Ich gehe gerne Risiken ein, wenn die Rendite entsprechend hoch ist

Omega Healthcare Investors Symbolbild
4.5
(48)

Dieser REIT ist weiterhin der Titel mit der höchsten Dividendenrendite in meinem Depot. Und das trotz der hervorragenden Performance in diesem Jahr.

Schon das zeigt, dass es sich um einen ungewöhnlichen Titel handelt. Seit mehr als sechs Jahren habe ich ihn mittlerweile im Depot und bin mit ihm quasi durch Dick und Dünn gegangen.

Dünn ist inzwischen das Fett auf den Rippen. Und große Sprünge sind auch in absehbarer Zeit nicht möglich. Aber trotzdem bleibe ich investiert.

Denn der REIT ist für mich weiterhin ein Investment in den Megatrend der besseren Gesundheit der Bevölkerung, die zu einem längeren Leben führt und entsprechend auch altersgerechtes Wohnen erfordert. Und die damit verbundenen Risiken – immer noch Nachwirkungen der Pandemie – werden auch angemessen vergütet.

Wie sich die aktuelle Situation darstellt und warum es womöglich bald noch einmal eine Nachkaufgelegenheit geben könnte, erfährst Du in diesem Beitrag.

Der Titel mit der höchsten Dividendenrendite in meinem Depot ist weiterhin Omega Healthcare Investors (OHI). Bei meinem Nachkauf im Januar hatte ich mir zuletzt sogar die 10%-Marke gesichert. Das war vor allem ein Zeichen für ein hohes Risiko. Den in Seniorenimmobilien investierenden REIT habe ich hier vorgestellt. Die Chartentwicklung der letzten 10 Jahren zeigt das Auf und Ab des Kurses deutlich – ein entspanntes Engagement sieht natürlich anders aus:

10-Jahres-Chart Omega Healthcare Investors in US-Dollar
10-Jahres-Chart Omega Healthcare Investors in US-Dollar

In 2023 liege ich – vor allem auch durch den Nachkauf zu Jahresbeginn – aktuell bei einem Total Return von 23,1%.

Dividendenzahlung

Omega Healthcare Investors zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,67 US$. Für die 300 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 201 US$. Nach dem Depotübertrag vom Smartbroker habe ich nun erstmals meinen gesamten Bestand in einer Abrechnung. Die Dividende wurde von der Consorsbank zum Kurs von 1,0881 in Euro umgerechnet.

Nach Abzug der Steuern verbleibt in der Addition eine Netto-Dividende von 143,86 €. Sie wurde mit Wertstellung 15.11.2023 überwiesen.

Dividendengutschrift Omega Healthcare Investors im November 2023

Bei der Berechnung einer Dividendenrendite von Omega Healthcare Investors bin ich immer etwas vorsichtiger als bei anderen Titeln. Einfach weil es ein riskantes Investment ist und niemand mit Gewissheit sagen kann, ob die Quartalsdividende tatsächlich auch in den nächsten vier Quartalen in dieser Höhe bezahlt werden wird. Unterstelle ich das jedoch, dann beträgt die Jahresdividende 2,68 US$. Bei einem Aktienkurs von 31,90 US$ ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 8,4%. Wie gesagt: es gibt dafür keine Garantie!

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist – neben der Stetigkeit der Dividendenzahlungen- vom US-Dollar-Kurs abhängig. Unterstelle ich für ein gesamtes Jahr den Umrechnungskurs dieser Dividendenzahlung, dann erhalte ich für meine 300 Aktien 804 US$ einen Eurobetrag von 738,90 € brutto. Bezogen auf meinen bezahlten Einstand von 7.984,35 € entspricht das 9,3%. Mit einem stärkeren US-Dollar steigt diese Rendite, genauso geht sie bei einem schwächeren US-Dollar zurück.

Perspektiven

Meine Strategie mit Omega Healthcare Investors setze ich unverändert fort: Innerlich rechne ich mit geringeren Dividenden in der Zukunft. Gleichzeitig erfreue ich mich über jede Dividendenankündigung mit dem unveränderten Satz. Auf Dividendenerhöhungen – wie bei anderen Depotwerten – setze ich nicht. Jede einzelne Dividendenzahlung entspricht netto einem Betrag von 1,8% meines ursprünglichen Investments. Viermal im Jahr sind das dann 7,2%.

Und jede einzelne Dividendenzahlung reduziert mein ausstehendes Risiko. Mittlerweile habe ich 28% meines Investments zurückerhalten. Und wenn ich die zurückgeflossenen Dividenden von meinem Einstand abziehe, dann ist meine Rendite auf das eingesetzte Kapital noch deutlich höher. Aktuell sind das dann 2,5% netto pro Quartalsdividende oder 10% netto im Jahr.

Eine solche Rendite empfinde ich tatsächlich auch als risikoangemessen.

Im Januar hatte ich ja noch zweimal nachgekauft. Damals war noch vor einem Quartalsverlust für das 4. Quartal 2022 gewarnt worden. Dazu kam es dann auch und es wurde beim Nareit FFO (Funds From Operations) ein Verlust von 0,13 US$ je Aktie gemeldet.

In diesem Jahr wurden allerdings jedes Quartal positive Ergebnisse gemeldet. 0,60 US$ im 1. Quartal und 0,63 US$ im 2. Quartal. Und auch im 3. Quartal waren es 0,63 US$. Es spricht also viel dafür, dass 2023 ein positives Jahresergebnis erreicht wird.

Für die Dividenden noch wichtiger ist allerdings die Kennzahl „Funds for Distribution“. Sie lag im 2. Quartal mit 0,70 US$ je Aktie endlich wieder über der Dividendenausschüttung. Und auch im 3. Quartal wurde die Dividendenausschüttung wieder übertroffen, allerdings nur knapp: 0,68 US$ standen zur Verfügung.

