Was Dich hier erwartet:
Die Aktie ist mein absoluter Glücksgriff gewesen. Sie ist die erfolgreichste Aktie seit Bestehen des Divantis-Blogs, über deren Kauf ich im Jahr 2017 berichtet hatte. Seitdem habe ich Quartal für Quartal über eine insgesamt positive Entwicklung berichten können.
Klar waren auch mal Schwächephasen dabei, aber ich war stets deutlich im positiven Bereich und hatte so auch keine Gedanken daran, die Position zu veräußern.
Und so blicke ich nun – nach einem beeindruckenden Zwischenspurt im letzten halben Jahr – auf eine Performance, wie ich sie mir nicht erträumen konnte: 8 Jahre nach dem Kauf hat sich der Wert – einschließlich der erhaltenen Dividenden – versiebenfacht.
Und die Aussichten sind weiterhin so gut, dass ich mir relativ sicher bin, auch in gar nicht so ferner Zeit über die Verachtfachung schreiben zu können.
Denn bei einem weiterhin zweistelligen Wachstum ist ein weiterer Anstieg des Aktienkurses keine Frage des Ob, sondern nur des Wann.
Warum das Unternehmen so gut aufgestellt ist und wie ich die Welle weiter völlig entspannt reite, erfährst Du in diesem Beitrag.
Die Microsoft-Aktie gehört seit 2017 zu den Topwerten in meinem Dividendendepot. Aktuell hat sie sich – einschließlich erhaltener Nettodividenden – tatsächlich versiebenfacht.
Hier hatte ich damals über den Kauf von Microsoft berichtet. Im 10-Jahres-Chart ist ein stringenter Anstieg bis Ende 2021 gut zu erkennen. Er endet ungefähr mit meinem Nachkauf von 10 Aktien (in 2 Tranchen). Nach dem erneuten Anstieg bis 2024 habe ich diese nachgekauften Aktien mit einem schönen Gewinn verkauft, da mir die Position dann insgesamt doch zu groß war. Seitdem bin ich wieder mit meinen ursprünglichen 100 Aktien investiert, die ich auch immer in einem separaten Depot gehalten hatte.
In diesem Jahr verlor die Aktie zunächst relativ stark, um dann einen erstaunlichen Höhenflug zu erleben. Er führte zu einem Alltime-High bei 535,64 US$ Anfang August. Zuletzt konsolidierte die Aktie etwas auf diesem hohen Niveau:

Dividende
Microsoft zahlt erneut (und voraussichtlich letztmals) eine Quartalsdividende von 0,83 US$. Für die 100 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt sich eine Brutto-Dividende von 83,00 US$. Sie wurde von maxblue zum Kurs von 1,1736 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 52,66 €. Sie wird mit Wertstellung 15.09.2025 überwiesen.

Dividendenrendite
Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann zahlt Microsoft eine Jahresdividende von 3,32 US$. Bei einem Aktienkurs von 501,01 US$ (Schlusskurs am Dividendenzahltag) ergibt das eine Dividendenrendite von 0,66%. Bei einem heutigen Kauf dürfte es jedoch etwas mehr sein, da Microsoft traditionell seine Dividende zur Dezember-Zahlung erhöht. Somit würde bei einem Neukauf der erhöhte, aber noch nicht verkündete Satz bezahlt werden.
Yield on Cost
Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) profitiert von meiner vergleichsweise langen Haltedauer und den zwischenzeitlichen Dividendenerhöhungen. Rechne ich die Jahresdividende zum jetzigen Umrechnungskurs um, dann erhalte ich 282,89 € auf einen Einstand von 6.448,56 €. Das ist ein YoC von 4,39%.
Perspektiven
Zuletzt hatte ich vor einem halben Jahr zur März-Dividendenzahlung über Microsoft berichtet. Damals lag der Aktienkurs bei 378,77 US$ und die Aktie hatte in den drei Monaten zuvor 16,7% Kursverlust zu verzeichnen. Mit dem aktuellen Kurs von 501,01 US$ sieht die Situation allerdings ganz anders aus. 32,3% Kursplus in einem halben Jahr stellen mich durchaus zufrieden.
