Innerhalb eines Quartals 10% höhere Nettodividende ohne Dividendenerhöhung

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Was wir hier gerade mit dem US-Dollar erleben, ist für mich als Dividendeninvestor geradezu unglaublich. Ich setze bei meinen Aktien ja insbesondere auch auf die Dividendenerhöhungen.

Und da hat sich diese Aktie in den vergangenen Jahren nicht lumpen lassen. Zuletzt wurde die Dividende um 7% erhöht. Aber das ist nichts gegen das, was das stetige Absinken des Euros auslöst. Allein in diesem Quartal ist die Dividende dadurch 10% höher als noch vor 3 Monaten!

Des Einen Freud ist natürlich des Anderen Leid. Denn mein beabsichtigter Nachkauf ist dadurch leider auch nicht günstiger geworden. Trotz des Drucks auf den Aktienkurs in der Heimatwährung.

Wie meine aktuelle Planung nun aussieht, wie hoch meine Dividende tatsächlich ausgefallen ist und warum ich das Unternehmen weiterhin zu den Gewinnern zähle, erfährst Du in diesem Beitrag.

Seit August 2016 habe ich die Aktie von PepsiCo unverändert mit 120 Stück in meinem Dividendendepot. Aufgrund ihrer relativen Stärke wächst der Depotanteil in der letzten Zeit kontinuierlich und hat sich in den letzten 3 Monaten von 4,8% auf 5,4%. Mittlerweile ist sie zum 4. größten Depotwert geworden. Hier habe ich die Aktie ausführlich vorgestellt.

Der Kurschart zeigt die eindrucksvolle Entwicklung:

PepsiCo im 5-Jahres-Chart (in US$)
PepsiCo im 5-Jahres-Chart (in US$)

Dividendenzahlung

PepsiCo zahlt erneut eine Quartalsdividende von 1,15 US$ je Aktie Für die 120 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 138 US$. Sie wurde von der onvista bank zum Kurs von 0,9686 in Euro umgerechnet. Vor drei Monaten lag der Wechselkurs noch bei 1,06348! Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 106,08 €. Vor drei Monaten waren es „nur“ 96,60 € gewesen. Die Dividende wurde mit Wertstellung 30.09.2022 überwiesen.

Dividendengutschrift PepsiCo im September 2022
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Perspektiven

Damit habe ich mein ursprüngliches Ziel auch ohne Nachkauf erreicht: eine dreistellige Nettodividende.

Derzeit hat es auch nicht den Anschein, als würde der US-Dollar kurzfristig wieder schwächer. Aber bis zur nächsten Dividendenzahlung im Januar 2023 ist es ja noch etwas hin.

Mein Plan sieht an sich weiterhin vor, noch 5 Aktien von PepsiCo in diesem Jahr nachzukaufen. Jetzt kommt jedoch das Aber: Dazu muss der Aktienkurs noch etwas runterkommen! Mit 166 US$ liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis immer noch bei rund 25. Und das ist definitiv zu hoch. Nicht unbedingt für PepsiCo selbst. Aber für dieses Umfeld.

Zuletzt wurde in einigen Medien die „Rule of 20“ wieder hervorgeholt. Sie besagt, dass eine faire Bewertung des Aktienmarktes bei hoher Inflation in einer Addition von KGV und Inflationsrate und der Summe 20 besteht.

Bei einer Inflationsrate von 9% dürfte das Markt-KGV also nur bei 11 liegen. Da sind wir noch weit drüber und niemand kann ausschließen, dass die „Rule of 20“ richtig ist und der Markt sich entsprechend entwickelt.

Das heißt für mich nicht, dass PepsiCo auch nur ein KGV von 11 haben darf, bevor ich nachkaufe. Das würde mehr als eine Halbierung des jetzigen Kurses bedeuten. Das sehe ich so nicht. PepsiCo wird sicherlich auch in diesem düsteren Szenario einen Aufschlag gegenüber dem Markt haben. Aber der liegt dann eher bei einem KGV von 15 oder 16.