Das ist das, was ich mit „risikoangemessen“ meine. Die Dividende ist alles andere als komfortabel. Nur durch eine Vollausschüttung der zur Verfügung stehenden Mittel kann sie in dieser Höhe aufrecht erhalten bleiben.

Für mich als Investor ist es jedoch positiv zu sehen, dass das Management „auf Teufel komm raus“ versucht, die Dividende zu halten. Und konsequent daran arbeitet, dass die schwierigen Zeiten temporär bleiben. Ob das am Ende von Erfolg gekrönt sein wird, ist aber noch offen.

So wird Quartal für Quartal von An- und Verkäufen berichtet, die mal weniger, mal mehr frische Mittel bringen. Dazu werden neue Aktien ausgegeben, um Akquisitionen zu tätigen. Wenn sie nicht direkt einen positiven Beitrag leisten, dann sinkt schon dadurch der Wert je Aktie. Richtig durchschaubar ist das für mich alles nicht.

Und auch das ist ein Punkt, der – wenn es nicht die hohe Dividende geben würde – für mich gegen ein Investment spricht. In dieser Konstellation halte ich es dann aber für risikoangemessen.

In einem breiten Portfolio wie ich es im Dividendendepot habe, kann man durchaus mit wenigen Titeln auch riskanter unterwegs sein. Aber Dir sollte das immer bewusst sein: Nur mit OHI im Depot kannst Du nicht ruhig schlafen!

Mein Depotanteil liegt aktuell bei 1,95%. Das ist für einen solchen Titel aus meiner Sicht schon relativ hoch. Wie schon geschrieben, relativiert sich das für mich jedoch durch die schon erzielten Rückflüsse. Ziehe ich die 28% Rückflüsse auch von dem Depotanteil an, dann liegt er tatsächlich nur bei 1,4%. Und damit kann ich dann auch gut umgehen.

Da ist es für mich dann auch vertretbar, dass OHI für einen neuen Kredit einen Zinssatz von 5,6% bezahlen musste. In Relation zum allgemeinen Zinsniveau in den USA ist das gar nicht so viel. Aber in der Gewinnrechnung trotzdem eine spürbare Belastung. Und die gestiegenen Zinsen werden sich sukzessive bei allen Fälligkeiten zeigen und langsam, aber sicher zum Negativfaktor werden.

Für das 4. Quartal und den Beginn des Jahres 2024 zeigt sich das Management denn auch sehr vorsichtig. Einige kleinere Mieter werden immer noch restrukturiert und könnten für entsprechende Belastungen sorgen.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dies zum Jahreswechsel noch mal für Druck auf den Aktienkurs sorgt und wir die 30-Dollar-Marke noch mal von Unten sehen. Denn die Börse ist schnell vergesslich und sieht im Negativen nicht unbedingt den Silberstreif am Horizont.

Sollte es sogar so weit gehen, dass die Dividendenrendite noch mal in die Zweistelligkeit kommt, dann würde ich noch mal einen kleinen Betrag bereithalten, um meine Position noch mal zu erhöhen. Auf der einen Seite wäre dann ja auch der Depotanteil wieder gesunken, so dass ich dann immer noch in einem vertretbaren Rahmen unterwegs wäre. Und mein Nachkaufvolumen wären auch nur die vereinnahmten Dividenden seit dem letzten Nachkauf. Ziemlich genau also die in diesem Jahr erhaltenen Netto-Dividenden von OHI.

So ganz passt das zwar nicht dazu, dass ich möglichst schnell meinen Einsatz wieder zurückhaben möchte. Aber bei 10% Dividendenrendite, also einem Aktienkurs von 26,80 US$ oder darunter, sehe ich deutlich mehr Chancen als Risiken. Und da kann ich dann die Erträge eines Kalenderjahres aus der Aktie wieder in die Aktie reinvestieren. Das sind übrigens exakt 571,57 €. Je nach Wechselkurs würde ich dafür bei dem avisierten Aktienkurs 20-25 Aktien kaufen können.

Wirklich davon ausgehen will ich aber nicht. Ich wünsche mir eigentlich viel eher, dass ich mit den 300 Aktien auch die nächsten Jahre investiert bleiben kann. Und die sich in der Dividendenrendite ausdrückende Risikoprämie stetig sinkt. Das Jahr 2023 war dafür bisher ein sehr guter Beitrag. Wenn es im nächsten Jahr ähnlich weiter geht, dann wäre ich sehr entspannt.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Omega Healthcare Investors, Inc.
ISIN:US6819361006
Im Divantis-Depot seit:19.05.2017
Letzter Nachkauf am:10.01.2023
Stückzahl im Divantis-Depot:300
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:26,61 €
Gesamtkaufpreis:7.984,35 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:2.447,75 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

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30 Gedanken zu „Ich gehe gerne Risiken ein, wenn die Rendite entsprechend hoch ist“

  1. Hi Ben, ich drücke natürlich die Daumen.

    Es ist schon erstaunlich, wie eigentlich als sehr defensiv geltende Geschäftsmodelle/Unternehmen zu turn around stories werden können. Vorweg: Ich würde genauso wie Du Omega Healthcare festhalten, selbst wenn temporär die Ausschüttungen etwas reduziert werden muss.

    Wo wir es gerade haben: Früher hatte ich mal immer wieder einen Blick geworfen auf das neuseeländische Unternehmen Ryman Healthcare (kein REIT). Vor einigen Jahren wurde ich auf sie durch Frank Fischer aufmerksam, der sie – glaube ich – in seinem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen gekauft hatte und von Geschäftsmodell und der dahinter stehenden Eignerfamilie sehr überzeugt war.