Auch wenn der Zuwachs in Euro nicht ganz so hoch ist, hat sich die Stimmung gegenüber der Aktie wieder deutlich verbessert.
Fundamentale Gründe gibt es hingegen kaum. Es gab sie nicht für den Kursrückgang und gibt sie auch jetzt nicht für die Erholung. Denn die Quartalsergebnisse von Microsoft waren durchweg gut und das Thema AI war auch schon im März das bestimmende Thema schlechthin.
Und so ist die Kursentwicklung von Microsoft in diesem Jahr ein Lehrstück dafür, dass man sich nicht verrückt machen sollte. Ist man von „seinem“ Unternehmen überzeugt, dann ist der Aktienkurs nicht mehr als eine Randnotiz. Es gibt schlichtweg keinen Grund bei einem Kursrückgang in Panik zu verfallen und genauso wenig sollte man jetzt in Euphorie ausbrechen.
Wichtig bleiben die konkreten Geschäftsergebnisse und der Ausblick. Lassen sich hinter beide Punkte grüne Haken machen, dann wird sich der Aktienkurs in der Regel auch positiv entwickeln. Und Schwankungen gehören eben dazu. Auch wenn sie – zugegebenermaßen – in diesem Fall recht stark ausgefallen sind.
Microsoft hat zuletzt seine Ergebnisse zur Jahresmitte 2025 berichtet. Das war gleichzeitig das 4. Quartal des Geschäftsjahres 2025. Somit waren die Zahlen mit einem Jahresergebnis verbunden. Das „Jahr“ lief von Juli 2024 bis Juni 2025.
In dem Schlussquartal des Geschäftsjahres steigerte Microsoft den Umsatz um 17%. Der operative Gewinn legte 23% zu und sowohl der Nettogewinn als auch der Gewinn je Aktien stiegen um 24%.
Das Gesamtjahr war etwas schwächer im Wachstum, kann sich aber auch noch wirklich sehen lassen: Microsoft erzielte einen Umsatz von 281,7 Mrd. US$, ein Plus von 15%. Daraus folgte ein operativer Gewinn von 128,5 Mrd. US$ (+17%) und ein Nettogewinn von 101,8 Mrd. US$ (+16%). Der Gewinn je Aktie legte um 16% auf 13,64 US$ zu.
Damit lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis vor einem Jahr bei „nur“ 27,8 und ist sicherlich auch ein Grund, warum die Aktie im Anschluss so eine gute Performance hinlegte. Nun liegt das KGV aber wieder bei 36,7. Gelingt es Microsoft allerdings erneut, den Gewinn um mindestens 15% zu steigern, dann ist das erwartete KGV aktuell bei 31,9. Die eigene Prognose spricht von einem „zweistelligen“ Gewinnwachstum.
Absolut betrachtet ist das KGV sicherlich hoch. In Relation zu anderen Titeln, die eine derart führende Position im Cloud und AI-Bereich einnehmen, ist die Aktie jedoch nicht überbewertet. Oracle als Beispiel, die in der letzten Woche mit einem Tagesgewinn von mehr als 30% auf sich aufmerksam machten, wurden zu diesem Zeitpunkt z.B. im 40er Bereich bewertet.
Microsoft hat aus meiner Sicht in den letzten Jahren alles richtig gemacht. Früh setzten sie auf die Partnerschaft mit OpenAI und sorgten 2022 mit ihrer Unterstützung dafür, dass Sam Altman und ChatGPT durchstarten konnten. Und bis heute hat Microsoft eine bedeutende Rolle inne und kann dafür Sorge tragen, dass die Kooperation in ihrem Sinne verläuft.