Und damit sprechen wir – bei unverändertem Gewinn des Unternehmens – von Kursen um 100 US$. Ich gebe zu, das ist für mich heute schwer vorstellbar. Aber meine Erfahrung lehrt mich, dass sowas ziemlich schnell passieren kann. Vor allem dann, wenn man nicht damit rechnet.

Die letzten Quartalszahlen von PepsiCo gaben keinen Anlass, dieses Szenario selbst auszulösen. Der Nettoumsatz stieg um 5,2%, organisch sogar um 13%. Der Gewinn je Aktie kam jedoch unter Druck, erreichte aber immerhin 1,03 US$. Im ersten Halbjahr wurden damit 4,09 US$ Gewinn je Aktie eingebucht.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde erneut leicht angehoben. Der Umsatz soll jetzt organisch um 10% wachsen (zuvor: 8%). Das liegt aber lediglich im Bereich der derzeitigen Inflationsrate. Der Gewinn je Aktie soll unverändert um 8% zulegen – allerdings unter Ausblendung der Währungsveränderungen.

Und das ist genau ein Punkt, der PepsiCo belastet. Durch den starken US-Dollar sinken in der Gewinn- und Verlustrechnung die Erträge außerhalb des Dollarraums.

Für Europa sieht das dann beispielsweise so aus, dass der Umsatz um 8% gesunken ist. Tatsächlich ist er aber organisch um 9%-Punkte gestiegen, wovon jedoch 12%-Punkte durch die Währung wieder zurückgegangen sind. 5%-Punkte gehen auf das Konto von Umstrukturierungen.

Warum PepsiCo immer noch so gut an der Börse ankommt? Weil die Aktie in der aktuellen Situation als defensiv gilt und durchaus in der Lage ist, von der gestiegenen Inflation zu profitieren.

Aber das alles wird irgendwann ausgeblendet, wenn es zum großen Verkauf an der Börse kommt. Dann werden auch die besten Aktien verkauft und der Markt findet irgendwann ein neues Niveau.

Und völlig unrealistisch sind Kurse um 100 US$ auch nicht. Denn vor gar nicht langer Zeit – im Corona-Crash – notierte die Aktie bei nur 105 US$. Ich hoffe nicht, dass es wieder so tief geht, bin darauf aber innerlich vorbereitet.

Aber für heute freue ich mich erstmal über die dreistellige Nettodividende! Sie bessert meine Cash-Position auf und irgendwann werde ich sie auch wieder in PepsiCo-Aktien reinvestieren.

Auf einen Blick:

Unternehmen:PepsiCo
ISIN:US7134481081
Im Divantis-Depot seit:02.05.2014
Letzter Nachkauf am:23.08.2016
Stückzahl im Divantis-Depot:120
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:76,09 €
Gesamtkaufpreis:9.130,94 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:2.211,73 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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2 Gedanken zu „Innerhalb eines Quartals 10% höhere Nettodividende ohne Dividendenerhöhung“

  1. Schönes Timing zu meinem heutigen Coca-Cola-Nachkauf! ;-)
    Ob nun COC oder PEP, beide haben Stärken wie Schwächen. PepsiCo ist etwas besser diversifiziert, Coca-Cola hat die wohl größere Markt- und Pricing-Power. Auf alle Fälle macht es Sinn, auf eine der beiden zu setzen, langfristig.
    Ich habe einen 7%-Dip von CC heute genutzt, um nachzulegen, bisher gab es in 2022 ja noch gar keinen Dip von CC zu erleben…
    Übrigens, der Nintendo-Split steht kurz bevor, ich habe schon mal 10 zu 1 eingebucht, um die Daten in PP wieder richtig anzeigen zu lassen (Kurs damit aktuell bei circa 41 EUR).

  2. PEP hat sich auch bei mir hervorragend entwickelt und ist aktuell der Fels in der Brandung 😀
    Ich habe mir heute noch eine BLK gekauft.
    Verrückte Zeiten.
    Ich werde wohl weiterhin ohne Panik sukzessive zukaufen.

    VG
    1Steven1

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