    Ich hatte sie für mich als einen schönen stabilen slow compounder verortet, der langsam und unendlich wächst. Überalterung der Gesellschaft, qualitativ besseres Leben im Alter unserer Generation und so weiter als Catcher in der Investment Rationale. Glücklicherweise aber habe ich sie doch nicht gekauft (ehrlicherweise aber nur, weil ich mein Kioskgeld ständig für anderen Aktiensüßkram ausgegeben hatte). Unglaublich, wenn man sieht, wie dieses auf den ersten Blick defensive Geschäftsmodell wegen Lieferkettenproblemen und gefallener Hauspreise unter Druck gekommen war.

    Mittlerweile ist es eine turn around story.

    https://www.morningstar.com/stocks/ryman-healthcare-firmer-house-prices-population-growth-suggest-recovery-potential

    Der Frankfurter Value Fund schein investiert zu sein (habe nicht die aktuellste VA eingesehen, könnte auch wieder überholt sein oder er ist tatsächlich wieder erneut eingestiegen).

  2. Ein Einstandskurs bei OHI von unter 27 EUR für Ben: Glückwunsch, sehr schön! Aktuell stehen wir bei 29,30 EUR, das ist recht teuer.
    Übrigens habe ich kürzlich noch mal ein paar REITs recherchiert, finviz bietet hier ja exzellentes Zahlenmaterial an.
    Bis dato habe ich Realty Income, Digital Realty, Alexander Real Estate und Prologis im Depot. Einzig DLR ist positiv im Kurs. Bei allen vieren habe ich vorerst meine Zielpositionsgröße erreicht. Alle vier haben ein gutes Geschäftsmodell und wirken – trotz kleiner Rücksetzer – recht stabil.
    Vor der Recherche dachte ich dann: Warum nicht (nach dem Verkauf von MPW) mal wieder in einen Healthcare-REIT einsteigen? Die Zahlenanalyse von Kandidaten wie Welltower, Ventas, Healthpeak, CareTrust, OHI, LTC und Community Healthcare war dann insgesamt leider sehr enttäuschend für mich. Einzig CareTrust hat beispielsweise ein 5-Jahres-Dividendenwachstum von über 5% (7%). Was mich sehr verstimmt: Bei allen liegt der ROI unter 5% und die Verschuldung ist enorm (wie Mitforistin star ja auch schon mal anmerkte).
    Nach meinem Vonovia-Verkauf 2022 dachte ich dann kürzlich: Schau dir mal die Residential REITs an. Kandidaten wie Avalonbay, Equity Residential oder Essex Property gaben von den Zahlen jedoch ein sehr ähnliches Bild ab.
    Irgendwie hat mich das alles nicht so recht überzeugt.
    Aus Frust habe ich erstmal eine Position bei TROW nachgekauft (da stimmen quasi alle Zahlen, bis auf den Kurs) und PAYX auf die Nachkaufliste gesetzt (auch tolle Zahlen, bei 107 EUR derzeit etwas zu teuer, ich hätte sie gerne wieder unter 100 EUR).
    Mein Immobiliensektor macht 7% des Depots aus (hinter der #1 IT mit 20% und #2 Health mit 15%). Vielleicht reicht das auch fürs erste. ;-)

    1. Die Kurse bei REITS sind aus meiner Sicht derzeit sehr interessant. Ich habe gestern ESS aufgestockt (bisher der einzige REIT in meinem Depot, um Immobilien nicht zu hoch zu gewichten), aber auch O war die Tage bzw. ist aus meiner Sicht interessant. Da stimmen die Zahlen.

      Drücke natürlich Ben und anderen Investoren auch die Daumen betreffs OHI.

      VG
      1Steven1

    2. Lieber Matthias,

      hast du dir bei den REITs auch Mid-America Apartment Communicties angeschaut? Die haben auch ein A Rating. Allerdings gab es zuletzt auch kritische Töne, da Zweifel an der positiven Mietpreisentwicklung im Sunbelt bestehen. Public Storage hatte ich ja schon mal erwähnt.

      TROW habe ich ebenfalls im Depot, bin damit ganz schön unter Wasser. Auf der einen Seite hat TROW gut Finanzkennzahlen. Anderseits hat Thomas wirklich recht, da fließen viel mehr Mittel ab bzw. weniger zu als bei BlackRock. Für mich aktuell eher ne Halteposition, während ich BLK im Laufe des Jahres aufgestockt habe.

      Beste Grüße,
      Chrischaan

      1. Die Singularität und damit auch das derzeitige Problem von TROW besteht im Prinzip darin,
        das ihr Focus stark auf aktivem Vermögensmanagement liegt. Wir reden hier nicht von wealthmanagement oder Familyoffices,
        sondern von investierbarem Kapital. Die meisten anderen großen Assetmanager haben sich mittlerweile auf passives Management
        verlegt, sie verkaufen, bündeln, verwalten und legen ETF aller coleur auf.
        Das macht T Row Price nicht. ( ja es gibt paar kleinere ETF, aber die sind nicht relevant, oft auch aktiv gemanagt)
        Nun muß T Row natürlich den Nachweis erbringen, das sie mit ihrem Ansatz erfolgreicher sind als die anderen Assetmanager und den Nachweis können sie eben nicht erbringen. Man erzielt bei T Row als Anleger/Investor keine höhere Rendite als anderswo und hat aber evtl höhere Kosten.
        Bis zum Start der Anleihenkrise durch steigenden Zinsen Ende 2021 alles kein Problem, aber seitdem geht es nur noch abwärts.
        Sie finden kein Rezept und auch vom Ende Bärenmarkt Start Bullenmarkt ist bei T Row nichts zu sehen.
        Sie kommunizieren Prinzip Hoffnung, hoffen auf Abflachung bzw Stabilisierung der Mittelabflüsse in 2024 und hoffen auf Besserung in 2025. Das würde ich als Manager auch kommunizieren, wenn ich kein Ahnung hätte, was ich anders oder besser machen soll.
        Als 17. oder 19. ETF Anbieter brauchen sie jetzt nun wirklich nicht zu starten, das haben sie verpennt. So weitermachen wie bisher? was dann ?
        Aber so viele gute Fondsmanager, die wirklich im Zeitalter von sekundenschneller Markteffizienz und KI für Outperformance sorgen, wird es keine geben und ob die dann ausgerechnet für TROW arbeiten ?
        das sind glaube ich die Fragen hinter dem Kursverlust von TROW zur Zeit.
        Außerdem überwiegt klar das Volumen und die Dynamik der Insiderverkäufe.
        nur Meinung.

