlesen, was denn eigentlich meine Einstellung dazu war. Und mir eine Rückversicherung holen, dass es Sinn macht, jetzt kühlen Kopf zu bewahren.
Natürlich war es nicht ganz so einfach, denn den letzten Kursrutsch löste dann tatsächlich auch noch eine Gewinnwarnung aus. Und so kaufte ich tatsächlich die insgesamt 100 Aktien nach – verteilte das aber auf 3 Tranchen.
Die erste Tranche kaufte ich am 29.07.2025 in Höhe von 25 Aktien zum Kurs von 47,76 €. Die Order führte ich über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 1.201,90 €. Das war noch vor der Gewinnwarnung und mein Impuls war einfach das Kursniveau „unter 50 €“. Da wir aber im Abwärtstrend waren, wollte ich erstmal nicht zu viel frisches Geld reinpulvern.

Die zweite Tranche kaufte ich am 06.08.2025 in Höhe von 25 Aktien zum Kurs von 39,18 €. Die Order führte ich wieder über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 987,40 €. Also nur eine Woche später hatte ich für die gleiche Stückzahl von Aktien 17,8% weniger bezahlt – dazwischen lag die Gewinnwarnung und an meinem Kauftag wurden die Quartalszahlen offiziell verkündet.

Die dritte Tranche kaufte ich am 11.08.2025 in Höhe von 50 Aktien zum Kurs von 43,99 €. Die Order führte ich wieder über flatex aus und zahlte dafür inklusive Gebühren 2.207,40 €. Der Kurs hatte gedreht und der Kauf der zweiten Tranche war offenbar auf dem Boden gewesen. Ich legte deshalb mit dem dritten Kauf innerhalb von zwei Wochen einen Schlusspunkt unter die Nachkaufaktion und habe die 100 zusätzlichen Aktien zum Durchschnittskurs von 43,73 € erworben. Diese nachgekauften Aktien sind vom Einstand her immer noch deutlich teurer als meine bisherigen 300 Aktien gewesen. Deshalb habe ich sie ein anderes Depot gekauft, um bei einem etwaigen Verkauf flexibel agieren zu können.

Damit sieht meine gesamte Kaufhistorie für Novo Nordisk nun wie folgt aus:
| Kaufdatum | Stückzahl | Kaufkurs* |
|---|---|---|
| 28.10.2016 | 100 | 16,49 |
| 24.07.2017 | 100 | 17,80 |
| 07.04.2021 | 40 | 28,70 |
| 03.08.2022 | 60 | 50,12 |
| GESAMT maxblue | 300 | 25,28 |
| 29.07.2025 | 25 | 47,76 |
| 06.08.2025 | 25 | 39,18 |
| 11.08.2025 | 50 | 43,99 |
| GESAMT flatex | 100 | 43,77 |
Mein durchschnittlicher Einstand je Aktie ist inkl. Kaufgebühren durch die Nachkäufe nun von 25,34 € auf 30,00 € gestiegen.
Dividendenzahlung
Novo Nordisk zahlt im April und im August eine Dividende. Dabei kommt im August der kleinere Teil, da es sich um die Zwischendividende handelt. Sie beträgt in diesem Jahr 3,75 DKK je Aktie. Gegenüber dem letzten Jahr ist das eine Erhöhung um 7,1% (Vorjahr: 3,50 DKK). In meinem Depot befinden sich nun 400 Aktien von Novo-Nordisk, sodass die Brutto-Dividende 1.400 DKK beträgt. Sie wurde von maxblue für 300 Aktien zum Kurs von 7,4997 in Euro umgerechnet. Flatex rechnete für die anderen 100 Aktien zum Kurs von 7,4646 in Euro um. Nach Abzug der vergleichsweise hohen Steuern verbleibt in der Addition eine Netto-Dividende von 125,08 €. Sie wurde mit Wertstellung 19.08.2025 (flatex) bzw. 21.08.2025(maxblue) überwiesen.


Mit dieser zweiten Dividendenzahlung in 2025 lässt sich nun auch die Dividendenrendite berechnen. Allerdings steigt die Dividende (zumindest bisher!) kontinuierlich und deshalb kann sich die Berechnung nur auf den Rückblick beziehen. Insgesamt wurden nun in diesem Jahr 11,65 DKK Dividende bezahlt (7,90 DKK im April und 3,75 DKK im August). In 2024 waren es „nur“ 9,90 DKK (6,40 DKK und 3,50 DKK). Insgesamt wurde die Dividende also um 17,7% erhöht.
Bei einem Aktienkurs von 348,50 DKK (Stand am 21.08.2025) ergibt das eine aktuelle Dividendenrendite von 3,3%. Aufgrund der traditionellen Erhöhungen dürfte die tatsächliche Dividendenrendite bei einem heutigen Kauf darüber liegen.
Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) hat auf der einen Seite von den Erhöhungen bereits stark profitiert. Andererseits wird sie nun durch die Nachkäufe wieder „belastet“. Bezahlt habe ich für meine nun 400 Aktien 11.999,65 €. Die 11,65 DKK Dividende je Aktie in diesem Jahr ergeben einen Bruttowert von 4.660 DKK. Umgerechnet zum aktuellen Wechselkurs sind das 624,28 €. Daraus errechnet sich ein YoC von 5,2%.
Wenn es mir aber nur um die hohen YoC gegangen wäre, dann hätte ich nicht nachkaufen dürfen. Für die „alten“ 300 Stück liegt er nämlich bei 6,2%. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich diesen Wert auch für den neuen Gesamtbestand in überschaubarer Zeit erreichen werde.
Perspektiven
Wir müssen nicht drumrum reden: Natürlich wäre es im Nachhinein viel besser gewesen, die Aktien vor einem Jahr zu 125 € zu verkaufen. Auch wenn mich das etwa 27 € Steuern gekostet hätte. Mit 98 € Nettoerlös hätte ich jetzt einfach die doppelte Aktienstückzahl zurückkaufen können. Und quasi kostenfrei statt von 300 Aktien Dividende aus 600 Aktien erhalten.
Aber das ist die Betrachtung im Rückspiegel! Niemand wusste sicher, dass es so kommen würde. Wäre das ein oder andere Studienergebnis nur etwas positiv ausgefallen, hätte die Aktie womöglich ihren Aufwärtstrend fortgesetzt oder zumindest auf dem hohen Niveau stagniert. Und wäre in die Bewertung hineingewachsen. Dann hätte ich hier gesessen und wäre nicht mehr investiert gewesen.
Und deshalb verspüre ich auch überhaupt keinen Ärger über mein Nichtstun. Denn meine Ausgangslage war und ist relativ einfach: Ich habe mich an Novo Nordisk beteiligt, da ich den weltweiten Trend zu zuckerhaltigen Lebensmitteln intakt und die Zivilisationskrankheit Diabetes leider weiter im Vormarsch sah. Vom Nebenprodukt Semaglutid (Obesity), das bei Adipositas eine große Wirkung hat, war da noch keine Rede. Und deshalb habe ich den Hype darum und den steigenden Aktienkurs auch nur gerne mitgenommen. Mich aber nie deshalb als Investor in dem Unternehmen gesehen.
Dieses Mindset hat mir geholfen, den kompletten Anstieg des Aktienkurses mit voller Stückzahl komplett mitzugehen. Aber es hat dann auch verhindert, dass ich auf dem Rückwärtsweg meine Gewinne gesichert und die Reißleine gezogen habe.
Gleichzeitig habe ich keinerlei schlaflosen Nächte gehabt. Denn die Marktstellung von Novo Nordisk im Insulinbereich ist weiterhin unangefochten. Und es ist auch ein hoher Burggraben vorhanden. Denn Diabetiker, die einmal gut auf „ihr“ Mittel eingestellt sind, bleiben üblicherweise auch dabei.
Lange Zeit war das Gewinnwachstum auch immer noch auf der Seite von Novo Nordisk und rechtfertigte die hohe Bewertung. Trotz steigender Konkurrenz. Mit der jüngsten Gewinnwarnung gab es dann aber auch eine Rechtfertigung für die gesunkenen Kurse.
Gleichwohl bin ich der Meinung, dass die Kurse zu stark gesunken waren oder auch noch sind.
Dabei geht es um das 1. Halbjahr 2025 und vor allem die Prognose für das Gesamtjahr. Die nackten Zahlen waren gar nicht so schlecht: der Umsatz stieg in dänischen Kronen um 16%, in konstanter Währung sogar um 18%. Der operative Gewinn legte um 25% zu und auch der Gewinn je Aktie war mit 12,49 DKK um 23% höher als im 1. Halbjahr 2024.
Bei solchen Zahl fällt es schwer zu glauben, dass das 2. Halbjahr so schlecht werden soll. Ich habe die revidierte Prognose den Zahlen des 1. Halbjahrs und der ursprünglichen Prognose gegenüber gestellt, um die Dramatik zu verdeutlichen:
| bisherige Prognose | erreicht im 1. Hj. 25 | neue Prognose | |
|---|---|---|---|
| Umsatz* | +13% bis +21% | +18% | +8% bis +14% |
| operativer Gewinn* | +16% bis +24% | +25% | +10% bis +16% |
Solche Prognosesenkungen führen üblicherweise zu zweistelligen Kursverlusten. Das ist bei Novo Nordisk nicht anders als bei anderen Aktien gewesen. Das Spannende fand ich allerdings, dass das bei Novo Nordisk geschah, nachdem sich die Aktie zuvor schon mehr als halbiert hatte.