So profitiert Microsoft auch direkt von steigenden Umsätzen mit Azure, weil OpenAI eben dort Cloud-Speicher bucht. Dort lag das Wachstum dann auch im letzten Quartal mit +26% deutlich über dem Konzernwachstum von +18%. Und nach der jüngsten Vereinbarung mit OpenAI wird das Wachstum auch in den nächsten Jahren stark sein.
Dass OpenAI nun z.B. auch Cloud-Services bei Google (seit Mitte 2025) oder Oracle (ab 2028) bucht, hat nach meinem Verständnis eher damit zu tun, dass Microsoft allein gar nicht in der Lage ist, so viel benötigte Kapazität zur Verfügung zu stellen. Aber natürlich hat OpenAI auch zahlreiche andere Gesellschafter, die auf eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber Microsoft drängen. Schließlich kann ich mir vorstellen, dass es Microsoft gar nicht unrecht ist, wenn OpenAI auch woanders Kunde ist, solange einen bedeutender Anteil an Microsoft geht. Denn das erleichtert Diskussionen mit Kartell- oder Wettbewerbsbehörden. OpenAI ist eben kein Anhängsel von Microsoft, sondern ein unabhängiges Unternehmen.
Microsoft ist für mich weiterhin die „perfekte“ Aktie, um den IT-Bereich abzudecken. Auf der einen Seite erhalte ich die klassischen Produkte mit einer überragenden Marktstellung, die weiterhin gutes Geld verdienen. Und auf der anderen Seite habe ich den Cloud-Bereich und die OpenAI-Beteiligung, in der das große Wachstumspotenzial von AI steckt. Klar kann ich die Chancen erhöhen, wenn ich auf spezialisiertere Unternehmen setze. Das ist dann aber auch mit einem höheren Risiko verbunden.
Ich genieße es vielmehr, dass Microsoft Quartal für Quartal zweistelliges Wachstum liefert. Ich brauche keine 100% in einem Jahr, wenn ich auch seit 10 Jahren und in den nächsten Jahren 15-20% haben kann. Mich lässt das ruhig schlafen und der Aktienkurs steigt auch so im langfristigen Durchschnitt.
Genauso wie die Dividende, die mir ja auch sehr wichtig ist. Zur nächsten Quartalsdividende wird sicherlich die diesjährige Erhöhung verkündet werden. Letztes Jahr gab es eine Erhöhung um 10,7% von 0,75 auf 0,83 US$. Für dieses Jahr erwarte ich eine ähnliche Erhöhung. Prozentual sollte sie wieder zweistellig ausfallen, so dass es mindestens 9 Cent auf dann 0,92 US$ werden müssten. Das Announcement erwarte ich schon in den nächsten Tagen.
Aktuell beträgt das Depotgewicht in meinem Dividendendepot 8,0%. Ich werde daran aktiv auch nichts verändern. Zukäufe sind mir auf diesem Niveau insgesamt zu teuer, Verkäufe kommen ohnehin nicht in Frage. Es gibt einfach keinen Grund dafür.
Auch die Talfahrt des US-Dollar ist inzwischen zum Stillstand gekommen, so dass die Dividendenerhöhung dann hoffentlich auch tatsächlich wieder eine höhere Dividende in Euro bewirkt.
Microsoft bleibt für mich eine klassische Buy-and-Hold-Position mit einem regelmäßigen Check. Und dieser Check ist wieder einmal positiv ausgefallen.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Microsoft |
| ISIN: | US5949181045 |
| Im Divantis-Depot seit: | 11.10.2017 |
| Letzter Nachkauf am: | 13.12.2021 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 64,49 € |
| Gesamtkaufpreis: | 6.448,56 € |
| durch Teilverkauf am 19.7.2024 realisierter Gesamtgewinn (Kurs & Dividenden): | 1.219,21 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 1.341,07 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |
| für diesen Beitrag verwendete Quellen: |
| Earnings Release FY25 Q4 – Microsoft Cloud and AI Strength Fuels Fourth Quarter Results |
| First Quarter / Fiscal Year 2026 Outlook |


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