        1. Und worin wäre das Problem in dieser Singularität begründet? Wealthmanagement und Family Office ist ein ganz anderes Geschäft als Vermögensmanagement (übrigens: niedrigere Margen als Vermögensmanagement).

          Es gibt zudem stets Saisonalitäten. So hat sich TROWPRICE einen Namen mit Value Investing gemacht. Bei steigenden Zinsen sind Value Stocks eben ein wenig out of favor weil Renten dann in der Allokation der natürliche Feind sind (macht TROWPRICE zwar auch, aber erstens gibt es andere gute Anbieter bei Renten und außerdem sind hier die zu verdienenden Margen viel niedriger). Solche Rotationen sind also normal und einmal spielen sie für das jeweilige Geschäftsmodell und das andere mal eben dagegen. Aus der Helikoptersicht ist das nichts andere als Ebbe und Flut.

          Meines Erachtens muss man so ein Invest eben für sich richtig einordnen: Das ist ein absoluter Value Pick mit einer Dividenden-Rendite von >5% und Share buy backs von >2% (wenn der Kurs weiterhin so schwach bleibt, ist die share buy back Rendite sogar noch höher). Mit solchen Picks macht man langfristig (!!!) Geld. Es ist doch völlig egal ob eine TROWPRICE, Coca Cola, MCDONALD oder P&G – die Geschäftsmodelle unterlaufen alle ständig einem Anpassungsdruck und bei jedem dieser Titel findest Du kurzfristig immer etwas Spannenderes.

          Und: Das angeblich Passives Investieren der Untergang des Abendlands für eine TROWPRICE erscheint zwar zugebenermaßen auf den ersten Blick sogar naheliegend. Aber besinne Dich mal auf MCDONALD: Hatte WB verkauft weil er nicht mehr an das Geschäftsmodell glaubte und jeder glaubte die machen nur Junk Foods und das will keiner mehr. Coca Cola dasselbe, jeder sah hier nur den Süßkram und hielt das Geschäftsmodell für überholt. TROWPRICE hat keine Schulden, Cash ohne Ende, einen sehr guten Ruf. Sicherlich wird es in den nächsten Jahren immer irgendwelche Aktien geben, die spannender sind oder mal für ein paar Jahre den Kurs locker outperformen. Aber so legt man meines Erachtens nicht langfristig sein Geld an, immer die nächste Story aufzuspüren. Das ist meines Erachtens eine Frage des Anlagestils und Temperaments. Man darf nicht so sehr auf den Kurs fokussieren.

        2. @Thomas
          In Deinen Posts (und Du bist ja hier einer der Hochfrequenz-Poster) erkenne ich in letzter Zeit eine Art „Momentum-Strategie“. Aktien, die gerade gut laufen, werden von Dir im weitesten Sinne „empfohlen“, Aktien, die schlecht laufen, traust Du eher wenig zu. Das ist völlig legitim, aber für mich als Muster bei Dir erkennbar. Wenn eine Aktie schlecht läuft, gibt es, zugegeben, meistens gute Gründe dafür, allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass die Tendenz weiter streng monoton gegen Null laufen muss. Und gemäß der Devise „im Einkauf liegt der Gewinn“ bieten solche (momentanen) „Loser“ mitunter das größte Potenzial. Bei TROW bin ich in der Tat auch zwiegespalten – das Argument bez. der ETF’s ist nicht von der Hand zu weisen – allerdings könnte es im Vermögensmanagement nicht ausschließlich darum gehen, maximale Rendite zu erzielen, sondern andere Schwerpunkte wie Vermögenserhalt, persönlicher Kontakt, Vertrauen etc. spielen eventuell auch eine Rolle, die man in diesen stürmischen Zeiten nicht unterschätzen sollte. Klar, für Mini-Anleger wie mich mit Depots im nicht mal sechsstelligen Bereich macht Vermögensmanagement aus Kostensicht nicht wirklich Sinn, aber wenn Du gerade ein paar Millionen geerbt hast oder für die Pensionsverpflichtungen eines Unternehmens gerade stehen musst…..?
          BG, Matthias66

          1. Noch ergänzend zu TROWPRICE (und dann höre ich wirklich auf… :-)). Return on Equity 18%. Ja, leider sind es gegenwärtig nicht mehr rd. 30 % wie in den Jahren bis 2021. Allerdings gibt es die Aktie auch gerade fast 60 Prozent unter ATH.

            Und um das mal auch ein wenig weiter einzuordnen. Diese immer noch sehr stattliche Eigenkapitalrendite wird verdient mit…KEINEM Hebel auf der Bilanz, mit nullkommnull Leverage! Die meisten Banken verdienen diese Eigenkapitalrendite nicht, und deren gesamte Bilanz ist ein einziger riesiger Hebel mit einem ganz anderen Risikoprofil.