Mein spontaner Gedanke bei der Gewinnwarnung war deshalb eher: Wenn auf diese Prognose jetzt Verlass ist, dann sieht es doch gar nicht so schlimm aus, wie der bisherige Kursrückgang suggeriert. Und erst recht hielt ich den Tagesverlust von fast 20% für ziemlich übertrieben.
Denn was ich dort sehe ist immer noch ein zweistelliges Gewinnwachstum! Natürlich nicht mehr so stark und mit so sicherem Abstand zur Einstelligkeit. Aber dafür ist ja auch die Bewertung der Aktie viel niedriger inzwischen.
Gehen wir einfach mal vom schlechten Fall aus, dass nur die untere Grenze der Prognose erreicht wird und der Gewinn je Aktie von 22,63 DKK in 2024 nur um 10% wachsen würde. Um präzise zu sein: die Prognose bezieht sich auf den operativen Gewinn, der nicht je Aktie ausgewiesen wird. Die Steuerquote und die Anzahl der zurückgekauften Aktien steht für 2025 auch noch nicht fest. Ich rechne trotzdem mit 10% Gewinnwachstum und erhalte dann einen Wert von 24,89 DKK je Aktie. Bei einem Aktienkurs von 348,50 DKK ist das ein 2025er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14.
Isoliert für 2025 betrachtet ist das eine günstige Bewertung. Aber die Frage, die über allem schwebt, bezieht sich auf die Zukunft. Kann ein zweistelliges Gewinnwachstum auch in 2026 und 2027 erreicht werden?
Und das ist genau der Punkt, an dem der Markt eben von der Gewinnwarnung geschockt war.
Denn die gesenkten Umsatzprognosen für 2025 sind auf geringere Wachstumserwartungen für die zweite Jahreshälfte 2025 zurückzuführen. Und das könnte dann nahtlos in das Jahr 2026 übergehen.
Hauptgründe für das geringere Wachstum sind Nachahmerprodukte in Form von zusammengesetzten Präparaten, eine langsamer als erwartete Marktexpansion und die Wettbewerbssituation. Vor allem Eli Lilly macht Novo Nordisk insoweit zu schaffen.
Mit der Gewinnwarnung veröffentlichte Novo Nordisk jedoch auch einen CEO-Wechsel. Mike Doustdar, der zuvor das internationale Geschäft verantwortete, übernahm mit Vorlage der Halbjahreszahlen die Führung des Konzerns. Und für mich war eindeutig, dass er gut starten will. In der Prognose sind deshalb sicherlich alle denkbaren negativen Punkte enthalten. Ein Unterschreiten kann ich mir schlechterdings nicht vorstellen, da die neue Nr. 1 dann direkt beschädigt wäre.
Und doch glaube ich, dass wir akzeptieren müssen, dass nicht die ganze Welt im Unrecht sein kann. Wenn man im Leben kritisiert wird, wie wir es in den letzten Wochen und Monaten waren, kann man sich entscheiden, defensiv zu reagieren oder nachzudenken und sich zu erneuern – ich habe mich immer für Letzteres entschieden.
Mike Doustdar, CEO Novo Nordisk zu seinem Start auf LinkedIn
Schon aus der Gewinnwarnung habe ich herausgelesen, dass Novo Nordisk nun auf Angriff schaltet. Vorher wurde nie so deutlich über die zusammengesetzten Nachahmerprodukte berichtet und an die Regulatoren appelliert, das zu stoppen. Und im 1. Halbjahr war ja auch schon über die Aufkündigung einer Kooperation mit Hims & Hers Health zu lesen. Nun werden auch Klagen angestrengt. Das obige Zitat bestätigt, dass Novo Nordisk nicht defensiv agieren wird.
Mit einigen Tagen Abstand ist meine Überzeugung noch gestiegen, dass wir den Boden erst mal gesehen haben. In der Gewinnwarnung steht nämlich als Ausblick, dass Novo Nordisk eine behördliche Entscheidung zur Indikation von Wegovy MASH in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 erwarte. Das hörte sich noch ziemlich unbestimmt an. Tatsächlich ist diese Entscheidung dann bereits am 15. August publiziert worden. Das war gerade einmal 13 Börsenhandelstage später…
Und diese positive Entscheidung ist nicht zu verachten! Damit darf Wegovy in den USA auch bei MASH (Metabolic Dysfunction-Associated Steatohepatitis) mit moderater bis fortgeschrittener Leberfibrose eingesetzt werden.
Es handelt sich dabei um eine schwere, fortschreitende Stoffwechselerkrankung der Leber, die ohne angemessene Behandlung tödlich verlaufen kann. Mehr als 250 Millionen Menschen leben mit MASH. In einem fortgeschrittenen Stadium sollen sich nach Schätzungen etwa 12 bis 15 Millionen Erwachsene in den USA befinden. Mehr als 100 Millionen sollen weltweit betroffen sein.