            Also, Dividenden und Aktienrückkäufe kommen im Moment auf eine Yield von knapp 8 Prozent. Dividenden sind die letzten Jahren im Schnitt um die 10 Prozent (CAGR) gestiegen. Selbst wenn sich das verlangsamt auf 7 Prozent, ist der total return in den nächsten Jahren anständig. Als Cashflow-Investor spricht mich das an. Während ich diese Zeilen schreibe, realisiere ich gerade außerdem, dass erstens TROWPRICE richtigerweise TROWE(!)PRICE auszuschreiben ist und dass ich von einem Dividendenrückfluss noch ein wenig davon nachkaufen sollte (mein Einstand ist rund 10 Prozent im Minus). Schönen Abend!

            1. Vielen Dank Tobs, dass du mich ein wenig beruhigst.
              Ich war lange Zeit auch skeptisch bezüglich TROW.
              Irgendwann verstand ich jedoch, dass die Zahlen da ziemlich gut aussehen und welches Geschäftsmodell sie haben.
              Mittlerweile fühle ich mich gut damit, sowohl TROW als auch BLK mit hoher Position im Depot zu haben (jeweils 2,7% Einstand). Ich betrachte es so: Während BLK eher auf passives Investieren setzt (und eine tolle Analyseplattform mit Aladdin aufweist), fokussiert sich TROW eher auf aktives Investieren und holt eine Klientel ab, die hierzu Beratung benötigt (weltweit dürfte es genug Interessenten dafür geben).
              Hoffen wir, dass sich beide nicht ins Gehege kommen und sich auf ihre Kernexpertise fokussieren (was für alle Unternehmen gilt).

              Natürlich leiden Asset-Manager aktuell stark, das sieht man auch an den Fondsvermögen vieler ETFs. Das gilt es jetzt auszuhalten und auf Zeiten zu warten, in denen das Gros der Anleger wieder mehr Vertrauen in Aktien gewinnt. Der übliche Kleinanleger ist ja eher ein „scheues Reh“ ;-)

              PS: Um ein Bonmot der Rentenoma Beate Sander zu zitieren: „Vermeide die gefährlichen vier: Euphorie, Panik, Angst und Gier.“ Aktuell überwiegt im Sentiment aus meiner Sicht die Angst. Teilweise unbegründet. Andererseits gut für Anleger, die mutig sind und Zeit mitbringen.

              1. Hallo Matthias, da bist Du mit TROW und BLK ja gut bzw. breit aufgestellt in Bezug auf aktives und passives Geschäft.

                Eine Anmerkung noch zu aktivem Geschäft: Natürlich kann man nicht negieren, dass passives Geschäft auf dem Vormarsch ist und zudem für das verbleibende aktive Geschäft in Bezug auf die Gebühren eine Sogwirkung nach unten entfaltet.

                Aber: Es ist ja nicht so, dass alle nur noch passiv investieren möchten. Das ist eine klassische deutsche Filterblase. Gerade im angelsächsischen Raum sind aktiv gemanagte Fonds weiterhin stark gefragt. Etwas salopp vergleiche ich das mal mit dem „Kombi“ unter den PKW. Du siehst hier auf deutschen Autobahnen mehr Kombis als Limousinen. In den USA will fast niemand Kombis fahren.

                TROW hat Themen und wird auch keine Kursrakete. Es ist ein schöner Wert mit downside protection und viel Cash-Generierungs-Potential auf lange Sicht. Man muss es eben realistisch für sich einwerten.

          2. Hi Matthias66

            das ist tatsächlich immer die Herausforderung. Wo alles wie geschmiert läuft, lohnt es sich nur bedingt einzusteigen. Und ohne Unsicherheit kein Kursrückgang. Ich habe zum Beispiel auch wieder einen Blick auf Bristol Meyers geworfen. Da sind die schwarzen Wolken am Horizont die auslaufenden Patente bis Ende des Jahrzehnts. Von Medikamenten die aktuell mehr als 50% Umsatz ausmachen. Allerdings sieht die GF die Pipeline ausreichend gut gefüllt um das auszugleichen. Außerdem erscheint der Health Care Sektor aktuell bischen Out zu sein. Na ja mal schauen.

            Viele Grüße,
            Chrischaan

      2. ja Chrischaan, MAA habe ich mir auch angeschaut: Dividende über 4% (gut), Debt-per-Equity mit 0,72 noch gut, PE mit knapp 25 recht hoch (aber noch okay), ROI akzeptabel, Operative Marge oberhalb 30% (gut), sieht also insgesamt ganz okay aus.
        https://finviz.com/quote.ashx?t=MAA&p=d

        TROW und BLK sind hinter dem A2JAHJ im Depot aktuell die Positionen mit höchsten Einständen bei mir.

    3. Hallo Matthias
      PAYX, hab ich mir mal angeschaut, und tatsächlich eine erste Position aufgebaut, passt wunderbar in mein Dividendendepot und ist eine schöne Ergänzung zu ADP die ich schon länger im Depot habe.
      Immer nur auf die aktuelle Bewertung zu schauen bringt in dem Fall nichts, Qualität kostet nun mal ihren Preis, ich denke mittel und langfristig ein prima Dividendenwert mit zuverlässiger Ausschüttung und schöner Dividendensteigerungsrate.
      T Rowe habe ich ebenfalls, aber diese Position ist bei mir schon lange voll, über die mache ich mir langfristig keine Sorgen.

      1. ja Claudio, PAYX zeigt bei mir sehr viele grüne Flaggen, u.a. Dividende seit 8 Jahren erhöht, Operative Marge und ROI um 40%, Debt-per-Equity bei niedrigen 0,2, Umsatz und Gewinn steigen, FCF auch.
        Man kann die Ausschüttungsquote negativ erwähnen, mit 76%, das ist etwas erhöht.
        Ich habe 40 Stück im Depot und würde unter 100 EUR im Kurs 2×5 Stück gerne nachkaufen.
        Im April 2024 habe ich PAYX und ADP direkt verglichen. Diverse Aspekte sprechen eher für ADP (niedrigere Ausschüttungsquote, größere MarketCap), die meisten direkten Vergleichszahlen sprachen jedoch für PAYX (herausheben würde ich Debt-per-Equity von 0,2 zu 0,8 und die operative Marge von 40% zu 26%).
        Ganz ehrlich? Es sind beides tolle Unternehmen und ich kann verstehen, beide im Depot zu haben (manchmal ist es auch besser jene Firma im Depot zu haben, dessen Dividende – wie hier ADP mit 2,2% – etwas niedriger ist, dass lässt vermuten, dass die Dividende auch besser abgesichert ist).
        Ich habe eine Schwäche für jeweils die #2 im Markt (nach MarketCap), da ich vermute, dass diese sich – gegenüber dem Branchenprimus – immer einen Tick mehr anstrengen (um vorbeizuziehen ;-).
        Auch ich habe „Zwillinge“ wie Rio Tinto und Vale im Depot. Eigentlich gleiches Geschäft, aber verschiedene Länder (Australien/UK und Brasilien) und verschiedene Märkte global. Wenn man das zusammen genommen im Depot nicht überbetont, hat man halt etwas mehr Diversifizierung, kann nicht schaden.

  3. Hallo Matthias,
    Frustkauf bei TROW ?
    bei den Assetmanagern hat TROW nach wie vor unverändert mit den höchsten Float Short.
    Kannst Glück haben, würde ich Dir auch wünschen, für mich eher nicht.

    paar lose Gedanken

    Stelle immer öfter und immer wieder mal fest, das ein paar Qualitätsaktien im Depot auch bei Seitwärtsbewegungen des Marktes oder leicht fallendem Markt unbeirrt nach oben ziehen. Bei mir auffällig Parker Hannifin, Linde, Mondelez, Old Republic,
    an sich lohnt es sich wahrscheinlich eher, freies Kapital in Qualität zu stecken als quer durchs Gemüsebeet zu investieren.
    Was mir bei Linde neben allem anderen gefällt, ist die potentielle (professionelle) Wasserstoffkompetenz.
    Falls das jemals was wird mit Wasserstoff (falls), dann ist auch Linde ganz vorne mit dabei. Alle reden von Netzen und keiner von den erforderlichen Speichern. Linde könnte das wahrscheinlich und der Chart geht einfach nur nach oben, ohne das irgendjemand hypt.
    Hier ist Qualität zu vermuten.

    Siemens Energy Marktkapitalisierung 8,7 MRD €
    Staatsgarantien 7,5 Mrd €
    genau mein Humor.
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das die Garantien gezogen werden?
    Jetzt stellt man heuer im Berliner Finanzministerium bedröppelt fest, das das Staatsgeld doch knapper sein könnte als gedacht.
    Siemens Energy heute wieder auf Tauchstation.
    zwischen den Zeilen lese ich bei Konzentration aufs Onshore Geschäft nachlassenden Focus auf Off Shore Aktivitäten, die nicht mehr profitabel abgewickelt/hochgefahren werden können.
    Vattenfall mit British Norfolk Boreas und Orstedt lassen grüßen.
    Onshore Aktivitäten sind durch Höhe und Land/Grundstücke stark limitiert und wenn Offshore nicht privatwirtschaftlich gestemmt werden kann und wir feststellen, das Staatsgeld plötzlich nur noch limitiert zur Verfügung steht und Biden mit seinem Inflation reduction act mit verbundenem green deal durch Wahl auch nicht mehr lange Präsident sein „könnte“,
    dann stehen wir bei der Energiewende mit Windenergie möglicherweise gerade an einer gravierenden Wende…

    Was noch,

    interessante Irrungen und Wendungen bei Sam Altmann mit Open AI, verprellten Investoren und Microsoft.
    Sieht nach Machtfragen aus um Beschleunigung der Entwicklung der KI oder Bremsen der Entwicklung,
    Altruismus, Demokratisierung oder hochkommerzielle exklusive Nutzung durch die Owner der KI. (Open AI oder closed AI)
    Ich tippe mal darauf, das sich die Kommerzielle Nutzung durch die Eigentümer/Investoren durchsetzen wird.

    Bens Hauptthema OHI mit den Reit healthcare facilities,
    ja neben den üblichen Problemfällen MPW,PEAK,DOC,CHCT fallen Welltower und Sabra in letzter Zeit positiver auf.
    Wenn man aber einen Schritt zurücktritt, dann ist hier in der Branche kein Wachstum zu erwarten. Es ist ein reines Incomeinvest ohne Phantasie. Vielleicht zur Zeit günstig zu erwerben, weil keiner hinschaut und bei gesunkenen Zinsen in zwei drei Jahren wieder prosperierend. Vielleicht. War mal bei LTC Properties, bin aber raus und fokussiere mich hier nicht mehr.
    Grüße

    1. Ergänzung, die Siemens Ag hat ihr First Loss von 1 Mrd bei Siemens Energy wahrscheinlich schon abgeschrieben
      und sind damit fein raus. Immerhin hat Siemens AG beim Börsengang von S.Energy 2020 16 MRD eingenommen.
      So nebenbei knöpft Siemens AG bei der Gelegenheit Siemens Energy auch wieder als “ unter die Arme greifen “
      einen 18-prozentigen Anteil an Siemens Ltd. India von Siemens Energy wieder ab. Man holt das Familiensilber wieder nach Hause.