Die Zahl der Personen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wird sich nach Einschätzung von Novo Nordisk bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Von den Menschen, die derzeit übergewichtig sind oder an Adipositas leiden, lebt demnach mehr als jeder Dritte auch mit MASH. Menschen mit MASH haben in den frühen Stadien der Erkrankung oft nur wenige oder gar keine spezifischen Symptome. Die Diagnose ist deshalb häufig verzögert und das Risiko, an einer fortgeschrittenen Lebererkrankung, einschließlich Leberkrebs, zu erkranken, ist erhöht.
Das Spannende daran ist, dass es sich um einen weiteren Millardenmarkt handelt. Wegovy ist nun als erstes und einziges GLP-1-Medikament für MASH zugelassen. Damit hat Novo Nordisk in diesem Punkt ein Alleinstellungsmerkmal und kann sich vom Wettbewerb abheben: Mit der Zulassung von Wegovy für MASH erhalten Menschen, die mit MASH leben, eine neue Behandlung. Sie soll nicht nur die Krankheitsaktivität stoppen, sondern auch dazu beitragen, die Schäden an der Leber rückgängig zu machen.
Neben dieser sehr erfreulichen Meldung kam dann auch noch eine Negativmeldung von Eli Lilly, die „endlich“ auch mal enttäuschende Studienergebnisse melden mussten. Im Wettlauf zur nächsten Stufe der Abnehmprodukte, nämlich der Tablette statt einer Spritze, hat Novo Nordisk damit wieder die Nase vorn. Denn seit dem Frühjahr liegt ein Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde, über den voraussichtlich im 4. Quartal 2025 entschieden wird. Eli Lilly hat noch keinen Zulassungsantrag gestellt. Nach den Studienergebnissen hat die Tablette von Eli Lilly nur eine Wirksamkeit von 12,4% Gewichtsreduktion, während Novo Nordisk mit der Wegovy-Tablette bei 14,9% liegt. Beide Werten liegen deutlich unter den Abnehmspritzen. Bei der oralen Einnahme hat Eli Lilly zudem stärkere Nebenwirkungen, vor allem Erbrechen und Übelkeit.
Dass das Wachstum insgesamt sinken würde, war schon mathematisch vorherbestimmt. Aber auf dem aktuellen Kursniveau überwiegen für mich inzwischen die Chancen deutlich die Risiken. Novo Nordisk ist weiterhin stark in einem Wachstumsmarkt positioniert. Natürlich gibt es Wettbewerb. Aber das kennen andere Pharmaunternehmen schon seit Jahrzehnten und auch Novo Nordisk hat im Insulinbereich lange Erfahrung damit.
Vor einem Jahr wurde die Aktie noch mit dem 40-fachen Jahresgewinn bewertet. Nun ist es nur noch das 14-fache. Und das trotz einer erwarteten Steigerung des Gewinns!
Ich gebe bekanntlich keine Empfehlungen ab und meine Nachkäufe sind auch nicht blind nachzuahmen. Wenn Du jedoch in der Vergangenheit mal über den Kauf der Novo Nordisk-Aktie nachgedacht haben solltest, dann ist jetzt aus meiner Sicht ein wirklich guter Zeitpunkt, diese Gedanken noch einmal aufzugreifen. Die Aktie ist nun kein hochgehypter Titel mehr, sondern ein solider Wachstumswert mit einer sauberen Bilanz und angemessenen Ausschüttungsquote.
Nur einen Fehler solltest Du nicht machen: Nur weil die Aktie mal über 100 € stand, heißt das nicht, dass sie da auch wieder hinkommt. Ich erwarte sogar auf absehbare Zeit keine dreistelligen Kurse mehr. Das war einfach übertrieben.
Aber wenn Novo Nordisk es schafft, in den nächsten Jahren weiter mit 10% Gewinnwachstum zu agieren, dann ist die aktuelle Bewertung allemal gerechtfertigt. Und dann wird der aktuelle Kurs in einer Rückbetrachtung auch als günstige Einstiegsgelegenheit wahrgenommen werden.
Ich bin zuversichtlich, dass ich nach einem katastrophalen Jahr für meinen früheren Top-Depotwert nun mit einer höheren Aktienzahl auch wieder mehr Freude beim Blick in mein Depot haben werde. Das Comeback kann nun gerne starten!
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Novo Nordisk |
| ISIN: | DK0062498333 |
| Im Divantis-Depot seit: | 28.10.2016 |
| Letzter Nachkauf am: | 11.08.2025 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 400 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 30,00 € |
| Gesamtkaufpreis: | 11.999,65 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 1.203,80 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |
| für diesen Beitrag verwendete Quellen: |
| Financial report for the period 1 January 2025 to 30 June 2025 |


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