    2. TROW ist eine extrem beeindruckendes Unternehmen: Dividendenaristokrat, keine Schulden, hat lange Zeit einen operativen Gewinn von rd. 50% eingefahren, gegenwärtig etwas unter 40% gekommen, was immer noch alles andere als schlecht ist.

      In den letzten 10 Jahren lag der Total return irgendwo bei 700% und damit über dem S&P500. Sehr ausbalanciertes Geschäft, Bonds, AI und etwas über 50% Equities. Rund fifty fifty Retail (hohe Margen!) und Institutional. Schönes aktives Geschäft, kein niedrigmargiges Luftgepumpe wie Ishares von Blackrock. Top 19 in Bezug auf AuM weltweit, damit groß genug Kosten gut zu verteilen. Akquisitionen immer mit Augenmaß, insgesamt vorbildliche Capital Allocation und extrem aktionärsfreundlich.

      Mit anderen Worten: Mit TROW hat man eine fantastische Cash-Maschine, mit der man in den letzten Dekaden viel Geld verdienen konnte. Da würde mich als langfristigen Investor der Float Short so sehr interessieren wie die Meinung meiner Nachbarn zu meinem Auto. :-)

      1. Tops, noch ein nachtrag : TROW steigt jetzt auch bei ETFs ein.

        Ben, was mich bei OHI kratzt : immer noch etwa 30% der mieter tun sich schwer, die miete stemmen, und die besetzungs rate liegt immernoch so bei 80% . (covid zeiten : 74% ) sie tun sich schwer, diesen zustand zu verbessern. das management ist bestrebt, die div aufrecht zu erhalten. ist aber schon etwas in die jahre gekommen. wir muessen aufpassen, wann ohi sein management austauscht. kann koennte sich diesbzgl was aendern …

        1. Hallo Manfred,

          ein möglicher Management-Wechsel würde bei OHI sicherlich dazu führen, dass die Dividendenkontinuität neu bewertet werden muss. Das sollten wir in jedem Fall im Auge behalten. Denn ein neuer CEO könnte andere Prioritäten setzen und erst mal mit einer Bereinigungsaktion starten. Aber aktuell steht das zum Glück nicht an. Taylor Pickett (CEO) ist 60 Jahre, Robert Stephenson (CFO) 59 Jahre alt.

          Viele Grüße Ben

          1. Soeben meldet OHI bei 2 Mietern Zahlungsschwierigkeiten im November. Dadurch wird nicht mehr länger erwartet, dass der FAD („Funds Available for Distribution“) im 4. Quartal die Quartalsdividende erreicht. Das heißt (noch) nicht, dass es zu einer Dividendenkürzung kommt. Aber der Kurs dürfte noch mal unter Druck geraten und die Risiken sind weiterhin hoch.

            1. Lavie u MapleWood sind die beiden problemfaelle, das waren sie aber auch schon zuvor. Da wurden bereits in den letzten quartalen einige assets verkauft, u dieser prozess wird wohl noch etwas anhalten. Ohi ist fuer die zukunft in 2024 zuversichtlich, diese probleme in den griff zu bekommen

  4. Test – das ist nun das 2. oder 3. mal in den letzten Wochen, dass ein von mir abgesendeter Kommentar mit iPadOS nicht erscheint.
    (Muss man evt. neuerdings darauf achten, dass alle Kommentare geladen wurden?)
    Das Verhalten ist neu, normalerweise lasse ich es dann gut sein.
    Wenn es jetzt klappt sende ich noch 2 kurze Sätze zum Thema. 😊
    VG
    1Steven1

  5. OK, Test passed (genauso gesendet wie der Kommentar zuvor, der nicht erschien).

    Ich hatte (als Antwort für Matthias) geschrieben, dass m.E. einige REITs derzeit günstig zu haben sind. Ich habe ESS gestern aufgestockt (bisher der einzige REIT in meinem Depot, da ich Immobilien nicht zu hoch gewichten möchte), ebenso war / ist evt. immer noch O interessant, die Zahlen stimmen meiner Meinung nach für diese Investments (keine „Wachstumsaktie“).

    Viel Erfolg Ben und allen anderen Beteiligten mit OHI, eine interessante Story.

    Siemens -> Top! 😊

    VG
    1Steven1

  6. Ich habe OHI ebenso seit 2017 im Depot und sehe die 67 Cent Dividende nicht so auf der Kippe wie Ben.
    Der REIT hat trotz aller Krisen bisher jedesmal alle drei Monate geliefert, und es gab härtere Zeiten als aktuell.

    Da gleichzeitig auch die Serie der Zinsanhebungen langsam zu Ende geht, halte ich es gegenwärtig sogar für einen guten Zeitpunkt für Käufe in REITs. Vor allem Realty Income und Alexandria Real Estate sind jüngst in mein Depot gewandert.

  7. hi everybody

    wer weiss einen guten ETF auf (kleinere) biotechwerte ?
    thanx

    ich glaube es macht wenig sinn, sich mit allen biotech newcomer und deren geschaeftsmodell zu konzentrieren. the world is changing very fast, insbesondere bei biotech u hightech. was heute in ist, ist morgen vielleicht schon mulleimer reif, deshalb mochte ich nach einer Grundposition mit einigen groesseren pharma/ biotechwerten jetzt verstaerkt auf einen biotech etf setzen.

    1. Hallo Manfred,

      mit kleinen Unternehmen:
      IE000O8KMPM1 L&G
      IE00BF0H7608 WisdomTree

      Viele Biontech ETFs habe große Player enthalten oder haben auch andere Pharmazeutische Werte. Ich habe nicht alle Positionen der beiden ETFs oben geprüft.
      Die ETFs sind natürlich klein, da sehr spezialisiert.
      Anders sieht es mit Biontech NASDAQ-Werten aus. Da ist das Angebot deutlich größer und die Fondvolumen auch (iShares IE00BYXG2H39, invesco IE00BQ70R696).

      Die Frage, die Du Dir beantworten musst:
      -Wie soll der Anteil der abgebildeten Papiere aussehen. Manche habe mit 10 Posiitonen 80%, andere bei 10 Positionen nur 20%-40%
      – Kleine Werte forschen mehr, werden aber übrnommen oder gehen unter
      -genügt mir der NASDAQ oder doch lieber „weltweit“ (mit nur 70-80% US).

    2. Schöne Spezialfrage lieber Manfred, die mich auch mal recherchieren lässt.
      Angenommen, ich hätte NICHT Amgen, Merck & Co., J&J, Pfizer, Abbott und Danaher im Depot und will gerne auf einen ETF setzen: Welchen würde ich nehmen?
      extraetf.com spuckt im Sektor „Biotech“ 9 ETFs aus, nur zwei davon (von Sharkey genannt) sind nennenswert groß (über 100 Mio). Alle von Sharkey genannten sind thesaurierend, muss man gut finden. Eine TER oberhalb 0,4% ist für meinen Geschmack zu hoch, nur meine Meinung. WisdomTree und LGIM würde ich ausscheiden lassen, da zu klein. Bleiben noch iShares und Invesco. Hierzu fällt mir auf:
      Interessanterweise haben beide die gleiche Performance.
      Einzelne Werte haben im iShares nahezu 10% Anteil, das finde ich ungesund (viel mehr als 5% sollten es nicht sein).
      Die Unternehmen der Top-10 im iShares gefallen mir schon mal gut: Gilead, Amgen, Moderna, Regeneron, Vertex. Habe ich mir mal angeschaut, sind alle okay weitestgehend.
      Anzahl der Positionen im iShares mit 267 gut. Top-10 jedoch überrepräsentiert.
      Exposition von USA enorm.
      Asset under Management -17% seit Jahresanfang, nicht so gut.

      Mein Fazit: Die vorhandenen Biotech-ETFs sind entweder SEHR klein oder zu stark US-dominiert. Die ETFs von iShares und Invesco sind eine Mogelpackung, da die Top-10 zu stark repräsentiert sind.
      Mir gefällt das alles nicht wirklich.

      Ich sehe nun zwei gute Optionen:
      a) Du lässt dich auf die Idee ein, auf Einzelunternehmen zu setzen, die vielversprechend sind (schon mit wenig Geld kannst du dir deinen eigenen Wunsch Biotech-ETF basteln).
      b) Du setzt auf einen ETF, der auch groß, renommiert, stabil und überlebensfähig ist UND der eine starke Health-/Biotech-Position hat. Beispiel: Der A2DL7E ist nun mein zweiter ETF im Depot. Da sind 19% Technologie und 13% Health drin. Position 4: Eli Lilly, 5: Novo Nordisk. Das gefällt mir.
      Keine Anlageberatung ;-)

      1. Lieber Matthias,

        Danke für die ausführliche Antwort oder Bewertung der ETFs, die im Großen und Ganzen meiner Beurteilung entsprechen.
        Genau deswegen habe ich die 3 Fragen gestellt, die sich jeder stellen muss, wenn er spezialisiert investiert.

        Nur ein paar Gedanken zu Deiner Information:
        – Ja kleine ETFs sind insofern „gefährlich“, als Sie aufgelöst werden könnten. Nur wenn Sie genau das abbilden, was man möchte, wieso nicht dort investieren?
        – Spezial ETFs mir 0,4% TER sind nicht (!) zu teuer (meine Meinung). Ein World ETF ist ohne große Bewertung und Verwaltung zu generieren und kostet die Hälfte (ca 0,2% TER), es gibt auch welche für 0,4% oder höher.
        – Alle Biotech ETF haben ca. 70% USA enthalten
        – Dass BioTech fällt hat mit der Überbewertung nach dem Corona-Hype zu tun. Ölfirmen gingen durchaus nach/bei Corona um 60% oder mehr runter. ;)

        Was ich damit sagen will, eine Betrachtung des letzten Jahres ist/sollte niemals zu einer Entscheidung im Invest führen – auch nicht bei ETFs. ;)

  8. Hallo Manfred,
    warum gerade Biotech und warum gerade klein ?
    Mir fällt spontan als Referenz BB Biotech AG ein, die funktionieren doch so als Szene – Inkubator.
    Ben hatte das Thema gefühlt vor einem halben Jahr ?
    Jedenfalls BB Biotech in diesem Jahr -29%
    Viel Fantasie ist da zur Zeit nicht drin, glaube ich.

    Es ist halt sehr mühselig und aufwendig hier als Nichtprofi/Insider ein qualifiziertes Research und screening durchzuführen. Mit dem richtigen Titel kann man bestimmt 200 bis 300 Prozent holen aber finde den mal.
    Ob die ETF Konstrukteure da mehr Ahnung haben, wage ich zu bezweifeln. Die mischen eine bunte Bonbontüte in der Hoffnung, das richtige wird schon dabeisein.

    BB Biotech hat eine ausgewiesene Expertise und es nützt ihnen auch nichts zur Zeit.

    Scherz,
    vielleicht würde es helfen, Thomas und Andreas Strüngmann irgendwo zu tracken. Eine ihrer jüngste Erwerbungen ist Schülke&Mayr, aber die sind nicht börsennotiert.
    Sie werden sich nicht in die Karten schauen lassen.

    Nun Ja
    Grüße @all

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